Förderkonzept der Grundschule
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- Leon Jens Engel
- vor 7 Jahren
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1 Förderkonzept der Grundschule An der GS Lohne gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten: 1. Förderstunden finden in der so genannten 0.Stunde, dass heißt von 7.30 Uhr bis 8.15 Uhr, und im offenen Ganztag am Nachmittag statt. Die Förderstunden beschränken sich auf die Fächer Deutsch und Mathematik. 2. Sonderpädagogische Grundversorgung wird von Förderschullehrerinnen und Förderschullehrern im Rahmen des regionalen Integrationskonzeptes in unterschiedlichen Formen (team-teaching, Einzelförderung, Förderunterricht in einer kleinen Gruppe) erteilt. An ihr nehmen die Förderschülerinnen und Förderschüler sowie die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler einer Klasse teil. 3. Bewegungsförderung wird von einer Fachkraft durchgeführt. An ihr nehmen Schülerinnen und Schüler mit motorischen und sozialen Entwicklungsproblemen teil. (s. a. Inklusionskonzept) 4. Eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler erfolgt auch durch Differenzierungsmaßnahmen im Unterricht. (s. a. Inklusionskonzept) Grundsätze für den Förderunterricht in der kleinen Gruppe: - Die Fördergruppe wird möglichst klein gehalten (optimalerweise 4 Schüler aber höchstens 8 Schüler). - Die Gruppe bleibt über einen längeren Zeitraum (ein Halbjahr) möglichst zusammen. - Der Förderunterricht findet immer am gleichen Ort (Klassenraum oder Förderraum) statt. - Der Förderunterricht ist für die betreffenden Schülerinnen und Schüler fest im Stundenplan integriert. - Folgende Punkte sind für Eltern und Schülerinnen und Schüler transparent: der Grund für die Teilnahme am Förderunterricht der zeitliche Rahmen der Förderung Inhalte Gruppenzusammensetzung - Idealerweise erhalten die Schülerinnen und Schüler für den Förderunterricht eine eigene Mappe. - Gefördert wird in den Fächern Mathematik und Deutsch sowie Motorik - Zwischen Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrern sowie Fachlehrerinnen bzw. Fachlehrern und Förderlehrerinnen und Förderlehrern findet ein regelmäßiger Austausch statt. - Die Förderpläne werden in Zusammenarbeit zwischen Förderlehrerinnen und Förderlehrern und Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrern erstellt. - Das Arbeitstempo bzw. Vorankommen im Förderunterricht wird von den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler bestimmt. 1
2 Förderunterricht in der 1. und 2. Klasse zum Förderunterricht in der 1. Klasse Vor Beginn des 1. Schuljahres findet die Schuleingangsdiagnostik statt. Es gibt ein einheitliches Diagnoseverfahren, das von den Förderlehrkräften und Grundschullehrkräften durchgeführt wird. In Absprache mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern werden zu Beginn des 1. Schuljahres gegebenenfalls Fördermaßnahmen, Therapien oder Absprachen mit den Eltern in einem Förderplan festgehalten. Basierend auf den Erkenntnissen der Schuleingangsdiagnostik wird der Förderunterricht im 1. Schuljahr bezüglich der Gruppenzusammensetzung und der Inhalte abgestimmt. Förderunterricht im Bereich Deutsch Klasse 1 Neben individuellen Schwerpunkten festigt der Förderunterricht in den Kompetenzbereichen Lesen und Schreiben folgende Basisfertigkeiten: Umgang mit der Buchstabentabelle Festigung der Laut-Buchstabenzuordnung Festigung der Segmentierfähigkeit Reimwörter erkennen Lautdurchgliederung deutliches, wohl artikuliertes Sprechen Verbesserung der Graphomotorik Neben verschiedenen individuellen Hilfs- und Arbeitsmitteln (Lernspiele, Freiarbeitsmaterialien, Schwungübungen etc.) wird auch mit dem Differenzierungsmaterial des Jo-Jo-Lehrwerkes gearbeitet. Zusätzlich werden die Hefte Lies mal! sowie Rechtschreiben 1 (beide Jandorf-Verlag) zur Förderung genutzt. Klasse 2 Um den IST-Stand der Rechtschreibfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln, werden Diagnosediktate für alle Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Erkenntnisse über die Lesefähigkeit werden mittels eines Stolperwörtertests und eines Textes mit inhaltlichen Fragen ermittelt. Auffällige Ergebnisse werden im Förderplan festgehalten. Zudem gelten die Ergebnisse als Grundlage für Aufbau, Ziele und Inhalte des Förderunterrichts im 2. Schuljahr. Neben individuellen Schwerpunkten (z.b. Verbesserung der Graphomotorik etc.) wird im 2. Schuljahr der Bereich der Wortdurchgliederung (Segmentieren) und der lautlichen Durchgliederung (lautgetreues Schreiben) gefestigt. Im Bereich Lesen wird die Lesefähigkeit (Synthese und Ganzwörterlesen) automatisiert. Außerdem wird das sinnentnehmende Lesen gefördert. 2
