IT- und Medienentwicklungsplan der Hochschule Hannover

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1 der Hochschule Hannover Prof. Dr. Manfred Krause, Leiter Hochschul-IT unter Mitarbeit von Prof. Dr.-Ing. Oliver Bott, Fakultät III Horst Ferber, Leiter der Bibliothek Christiane Jentzen-Ang, Leiterin Verwaltungs-IT Jürgen Rosemeyer, Leiter Zentral-IT

2 Änderungen Name Datum / Stand Änderungsbeschreibung Genehmigung MK Erstellung des Dokuments, IT-Entwicklungsplan HF MK Einarbeitung Medienentwicklungsplan Redaktionelle Überarbeitung CJ, JR MK Korrekturen und Ergänzungen Versand an LA H-IT MK, OB Korrekturen und Ergänzungen (Oliver Bott, Abschnitt 3.7) LA H-IT - II -

3 Inhaltsverzeichnis Änderungen... II Inhaltsverzeichnis... III 1 Einleitung Integrierte Hochschule Personalwesen Liegenschaften Studierendenverwaltung Finanzwesen Bibliothek Integrierte IT-Systeme HISinOne Forschungscontrolling FHHCard, Zutritt, Identitätsmanagement IT-Support, ITServiceDesk Content Management System Qualitätsmanagement IT-Infrastruktur Redundante IT-Infrastruktur Kernnetzerweiterung WLAN NDS Storage Cloud Virtuelle Serversysteme Active Directory Informations- und Medieninfrastruktur Lokales Bibliothekssystem (LBS) Portal-Software Publikationsinfrastruktur Informationskompetenzvermittlung Hochschulübergreifende Bibliothekskooperationen III -

4 1 Einleitung Der IT- und Medienentwicklungsplan soll die Weiterentwicklung der IT-Systeme und der Medien-Infrastruktur der Hochschule Hannover ausgerichtet an deren strategischen Zielen sicherstellen. Die Hochschule Hannover hat zurzeit über Studierende und ca. 700 Beschäftigte, darunter ca. 250 Professorinnen und Professoren. Die Hochschul-IT (H-IT) bestehend aus 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (26,02 Vollzeitäquivalente Vzä) versorgt diese Personen an fünf (ab 2012 sechs) Standorten mit zentralen IT- Services. In den meisten Fakultäten werden von eigenen IT-Teams dezentrale Dienste angeboten. Insgesamt sind ca. 70 Mitarbeitende der Hochschule der IT zuzuordnen. Die Bibliothek der Hochschule besteht aus der Zentralbibliothek sowie drei Teilbibliotheken, von denen eine zusammen mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien (HMTMH) betrieben wird. An den vier Bibliotheken sind insgesamt 20 (+ 2 HMTMH) Mitarbeitende (14+1,7 Vzä) beschäftigt. Das Informationssystem der Hochschule Hannover zeichnet sich durch das zentrale, führende HIS-Softwaresystem mit den GX-Modulen SOS, POS, ZUL, SVA, ZEB und BAU der HIS GmbH aus, das derzeit durch das Campus Management System HISinOne ersetzt wird. Weitere führende Systeme sind Microsoft Dynamics NAV (früher Navision) der Finanzverwaltung, das Content Management System TYPO3 und EvaSys für die Lehrevaluation und Absolventen- und Alumnibefragungen. Zur Organisation der IT wurden folgende Strukturen und Verantwortlichkeiten eingerichtet: Der Lenkungsausschuss der Hochschul-IT (LA H-IT) entwickelt die IT- Strategie der Hochschule Hannover weiter und vereinbart im Einvernehmen mit dem Präsidium und den Dekanaten konkrete operative Maßnahmen, um diese umzusetzen. Er koordiniert somit die zentralen IT-Aktivitäten der H-IT sowie die dezentral organisierten IT-Aktivitäten der Fakultäten. Im LA H-IT sind die Fakultäten sowie die Hochschul-IT vertreten. Den Vorsitz führt der zuständige Vizepräsident oder der Leiter der H-IT. Dazu werden von den Fakultäten IT-Koordinatorinnen oder IT-Koordinatoren benannt, die die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen innerhalb der Fakultäten koordinieren und im LA H-IT berichten. Der LA H-IT tagt zwei Mal pro Semester. Vierzehntägig finden Dienstbesprechungen der Hochschul-IT statt, in denen organisatorische Angelegenheiten, der operative Betrieb sowie die Projekte der Hochschul-IT besprochen und abgestimmt werden. Teilnehmende sind der für die IT zuständige Vizepräsident und alle Mitarbeitenden der Hochschul-IT sowie Mitarbeitende der Bibliothek und der Stabsstelle Qualitätsmanagement

