3. Multinomiale Modelle

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "3. Multinomiale Modelle"

Transkript

1 3. Multinomiale Modelle 3.1. Schätzproblem 3.2. Standardmodell 3.3. Schätzverfahren 3.4. Interpretation der Parameter 3.5. Unabhängigkeit irrelevanter Alternativen (IIA 3.6. Modellerweiterungen 3.1. Schätzproblem Multinomiale Modelle stellen eine Erweiterung des binomialen Modells dar. Im Unterschied zu letzterem beziehen sich multinomiale Modelle auf mehr als zwei sich gegenseitig ausschliessende Alternativen, die zudem keine natürliche Rangordnung aufweisen. Bei den Alternativen kann es sich etwa um Transportmittel (z.b. Auto, Bus oder Bahn, Berufe, Erwerbszustände (beschäftigt, arbeitslos, erwerbsinaktiv, Studienrichtungen, Marken, politische Parteien, Portfolioantee und des weiteren mehr handeln. Die zu erklärende Variable setzt sich aus entweder einem Vektor von Kodierungen (1, 2, 3,... oder aus mehreren Dummy-Variablen zusammen, die für jede Beobachtung angeben, welche Alternative gewählt wurde. Im ersten Fall ist die Kodierung arbiträr und hat keine natürliche Ordnung, während im zweiten Fall die abhängige Variable eine Matrix ist, die gleich viele Spalten wie Alternativen aufweist. Infolge dessen ist OLS als Schätzverfahren entweder unangemessen (1. Fall oder nicht implementierbar (2. Fall. 1

2 3.2. Standardmodell Die Standardspezifikation des multinomialen Modells stellt eine Verallgemeinerung des Modells des stochastischen Nutzens (Kapitel dar, das sich nun auf Alternativen bezieht, das heisst, Daraus folgt U = v + u für j = 1,, y = 1 and y = 0, if U > U m j (Nutzenmaximierung im im Py [ = 1] = PU [ > U ] m j im = P[v + u > v + u ] m j im im = P[u u < v v ] m j im im = Fv ( v,..., v v,..., v v i1 im i wobei v v = α0 + γ ' z + γ ' s + β ' x j j j i = α0 + γ ' z + γ ' s + β ' x im m im m im m i v v = ( α α + γ '( z z + γ ' s γ ' s + ( β β ' x. im 0j 0m im j m im j m i Die letzte Gleichung zeigt, dass die relative Attraktivität (v v im zweier Alternativen j und m aus der Sicht des Entscheidungsträgers i abhängig ist von: - allgemein geteten, alternativspezifischen Präferenzen (α 0j α 0m, - Merkmalsunterschieden (z - z im, s - s im der Wahlalternativen aus der Sicht des Entscheidungsträgers i, - allgemein geteten Präferenzen (γ bezüglich der Alternativenmerkmalen (z, s, die womöglich nach Alternativen streuen (γ j, γ m, und - alternativspezifischen Präferenzen (β j, β m, die nach den Merkmalsprofen (x der Merkmalsträger variieren. Man merke, dass die Werte alternativenbezogener Variablen über die Alternativen hinweg streuen, während die Werte personenbeschreibender Variablen dies nicht tun. Ferner gt wie auch beim binomialen Modell, dass nur die Differenzen (α 0j - α 0m und (β j - β m und nicht die Einzelparameter identifiziert werden können, da eine unendliche Anzahl von Werten die gleiche Differenz bden kann. Bei multinomialen Modellen ist es deshalb nötig eine Bezugsalternative zu bestimmen, auf die sich solche Parameter stets beziehen. Die Wahl der Bezugsalternative ist in der Regel unerheblich. 2

3 Multinomiales Probit(MNP-Modell Das MNP-Modell unterstellt, dass die stochastischen Nutzenkomponenten u j -dimensional normalvertet sind mit Erwartungswert 0 und einer flexiblen Kovarianzmatrix Σ. Demzufolge sind die -1 Unterschiede der stochastischen Nutzenkomponenten (-1-dimensional normalvertet. u ~ N (0, Σ und F( = N ( v v,..., v v,..., v v 1 i1 im i Multinomiales Logit(MNL-Modell Das MNL-Modell unterstellt hingegen, dass die stochastischen Nutzenkomponenten u j (standard -dimensional unabhängige und gleich (i.i.d. Gumbel (G- bzw. extremwertvertet sind mit Erwartungswert 0 und einer Kovarianzmatrix σ 2 I. In diesem Fall sind die -1 Unterschiede der stochastischen Nutzenkomponenten (-1-dimensional logistisch vertet. u G 1 1 σ I F = =. exp ( v v exp v v 2 ~ (0,, ( ir ir r= 1 r= 1 Dies impliziert, dass 1 1 exp( v = = =. exp v v 1 exp v v exp( v ( + ( ir ir ir r= 1 r= 1 r= 1 r j Daran wird klar, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Entscheidungsträger i Alternative j wählt, von dem relativen Nutzen abhängt, den Alternative j dem Entscheidungsträger stiftet: e grösser der relative Nutzenbeitrag einer Alternative, desto wahrscheinlicher wird sie vom betreffenden Entscheidungsträger gewählt. Ferner zeigt die Formel für die Wahlwahrscheinlichkeit, dass 0 < < 1 und j = 1 = 1 ist. Ferner wird erkenntlich, dass alle Alternativen mit der gleichen Wahrscheinlichkeit 1/ gewählt werden, wenn alle Alternativen in den Augen des Betrachters gleich attraktiv (v = v ir für alle r j erscheinen. 3

4 3.3. Schätzverfahren Die Parameter des multinomialen Modells lassen sich mit dem ML-Verfahren schätzen. Bei stochastisch unabhängigen Beobachtungen (Zufallsstichprobe schreibt sich die Log-Likelihood-Funktion wie folgt: ln L( β; y, x y ln. N = i= 1 j= 1 Im Fall des MNP-Modells erfordert die Maximierung der Likelihood-Funktion die Auswertung eines -1-dimensionalen Integrals einer multivariaten Normaldichte, was eine rechnerisch sehr anspruchsvolle Aufgabe ist. Lange Zeit erwies sich eine solche Aufgabe bei > 3 als praktisch unlösbar. Doch in jüngerer Zeit sind Rechenverfahren entwickelt worden, die solche Aufgaben lösbar machen. Das MNL-Modell wird wesentlich häufiger gebraucht, da sich die Wahlwahrscheinlichkeiten in diesem Modellrahmen direkt berechnen lassen, was die Maximierung der Likelihood-Funktion stark vereinfacht. Zudem kann gezeigt werden, dass die Hesse-Matrix der Likelihood-Funktion negativ definit ist. Folglich ist die Likelihood-Funktion überall konkav, so dass ein eindeutiges Maximum existiert. Ferner sind die ML-Schätzungen konsistent, asymptotisch effizient und normalvertet, sofern das Modell korrekt spezifiziert ist Interpretation der Parameter e nachdem, ob eine erklärende Variable die Alternativen oder die Entscheidungsträger beschreibt, sind die Parameter des MNL-Modells unterschiedlich zu interpretieren Bedeutung der Vorzeichen Die Vorzeichen der Koeffizienten der alternativenbeschreibenden Variablen (z, s geben an, ob die alternativenbezogenen Attribute nutzenstiftend (+ oder nutzensenkend (- sind. Die Vorzeichen der Koeffizienten der personenbeschreibenden Variablen (x hingegen zeigen, ob ein personenbeschreibendes Attribut den Nutzen einer Alternative erhöhen (+ oder senken (-. Die zugehörigen Parameter lassen sich als Präferenzverschiebungen betrachten. 4

