2 Allgemeine Integrationstheorie
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- Benjamin Jaeger
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1 2 Allgemeine Integrationstheorie In diesem Abschnitt ist (,S,µ) ein Maßraum, und wir betrachten R immer mit der σ Algebra B(R). Ziel ist es, messbare Funktionen f : R zu integrieren. Das Maß µ wird uns vorgegeben, was das Integral der charakteristischen Funktion einer messbaren Menge sein soll. Davon ausgehend definieren wir das Integral von messbaren Funktionen mit nur endlich vielen Werten (Stufenfunktionen) und dann für nichtnegative messbare Funktionen, die wir von unten durch Stufenfunktionen annähern. Schließlich spalten wir allgemeine messbare Funktionen in ihren Positiv und Negativteil auf, für die wir die Integrale bereits definiert haben. Wir werden sehen, dass das so erklärte Lebesgue Integral wesentlich allgemeiner und flexibler als das Riemann Integral ist. 2.1 Stufenfunktionen ine messbare Funktion s : R heißt Stufenfunktion, wenn s() endlich ist. Jede konstante Funktion ist eine Stufenfunktion. Wie sieht es mit Funktionen aus, die zwei Werte annehmen? Dazu betrachten wir für jede Menge ihre charakteristische Funktion { 1 wenn x χ (x) := 0 wenn x. Diese Funktion ist genau dann messbar (und damit eine Stufenfunktion), wenn S. Insbesondere ist χ Q eine Stufenfunktion für (,S) = (R,B(R)). Lemma 2.1 ine Funktion s : R ist genau dann eine Stufenfunktion, wenn es Zahlen α 1,...,α k R und paarweise disjunkte Mengen A 1,...,A k S so gibt, dass s = k α jχ Aj. Beweis Sind α j R und A j S für j = 1,...,k, so ist k α jχ Aj messbar nach Satz 1.13 und damit Stufenfunktion. Sei umgekehrt s eine Stufenfunktion und s() = {α 1,...,α k } (mit paarweise verschiedenen Zahlen α j ). Dann sind die Mengen A j := s 1 ({α j }) messbar und paarweise disjunkt, und es ist s = k α jχ Aj. Die folgenden Sätze zeigen, dass nichtnegative messbare Funktionen durch Stufenfunktionen approximiert werden können. Satz 2.2 Sei f : [0, ] eine messbare Funktion. Dann gibt es eine monoton wachsende Folge von Stufenfunktionen s n : [0, ) so, dass lim s n(x) = f(x) für alle x und dass die Konvergenz auf jeder Menge {x : f(x) c} mit c [0, ) gleichmäßig ist. 16
2 Beweis Für n 1 sei k [ k falls f(x) s n (x) = 2 n 2, k + 1 ) n 2 n n falls f(x) [n, ]. mit 0 k n 2 n 1, Dann ist (s n ) n 1 eine monoton wachsende Folge von Stufenfunktionen, und ist c [0, ) und n > c, so ist f(x) s n (x) < 1 2 n für alle x mit f(x) c. Hieraus folgt die gleichmäßige Konvergenz auf {x : f(x) c} sowie die punktweise Konvergenz auf {x : f(x) < }. Die punktweise Konvergenz auf {x : f(x) = } ist offensichtlich. Folgerung 2.3 ine Funktion f : R ist genau dann messbar, wenn sie punktweiser Grenzwert einer Folge von Stufenfunktionen ist. Beweis