Inhalt des Vortrages
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- Karl Gerber
- vor 8 Jahren
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Transkript
1 Betriebswirtschaftliches Fachgespräch Milchproduktion Lichtenwalde, den Futtereffizienz in Sachsen Aus Sicht der Ökonomie 17. September 2012 LfULG Ref Inhalt des Vortrages Betrachtung und Beeinflussung der Futterkosten aus ökonomischer Sicht Futtereffizienz Ausgewählte Ergebnisse der Stichprobe Aspekte der Grundfuttererzeugung 17. September 2012 LfULG Ref
2 17. September 2012 LfULG Ref Futtermittelpreise Futterweizen: 26 /dt Futtergerste: 24 /dt Milchleistungsfutter 18 % RP, E 3: 26,75 /dt Milchleistungsfutter 20 % RP, E 4: 28,51 /dt Sojaschrot: 51 /dt Rapsextraktionsschrot: 29,5 /dt Heu. 14 bis 15 /dt Stroh: 10 bis 11 /dt Maissilage 3,10 bis 3,30 /dt 17. September 2012 LfULG Ref
3 Höhe der Futterkosten bei einem Milchpreis von. Milchpreis Grundfutter Grundfutter Cent je kg Anteil in Prozent Cent je kg Milch , , , ,12 31, ,83 Die Futterkosten betrugen im Schnitt bei einem Milchpreis von 31,3 Cent je kg Milch 14,8 Cent 17. September 2012 LfULG Ref Einfluss der Fütterung auf das ökonomische Ergebnis Maßnahme Ergebnis Mehr Milch aus Grundfutter 500 kg 28 Mehr Milch aus Grundfutter 1000 kg 57 Erhöhung der Grundfutteraufnahme 0,5 kg TM 78 Grundfutterkosten bei je Kuh und Jahr 5,00% 63 Grundfutterkosten bei je Kuh und Jahr 10,00% 125 Kraftfuttereffizienz je kg Milch - 30 g 67 Kraftfuttereffizienz je kg Milch - 50 g September 2012 LfULG Ref
4 IOFC income over feed cost ist eine Möglichkeit zur Beurteilung der Futtereffizienz Amerikanisches Benchmarking Vermeidung der Entscheidung nur nach Kostengründen Berücksichtigung des Milchertrages 17. September 2012 LfULG Ref Preiswürdigkeit eines Futtermittels Ration 1 Ration 2 Kosten der Ration 3,85 3,39 Kosten je kg Milch 0,13 0,11 Milchpreis 0,32 0,32 Milchertrag je Kuh 9,45 9,45 IOFC je Kuh 5,60 6,06 IOFC je kg Milch 0,19 0,20 Entscheidungsgrundlage für den Einsatz oder Nichteinsatz eines Futtermittels 17. September 2012 LfULG Ref
5 Beziehung: Maissilage- zu Anwelksilagekosten Grundfutterkosten in Cent je 10 MJ NEL Anteil Anwelksilage in der Grundfutterration (%) Maissilage Cent je 10 MJ NEL max. Grassilagekosten (Cent je 10 MJ NEL) mit steigendem Anteil an AWS in der Ration mit steigenden Kosten für die anderen GF-Komponenten steigen die Anforderungen an die AWS! 17. September 2012 LfULG Ref Hilfsmittel Futtermittel: Maissilage TS-Gehalt: 30,0 % EK: 6,60 MJ NEL/kg TS Ertrag Brutto Netto ME dt FM/ha dt FM/ha dt TM/ha MJ NEL/ha Kosten EURO/ha EURO/dt FM EURO/dt TM EURO/10 MJ NEL Saatgut 154 0,35 1,17 0,02 Düngemittel 262 0,60 1,98 0,03 Pflanzenschutzmittel 57 0,13 0,43 0,01 sonstige Direktkosten 37 0,08 0,28 0,00 Direktkosten 510 1,16 3,86 0,06 Personalkosten 110 0,25 0,83 0,01 Maschinenkosten 522 1,19 3,95 0,06 Kosten für Lohnarbeit/M.Miete 0 0,00 0,00 0,00 Arbeitserledigungskosten 632 1,44 4,79 0,07 Gebäudekosten 120 0,27 0,91 0,01 Flächenkosten - Pflege 200 0,45 1,52 0,02 sonstige Kosten 49 0,11 0,37 0,01 Gesamtkosten ohne flächenbezogene Ausgleichszahlungen ,43 11,45 0,17 entkoppelte flächenbezogene Ausgleichszahlungen Gesamtkosten mit flächenbezogenen Ausgleichszahlungen 0,00 0,00 0, ,43 11,45 0,17 Oder Marktwerte.., auf keinen falle innerbetriebliche. Verrechnungssätze 17. September 2012 LfULG Ref
