Peritoneum und Mesenterium

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1 CME Weiterbildung Zertifizierte Fortbildung Radiologe : DOI /s Online publiziert: 26. Februar 2009 Springer Medizin Verlag 2009 Rubrikherausgeber S. Delorme, Heidelberg (Leitung) S. Diederich, Düsseldorf F. Kainberger, Wien P. Reimer, Karlsruhe W. Reith, Homburg/Saar M. Uhl, Freiburg CME.springer.de Zertifizierte Fortbildung für Kliniker und niedergelassene Ärzte Die CME-Teilnahme an diesem Fortbildungsbeitrag erfolgt online auf CME.springer.de und ist Bestandteil des Individualabonnements dieser Zeitschrift. Abonnenten können somit ohne zusätzliche Kosten teilnehmen. Unabhängig von einem Zeitschriftenabonnement ermöglichen Ihnen CME.Tickets die Teilnahme an allen CME-Beiträgen auf CME.springer.de. Weitere Informationen zu CME.Tickets finden Sie auf CME.springer.de. Registrierung/Anmeldung Haben Sie sich bereits mit Ihrer Abonnementnummer bei CME.springer.de registriert? Dann genügt zur Anmeldung und Teilnahme die Angabe Ihrer persönlichen Zugangsdaten. Zur erstmaligen Registrierung folgen Sie bitte den Hinweisen auf CME.springer.de. Zertifizierte Qualität Diese Fortbildungseinheit ist mit 3 CME-Punkten zertifiziert von der Landesärztekammer Hessen und der Nordrheinischen Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung und damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Folgende Maßnahmen dienen der Qualitätssicherung aller Fortbildungseinheiten auf CME.springer.de: Langfristige Themenplanung durch erfahrene Herausgeber, renommierte Autoren, unabhängiger Begutachtungsprozess, Erstellung der CME-Fragen nach Empfehlung des IMPP mit Vorabtestung durch ein ausgewähltes Board von Fachärzten. Für Fragen und Anmerkungen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung: Springer Medizin Verlag GmbH Fachzeitschriften Medizin/Psychologie CME-Helpdesk, Tiergartenstraße Heidelberg [email protected] CME.springer.de A. Ba-Ssalamah 1 N. Bastati 1 M. Uffmann 1 M. Pretterklieber 2 W. Schima 1 1 Universitätsklinik für Radiodiagnostik, Medizinische Universität, Wien 2 Abteilung für angewandte Anatomie, Zentrum für Anatomie und Zellbiologie, Medizinische Universität, Wien Peritoneum und Mesenterium Radiologische Anatomie und Ausbreitungswege intraabdomineller Erkrankungen Zusammenfassung Die Bauchhöhle wird in die von Bauchfell (Peritoneum parietale) ausgekleidete Peritonealhöhle und den extraperitonealen Raum unterteilt. Topographisch unterscheidet man den eigentlichen Bauchraum, das Abdomen und die Beckenhöhle. Das Peritoneum überzieht mit einem viszeralen Blatt, Peritoneum viscerale, die intraperitonealen Bauch- und Teile der Beckenorgane. Zwischen Peritoneum parietale und viscerale liegt die als Teil der embryonalen Leibeshöhle entstandene Bauchhöhle. Zum Verständnis des Bauchfellverlaufs müssen die Entwicklungsvorgänge in der Bauchhöhle bekannt sein. Eine profunde Kenntnis dieser unterschiedlichen Räume und deren Begrenzungen ist wichtig, um die Ausbreitung von Infektionen und Neoplasien bzw. die Genese verschiedener Erkrankungen zu verstehen. Sie ermöglich es dem Radiologen, im Zusammenhang mit der klinischen Anamnese und den charakteristischen Bildgebungsmerkmalen die Differenzialdiagnose möglicher Ursachen zu finden und die richtige Diagnose zu stellen mit entsprechender therapeutischer Relevanz Schlüsselwörter Peritoneum Anatomie Infektionsausbreitung Neoplasie Bildgebung Peritoneum and mesenterium. Radiological anatomy and extent of peritoneal diseases Abstract The abdominal cavity is subdivided into the peritoneal cavity, lined by the parietal peritoneum, and the extraperitoneal space. It extends from the diaphragm to the pelvic floor. The visceral peritoneum covers the intraperitoneal organs and part of the pelvic organs. The parietal and visceral layers of the peritoneum are in sliding contact; the potential space between them is called the peritoneal cavity and is a part of the embryologic abdominal cavity or primitive coelomic duct. To understand the complex anatomical construction of the different variants of plicae and recesses of the peritoneum, an appreciation of the embryologic development of the peritoneal cavity is crucial. This knowledge reflects the understanding of the peritoneal anatomy, deep knowledge of which is very important in determining the cause and extent of peritoneal diseases as well as in decision making when choosing the appropriate therapeutic approach, whether surgery, conservative treatment, or interventional radiology. Keywords Peritoneum Anatomy Extent of peritoneal diseases Neoplasia Imaging Der Radiologe