Punktweise Grenzwerte messbarer Funktionen sind messbar (Satz 1.15). Ist umgekehrt f messbar, so sind nach Satz 1.13 f + := max (0,f) und f := max (0, f) messbar und nichtnegativ. Nach Satz 2.2 sind beide Funktionen punktweise Grenzwerte von Stufenfunktionen, und damit auch f = f + f. 2.2 Das Lebesgue Integral Sei (,S,µ) Maßraum, S und f : R messbar. Wir definieren das Integral von f über bzgl. des Maßes µ in mehreren Schritten. Schritt A Sei f = χ A mit A S. Dann setzen wir I (f) := µ(a ). Schritt B Sei f nichtnegative Stufenfunktion. Wir schreiben f als k α jχ Aj mit α j [0, ) und mit paarweise disjunkten Mengen A j S (vgl. Lemma 2.1), und wir definieren I (f) := k α j I (χ Aj ) = k α j µ(a j ). Schritt C Ist f messbar und nicht negativ, so definieren wir fdµ := sup {I (s) : s Stufenfunktion mit 0 s f}. Die Menge auf der rechten Seite ist nach Satz 2.2 nicht leer. Man beachte, dass fdµ den Wert + annehmen kann. Ist f selbst eine nichtnegative Stufenfunktion, so ist fdµ = I (f). Für alle Stufenfunktionen 0 s f ist nämlich 17
3 I (s) I (f). Schritt D Nun sei f : R messbar. Nach Satz 1.13 sind die Funktionen f + := max (0,f) und f := max (0, f) messbar, und die Integrale f + dµ, f dµ (2.1) sind wie in Schritt C erklärt. Definition 2.4 Ist eines der Integrale (2.1) endlich, so definieren wir fdµ := f + dµ f dµ R. (2.2) Sind beide Integrale in (2.1) endlich, so heißt f Lebesgue integrierbar, und wir schreiben f L 1 (µ,) bzw. f L 1 (µ) falls =. Man beachte, dass wir das Integral von f auch dann definiert haben, wenn f nicht Lebesgue integrierbar ist, aber eine der Funktionen f +,f diese igenschaft hat. Das ist in vielen Situationen bequem. Wir sehen uns einige elementare igenschaften des Lebesgue Integrals an. Lemma 2.5 (a) Ist f messbar und beschränkt auf und µ() <, so ist f L 1 (µ,). (b) Sind f,g L 1 (µ,) und ist f g auf, so ist f dµ g dµ. (c) Ist f messbar und a,b R mit a f b auf und µ() <, so ist a µ() f dµ bµ(). (d) Ist f L 1 (µ,) und c R, so ist cf L 1 (µ,) und cfdµ = c fdµ. (e) Ist f messbar und µ() = 0, so ist fdµ = 0. (f) Ist f L 1 (µ,) und A S Teilmenge von, so ist f L 1 (µ,a). A Beweis (a) Sei f M < auf. Dann ist auch f ± M auf, und hieraus folgt sofort f ±dµ Mµ(), denn diese Relation überträgt sich offenbar auf die entsprechenden Stufenfunktionen. (b) Aus f g folgt f + g + und g f auf. Hieraus folgt f + dµ g + dµ und g dµ f dµ 18
