Programmierkurs. Patrick Dondl
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- Max Lang
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1 Programmierkurs Patrick Dondl
2 Allgemeine Infos Dozent: Patrick Dondl Assistent: Keith Anguige Website zur Vorlesung:
3 Allgemeine Infos (cont.) Etwa die Hälfte des Kurses beschäftigt sich mit MATLAB, die andere Hälfte mit C++ (bzw. C). Es gibt zum Abschluss einen Überblick über andere populäre Programmiersprachen, z.b. Python Insgesamt werden wir hier sehr anwendungsbezogen arbeiten WICHTIG: Besorgen Sie sich einen MATLAB-Account und eine Lizenz (kostenlos für eingeschriebene Studierende, Infos dazu auf der Kurswebsite, Fragen bitte ans Rechenzentrum)
4 Infos vom ZfS Anwesenheit: Anwesenheitspflicht im Sinne einer regelmäßigen Teilnahme (bei den Tutoraten) Fehlzeit: maximal 20% der Präsenzzeit, also maximal zwei mal Überschreiten der maximal möglichen Fehlzeit: - nachweisliche Kollision mit einer Pflichtveranstaltung oder Krankheit: keine Teilnahme mehr möglich, keine Sperrung, im Krankheitsfall bitte dem ZfS ärztliches Attest vorlegen - sonst: Sperrung für den jeweiligen Kompetenzbereich (wirksam ab nächster Belegphase)
5 Infos vom ZfS (cont.) Leistungsanforderungen: Arbeitsaufwand: 1 ECTS = 30 Arbeitsstunden (4 ECTS = 120 Arbeitsstunden) ECTS-Punkte werden ganz oder gar nicht vergeben (d.h. nicht für Teile der Leistung oder bloße Anwesenheit) Leistungsanforderungen: 50% der Übungspunkte sowie Bestehen der Prüfung keine Unterscheidung zwischen Bachelor- und Nicht-Bachelor- Studierenden in den Leistungsanforderungen falls die geforderten Leistungen nicht erfolgreich oder fristgemäß erbracht werden, kann das zur Sperrung der/des Studierenden im jeweiligen Kompetenzbereich (wirksam ab Folgesemester) führen. Nähere Informationen unter:
6 Infos vom ZfS (cont.) Teilnahmebescheinigung: Nachweis der Studienleistung über Ihre Online-Leistungsübersicht; seit dem SoSe2015 sehen Jurastudierende ihre Notenpunkte nach erfolgreicher Teilnahme direkt in ihrer Leistungsübersicht. Es muss kein Leistungsnachweis mehr beim ZfS abgeholt werden. Nachweise als Schein in Papierform für EUCOR- und ERASMUS- Studierende Ausgabe von Bescheinigungen: - Mo bis Do 09:00 12:00 in Raum , Universitätsstraße 9, 1. OG Allgemeine Sprechstunde (keine Scheinausgabe): - Do 15:00 16:00 Uhr in Raum , Universitätsstraße 9
7 Infos vom ZfS (cont.) Übungsgruppen: Bitte in HISinOne anmelden, Kursnummer 5105T Anmeldung zum Kurs: Ab sofort bitte per an Abmeldung: Nur mit triftigem Grund, an Evaluierung online
8 MATLAB MATLAB ist ein großes Programmpaket mit einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten Standardwerkzeug in Forschung und Industrie Viele sog. Toolboxen (beispielsweise Statistik, Optimierung, Partielle Differentialgleichungen, ) mit speziell auf bestimmte Anwendungen angepassten Funktionalitäten Mächtige Programmiersprache, kann aber auch als eine Art Taschenrechner verwendet werden.