5 Einmal pro Semester werden alle IT-Mitarbeitenden in allen Fakultäten und Organisationseinheiten zum IT-Forum eingeladen. Die Teilnehmenden informieren sich gegenseitig über laufende oder gerade abgeschlossene Projekte sowie über aktuelle IT-Themen der Hochschule. Grundlegende Aspekte der Literatur- und Informationsversorgung werden in der Bibliothekskommission, dessen Vorsitz ebenfalls der zuständige Vizepräsident führt, thematisiert, koordiniert und gegebenenfalls der Hochschulleitung zur Entscheidung empfohlen. Die bibliotheksinterne Kommunikation und Entscheidungsfindung ist geprägt durch Dienstbesprechungen der (Teil-)Bibliotheksleiter (ca. monatlich), aller Bibliotheksmitarbeiter (semesterweise) und der Mitarbeiter in den Teilbibliotheken (wöchentlich). Im Folgenden werden jeweils der Stand und die weiteren Aktivitäten zur Umsetzung des Campus-Konzepts Integrierte Hochschule, des strategischen Ziels Integrierte IT-Systeme, der IT-Infrastruktur sowie der Informations- und Medieninfrastruktur dargelegt. 2 Integrierte Hochschule Anfang 2011 wurde die gesamte Hochschule Hannover nach ISO9001 zertifiziert. Dabei wurden die Prozesse hochschulweit erfasst. Sofern die Integrationsgrade der IT-Systeme in die Geschäftsabläufe ausreichend hoch sind, wurden Geschäftsprozesse definiert, die durch die IT-Systeme unterstützt werden. In anderen Fällen sind Verfahrensanweisungen erstellt worden, die als Grundlage für die Weiterentwicklung der IT-Systeme dienen, mit dem Ziel, die Verfahrensanweisungen später durch Prozessdefinitionen zu ersetzen, in denen die IT-Systeme die Prozessunterstützung übernehmen. Auf diese Wiese wird kontinuierlich die Erhöhung des Integrationsgrades der führenden IT-Systeme bewirkt. Im Folgenden werden die Bereiche Personalwesen, Liegenschaften, Studierendenverwaltung, Finanzwesen und Bibliothek betrachtet und die Weiterentwicklung deren IT-Systeme dargelegt. 2.1 Personalwesen Die Geschäftsabläufe der Personalverwaltung (Dezernat I) wurden im Rahmen des Qualitätsmanagements als Verfahrensanweisungen spezifiziert. Die Personaldaten sind derzeit soweit in das Personalverwaltungssystem HIS-SVA aufgenommen, dass die Zeiterfassung mit HIS-ZEB sowie die Zutrittskontrolle mit der Zutrittskontrollsoftware C/3 Access der Firma Intrakey im operativen Betrieb gehalten werden können. Angestrebt wird ein höherer Integrationsgrad mit dem IT-System der Finanzverwaltung. Dadurch soll u. a. eine Effizienzsteigerung bei der Generierung von Reports erzielt werden