4 (jede Stufenfunktion s mit 0 s f + erfüllt ja erst recht 0 s g + ) und daher fdµ = f + dµ f dµ g + dµ g dµ = gdµ. (c) Dies folgt sofort aus (b), wenn wir f mit den Konstanten a,b vergleichen. (d) Für nichtnegative Stufenfunktionen s ist trivialerweise I (cs) = ci (s). Ist nun etwa c > 0 und f 0, so folgt cfdµ = sup {I (s) : 0 s cf} = sup {I (s) : 0 1 } c s f ( 1 ) = sup {ci c s : 0 1 } { } c s f = c sup I (t) : 0 t f = c fdµ. Die übrigen Fälle behandelt man analog. (e) Für alle Stufenfunktionen s ist I (s) = 0. Also ist f ±dµ = 0 und fdµ = 0. (f) Für alle Stufenfunktionen 0 s f + ist I A (s) I (s) und daher f + dµ = sup {I A (s) : 0 s f + } sup {I (s) : 0 s f + } = f + dµ <. A Für f argumentiert man analog. Satz 2.6 (a) Sei f 0 messbar auf. Für A S definieren wir ϕ(a) := fdµ. (2.3) Dann ist ϕ ein Maß auf (,S). (b) Ist f L 1 (µ), so wird durch (2.3) eine σ additive Funktion definiert. Beweis Aussage (b) folgt sofort, wenn wir (a) auf die Funktionen f ± anwenden und f = f + f benutzen. Wir zeigen (a). Da ϕ( ) = 0 nach Lemma 2.5 (e) und ϕ(a) 0 nach Lemma 2.5 (c) ist, müssen wir noch die σ Additivität zeigen. Sei also A = n 1 A n mit paarweise disjunkten messbaren Mengen A n. Wir haben zu zeigen, dass ϕ(a) = n 1 ϕ(a n). Ist f = χ C die charakteristische Funktion einer messbaren Menge C, so ist fdµ = µ(a C), und die Behauptung folgt aus der σ Additivität von µ. A Ist f = k c iχ Ci eine nichtnegative Stufenfunktion mit paarweise disjunkten Mengen C i S, so ist A fdµ = A k c j µ(a C j ), 19
5 und die Behauptung folgt aus der σ Additivität der einzelnen Summanden. Sei nun f 0 messbar. Aus dem bereits Bewiesenen folgt für jede Stufenfunktion s mit 0 s f, dass s dµ = s dµ f dµ = ϕ(a n ). A n 1 A n n 1 A n n 1 Bilden wir links das Supremum über alle Stufenfunktionen s mit 0 s f, so folgt ϕ(a) = fdµ ϕ(a n ). A n 1 Wir haben noch n 1 ϕ(a n) ϕ(a) zu zeigen. Für ϕ(a) = ist dies klar. Sei also ϕ(a) < und damit auch ϕ(a n ) < für alle n. Mit der Definition des Integrals finden wir für jedes ε > 0 eine Stufenfunktion s mit 0 s f und s dµ A 1 f dµ ε sowie A 1 s dµ A 2 f dµ ε. A 2 Folglich ist ϕ(a 1 A 2 ) s dµ = A 1 A 2 s dµ + A 1 s dµ ϕ(a 1 ) + ϕ(a 2 ) 2ε. A 2 Da ε > 0 beliebig war, folgt ϕ(a 1 A 2 ) ϕ(a 1 ) + ϕ(a 2 ). Induktiv erhalten wir ( n ϕ A j ) n ϕ(a j ) für alle n 1, und wegen n A j A führt dies auf ( n ϕ(a) lim ϕ A j ) lim n ϕ(a j ) = ϕ(a j ). Damit ist alles gezeigt. Folgerung 2.7 Sind A B messbare Mengen mit µ(b \ A) = 0 und ist f Lebesgue integrierbar, so ist fdµ = fdµ. A B Beweis Die Funktion ϕ() := f dµ ist additiv nach Satz 2.6. Folglich ist ϕ(b) = ϕ(a) + ϕ(b \ A), und nach Lemma 2.5 (e) ist ϕ(b \ A) = 0. 20
6 Folgerung 2.8 Sei (,S,µ) vollständig, die Funktionen f,g : R seien fast überall gleich, und sei f L 1 (µ,) für S. Dann ist auch g L 1 (µ,) und f dµ = g dµ. Beweis Die Funktion g ist messbar nach Lemma Sei N eine µ Nullmenge so, dass f(x) = g(x) für alle x \ N. Dann ist auch f ± (x) = g ± (x) für alle x \ N, und wir erhalten f ± dµ = f ± dµ nach Folgerung 2.7 \N = g ± dµ nach Voraussetzung \N = g ± dµ + g ± dµ nach Lemma 2.5 (e) \N N = g ± dµ. Hieraus folgt die Behauptung. Satz 2.9 Mit f L 1 (µ,) ist auch f L 1 (µ,), und es gilt