2 Die Bauchhöhle ist sehr komplex aufgebaut. Da die Ausbreitung verschiedener Erkrankungen nicht nur von der Schwerkraft sowie dem negativen subdiaphragmatischen Druck, sondern insbesondere auch von den zahlreichen peritonealen Recessus bzw. Falten in der Peritonealhöhle bestimmt wird, kommt einer soliden Kenntnis deren Anatomie für das Verständnis der Entstehung und des Befalls- und Ausbreitungsmusters von Krankheiten eine wichtige Bedeutung zu. Im vorliegenden Beitrag werden die verschiedenen Kompartimente der Bauchhöhle vorgestellt, um den Leser in die Lage zu versetzen, im individuellen Fall die geeigneten Bildgebungsverfahren wählen zu können, die eine korrekte Diagnosestellung erlauben. Ein Meso dient der Heranführung von Gefäßen und Nerven an die intraperitoneal entwickelten Organe 7 Sekundäres Peritoneum parietale Für den komplexen Aufbau der Peritonealhöhle, die peritonealen Recessus und Falten bzw. Kompartimente sind 11 große Ligamente und Mesos verantwortlich. Ein Meso ist eine Duplikatur aus Peritoneum viscerale und dient der Heranführung von Gefäßen und Nerven an die intraperitoneal entwickelten Organe. Nach Abschluss ihrer embryologischen Entwicklung können die innerhalb des Cavum peritoneale angelegten Organe entweder intra- oder retroperitoneal liegen. Intraperitoneal verbleibende Organe behalten ein so genanntes freies Meso, das an einer Anheftungslinie, einer Radix, befestigt ist. Alternativ dazu werden andere Organe, wie Teile des Duodenums, das Pankreas, das Colon ascendens und descendens im Lauf der Entwicklung an die Hinterwand der Peritonealhöhle gedrängt und somit zu einem Teil derselben. Ihre Mesos verwachsen flächenhaft mit dem Peritoneum parietale und werden damit zu 7 sekundärem Peritoneum parietale. Auch das diese Organe umgebende Peritoneum viscerale wächst mit dem Peritoneum parietale zusammen und befestigt sie auf diese Weise zusätzlich an der Hinterwand der Peritonealhöhle. Damit kommen diese Organe in eine sekundär retroperitoneale Lage. Das Zäkum kann entweder intra- oder sekundär retroperitoneal liegen. Die Ausbreitung der verschiedenen Erkrankungen in der Peritonealhöhle wird von den zahlreichen peritonealen Recessus bzw. Falten bestimmt. Weitere Faktoren stellen die Schwerkraft sowie der negative subdiaphragmatische Druck dar. In diesem Artikel werden die anatomischen Kompartimente des Peritoneums und die Ausbreitungswege für die verschiedenen peritonealen Erkrankungen behandelt. Embryologie 7 Mesenterium commune 7 Zwerchfell 7 Subphrenischer Raum Das Mesenterium fungiert als Trennwand zwischen rechtem und linkem Peritonealraum Die in der Entwicklung zunächst einheitliche Pleuroperitoneal- oder Zölomhöhle wird durch ein sagittal eingestelltes 7 Mesenterium commune in 2 Hälften geteilt. Erst später wird die Pleura- von der Peritonealhöhle durch das vom Hals her deszendierende 7 Zwerchfell getrennt [16]. Im Oberbauch enthält das ventrale Mesogastrium die Leberknospe, während das dorsale Mesogastrium die Milzknospe beinhaltet (. Abb. 1). Wenn diese Organe sich weiterentwickeln, wandern sie entgegen dem Uhrzeigersinn und ziehen die angehefteten Mesos in die Position, wie wir sie im voll entwickelten Fetus vorfinden (. Abb. 2). Diese Migration führt zu einer Teilung des rechten Peritonealraums oberhalb des Colon transversum in den perihepatischen Raum und das Omentum minus. Der linke peritoneale Raum bildet den 7 subphrenischen Raum (. Abb. 3). Unterhalb der Pars superior duodeni bildet sich das ventrale Mesenterium zurück, während das dorsale Mesenterium das Mesoduodenum, das Mesenterium und das Mesokolon bildet [16]. Das Mesenterium fungiert als Trennwand zwischen rechtem und linkem Peritonealraum (. Abb. 3). Peritoneum Ein Ligament unterstützt eine Struktur innerhalb der Peritonealhöhle Es handelt sich um die größte seröse Membran des Körpers mit einer komplexen Struktur, die aus Ligamenten, dem Omentum majus und minus sowie den Mesos besteht. Ein Ligament wird durch 2 Schichten von Peritoneum viscerale gebildet, es unterstützt eine Struktur innerhalb der Peritonealhöhle. Es kann Lymphknoten, Gefäßstrukturen und Gänge beinhalten. Ein Ligament wird üblicherweise nach den 2 Strukturen benannt, die es verbindet. Ein Omentum (Netz) ist ebenfalls eine Duplikatur von Peritoneum viscerale und beinhaltet Fett, Lymphknoten und Gefäße. Das große sowie das kleine Netz (Omentum majus bzw. Omentum minus) stehen mit dem Magen in Verbindung [9, 20]. Mesos werden nach der Zugehörigkeit zum entsprechenden Organ als Mesogastrium, Mesohepatikum, Mesoduodenum, Mesenterium und Mesokolon bezeichnet. Bis auf das Mesogastrium, das 544 Der Radiologe

3 CME Abb. 1 8 Normale Entwicklung der supramesokolischen Ligamente, Entwicklung der Leberknospe im ventralen, der Milzknospe im dorsalen Mesenterium Abb. 2 8 Normale Entwicklung des Peritoneums im Oberbauch, Pfeile Wanderung der Organe in den folgenden Entwicklungsstufen entgegen dem Uhrzeigersinn unter Mitziehen der angehefteten Mesenterien, Resultat: Teilung des rechten Peritonealraums oberhalb des Colon transversum in perihepatischen Raum und Omentum minus, linker peritonealer Raum: subphrenischer Raum, weitere Erläuterung s. Text Abb. 3 7 Teilung des Peritonealraums durch Mesocolon transversum in supra- und inframesokolischen Raum, des subphrenischen Raums durch Lig. falciforme in rechten und linken subphrenischen Raum. Omentum minus vom Lig. gastrohepaticum und Lig. hepatoduodenale gebildet, Mesenterium: Abtrennung zwischen rechtem und linkem inframesokolischem Raum, weitere Erläuterung s. Text auch Verbindungen zur vorderen Leibeswand ausbildet, sind diese Mesos mit der dorsalen Wand des Cavum abdominis verbunden und führen Gefäße von retroperitoneal liegenden Gefäßstämmen zu den intraperitoneal bzw. sekundär retroperitoneal gelegenen Organen. Das Meso des Magens wird in ein Mesogastrium ventrale und ein Mesogastrium dorsale unterteilt. Aus dem Mesogastrium ventrale entwickelt sich das ventrale Mesohepatikum mit den Ligg. falciforme et teres hepatis, dem Lig. coronarium hepatis und den Ligg. triangularia dextrum et sinistrum. Zwischen Leber und kleiner Kurvatur des Magens bzw. der Pars superior duodeni entsteht das ventrale Mesogastrium im engeren Sinn, das aus den Ligg. gastrophrenicum, hepatogastricum und hepatoduodenale besteht. Diese in ihrer Gesamtheit auch als Omentum minus bezeichnete Struktur wird manchmal auch dorsales Mesohepaticum genannt. Das Meso des Magens wird in ein Mesogastrium ventrale und ein Mesogastrium dorsale unterteilt Der Radiologe