3 Um die beschriebenen Bereiche zu fördern, wird neben individuellen Fördermaterialien wie im 1. Schuljahr weiterhin mit dem Differenzierungsmaterial des Jo-Jo-Lehrwerkes und den Heften aus dem Jandorf-Verlag gearbeitet. Förderunterricht im Bereich Mathematik Klasse 1 Neben individuellen Zielen verfolgt der Förderunterricht im Bereich Mathematik im 1. Schuljahr folgende Ziele: Festigung der Zuordnung Menge-Zahl Mengen bis 10 erschließen Zahlenzerlegungen bis 10 festigen Wertigkeit und Stellenwert der Zahlen bis 20 erkennen Prinzip der Addition und Subtraktion erlernen Zehnerübergang verstehen lernen Um die genannten Ziele zu erreichen, hat sich der Einsatz folgender Hilfsmittel bewährt: - Einsatz von Arbeitsblättern zum Thema Zuordnung Menge Zahl - Permanenter Einsatz von Anschauungsmaterialien z.b. mit dem Rechenrahmen, Holzperlenkette; Rechenplättchen - Schüttelboxen - Zerlegungshäuser - Zahlenhäuser - Rechnen mit der Blitzrechnenkartei 1 - Rechnen mit dem Zahlenfuchs Klasse 2 Um den Ist-Stand der Rechenfähigkeiten zu ermitteln, werden Diagnosearbeiten der Schülerinnen und Schüler genau begutachtet. Wichtig ist es, auffällige Schülerinnen und Schüler, in Einzelsituationen zu beobachten. Gelingt es ihnen Rechenoperationen zu erschließen oder zählen sie mit den Fingern Operationen ab? Ausgehend von der Beurteilung der schriftlichen Arbeiten und der Einzelbeobachtung wird die Fördergruppe zusammengestellt. - Automatisierung der Zahlenzerlegungen bis 10 - Festigung bzw. Automatisierung des Zehnerübergangs - Festigung der Arbeit auf dem Hunderterfeld - Förderung, Hilfe beim Erlernen des Kleinen 1x1 Zum Erreichen der Ziele hat sich der Einsatz folgender Materialien für den Förderunterricht bewährt: - Freiarbeitsmaterial zum Erlernen des Zehnerübergangs - Schüttelboxen 3
4 - Zerlegungshäuser - Blitzrechnenkartei 1 und 2 - verschiedene Freiarbeitsmaterialien zum Erlernen des Kleinen 1x1 Förderunterricht in der 3. und 4. Klasse Förderunterricht im Bereich Deutsch Im Klassenverband werden von der Klassenlehrerin oder vom Klassenlehrer Diagnose- Diktate geschrieben und anschließend ausgewertet. Weitere Texte der Kinder werden zur Diagnostik hinzugezogen. In den Klassen 3 und 4 werden mit Hilfe der Schreibhandwerker (Dieck-Verlag) Texte verfasst (Kompetenzbereich Texte verfassen). Kinder, bei denen in diesem Kompetenzbereich Förderbedarf festgestellt wird, erhalten individuelle Aufgaben. Individuelle Förderung im Kompetenzbereich Lesen - mit Medien und Texten umgehen erfolgt nach Absprache zwischen Förderlehrerinnen bzw. Förderlehrern und Fachlehrerinnen bzw. Fachlehrern. Diagnostische Grundlagen sind der Stolperwörtertest und andere Lesetests sowie Beobachtungen im Unterricht. Schwerpunkte sind die Vermittlung von Lesetechniken und Lesestrategien als Grundlage für das Sinn entnehmende Lesen, die Verbesserung der Rechtschreibfähigkeit nach dem Material des Jo-Jo-Lehrwerkes die Vermittlung/Wiederholung von bestimmten Arbeitstechniken/Grundlagen beim freien Schreiben (in Anlehnung an die Schreibhandwerker ). Die Klassenstufen 2 und 3 arbeiten zum Teil mit der Rechtschreibkartei. Die Arbeit in den Heften Rechtschreiben und Lies mal! (Jandorf-Verlag) dient als Festigung des Unterrichtsstoffes. Das Schreiben freier Texte wird im Förderunterricht mit speziellen Übungen erarbeitet (Vorschlag: Schreibhandwerker - Gute Texte schreiben - Grundtechniken). Einheitliche Materialien werden noch nicht verwendet. Förderunterricht im Bereich Mathematik Lernstandskontrollen und Diagnosearbeiten (im Klassenverband) dienen als Grundlage für die Zusammensetzung der Fördergruppen. Der Förderunterricht für das Fach Mathematik im 3. Schuljahr hat die Aufgabe die Grundrechenarten zu sichern. Vor allem soll weiterhin angestrebt werden bei den Kindern ein grundlegendes Zahlenverständnis aufzubauen (falls dies in den ersten Schuljahren noch nicht gefestigt wurde). Dabei sollen inhaltlich vor allem folgende Bereiche abgedeckt werden: Automatisierung des kleinen Einmaleins halbschriftliche/ schriftliche Rechenverfahren 4
5 In Bezug auf das Kerncurriculum werden somit vor allem Aufgaben aus dem Anforderungsbereich I geübt und gesichert. Im vierten Schuljahr kommen zusätzlich folgende Bereiche hinzu: Sachaufgaben- Lösungshilfen ( Zeichnungen, Skizzen, Diagramme) erarbeiten und anwenden Größen- Umwandeln von und Rechnen mit Größen (unterstützt durch Material) Wichtig: Je nach Förderbedarf der einzelnen Kinder sollen in beiden Jahrgängen zusätzlich individuelle Übungen zu den Problembereichen bearbeitet werden. Nach Absprache mit der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer: - gezielte Übungen zu den problematischen Bereichen ( Arbeitsblätter z. B. aus dem Zahlenfuchs, Zusatzmaterial zum aktuellen Mathebuch Zahlenbuch) - Übungen am Computer (Blitzrechnen, spezielle Übungen aus den Programmen Budenberg und Lernwerkstatt) - handelnder Umgang mit Material (im Bereich Größen: Geld, Gewichte / im Bereich Zahlraumerweiterung: Tausenderstreifen/ Tausenderkette (Montessori- Material) erstellt 2008, zuletzt überarbeitet im Oktober 2014 durch Anne Wöste, Simone Bruns und Bernhard Grosser 5
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