Was, bitte, bedeutet GroEL?

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Was, bitte, bedeutet GroEL?"

Transkript

1 Was, bitte, bedeutet GroEL? Prof. Dr. Eva Kathrin Sinner Johannes Gutenberg Universität Mainz Proteinbiochemie SS2010

2 Was sagt der Karlson? Eine gesonderte Klasse der Chaperone sind die Chaperonine Diese oligomeren Proteine bilden eine zylindrische Struktur, in deren Innerem die ungefalteten proteine binden,m vor Aggregation geschützt und unter ATp Aufwand in ihre native Konformation Überführt werden. Chaperonine kommen in Eukaryonten und prokaryonten vor und zwar GroEL und GroES in Prokaryonten und deren eukaryonte Homologe (HSP 60 HSP 10) in endosymbiotisch entstandenen Organellen, Mitochondrien und Chloroplasten vor)

3 GroEL gehört zu den Chaperoninen Chaperon: aus dem Französischen: die Anstandsdame (der Proteinfaltung) DENN: haben Proteine im zustand ihrer Entstehung unkontrollierten Kontakt zu anderen Proteinspezies, könnten sie aggregieren Kurz: ein Chaperonin ist ein Protein, das hilft, die Faltung anderer Proteine aufrechtzuerhalten, bzw. diese davor bewahrt, zu aggregieren und damit nicht mehr zu funktionieren.

4 Chaperonine GroEL wird bei der Synthese von schätzungsweise einem Drittel aller mittelgroßen (30 60 kda) Bakterienproteine benötigt. Ein ungefaltetes Protein bindet in Inneren des Hohlraums, der durch die Untereinheiten des Chaperons GroEL gebildet wird, indem vermutlich die hydrophoben Anteile des Proteins (die ja normalerweise im Inneren liegen würden), erkannt werden.

5 Was ist jetzt aber GroEL (für ein Chaperonin)? Chaperonin aus E. Coli aus der Gruppe der Hsp60, Auf und Seitenansicht. H. Wegele; L. Muller; J. Buchner: Hsp70 and Hsp90 - a relay team for protein folding. Rev Physiol. Biochem. Pharmacol , 1-44 (Springer Verlag).

6 Struktur und Aufbau von GroEL Unter ATP-Verbrauch werden fehlerhafte intramolekulare Interaktionen gelöst und so eine Neufaltung des Proteins ermöglicht. GroES beeinflusst die Faltungsaktivität von GroEL, indem es die ATPase-Aktivität reguliert. Ohne gebundenes Substratprotein wird diese ATPase durch GroES inhibiert.

7 Hypothetischer Weg eines Proteins durch GroEL Vertikaler Schnitt durch das Funktionsmodell des GroEL-GroES-Faltungskäfigs: A. Die apikalen Domänen (a) besitzen hydrophobe Bindestellen für unvollständig gefaltete Proteine (blaue Bereiche). B. Ein solches Fehlerhaftes Proteinsubstrat dockt an dem Faltungskäfig an. C. Eine GroES-Einheit bindet an das Ende des GroEL- Zylinders und schließt das Substrat ein. Die hydrophoben Bereiche werden dabei zurückgezogen. Das Proteinsubstrat gelangt in eine hydrophile "Kammer". Es verbirgt daraufhin seine hydrophoben Bereiche und erreicht so den richtig gefalteten Zustand. Nach etwa 15 Sekunden öffnet sich der Deckel des Käfigs und das fertige Protein (orange) kann entweichen. U.Hartl, MPIB

8 Weg der Proteinfaltung in einer Säugerzelle

9 Evolution und Proteinfaltung

10 Wiederholung: Proteinfaltung Sie erinnern sich: Ribosomen? Sie erinnern sich: Primär Sekundär Tertierstruktur von Proteinen? Sie erinnern sich: FALTUNG? Dann kennen Sie auch den Wirkungsort der Chaperone. Zitat: Es ist eine der großen Herausforderungen der modernen Biologie, die Mechanismen zu entschlüsseln, durch die eine dem Ribosom entwachsende Polypeptidkette ihre dreidimensionale Struktur erreicht. (Daniel Klunker, MPIB, 2003)

11 Wiederholung: Aufbau von Proteinen

12 Die Peptidbindung - Bindungsgeometrie Peptidbindung ist planar!! Abbau von Proteinen durch Proteasen Ubiquitinylierung als Signal Chaperone und Proteasen bilden ein Aktivitätsgleichgewicht in einer Zelle

13 Aminosäuren Polypeptide - Proteine H-Brücken Akzeptoren H-Brücken Donoren N-Terminus C-Terminus

14 Der Translokon Komplex /meyer-hellmuth- alexander /HTML/meyerch2.html Modell des cotranslationalen Proteintransportes durch die ER-Membran in Säugerzellen.

15 Genaues Prozedere (1) Die Signalsequenz der wachsenden Polypeptidkette wird vom SRP erkannt und gebunden. Gleichzeitig interagiert das SRP auch mit dem Ribosom, wodurch es zu einem Elongationsarrest kommt. (2) Der Komplex aus Ribosom, naszierender Polypeptidkette und SRP bindet an die ER-Membran, wobei das SRP mit seinem membranständigen Rezeptor und das Ribosom mit dem Sec61-Komplex interagiert. (3) Unter GTP-Hydrolyse wird die Signalsequenz vom SRP auf den Sec61- Komplex übertragen. Es erfolgt ein zweiter Signalsequenzerkennungsschritt durch den Sec61-Komplex. (4) Der Translokationskanal öffnet sich zum ER-Lumen. Der N-Terminus der naszierenden Kette liegt in einer Haarnadelkonformation vor, wobei der eine Teil der Schleife von der Signalsequenz und der andere Teil von den C- terminal nachfolgenden Abschnitten der Polypeptidkette gebildet wird. Die Signalsequenz interagiert dabei mit Sec61, TRAMp und Membranlipiden. Durch die weitere Elongation der Polypeptidkette wird der C-terminale Bereich der Schleife durch die Membran geschoben. Die Signalsequenz wird dabei vom restlichen Protein durch den Signalpeptidase-Komplex (SP- Komplex) abgespalten. (5) Anschließend wird die restliche naszierende Polypeptidkette direkt durch den von Ribosom und Sec61-Komplex gebildeten Kanal ins Lumen des ER transportiert.