fdµ f dµ. Beweis Sei A = {x : f(x) 0} und B = \ A. Nach Satz 2.6 (a) ist f dµ = f dµ + f dµ = f + dµ + f dµ < A B und somit f L 1 (µ,). Wegen f f und f f ist nach Lemma 2.5 (b), (d) fdµ f dµ und fdµ f dµ. Hieraus folgt die Behauptung. Satz 2.10 (a) Ist f messbar, f g und g L 1 (µ,), so ist auch f L 1 (µ,). (b) Ist (,S,µ) vollständig, f messbar, f g fast überall und g L 1 (µ,), so ist f L 1 (µ,). Beweis (a) Dies folgt sofort aus f + g und f g. (b) Sei N eine µ Nullmenge so, dass f(x) g(x) für alle x \ N, und sei { f(x) falls x \ N f(x) = g(x) falls x N. Nach Lemma 1.24 ist f messbar, und es gilt f g. Nach Teil (a) ist f L 1 (µ,), und mit Folgerung 2.8 finden wir f L 1 (µ,). 21 A B
7 2.3 Konvergenzsätze Wir behandeln in diesem Abschnitt die Lebesgue schen Konvergenzsätze. Diese Sätze sind unentbehrliche Werkzeuge der Analysis. Satz 2.11 (Satz über monotone Konvergenz) Sei (,S,µ) vollständig, S, und (f n ) n 1 sei eine Folge messbarer Funktionen mit 0 f 1 (x) f 2 (x)... für fast alle x. (2.4) Dann konvergiert (f n ) fast überall punktweise gegen eine messbare Funktion f, und f ndµ fdµ. Ohne die Voraussetzung der Vollständigkeit gilt die Aussage immer noch, wenn man (2.4) für alle x fordert. Beweis Sei N eine µ Nullmenge so, dass (2.4) für alle x \N erfüllt ist. Für alle x \ N konvergiert dann die Folge (f n (x)) gegen f(x) [0, ], und wir setzen f(x) für x \ N f(x) := für x N. Nach Lemma 1.25 ist f messbar. Sei α n := f ndµ. Nach Lemma 2.5 (b) und Folgerung 2.7 ist die Folge (α n ) monoton wachsend. Sei α := sup {α n : n 1} = lim α n [0, ]. Für jede Stufenfunktion s mit s f n gilt auch s f und somit f ndµ fdµ. Folglich ist α fdµ. Wir zeigen noch die umgekehrte Ungleichung α fdµ. Dazu nehmen wir α < an (sonst ist nichts zu beweisen). Sei s eine Stufenfunktion mit 0 s f, c (0, 1) und n := {x \ N : f n (x) cs(x)} für n 1. Dann ist n n+1 für alle n (Monotonie der Folge (f n ) außerhalb von N) und n 1 n = \ N (wegen f n (x) f(x) und cs(x) < f(x) für alle x \ N mit f(x) > 0). Mit Satz 2.6 (a) und Lemma 2.5 (b) erhalten wir außerdem, dass f n dµ f n dµ c n sdµ. n (2.5) Für n ergibt sich daher wieder mit Satz 2.6 (a), (2.5) und Lemma 1.17 (c) α = lim f n dµ c lim sdµ = c sdµ = c sdµ. n \N 22
8 Da c (0, 1) beliebig war, folgt α sdµ für alle Stufenfunktionen s mit 0 s f. Dann ist aber α fdµ. Der folgende Satz zeigt zusammen mit Lemma 2.5 (d), dass die reellwertigen Funktionen aus L 1 (µ,) einen reellen Vektorraum bilden. Satz 2.12 Ist f 1,f 2 L 1 (µ,) und ist f 1 + f 2 erklärt, so ist auch f 1 + f 2 L 1 (µ,) und es gilt (f 1 + f 2 )dµ = f 1 dµ + f 2 dµ. (2.6) Beweis Zuerst zeigen wir (2.6) für nichtnegative Stufenfunktionen. Ist s = j c jχ j eine nichtnegative Stufenfunktion (mit nicht notwendig paarweise disjunkten Mengen i ), so kann man s schreiben