4 Abb. 4 9 CT-Peritoneographie in koronaler Schichtebene (nach intraperitonealer Instillation von Kontrastmittel) mit linker und rechter Kolonflexur, supra- (rechter und linker subhepatischer Raum, perisplenischer Raum, Bursa omentalis) und inframesokolischem Kompartiment, Teilung des rechten vom linken subphrenischen Raum durch Lig. falciforme, Glisson-Kapsel [Ausstülpung des Peritoneums außerhalb der Area nuda im Bereich des Zwerchfells (schwarze Pfeilspitze)] bzw. Bursa omentalis [Recessus superior (1), Recessus lienalis (2), Recessus inferior (3)] durch Foramen epiploicum (weißer Pfeil) mit Peritonealhöhle in direkter Verbindung stehend, G Gallenblase, D Duodenum, P Pankreas, Plica gastropancreatica Abb. 5 7 MR-Peritoneographie in sagittaler Schichtebene, Leber im Bereich der so genannten Area libera bzw. Area nuda (Area nud.), kein peritonealer Überzog vorhanden (Pfeile) Abb. 6 9 Ausbreitungswege der peritonealen Erkrankungen mit den häufigsten Lokalisationen im Cavum Douglasi (1), im rechten unteren Aspekt der Mesenterialwurzel (2), im linken Unterbauch entlang des Mesocolon sigmoideum (3) und der rechten parakolischen Rinne (4) Aus dem dorsalen Mesogastrium entwickeln sich Bänder, welche die große Kurvatur des Magens mit der hinteren Wand des Cavum abdominis verbinden Aus dem dorsalen Mesogastrium entwickeln sich Bänder, welche die große Kurvatur des Magens direkt oder indirekt mit der hinteren Wand des Cavum abdominis verbinden. Es beginnt links kranial mit einem weiteren Lig. gastrophrenicum, setzt sich dann in die beiden den Milzstiel bildenden Ligg. phrenicolienale (sive lienorenale) et gastrolienale fort und endet mit dem breiten Lig. gastrocolicum. Zusätzlich verbindet das Lig. phrenicocolicum die Hinterwand des Cavum peritonei mit der Flexura coli sinistra und schließt so die Milznische nach kaudal ab. 546 Der Radiologe

5 CME Peritoneale Kompartimente Das Cavum peritonei wird durch Organe begrenzt, welche von Peritoneum viscerale überzogen sind, und von den jeweiligen Ligamenten in verschiedene Kompartimente unterteilt. Diese Kompartimente sind nicht voneinander getrennt, sondern stehen in Verbindung zueinander, wobei das 7 Mesocolon transversum (. Abb. 3, 4) den Bezugspunkt bzw. die Achse darstellt [5, 9]. Diese Einteilung in das supra- und inframesokolische Kompartiment zieht sich bis ins kleine Becken. 7 Mesocolon transversum Supramesokolisches Kompartiment Der supramesokolische Raum besteht aus: F dem rechten und dem linken subhepatischen Raum, F dem perisplenischen Raum und F der Bursa omentalis, bedeckt vom Omentum minus [5, 20]. Das Lig. falciforme hepatis teilt den rechten vom linken subphrenischen Raum, verbindet den ventralen Anteil der Leber mit der ventralen Bauchwand und enthält das Lig. teres hepatis, die obliterierte Umbilikalvene. Perihepatische Räume und linker subphrenischer Raum Die Leber ist außer in der so genannten Area libera bzw. Area nuda von viszeralem Peritoneum überzogen (. Abb. 5), das Gallenblasenbett und die Porta hepatis sind frei von viszeralem Peritoneum. Die Peritonealhöhle wird in diesem Bereich vom Peritoneum parietale an der Unterseite des Zwerchfells, vom Omentum minus und dem Lig. teres hepatis begrenzt. Entzündliche und tumoröse Prozesse, welche den perihepatischen Raum betreffen, sind von der intraperitonealen Flussdynamik beeinflusst (. Abb. 6). Diese wiederum hängt von den anatomischen Verhältnissen, der Schwerkraft bzw. Lage des Patienten und dem negativen subdiaphragmatischen Druck ab [12, 13]. Die perihepatischen Räume werden durch Ligamente weiter unterteilt [10, 15, 17]: Das Lig. falciforme hepatis teilt den rechten und linken subphrenischen Raum. Beide perihepatischen Räume sind durch die Ligg. triangularia in den subphrenischen und den subhepatischen Raum eingeteilt, diese wiederum kommunizieren miteinander. Das Omentum minus stellt die Grenze zwischen dem subhepatischen Raum und der Bursa omentalis dar, welche durch das Foramen epiploicum (von Winslow) in direktem Kontakt zur Peritonealhöhle steht (. Abb. 4, [10, 20]). Der links gelegene subphrenische Raum ist weit und kann in den mittleren subphrenischen, den perisplenischen und den linken subhepatischen Raum unterteilt werden (. Abb. 7). Der mittlere subphrenische Raum ist zwischen Zwerchfell und Magenfundus lokalisiert. Dieser wird vom Lig. gastrophrenicum (aus dem ventralen Mesogastrium) durchzogen und stellt eine häufige Lokalisation für Flüssigkeitsansammlungen dar [10]. Der perisplenische Raum, auch 7 Milznische genannt, ist von der linken parakolischen Rinne durch das Lig. phrenicocolicum getrennt, welches zwischen der Flexura coli sinistra und dem Diaphragma läuft. Dieses Ligament verhindert einen freien Aszitesfluss zwischen diesen Räumen. Als klinische Konsequenz ist die linke parakolische Rinne eine häufige Lokalisation für eine Carcinosis peritonei. Der perisplenische Raum ist eine häufige Lokalisation für Prozesse in der Milz und im Pankreasschwanz [14]. Der linke subhepatische Raum, der gastrohepatische Recessus, ist zwischen dem linken Leberlappen und dem Magen lokalisiert und kann an Prozessen der Gallenblase, des Bulbus duodeni (. Abb. 8), des linken Leberlappens sowie der kleinen Magenkurvatur beteiligt sein [2] Entzündliche und tumoröse Prozesse, welche den perihepatischen Raum betreffen, sind von der intraperitonealen Flussdynamik beeinflusst Die perihepatischen Räume werden durch Ligamente weiter unterteilt 7 Milznische Der perisplenische Raum ist eine häufige Lokalisation für Prozesse in der Milz und im Pankreasschwanz Rechter subphrenischer und rechter subhepatischer Raum Das Lig. triangulare dextrum läuft posterolateral von der Kuppe des rechten Leberlappens zum Zwerchfell und trennt den rechten subphrenischen vom rechten subhepatischen Raum (. Abb. 9). Bei Letzterem werden ein vorderer und ein hinterer Teil unterschieden. Der vordere rechte subhepatische Raum kommuniziert mit der Bursa omentalis über das Foramen epiploicum (von Winslow) und spielt bei Prozessen in der Gallenblase, im Pankreas, im Magen und in der Leber eine Rolle. Der vordere rechte subhepatische Raum spielt bei Prozessen in der Gallenblase, im Pankreas, im Magen und in der Leber eine Rolle Der Radiologe