16 Die Tertiärstruktur ist die funktionale Ebene. Zugabe von Detergenz und reduzierendem Agenz (Mercaptoethanol) im Rahmen von Proteinaufreinigung. Chaperone und Proteasen bilden ein Aktivitätsgleichgewicht in einer Zelle

17 Proteinfaltung in Prokaryoten U. Hartl MPI für Biochemie, Martinsried

18 Proteinfaltung in Prokaryoten U. Hartl MPI für Biochemie, Martinsried

19 Hitzeschockproteine Hitzeschockproteine sind wichtige Bestandteile des Chaperonsystems Die verschiedenen Hitzeschockproteinfamilien sind untereinander sowohl von Funktion als auch von ihrer Struktur oder Genetik her nicht verwandt, innerhalb einer Familie gibt es aber signifikante Homologien. Auch zwischen verschiedenen Organismen können sie funktionell unterschiedlich sein.

20 Wiederholung Christian Anfinsen entdeckt in den 50/60ern, dass sich Proteine spontan nach dentaurierung zurückfalten können. ABER wie sieht es aus mit grösseren Proteinen? Levinthal Paradoxon:

21 Das Levinthal Paradoxon Für ein Protein mit 100 AS und jeweils 3 Möglichkeiten für jeden Winkel an einer Peptidbindung (dihedral) ergäben sich 3200 mögliche Konformationen. Bei einer Proteinfaltungsgeschwindigkeit von sec würde es 1080 sec dauern, alle Möglichkeiten auszuprobieren, um die energetisch günstigste Konformation zu finden. Ein solcher Prozeß würde das Alter des Universums um 60 Größenordnungen übersteigen.

22 Die Lösung: Es gibt mehrere Wege in dem Weg einer ungefalteten Proteinkette zum funktionsfähigen Protein Eine Trichterform der Energieniveaus

23 Konkretes Besipiel für ein mechanisches Beispiel in Proteinfaltung: GFP Das gezielte Anlegen von Kraft an wohldefinierte Punkte an der Oberfläche des grün fluoreszierenden Proteins (GFP) erlaubt es, zwischen zwei Entfaltungspfaden mit unterschiedlichen Entfaltungsintermediaten zu schalten. Einer dieser Pfade ist ein faltungsartiger Pfad, während der andere bei Importvorgängen eine Rolle spielen könnte. Das Bild zeigt die GFP-Energielandschaft mit Intermediaten und Reaktionswegen. Mechanische Kontrolle des Entfaltungspfades des grün fluoreszierenden Proteins (p ) Morten Bertz, Andrea Kunfermann, Matthias Rief Published Online: Sep :23AM DOI: /ange

24 Evolution der Chaperone Die Gene, die für HSPs codieren, sind stark konserviert. Viele sind in sämtlichen Spezies innerhalb der Eukarya, Bakteria und Archaea vertreten. Interessanterweise konnte festgestellt werden, dass im Laufe der Evolution komplexere Lebewesen auch eine größere Anzahl von Chaperonen aufweisen. So enthält beispielsweise die Hefe Saccharomyces cerevisiae 14 verschiedene Hsp70 Proteine, während das Bakterium E.coli lediglich zwei verschiedene Vertreter aufweist (Pahl et al. 1997). (Daniel Klunker)

25 Der WEG in Eukaryonten.. trans Medial region cis Golgi; zentrale Fertigungs-, Sortier-, Versand- und Lagerabteilung einer Zelle. Summer der Dictyosomen.

26 Zusammenfassung: Weg der Proteinfaltung in einer Zelle Golgi complex, or dictyosome, is an organelle found in typical eukaryotic cells. It was identified in 1898 by the Italian physician Camillo Golgi and was named after him. The primary function of the Golgi apparatus is to process and package macromolecules synthesised by the cell, primarily proteins and lipids. The Golgi apparatus forms a part of the endomembrane system present in eukaryotic cells. Wikipedia.org

27 Der secretory pathway Das ER bildet zusammen mit dem Golgi-Apparat, den Lysosomen, den Endosomen und der Plasmamembran die Kompartimente des secretory pathway. Membranproteine und luminale Proteine dieser Kompartimente werden an der ER-Membran synthetisiert, wie auch Proteine, die aus der Zelle durch Sekretion abgegeben werden. Diese Proteine tragen meist aminoterminale Zielsequenzen, die als Signalsequenzen bezeichnet werden. Diese werden bei der Synthese im Cytosol von Signalerkennungspartikeln erkannt und mitsamt den translatierenden Ribosomen an die ER-Membran dirigiert. Dies ermöglicht einen kotranslationalen Transport der synthetisierten Polypeptidketten durch das Translokon. Bereits während dieses Transports in das ER werden meist die Signalpeptide durch Signalpeptidasen entfernt und die entstehenden Proteine glykolysiert, wobei Zuckerketten an Asparaginreste (NGlykosylierung) oder an Serin- oder Threoninreste (O-Glykosylierung) angehängt werden. Im ER-Lumen erfolgt dann die Faltung dieser Proteine durch luminale Chaperone. Alberts, Lehrbuch der molekularen Zellbiologie, Wiley-VCH, 3. Aufl.,

28 Zusammenfassung Das Chaperonsystem ist ein Proteinfaltungssystem, GroEL ist ein prokaryotischer Unterzweig dieses Systems. Qualitätskontrolle für Proteine (Zusammen mit dem Ubiquitin-Proteasom System) Damit werden proteine in einer Zelle vor Aggregation geschützt und unter ATP Verbrauch in die Funktionsstruktur überführt.

Stufen der Genexpression. Wie wird die Basensequenz der RNA in die Aminosäuresequenz der Proteine umgewandelt?