als k d kχ Fk mit paarweise disjunkten Mengen F k und mit d k := j:f k j c j. Damit folgt sdµ = d k µ(f k ) = c j µ(f k ) k k j:f k j = c j µ(f k ) = c j µ( j ) = c j χ j dµ. j k:f k j j j Da man zwei Stufenfunktionen s 1,s 2 immer als s 1 = j c jχ j und s 2 = j d jχ j (mit gleichen Mengen j ) schreiben kann, folgt hieraus (2.6) für nichtnegative Stufenfunktionen. Seien nun f 1,f 2 L 1 (µ,) nichtnegativ. Nach Satz 2.2 gibt es monoton wachsende Folgen (s n ) bzw. (t n ) von Stufenfunktionen, die punktweise gegen f 1 bzw. f 2 konvergieren. Dann ist (s n + t n ) eine monoton wachsende Folge von Stufenfunktionen, die punktweise gegen f 1 + f 2 konvergiert. Der Satz von der monotonen Konvergenz liefert s n dµ f 1 dµ, t n dµ f 2 dµ, (s n + t n )dµ (f 1 + f 2 )dµ. Aus s ndµ + t ndµ = (s n + t n )dµ folgt (2.6) auch in diesem Fall. Im allgemeinen Fall zerlegt man in vier paarweise disjunkte messbare Mengen, auf denen f 1 und f 2 ihr Vorzeichen nicht wechseln, und benutzt (2.6) für nichtnegative Funktionen sowie die Beziehung ( f)dµ = fdµ aus Lemma 2.5 (d). Wir haben hier nur die schwächere Form von Satz 2.11 benutzt. Satz 2.12 gilt also ohne Vollständigkeitsvoraussetzung. Für Reihen liefert Satz 2.11: Folgerung 2.13 Sei (,S,µ) vollständig, f n : [0, ] und f = n=1 f n fast überall. Damit ist f messbar, und für S ist f dµ = f n dµ. n=1 23
9 Beweis Sei g n := n f n. Die Folge (g n ) ist monoton wachsend und konvergiert fast überall gegen f. Nach Lemma 1.25 ist f messbar, und die Sätze 2.11 und 2.12 liefern fdµ 2.11 = lim n 2.12 = lim g n dµ = lim f j dµ = n f j dµ f j dµ. Unser nächstes Ziel ist der Satz von der majorisierten Konvergenz, das vermutlich wichtigste Werkzeug, um die Vertauschbarkeit von Grenzübergang und Integration zu zeigen. Vorbereitend überlegen wir uns ein Lemma. Lemma 2.14 (Fatou) Sind f n : [0, ] messbare Funktionen und ist S, so ist lim inf f ndµ lim inf f n dµ. Beweis Für k 1 sei g k := inf j k f j. Dann ist g k f k und somit g kdµ f kdµ. Weiter ist die Folge (g k ) monoton wachsend, und sie konvergiert punktweise gegen lim inf f n. Der Satz über montone Konvergenz (schwache Fassung) liefert f k dµ g k dµ lim inf f ndµ und damit lim inf k f k dµ lim inf f ndµ. Satz 2.15 (Lebesgues Satz über majorisierte Konvergenz) Sei (,S,µ) ein vollständiger Maßraum, S, und (f n ) sei eine Folge messbarer Funktionen f n : R, die fast überall gegen eine Funktion f konvergieren. Weiter sei g : R eine messbare Funktion mit f n g für alle n fast überall. Ist g L 1 (µ,), so gehören auch f und f n zu L 1 (µ,), und es gilt f n dµ fdµ. Beweis Sei N eine µ Nullmenge so, dass f n (x) f(x) für n und f n (x) g(x) für alle n und alle x \ N. Dann ist f messbar nach Lemma 1.25, und es ist f(x) g(x) für alle x \ N. Nach Satz 2.10 (b) sind f,f n L 1 (µ,). Weiter ist f f n 2g auf \ N. Wir wenden das Fatousche Lemma auf die 24
