Dr. v. Ehrenwall sche Klinik
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- Victor Wagner
- vor 8 Jahren
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1 ICD 10: somatoforme autonome Funktionsstörung des cardiovasculären Systems F45.30 die cardiale Dysfunktion steht vor der Angst Herzangststörung (=Herzangstneurose) das Objekt der Ängste ist nicht mehr ein Teil der Außenwelt, sondern ein Teil der körperlichen Innenwelt Angststörung irgendwo zwischen Phobie und Panik Angst vor Herzinfarkt, -Herztod ängstliche Überbewertung aller herzbezogenen Körpererscheinungen (Rhythmus, Extrasystolen, Stärke des Herzschlages) Dr. von Ehrenwall sche Klinik 1
2 F45.30 Herzphobiker panikartige Angstanfälle Herzhypochonder ständige Sorge, Befürchtungen um das Herz Dr. von Ehrenwall sche Klinik 2
3 F45.30 Epidemiologie Keine verlässlichen Daten Herzphobie (panikartig) > Herzangst (hypochondrisch) > (ca Lebensjahrzehnt) Dr. von Ehrenwall sche Klinik 3
4 F45.30 Psychodynamik Unbewusste ambivalente Trennungswünsche Hass / Liebe Gefühlsambivalenz Vermehrt Einzel- und jüngste Kinder Trennung von der Mutter fällt schwer Verwöhnung und Aggressivität verhindert innere Abhängigkeit Autonomie Selbstständigkeit Auslöser: wahres oder phantasiertes Verlassen-/Alleingelassenwerden Trennung, Verlust im Umfeld Herztod im Bekanntenkreis Dr. von Ehrenwall sche Klinik 4
5 F45.30 Abb. 3 8, S. 128 Fehlverarbeitung enteroaptiver Reizwahrnehmung normales Herzklopfen bei körperlicher Belastung wird zum angstauslösenden Signal, führt zur Vermeidung Cognitive-emotionale Fehlverarbeitung von körpereigenen Signalen (wie bei der hypochondrischen Störung) Dr. von Ehrenwall sche Klinik 5
6 F45.30 Cave: Typ A iatrogene Fixierung Minibefunde, Scheinerklärungen, ständig neue Untersuchungen Depressiv anklammernd Konzentration auf Symptomatik Phobisch Typ B verleugnende Aktivität Flucht in Gesundheit Sport! Leistung! hypochondrisch Dr. von Ehrenwall sche Klinik 6
7 ICD 10: hypochondrische Störung F45.2 neurotische Störung mit ausgeprägter Selbstbeobachtung des eigenen Körpers und starke Krankheitsfurcht Im ICD 10 nicht als Angststörung sondern als somatoform Besser nur als Adjektiv, nicht als Störungseinheit Dr. von Ehrenwall sche Klinik 7
8 F45.2 Symptome: Intermittierende oder chronische Befürchtung, an einer oder mehreren Krankheiten zu leiden oder in Zukunft zu erkranken Anhaltende Beschäftigung damit Fehlinterpretation von körperlichen Empfindungen oder Normalbefunden (z. B. HF bei Belastung/Sport) Übersteigertes Interesse an Gesundheitsfragen Krankheitsverhalten Unbewusste Neigung durch Krankheiten Gewinn zu erlangen (z. B. Zuwendung, Zeit des Arztes, versorgt werden) Dr. von Ehrenwall sche Klinik 8
9 F45.2 Epidemiologie und Verlauf Ca % der Patienten in Praxen transient chronisch gute Prognose schlechte Prognose Leicht bis hin zu schweren psychopathologischen Veränderungen Dr. von Ehrenwall sche Klinik 9
10 F45.2 Psychodynamik und Pathogenese 1. Fehlsteuerung der Selbstbeobachtung Abb.3-9 S.132 H/H emotional-cognitive Fehlinterpretation von Körperphänomenen Missempfindung = Krankheit 2. Ersatz sozialer Beziehungen durch Hinwendung zum eigenen Körper Narzissmustheorie ausschließlich Interesse an sich selbst soziale Verarmung / Rückzug 3. Bindung diffuser unerträglicher Angst unbewusste Bedrohung durch Schicksalsschläge / Tod gerichtete Angst Sicherheit der Krankheit 4. Das innere Schlechte (der morsche Kern)... als Strafe für malignes Introjekt strukturelle Schwäche, geringe Selbstsicherheit Dr. von Ehrenwall sche Klinik 10
11 F45.2 Arzt Patient Beziehung Ernst nehmen Keine Verstärkung durch Beruhigungsverhalten Arzt als Schutzfigur führt zur Abhängigkeit des Patienten vom Beschützer Enge Zusammenarbeit zwischen Somatiker und Psychotherapeut Dr. von Ehrenwall sche Klinik 11