Stufen der Genexpression. Wie wird die Basensequenz der RNA in die Aminosäuresequenz der Proteine umgewandelt? Stufen der Genexpression Wie wird die Basensequenz der RNA in die Aminosäuresequenz der Proteine umgewandelt? Posttranslationale Prozesse Sobald das Polypetid aus dem Ribosom austritt steht es vor 2 wichtigen

Mehr

Aminosäuren. Seitenkette. -Kohlenstoffatom. Karboxilgruppe. Aminogruppe

Aminosäuren. Seitenkette. -Kohlenstoffatom. Karboxilgruppe. Aminogruppe Proteine Aminosäuren 16 Seitenkette -Kohlenstoffatom Aminogruppe Karboxilgruppe Die Gruppen der Aminosäuren 17 Bildung der Peptidbindung Die strukturellen Ebenen der Proteine Bildung der Disulfidbrücke

Mehr

Verteilen von Proteinen

Verteilen von Proteinen Verteilen von Proteinen innerhalb der Zelle cytosolische Proteine Proteine, die direkt in Organellen transportiert werden Proteine, die über das ER transportiert werden Regulation der eukaryontischen Genexpression

Mehr

Biologie I/B: Klassische und molekulare Genetik, molekulare Grundlagen der Entwicklung Theoretische Übungen SS 2016

Biologie I/B: Klassische und molekulare Genetik, molekulare Grundlagen der Entwicklung Theoretische Übungen SS 2016 Biologie I/B: Klassische und molekulare Genetik, molekulare Grundlagen der Entwicklung Theoretische Übungen SS 2016 Fragen für die Übungsstunde 4 (20.06. 24.06.) Regulation der Transkription II, Translation

Mehr

5. Endoplasmatisches Reticulum und Golgi-Apparat

5. Endoplasmatisches Reticulum und Golgi-Apparat 5. Endoplasmatisches Reticulum und Golgi-Apparat Institut für medizinische Physik und Biophysik Ramona Wesselmann Endoplasmatisches Reticulum Umfangreiches Membransystem endoplasmatisch im Cytoplasma reticulum

Mehr

Biophysikalisches Seminar

Biophysikalisches Seminar Biophysikalisches Seminar Naturwissenschaftliche Fakultät III Institut für Biophysik und physikalische Biochemie Datum: 12.1./13.1.07 Thema: Die Bedeutung von Chaperonen und Verfasser: Claudia Seidl Chaperone

Mehr

Vertiefendes Seminar zur Vorlesung Biochemie

Vertiefendes Seminar zur Vorlesung Biochemie Vertiefendes Seminar zur Vorlesung Biochemie 07.11.2014 Proteine: Faltung Gerhild van Echten-Deckert Fon. +49-228-732703 Homepage: http://www.limes-institut-bonn.de/forschung/arbeitsgruppen/unit-3/abteilung-van-echten-deckert/abt-van-echten-deckert-startseite/

Mehr

Verteilen von Proteinen innerhalb der Zelle

Verteilen von Proteinen innerhalb der Zelle Verteilen von Proteinen innerhalb der Zelle cytosolische Proteine Proteine, die direkt in Organellen transportiert werden Proteine, die über das ER transportiert werden Regulation der eukaryontischen Genexpression

Mehr

1b. Proteintransport

1b. Proteintransport 1b. Proteintransport Proteintransport 1a. icht sekretorischer Weg Nukleus Mitokondrium Plastid Peroxisome endoplasmatischer Retikulum ekretorischer Weg Lysosome Endosome Golgi Zelloberfläche sekretorische

Mehr

Proteinsortierungswege in der Zelle

Proteinsortierungswege in der Zelle 5.4 Proteinsortierung Die Proteinbiosynthese findet im eukaryontischen Cytosol statt. Dabei können die Ribosomen entweder frei vorliegen oder an das endoplasmatische Retikulum (ER) gebunden sein. Proteine,

Mehr

Vorlesung Biologie für Mediziner WS 2007/8 Teil 1 Zellbiologie (Prof. R. Lill) Themengebiet: Organellen und Proteintransport

Vorlesung Biologie für Mediziner WS 2007/8 Teil 1 Zellbiologie (Prof. R. Lill) Themengebiet: Organellen und Proteintransport Vorlesung Biologie für Mediziner WS 2007/8 Teil 1 Zellbiologie (Prof. R. Lill) Themengebiet: Organellen und Proteintransport Exzellente website http://bcs.whfreeman.com/lodish5e/ Die Zelle, wie wir sie

Mehr

Aminosäuren. Seitenkette. -Kohlenstoffatom. Karboxilgruppe. Aminogruppe

Aminosäuren. Seitenkette. -Kohlenstoffatom. Karboxilgruppe. Aminogruppe Proteine Aminosäuren 16 Seitenkette -Kohlenstoffatom Aminogruppe Karboxilgruppe Die Gruppen der Aminosäuren 17 Bildung der Peptidbindung Die strukturellen Ebenen der Proteine 18 Primär Struktur Aminosäuer

Mehr

HORMONE!!! Synthese von Peptid- und Proteohormone

HORMONE!!! Synthese von Peptid- und Proteohormone Synthese von Peptid- und Proteohormone Synthese von Peptid- und Proteohormone: der Anfang ist die Erstellung der mrna für das jeweilige Hormon! (jetzt wissen wir auch wofür wir die Nukleinsäuren gelernt

Mehr

Proteinsekretion & Membranproteinsynthese in Bakterien"

Proteinsekretion & Membranproteinsynthese in Bakterien Proteinsekretion & Membranproteinsynthese in Bakterien" 1 2 Proteinsekretion & Membranprotein- synthese in Bakterien, Brock Kap 6:" 1 2 Membranproteinbiogenese und Proteinsekretion in Bakterien" 1 2 3

Mehr

Vorlesung Biologie für Mediziner WS 2010/11 Teil 1 Zellbiologie (Prof. R. Lill) Themengebiet: Organellen und Proteintransport

Vorlesung Biologie für Mediziner WS 2010/11 Teil 1 Zellbiologie (Prof. R. Lill) Themengebiet: Organellen und Proteintransport Vorlesung Biologie für Mediziner WS 2010/11 Teil 1 Zellbiologie (Prof. R. Lill) Themengebiet: Organellen und Proteintransport Die Zelle, wie wir sie bisher kennen Komplexität der eukaryotischen Zelle Humangenom