10 Folge der Funktionen (2g f f n ) \N an und erhalten 2gdµ = 2gdµ = lim inf (2g f n f )dµ \N \N lim inf (2g f n f )dµ \N = 2gdµ + lim inf f n f dµ \N \N = 2gdµ lim sup f n f dµ 2gdµ. Da 2gdµ = 2 gdµ < ist, erhalten wir lim f n f dµ = 0. Dies hat f n dµ fdµ f n f dµ 0 zur Folge (Satz 2.12 und Satz 2.9). Ohne Vollständigkeitsvoraussetzung gilt der Satz 2.15 noch, wenn alle fast in seiner Formulierung gestrichen werden. Beispiel Wir betrachten eine Funktionenfolge, auf die sich der Satz von der majorisierten Konvergenz nicht anwenden lässt ( der gleitende Buckel ). Dazu sei (,S,µ) = (R, B(R),λ) und f n = χ [n,n+1] für n N. Die Funktionen f n konvergieren punktweise gegen f 0, aber 0 = fdλ = lim f ndλ lim f n dλ = 1. R R R 2.4 Lebesgue und Riemann Integral Wir vergleichen in diesem Abschnitt das Riemann Integral über Intervallen in R mit dem Lebesgue Integral. Die Resultate hängen davon ab, ob die Intervalle beschränkt oder unbeschränkt sind. Wir vereinbaren: wenn wir über Lebesgue Integration auf R n sprechen, legen wir stets den vervollständigten Maßraum (R n, B(R n ),λ) zu Grunde, betrachten also messbare Funktionen f : ( R n, B(R ) n ),λ ( ) R, B(R). Satz 2.16 Ist R ein kompaktes Intervall, so ist jede auf Riemann integrierbare Funktion f auch Lebesgue integrierbar, und fdλ = b a f(x)dx. 25
11 Beweis Ist f auf Riemann integrierbar, so gibt es für jedes n 1 Treppenfunktionen ϕ n f ψ n mit b (ψ a n(x) ϕ n (x))dx < 1 (Ana II, Folgerung 8.9). n O..d.A. können wir die Folgen (ϕ n ) bzw. (ψ n ) als monoton wachsend bzw. fallend voraussetzen (andernfalls ersetzen wir ϕ n durch max (ϕ 1,...,ϕ n ) und ψ n durch min (ψ 1,...,ψ n )). Nach den Integraldefinitionen stimmen Riemann und Lebesgue Integral für Treppenfunktionen überein. s ist also auch (ψ n ϕ n )dλ < 1/n. (2.7) Die monotonen Funktionenfolgen (ϕ n ) bzw. (ψ n ) konvergieren punktweise auf gegen messbare Funktionen ϕ bzw ψ mit ϕ f ψ. Aus ϕ 1 ϕ n ψ n ψ 1 und der Lebesgue Integrierbarkeit von ϕ 1 und ψ 1 folgt mit dem Satz über die majorisierte Konvergenz, dass ϕ,ψ L 1 (λ, ) und dass ϕ n dλ ϕdλ sowie ψ n dλ ψdλ. Der gleiche Satz liefert mit (2.7), dass (ψ ϕ)dλ = 0. Aus der Übung wissen wir, dass dann ϕ = ψ fast überall, und wegen ϕ f ψ ist auch ϕ = f fast überall. Folglich ist auch f L 1 (λ, ), und fdλ = b ϕdλ = lim ϕ n dλ = lim ϕ n (x)dx = a b a f(x)dx. In diesem Zusammenhang erinnern wir an das Lebesguesche Integrabilitätskriterium (Ana II, Abschnitt 8.4). Satz 2.17 ine beschränkte Funktion f : R ist genau dann Riemann integrierbar, wenn ihre Unstetigkeitsstellen eine λ Nullmenge bilden. Die Klasse der Lebensgue integrierbaren Funktionen ist aber wesentlich größer als die der Riemann integrierbaren Funktionen. in