6 2.2 Liegenschaften Im Dezernat II (Gebäudemanagement) wird HIS-Bau für die Verwaltung der Liegenschaften eingesetzt. Ein System zur Verwaltung von Schlüsseln wird derzeit abgelöst. Diese Aufgaben werden vom IT-System im Rahmen der Zutrittskontrolle übernommen, sobald entsprechende Zutrittssysteme beschafft und installiert sind. Die Daten der Liegenschaften sind in HIS-Bau eingegeben und stehen für die Stunden- und Raumplanung der Fakultäten (HIS-LSF) zur Verfügung. Im Rahmen des Projekts Zutritt wurden neben den Gebäuden und Räumen auch alle Türen erfasst. Ein Konzept für ein Flächenmanagement-System als Teil des nichtmonetären Controllings an der Hochschule Hannover wurde erarbeitet. Es wird u. a. wegen der Übernahme der Gebäude in der Bismarckstraße ab derzeit in Erwägung gezogen, das an der Leibniz Universität Hannover eingesetzte Liegenschaftsmanagementsystem conjectfm für die Liegenschaften der Hochschule Hannover zu nutzen. 2.3 Studierendenverwaltung Die IT-Systeme der Studierendenverwaltung werden nach einer Phase des Out- Sourcing zur HIS GmbH wieder vollständig von der Hochschul-IT betrieben. Sie weisen derzeit den höchsten Integrationsgrad auf. Basierend auf den seit vielen Jahren laufenden Module der Studierenden- und Prüfungsverwaltung (HIS-SOS und HIS-POS) sind in den letzten Jahren sukzessive das elektronische Bewerbungsund Zulassungsverfahren (HIS-ZUL), die FHHCard als Studierendenausweis, Bibliothekskarte, Fahrausweis für den öffentlichen Nahverkehr und Zahlkarte für das Studentenwerk und für Kopierer eingeführt wurden. In die Prüfungsordnungen der Bachelor- und Master-Studiengänge wurden die Eingabe und die Generierung der Modul- und Personalhandbücher integriert, sodass sie im Rahmen der Weiterentwicklung der Studiengänge kontinuierlich aktualisiert werden können. Im Rahmen des Qualitätsmanagements sind regelmäßige Absolventenbefragungen mit Hilfe der Kopplung von HIS-SOS, HIS-POS und EvaSys implementiert worden. Das nichtmonetäre Controlling der Lehr- und Studienleistungen wird durch stichtagsbezogene Generierung von Standardberichten unterstützt. Das Campus Management System HISinOne wird derzeit über die flächendeckende Einführung von HIS-LSF vorbereitet. Die Unterzeichnung eines Vertrages zur Einführung von HISinOne ist in Vorbereitung. Es ist beabsichtigt, die Funktionen von HISinOne in Abhängigkeit ihres Fertigstellunggrades sukzessive einzuführen, wobei LSF das erste HISinOne-Modul sein wird. Im Rahmen des dialogorientierten Serviceverfahrens für die Bewerbungen um Studienplätze in zulassungsbeschränkten Studiengängen wurde ein Vertrag mit der HIS GmbH über die Bereitstellung der HIS-Konnektoren geschlossen, die in