Mehr

Wege des Proteintransports, Proteinsortierung

Wege des Proteintransports, Proteinsortierung Wege des Proteintransports, Proteinsortierung 3 Möglichkeiten: Gated Transport Transmembran transport Vesikeltransport Figure 15-5 Essential Cell Biology ( Garland Science 2010) Weitere Funktionen des

Mehr

Eukaryotische messenger-rna

Eukaryotische messenger-rna Eukaryotische messenger-rna Cap-Nukleotid am 5 -Ende Polyadenylierung am 3 -Ende u.u. nicht-codierende Bereiche (Introns) Spleißen von prä-mrna Viele Protein-codierende Gene in Eukaryoten sind durch nicht-codierende

Mehr

Proteinsekretion & Membranproteinsynthese in Bakterien"

Proteinsekretion & Membranproteinsynthese in Bakterien Proteinsekretion & Membranproteinsynthese in Bakterien" 1 2 Proteinsekretion & Membranprotein- synthese in Bakterien, Brock Kap 6:" 1 2 Membranproteinbiogenese und Proteinsekretion in Bakterien" 1 2 3

Mehr

Eukaryotische Algen primäre und sekundäre Endosymbiose. Meeresbiologie Prof. Tilman Lamparter

Eukaryotische Algen primäre und sekundäre Endosymbiose. Meeresbiologie Prof. Tilman Lamparter Eukaryotische Algen primäre und sekundäre Endosymbiose Meeresbiologie Prof. Tilman Lamparter Abbildung 11.8: Die wichtigsten Meilensteine der biologischen Evolution und die sich verändernde Geochemie der

Mehr

Die Zellmembran und das endoplasmatische Retikulum. Dr. Alpár Alán

Die Zellmembran und das endoplasmatische Retikulum. Dr. Alpár Alán Die Zellmembran und das endoplasmatische Retikulum Dr. Alpár Alán Schema einer eukariotischer Zelle Sekretgranula Golgi-Apparat Selbständig lebensfähig Selbstreduplikation Produktion: Interzellularsubstanz

Mehr

Zum Mechanismus der Translokation von Proteinen in das Endoplasmatische Retikulum der Hefe. Dissertation

Zum Mechanismus der Translokation von Proteinen in das Endoplasmatische Retikulum der Hefe. Dissertation Zum Mechanismus der Translokation von Proteinen in das Endoplasmatische Retikulum der Hefe Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades doctor rerum naturalium im Promotionsfach Biologie Spezialisierung

Mehr

Posttranskriptionale RNA-Prozessierung

Posttranskriptionale RNA-Prozessierung Posttranskriptionale RNA-Prozessierung Spaltung + Modifikation G Q Spleissen + Editing U UUU Prozessierung einer prä-trna Eukaryotische messenger-rna Cap-Nukleotid am 5 -Ende Polyadenylierung am 3 -Ende

Mehr

Biologie. Was ist das? Was tut man da? Womit beschäftigt man sich?

Biologie. Was ist das? Was tut man da? Womit beschäftigt man sich? Biologie Was ist das? Was tut man da? Womit beschäftigt man sich? Wiederholung Merkmal des Lebens Aufbau aus Zellen Alle Lebewesen bestehen aus Zellen. Man kann grob drei verschiedene Zelltypen unterscheiden?

Mehr

Kapitel 14 Intrazelluläre Kompartimente und der Transport von Biomolekülen

Kapitel 14 Intrazelluläre Kompartimente und der Transport von Biomolekülen Kapitel 14 Intrazelluläre Kompartimente und der Transport von Biomolekülen 14.1 Membranumschlossene Organellen * Der Zellkern hat eine Doppelmembran namens Kernhülle und ist mit dem Cytosol über die Kernporen

Mehr

Grundlagen der Molekularen Biophysik WS 2011/12 (Bachelor) Dozent: Prof Dr. Ulrike Alexiev (R , Tel /Sekretariat Frau Endrias Tel.

Grundlagen der Molekularen Biophysik WS 2011/12 (Bachelor) Dozent: Prof Dr. Ulrike Alexiev (R , Tel /Sekretariat Frau Endrias Tel. Grundlagen der Molekularen Biophysik WS 2011/12 (Bachelor) Dozent: Prof Dr. Ulrike Alexiev (R.1.2.34, Tel. 55157/Sekretariat Frau Endrias Tel. 53337) Tutoren: Dr. Kristina Kirchberg, Alex Boreham 6-stündig

Mehr

Biologie für Mediziner

Biologie für Mediziner Biologie für Mediziner - Zellbiologie 1 - Zellkern Endoplasmatisches Retikulum Golgi-Apparat Eukaryoten: Kompartimentierung Zellkern: Aufbau umgeben von einer Doppelmembran äussere Membran geht direkt

Mehr

Konformationseditoren

Konformationseditoren Gliederung 1) Konformationseditoren a. Protein-Faltung in vivo und in vitro b. Klasse 1 Chaperone: Hasp60/Hsp10 c. Klasse 2 Chaperone: Hsp70/Hsp40 d. Klasse 3 Chaperone: Hsp90 e. Klasse 4 Chaperone: Hsp20

Mehr

1 Einleitung. 1.1 Proteinsynthese in der prokaryontischen und. eukaryontischen Zelle

1 Einleitung. 1.1 Proteinsynthese in der prokaryontischen und. eukaryontischen Zelle Einleitung 1 1 Einleitung 1.1 Proteinsynthese in der prokaryontischen und eukaryontischen Zelle Einer der grundlegendsten Prozesse in jeder Zelle ist die Neusynthese von Proteinen. Nach dem zentralen Dogma

Mehr

Kapitel IV. Zellorganellen b. Biologie für Physikerinnen und Physiker Kapitel IV Organellen b

Kapitel IV. Zellorganellen b. Biologie für Physikerinnen und Physiker Kapitel IV Organellen b Kapitel IV Zellorganellen b Biologie für Physikerinnen und Physiker Kapitel IV Organellen b 1 Zellorganellen Übersicht Biologie für Physikerinnen und Physiker Kapitel IV Organellen b 2 Zellskelett -> Proteinpolymere