einfaches Beispiel ist die charakteristische Funktion χ Q der Menge der rationalen Zahlen, die nicht Riemann aber Lebesgue integrierbar ist (beachte: Mengen, die nur aus einem Punkt bestehen, sind Borelmengen vom Maß 0, und Q ist eine abzählbare Vereinigung solcher Mengen). s folgt ein Beispiel einer Lebesgue integrierbaren Funktion, die sich (im Gegensatz zu χ Q ) nicht einmal durch Abändern auf einer Nullmenge zu einer Riemann integrierbaren Funktion machen lässt. Beispiel Sei Q = Q (0, 1). Diese Menge ist abzählbar: Q = {q n : n 1}. Sei ε > 0 und U n (0, 1) ein offenes Intervall einer Länge ε/2 n, das q n enthält. Dann ist Q U := n 1U n (0, 1) und λ(u) 26 λ(u n ) n=1 n=1 ε 2 n = ε.
12 Sei f = χ U und f n := χ U1... U n. Die Funktionen f n sind Riemann integrierbar, [0,1] f n dλ = 1 0 f n (x)dx ε, und die Folge (f n ) ist monoton wachsend und konvergiert punktweise gegen f. Nach dem Satz über monotone Konvergenz ist f Lebesgue integrierbar und fdλ ε. Zeigen Sie als Übung, dass f die behauptete igenschaft hat. [0,1] Bei uneigentlichen Riemann Integralen, die nicht absolut konvergieren, ist die Situation subtiler. Da die Lebesgue Integrabilität die absolute Konvergenz des Integrals voraussetzt, können uneigentliche Riemann Integrale existieren, die man nicht als Lebesgue Integrale interpretieren kann. Bevor wir ein Beispiel geben, fassen wir diesen Zusammenhang präziser. Dazu benötigen wir folgenden Satz. Satz 2.18 (Ausschöpfungssatz) Sei (M n ) eine wachsende Folge messbarer Teilmengen von,m := n 1 M n und f : M R. Dann ist f genau dann in L 1 (µ,m), wenn f L 1 (µ,m n ) für jedes n und wenn die Folge der M n f dµ konvergiert (gegen eine endliche Zahl). Ist dies der Fall, so ist fdµ = lim fdµ. M M n Beweis Aus f L 1 (µ,m) folgt f L 1 (µ,m) (Satz 2.9) und damit f L 1 (µ,m n ), und es gilt M n f dµ M f dµ. Der interessante Teil des Beweises betrifft die Umkehrung dieser Aussage. Zunächst konvergiert die monoton wachsende Folge (χ Mn f ) punktweise gegen χ M f, so dass χ Mn f dµ χ M f dµ bzw. f dµ f dµ M n nach dem Satz über monotone Konvergenz. Nach Voraussetzung ist f dµ also M endlich, d. h. χ M f L 1 (µ,m). Weiter ist χ Mn f χ M f, und die Funktionen χ Mn f konvergieren punktweise wegen χ M f, so dass wir mit dem Satz über majorisierte Konvergenz f L 1 (µ,m) sowie lim f dµ = lim χ Mn fdµ = χ M fdµ = fdµ M n erhalten. M M 27
13 Folgerung 2.19 Seien a,b R und a < b. Ist f : (a,b) R Riemann integrierbar auf jedem kompakten Teilintervall von (a, b), so ist f genau dann Lebesgue integrierbar auf (a,b), wenn das uneigentliche Riemann Integral b f(x) dx konvergiert. a Beweis Wir wählen eine monoton fallende Folge (x n ) mit a < x n < b und x n a und eine monoton wachsende Folge (y n ) mit x n < y n < b und y n b, und wir setzen M n := [x n,y