7 implementiert werden sollen, mit dem Ziel, für das Wintersemester 2012/13 am Verfahren teilzunehmen. 2.4 Finanzwesen Im Dezernat IV (Haushalt und Finanzen) sowie für das monetäre Controlling wird die Software "new system kommunal" von der INFOMA Software Consulting GmbH eingesetzt. "new system kommunal" basiert auf der Standard- Software Microsoft Dynamics NAV (früher Navision). Es ist vorgesehen, das IT-System des Dezernats IV stärker mit IT-Systemen der Hochschule, insbesondere Personalwesen, und des Landes zu integrieren. 2.5 Bibliothek Die in der Bibliothek eingesetzten IT-Systeme sind von den Anforderungen eines Dienstleisters der Versorgung mit Literatur, Literaturinformationen, Informationsträgern und elektronischer Fachinformationen geprägt. Sie werden in enger Zusammenarbeit mit der Hochschul-IT von einem Bibliotheks-IT-Team betrieben und weiterentwickelt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek nehmen an den regelmäßigen Dienstbesprechungen der Hochschul-IT und an den Sitzungen des Lenkungsausschusses Hochschul-IT teil. Näheres ist in Kapitel 5 beschrieben. 3 Integrierte IT-Systeme Im Rahmen des Campus-Konzepts Integrierte Hochschule werden unter dem Stichwort Campus Management verschiedene IT-Systeme in der Hochschule Hannover eingesetzt oder befinden sich derzeit in der Einführung. Die Nutzung und ggfs. die Einführungsprojekte der IT-Systeme werden im Folgenden beschrieben. 3.1 HISinOne 2009 wurde ein Vorbereitungsprojekt für die Einführung von HISinOne initiiert, das von der Hochschul-IT in Zusammenarbeit mit der HIS GmbH durchgeführt wird. Gesteuert wird das Projekt von einem Lenkungsausschuss, in dem neben der Hochschul-IT die HIS GmbH, die Dezernate I und III sowie die Hochschul-Leitung vertreten sind. Der Vertrag wird derzeit in einen Einführungsvertrag für HISinOne geändert. In 2012 soll als erstes das HISinOne-Modul LSF eingeführt werden, d. h. die bisherigen LSF-Einführungen werden auf HISinOne umgestellt. Die Einführungen bzw. der Ersatz weiterer Funktionen werden mit HISinOne durchgeführt werden

8 HISinOne wird das führende System für die Studierenden-, Prüfungs- sowie Stunden- und Raumplanung an der Hochschule Hannover. Ob HISinOne für das Personalwesen führendes System sein wird, ist noch nicht entschieden. Im Rahmen der neuen Vertragsunterzeichnung werden derzeit die weiteren Planungen zur HISinOne-Einführung überarbeitet. 3.2 Forschungscontrolling In 2011 wurde die an der Hochschule entwickelte Erweiterung des Content Management Systems TYPO3 für die hochschulinternen Beantragungen an die Forschungskommission in Betrieb genommen. Anträge von Forschenden an die Forschungskommission der Hochschule können nur noch elektronisch gestellt werden. Außerdem sind die Forschungsberichte ebenfalls auf diesem Wege einzureichen. Damit wurde die Basis für ein Forschungscontrolling geschaffen, das in der Stabstelle Forschung weiter entwickelt wird. In 2012 erfolgt die Einführung einer umfassenden Datenbank zur Erfassung aller Forschungsaktivitäten der Hochschule. 3.3 FHHCard, Zutritt, Identitätsmanagement Die FHHCard ist als Studierendausweis mit zahlreichen weiteren Funktionen eingeführt worden. Die Einführung bedurfte einer starken Integration der Administrations-Software mit dem Studierendenverwaltungssystem HIS-SOS. Das Einführungsprojekt ist abgeschlossen, die Ausgabe und Verwaltung der FHHCard ist in den operativen Betrieb des Dezernat III und der Hochschul-IT integriert. Die Einführung der FHHCard als Dienstausweis für alle Bediensteten erforderte die Erfassung der Personaldaten in HIS-SVA. Diese konnten jedoch nur soweit erfasst werden, dass die Nutzung des Dienstausweises, der Zeiterfassung und der Zutrittskontrolle ermöglicht wird. Die Zeiterfassung mit HIS-ZEB wurde in 2011 ausgebaut und kann bis auf wenige Ausnahmen flächendeckend genutzt werden. Das Einführungsprojekt Zutritt wurde abgeschlossen. Die Verwaltung der Zutrittskontrolle ist in den operativen Betrieb in Dezernat II und in der Hochschul-IT integriert. Es ist vorgesehen, die Zutrittskontrolle in den nächsten Jahren auf alle Gebäude der Hochschule Hannover auszudehnen. Zur weiteren Integration der IT-Systeme ist die systematische Einführung eines Identity Management Systems notwendig. 3.4 IT-Support, ITServiceDesk Im Rahmen des IT-Supports für die Nutzerinnen und Nutzer der IT-Systeme wurde ein Helpdesk, der ITServiceDesk, auf Basis des Open Source Systeme OTRS eingeführt. Die Services des ITServiceDesks werden kontinuierlich erweitert