Mehr

Uwe Andag (Autor) Identifizierung und Funktionsanalyse verschiedener Faktoren des retrograden ER-Golgi Transports in Saccharomyces cerevisiae

Uwe Andag (Autor) Identifizierung und Funktionsanalyse verschiedener Faktoren des retrograden ER-Golgi Transports in Saccharomyces cerevisiae Uwe Andag (Autor) Identifizierung und Funktionsanalyse verschiedener Faktoren des retrograden ER-Golgi Transports in Saccharomyces cerevisiae https://cuvillier.de/de/shop/publications/3675 Copyright: Cuvillier

Mehr

Zellbiologie Zelle und Zellorganellen II

Zellbiologie Zelle und Zellorganellen II Zellbiologie Zelle und Zellorganellen II Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Zellkerns Allgemeiner Überblick über den Zellkern (Nucleus) Der Zellkern ist die Schalt- und Überwachungszentrale einer

Mehr

Membranen. U. Albrecht

Membranen. U. Albrecht Membranen Struktur einer Plasmamembran Moleküle gegeneinander beweglich -> flüssiger Charakter Fluidität abhängig von 1) Lipidzusammensetzung (gesättigt/ungesättigt) 2) Umgebungstemperatur Biologische

Mehr

TRANSPORTPROZESSE 1b. Proteine. 1b. Proteintransport in die Membran und in das Innere der Zellorganellen

TRANSPORTPROZESSE 1b. Proteine. 1b. Proteintransport in die Membran und in das Innere der Zellorganellen 1b. Proteintransport in die Membran und in das Innere der Zellorganellen Folie 1. Eine typische Säugetier Zelle enthält 10 tausend Proteine, von verschiedenen Arten. Die Mehrheit dieser Proteine sind auf

Mehr

Folien unter:

Folien unter: Folien unter: http://homepage.univie.ac.at/selma.osmanagicmyers/zellbiol3.pdf Mag. Dr. Selma Osmanagic-Myers Intrazellulärer Vesikeltransport All eucaryotic cells have the same basic set of membrane-enclosed

Mehr

Chaperon-vermittelte Proteinfaltung in Archaea

Chaperon-vermittelte Proteinfaltung in Archaea Technische Universität München Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried Chaperon-vermittelte Proteinfaltung in Archaea Strukturelle und funktionelle Charakterisierung von: MtGimC, einem hochkonservierten

Mehr

RNA und Expression RNA

RNA und Expression RNA RNA und Expression Biochemie RNA 1) Die Transkription. 2) RNA-Typen 3) RNA Funktionen 4) RNA Prozessierung 5) RNA und Proteinexpression/Regelung 1 RNA-Typen in E. coli Vergleich RNA-DNA Sequenz 2 Die Transkriptions-Blase

Mehr

Tyrosinkinase- Rezeptoren

Tyrosinkinase- Rezeptoren Tyrosinkinase- Rezeptoren für bestimmte Hormone gibt es integrale Membranproteine als Rezeptoren Aufbau und Signaltransduktionsweg unterscheiden sich von denen der G- Protein- gekoppelten Rezeptoren Polypeptide

Mehr

Eukaryonten. Wichtigste Charakteristika von Eukaryonten

Eukaryonten. Wichtigste Charakteristika von Eukaryonten Eukaryonten Wichtigste Charakteristika von Eukaryonten Einzeller oder Mehrzeller (Pilze, Algen, Protozoen, Pflanzen, Tiere) Grösse 5 bis 50 µm (manche mehrere 100 µm) Zellkern mit Membranabgrenzung Reiche

Mehr

Eukaryonten. Wichtigste Charakteristika von Eukaryonten. Pflanzliche Zellen, Pilze: Zusätzlich Zellwand

Eukaryonten. Wichtigste Charakteristika von Eukaryonten. Pflanzliche Zellen, Pilze: Zusätzlich Zellwand Eukaryonten Wichtigste Charakteristika von Eukaryonten Einzeller oder Mehrzeller (Pilze, Algen, Protozoen, Pflanzen, Tiere) Grösse 5 bis 50 µm (manche mehrere 100 µm) Zellkern mit Membranabgrenzung Reiche

Mehr

Eukaryoten und Prokaryoten

Eukaryoten und Prokaryoten Eukaryoten und Prokaryoten Biochemie Inhalt Zellen Prokaryoten, Eukaryoten Unterschiede und Ähnlichkeiten Zellstrukturen Evolution der Zellen Entwicklung von Mitochondrien und Chloroplasten Angriffsmöglichkeiten

Mehr

Falschfaltung von Proteinen

Falschfaltung von Proteinen Falschfaltung von Proteinen - Aggregation - domain swapping - amyloidogene Strukturen Was determiniert die Faltung von Proteinen? Einfachstes System: Zwei-Zustandsmodell N U Energie U dg ÜS dg* N Molekulare

Mehr

B I O T E C H N O L O G I E. Molekulare Biotechnologie Engineering von Biosystemen. Bioprozesstechnik Engineering von Produktionsverfahren

B I O T E C H N O L O G I E. Molekulare Biotechnologie Engineering von Biosystemen. Bioprozesstechnik Engineering von Produktionsverfahren B I O T E C H N O L O G I E Molekulare Biotechnologie Engineering von Biosystemen Zell-Engineering Stoffwechsel-Engineering Protein-Engineering Integrierte Vernetzung Bioprozesstechnik Engineering von

Mehr

Kapitel II Elemente, kleine Moleküle, Makromoleküle Wiederholung

Kapitel II Elemente, kleine Moleküle, Makromoleküle Wiederholung Kapitel II Elemente, kleine Moleküle, Makromoleküle Wiederholung Biologie für Physikerinnen und Physiker Kapitel II Elemente, Moleküle, Makromoleküle 1 Anteil der Elemente die im menschlichen Körper und

Mehr

Teil I Grundlagen der Zell- und Molekularbiologie

Teil I Grundlagen der Zell- und Molekularbiologie Teil I Grundlagen der Zell- und Molekularbiologie Molekulare Biotechnologie: Konzepte, Methoden und Anwendungen, 2. Aufl. Herausgegeben von Michael Wink Copyright 2011 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA,