5 Einfluss der erklärenden Variablen auf die Wahlwahrscheinlichkeiten Absoluter Einfluss personenbezogene Attribute Der Einfluss einer marginalen Änderung des l-ten Attributs der Person i auf die Wahrscheinlichkeit, Alternative j zu wählen, beträgt v = = βjl ir βrl x v x r = 1. Demnach hängt die Stärke des Effekts vom Ausgangswert aller Wahlwahrscheinlichkeiten sowie von der Stärke des Einflusses des Attributs auf sämtliche Alternativen ab. Infolge dessen lässt das Vorzeichen von β jl nicht erkennen, in welche Richtung sich eine Erhöhung des individuellen Attributs x l auf die Wahlwahrscheinlichkeit auswirkt. Die Vorzeichen personenbezogener Attribute sind lediglich in Bezug auf den Nutzeneffekt eindeutig deutbar. alternativenbezogene Attribute Die Auswirkung einer marginalen Änderung des l-ten Attributs der Alternative j auf die Wahlwahrscheinlichkeit beträgt je nachdem v = = (1 γl z v z l l v oder = = (1 γ jl s v s l l Demnach hängt die Stärke des Effekts alleine vom Ausgangswert der gleichen Wahlwahrscheinlichkeit sowie vom Koeffizienten γ l des betreffenden Attributs ab. Das Vorzeichen von γ l zeigt die Richtung des Effekts an. Die Auswirkung einer marginalen Änderung des l-ten Attributs der Alternative m auf beträgt hingegen v = = imγl z v z iml iml bzw. v = = γ s v s iml iml im ml Demnach hängt die Stärke des Effekts von der Höhe der zwei betroffenen Wahlwahrscheinlichkeiten und vom Koeffizienten (γ l bzw. γ lm des l-ten Attributs in Bezug auf die m-te Alternative ab. Das Vorzeichen von γ l bestimmt die Einflussrichtung. Relativer Einfluss (Elastizitäten Die drei obigen Grenzwirkungen lassen sich in Elastizitäten überführen. 5

6 personenbezogene Attribute x = = x εx β jl ir rl β x r = 1 Der Ausdruck für die Elastizität zeigt, dass die relative Änderung der Wahrscheinlichkeit, eine gegebene Alternative j zu wählen, infolge einer relativen Veränderung der personenbeschreibenden Variablen x l je nach dem Wert von β jl nach Alternativen streut. Das bedeutet, dass eine relative Veränderung personenbezogener Attribute die Verhältnisse ( odds der Wahlwahrscheinlichkeiten untereinander verändert. alternativenbezogene Attribute Eigenelastizität zl ε = = (1 γ z l z z l l l sl bzw. ε = = (1 γ s l s s jl l l Kreuzelastizität ε z = = γ z iml ziml im l iml ziml bzw. ε s = = γ s iml siml im ml iml siml Demnach ist die Kreuzelastizität für alle Alternativen j m identisch. M.a.W.: Eine relative Veränderung des l-ten Attributs der Alternative m hat den gleichen relativen Effekt auf die Wahlwahrscheinlichkeiten sämtlicher anderer Alternativen. Infolge dessen bleiben die Verhältnisse der Wahlwahrscheinlichkeiten untereinander unverändert. Dies impliziert zugleich, dass die Alternative gleichermassen Substitute sind. Es besteht also kein Substitutionsgefälle zwischen den Alternativen Auswirkung auf die relativen Wahlwahrscheinlichkeiten (Odds Die Parameter können auch dazu verwendet werden, um die Auswirkung einer diskreten Veränderung der erklärenden Variablen auf die relativen Wahlwahrscheinlichkeiten ( odds einer Person i in Bezug auf zwei Alternativen j und m im exp(v = for j m exp(v im zu berechnen. 6

7 personenbezogene Attribute Die faktorproportionale Veränderung der relativen Wahlwahrscheinlichkeiten infolge einer diskreten Veränderung Δ einer personenbeschreibenden Variablen x l berechnet sich wie folgt exp(v + β jlδx exp(v = exp ( βjl βml Δx exp(v + β Δx exp(v. im ml im Wenn m die Bezugsalternative bdet (β ml = 0, vereinfacht sich der obige Ausdruck auf exp(β jl Δx ; und wenn Δx = 1 ist, reduziert sich der Ausdruck auf exp(β jl - β ml. Wenn beides gt, beträgt die faktorproportionale Veränderung exp(β jl. In diesem Fall misst exp(β jl die proportionale Auswirkung einer Veränderung des Attributs x l des Entscheidungsträgers i um eine Einheit auf die relative Wahrscheinlichkeit, die Alternative j der gegebenen Bezugsalternative m vorzuziehen. alternativenbezogene Attribute Die faktorproportionale Auswirkung einer diskreten Veränderung Δ der alternativenbezogenen Variablen z l auf die relativen Wahlwahrscheinlichkeit zwischen zwei Alternativen j und m berechnet sich wie folgt: exp(v + γ lδz l exp(v = exp γl ( Δzl Δz iml exp(v + γδz exp(v. im l iml im Demnach verändert sich die relative Wahlwahrscheinlichkeit der zwei Alternativen nicht, wenn sich die alternativenbezogene Variable bei beiden Alternativen um den gleichen Betrag (Δz l = Δz iml verändert. Wenn der Nutzeneinfluss der alternativbezogenen Variablen alternativenspezifisch ist (d.h., γ jl γ ml, wandelt sich der obige Ausdruck zu exp(v + γ jlδs l exp(v = exp γ jlδsl γmlδs iml exp(v + γ Δs exp(v. im ml iml im Die Ausdrücke zeigen hinsichtlich der alternativenbezogenen Variablen: - exp(γ jl misst die faktorproportionale Auswirkung einer Veränderung des Wertes des l-ten Attributs der Alternative j um eine Einheit (Δs l = 1 auf die relativen Wahlwahrscheinlichkeiten zwischen Alternative j und einer beliebig anderen Alternative. Wenn γ jl = γ ml = γ l ist, gt das für zwei beliebige Alternativen. - Wenn sich die Attribute aller Alternativen um den gleichen Betrag verändern (Δz l = Δz iml = Δz, bleiben alle relativen Wahlwahrscheinlichkeiten unverändert, es sei denn, der Nutzeneffekt der Variablen streuen nach Alternativen (γ jl γ ml. 7

8 - Wenn sich die Attribute nur einer Alternative j verändern (Δz iml, Δs iml = 0 für alle m j, bleiben die relativen Wahlwahrscheinlichkeiten zwischen allen anderen Alternativen unverändert. Zieht man 1 von den obigen proportionalen Auswirkungen ab, erhält man die relativen Auswirkungen auf die relativen Wahlwahrscheinlichkeiten Aggregierter Einfluss Die bisher untersuchten Einflüsse beziehen sich auf die Einzelperson, was an dem Index i zu erkennen ist. Um aggregierte Effekte zu ermitteln, die für das gesamte Sample repräsentativ sind, gibt es wie beim binomialen Modell zwei Verfahren: Man kann entweder (i die obigen Effekte in Bezug auf die Mittelwerte aller erklärenden Variablen z, s und x berechnen oder (ii die Effekte für jede Beobachtung einzeln berechnen und dann die Einzeleffekte über alle Beobachtungen hinweg mitteln Unabhängigkeit irrelevanter Alternativen (IIA Definition Die Verwendung alternativbeschreibender Variablen (z, s im Rahmen des MNL-Modells impliziert, dass die relative Wahrscheinlichkeit, dass eine beliebige Alternative j einer beliebig anderen Alternative m vorgezogen wird, von der Präsenz oder Attraktivität anderer Alternativen ausser j und m unabhängig ist. Diese Eigenschaft wird independence of irrelevant alternatives (IIA genannt. Sie ergibt sich aus der unterstellten Unabhängigkeit der stochastischen Nutzenkomponenten und impliziert, dass alle Alternativen aus der Sicht der Entscheidungsträger gleich gute Substitute sind. Aus diesem Grund sollte die Anwendung des MNL-Modells auf Situationen begrenzt bleiben, in welchen überzeugend argumentiert werden kann, dass die Alternativen nach Berücksichtigung der alternativbeschreibenden Variablen (z, s etwa gleich unterschiedlich sind. Die Folgen von IIA sind: - einheitliche Kreuzelastizitäten über Alternativen hinweg und - konstant bleibende relative Wahlwahrscheinlichkeiten nach der Veränderung der Attribute einer gegebenen Wahlalternative. IIA bezieht sich nicht auf MNL-Modelle, die nur personenbeschreibende erklärende Variablen enthalten, da eine Veränderung solcher Variablen das Verhältnis der Wahlwahrscheinlichkeiten untereinander wohl verändert und von der Anzahl der vorhandenen Alternativen abhängt. 8