6 Abb. 8 8 Axiale kontrastmittelverstärkte CT: freie Luft (Pfeile) bzw. Flüssigkeitsansammlung (Stern) im linken subhepatischen Raum, gastrohepatischer Recessus zwischen dem linken Leberlappen und dem Magen mit deutlicher Wandverdickung des Duodenums bei perforiertem Magenulkus im Antrum Abb. 7 8 CT-Peritoneographie in koronaler Schichtebene mit linkem subphrenischem Raum, unterteilt in mittleren subphrenischen, perisplenischen und linken subhepatischen Raum, Lig. phrenicocolicum und Lig. splenorenale, M Magen, Stern Recessus posterior der Bursa omentalis Abb. 9 9 Axiale kontrastmittelverstärkte MRT, T1-gewichtete Sequenz: Lig. triangulare dextrum mit Verlauf posterolateral von der Kuppe des rechten Leberlappens zum Zwerchfell, den rechten subphrenischen vom rechten subhepatischen Raum teilend (Pfeil), Patient mit ausgedehntem Aszites bei Leberzirrhose und portaler Hypertension Abb Koronale kontrastmittelverstärkte CT mit isolierter Flüssigkeitsansammlung (Pfeile) in der Bursa omentalis im Rahmen einer Pankreatitis, M Magen, P Pankreas, G Gallenblase, D Duodenum 7 Morison-Pouch Der hintere rechte subhepatische Raum wird 7 Morison-Pouch oder hepatorenale Fossa genannt [10, 17]. Er ist einer der am weitesten dorsal gelegenen Teile des intraperitonealen Raums und bei bettlägerigen Patienten deshalb die häufigste Lokalisation für Flüssigkeitsansammlungen und peritoneale Metastasen [12]. Bursa omentalis Die Bursa omentalis steht mit der großen Peritonealhöhle über das Foramen epiploicum in Verbindung Der Netzbeutel, die Bursa omentalis, ist der breiteste Recessus der Peritonealhöhle [6, 20]. Er stellt eine spaltförmige Ausstülpung des Mesogastrium dorsale dar. Er steht mit der großen Peritonealhöhle über das Foramen epiploicum in Verbindung [19], das den einzigen Eingang in den sonst verschlossenen Gleitspalt für den Magen darstellt. Es wird dorsal von der V. cava inferior, kranial vom Proces- 548 Der Radiologe

7 CME sus caudatus der Leber, kaudal von der Pars superior duodeni und ventral vom Lig. hepatoduodenale begrenzt. In Letzterem verlaufen rechts und ventral der Ductus choledochus, links und ventral die A. hepatica communis und dorsal die V. portae. Links vom Foramen epiploicum beginnt zunächst das 7 Vestibulum bursae omentalis. Es unterscheidet sich von der eigentlichen Bursa omentalis dadurch, dass seine dorsale Wand von primärem Peritoneum parietale gebildet wird. Kranial grenzt dieser Teil an den Lobus caudatus der Leber. Die eigentliche Bursa omentalis beginnt erst mit der zum Magen führenden Gefäßachse. Diese wird von der in der Plica gastropancreatica verlaufenden A. gastrica sinistra gebildet (. Abb. 4). Links von dieser in der Hinterwand der Bursa omentalis verlaufenden Falte öffnet sich die Bursa omentalis in 3 Richtungen: nach kranial, nach lateral zur Milz hin und nach kaudal. Daher beschreibt man auch 3 Recessus (. Abb. 4): F Recessus superior, F Recessus lienalis und F Recessus inferior. Der Recessus superior ist der Spalt zwischen der Cardia und dem linken Rand des Lobus caudatus hepatis. Der Recessus lienalis erreicht zwischen dem Lig. gastrolienale und dem Lig. phrenicolienale den Milzhilus. Der Recessus inferior wird ventral von der Hinterwand des Magens und dem Lig. gastrocolicum, dorsal vom Mesogastrium dorsale begrenzt (. Abb. 4). Eine isolierte Flüssigkeitsansammlung spricht für eine Pankreatitis oder ein perforiertes Magenbzw. Duodenalulkus (. Abb. 10). Ausgeprägte Flüssigkeitsmengen in der Bursa omentalis sind malignomverdächtig. Das Lig. hepatogastricum verbindet die Fissura ligamenti venosi der Leber mit der kleinen Magenkurvatur. Es beinhaltet die A. gastrica sinistra, die V. coronaria ventriculi sowie Lymphknoten, bei Patienten mit portaler Hypertension u. U. auch Ösophagusvarizen. Es stellt den ersten Weg bei der Ausbreitung von pankreatischen Phlegmonen oder Metastasen von Ösophagus, Magen oder biliären Tumoren dar [20]. Das Lig. hepatoduodenale ist ein wichtiger Weg für die Ausbreitung biliärer Neoplasien [9, 21]. Es ist flächenhaft mit dem Corpus und der Cauda pancreatis verwachsen, was bedeutet, dass diese Teile des Pankreas nach Abschluss aller Entwicklungsvorgänge in die Hinterwand der Bursa omentalis eingebettet sind, während das Caput pancreatis ventral vom ebenfalls flächenhaft verwachsenen Mesoduodenum bedeckt ist. Nach kaudal ist der Recessus inferior der Bursa omentalis durch das mit dem Mesocolon transversum verwachsene dorsale Mesogastrium begrenzt. Dieses wächst nach kaudal zum Omentum majus aus, das sich wie eine Schürze über die Unterbauchorgane legt und über das Lig. gastrocolicum an der großen Kurvatur des Magens befestigt ist (. Abb. 11). Das Omentum majus ist aufgrund der embryologischen Entstehung aus 4 Schichten Peritoneum aufgebaut und daher für neoplastische und entzündliche Prozesse prädestiniert [4, 8]. In der CT kann man dann konfluierende omentale Massen erkennen, den so genannten 7 omental cake (. Abb. 12). Das Lig. gastrocolicum verbindet die große Kurvatur des Magens mit dem Colon transversum (. Abb. 11). Es repräsentiert den oberen Teil des Omentum majus und beinhaltet die gastroepiploischen Gefäße. Magentumoren können sich über diese Strukturen ins Colon transversum oder die Flexura coli sinistra ausbreiten. Das Lig. gastrolienale verläuft zwischen der großen Magenkurvatur und dem Milzhilus und beinhaltet die Aa. gastricae breves (. Abb. 13). Das Lig. phrenicolienale, das manchmal auch als Lig. lienorenale bezeichnet wird, verbindet den hinteren Teil der Milz mit dem vorderen pararenalen Raum (. Abb. 13) und kann im Rahmen pankreatischer Prozesse beteiligt sein [14]. 7 Vestibulum bursae omentalis Ausgeprägte Flüssigkeitsmengen in der Bursa omentalis sind malignomverdächtig Das Lig. hepatoduodenale ist ein wichtiger Weg für die Ausbreitung biliärer Neoplasien Das Omentum majus ist für neo- plastische und entzündliche Prozesse prädestiniert 7 Omental cake Inframesokolisches Kompartiment Mesokolon und Mesenterium können in den verschiedenen Bildgebungsmodalitäten, v. a. in der CT, durch ihre fettreiche Konsistenz, die anatomische Lokalisation und die zugehörigen vaskulären Strukturen identifiziert werden. Das Mesocolon transversum verbindet das Colon transversum mit der Radix mesocoli transversi (. Abb. 14). Letztere beginnt rechts etwa in der Mitte der Pars descendens duodeni, quert anschließend das Caput pancreatis auch etwa in dessen Mitte und zieht entlang des Unterrandes des Corpus und der Cauda pancreatis in Richtung Milz. Sie ist die zuverlässigste Trennlinie zwischen Ober- und Unterbauch. Im Mesocolon transversum verläuft die A. colica Die Radix mesocoli transversi ist die zuverlässigste Trennlinie zwischen Ober- und Unterbauch Der Radiologe