12 Therapie Entspannungsverfahren (AT Autogenes Training, PMR Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) Copingstrategien Selbstwirksamkeit Dr. von Ehrenwall sche Klinik 12
13 Therapie Verhaltenstherapie Abbau von Rückversicherungsverhalten z. B. Selbstbewältigung von Ängsten Erarbeitung eines realistischen Gesundheitsbegriffs gesunder Körper keinerlei Beschwerden Provokation körperlicher Beschwerden z. B. Drehstuhl, Hyperventilation Abbau von Schon- und Vermeidungsverhalten Zielhierarchie und Aufbautraining (Symptome ) Exposition an angstauslösende Reize Dr. von Ehrenwall sche Klinik 13
14 Therapie Verhaltenstherapie Umgang mit katastrophiesierenden Bewertungen cognitive Unstrukturierung genaue Exploration der dysfunktionalen Cognition Glaubwürdigkeit überprüfen pro/contra erneute Einschätzung Emotionsregulation Förderung der bewussteren Wahrnehmung von Gefühlen Einschätzen von Befindlichkeiten Training sozialer Kompetenz adäquate Kommunikation Aufbau eines sozialen Netzwerkes Rollenspiele Dr. von Ehrenwall sche Klinik 14
15 Therapie Verhaltenstherapie Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens cognitive Strategien zur Selbstwertsteigerung positives Körpererleben, Aktivierung, Bewegung Berufliche Reintegration cave hohes Chronifizierungsrisiko Rückfallprophylaxe zeitkontingierte Arztbesuche Lebensführung Dr. von Ehrenwall sche Klinik 15
16 Therapie Psychodynamische Therapieelemente Strukturniveau 1. Relativ reif: somatoform, nicht chronifiziert teils bewusstes Konflikterleben dysfunktionale emotionale Verarbeitung Verstärkung der Somatisierung Klärung der Beziehung zwischen aktuellem emotionalen Zustand und körperlichen Beschwerden Dr. von Ehrenwall sche Klinik 16
17 Therapie Psychodynamische Therapieelemente Strukturniveau 1. Relativ reif 2. Neurotisch: Konflikt + auslösendes Ereignis Beleuchtung der Konflikte 3. Persönlichkeitsstörung: niedriges Funktionsniveau frühkindliche Entwicklungsstörung Bearbeitung/Deutung unbewusster Inhalte Dr. von Ehrenwall sche Klinik 17
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Angststörungen im Kindes- und Jugendalter Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Universität Göttingen Angststörungen mit Beginn im Kindesalter Emotionale Störungen des Kindesalters (F93) - Emotionale
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Inhalt Dank 13 Einleitung 15 Ängste in Kindheit und Jugend 15 Angststörungen in Kindheit und Jugend 16 Diagnose nach neurosepsychologischen Aspekten und nach der ICD-10 18 1. Kapitel: Die Angsttheorien
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Definition von Angst Angst ist ein unangenehmes Bedrohungsgefühl und zählt zu den primären Emotionen (angeborene Reaktionsmuster). Furcht Freude Trauer Überraschung Ekel Wut Primäre Emotionen Funktionen
Angst Ängste Angststörungen
Dr. med. Dipl.Psych. Renate Weidle Christophstr. 15 Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin 73033 Göppingen Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Tel. 07161/9163951 Angst Ängste Angststörungen
ICD-10: 6 Monate Anspannung + Besorgnis (alltägliche Ereignisse), 4 vegetative Symptome, keine Panik-, phobische, Zwangs-, hypochondrische Störung.
Generalisierte Angststörung Eckdaten: Lebenszeitprävalenz: 5 %, mehr Frauen, Beginn Adoleszenz und Ende 30-jährig, oft in Hausarztpraxen, schwere, chronische Störung, späte Therapie (nach durchschn. 10
Kognitive Ebene: Einengung der Wahrnehmung auf gefahrenrelevante Reize, Einengung des Denkens, selektives Lernen und Erinnern.
Angststörungen Angst stellt für den Menschen eine sehr wichtige Emotion dar. Denn Angst wirkt aktivierend in Situationen in denen eine Gefahr droht, unsere Ziele gefährdet sind oder unser Selbst bedroht
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