9 Auswirkung von IIA P(Auto P(Bus r P(Bus b 2 Alternatives 1/3 2/3-3 Alternatives (intuitiv 1/3 1/3 1/3 3 Alternatives (IIA 1/5 2/5 2/5 2 Alternatives (IIA Category 1 1/3 2/3 - Category 2 2/3 1/3 - Total 1/2 1/2-3 Alternatives (IIA Category 1 1/5 2/5 2/5 Category 2 2/4 1/4 1/4 Total 14/40 13/40 13/40 9

10 Test für IIA Die IIA-Eigenschaft betrifft die Spezifikation des MNL-Modells. Wenn die Eigenschaft in Wirklichkeit nicht zutrifft, ist das MNL-Modell fehlspezifiziert und die Parameterschätzungen inkonsistent. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass die Ergebnisse des MNL-Modells gegenüber Verletzungen der IIA- Eigenschaft relativ robust sind. Hausman und McFadden bieten einen Test der IIA-Eigenschaft an, der auf einem Hausman-Test aufbaut. Ein Hausman-Test besteht aus dem Vergleich zweier Parameterschätzungen, bei denen die eine sowohl bei der Nullhypothese (H 0 als auch bei der Gegenhypothese (H 1 und die andere nur bei der H 0 konsistent ist. Der IIA-Test beruht auf der Intuition, dass der Einschluss (unrestringiertes Modell einer oder mehrerer Alternativen zu inkonsistenten Parameterschätzungen und ihr Ausschluss (restringiertes Modell zu konsistenten Parameterschätzungen führen müsste, wenn diese Alternativen von den anderen Alternativen nicht stochastisch unabhängig sind. Der Test prüft, ob die Parameterschätzungen unter Einschluss und Ausschluss der Alternativen statistisch signifikant verschieden sind. Die Teststatistik H ist wie folgt definiert: ( ( 1 r u r u r u H = ˆ ˆ ' Var ˆ Var ˆ ˆ ˆ β β β β β β Es gt: H 0 : β r = β u (IIA annehmen H 1 : β r β u (IIA verwerfen H ist asymptotisch χ 2 -vertet mit so vielen Freiheitsgraden, wie beide Spezifikationen gemeinsame Parameter haben. Das restringierte Modell könnte weniger Parameter enthalten, da die maximale Zahl der alternativenspezifischen Konstanten (α 0j α 0m, der nicht generischen alternativenspezifischen Parameter (γ j, γ m und der personenbeschreibenden Parameter (β j - β m von der Anzahl der Wahlalternativen abhängt. Die Teststatistik bezieht sich nur auf die gemeinsamen Parameter der restringierten und unrestringierten Modelle. Die Kovarianzmatrix des restringierten Modells sollte grösser, da es weniger Information aus dem Sample berücksichtigt. 10

11 3.6. Modellerweiterungen Der Einschluss personenbeschreibender Variablen (x lockert die Restriktionen der IIA-Eigenschaft, da diese nur für Personen mit einheitlichen Merkmalsprofen gt. Einschneidendere Abhfen erfordern eine neue Modellspezifikation wie die folgenden. Multinomiales Probit(MNP-Modell Das MNP-Modell entsteht, wenn angenommen wird, dass die stochastische Nutzenkomponenten (u, j = 1,..., multivariat normalvertet sind mit Erwartungswert 0 und flexibler Kovarianzmatrix Σ. Im Unterschied zum MNL-Modell liefert das MNP-Modell keine direkt berechenbaren Ausdrücke ( closed form für die Wahlwahrscheinlichkeiten, sondern ein (-1-dimensionales Integral, dessen Maximierung eine rechnerisch sehr anspruchsvolle Aufgabe stellt, deren Lösung die Anwendung dafür geschaffener computerintensiver Methoden erfordert. Mixed-Logit(MXL-Modelle MXL-Modelle führen eine weitere stochastische Komponente (ε in die dem MNL-Modell zugrunde liegende Nutzenfunktion ein U = v + ε + u for j = 1,,, die allfällige unbeobachtete Heterogenität auffangen soll, die zu Korrelationen zwischen den alternativenspezifischen Nutzen führen. Es wird angenommen, dass die Werte des Vektors ε i für den Entscheidungsträger i einer allgemeinen Dichtefunktion f(ε i ; α mit konstanten Parametern α entstammen. Die Einführung von ε führt zum folgenden Ausdruck für die Wahrscheinlichkeit, dass Entscheidungsträger i Alternative j wählt = exp( v + ε. exp( v + ε r= 1 ir ir Um individuelle Wahlwahrscheinlichkeiten zu erhalten, die nur von den interessierenden Parameter der deterministischen Komponenten v der Nutzenfunktion abhängen, müssen die ε i s aus den Wahlwahrscheinlichkeiten herausgemittelt bzw. -integriert werden. Da Integration zu keinem direkt berechenbaren Ausdruck ( closed form führt, werden Zufallsstichproben aus der angenommenen Dichte von ε i statt dessen gezogen und anhand der obigen Formel Durchschnitte für die Wahlwahrscheinlichkeiten berechnet. α wird solange variiert, bis die Log-Likelihood-Funktion maximiert ist. Das Verfahren nennt sich simulierte Maximum-Likelihood und liefert konsistente und asymptotisch normale Schätzungen. 11

12 Nested-Logit-Modelle Genistete Logit-Modelle, auch hierarchische Modelle genannt, unterteen die Wahlalternativen in vermutet homogenere Untergruppen. Innerhalb der Untergruppen wird der unbeobachtbare Grad der Ähnlichkeit zwischen den Wahlalternativen als jewes homogen angesehen bzw. die IIA-Eigenschaft als erfüllt betrachtet Das genistete Modell liefert eine Hierarchie von Wahlalternativen. Die bedingte Wahrscheinlichkeit, dass der Entscheidungsträger i die j-te Alternative innerhalb der Untergruppe l wählt, gegeben Untergruppe l wurde bereits gewählt, lautet i, j l = exp( v l r = 1 i, j l exp( v i, j l Die unbedingte Wahrscheinlichkeit, dass der gleiche Entscheidungsträger die l-te Untergruppe wählt, ist = L exp( θ I s= 1 l exp( θ I s is, wobei I l v ir = ln exp r = 1 θ, l der sogenannte eingeschlossene Wert ( inclusive value, den Nutzen darstellt, den der Entscheidungsträger i durch die Wahl eine der l Alternativen aus der l-ten Untergruppe erwarten kann, und θ l den Grad der Heterogenität zwischen den Alternativen der l-ten Untergruppe misst. Die unbedingte Wahrscheinlichkeit, dass der Entscheidungsträger i die j-te Alternative in der l-ten Untergruppe wählt, beträgt nach den Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung =. l i, j l Die Grade der Homogenität innerhalb der L Untergruppe zusammen mit den Parameter der repräsentativen Nutzenkomponente v lassen sich mit dem ML- Verfahren schätzen. Wenn alle L Heterogenitätsmasse 1 betragen, wandelt sich das genistete Modell in das MNL-Modell, was auf die Gültigkeit der IIA- Eigenschaft in Bezug auf alle Elementaralternativen hinweist. 12

13 Empirisches Beispiel 13

14 14

15 Weiterführende Literatur CAMERON, A., P. TRIVEDI (2005, Microeconometrics Methods and Applications, Cambridge University Press, Cambridge (UK, Kapitel 15. GREENE, W. (2003, Econometric Analysis, 5 th edition, Prentice Hall, New ersey, Kapitel 21. WINKELMANN, R., S. BOES (2006, Analysis of Microdata, Springer, Berlin,, Kapitel 5. 15

Multinomiale logistische Regression

Multinomiale logistische Regression Multinomiale logistische Regression Die multinomiale logistische Regression dient zur Schätzung von Gruppenzugehörigkeiten bzw. einer entsprechenden Wahrscheinlichkeit hierfür, wobei als abhänginge Variable

Mehr

ε heteroskedastisch BINARY CHOICE MODELS Beispiele: Wahlentscheidung Kauf langlebiger Konsumgüter Arbeitslosigkeit Schätzung mit OLS?