8 Abb Koronale CT mit Lig. gastrocolicum (Pfeilspitzen, die große Kurvatur des Magens mit dem oberen Teil des Colon transversum verbindend), freie Luft im linken (dünner Pfeil) und rechten (dicker Pfeil) subhepatischen Raum, geteilt durch Lig. falciforme (gebogener Pfeil), weiße Sterne Colon transversum Abb Koronale kontrastmittelverstärkte CT bei fortgeschrittenem Magenkarzinom, konfluierende omentale Massen im großen Netz (so genannter omental cake ) Abb CT-Peritoneographie in koronaler Schichtebene, mit Lig. triangulare rechts, 1 linker subphrenischer Raum, 2 perisplenischer Raum, 3 Lig. phrenicocolicum, 4 zwischen der großen Magenkurvatur und dem Milzhilus verlaufendes und die Aa. gastricae breves beinhaltendes Lig. gastrosplenicum, 5 Lig. splenorenale, 6 Lig. triangulare dextrum 7 Radix mesenterii Man findet im Mesenterium über 100 Lymphknoten, welche normalerweise kleiner als 1 cm sind Das inframesokolische Kompartiment wird durch das Mesenterium in einen supra- und einen inframesenterischen Raum unterteilt 7 Retrozäkaler Abszess media (. Abb. 14). Prozesse im Pankreas breiten sich via Mesokolon zum mesenterialen Rand des Colon transversum aus und vice versa. Die Anheftungslinie des Mesenteriums, die 7 Radix mesenterii, zieht vom linken oberen Quadranten, von der Flexura duodenojejunalis zum rechten unteren Quadranten, zur Valvula ileocaecalis (. Abb. 3, 14). Sie überbrückt dabei die Aorta abdominalis, die V. cava inferior, den rechten M. psoas major und den rechten Ureter. Bezogen auf das Skelett beginnt sie links in Höhe des ersten Lendenwirbels und endet an der rechten Articulatio sacro-iliaca. Das gesamte Jejunum und Ileum sind durch das Mesenterium mit der Hinterwand des Cavum peritoneale verbunden [9, 21]. In der Radix mesenterii verlaufen die A. und V. mesenterica superior. Sie überkreuzen dabei die Pars ascendens duodeni und geben nach links Äste zum Jejunum und Ileum, nach rechts zum Zäkum, zur Appendix vermiformis und zum Colon ascendens ab. Die bereits erwähnte A. colica media ist ein ventraler Ast der A. mesenterica superior. Außerdem findet man im Mesenterium über 100 Lymphknoten, welche normalerweise kleiner als 1 cm sind (. Abb. 14). Sie können in 3 Gruppen eingeteilt werden: direkt der Darmwand anliegende, am proximalen Abschnitt des Stamms der A. und V. mesenterica superior und inferior und entlang der großen Äste der Mesenterialgefäße lokalisierte Lymphknoten [11]. Das Mesenterium unterteilt das inframesokolische Kompartiment in einen supra- und einen inframesenterischen Raum (. Abb. 3). Beide kommunizieren miteinander um die Flexura duodenojejunalis (. Abb. 14). Nach lateral reichen sie bis zum auf- und absteigenden Kolon. Superior sind sie von der rechten und linken Hälfte des Colon transversum begrenzt. Nach unten hin kommunizieren sie mit der bilateralen parakolischen Rinne und der Beckenhöhle. Der obere und untere ileozäkale Recessus sind ober- und unterhalb des terminalen Ileums lokalisiert (. Abb. 4). Wie erwähnt kann das Zäkum entweder intraperitoneal oder sekundär retroperitoneal liegen. Bei intraperitonealer Lage können 2 Formen unterschieden werden, die als Caecum liberum und Caecum mobile bezeichnet werden. Das Caecum liberum ist dadurch ausgezeichnet, dass sein Meso linear rechts an der Radix mesenterii befestigt ist und die flächenhafte Verwachsung des Mesos und des Peritoneum viscerale des Zäkums mit dem Peritoneum parietale ausbleibt. Dadurch entsteht ein sehr großer Recessus retrocaecalis, der die Appendix vermiformis aufnehmen kann. Bei Perforation eines chronisch entzündeten Wurmfortsatzes kann es so leicht zur Bildung eines 7 retrozäkalen Abszesses kommen, der aufgrund der entzündlichen peritonealen Verklebungen lange 550 Der Radiologe