9 Freie Alternative MATLAB wird von Mathworks hergestellt und ist ein kommerzielles Programmpaket Octave ist eine (fast) vollständig kompatible, freie (Open Source) und kostenlose Alternative Installationspakete von Octave gibt es für Windows, Installation auf Linux und Mac (vermutlich) am besten über Package-Manager Support von unserer Seite etwas eingeschränkt
10 Weiterführende Literatur Desmond J. Higham: Matlab Guide Cleve B. Moler: Numerical Computing with Matlab Wolfgang Schweizer: Matlab kompakt
11 Nutzung von MATLAB Es gibt mehrere Möglichkeiten für Sie, MATLAB zu nutzen Poolraum im 2. Stock (Sie benötigen ein Login, MATLAB ist installiert, keine weitere Lizenz nötig) MATLAB-Installation auf Ihrem Rechner (Lizenz für Studierende kostenlos, siehe Kurswebpage) MATLAB im Webbrowser (Login mit Mathworks- Account, verlinkt mit Studierendenlizenz)
12 Kommandozeile Menüoptionen Dateiverzeichnis Definierte Variablen MATLAB-Desktop
13 MATLAB-Desktop (cont.) In der Kommandozeile können direkt Befehle eingegeben werden, diese werden nach Eingabe von Enter sofort ausgeführt. Im Dateiverzeichnis werden die Dateien im aktuellen Verzeichnis angezeigt (nützlich später) Im Workspace werden aktuell definierte Variablen angezeigt (dazu gleich mehr) In der Toolbar können z.b. neue Dateien erzeugt werden (dazu auch später mehr) oder (besonders nützlich): mit einem Druck auf Layout (manchmal versteckt unter Environment und dann Default kann der Standarddesktop wiederhergestellt werden
14 Die Kommandozeile MATLAB als Taschenrechner >> >> 4*3 ans = 12 >> a = 3 a = 3 >> a+2.1 ans = 5.1 Variablenzuweisung ACHTUNG! Die Bedeutung ist nicht zu verwechseln mit dem mathematischen =
15 Variablen Mit dem Kommando a = 3 wird ein Stück im Computerspeicher reserviert, welches später mit dem Namen a wieder referenziert werden kann. Der Wert wird auf 3 gesetzt. Die Namen unterscheiden Groß- und Kleinschreibung, es gibt auch bestimmte Einschränkungen (darf beispielsweise nicht mit einer Zahl beginnen, keine Lehrzeichen) Das ist nicht zu verwechseln mit dem mathematischen = Beispiel: >> a = 3 a = 3 >> a = a+7.2 a =
16 Variablen (cont.) Variablen in MATLAB können eine ganze Reihe verschiedener Datentypen referenzieren, beispielsweise: ganze Zahlen Fließkommazahlen (Computerapproximation von reelen Zahlen) Vektoren Matrizen Zeichenketten ( Strings, brauchen wir eigentlich hier selten werden durch Hochkommas begrenzt: s = s ist jetzt ein String ).. Generell ist in MATLAB alles eine Matrix (MATLAB steht für MATrix LABoratory), auch einfache Zahlen werden als 1 1-Matrix gespeichert. Das ist erstaunlich nützlich, aber ab und an etwas verwirrend. Im Gegensatz zu vielen anderen Programmiersprachen ist MATLAB nicht sehr streng, was Variablentypen angeht, zum Beispiel wird nur wenn nötig zwischen ganzen und Fließkommazahlen unterschieden.
17 Zahlen in MATLAB Intern gespeichert werden (fast immer) 16 Nachkommastellen, ausgegeben üblicherweise nur 5. Mit einer Eingabe von format long kann das geändert werden. Ein format short macht das rückgängig. >> format long >> a a =
18 Zahlen (cont.) Es gibt auch komplexe Zahlen in MATLAB >> a = a + 2*i a = i Achtung: Man kann auch einer Variablen den Namen i geben. Das führt u.u. zu seltsamen Verhalten
19 Zahlen (cont.) MATLAB benutzt den IEEE-Standard für Fließkommazahlen, d.h. es werden ein Faktor und eine Zehnerpotenz gespeichert. Üblicherweise ist das ein double mit insgesamt 64bit Speicher. Die Zahlen können in Exponentialschreibweise ausund eingegeben werden >> b = 1.23e b = e-14
20 Vektoren und Matrizen >> v = [1; 2; 3] v = >> A = [ ; 8 7 2; ]; >> A*v ans = Ein Semikolon am Ende unterdrückt die Ausgabe
21 Vektoren und Matrizen (cont.) Man kann auf Einträge in einem Vektor oder einer Matrix separat zugreifen >> A(3,2) ans = >> v(2,3) = 7.0; >> size(a) ans = 3x3-Matrix 3 3 Es gibt noch eine große Menge sehr nützlicher Matrixindizierungsmethoden Wie gesagt, eigentlich ist in MATLAB alles eine Matrix (und wird auch so behandelt). Ein Skalar ist eine 1 1-Matrix, ein Spaltenvektor eine k 1- Matrix, ein Zeilenvektor eine 1 k-matrix.