Mehr

Das EM Bild der Zelle

Das EM Bild der Zelle Übersicht 1 Übersicht Zellinneres ist durch Membranen unterteilt 1 Übersicht Zellinneres ist durch Membranen unterteilt Die Zelle ist kompartimentiert und ermöglicht dadurch den Ablauf unterschiedlicher

Mehr

3. Quartärstruktur und Symmetrie. Lernziel:

3. Quartärstruktur und Symmetrie. Lernziel: 3. Quartärstruktur und Symmetrie Lernziel: 1) Verstehen dass einige Proteine mehrere Untereinheiten haben können, welche normalerweise symmetrisch angeordnet sind. U.Albrecht BC1 Polypeptid-Untereinheiten

Mehr

Vom Gen zum Protein. Zusammenfassung Kapitel 17. Die Verbindung zwischen Gen und Protein. Gene spezifizieren Proteine

Vom Gen zum Protein. Zusammenfassung Kapitel 17. Die Verbindung zwischen Gen und Protein. Gene spezifizieren Proteine Zusammenfassung Kapitel 17 Vom Gen zum Protein Die Verbindung zwischen Gen und Protein Gene spezifizieren Proteine Zellen bauen organische Moleküle über Stoffwechselprozesse auf und ab. Diese Prozesse

Mehr

Unterschied Tiere, Pflanzen, Bakterien u. Pilze und die Zellorganellen

Unterschied Tiere, Pflanzen, Bakterien u. Pilze und die Zellorganellen Unterschied Tiere, Pflanzen, Bakterien u. Pilze und die Zellorganellen Die Organellen der Zelle sind sozusagen die Organe die verschiedene Funktionen in der Zelle ausführen. Wir unterscheiden Tierische

Mehr

Merkmale des Lebens. - Aufbau aus Zellen - Wachstum - Vermehrung - Reaktion auf Reize - Bewegung aus eigener Kraft - Stoffwechsel

Merkmale des Lebens. - Aufbau aus Zellen - Wachstum - Vermehrung - Reaktion auf Reize - Bewegung aus eigener Kraft - Stoffwechsel Merkmale des Lebens - Aufbau aus Zellen - Wachstum - Vermehrung - Reaktion auf Reize - Bewegung aus eigener Kraft - Stoffwechsel Alle Lebewesen bestehen aus Zellen Fragen zum Text: - Was sah Hooke genau?

Mehr

Zelle (Biologie) (http://www.youtube.com/watch?v=kxslw1lmvgk)

Zelle (Biologie) (http://www.youtube.com/watch?v=kxslw1lmvgk) Zelle (Biologie) 1. Allgemeines 2. Aufbau von Zellen 2.1 Unterschiede zwischen prokaryotischen und eukaryotischen Zellen 2.2 Unterschiede zwischen tierischen und pflanzlichen Zellen 2.3 Aufbau der pflanzlichen

Mehr

Elektronenmikroskopie zeigte die Existenz der A-, P- und E- trna-bindungsstellen. Abb. aus Stryer (5th Ed.)

Elektronenmikroskopie zeigte die Existenz der A-, P- und E- trna-bindungsstellen. Abb. aus Stryer (5th Ed.) Elektronenmikroskopie zeigte die Existenz der A-, P- und E- trna-bindungsstellen Die verschiedenen Ribosomen-Komplexe können im Elektronenmikroskop beobachtet werden Durch Röntgenkristallographie wurden

Mehr

URSPRUNG UND EVOLUTION VON ARCHAEEN - EINE ABHANDLUNG AUF STAND VON 2006

URSPRUNG UND EVOLUTION VON ARCHAEEN - EINE ABHANDLUNG AUF STAND VON 2006 URSPRUNG UND EVOLUTION VON ARCHAEEN - EINE ABHANDLUNG AUF STAND VON 2006 Patrick Dörner Seminar Modul 13 Wintersemester 14/15 Johannes Gutenberg Universität Mainz GLIEDERUNG 1. Einführung Archaea 2. Die

Mehr

Grundlagen der Zellulären Biochemie

Grundlagen der Zellulären Biochemie Grundlagen der Zellulären Biochemie Proteinstruktur Vorlesung zum Modul BCB P07 im Bachelor-Studiengang Biochemie Hannover Prof. J. Alves, Institut für Biophysikalische Chemie, MHH Damit liegen die fünf

Mehr

Membrantransport. 1 Unterteilung in aktiven & passiven Transport

Membrantransport. 1 Unterteilung in aktiven & passiven Transport Membrantransport 1 Unterteilung in aktiven & passiven Transport Permeabilitätskoeffizient [cm/s], je kleiner desto unpermeabler; Konzentrationsunterschied - Permeabilitätskoeffizient = Transport Arten

Mehr

Signalsequenzen binden an Transportproteine (Rezeptoren) dadurch wird Weg des Proteintransports in der Zelle festgelegt

Signalsequenzen binden an Transportproteine (Rezeptoren) dadurch wird Weg des Proteintransports in der Zelle festgelegt Signalsequenzen binden an Transportproteine (Rezeptoren) dadurch wird Weg des Proteintransports in der Zelle festgelegt - + ausgedehnter hydrophober Bereich Proteinimport in Zellkern: PPKKKRL Proteinimport

Mehr

Faltung, Dynamik und strukturelle Evolution der Proteine (Voet Kapitel 8)

Faltung, Dynamik und strukturelle Evolution der Proteine (Voet Kapitel 8) Faltung, Dynamik und strukturelle Evolution der Proteine (Voet Kapitel 8) 1. Proteinfaltung: Theorie und Experiment 2. Proteindynamik 3. Strukturelle Evolution A. Protein-Renaturierung Denaturierung in

Mehr

Anhang zu Kapitel 06.02: Die Zelle

Anhang zu Kapitel 06.02: Die Zelle Anhang zu Kapitel 06.02: Die Zelle Inhalt Anhang Kapitel 06.02: Die Zelle... 1 Inhalt... 2 Zellorganellen im EM: die Zellmembran... 3 Zellkern einer Leberzelle... 4 Zellkern... 4 Poren der Kernmembran...