9 CME Abb Koronale kontrastmittelverstärkte CT mit die A. und V. mesenterica superior (großer Pfeil) enthaltender Radix transversi, Pfeilspitze vermehrte, reaktiv vergrößerte Lymphknoten, kleiner weißer Pfeil Jejunumdivertikulitis Abb Axiale kontrastmittelverstärkte CT, ausgedehnte freie Luft im Abdomen (Pfeilspitzen) bei Perforation des Colon sigmoideum (KS, mit verdickter Wand und starkem Enhancement) wegen Morbus Crohn, Mesokolon gering verdichtet (Pfeile) Zeit gedeckt bleiben kann. Eine spontane Abszessperforation kann in späterer Folge zur ausgedehnten Peritonitis führen. Beim Caecum mobile verklebt zwar das Mesozäkum flächenhaft von der Radix mesenterii zum Zäkum hin, das Verwachsen des Peritoneum viscerale des Zäkums mit dem Peritoneum parietale bleibt aber aus. Daher entsteht ebenfalls ein allerdings kleinerer Recessus retrocaecalis. Verkleben im Laufe der Embryonalentwicklung sowohl das Mesozäkum als auch das Peritoneum viscerale des Zäkums flächenhaft mit dem Peritoneum parietale, entsteht mit dem 7 Caecum fixum die sekundär retroperitoneale Lage des Zäkums. Dabei wird kein Recessus retrocaecalis ausgebildet. Ebenfalls sekundär retroperitoneal liegen Colon ascendens und Colon descendens, da sowohl ihre Mesos als auch das den Darm umhüllende Peritoneum viscerale flächenhaft mit dem Peritoneum parietale verwachsen. Das 7 Mesocolon ascendens bildet eine in etwa dreieckige Verwachsungsfläche, die von der rechten Seite der Radix mesenterii, dem mesenterialen Rand des Colon ascendens und der Radix des Mesocolon transversum begrenzt wird. Das 7 Mesocolon descendens verwächst von der Gefäßachse, d. h. von der A. mesenterica inferior, nach lateral zum mesenterialen Rand des Colon descendens. So verbleibt zwischen der Radix mesenterii und dem Mesocolon descendens eine dreieckige Fläche, die nach Abschluss der Entwicklung noch von primärem Peritoneum parietale ausgekleidet wird. Analog entstehen die rechte und die linke parakolische Rinne, die lateral des auf- und absteigenden Kolons lokalisiert sind. Das 7 Mesocolon sigmoideum weist wiederum eine kurze Radix an variabler Stelle links im Bereich der Linea terminalis auf. Sie überbrückt dabei den Eintritt des linken Ureters in das kleine Becken und enthält die sigmoidalen Gefäße. Im Verlauf der Radix des Mesocolon sigmoideum bildet sich an der Kreuzungsstelle mit dem linken Ureter in variabler Weise der Recessus intersigmoidalis aus [13]. Er stellt die häufigste Lokalisation bei Divertikulitis, perforierendem Kolonkarzinom oder Morbus Crohn dar (. Abb. 15). Eine spontane Abszessperforation kann in späterer Folge zur ausgedehnten Peritonitis führen 7 Caecum fixum 7 Mesocolon ascendens 7 Mesocolon descendens 7 Mesocolon sigmoideum Tela subserosa Die Leber ist von einer bindegewebigen Kapsel, der so genannten 7 Glisson-Kapsel, umgeben. Dabei handelt es sich um eine Ausstülpung des Peritoneums außerhalb der Area nuda im Bereich des Zwerchfells. Sie zieht als Septum zur Leber. Der Teil der Glisson-Kapsel, welcher das intrahepa- 7 Glisson-Kapsel Der Radiologe

10 Abb Axiale kontrastmittelverstärkte CT, akute schwere Pankreatitis (Stern) mit Ausdehnung der Exsudate zur ventralen Bauchwand (Pfeilspitzen) durch das entzündete Lig. hepatoduodenale und entlang des Lig. falciforme (dünner Pfeil), so genanntes Cullen-Zeichen 7 Cullen-Zeichen tische Pfortadersystem umgibt, wird als Glisson-Hülle bezeichnet. Die Glisson-Kapsel steht über dem Lig. gastrohepaticum und dem Lig. hepatoduodenale in direkter Verbindung zur Tela subserosa (. Abb. 4). Die Tela subserosa ist eine Bindegewebeschicht unter der Serosa, z. T. fest mit ihr verwachsen, z. T. aber auch nur locker an sie gebunden. Die anatomische Kontinuität der Tela subserosa ermöglicht die Ausbreitung von Erkrankungen nicht nur zwischen den intraperitonealen Strukturen, sondern auch zwischen intra- und extraperitonealen Anteilen. Als klinisch bekanntes Beispiel ist das so genannte 7 Cullen-Zeichen zu erwähnen, bei welchem es sich um das Ergebnis einer subserösen Entzündungsausbreitung handelt. Dieses Phänomen kommt u. a. auch bei akuter schwerer Pankreatitis [7] vor und ist charakterisiert durch eine Ausdehnung der Exsudate zur ventralen Bauchwand durch das entzündete Lig. hepatoduodenale und entlang des Lig. falciforme (. Abb. 16). Auch freie Luft, Entzündungen, Tumoren oder proliferative Erkrankungen können sich entlang der Subserosa ausdehnen. Beckenhöhle 7 Fossa supravesicalis 7 Recessus rectovesicalis Der Douglas-Raum ist der tiefste Punkt im weiblichen Becken Zu den Adnexen zählen das Lig. latum uteri, die Eileiter und die Ovarien 7 Corpus intrapelvinum 7 Plica umbilicalis Lateral der Harnblase bildet das Peritoneum auf jeder Seite eine Grube, die 7 Fossa supravesicalis. Der tiefste Teil der Peritonealhöhle liegt hinter der Blase [1] und bildet beim Mann den 7 Recessus rectovesicalis. Bei Frauen teilt der Uterus diese tiefe Senke in den anterior gelegenen Recessus vesicouterinus und den Recessus rectouterinus. Der tiefste Anteil des Recessus rectouterinus wird auch als Douglas-Raum bezeichnet (. Abb. 17, 18). Dieser auch cul de sac genannte Raum wird vorne von breiten Ligamenten sowie dem Uterus gehalten und ist der tiefste Punkt im weiblichen Becken. Bei Patienten in Rückenlage sammeln sich Flüssigkeiten in den tiefen Räumen, wo sie mittels bildgebender Verfahren detektierbar sind. Vice versa können sich größere Flüssigkeitsansammlungen im Becken nach kranial bis zur parakolischen Rinne in den subhepatischen und subphrenischen Raum ausbreiten. Seitlich des Uterus bilden sich die so genannten Adnexe aus. Dazu zählt man das Lig. latum uteri, die Eileiter und die Ovarien (. Abb. 18). Das aus Peritoneum gebildete Lig. latum uteri wird in eine Mesosalpinx (Meso des Eileiters), ein Mesovar (Meso des Eierstocks) und ein Mesometrium (Meso des Uterus) unterteilt. Bedeckt vom Peritoneum des Mesometriums bildet sich eine gefäßtragende Fett- und Bindegewebeschicht, das Parametrium aus. Es gehört zusammen mit vergleichbaren Strukturen seitlich der Harnblase (Parazystium), der Vagina (Parakolpium) und des Rektums (Paraproktium) zum so genannten 7 Corpus intrapelvinum, der bis zur Fascia diaphragmatis pelvis superior und somit bis zur Oberseite des Beckenbodens reicht. Alle eben genannten Gebilde können bei neoplastischen sowie infektiösen Geschehen beteiligt sein [18]. Beide Ligg. teres uteri dienen als vordere Aufhängung des Uterus und führen die Lymphgefäße mit sich. Sie treten lateral der Vasa epigastrica inferiora durch den inneren Leistenring in den Leistenkanal ein, verlaufen durch diesen und setzen an den Labia majora an (. Abb. 19). Das Lig. umbilicale medianum liegt in der Mittellinie und formt eine peritoneale Falte, die 7 Plica umbilicalis mediana 552 Der Radiologe