22 Rechenoperationen Der Additionsoperator + kann folgendes bedeuten: Addition von zwei Skalaren Addition von Matrizen oder Vektoren (Achtung: Größen müssen natürlich übereinstimmen, sonst gibt es eine Fehlermeldung) Addition von Matrix und Skalar (???) zu jedem Eintrag der Matrix wird der gegebene Skalar hinzuaddiert. Das ist manchmal nützlich, kann aber natürlich verwirrend sein. Man kann (leider?) beispielsweise auch eine 3x3-Matrix und einen 3-Vektor addieren, dann wird zu jeder Spalte der Matrix der Vektor addiert.
23 Rechenoperationen (cont.) Der Subtraktionsoperator - : Verhält sich wie +
24 Rechenoperationen (cont.) Multiplikation * Skalar mit Skalar: wie üblich Skalar mit Matrix: Standard-Skalarmultiplikation Matrix mit Vektor: Matrix-Vektorprodukt Matrix mit Matrix: Matrixprodukt Will man eintragweise multiplizieren kann man.* benutzen
25 Rechenoperationen (cont.) Division / Division von Skalar, Vektor oder Matrix durch einen Skalar: wie üblich Eintragweise Division von Vektoren und Matrizen: wieder mit./ Man kann auch durch eine Matrix A dividieren, das ist gleichbedeutend mit der Multiplikation mit A -1 von rechts, Größen müssen natürlich zusammenpassen. Es gibt auch den (berühmten) MATLAB Backslash Operator \, zu diesem später mehr.
26 Rechenoperationen (cont.) Für Skalare klar Potenzierung ^ Für Matrizen: A^k = A*A* *A (k-mal) bei ganzzahligem k. Nichtganzzahliges k: nunja Eintragweise wieder mit.^
27 Rechenoperationen (cont.) Transposition. Weitere Matrixoperationen Komplex-konjugiert und Transponiert Es gilt Punkt vor Strich, man kann natürlich (runde) Klammen setzen. Eckige Klammern sind zur Matrixkonstruktion gedacht Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Operationen, die MATLAB-Hilfe ist hier sehr nützlich.
28 Hilfe! >> help exp exp Exponential. exp(x) is the exponential of the elements of X, e to the X. For complex Z=X+i*Y, exp(z) = exp(x)*(cos(y)+i*sin(y)). See also expm1, log, log10, expm, expint. Reference page for exp Other functions named exp >> doc exp Ich bitte darum, von der MATLAB-Hilfe ausgiebig Gebrauch zu machen.