6 Austausch von Maissilage und Sojaextraktionsschrot durch Kleegrassilage 1 kg T an Kleegrassilage ersetzen 0,53 kg T Maissilage und 0,28 kg T SES (Berechnungen nach Löhr) Kosten der Maissilage 11,45 /dt T, SES 40 /dt 11,45 /dt * 0, /dt * 0,28 = 17,68 /dt T Betriebliche Kosten Kleegrassilage kalkulatorische Kosten Kleegrassilage 16,03 /dt 17,68 /dt 17. September 2012 LfULG Ref Grundfuttermittel rechnen sich, wenn sie den Leistungsanforderungen der Milchviehherde entspricht sie kostengünstig erzeugt wurde (Erzeugungskosten, Verluste ) sie optimal in die Ration eingepasst wird die Futtervorlage optimal erfolgt (Art, Häufigkeit ) 17. September 2012 LfULG Ref
7 Futtereffizienz Futtereffizienz ist die pro kg Trockensubstanz produzierte Milchmenge und von verschiedenen Faktoren abhängig 17. September 2012 LfULG Ref Faktoren Alter Laktationsstadium und Leistungsniveau Körperliche Kondition und Verfassung Gesundheitsstatus Futteraufnahmevermögen Grundfutterqualität Fütterungssysteme Kraftfutter Umwelteinflüsse 17. September 2012 LfULG Ref
8 Controlling Erreichte Futtereffizienz liegt unterhalb der Orientierung Erreichte Futtereffizienz liegt im Optimalbereich Erreichte Futtereffizienz liegt über der Orientierung 17. September 2012 LfULG Ref Zielgrößen in der Futtereffizienz Tiergruppe Laktationsstadium Zielwert Kg Milch/kg TM Frühlaktation < 21 LT 1,3-1,6 1.Laktation < 90 LT 1,5-1,7 Kühe < 90 LT 1,6-1,8 1. Laktation > 200 LT 1,2-1,4 Kühe > 200 LT 1,3-1,5 Problemkühe LT < 1,3 Herde (Fütterungsgruppe) LT 1,4-1,5 17. September 2012 LfULG Ref
9 Die Ration in der Milchviehfütterung umgesetzte berechnete gemischte verdaute Ration gefressene gefütterte 17. September 2012 LfULG Ref Controlling Futteraufnahme Fressverhalten Restfutter auf dem Futtertisch Milchmenge und Inhaltsstoffe Körperkondition Kotbeschaffenheit Kommt jedes Tier zum Fressen 17. September 2012 LfULG Ref
10 Stichprobenartige Datenerhebung mit Zielrichtung Futtergewinnung und Fütterung Erfassung Futterflächenanbau Erfassung der Grundfutterkosten Erfassung Kraft- und Saftfutter Erfassung der Rationen und des Gesamtverbrauchs FM In der Kostenstelle Berechnung der Grobfutterleistung Berechnung der Futtereffizienz Berechnung des IOFC 17. September 2012 LfULG Ref Charakteristika der Betriebe Landwirtschaftliche Nutzfläche von unter 100 ha bis über 2000 ha Anteil Dauergrünland zwischen 10 und 60% Hauptfutterfläche zwischen 30 und 90 % Milchkühe von 60 bis über 1000 Stück im Durchschnittsbestand Amtsbereiche Plauen, Zwickau, Zwönitz 17. September 2012 LfULG Ref