11 CME Abb MRT, sagittale T2-TSE-Sequenz, im Bereich des kleinen weiblichen Beckens große zystische Raumforderung (Zy) im rektouterinen Pouch (Douglas-Raum), U Uterus, HB Harnblase Abb MRT des kleinen weiblichen Beckens, koronare STIR-Sequenz, U Uterus, HB Harnblase, Pfeil Ligg. lata beidseits Abb MRT des kleinen weiblichen Beckens, T2-TSE-Sequenz bei Patientin mit Nierentransplantat (NTX), Pfeile nach ventral und lateral zu den tiefen epigastrischen Gefäßen verlaufende und sich in den Inguinalkanal fortsetzende und an den Labia majora ansetzende Ligg. rotunda, Stern Harnblase, R Rektum, Blume multiseptierte Lymphozele im Cavum Douglasi Abb Axiale kontrastmittelverstärkte CT mit deutlich verdicktem, Kontrastmittel aufnehmendem Lig. umbilicale mediane bei Patientin mit entzündetem Urachusrest (Pfeil) Abb Axiale kontrastmittelverstärkte CT mit ausgedehnter Aortenruptur mit freier Flüssigkeit nicht nur im Retroperitoneum (Pfeilspitzen), sondern auch intraperitoneal (Pfeile) über dem obliterierten Urachus (. Abb. 20). Lateral davon verläuft in der Plica umbilicalis medialis die obliterierte A. umbilicalis zum Nabel. Eine weiter lateral gelegene dritte Falte, die Plica umbilicalis lateralis, führt die A. und V. epigastrica inferior. Dieses Gefäß bildet die Grenze zwischen den Fossae inguinalis medialis und lateralis, die als innere Bruchpforten für Leistenhernien dienen können. Bezüge des Peritoneums zum Retroperitoneum Das Retroperitoneum reicht nach kranial ans Diaphragma, nach kaudal an die Linea terminalis des kleinen Beckens, nach ventral bis an das primäre Peritoneum parietale und nach dorsal bis an die Fascia abdominis interna. Es hat Verbindung zu intraabdominalen Organen entlang der über die Mesos zu den intraabdominalen Organen gelangenden Gefäße und Nerven sowie breiter basiert im Bereich sekundär retroperitoneal gelegener Organe, wie Pankreas, großen Teilen des Duodenums, Colon ascendens und descendens. Ausgedehnte retroperitoneale Prozesse (z. B. Hämatom bei Aortenruptur) können sich dadurch in die Peritonealhöhle ausbreiten ([3],. Abb. 21). Ausgedehnte retroperitoneale Prozesse können sich in die Peritonealhöhle ausbreiten Der Radiologe

12 Fazit Die anatomischen Verhältnisse und Kompartimente des Peritoneums sind durch den Einsatz der modernen Bildgebungsmodalitäten, v. a. bei Vorhandensein intraperitonealer Flüssigkeit, gut dargestellt. Die Morphologie, die Lokalisation und das Ausbreitungsmuster der peritonealen Erkrankungen sind dadurch einfach und klar erkennbar. Eine solide Kenntnis der anatomischen Verhältnisse mit den peritonealen Ligamenten und Falten in den verschiedenen Bildgebungsmodalitäten hilft bei der Differenzialdiagnose abdominaler Erkrankungen und ermöglicht oft eine definitive Diagnosestellung. Korrespondenzadresse Univ. Doz. Dr. A. Ba-Ssalamah Universitätsklinik für Radiodiagnostik, Medizinische Universität Wien, Währinger Gürtel 18-20, A-1090 Wien Österreich Interessenkonflikt. Der korrespondierende Autor gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. Literatur 1. Auh YH, Rubenstein WA, Markisz JA et al. (1986) Intraperitoneal paravesical spaces: CT delineation with US correlation. Radiology 159: Balfe DM, Mauro MA, Koehler RE et al. (1984) Gastrohepatic ligament: normal and pathologic CT anatomy. Radiology 150: Chang BB, Shah DM, Paty PS et al. (1990) Can the retroperitoneal approach be used for ruptured abdominal aortic aneurysms? J Vasc Surg 11: Chopra S, Dodd GD, 3rd, Chintapalli KN et al. (1999) Mesenteric, omental, and retroperitoneal edema in cirrhosis: frequency and spectrum of CT findings. Radiology 211: DeMeo JH, Fulcher AS, Austin RF Jr (1995) Anatomic CT demonstration of the peritoneal spaces, ligaments, and mesenteries: normal and pathologic processes. Radiographics 15: Dodds WJ, Foley WD, Lawson TL et al. (1985) Anatomy and imaging of the lesser peritoneal sac. AJR Am J Roentgenol 144: Fujiwara T, Takehara Y, Ichijo K et al. (1995) Anterior extension of acute pancreatitis: CT findings. J Comput Assist Tomogr 19: Hamrick-Turner JE, Chiechi MV, Abbitt PL et al. (1992) Neoplastic and inflammatory processes of the peritoneum, omentum, and mesentery: diagnosis with CT. Radiographics 12: Healy JC, Reznek RH (1998) The peritoneum, mesenteries and omenta: normal anatomy and pathological processes. Eur Radiol 8: Kim S, Kim TU, Lee JW et al. (2007) The perihepatic space: comprehensive anatomy and CT features of pathologic conditions. Radiographics 27: Lucey BC, Stuhlfaut JW, Soto JA (2005) Mesenteric lymph nodes seen at imaging: causes and significance. Radiographics 25: Meyers MA (1973) Distribution of intra-abdominal malignant seeding: dependency on dynamics of flow of ascitic fluid. Am J Roentgenol Radium Ther Nucl Med 119: Meyers MA (2000) Intraperitoneal spread of infections. In: Meyers MA (ed) Dynamic radiology of the abdomen, 5th edn. Springer, Berlin New York New York, pp Meyers MA, Oliphant M, Berne AS et al. (1987) The peritoneal ligaments and mesenteries: pathways of intraabdominal spread of disease. Radiology 163: Mirilas P, Skandalakis JE (2002) Benign anatomical mistakes: right and left coronary ligaments. Am Surg 68: Moore K (1982) The developing human: clinically oriented embryology, 3rd edn. Saunders, Philadelphia 17. Rubenstein WA, Auh YH, Whalen JP et al. (1983) The perihepatic spaces: computed tomographic and ultrasound imaging. Radiology 149: Saksouk FA, Johnson SC (2004) Recognition of the ovaries and ovarian origin of pelvic masses with CT. Radiographics [Suppl 1] 24: S Weinstein JB, Heiken JP, Lee JK et al. (1986) High resolution CT of the porta hepatis and hepatoduodenal ligament. Radiographics 6: Yoo E, Kim JH, Kim MJ et al. (2007) Greater and lesser omenta: normal anatomy and pathologic processes. Radiographics 27: Zhao Z, Liu S, Li Z et al. (2005) Sectional anatomy of the peritoneal reflections of the upper abdomen in the coronal plane. J Comput Assist Tomogr 29: D 554 Der Radiologe