ε heteroskedastisch BINARY CHOICE MODELS Beispiele: Wahlentscheidung Kauf langlebiger Konsumgüter Arbeitslosigkeit Schätzung mit OLS? BINARY CHOICE MODELS 1 mit Pr( Y = 1) = P Y = 0 mit Pr( Y = 0) = 1 P Beispiele: Wahlentscheidung Kauf langlebiger Konsumgüter Arbeitslosigkeit Schätzung mit OLS? Y i = X i β + ε i Probleme: Nonsense Predictions

Mehr

Binäre abhängige Variablen

Binäre abhängige Variablen Binäre abhängige Variablen Thushyanthan Baskaran [email protected] Alfred Weber Institut Ruprecht Karls Universität Heidelberg Einführung Oft wollen wir qualitative Variablen

Mehr

Kapitel 4: Binäre Regression

Kapitel 4: Binäre Regression Kapitel 4: Binäre Regression Steffen Unkel (basierend auf Folien von Nora Fenske) Statistik III für Nebenfachstudierende WS 2013/2014 4.1 Motivation Ausgangssituation Gegeben sind Daten (y i, x i1,...,

Mehr

8. Februar 2007. 5. Bei Unterschleif gilt die Klausur als nicht bestanden und es erfolgt eine Meldung an das Prüfungsamt.

8. Februar 2007. 5. Bei Unterschleif gilt die Klausur als nicht bestanden und es erfolgt eine Meldung an das Prüfungsamt. L. Fahrmeir, C. Belitz Department für Statistik Bitte für die Korrektur freilassen! Aufgabe 1 2 3 4 Punkte Klausur zur Vorlesung Statistik III für Studenten mit Wahlfach Statistik 8. Februar 2007 Hinweise:

Mehr

Fortgeschrittene Statistik Logistische Regression

Fortgeschrittene Statistik Logistische Regression Fortgeschrittene Statistik Logistische Regression O D D S, O D D S - R A T I O, L O G I T T R A N S F O R M A T I O N, I N T E R P R E T A T I O N V O N K O E F F I Z I E N T E N, L O G I S T I S C H E

Mehr

Kategoriale abhängige Variablen: Logit- und Probit -Modelle. Statistik II

Kategoriale abhängige Variablen: Logit- und Probit -Modelle. Statistik II Kategoriale abhängige Variablen: Logit- und Probit -Modelle Statistik II Wiederholung Literatur Annahmen und Annahmeverletzungen Funktionen Exponenten, Wurzeln usw. Das Problem Das binäre Logit-Modell

Mehr

Koeffizienten der Logitanalyse. Kurt Holm. Almo Statistik-System www.almo-statistik.de [email protected] [email protected]

Koeffizienten der Logitanalyse. Kurt Holm. Almo Statistik-System www.almo-statistik.de holm@almo-statistik.de kurt.holm@jku.at Koeffizienten der Logitanalyse Kurt Holm Almo Statistik-System www.almo-statistik.de [email protected] [email protected] 1 Kurt Holm Koeffizienten der Logitanalyse Eine häufig gestellte Frage lautet:

Mehr

Vergleich von KreditRisk+ und KreditMetrics II Seminar Portfoliokreditrisiko

Vergleich von KreditRisk+ und KreditMetrics II Seminar Portfoliokreditrisiko Vergleich von KreditRisk+ und KreditMetrics II Seminar Portfoliokreditrisiko Jan Jescow Stoehr Gliederung 1. Einführung / Grundlagen 1.1 Ziel 1.2 CreditRisk+ und CreditMetrics 2. Kreditportfolio 2.1 Konstruktion

Mehr

Diskriminanzanalyse Beispiel

Diskriminanzanalyse Beispiel Diskriminanzanalyse Ziel bei der Diskriminanzanalyse ist die Analyse von Gruppenunterschieden, d. h. der Untersuchung von zwei oder mehr Gruppen hinsichtlich einer Vielzahl von Variablen. Diese Methode

Mehr

Stochastische Eingangsprüfung, 17.05.2008

Stochastische Eingangsprüfung, 17.05.2008 Stochastische Eingangsprüfung, 17.5.8 Wir gehen stets von einem Wahrscheinlichkeitsraum (Ω, A, P) aus. Aufgabe 1 ( Punkte) Sei X : Ω [, ) eine integrierbare Zufallsvariable mit XdP = 1. Sei Q : A R, Q(A)

Mehr

Monte Carlo Methoden in Kreditrisiko-Management

Monte Carlo Methoden in Kreditrisiko-Management Monte Carlo Methoden in Kreditrisiko-Management P Kreditportfolio bestehend aus m Krediten; Verlustfunktion L = n i=1 L i; Die Verluste L i sind unabhängig bedingt durch einen Vektor Z von ökonomischen

Mehr

Kommentierter SPSS-Ausdruck zur logistischen Regression

Kommentierter SPSS-Ausdruck zur logistischen Regression Daten: POK V AG 3 (POKV_AG3_V07.SAV) Kommentierter SPSS-Ausdruck zur logistischen Regression Fragestellung: Welchen Einfluss hat die Fachnähe und das Geschlecht auf die interpersonale Attraktion einer

Mehr

Statistische Thermodynamik I Lösungen zur Serie 1

Statistische Thermodynamik I Lösungen zur Serie 1 Statistische Thermodynamik I Lösungen zur Serie Zufallsvariablen, Wahrscheinlichkeitsverteilungen 4. März 2. Zwei Lektoren lesen ein Buch. Lektor A findet 2 Druckfehler, Lektor B nur 5. Von den gefundenen

Mehr

2.Tutorium Generalisierte Regression

2.Tutorium Generalisierte Regression 2.Tutorium Generalisierte Regression - Binäre Regression - Moritz Berger: 04.11.2013 und 11.11.2013 Shuai Shao: 06.11.2013 und 13.11.2013 Institut für Statistik, LMU München 1 / 16 Gliederung 1 Erweiterte

Mehr

Einfache Modelle für Paneldaten. Statistik II

Einfache Modelle für Paneldaten. Statistik II Einfache Modelle für daten Statistik II Wiederholung Literatur daten Policy-Analyse II: Statistik II daten (1/18) Literatur Zum Nachlesen Einfache Modelle für daten Wooldridge ch. 13.1-13.4 (im Reader)

Mehr

Probeklausur Zeitreihenökonometrie (Sommersemester 2014) 1

Probeklausur Zeitreihenökonometrie (Sommersemester 2014) 1 Probeklausur Zeitreihenökonometrie (Sommersemester 2014) 1 Aufgabe 1: Betrachtet wird folgendes Modell zur Erklärung des Managergehalts salary durch den Umsatz sales, die Eigenkapitalrendite roe und die

Mehr

Untersuchungen zum Thema Tracking Error

Untersuchungen zum Thema Tracking Error Untersuchungen zum Thema Tracking Error J. Fulmek 24. August 2003 1 Einleitung Im Folgenden werden folgende Punkte untersucht: 1. verschiedene in der Literatur übliche Definitionen des Tracking Errors

Mehr

5. Schließende Statistik. 5.1. Einführung

5. Schließende Statistik. 5.1. Einführung 5. Schließende Statistik 5.1. Einführung Sollen auf der Basis von empirischen Untersuchungen (Daten) Erkenntnisse gewonnen und Entscheidungen gefällt werden, sind die Methoden der Statistik einzusetzen.

