KOMPETENZEN & ANFORDERUNGSANALYSE
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- Rolf Simon Waldfogel
- vor 8 Jahren
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1 KOMPETENZEN & ANFORDERUNGSANALYSE Prof. Dr. Türkan Ayan (Projektleitung) Dr. Eva Müller (stellv. Projektleitung) Seite 1
2 Qualifikation vs. Kompetenz Qualifikationen ermöglichen die Verwertung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die z.b. durch Ausbildung erworben wurden und in Form von Nachweisen die Voraussetzung für eine bestimmte (berufliche) Tätigkeit bilden. Kompetenz befähigt einen Menschen zu selbstverantwortlichem Handeln und bezeichnet den tatsächlich erreichten Lernerfolg. Quelle: Gessler, 2010, S. 46. Seite 2
3 Aufgabe Welche Kompetenzen kennen Sie? Wie würden Sie diese systematisieren? Seite 3
4 Erweiterung des Kompetenzbegriffes Situation: Ihr Mitarbeiter hat an einem Lehrgang zum Thema Projektmanagement teilgenommen. Frage: Woran würden Sie erkennen, dass er durch die Teilnahme Kompetenzen erworben hat? Frage: Gibt es aus Ihrer Sicht neben dem Faktor Können weitere Faktoren, die mit Blick auf die Kompetenz zu beachten sind? Seite 4
5 Kompetenzmodell Welche Bereiche tangiert es? Personalauswahl Laufbahn- & Karriereplanung Werteorientierung des Unternehmens Feedback Training / Coaching Quelle: Gessler, 2010, S. 45. Seite 5
6 Kompetenzmodell Der Nutzen Ein Kompetenzmodell initiiert den Diskurs über Kompetenzen im Unternehmen und modelliert die Auswahl, Evaluierung, Entwicklung, Bilanzierung und Normierung von Kompetenzen. Quelle: Gessler, 2010, S. 45. Seite 6
7 Praxisbeispiele DQR Deutscher Qualifikationsrahmen: ProfilPASS: Seite 7
8 Anforderungsprofile und Anforderungsanalyse Eine Anforderungsanalyse hat das Ziel zu klären, über welche Merkmale ein zukünftiger Mitarbeiter verfügen muss. Die Anforderungsanalyse legt die Grundlage für das gesamte weitere Auswahlverfahren, denn erst durch sie wird deutlich, welche Merkmale für den Berufserfolg relevant sind und daher im Zuge der Auswahlprozedur systematisch untersucht werden müssen. Quelle: Kanning, 2015, S. 32. Seite 8
9 Anforderungsanalyse Verfahren Intuitive Verfahren Arbeitsplatzanalytisch (siehe Exkurs) personenanalytisch Seite 9
10 Exkurs EXKURS Von der Anforderungsanalyse zum Grundentgelt Seite 10
11 Arbeitsbewertungsverfahren Definition Die Arbeitsbewertung ist ein Verfahren zur Untersuchung und zum bewertenden Vergleich von Anforderungen einer Stelle. Ergebnis der Arbeitsbewertung ist die Ermittlung eines sog. Arbeitswerts bzw. Arbeitsplatzwerts für jede Stelle. Quelle: Oechsler & Paul, 2015, S Seite 11
12 Arbeitsbewertungsverfahren Überblick Reihung Stufung Summarisch Bewertung der Gesamtanforderung als Ganzes Rangfolgeverfahren Alle Gesamtanforderungen werden als Ganzes verglichen und in eine Rangfolge gebracht Katalogverfahren/Lohngruppenmethode Alle Gesamtanforderungen werden als Ganzes mit Richtbeispielen verglichen und zugeordnet Analytisch Bewertung der Einzelkriterien der Gesamtanforderung und Bildung einer Wertsumme Rangreihenverfahren Die Einzelkriterien der Gesamtanforderungen werden verglichen und einer Rangreihe zugeordnet Wertzahlverfahren Die Einzelkriterien der Gesamtanforderungen werden nach einem gewichteten Schema (Wertzahlen) bewertet. Quelle: Oechsler & Paul, 2015, S Seite 12
13 Summarisch Katalogverfahren Definieren von Richtbeispielen für bestimmte Schwierigkeitsgrade Bildung und Abstufung von Entgeltgruppen gem. dieser Richtbeispiele Zuordnung der Arbeitsplätze zu adäquat erscheinenden Richtbeispielen und damit auch Zuordnung zu einer Lohngruppe Quelle: Oechsler & Paul, 2015, S. 373 f. Seite 13
14 Analytische Verfahren Grundlage: Genfer Schema 1. Geistige Anforderungen Fachkenntnisse, Ausbildung, Erfahrung, Denkfähigkeit 2. Körperliche Anforderungen Geschicklichkeit, Muskelbelastung, Belastung der Sinne und Nerven 3. Verantwortung Betriebsmittel und Produkte, Sicherheit und Gesundheit, Arbeitsablauf 4. Arbeitsbedingungen Temperatur, Nässe, Schmutz, Gase, Lärm, Beleuchtung, Lichtmangel, Unfallgefahr Seite 14
15 Probleme in der Praxis (1/2) Ressourcen- und Wirtschaftlichkeitsaspekte Zeit und Kosten (zahlreiche Akteure wirken an der Arbeitsbewertung mit) Organisatorischer und technologischer Wandel erfordern permanente Anpassung, Verwaltung und Weiterentwicklung Konflikte Unterschiedliche Interessenlagen der Akteure (Mitarbeiter, Betriebsrat, Gewerkschaft und Arbeitgeberverband) Quelle: Oechsler & Paul, 2015, S. 377 f. Seite 15
16 Probleme in der Praxis (2/2) Konzeptionelle Probleme Arbeitsbewertungen sind schnell veraltet (siehe Wirtschaftlichkeitsaspekte) Arbeitsbewertung basiert auf allgemeinen Formulierungen (sind damit überdauernder, aber auch vage) oder auf spezifischen Formulierungen (sind damit zwar präziser, aber schneller veraltet) Trennung zwischen Stelle und Stelleninhaber in der Praxis schwierig Quelle: Oechsler & Paul, 2015, S. 377 f. Seite 16
17 Quellenangaben Gessler, M. (2010). Das Kompetenzmodell. In: R. Bröckermann & M. Müller-Vorbrüggen (Hrsg.). Handbuch Personalentwicklung. Die Praxis der Personalbildung, Personalförderung und Arbeitsstrukturierung (3. Aufl.)Stuttgart: Schäffer-Poeschel, Kanning, U.-P. (2015). Personalauswahl zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Eine wirtschaftspsychologische Analyse. Berlin: Springer. Oechsler, W.A. & Paul, C. (2015). Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement (10. Aufl.). Berlin et al.: de Gruyter. Seite 17
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