9 Für die Verwaltung wird derzeit ein System zur Software-Verteilung und -wartung eingeführt, das zusammen mit der in 2011 eingeführten Fernwartung (Teamviewer) erhebliche Verbesserung der Service-Qualität und Effizienzsteigerungen erwarten lässt. 3.5 Content Management System 2008 wurde das Open Source Content Management System (CMS) TYPO3 in der Hochschule eingeführt. Seitdem wird der Betrieb von einem Team der Hochschul- IT betreut und das System bedarfsgerecht weiterentwickelt. Für die Koordinierung der TYPO3-Redakteure werden monatlich Besprechungen (T3AG) durchgeführt, in denen Konventionen zur Einhaltung des Coporate Designs sowie die Weiterentwicklung des CMS vereinbart werden. Die TYPO3-Erweiterungen für die Verwaltung und das Controlling der Forschung und für das Qualitätsmanagement an der Hochschule Hannover wurden vom TY- PO3-Entwicklerteam implementiert. Die Erweiterung für die Forschung ist bereits im operativen Betreib, die Erweiterung für das Qualitätsmanagement soll in 2012 in Betrieb genommen werden. Im Rahmen der Umbenennung der Hochschule und der Entwicklung eines neuen Corporate Designs wird auch das CMS in 2012 überarbeitet. 3.6 Qualitätsmanagement Im Rahmen des Qualitätsmanagement wird zur Spezifikation und Dokumentation der Geschäftsprozesse die Prozessmanagementsoftware SYCAT, für die regelmäßige Lehrevaluation wird EvaSys eingesetzt. Zur regelmäßigen Befragung zum Studienabschluss und der Alumni wurde HIS-POS mit EvaSys gekoppelt, sodass die Befragungen weitgehend automatisiert angestoßen werden können. Für die Erstellung von Dokumenten, die im Rahmen des Qualitätsmanagement periodisch aktualisiert werden sollen, wie z. B. die Strukturkonzepte der Organisationseinheiten, wurde die TYPO3-Erweiterung QMDocs entwickelt und soll in 2012 in den operativen Betrieb überführt werden. 3.7 E-Learning Die Hochschule Hannover widmet sich seit September 2010 dediziert der Intensivierung des Einsatzes digitaler Medien in der Hochschullehre. Im Rahmen der Teilnahme an dem zweijährigen Verbundprojekt Niedersächsische Netzwerk für eassessment und eprüfungen (N2E2) wurden Methoden der elektronischen Leistungsbewertung evaluiert und an der Hochschule eingeführt. Für summative Prüfungen ist 2011 das Prüfungssystem EvaExam der Firma Electric Paper - eine Scan- Lösung - für zunächst eine fünfjährige Erprobungsphase beschafft worden. Im Zuge der Änderung der Allgemeinen Prüfungsordnung zum WS 11/12, wodurch - 9 -