Mehr

Kategoriale abhängige Variablen:

Kategoriale abhängige Variablen: Kategoriale abhängige Variablen: Logit- und Probit -Modelle Statistik II Literatur Annahmen und Annahmeverletzungen Funktionen Exponenten, Wurzeln usw. Das Problem Das binäre Logit-Modell Statistik II

Mehr

Extremwertverteilungen

Extremwertverteilungen Seminar Statistik Institut für Stochastik 12. Februar 2009 Gliederung 1 Grenzwertwahrscheinlichkeiten 2 3 MDA Fréchet MDA Weibull MDA Gumbel 4 5 6 Darstellung von multivariaten, max-stabilen Verteilungsfunktionen

Mehr

Von der Untersuchungsfrage zu statistischen Hypothesen, und wie war das nochmal mit dem α- und

Von der Untersuchungsfrage zu statistischen Hypothesen, und wie war das nochmal mit dem α- und Von der Untersuchungsfrage zu statistischen Hypothesen, und wie war das nochmal mit dem α- und β-fehler? Sven Garbade Fakultät für Angewandte Psychologie SRH Hochschule Heidelberg [email protected]

Mehr

Einführung in die Geostatistik (7) Fred Hattermann (Vorlesung), [email protected] Michael Roers (Übung), roers@pik-potsdam.

Einführung in die Geostatistik (7) Fred Hattermann (Vorlesung), hattermann@pik-potsdam.de Michael Roers (Übung), roers@pik-potsdam. Einführung in die Geostatistik (7) Fred Hattermann (Vorlesung), [email protected] Michael Roers (Übung), [email protected] 1 Gliederung 7 Weitere Krigingverfahren 7.1 Simple-Kriging 7.2 Indikator-Kriging

Mehr

Klausur zur Vorlesung Multivariate Verfahren, SS 2006 6 Kreditpunkte, 90 min

Klausur zur Vorlesung Multivariate Verfahren, SS 2006 6 Kreditpunkte, 90 min Klausur, Multivariate Verfahren, SS 2006, 6 Kreditpunkte, 90 min 1 Prof. Dr. Fred Böker 08.08.2006 Klausur zur Vorlesung Multivariate Verfahren, SS 2006 6 Kreditpunkte, 90 min Gesamtpunkte: 39 Aufgabe

Mehr

Grundlagen der Inferenzstatistik: Was Ihnen nicht erspart bleibt!

Grundlagen der Inferenzstatistik: Was Ihnen nicht erspart bleibt! Grundlagen der Inferenzstatistik: Was Ihnen nicht erspart bleibt! 1 Einführung 2 Wahrscheinlichkeiten kurz gefasst 3 Zufallsvariablen und Verteilungen 4 Theoretische Verteilungen (Wahrscheinlichkeitsfunktion)

Mehr

Credit Risk+: Eine Einführung

Credit Risk+: Eine Einführung Credit Risk+: Eine Einführung Volkert Paulsen December 9, 2004 Abstract Credit Risk+ ist neben Credit Metrics ein verbreitetes Kreditrisikomodell, dessen Ursprung in der klassischen Risikotheorie liegt.

Mehr

Aufgabenstellung Aufgabe 1: Betrachten Sie das folgende ökonometrische Modell: y t = α + βx t + u t (1)

Aufgabenstellung Aufgabe 1: Betrachten Sie das folgende ökonometrische Modell: y t = α + βx t + u t (1) Klausur: Einführung in die Ökonometrie Prüfer: Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué Dr.Ludwigv.Auer Semester: WS 1999/00 Als Hilfsmittel sind zugelassen: nicht-programmierbarer Taschenrechner Diese Klausur besteht

Mehr

1 Statistische Grundlagen

1 Statistische Grundlagen Konzepte in Empirische Ökonomie 1 (Winter) Hier findest Du ein paar Tipps zu den Konzepten in Empirische 1. Wenn Du aber noch etwas Unterstützung kurz vor der Klausur brauchst, schreib uns eine kurze Email.

Mehr

9. Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz

9. Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz 9. Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz Dr. Antje Kiesel Institut für Angewandte Mathematik WS 2011/2012 Schätzen und Testen bei unbekannter Varianz Wenn wir die Standardabweichung σ nicht kennen,

Mehr

Statistik I für Wirtschaftswissenschaftler Klausur am 06.07.2007, 14.00 16.00.

Statistik I für Wirtschaftswissenschaftler Klausur am 06.07.2007, 14.00 16.00. 1 Statistik I für Wirtschaftswissenschaftler Klausur am 06.07.2007, 14.00 16.00. Bitte unbedingt beachten: a) Gewertet werden alle 9 gestellten Aufgaben. b) Lösungswege sind anzugeben. Die Angabe des Endergebnisses

Mehr

Abschlussklausur (60 Minuten), 15. Juli 2014

Abschlussklausur (60 Minuten), 15. Juli 2014 Prof. Dr. Amelie Wuppermann Volkswirtschaftliche Fakultät Universität München Sommersemester 2014 Empirische Ökonomie 1 Abschlussklausur (60 Minuten), 15. Juli 2014 Bearbeitungshinweise Die Bearbeitungszeit

Mehr

Kommentierte Musterlösung zur Klausur HM I für Naturwissenschaftler

Kommentierte Musterlösung zur Klausur HM I für Naturwissenschaftler Kommentierte Musterlösung zur Klausur HM I für Naturwissenschaftler Wintersemester 3/4 (.3.4). (a) Für z = + i und z = 3 4i berechne man z z und z z. Die Ergebnisse sind in kartesischer Form anzugeben.

Mehr

9.2. DER SATZ ÜBER IMPLIZITE FUNKTIONEN 83

9.2. DER SATZ ÜBER IMPLIZITE FUNKTIONEN 83 9.. DER SATZ ÜBER IMPLIZITE FUNKTIONEN 83 Die Grundfrage bei der Anwendung des Satzes über implizite Funktionen betrifft immer die folgende Situation: Wir haben eine Funktion f : V W und eine Stelle x

Mehr

Kapitel 15: Differentialgleichungen

Kapitel 15: Differentialgleichungen FernUNI Hagen WS 00/03 Kapitel 15: Differentialgleichungen Differentialgleichungen = Gleichungen die Beziehungen zwischen einer Funktion und mindestens einer ihrer Ableitungen herstellen. Kommen bei vielen

Mehr

Präsenzübungsaufgaben zur Vorlesung Elementare Sachversicherungsmathematik

Präsenzübungsaufgaben zur Vorlesung Elementare Sachversicherungsmathematik Präsenzübungsaufgaben zur Vorlesung Elementare Sachversicherungsmathematik Dozent: Volker Krätschmer Fakultät für Mathematik, Universität Duisburg-Essen, WS 2012/13 1. Präsenzübung Aufgabe T 1 Sei (Z 1,...,

Mehr

2. Gesundheitsfinanzierung

2. Gesundheitsfinanzierung 2. Gesundheitsfinanzierung Inhalte dieses Abschnitts 2.1 Grundmodell der Versicherung Versicherungsmotiv Optimale Versicherungsnachfrage Aktuarisch faire und unfaire Prämien 145 2.1 Grundmodell der Versicherung

Mehr

Kurs 00091: Finanzierungs- und entscheidungstheoretische Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre

Kurs 00091: Finanzierungs- und entscheidungstheoretische Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Kurs 00091, KE 4, 5 und 6, WS 2009/2010 1 Kurs 00091: Finanzierungs- und entscheidungstheoretische Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre Lösungshinweise zur Einsendearbeit

Mehr

Varianzanalyse ANOVA

Varianzanalyse ANOVA Varianzanalyse ANOVA Johannes Hain Lehrstuhl für Mathematik VIII Statistik 1/23 Einfaktorielle Varianzanalyse (ANOVA) Bisher war man lediglich in der Lage, mit dem t-test einen Mittelwertsvergleich für

Mehr

Rekursionen. Georg Anegg 25. November 2009. Methoden und Techniken an Beispielen erklärt

Rekursionen. Georg Anegg 25. November 2009. Methoden und Techniken an Beispielen erklärt Methoden und Techniken an Beispielen erklärt Georg Anegg 5. November 009 Beispiel. Die Folge {a n } sei wie folgt definiert (a, d, q R, q ): a 0 a, a n+ a n q + d (n 0) Man bestimme eine explizite Darstellung

Mehr

Multivariate Statistik

Multivariate Statistik Hermann Singer Multivariate Statistik 1 Auflage 15 Oktober 2012 Seite: 12 KAPITEL 1 FALLSTUDIEN Abbildung 12: Logistische Regression: Geschätzte Wahrscheinlichkeit für schlechte und gute Kredite (rot/blau)

Mehr

Conjoint Analyse. Ordnen Sie bitte die Objekte Ihren Präferenzen entsprechend in eine Rangreihe.