29 MATLAB Skripte
30 Matlab Skripte (cont.)
31 Matlab Skripte (cont.) Kommandos können nun Zeile für Zeile als Skript gespeichert werden. Ausführung durch Klick auf Laden und Speichern mit Standard-Dateiendung.m ein paar Einschränkungen im Dateinamen: erstes Zeichen keine Zahl, keine Leerstellen,
32 Obligatorisch
33 Ein Skript mit Rechenoperationen % ich bin ein Kommentar clear % loescht alle Variablen aus dem Workspace v = [1;2;3]; A = [ ; 8 7 2; ]; B = A*v; B % Ohne Semikolon erfolgt die uebliche Ausgabe % im Command Window
34 Numerische Datentypen in MATLAB Generell werden am Rechner Zahlen immer im Binärsystem gespeichert, d.h. eine ganze Zahl wird geschrieben als a j 2 j, j=0..(k-1) mit k der Anzahl der verwendeten Bit, eventuell mit einem Bit für ein Vorzeichen Standardmäßig wird jede Zahl in MATLAB als sog. double gespeichert, auch bei einem Kommando der Form a=3 Ein double ist eine Fließkommazahl (eine Computerapproximation einer reellen Zahl), d.h. es wird eine gewisse Menge Bit auf einen Vorfaktor m verwendet, der Rest auf einen Exponenten a die Zahl ist dann von der Form m 2 a. Genauigkeit von double: etwa 16 Dezimalstellen (relativ), größte darstellbare Zahl etwa , kleinste positive darstellbare Zahl etwa Es gibt auch single, (Verwendung a=single(10.234)) diese haben die Hälfte der Präzision (und benötigen die Hälfte des Speicherplatzes, 32 anstelle von 64 Bit).
35 Numerische Datentypen in MATLAB (cont.) MATLAB versucht allerdings, ganze Zahlen etwas anders zu behandeln, obwohl sie nicht anders gespeichert werden als (approximationen von) reellen Zahlen, beispielsweise können diese als Indizes von Einträgen in Vektoren benutzt werden Will man tatsächlich eine echte ganze Zahl verwenden, so kann man einen Ausdruck der Form a = uint16(1337) verwenden Es gibt hier (u)int8, (u)int16, (u)int32, (u)int64. Das u steht für unsigned, also nicht vorzeichenbehaftet, die Zahl gibt die Anzahl Bit vor. Wertebereich? Bei Operationen mit Integertypen wird immer gerundet Fürs Erste empfehle ich aber, einfach beim Standardtyp zu bleiben, Probleme gibt es nur in Ausnahmefällen
36 Wichtige Numerische Funktionen Die Standardoperatoren (+,-, ) haben wir bereits kennen gelernt Eine Auswahl von anderen Funktionen: exp, log, log10, log2, sqrt, mod, sin, cos, tan, sinh, cosh, tanh, asin, acos, atan, atan2, abs, imag, real, conj, sign, round, floor, ceil, fix Die MATLAB-Hilfe ist hier sehr nützlich
37 Wichtige Funktionen auf Vektoren und Matrizen Die Standardoperatoren haben wir auch hier bereits kennen gelernt (Achtung: Unterscheidung zwischen punktweisen Operatoren und Matrixoperationen) Ansonsten gibt es z.b. max, min, mean, median, sum, prod, sort, transpose, det, inv, diag Alle, die nicht natürlicherweise auf Matrizen operieren, behandeln jeden Spaltenvektor einer Matrix separat und geben einen Reihenvektor aus
38 Strings Mit s = hallo wird in MATLAB der Variable s ein String zugewiesen Stringoperationen in MATLAB z.b. strcat, strfind, strcmp