13 CME-Fragebogen Bitte beachten Sie: F Antwortmöglichkeit nur online unter: CME.springer.de F Die Frage-Antwort-Kombinationen werden online individuell zusammengestellt. F Es ist immer nur eine Antwort möglich. CME Hinweis für Leser aus Österreich Gemäß dem Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) der Österreichischen Ärztekammer werden die auf CME.springer.de erworbenen CME-Punkte hierfür 1:1 als fachspezifische Fortbildung anerkannt. Während der Embryonalentwicklung kommt es durch Rotation des ventralen und dorsalen Mesenteriums gegen den Uhrzeigersinn zur Entstehung der abdominalen Ligamente. Welches Ligament entwickelt sich aus dem ventralen Mesenterium? Lig. phrenicocolium. Lig. gastrocolicum. Lig. gastrolienale. Lig. splenorenale. Lig. hepatoduodenale. Welche Aussage zum perisplenischen Raum trifft nicht zu? Er ist Teil des linken subphrenischen Raums. Er grenzt an den linken subhepatischen Raum. Er liegt supramesokolisch. Entlang des Lig. phrenicocolicum zirkuliert Aszites zwischen dem perisplenischen Raum und der linken parakolischen Rinne. Entzündliche und neoplastische Prozesse im perisplenischen Raum können ihren Ursprung in der Milz oder im Pankreasschwanz haben. In welchem Abschnitt der Bauchhöhle lassen sich beim Patienten in Rückenlage zuerst Flüssigkeitsansammlungen nachweisen? Gastrohepatischer Recessus. Inferiorer Recessus der Bursa omentalis. Hinterer rechter subhepatischer Raum (Fossa hepatorenalis). Rektouterine bzw. rektovesikale Tasche (Douglas-Raum). Intersigmoidaler Recessus Welche klinische Aussage zur Bursa omentalis trifft nicht zu? Eine isolierte Flüssigkeitsansammlung in der Bursa spricht für eine Pankreatitis. Ausgedehnte Flüssigkeitsansammlungen in der Bursa sind suspekt für ein Malignom. Über das Lig. hepatoduodenale können sich biliäre Neoplasien in die Bursa ausbreiten. Bei Leberzirrhose mit portaler Hypertension kann über portosystemische Kollateralgefäße im Lig. hepatogastricum ein auf die Bursa omentalis beschränkter Aszites auftreten. Über das Omentum minus als ventrale Wand der Bursa omentalis können sich Metastasen von Magen, Ösophagus und den Gallenwegen ausbreiten. Bei einem Patienten mit klinisch und laborchemisch akuter schwerer Pankreatitis werden im Rahmen der körperlichen Untersuchung Rötungen der ventralen Bauchwand festgestellt. Der Patient hatte zur Selbstbehandlung mehrfach eine Wärmflasche aufgelegt. Worum handelt es sich am ehesten? Viszerokutane Reaktion der entsprechenden Head-Zone. Lokale Hyperämie infolge externer Überwärmung. Subserös bis in die ventrale Bauchwand ausgebreitete Exsudate. Bauchwandthrombophlebitis infolge einer Gerinnungsstörung. Kein kausaler Zusammenhang zwischen Hautrötung und Pankreatitis. Welche Aussage zur Leberkapsel trifft nicht zu? Die Leber ist von einer bindegewebigen Kapsel (Glisson- Kapsel) umgeben. Die Leberkapsel bildet am Unterrand der Leber das Lig. triangulare dextrum. Die Leberkapsel wird aus einer Ausstülpung des Peritoneums gebildet. Die Glisson-Kapsel setzt sich bis in den Leberhilus fort und umgibt das intrahepatische Pfortadersystem. Die Glisson-Kapsel ist über das Lig. gastrohepaticum und das Lig. hepatoduodenale mit dem subperitonealen Raum verbunden. Welche Aussage zum Mesenterium trifft nicht zu? Es kann im CT durch seine fettreiche Konsistenz und die zugehörigen Gefäße gut identifiziert werden. Es führt Gefäße und Nerven vom Retroperitoneum zum Dünndarm. Das obere jejunale Drittel des Mesenteriums liegt supramesokolisch, die übrigen Abschnitte inframesokolisch. Es verläuft vom linken oberen zum rechten unteren Quadranten. Die mesenterialen Lymphknoten sind in 3 Gruppen eingeteilt. Welche klinisch-radiologische Aussage zum Omentum majus trifft nicht zu? Es besteht ontogenetisch aus 4 peritonealen Blättern und ist daher für entzündliche und neoplastische Prozesse prädestiniert. Es fixiert das Colon transversum am Retroperitoneum, entzündliche Prozesse des Pankreas breiten sich via Omentum majus auf das Colon transversum aus und vice versa. Es überdeckt die unteren Abdominalorgane wie eine Schürze. Konfluierende Raumforderungen im Omentum majus sind im CT abgrenzbar und werden als omental cake bezeichnet. Das Lig. gastrocolicum bildet den oberen Teil des Omentum majus und kann im axialen CT vor dem Dünndarm lokalisiert werden. Bei Erkrankungen welches Organs ist die Bursa omentalis oft mitbetroffen? Gallenblase. Leber. Pankreas. Milz. Ösophagus. D Mitmachen, weiterbilden und CME-Punkte sichern durch die Beantwortung der Fragen im Internet unter CME.springer.de Der Radiologe

14 Wie ist die anatomische Anordnung der Gefäße im Lig. hepatoduodenale von ventral nach dorsal? Ductus choledochus, A. hepatica, V. portae. A. hepatica, V. portae, Ductus choledochus. o V. portae, A. hepatica, Ductus choledochus. Ductus choledochus, V. portae, A. hepatica. o V. portae, Ductus choledochus, A. hepatica. Diese Fortbildungseinheit ist 12 Monate auf CME.springer. de verfügbar. Den genauen Einsendeschluss erfahren Sie unter CME.springer.de

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