10 nun auch rein elektronische Prüfungen möglich sind, werden derzeit entsprechende Prüfungssysteme evaluiert und Leitfäden für die Durchführung von eprüfungen erarbeitet. Zurzeit gibt es an der Hochschule Hannover noch kein hochschulweit verfügbares Lernmanagementsystem (LMS), allerdings werden dezentral in den Fakultäten E- Learning-Systeme eingesetzt wie beispielsweise moodle an der Fakultät III und LON-CAPA an der Fakultät IV. Um eine hochschulweite E-Learning-Strategie mit Vorschlägen für eine geeignete technische und organisatorische Infrastruktur zu erarbeiten, wurde an der Hochschule Hannover im Juni 2011 eine E-Learning-AG gegründet. In der AG ist jede Fakultät in der AG vertreten, sowie die Hochschul-IT, die Stabstelle Studium und Lehre, die Bibliothek, das Zentrum für Weiterbildung und Technologietransfer und andere Organisationseinheiten. Eine Entscheidung der E-Learning-AG in Bezug auf die Auswahl eines hochschulweit eingesetzten LMS ist für Anfang 2012 geplant. Zur Diskussion stehen die Systeme stud.ip, ILIAS, moodle und LON-CAPA. Die E-Learning-AG hat weiterhin den Beitritt der Hochschule in den E-Learning Academic Network e.v. (ELAN e.v.) empfohlen und wird in Bezug auf den Ausbau der E-Learning-Infrastruktur durch den Verein beraten. Am hat die neu gegründete elearning-servicestelle (els) der Fachhochschule Hannover Ihren Dienst aufgenommen. Sie bietet Lehrenden und Studierenden eine Anlaufstelle zu Fragen des didaktisch fundierten Einsatzes von elearning-ansätzen in Präsenzlehre und Fern-Unterricht. Die Abteilung berät weiterhin die E-Learning-AG und wird den Aufbau einer entsprechenden technischen Infrastruktur inklusive LMS an der Hochschule begleiten und deren Betrieb sicherstellen. Der Abteilung sind neben einer halben Stelle aus dem N2E2-Projekt weitere 4 halbe Stellen zugeordnet, wobei drei Stellen aus dem am begonnen, auf fünf Jahre ausgelegten Verbundprojekt ecult "ecompetence and Utlilities for Learners and Teachers" (gefördert durch das BMBF) stammen. 4 IT-Infrastruktur Zur Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur werden bedarfsbezogen Projekte eingerichtet. Die derzeit laufenden Projekte und deren Stand werden nachfolgend kurz dargestellt. Die Projekte werden von jeweils einer Projektleiterin oder einem -leiter geführt. In den regelmäßigen Dienstbesprechungen der Hochschul-IT wird über die Projekte berichtet und über das weitere Vorgehen beraten und beschlossen. 4.1 Redundante IT-Infrastruktur Ziel dieses Projektes ist der Aufbau redundanter, d. h. gespiegelter Server auf den Campi Expo Plaza und Linden. Die Server im Campus Linden haben vollständig den operativen Betrieb übernommen. Die Server aus der Hanomagstraße wurden im Campus Expo Plaza aufgebaut. Derzeit werden die Server auf den Betrieb vorbereitet. Im ersten Quartal 2012 soll der redundante Betrieb aufgenommen werden