Mehr

Lipide und Zellmembranen. Stryer ed. 6, Kapitel 12

Lipide und Zellmembranen. Stryer ed. 6, Kapitel 12 Lipide und Zellmembranen Stryer ed. 6, Kapitel 12 Biologische Membranen Die Grenzen, die eine Zelle kennzeichnen, werden von biologischen i Membranen gebildet: sie definieren eine innere un eine äussere

Mehr

Theorie der Proteinfaltung

Theorie der Proteinfaltung Theorie der Proteinfaltung Strukturelle Bioinformatik WS15/16 Dr. Stefan Simm, 09.12.2015 [email protected] Proteinfaltung EINLEITUNG Proteinfaltung physikalischer Prozeß, mit dem ein Polypeptid

Mehr

KV: Translation Michael Altmann

KV: Translation Michael Altmann Institut für Biochemie und Molekulare Medizin KV: Translation Michael Altmann Herbstsemester 2008/2009 Übersicht VL Translation 1.) Genexpression 2.) Der genetische Code ist universell 3.) Punktmutationen

Mehr

Die nachfolgende Gliederung gibt nur einen groben Überblick über den in der Biologie für Mediziner Lehrveranstaltung vermittelten Stoffumfang und

Die nachfolgende Gliederung gibt nur einen groben Überblick über den in der Biologie für Mediziner Lehrveranstaltung vermittelten Stoffumfang und Die nachfolgende Gliederung gibt nur einen groben Überblick über den in der Biologie für Mediziner Lehrveranstaltung vermittelten Stoffumfang und kann daher nur als Anregung zum Nacharbeiten dienen. Es

Mehr

If you can't study function, study structure. Vom Molekül in der Ursuppe bis zur ersten Zelle war es ein langer Weg:

If you can't study function, study structure. Vom Molekül in der Ursuppe bis zur ersten Zelle war es ein langer Weg: Kapitel 4: ANATOMIE EINER EUKARYOTENZELLE Inhalt: EINLEITUNG... 53 BESTANDTEILE EINER EUKARYOTENZELLE... 55 MEMBRANVERBINDUNGEN... 57 GEWEBE UND ORGANE... 57 LITERATUR...57 LINKS... 57 Einleitung If you

Mehr

Vorlesungsthemen Mikrobiologie

Vorlesungsthemen Mikrobiologie Vorlesungsthemen Mikrobiologie 1. Einführung in die Mikrobiologie B. Bukau 2. Zellaufbau von Prokaryoten B. Bukau 3. Bakterielles Wachstum und Differenzierung B. Bukau 4. Bakterielle Genetik und Evolution

Mehr

Fragen zur Allgemeinen Biologie I Vorlesung, Teil III (Zellbiologie)

Fragen zur Allgemeinen Biologie I Vorlesung, Teil III (Zellbiologie) Fragen zur Allgemeinen Biologie I Vorlesung, Teil III (Zellbiologie) Membranstruktur Aus was für Molekülen bestehen Zellmembranen? Wieso leitet sich die Struktur der Lipid-Doppelschicht von den Eigenschaften

Mehr

Zellbiologie Zelle und Zellorganellen

Zellbiologie Zelle und Zellorganellen Zellbiologie Zelle und Zellorganellen Lebende Materie besteht aus Zellen vom Bakterium bis zum Blauwal Alle auf der Erde existierenden biologischen Systeme setzen sich aus denselben Arten biochemischer

Mehr

Morphologische Grundlagen der Zelle Bakterienzelle

Morphologische Grundlagen der Zelle Bakterienzelle Morphologische Grundlagen der Zelle Bakterienzelle Entstehung der Eukaryontenzelle Endosymbiontentheorie Tier-Zelle Pflanzen-Zelle Entstehung der Eukaryontenzelle Endosymbiontentheorie (aus Weiler/Nover:

Mehr

Praktikum Biochemie B.Sc. Water Science WS Enzymregulation. Marinja Niggemann, Denise Schäfer

Praktikum Biochemie B.Sc. Water Science WS Enzymregulation. Marinja Niggemann, Denise Schäfer Praktikum Biochemie B.Sc. Water Science WS 2011 Enzymregulation Marinja Niggemann, Denise Schäfer Regulatorische Strategien 1. Allosterische Wechselwirkung 2. Proteolytische Aktivierung 3. Kovalente Modifikation

Mehr

Biologie für Mediziner

Biologie für Mediziner Biologie für Mediziner - Zellbiologie 1 - Prof. Dr. Reiner Peters Institut für Medizinische Physik und Biophysik/CeNTech Robert-Koch-Strasse 31 Tel. 0251-835 6933, [email protected] Dr. Martin Kahms

Mehr

Immunbiologie. Teil 3

Immunbiologie. Teil 3 Teil 3 Haupthistokompatibilitätskomplex (1): - es gibt einen grundlegenden Unterschied, wie B-Lymphozyten und T-Lymphozyten ihr relevantes Antigen erkennen - B-Lymphozyten binden direkt an das komplette

Mehr

Stoffwechselphysiologie. Zusammenfassung für das mündliche Abitur

Stoffwechselphysiologie. Zusammenfassung für das mündliche Abitur Naturwissenschaft Sarah Fuhrken Stoffwechselphysiologie. Zusammenfassung für das mündliche Abitur Zusammenfassung Stoffwechselphysiologie Lernzettel Biologie, 1. Semester Brown sche Molekularbewegung:

Mehr

Membran-Aufbau. Michael Hertrich Bielefeld University Version 2.1.3

Membran-Aufbau. Michael Hertrich Bielefeld University Version 2.1.3 Membran-Aufbau Michael Hertrich Bielefeld University 27.11.2006 Version 2.1.3 Inhaltsüberblick Membranlipide - Arten und Vorkommen - Anordung - Phospholipid-Beweglichkeit - Selektive Permeabilität - Wechselwirkungen

Mehr

Universität Stuttgart Institut für Technische Biochemie Lehrstuhl für Biochemie

Universität Stuttgart Institut für Technische Biochemie Lehrstuhl für Biochemie Universität Stuttgart Institut für Technische Biochemie Lehrstuhl für Biochemie Address Pfaffenwaldring 55 70569 Stuttgart Deutschland Telephone +49 711 685-64391 Fax +49 711 685-64392 E-Mail [email protected]