39 fprintf, sprintf Mit der Funktion fprintf (bzw. sprintf) kann ein schön formatierter String ausgegeben werden. Die Syntax ist (bestenfalls) gewöhnungsbedürftig Beispiel: fprintf( hallo %.5f\n, 0.2); \n : Neue Zeile Jedes Vorkommen von Einem Ausdruck der Form %f (o.ä) wird durch die jeweilige Zahl im Argument ersetzt Es gibt z.b. %d, %u, %f, %e Allgemein: %8.4x, die erste Zahl gibt an auf wieviele Zeichen die Ausgabe formatiert werden soll (es werden einfach Leerzeichen eingefügt), die zweite Zahl gibt bei f und e die Anzahl von Nachkommastellen an, bei d und u die wird mit vorausgehenden Nullen aufgefüllt fprintf schreibt in eine Datei (dazu später mehr) bzw. auf die Konsole, sprintf in einen anderen String (s = sprintf( hello %f, 17.1);)
40 Relationsoperatoren Es sind definiert >, <, <=, >=, ==, ~=, also (in der Reihenfolge) kleiner als, größer als, kleiner oder gleich, größer oder gleich, ist gleich, ist ungleich Die Ausgebe ist ein logical, 0 wenn falsch ( false ), 1 wenn korrekt ( true ). >> 5<2 ans = logical 0 Angewendet auf Vektoren oder Matrizen erfolgt die Auswertung eintragweise! Vorsicht bei komplexen Zahlen Man kann ein logical auch als Variable erzeugen, und zwar mit a = logical(1); oder a = ( 5<2 );
41 Logische Operatoren A B A&B A B ~A xor(a,b)
42 Logische Operatoren (cont.) Es wird von links nach rechts ausgewertet, also ist zum Beispiel ~a b c = ((~a) b) c & hat aber Priorität, also gilt a b&c = a (b&c) Für skalare Größen kann man auch und && verwenden, diese sind etwas schneller (duch Verwendung eines Kurzschlusses )
43 Bedingte Ausführung: if if (logischer Ausdruck1) Anweisungen 1; elseif (logischer Ausdruck2) Anweisungen 2; else Anweisungen 3; end Falls (logischer Ausdruck 1) als wahr evaluiert wird, so werden die Anweisungen 1 ausgeführt Falls (logischer Ausdruck 1) falsch, aber (logischer Ausdruck 2) wahr ist, so werden die Anweisungen 2 ausgeführt Falls weder (logischer Ausdruck 1) noch (logischer Ausdruck 2) wahr sind, so werden die Anweisungen 3 ausgeführt Im Fall von nicht-skalaren logischen Ausdrücken werden alle Einträge mit & verknüpft
44 Fallunterscheidung: switch switch Ausdruck case a Anweisungen 1; case b Anweisungen 2; otherwise Anweisungen 3; end Es wird erst der Ausdruck ausgewertet, falls dieser gleich a ist, so werden die Anweisungen 1 ausgeführt etc.
45 for-schleifen for variable = Matrix oder Vektor Anweisungen; end Der Variable werden nacheinander die Spalten der Matrix bzw. (im einfachen, üblicheren Fall) die Einträge des Vektors zugeordnet. Dann werden jeweils die gegebenen Anweisungen ausgeführt. Die Variable kann in den Anweisungen verwendet werden. Für eine einfache Schleife verwendet man den Ausdruck for index = 1:100 end
46 while-schleifen while logischer Ausdruck Anweisungen; end Die Anweisungen werden solange ausgeführt, wie der logische Ausdruck als wahr evaluiert wird.
47 break und continue In einer (for oder while) Schleife können die Befehle break und continue (üblicherweise innerhalb einer weiteren if-abfrage) verwendet werden. Mit break wird die Schleife verlassen Mit continue wird der Rest der Anweisungen innerhalb der Schleife übergangen
48 Vektoren, Matrizen und lineare Gleichungssysteme (siehe File matvec.m) Matrizen und Vektoren erstellen Standard Matrix-Vektoroperationen Matrix- und Vektorindizes matrix-indexing-in-matlab.html Max, Min, Finden, etc.