11 Angaben zur Fütterung Zum großen Teil TMR, aber auch nur Grundfuttervorlage und Kraftfutterboxen Ausreichendes Tier-Freßplatzverhältnis 1 bis 4 Futtervorlagen täglich Nachschieben des Futters 2 bis zu 6 mal Restfutter bis zu 5 % Einsatz von Futtermischwagen Rationsgestaltung von einfach bis hin zu vielen Komponenten 17. September 2012 LfULG Ref Futterkosten nach BZA In der Gruppe der natürlichen Personen mit Nachzucht zwischen 15 und 23 Cent je kg Milch bzw. 43 % der Gesamtkosten In der Gruppe Juristische Personen mit Nachzucht zwischen 16 und 22 Cent je kg Milch bzw. 45 % der Gesamtkosten In der Gruppe Juristische Personen ohne Nachzucht zwischen 12 und 18 Cent je kg Milch bzw. 38 % der Gesamtkosten 17. September 2012 LfULG Ref
12 Futtereffizienz Gesamte Herde zwischen 1,3 und 1,65 kg Milch aus 1 kg Trockenmasse Gruppe der 100 Tage zwischen 1,3 und 1,7 kg Milch aus 1 kg Trockenmasse Rationskosten zwischen 2 (Altmelker und 4,50 (laktierende Kühe) 17. September 2012 LfULG Ref IOFC Income Over Feed Cost In der Gruppe der Altmelker zwischen 3 und 6 je Kuh und Tag In der Gruppe der laktierenden Kühe zwischen 6 und 9 je Kuh und Tag In der Gruppe der Hochlaktierer zwischen 7 und 10 je Tier und Tag 17. September 2012 LfULG Ref
13 Einflussfaktoren auf die Ökonomie der Grundfuttererzeugung Grundfutter: nur Zwischenstufe in der landwirtschaftlichen Produktion Standort DauerGL-Anteil Anbauwürdigkeit Ertrag Ökonomie Grundfuttererzeugung Kosten Technik Lagerung Betriebs-/Schlaggröße Intensität Düngung Pflanzenschutz Ertrag Tierische Leistung/Intensität der TP Wirtschaftlichkeit der GF-Erzeugung Qualität/Verluste Rohfaser Energiekonzentration Ertrag Planung/Abrechnung Ermittlung von Reserven Intensität der Futterproduktion der tierischen Erzeugung 17. September 2012 LfULG Ref Beeinflussbarkeit der Kostenblöcke abhängig von im Sinne der Wirtschaftlichkeit beeinflussbar Direktkosten Standort, Ertrag, Situation des Jahres begrenzt Gebäudekosten Art der Lagerstätten kurzfristig kaum Flächenkosten regionaler Nachfrage der Flächen kaum sonstige Kosten Betriebsorganisation begrenzt Ca. 40 % der Vollkosten Handlungsspielräume sinnvoll nutzen! (z. B. beim Einkauf von Betriebsmitteln, bei Investition in Lagerräume) 17. September 2012 LfULG Ref
14 17. September 2012 LfULG Ref Auswirkungen Inanspruchnahme Hauptfutterfläche 17. September 2012 LfULG Ref
15 Fazit am Ende Futtereffizienz als Instrument zum Vergleich der Leistungsfähigkeit von Betrieben Futterkosten entscheidend für die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion und darüber hinaus (freiwerdende Fläche) Controlling der Futterproduktion Erfassung der Erträge und Kosten Ziel sind niedrige Kosten je Produktionseinheit Aber auch hier gilt: Klasse statt Masse 17. September 2012 LfULG Ref Ein reich gedeckter Futtertisch mit schmackhaften Komponenten zu günstigen Preisen führt zu einer hohen Futtereffizienz und einem hervorragenden ökonomischen Ergebnis Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit Ansprechpartner: bzw. 17. September 2012 LfULG Ref
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