Conjoint Analyse. Ordnen Sie bitte die Objekte Ihren Präferenzen entsprechend in eine Rangreihe. Conjoint Analyse CONsidered JOINTly Conjoint Analyse Ordnen Sie bitte die Objekte Ihren Präferenzen entsprechend in eine Rangreihe. traditionelle auswahlbasierte Wählen Sie bitte aus den Alternativen,

Mehr

4. Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) Markowitz-Modell: Werkzeug zur optimalen Portfolio-Selection.

4. Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) Markowitz-Modell: Werkzeug zur optimalen Portfolio-Selection. 4. Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) The Tool is cool, but be leery of the Theory (Robert A. Haugen) Markowitz-Modell: Werkzeug zur optimalen Portfolio-Selection. CAPM: Theorie der Gleichgewichtspreise

Mehr

Bisher angenommen: jeder Spieler kennt alle Teile des Spiels. - Diskontfaktor des Verhandlungspartners

Bisher angenommen: jeder Spieler kennt alle Teile des Spiels. - Diskontfaktor des Verhandlungspartners 1 KAP 15. Spiele unter unvollständiger Information Bisher angenommen: jeder Spieler kennt alle Teile des Spiels seine Gegenspieler, deren Aktionen, deren Nutzen, seinen eigenen Nutzen etc. Oft kennt man

Mehr

Ausarbeitung des Seminarvortrags zum Thema

Ausarbeitung des Seminarvortrags zum Thema Ausarbeitung des Seminarvortrags zum Thema Anlagepreisbewegung zum Seminar Finanzmathematische Modelle und Simulationen bei Raphael Kruse und Prof. Dr. Wolf-Jürgen Beyn von Imke Meyer im W9/10 Anlagepreisbewegung

Mehr

Beurteilung der biometrischen Verhältnisse in einem Bestand. Dr. Richard Herrmann, Köln

Beurteilung der biometrischen Verhältnisse in einem Bestand. Dr. Richard Herrmann, Köln Beurteilung der biometrischen Verhältnisse in einem Bestand Dr. Richard Herrmann, Köln Beurteilung der biometrischen Verhältnisse in einem Bestand 1 Fragestellung Methoden.1 Vergleich der Anzahlen. Vergleich

Mehr

4. Wässrige Lösungen schwacher Säuren und Basen

4. Wässrige Lösungen schwacher Säuren und Basen 4. Wässrige Lösungen schwacher Säuren und Basen Ziel dieses Kapitels ist es, das Vorgehenskonzept zur Berechnung von ph-werten weiter zu entwickeln und ph-werte von wässrigen Lösungen einprotoniger, schwacher

Mehr

Black Jack - Kartenzählen

Black Jack - Kartenzählen Black Jack - Kartenzählen Michael Gabler 24.01.2012 Literatur: N. Richard Werthamer: Risk and Reward - The Science of Casino Blackjack, Springer Black Jack - Kartenzählen 1 Wie zähle ich Karten? Historisches

Mehr

Ein möglicher Unterrichtsgang

Ein möglicher Unterrichtsgang Ein möglicher Unterrichtsgang. Wiederholung: Bernoulli Experiment und Binomialverteilung Da der sichere Umgang mit der Binomialverteilung, auch der Umgang mit dem GTR und den Diagrammen, eine notwendige

Mehr

Dynamische Modelle. 1 Ökonomische Relevanz. 2 Ökonometrische Modelle. a) Statisches Modell und Differenzenbildung

Dynamische Modelle. 1 Ökonomische Relevanz. 2 Ökonometrische Modelle. a) Statisches Modell und Differenzenbildung Universität Ulm 89069 Ulm Germany Prof. Dr. Werner Smolny Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Institutsdirektor Sommersemester

Mehr

Das Dialogfeld für die Regressionsanalyse ("Lineare Regression") findet sich im Statistik- Menu unter "Regression"-"Linear":

Das Dialogfeld für die Regressionsanalyse (Lineare Regression) findet sich im Statistik- Menu unter Regression-Linear: Lineare Regression Das Dialogfeld für die Regressionsanalyse ("Lineare Regression") findet sich im Statistik- Menu unter "Regression"-"Linear": Im einfachsten Fall werden mehrere Prädiktoren (oder nur

Mehr

Entscheidungsanalyse unter Unsicherheit Entscheidungskriterien in ökonomischen Netzen

Entscheidungsanalyse unter Unsicherheit Entscheidungskriterien in ökonomischen Netzen Entscheidungsanalyse unter Unsicherheit Entscheidungskriterien in ökonomischen Netzen Referat von Guido RECKE Institut für Agrarökonomie der Georg-August-Universität Göttingen Platz der Göttinger Sieben

Mehr

1 Interaktion von zwei Dummyvariablen. 2 Interaktion einer Dummyvariablen mit einer kardinalskalierten Variablen

1 Interaktion von zwei Dummyvariablen. 2 Interaktion einer Dummyvariablen mit einer kardinalskalierten Variablen Modelle mit Interationsvariablen I Modelle mit Interationsvariablen II In der beim White-Test verwendeten Regressionsfuntion y = β 0 + β 1 x 1 + β 2 x 2 + β 3 x 2 1 + β 4 x 2 2 + β 5 x 1 x 2, ist anders

Mehr

Güte von Tests. die Wahrscheinlichkeit für den Fehler 2. Art bei der Testentscheidung, nämlich. falsch ist. Darauf haben wir bereits im Kapitel über

Güte von Tests. die Wahrscheinlichkeit für den Fehler 2. Art bei der Testentscheidung, nämlich. falsch ist. Darauf haben wir bereits im Kapitel über Güte von s Grundlegendes zum Konzept der Güte Ableitung der Gütefunktion des Gauss im Einstichprobenproblem Grafische Darstellung der Gütefunktionen des Gauss im Einstichprobenproblem Ableitung der Gütefunktion

Mehr

90-minütige Klausur Statistik für Studierende der Kommunikationswissenschaft

90-minütige Klausur Statistik für Studierende der Kommunikationswissenschaft Prof. Dr. Helmut Küchenhoff SS08 90-minütige Klausur Statistik für Studierende der Kommunikationswissenschaft am 22.7.2008 Anmerkungen Überprüfen Sie bitte sofort, ob Ihre Angabe vollständig ist. Sie sollte

Mehr

Einführung in die statistische Datenanalyse I

Einführung in die statistische Datenanalyse I Einführung in die statistische Datenanalyse I Inhaltsverzeichnis 1. EINFÜHRUNG IN THEORIEGELEITETES WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN 2 2. KRITIERIEN ZUR AUSWAHL STATISTISCH METHODISCHER VERFAHREN 2 3. UNIVARIATE

Mehr

Analyse bivariater Kontingenztafeln

Analyse bivariater Kontingenztafeln Analyse bivariater Kontingenztafeln Werden zwei kategoriale Merkmale mit nicht zu vielen möglichen Ausprägungen gemeinsam analysiert, so kommen zur Beschreibung der gemeinsamen Verteilung im allgemeinen

Mehr

Übungsaufgaben zu Kapitel 5. Aufgabe 101. Inhaltsverzeichnis:

Übungsaufgaben zu Kapitel 5. Aufgabe 101. Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis: Übungsaufgaben zu Kapitel 5... 1 Aufgabe 101... 1 Aufgabe 102... 2 Aufgabe 103... 2 Aufgabe 104... 2 Aufgabe 105... 3 Aufgabe 106... 3 Aufgabe 107... 3 Aufgabe 108... 4 Aufgabe 109...

Mehr

Computer Vision I. Nikos Canterakis. Lehrstuhl für Mustererkennung, Universität Freiburg,

Computer Vision I. Nikos Canterakis. Lehrstuhl für Mustererkennung, Universität Freiburg, Nikos Canterakis Lehrstuhl für Mustererkennung, Universität Freiburg, Literatur Richard Hartle and Andrew Zisserman. Multiple View Geometr in computer vision, Cambridge Universit Press, 2 nd Ed., 23. O.D.