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Die gentechnische Produktion von Insulin - Selbstlerneinheit zur kontextorientierten Wiederholung der molekularen Genetik Das komplette

Mehr

10% des Volumens Membran Poren Nucleoplasma Chromatin Proteinen DNS (DNA) Nucleoli (Einzahl: Nucleolus). Endoplasmatische Reticulum

10% des Volumens Membran Poren Nucleoplasma Chromatin Proteinen DNS (DNA) Nucleoli (Einzahl: Nucleolus). Endoplasmatische Reticulum Zellkern (Nucleus) Der Zellkern ist die Firmenzentrale der Zelle. Er nimmt ca. 10% des Volumens der Zelle ein. Der Zellkern: - Ist von einer Membran umgeben. - Enthält Poren für den Austausch mit dem Cytosol

Mehr

Institut für Biochemie und Molekulare Medizin. Lecture 1 Translational components. Michael Altmann FS 2011

Institut für Biochemie und Molekulare Medizin. Lecture 1 Translational components. Michael Altmann FS 2011 Institut für Biochemie und Molekulare Medizin Lecture 1 Translational components Michael Altmann FS 2011 Gene Expression Fliessdiagramm der eukaryotischen Genexpression Die Expression eines Gens kann auf

Mehr

1. Benennen Sie die dargestellten Zellorganellen! 2. Beschreiben Sie jeweils den Aufbau! 3. Erläutern Sie jeweils kurz ihre Funktion!

1. Benennen Sie die dargestellten Zellorganellen! 2. Beschreiben Sie jeweils den Aufbau! 3. Erläutern Sie jeweils kurz ihre Funktion! Sek.II Arbeitsblatt 1 Zellorganellen mit Doppelmembran 1. Benennen Sie die dargestellten Zellorganellen! 2. Beschreiben Sie jeweils den Aufbau! 3. Erläutern Sie jeweils kurz ihre Funktion! Zellkern Mitochondrium

Mehr

In den Proteinen der Lebewesen treten in der Regel 20 verschiedene Aminosäuren auf. Deren Reihenfolge muss in der Nucleotidsequenz der mrna und damit

In den Proteinen der Lebewesen treten in der Regel 20 verschiedene Aminosäuren auf. Deren Reihenfolge muss in der Nucleotidsequenz der mrna und damit In den Proteinen der Lebewesen treten in der Regel 20 verschiedene Aminosäuren auf. Deren Reihenfolge muss in der Nucleotidsequenz der mrna und damit in der Nucleotidsequenz der DNA verschlüsselt (codiert)

Mehr

27 Funktionelle Genomanalysen Sachverzeichnis

27 Funktionelle Genomanalysen Sachverzeichnis Inhaltsverzeichnis 27 Funktionelle Genomanalysen... 543 27.1 Einleitung... 543 27.2 RNA-Interferenz: sirna/shrna-screens 543 Gunter Meister 27.3 Knock-out-Technologie: homologe Rekombination im Genom der

Mehr

Vertiefendes Seminar zur Vorlesung Biochemie I Bearbeitung Übungsblatt 4

Vertiefendes Seminar zur Vorlesung Biochemie I Bearbeitung Übungsblatt 4 Vertiefendes Seminar zur Vorlesung Biochemie I 20.11.2015 Bearbeitung Übungsblatt 4 Gerhild van Echten-Deckert Fon. +49-228-732703 Homepage: http://www.limes-institut-bonn.de/forschung/arbeitsgruppen/unit-3/

Mehr

DNA-Replikation. Konrad Beyreuther. Stefan Kins

DNA-Replikation. Konrad Beyreuther. Stefan Kins DNA-Replikation Konrad Beyreuther Stefan Kins DNA-Replikation Originalgetreue Verdopplung des genetischen Materials als Voraussetzung für die kontinuierliche Weitergabe der in der DNA verschlüsselten Information

Mehr

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Medizinische Fakultät Institut für Biochemie und Molekularbiologie

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Medizinische Fakultät Institut für Biochemie und Molekularbiologie Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Medizinische Fakultät Institut für Biochemie und Molekularbiologie Adresse Stefan-Meier-Straße 17 79104 Freiburg Deutschland Telefon +49 761 203-5225 Telefax +49 761

Mehr

Master-Studiengang Molekulare Biowissenschaften. Koordinatorin: Prof. Claudia Büchel Studienfachberatug: Prof. Claudia Büchel, Dr.

Master-Studiengang Molekulare Biowissenschaften. Koordinatorin: Prof. Claudia Büchel Studienfachberatug: Prof. Claudia Büchel, Dr. Master-Studiengang Molekulare Biowissenschaften Koordinatorin: Prof. Claudia Büchel Studienfachberatug: Prof. Claudia Büchel, Dr. Markus Fauth Ziele des Studiengangs Vertiefende Ausbildung in folgenden

Mehr

Entstehung der Eukaryontenzelle Endosymbiontentheorie

Entstehung der Eukaryontenzelle Endosymbiontentheorie Entstehung der Eukaryontenzelle Endosymbiontentheorie Tier-Zelle Pflanzen-Zelle Entstehung der Eukaryontenzelle Endosymbiontentheorie (aus Weiler/Nover: Allgemeine und molekulare Botanik) Tierzelle Morphologische

Mehr

Zentrales Dogma der Biologie

Zentrales Dogma der Biologie Zentrales Dogma der Biologie Transkription: von der DNA zur RNA Biochemie 01/1 Transkription Biochemie 01/2 Transkription DNA: RNA: Biochemie 01/3 Transkription DNA: RNA: Biochemie 01/4 Transkription RNA:

Mehr

Transkription und Translation sind in Eukaryoten räumlich und zeitlich getrennt. Abb. aus Stryer (5th Ed.)

Transkription und Translation sind in Eukaryoten räumlich und zeitlich getrennt. Abb. aus Stryer (5th Ed.) Transkription und Translation sind in Eukaryoten räumlich und zeitlich getrennt Die Initiation der Translation bei Eukaryoten Der eukaryotische Initiationskomplex erkennt zuerst das 5 -cap der mrna und

Mehr