11 4.2 Kernnetzerweiterung Ziel dieses Projektes ist der Austausch der aktiven Netzwerkkomponenten am Campus Linden. In 2011 wurde der Auftrag europaweit ausgeschrieben. Im November 2011 konnte der Vertrag unterschrieben werden. Derzeit werden die Hardware-Komponenten ausgeliefert. Außerdem werden vorbereitende Arbeiten, z. B. Verlegung neuer Kabel vorgenommen. In der vorlesungsfreien Zeit im Februar 2012 sollen alle alten aktiven Komponenten ausgetauscht werden. Das Projekt soll im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden. Die Kernnetzerweiterung am Campus Linden ist Teil eines Gesamtkonzeptes zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Netzes der gesamten Hochschule. Danach werden sukzessive alle Hochschulstandorte bedient. Das Konzept ist in Hinblick auf eine dauerhafte Nutzung der Gebäude in der Bismarckstraße zu ergänzen. 4.3 WLAN Ziel dieses Projektes ist die Abdeckung der gesamten Hochschule mit WLAN. Der Bedarf an WLAN-Zugängen ist in den letzten zwei Jahren sprunghaft angestiegen, sodass die bis Anfang 2011 geplanten Maßnahmen sich als nicht ausreichend erwiesen haben. Die Planungen sind daraufhin ausgeweitet worden. Die Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung. Da mit weiteren Steigerungen der Nutzeranzahl zu rechnen ist, wird der Ausbau noch stärker beschleunigt werden müssen, was auch zu erhöhten personellen Anforderungen in diesem Bereich führen wird. 4.4 NDS Storage Cloud Ziel dieses Projektes ist die Installation und der Betrieb von Speicher im Verbund mit niedersächsischen Hochschulen. Die Speicher wurden 2011 beschafft und in Betrieb genommen. Die Nutzung des in der Hochschule Hannover befindlichen Speichers wurde intern geregelt. Die Hochschul-IT beteiligt sich an der Entwicklung und Umsetzung eines landesweiten Nutzungskonzeptes der NDS Storage Cloud. 4.5 Virtuelle Serversysteme Die Server der Hochschul-IT sind in den letzten Jahren virtualisiert worden. Damit können durch partielle Rezentralisierung erhebliche Effizienzgewinne erzielt werden, indem der Betrieb der Hardware-Server inklusive der Datensicherung als zentraler Dienst, die Administration der Anwendungssoftware dagegen dezentral in den Fakultäten und durchgeführt werden kann. Die Nutzung der Synergieeffekte durch Virtualisierung soll weiter ausgebaut werden

12 4.6 Active Directory Ziel dieses Projektes ist es, den Nutzenden der IT-Services an allen Standorten der Hochschule dieselben Dienste zur Verfügung zu stellen. Derzeit ist dies nicht der Fall, da die Dienste über Jahre dezentral in den Fakultäten entwickelt und betrieben wurden. Die Hochschul-IT und die Fakultäten erstellen zurzeit eine Masterdomäne, in der alle Benutzerkonten der Hochschule enthalten sind. Da diese Maßnahmen im laufenden Betrieb durchzuführen sind, werden die Benutzergruppen während nutzungsschwachen Zeiten sukzessive in die Masterdomäne integriert, was noch längere Zeit beanspruchen wird. 5 Informations- und Medieninfrastruktur 5.1 Lokales Bibliothekssystem (LBS) Die Bibliotheken der Fachhochschule Hannover setzen als Bibliotheksverwaltungssystem wie alle Bibliotheken des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes GBV LBS von PICA/OCLC ein. Zurzeit findet im hannoverschen lokalen Bibliothekssystem HOBSY die Umstellung auf die Version LBS4 statt. Die dafür notwendige Hardware wurde bereits erneuert. Die Bibliothek der FHH wird das Erwerbungssystem ACQ im ersten und das Ausleihsystem OUS in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 umstellen. In Absprache mit dem Personalrat werden entsprechende intensive Schulungsmaßnahmen vor Einführung der Module durchgeführt bzw. wiederholt werden. Die Integration in das Identity Management der Hochschule wird ausgebaut - Durch die Installation neuer Kassen wird im ersten Halbjahr 2012 das bargeldlose Bezahlen von Gebühren mithilfe der Hochschulkarte an den Ausleihstellen in den Bibliotheken ermöglicht werden - Die Übernahme von Daten aus der Studierendenverwaltung in das Bibliotheksystem soll über eine geeignete Schnittstelle realisiert werden. Da dies erst nach Einführung der neuen Version des Ausleihsystems sinnvoll ist wird dies voraussichtlich im ersten Halbjahr 2013 erfolgen. 5.2 Portal-Software Die Heterogenität und Komplexität von Informationsquellen (Kataloge, Datenbanken, Volltexte, Webseiten etc.) stehen zunehmend im Widerspruch zu Nutzererfahrungen und -erwartungen (Google als Standard, Zunahme mobiler Endgeräte)