Mehr

Delta-Gamma-Verfahren als Standard- Risikomodell für Lebensversicherer

Delta-Gamma-Verfahren als Standard- Risikomodell für Lebensversicherer Delta-Gamma-Verfahren als Standard- Risikomodell für Lebensversicherer 1 Einleitung Im Rahmen des SST wird teilweise vereinfachend angenommen, dass der Zusammenhang zwischen der Veränderung des risikotragenden

Mehr

Kurzbeschreibung. Eingaben zur Berechnung. Das Optionspreismodell. Mit dem Eurex-OptionMaster können Sie

Kurzbeschreibung. Eingaben zur Berechnung. Das Optionspreismodell. Mit dem Eurex-OptionMaster können Sie Kurzbeschreibung Mit dem Eurex-OptionMaster können Sie - theoretische Optionspreise - Optionskennzahlen ( Griechen ) und - implizite Volatilitäten von Optionen berechnen und die errechneten Preise bei

Mehr

Klausur zur Vorlesung Statistik III für Studenten mit dem Wahlfach Statistik

Klausur zur Vorlesung Statistik III für Studenten mit dem Wahlfach Statistik Ludwig Fahrmeir, Nora Fenske Institut für Statistik Bitte für die Korrektur freilassen! Aufgabe 1 2 3 4 Punkte Klausur zur Vorlesung Statistik III für Studenten mit dem Wahlfach Statistik 29. März 21 Hinweise:

Mehr

Musterlösung Tutorium 3 zur Vorlesung

Musterlösung Tutorium 3 zur Vorlesung PROF. DR.MICHAEL FUNKE DIPL.VW. KRISTIN GÖBEL Musterlösung Tutorium 3 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2010/11) Aufgabe 1: Das IS-LM-Modell in einer geschlossenen Volkswirtschaft a) Zeigen Sie unter Verwendung

Mehr

Optimierung für Wirtschaftsinformatiker: Analytische Optimierung ohne Nebenbedingungen

Optimierung für Wirtschaftsinformatiker: Analytische Optimierung ohne Nebenbedingungen Optimierung für Wirtschaftsinformatiker: Analytische Optimierung ohne Nebenbedingungen Dr. Nico Düvelmeyer Freitag, 1. Juli 2011 1: 1 [1,1] Inhaltsübersicht für heute 1 Einführung und Wiederholung Beispiel

Mehr

Lösungen zu den Übungsaufgaben aus Kapitel 5

Lösungen zu den Übungsaufgaben aus Kapitel 5 Lösungen zu den Übungsaufgaben aus Kapitel 5 Ü5.1: Die entsprechende Bellman sche Funktionalgleichung kann angegeben werden als: Vct (, ) = max qt D { r rt t ( min{ q t, c} ) min{ q t, c} Vc ( min{ q t,

Mehr

Statistik. R. Frühwirth. Statistik. [email protected]. VO 142.090 http://tinyurl.com/tu142090. Februar 2010. R. Frühwirth Statistik 1/536

Statistik. R. Frühwirth. Statistik. fru@hephy.oeaw.ac.at. VO 142.090 http://tinyurl.com/tu142090. Februar 2010. R. Frühwirth Statistik 1/536 [email protected] VO 142.090 http://tinyurl.com/tu142090 Februar 2010 1/536 Übersicht über die Vorlesung Teil 1: Deskriptive Teil 2: Wahrscheinlichkeitsrechnung Teil 3: Zufallsvariable Teil 4: Parameterschätzung

Mehr

Statistik - Fehlerrechnung - Auswertung von Messungen

Statistik - Fehlerrechnung - Auswertung von Messungen 2013-11-13 Statistik - Fehlerrechnung - Auswertung von Messungen TEIL I Vorbereitungskurs F-Praktikum B (Physik), RWTH Aachen Thomas Hebbeker Literatur Eindimensionaler Fall: Grundbegriffe Wahrscheinlichkeitsverteilungen:

Mehr

Angewandte Ökonometrie, WS 2012/13, 1. Teilprüfung am 6.12.2012 - Lösungen. Das folgende Modell ist ein GARCH(1,1)-Modell:

Angewandte Ökonometrie, WS 2012/13, 1. Teilprüfung am 6.12.2012 - Lösungen. Das folgende Modell ist ein GARCH(1,1)-Modell: Angewandte Ökonometrie, WS 2012/13, 1. Teilprüfung am 6.12.2012 - Lösungen LV-Leiterin: Univ.Prof.Dr. Sylvia Frühwirth-Schnatter 1 Wahr oder falsch? 1. Das folgende Modell ist ein GARCH(1,1)-Modell: Y

Mehr

Kreisprozesse und Wärmekraftmaschinen: Wie ein Gas Arbeit verrichtet

Kreisprozesse und Wärmekraftmaschinen: Wie ein Gas Arbeit verrichtet Kreisprozesse und Wärmekraftmaschinen: Wie ein Gas Arbeit verrichtet Unterrichtsmaterial - schriftliche Informationen zu Gasen für Studierende - Folien Fach Schultyp: Vorkenntnisse: Bearbeitungsdauer Thermodynamik

Mehr

Investition & Finanzierung. 2. Investitionsrechnung unter Sicherheit

Investition & Finanzierung. 2. Investitionsrechnung unter Sicherheit Investition & Finanzierung 2. Investitionsrechnung unter Univ.-Prof. Dr. Dr. Andreas Löffler ([email protected]) 1 Unter Cashflows verstehen wir Ein- sowie Auszahlungen. Wir konzentrieren uns vollkommen auf diese

Mehr

Grundprinzipien der Bayes-Statistik

Grundprinzipien der Bayes-Statistik Grundprinzipien der Bayes-Statistik Karl-Rudolf Koch Zusammenfassung: In drei wesentlichen Punkten unterscheidet sich die Bayes-Statistik von der traditionellen Statistik. Zunächst beruht die Bayes-Statistik

Mehr

8.2 Thermodynamische Gleichgewichte, insbesondere Gleichgewichte in Mehrkomponentensystemen Mechanisches und thermisches Gleichgewicht

8.2 Thermodynamische Gleichgewichte, insbesondere Gleichgewichte in Mehrkomponentensystemen Mechanisches und thermisches Gleichgewicht 8.2 Thermodynamische Gleichgewichte, insbesondere Gleichgewichte in Mehrkomponentensystemen Mechanisches und thermisches Gleichgewicht 8.2-1 Stoffliches Gleichgewicht Beispiel Stickstoff Sauerstoff: Desweiteren

Mehr

Nachholklausur STATISTIK II

Nachholklausur STATISTIK II Nachholklausur STATISTIK II Name, Vorname: Matrikel-Nr.: Die Klausur enthält zwei Typen von Aufgaben: T e i l A besteht aus Fragen mit mehreren vorgegebenen Antwortvorschlägen, von denen mindestens eine

Mehr

Bestimmung einer ersten

Bestimmung einer ersten Kapitel 6 Bestimmung einer ersten zulässigen Basislösung Ein Problem, was man für die Durchführung der Simplexmethode lösen muss, ist die Bestimmung einer ersten zulässigen Basislösung. Wie gut das geht,

Mehr

ETWR TEIL B ÜBUNGSBLATT 4 WS14/15

ETWR TEIL B ÜBUNGSBLATT 4 WS14/15 ETWR TEIL B ÜBUNGSBLATT 4 WS14/15 OTTO-VON-GUERICKE-UNIVERSITÄT MAGDEBURG F A K U L T Ä T F Ü R W I R T S C H A F T S W I S S E N S C H A FT LEHRSTUHL FÜR EMPIRISCHE WIRTSCHAFTSFORSCHUNG & GESUNDHEITSÖKONOMIE,

