2.Tutorium Generalisierte Regression

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1 2.Tutorium Generalisierte Regression - Binäre Regression - Moritz Berger: und Shuai Shao: und Institut für Statistik, LMU München 1 / 16

2 Gliederung 1 Erweiterte Spezifizierung des linearen Prädiktors 2 Binäre Einflussgrößen 3 Linkfunktionen 4 Binäre Regressionsmodelle mit R 2 / 16

3 Erweiterte Spezifizierung des linearen Prädiktors Gliederung 1 Erweiterte Spezifizierung des linearen Prädiktors 2 Binäre Einflussgrößen 3 Linkfunktionen 4 Binäre Regressionsmodelle mit R 3 / 16

4 Erweiterte Spezifizierung des linearen Prädiktors Wilkinson-Rogers-Notation I + Aneinanderreihung von Effekten Ausschluss von Effekten : reiner Interaktionseffekt * Haupteffekte und Interaktionen zwischen diesen Einschluss aller Interaktionen bis zur angegebenen Ordnung [Achtung: Verwende I(Variable ˆ 2) zur Einbindung des Quadrates einer Variable in das Modell! Analoges gilt für alle anderen Transformationssymbole, die auch in der Wilkinson-Rogers-Notation existieren.] 4 / 16

5 Erweiterte Spezifizierung des linearen Prädiktors Wilkinson-Rogers-Notation II Gegeben: x sei metrische Größe und a, b, c Faktoren y a + x Modell ohne Interaktion: Einheitl. Steigungsparameter; von a abhängige Intercepts y a x = Modell mit Interaktion: a + x + a : x Unterschied der Steigungsparameter im Vergleich zur Referenzkategorie durch a:x erzeugt y (a + b + c) ˆ 2 Modell mit Interaktionen: = a b c a : b : c Alle Zweifachinteraktionen werden durch ˆ 2 ins Modell aufgenommen 5 / 16

6 Binäre Einflussgrößen Gliederung 1 Erweiterte Spezifizierung des linearen Prädiktors 2 Binäre Einflussgrößen 3 Linkfunktionen 4 Binäre Regressionsmodelle mit R 6 / 16

7 Binäre Einflussgrößen Datensituation bisher: Betrachtung von Regressionsmodellen mit einer skalaren Zielgröße y. Implizit galt folgende Verteilungsannahme: y i x i N(µ i, σ 2 ) jetzt: Betrachtung von Regressionsmodellen mit einer binären Zielgröße y, d.h. y i {0, 1} bzw. y π B(π): Dichtefunktion: f (y; π) = π y (1 π) 1 y 7 / 16

8 Binäre Einflussgrößen Linearer Prädiktor bisher: Modellierung des Zusammenhangs zwischen Erwartungswert und Kovariablen durch: µ i = E(y i x i ) = xi T β (der erwartete Response entspricht dem linearen Prädiktor!) jetzt: Für den Erwartungswert der binären Zielgröße gilt, dass E(y i x i ) = µ i = π i. Der erwartete Response ist eine Wahrscheinlichkeit zwischen 0 und 1 und kann nicht dem linearen Prädiktor entsprechen. Transformation nötig! 8 / 16

9 Binäre Einflussgrößen Link- und Responsefunktion Für Regressionsmodelle mit binärem Response gilt: E(y x) = µ = π = h(x T β) und umgekehrt: x T β = h 1 [E(y x)] = g(µ) = g(π) mit h(): Responsefunktion und g(): Linkfunktion 9 / 16

10 Binäre Einflussgrößen Charakterisierung des binären Regressionsmodells 1 Zufallskomponente: 2 Strukturannahme: y i π i B(π i ) 3 Link-Funktion: η i = x T i β (linearer Prädiktor) π i = h(η i ) bzw. η i = g(π i ) 10 / 16

11 Linkfunktionen Gliederung 1 Erweiterte Spezifizierung des linearen Prädiktors 2 Binäre Einflussgrößen 3 Linkfunktionen 4 Binäre Regressionsmodelle mit R 11 / 16

12 Linkfunktionen Logit-Link (natürlicher Link) µ = π = exp(x T β) 1 + exp(x T β) g(π) = log( π 1 π ) = x T β Interpretation log( π 1 π ) = logit(π) : logarithmierte Chancen, sog. Log Odds Linearer Einfluss der Prädiktoren auf die Log Odds, d.h. steigt x r um eine Einheit, so ändert sich die logarithmierte Chance von Y um β r Exponentieller Einfluss der Prädiktoren auf die Odds, d.h. steigt x r um eine Einheit, so ändert sich die Chance von Y um exp(β r ) Falls π = 1 π = 0.5: Chancengleichheit, d.h. kein Erklärungswert der Prädiktoren ( ˆβ = 0). 12 / 16

13 Linkfunktionen Probit-Link Interpretation µ = π = Φ(x T β) g(π) = Φ 1 (π) = x T β Φ(x T β) : Wert der Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung an der Stelle x T β Φ 1 (π) : π-quantil der Standardnormalverteilung Falls π = 0.5 Φ 1 (π) = 0, d.h. kein Erklärungswert der Prädiktoren ( ˆβ = 0). Wenn man die Verteilungsfunktion Φ( ) mit der logistischen Verteilungsfunktion ersetzt, resultiert der Logit-Link. 13 / 16

14 Linkfunktionen log log-link (Extremwertmodell) Interpretation µ = π = 1 exp{ exp(x T β)} g(π) = log{ log(1 π)} = x T β 1 exp{ exp(x T β)}: Wert der Verteilungsfunktion der Gompertz-Verteilung an der Stelle x T β log{ log(1 π)} : log log-link Falls π = 0.5 log{ log(1 π)} 0, d.h. ˆβ 0! Aber: Falls π = 0.5 log 2 { log 2 (1 π)} = 0, d.h. ˆβ = 0 14 / 16

15 Binäre Regressionsmodelle mit R Gliederung 1 Erweiterte Spezifizierung des linearen Prädiktors 2 Binäre Einflussgrößen 3 Linkfunktionen 4 Binäre Regressionsmodelle mit R 15 / 16

16 Binäre Regressionsmodelle mit R Modellbildung glm(formula=modellformel, data=quelldatensatz, family = binomial(link=linkfunktion),...) 1 Angabe der Modellformel: Analog zu LMs! (ggf. mit Wilkinson-Rogers-Notation) 2 Spezifizierung der Verteilungsfamilie: Angabe der Verteilung der abhängigen Variable, in diesem Fall: binomial 3 Spezifikation der Linkfunktion: logit, probit, cloglog usw / 16

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