13 Die Bibliothek der Hochschule Hannover hat Ende 2011 das Angebot der Verbundzentrale des GBV, VUFind als Portalsoftware einzuführen, angenommen und damit eine moderne Rechercheoberfläche, mit der neben Katalogen auch Datenbanken und Web-Seiten sowohl gemeinsam als auch getrennt gesucht werden und diverse Web 2.0-Funktionalitäten ermöglicht werden können, eingeführt. Die Bibliothek der Hochschule Hannover wird sich aktiv an der Weiterentwicklung von VUFind beteiligen. 5.3 Publikationsinfrastruktur Die Bibliothek der Hochschule Hannover betreibt seit 2008 den Hochschulschriften-Server SerWisS. Sie wird in verstärktem Maße dafür werben, Publikationen von Hochschulangehörigen als Open-Access-Publikationen auf SerWisS zu veröffentlichen und den Server als Plattform zur Dokumentation der Forschungsaktivitäten der Hochschule zu nutzen. Daneben unterstützt die Bibliothek die Publikation und den Vertrieb von Schriften innerhalb des Blumhardt-Verlages. Vergriffene Werke des Blumhardt-Verlages werden auf SerWisS dauerhaft zugreifbar gemacht. Die Bibliothek wird ein Konzept zum Erstellen einer Hochschulbibliografie, also eines Online-Verzeichnisses der Schriften von Angehörigen der Hochschule Hannover, auf Basis von Linked Open Data erstellen. Ziel ist, die Nachweise bisher erschienener Publikationen vollständig und so zu verzeichnen, dass variable und skalierbare Ausgabeformate möglich sind. 5.4 Informationskompetenzvermittlung Die Vermittlung von Informationskompetenzen gewinnt als bibliothekarisches Arbeitsfeld zunehmende Bedeutung. Sie erfolgt auf verschiedenen Ebenen: - Erste Einführungen in die Benutzung der Bibliothek möglichst für alle Studienanfänger - Informationsveranstaltungen zu Fachrecherchen in Datenbanken und Katalogen - Mitarbeit in oder Übernahme vollständiger Lehrveranstaltungen zu Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens Es wird angestrebt, Veranstaltungen der Bibliothek im Bereich Informationskompetenz im Angebot des Zentrums für Schlüsselqualifikationen zu etablieren. Die Bibliothek hat eine Campuslizenz für das Literaturverwaltungssystem Citavi abgeschlossen. Sowohl die Lizensierung als auch die regelmäßig stattfindenden Schulungen zur Literaturverwaltung sollen fortgeführt werden

14 Bei der Etablierung einer E-Learning-Infrastruktur kann die Bibliothek durch die Bereitstellung digitaler und audiovisueller Medien einen wichtigen Beitrag leisten. Sie wird sich u.a. durch Mitarbeit in der E-Learning-AG am Planungsprozess beteiligen, ihre Angebote vermitteln bzw. neue entwickeln. 5.5 Hochschulübergreifende Bibliothekskooperationen Die Zusammenarbeit der hannoverschen Bibliotheken in der HOBSY-Arbeitsgemeinschaft trägt erheblich zur Verbesserung der Literaturversorgung auch der Mitglieder der Hochschule Hannover bei (Gemeinsame Nutzerkarte, Bibliotheksübergreifende Buchrückgabe, Hannoverscher Gesamtkatalog u.a.) Die Bibliothek wird weiter aktiv in der Kooperationsgemeinschaft hannoverscher Bibliotheken mitarbeiten. Ebenso wird sie durch ihre Teilnahme an Konsortien (Niedersachsen-Konsortium, Nationallizenzen u.a.) die Möglichkeiten, den lokal vorhandenen Bibliotheksbestand durch online zugängliche Medien zu erweitern, in zunehmendem Maße nutzen. Der Anteil online verfügbarer Medien wird gegenüber den gedruckten Medien erheblich steigen, vom Erwerbungsetat sollten 2012 auf rund 30 Prozent für elektronische Medien verwendet werden

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