Mehr

FAKTORIELLE VERSUCHSPLÄNE. Andreas Handl

FAKTORIELLE VERSUCHSPLÄNE. Andreas Handl FAKTORIELLE VERSUCHSPLÄNE Andreas Handl 1 Inhaltsverzeichnis 1 Versuchsplanung 4 2 Einfaktorielle Varianzanalyse 6 2.1 DieAnnahmen... 6 2.2 Die ANOVA-Tabelle und der F -Test... 6 2.3 Versuche mit zwei

Mehr

- Eine typische Ausfallrate, wie sie bei vielen technischen Anwendungen zu sehen ist hat die Form einer Badewanne, deshalb nennt man diese Kurve auch

- Eine typische Ausfallrate, wie sie bei vielen technischen Anwendungen zu sehen ist hat die Form einer Badewanne, deshalb nennt man diese Kurve auch 1 2 - Eine typische Ausfallrate, wie sie bei vielen technischen Anwendungen zu sehen ist hat die Form einer Badewanne, deshalb nennt man diese Kurve auch Badewannenkurve. -mit der Badewannenkurve lässt

Mehr

Zählstatistik. Peter Appel. 31. Januar 2005

Zählstatistik. Peter Appel. 31. Januar 2005 Zählstatistik Peter Appel 31. Januar 2005 1 Einleitung Bei der quantitativen Analyse im Bereich von Neben- und Spurenelementkonzentrationen ist es von Bedeutung, Kenntnis über die möglichen Fehler und

Mehr

Computer Vision I. Nikos Canterakis. Lehrstuhl für Mustererkennung, Universität Freiburg

Computer Vision I. Nikos Canterakis. Lehrstuhl für Mustererkennung, Universität Freiburg Nikos Canterakis Lehrstuhl für Mustererkennung, Universität Freiburg Gliederung 8 Projektive Invarianz und das kanonische Kamerapaar Kanonisches Kamerapaar aus gegebener Fundamentalmatrix Freiheitsgrade

Mehr

Optimierung I. 1 Einführung. Luise Blank. Wintersemester 2012/13. Universität Regensburg

Optimierung I. 1 Einführung. Luise Blank. Wintersemester 2012/13. Universität Regensburg Universität Regensburg Wintersemester 2012/13 1 Einführung Anwendungen Finanzwirtschaft: maximale Gewinnrate unter Beschränkungen an das Risiko; Portfolio von Investments Produktion: maximiere Gewinn bei

Mehr

Business Value Launch 2006

Business Value Launch 2006 Quantitative Methoden Inferenzstatistik alea iacta est 11.04.2008 Prof. Dr. Walter Hussy und David Tobinski UDE.EDUcation College im Rahmen des dokforums Universität Duisburg-Essen Inferenzstatistik Erläuterung

Mehr

Schätzer (vgl. Kapitel 1): Stichprobenmittel X N. Stichprobenmedian X N

Schätzer (vgl. Kapitel 1): Stichprobenmittel X N. Stichprobenmedian X N Prof. Dr. J. Franke Statistik II für Wirtschaftswissenschaftler 8.1 Schätzer für Lage- und Skalenparameter und Verteilungsmodellwahl Lageparameter (l(x + a) = l(x) + a): Erwartungswert EX Median von X

Mehr

Herzlich Willkommen zur Vorlesung Statistik

Herzlich Willkommen zur Vorlesung Statistik Herzlich Willkommen zur Vorlesung Statistik Thema dieser Vorlesung: Kovarianz und Korrelation Prof. Dr. Wolfgang Ludwig-Mayerhofer Universität Siegen Philosophische Fakultät, Seminar für Sozialwissenschaften

Mehr

Preferred citation style for this presentation

Preferred citation style for this presentation Preferred citation style for this presentation Simma, A. (2002) Ziel- und Verkehrsmittelwahl für Wege zum Skifahren in der Schweiz, 3. AMUS-Konferenz, Aachen, Juli 2002. 1 Ziel - und Verkehrsmittelwahl

Mehr

Elemente der Analysis II

Elemente der Analysis II Elemente der Analysis II Kapitel 3: Lineare Abbildungen und Gleichungssysteme Informationen zur Vorlesung: http://www.mathematik.uni-trier.de/ wengenroth/ J. Wengenroth () 15. Mai 2009 1 / 35 3.1 Beispiel

Mehr

V8 - Auf- und Entladung von Kondensatoren

V8 - Auf- und Entladung von Kondensatoren V8 - Auf- und Entladung von Kondensatoren Michael Baron, Frank Scholz 07.2.2005 Inhaltsverzeichnis Aufgabenstellung 2 Theoretischer Hintergrund 2 2. Elektrostatische Betrachtung von Kondensatoren.......

Mehr

Rekursionen (Teschl/Teschl 8.1-8.2)

Rekursionen (Teschl/Teschl 8.1-8.2) Rekursionen (Teschl/Teschl 8.1-8.2) Eine Rekursion kter Ordnung für k N ist eine Folge x 1, x 2, x 3,... deniert durch eine Rekursionsvorschrift x n = f n (x n 1,..., x n k ) für n > k, d. h. jedes Folgenglied

Mehr

Aufgabenblatt 4: Der Trade-off zwischen Bankenwettbewerb und Bankenstabilität

Aufgabenblatt 4: Der Trade-off zwischen Bankenwettbewerb und Bankenstabilität Aufgabenblatt 4: Der Trade-off zwischen Bankenwettbewerb und Bankenstabilität Prof. Dr. Isabel Schnabel The Economics of Banking Johannes Gutenberg-Universität Mainz Wintersemester 2009/2010 1 Aufgabe

Mehr

Statische Versuchsplanung (DoE - Design of Experiments)

Statische Versuchsplanung (DoE - Design of Experiments) Statische Versuchsplanung (DoE - Design of Experiments) Übersicht Bei der statistischen Versuchsplanung wird die Wirkung von Steuerparametern unter dem Einfluss von Störparametern untersucht. Mit Hilfe

Mehr

Lineare Gleichungssysteme

Lineare Gleichungssysteme Brückenkurs Mathematik TU Dresden 2015 Lineare Gleichungssysteme Schwerpunkte: Modellbildung geometrische Interpretation Lösungsmethoden Prof. Dr. F. Schuricht TU Dresden, Fachbereich Mathematik auf der

Mehr

Regressionsanalysen. Zusammenhänge von Variablen. Ziel der Regression. ( Idealfall )

Regressionsanalysen. Zusammenhänge von Variablen. Ziel der Regression. ( Idealfall ) Zusammenhänge von Variablen Regressionsanalysen linearer Zusammenhang ( Idealfall ) kein Zusammenhang nichtlinearer monotoner Zusammenhang (i.d.regel berechenbar über Variablentransformationen mittels

Mehr

DIPLOM. Abschlussklausur der Vorlesung Bank I, II:

DIPLOM. Abschlussklausur der Vorlesung Bank I, II: Seite 1 von 18 Name: Matrikelnummer: DIPLOM Abschlussklausur der Vorlesung Bank I, II: Bankmanagement und Theory of Banking Seite 2 von 18 DIPLOM Abschlussklausur der Vorlesung Bank I, II: Bankmanagement

Mehr

Anhand des bereits hergeleiteten Models erstellen wir nun mit der Formel

Anhand des bereits hergeleiteten Models erstellen wir nun mit der Formel Ausarbeitung zum Proseminar Finanzmathematische Modelle und Simulationen bei Raphael Kruse und Prof. Dr. Wolf-Jürgen Beyn zum Thema Simulation des Anlagenpreismodels von Simon Uphus im WS 09/10 Zusammenfassung

Mehr

3 Quellencodierung. 3.1 Einleitung

3 Quellencodierung. 3.1 Einleitung Source coding is what Alice uses to save money on her telephone bills. It is usually used for data compression, in other words, to make messages shorter. John Gordon 3 Quellencodierung 3. Einleitung Im

Mehr

R ist freie Software und kann von der Website. www.r-project.org

R ist freie Software und kann von der Website. www.r-project.org R R ist freie Software und kann von der Website heruntergeladen werden. www.r-project.org Nach dem Herunterladen und der Installation von R kann man R durch Doppelklicken auf das R-Symbol starten. R wird

Mehr