Qualifizierung Leitender Mitarbeiter
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- Adrian Hoch
- vor 9 Jahren
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1 Haben Sie heute schon geführt? Qualifizierung Leitender Mitarbeiter Team van der Upwich Wiesengrund Lilienthal Tel: 04208/ Fax: 04208/ ,
2 Führungsideen Wenn eine schwierige Angelegenheit zu entscheiden ist, rufe der Abt alle Brüder zusammen und teile mit, um was es sich handelt. Hat er den Rat der Brüder vernommen, so überlege er bei sich und tue dann, was er für zuträglich hält. Dass alle zur Beratung gerufen werden, bestimmen wir deshalb, weil der Herr oft einem Jüngeren eingibt, was besser ist. (Mönchsregel des Heiligen Benedikt, um 500) Die Führungskraft surft auf einer Woge von Ereignissen und Entscheidungen, ohne wirkliche Chance, die Entwicklungen zu beherrschen und zu kontrollieren. Entscheidend ist, auf dem Surfbrett eine möglichst elegante Figur zu machen und nicht zu stürzen. Westerlund/Sjöstrand 1975 Befehle erteilen, alle Einzelheiten des Verhaltens festlegen, die Ausführung desselben kontrollieren und wenn erforderlich, mit Gewalt erzwingen. (Offiziershandbuch 1780) Führung ist die Fähigkeit, Mitarbeitern die volle Entfaltung ihrer Ressourcen zu ermöglichen, um angestrebte Ziele zu erreichen. (DLW-Unternehmensentwicklung, 2000)
3 Führen was ist das? Mitarbeiterführung ist die beabsichtigte und zielorientierte Verhaltensbeeinflussung von Mitarbeitern zur Erreichung der Unternehmensziele. Unternehmensführung ist die beabsichtigte und zielorientierte Beeinflussung von Entscheidungen, Strukturen und Handlungen zur Erreichung der entwickelten Unternehmensziele.
4 Führungs-Persönlichkeit Natürliche Autorität: sich selbst zur Wirkung bringen Fähigkeit, vertrauensvoll zusammen zu arbeiten Fähigkeit, einen menschlichen Kontakt herzustellen Verbindlichkeit Wertschätzend und respektvoll sein Seine eigenen Stärken und Schwächen kennen Führungs- Persönlichkeit Fähigkeit, offen zu kommunizieren Glaubwürdigkeit Anspruch und Wirklichkeit? sagen = tun Sich im Griff haben Gelebtes Vertrauen: Vertrauen entstehen lassen und aufbauen
5 Zentrale Aufgaben von Führungskräften (nach Malik) Für Ziele sorgen Organisieren Entscheiden Kontrollieren Menschen entwickeln und fördern
6 Regelkreis der Führung Schaffung von Instrumenten der Selbststeuerung Planen Entwicklung und Vereinbarung von Zielen Förderung von Selbstorganisation Überprüfen Führung Organisieren Anweisen Initiierung von Prozessen kontinuierlicher Verbesserung Entwicklung eigenverantwortlichen Handelns
7 Führungsstile Führungsstil patriarchalisch charismatisch autoritär laissez faire Basisdemokratisch partizipativ Definition Der Vorgesetzte steht in direktem Kontakt mit dem Kunden, ist über alles orientiert und sieht seine Mitarbeitenden als vielseitig einsetzbare Helfer, die er väterlich zu beschützen hat. Der Vorgesetzte wird als Autorität aufgrund seiner Ausstrahlung empfunden. Er entscheidet allein, und zelebriert seine Entscheide. Die Gefolgsleute sind vollständig untergeordnet und reine Vollzugsorgane. In Krisensituationen wird dieser Stil auch heute noch als einzig möglicher angesehen. Die Führungsperson agiert zurückhaltend und lässt seinen Mitarbeitenden freie Hand, hohe Beliebigkeit. Die Gruppe entscheidet und trifft die Entscheidung, wobei der Vorgesetzte innerhalb der Gruppe gleichberechtigtes Mitglied ist. Die Entscheidungsentwicklung erfolgt kooperativ in der Gruppe. Die Entscheidung selbst aber ist an die entsprechenden Verantwortlichen gebunden.
8 Partizipativer Führungsstil Entscheidungsfindung kooperativer Teil Einbezug der Betroffenen in die Entscheidungsfindung Entscheid Der Entscheid wird durch diejenige Person oder dasjenige Gremium wahrgenommen, die/das dafür bestimmt ist. autoritärer Teil
9 Der situative Führungsstil Die beiden Dimensionen... Mitarbeiterorientierung: Die Belange des Menschen sind bei hoher Mitarbeiterorientierung ein wichtiger Einflussfaktor. Die Beziehung wird sorgfältig beachtet und es wird auf die individuellen Bedürfnisse des Mitarbeiters eingegangen. Aufgabenorientierung: Eine hohe Aufgabenorientierung des Vorgesetzten bedeutet eine starke Einflussnahme auf die Durchführung der Aufgabe.