n ]. Dann ist M = n 1 M n = (a,b), und nach dem Ausschöpfungssatz ist f genau dann Lebesgue integrierbar auf M, wenn der Grenzwert endlich ist. lim yn f dλ = lim M n x n f(x) dx Beispiel Auf [1, ) sei f(x) = sin x. Wir wissen aus Ana II, Abschnitt , x dass das uneigentliche Riemann Integral sin x dx konvergiert. Dieses Integral 1 x sin x konvergiert aber nicht absolut, denn für x [kπ, (k +1)π] ist f(x) und (k+1)π folglich (k+1)π kπ = f(x) dx 1 (k + 1)π π 0 1 (k + 1)π sin xdx = kπ+π kπ 2 (k + 1)π. sin x dx Wegen der Divergenz der harmonischen Reihe konvergiert 1 f(x) dx nicht, und nach Folgerung 2.19 ist f nicht Lebesgue integrierbar auf [1, ). rgänzend gehen wir noch kurz auf zwei Resultate ein. Das erste betrifft parameterabhängige Integrale, wo wir nun wesentlich stärkere Aussagen als früher zeigen können. Satz 2.20 Sei (,S,µ) ein Maßraum und U R n offen. Weiter sei f : U R eine Funktion, so dass für jedes u U die Funktion ˆf u : R, x f(x,u) zu L 1 (µ,) gehört, und sei g : U R, u ˆf u dµ = f(x,u)dµ(x). (a) Sind alle Funktionen f x : U R, u f(x,u) stetig in p U und existiert eine Funktion h L 1 (µ,) mit f(x,u) h(x) für alle (x,u) U, so ist g in p stetig. 28
14 (b) Sei 1 j n. Haben alle Funktionen f x eine stetige partielle Ableitung D j f x = fx u j und gibt es eine Funktion h L 1 (µ,) mit D j f x (u) h(x) für alle (x,u) U, so existiert auch D j g, diese Funktion ist stetig, und für alle p U ist (D j g)(p) = D j f(x,p)dµ(x). Beweis Aussage (a) folgt direkt aus dem Satz über majorisierte Konvergenz, da man Stetigkeit durch konvergente Folgen testen kann. Zu (b): Mit dem Mittelwertsatz finden wir für jedes t R mit u + µte j U für alle µ [0, 1] ein θ [0, 1] so, dass 1 t f(x,u + te j) f(x,u) = (D j f)(x,u + θte j ) h(x). Mit dem Satz über majorisierte Konvergenz erhalten wir für jede Folge (t n ) mit t n 0 die Beziehung lim g(p + t n e j ) g(p) f(x,p + t n e j ) f(x,p) = lim dµ t n t n = D j f(x,p)dµ. Die zweite rgänzung betrifft Funktionenräume, die man mit dem Lebensgue Integral sehr bequem definieren kann. Für einen vollständigen Maßraum (, S, µ) und p [1, ) sei L p (µ,) die Menge aller messbaren Funktionen f mit f p L 1 (µ,). Man kann zeigen, dass L p (µ,) ein linearer Raum ist und dass die Abbildung ( ) 1/p L p (µ,) [0, ), f f p := f p dµ alle igenschaften einer Norm mit Ausnahme von f p = 0 f = 0 hat. Um diese igenschaft zu erzwingen, setzt man N p := {f L p (µ,) : f p = 0} und faktorisiert N p weg. Auf den Räumen L p (µ,) := L p (µ,)/n p wird durch p eine Norm induziert, die man wieder mit p bezeichnet. Die dominierende Rolle dieser Räume in der Analysis liegt an folgendem Satz: Satz 2.21 Die Räume (L p (µ,), p ) sind vollständig, also Banachräume. Literatur: Forster, Analysis 3,
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