10 Der situative Führungsstil Beziehungsorientierung hoch niedrig unterweisen Der Vorgesetzte definiert die Aufgaben seiner Mitarbeiter und sagt ihnen ganz genau, was, wann, wo und wie zu tun ist. hoch Aufgabenorientierung niedrig
11 Der situative Führungsstil Beziehungsorientierung hoch niedrig verkaufen unterweisen Der Vorgesetzte versucht über Argumente und emotionale Unterstützung die Akzeptanz des Mitarbeiters für die Aufgabe und den Weg der Aufgabenerfüllung zu gewinnen. hoch Aufgabenorientierung niedrig
12 Der situative Führungsstil Beziehungsorientierung hoch niedrig verkaufen unterweisen beteiligen Der Vorgesetzte und der Mitarbeiter entscheiden gemeinsam, der Vorgesetzte gibt nur noch emotionale Unterstützung fast keine fachliche Nachhilfe mehr. hoch Aufgabenorientierung niedrig
13 Der situative Führungsstil Der Vorgesetzte delegiert eine Aufgabe vollständig und beschränkt sich auf die Endabnahme. Der Mitarbeiter benötigt weder emotionale Ermunterung noch fachliche Unterstützung zur Erfüllung der Aufgabe. Beziehungsorientierung hoch niedrig verkaufen unterweisen beteiligen delegieren hoch Aufgabenorientierung niedrig
14 Engagement Index 2003 Nur 12% der deutschen Mitarbeiter sind wirklich engagiert für ihr Unternehmen (USA 30%) 18% der Mitarbeiter haben bereits innerlich gekündigt Arbeitnehmer wollen Spitzenleistungen erbringen und haben grundsätzlich ein äußerst positives Verhältnis zur Arbeit. Gute Mitarbeiter verlassen nicht das Unternehmen, sondern sie verlassen ihren direkten Vorgesetzten. Die im Unternehmen installierten Personalstrategien führen häufig eher dazu, das Potential des Humankapitals zu vernichten als es zu fördern. Quelle: Studie von Gallup, der DGQ und Mainzer Marktforscher Forum GmbH
15 Die beiden Formen der Motivation Unter Motivation versteht man die Bereitschaft, in einer konkreten Situation eine bestimmte Handlung mit einer bestimmten Intensität bzw. Dauerhaftigkeit auszuführen. Der Motor sind dabei die individuellen Motive, die Teil der Persönlichkeit sind und durch die konkrete Lebenssituation ausgebildet werden.
16 Die beiden Formen der Motivation Schon Aristoteles unterschied zwischen zwei grundlegenden Formen von Motivation: Intrinsische Motivation Die Ausführung der Handlung ist aus sich heraus Belohnung genug (z.b. Neugier, Spaß, Interesse) Extrinsische Motivation An die Ausführung der Handlung sind äußerliche Belohnungen geknüpft (z.b. Lob, Bonus,...) bzw. an die Nicht-Ausführung der Handlung sind Bestrafungen geknüpft (z.b. Tadel, Bonusverlust,...)
17 Motivatoren und Hygienefaktoren (nach Herzberg) Quelle: changefactory
18 Gibt es spezielle Motivationstechniken? Erkenntnisse nach Reinhard K. Sprenger: - Alles Motivieren (Anreize erfinden) ist Demotivieren - Loben kann man nur von oben - Chefs sollen ihren Motivationsauftrag nicht einem Anreizsystem übertragen - Die motivierende Halbwertszeit einer Gehaltserhöhung beträgt 48 Stunden - Leistungsbereitschaft kann man nur behindern
19 Am meisten motiviert die Mitarbeiter: Das eigene Gefühl, eine überschaubare Leistung vollbracht zu haben Die Anerkennung für diese Leistung Die allgemeine Freude an der beruflichen Tätigkeit Die erkennbare Verantwortung für die eigene Leistung und die der Mitarbeiter Das erkennbare Wachstum der Verantwortung und der damit verbundenen materiellen Vorteile
20 Führungsverhalten und Gesundheit Viele Maßnahmen meines Arbeitgebers helfen mir wirksam, dass ich meine wichtigen Aufgaben nicht aus dem Auge verliere.
21 Führungsverhalten und Gesundheit Aus Mitarbeitersicht umfasst Gesundheitsschutz wesentlich persönlichen Freiraum und Transparenz der Firmenziele (Quelle: Dr. F. Netta, Bertelsmann 2007) Klarheit, Transparenz, subj. Arbeitsplatzsicherheit Vorgesetzter Zufriedenheit mit Arbeitszeitregelung Schutz der Gesundheit Selbstbestimmtes Handeln, Verantwortung
22 Führungsverhalten und Gesundheit Weiche Faktoren wirken gesundheitsentscheidend (Quelle: Dr. F. Netta, Bertelsmann 2007) Illmarinen, Arbeitsfähigkeit 2010, S.245 Basis 11jährige Studie : Gutes Führungsverhalten und gute Arbeit von Vorgesetzten ist der einzige hoch signifikante Faktor, für den eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zwischen dem 51. und 62. Lebensjahr nachgewiesen wurde. Unbefriedigende Anerkennung und Wertschätzung am Arbeitsplatz erhöht Risiko der Arbeitsfähigkeitsverschlechterung auf s 2,4fache, in Gegenrichtung 3,6fach erhöhte Chance zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit. Laut einer Studie der British Heart Foundation ist Arbeitsstress bei einem Drittel aller Betroffenen die Ursache für Herzinfarkt. Je stärker eine Situation selbst über eigenen Freiraum kontrolliert werden kann, desto weniger ängstigt und stresst sie.
23 Führungsverhalten und Gesundheit
24 Führungsverhalten und Gesundheit Führungsverhalten kann mehr und kann weniger Stress erzeugen Führungsverhalten trägt wesentlich dazu bei, wie Mitarbeiter die unvermeidlichen Belastungen des Arbeitsalltags erleben Führungskräfte erzeugen ähnliche Krankenstände in unterschiedlichen Teams/ Abteilungen Führungsverhalten, das hohe Krankenstände oder andere Stresssymptome erzeugt, verweist auf Qualifikations- und/ oder Charaktermängel der Führungskraft Wenn Stress Mitarbeiter krank machen kann, ist die Vermeidung von unnötigem Stress zentrale Führungsverantwortung Die Pflege der Ressource Mensch ist elementarer Bestandteil von Führung
25 Die Ebenen des Themas Gesundheit
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