49 find Der MATLAB-Befehl find(a) findet im Argument von Null verschiedene Einträge und gibt einen Vektor mit linearen Indizes für diese Einträge zurück Falls A ein logisches Array ist, so werden alle Indizes gefunden, die true (also 1) sind find(a,n) findet die ersten n Einträge
50 Max, Min Diese Befehle haben wir bereits gesehen, sie können aber zum Beispiel auch die Indizes der maximalen Elemente zurückgeben: [m,i] = max(a); Wenn man nur die Indizes haben möchte, kann man den ersten zurückgegebenen Wert auch wegwerfen: [~,I] = max(a); Generell gibt es einige Funktionen, die mehr als eine Variable zurückgeben dies kann immer mit [a,b,c] = function(a,b,c); ausgewertet werden
51 Reshape Die Funktion A = reshape(b, sz); macht aus der Matrix B eine Matrix A (mit ebensovielen Einträgen), die die Dimensionen wie im Vektor sz angegeben besitzt
52 Backslash Der MATLAB-Backslash löst lineare Gleichungssysteme: x = A\b;
53 Funktionendefinitionen Bekannt sind bereits eine ganze Reihe von eingebauten MATLAB-Funktionen, wie zum Beispiel sin, max, find, etc. Man kann aber auch eigene Funktionen definieren, hier ein Beispiel: function y = myfun(x) y = sin(x)+x.^2 Dieser Text wird in einer Datei namens myfun.m gespeichert (Achtung: Dateiname und Funktionsname müssen übereinstimmen). Danach kann diese Funktion aufgerufen werden (in der Kommandozeile oder in einem Skript: a = myfun(3);
54 Funktionendefinitionen (cont.) Genau wie die eingebauten Funktionen können selbstdefinierte Funktionen mehrere Argumente sowie mehrere Rückgabewerte besitzen: function [out1, out2,, outn] = myfun2(in1,in2, inn) in der Funktion werden nun out1 bis outn berechnet. Aufruf mit [y1, y2,, yn] = myfun2(a1, a2,, an).
55 Funktionendefinitionen (cont.) Werden weniger Rückgabewerte angegeben, so werden die restlichen (von vorne gezählt) verworfen. Werden weniger Eingabeargumente angegeben, so gibt es eine Fehlermeldung, wenn diese verwendet werden. Ob ein Argument angegeben wurde, kann man in der Funktion mittels if ~exist('in2','var') end überprüft werden. Die Funktionen nargin bzw. nargout gibt die Anzahl der übergebenen Argumente bzw. Rückgabewerte zurück. Auch hier gilt: will man nur den zweiten Rückgabewert bekommen, so kann man einen Aufruf der Form [~,a] = myfun2(1,2,3); benutzen (Achtung: in diesem Beispiel ist nargout gleich 2).
56 Mehrere Funktionen in einem File (alte Variante) Leider ist das etwas umständlich. Man kann ein File testfun.m schreiben mit dem Inhalt function [] = testfun() % keine Argumente, keine Rückgabewerte. fprintf('%f %f\n', hello(12), hello2(2)) end function y = hello(x) y = sin(x)+12; end function z = hello2(x) z = cos(x).^2; end
57 Mehrere Funktionen in einem File (seit 2016b) Skript mit beliebigem Namen fprintf('%f %f\n', hello(12), hello2(2)) function y = hello(x) y = sin(x)+12; end function z = hello2(x) z = cos(x).^2; end
58 Anonyme Funktionen Mit test sin(x)/x kann eine anonyme Funktion erzeugt und anschließend test genannt werden Beispiel: test sin(x)./y; fprintf( %f\n, test(0.7,0.1));
59 Vektoren und Matrizen als Arrays und Ausgabewerte Funktioniert genauso, wie man es sich vorstellt. Es ist in MATLAB sehr üblich, den Programmcode zu vektorisieren, selbstgeschriebene Funktionen sollten also (sofern das in irgend einer Weise sinnvoll ist) mit vektoriellem Input umgehen können.
60 Funktionen als Argument Beispiel: func sin(x)/x; a = test(func, 2); mit test.m mit Inhalt function z = test(f, x) z = f(x).^2; oder der neueren Variante mit der Funktion test lokal definiert (end nicht vergessen). Genau genommen erzeugt der Code oben ein Function-Handle func. Will man eine extern definierte Funktion (eingebaut oder selbstdefiniert) übergeben, so muss man sie mittels in ein Handle verwandeln: a = test(@sin, 2);
61 Graphische Ausgabe von Funktionen Eine sehr einfache Variante: Diese Funktion erzeugt einen Plot der (als Handle übergebenen) Funktion. Besonders nützlich in der Kombination mit einer anonymen Funktion: sin(x)./x, [-2*pi, 2*pi]); Eine alte Variante heißt ezplot und funktioniert ähnlich.
62 2d-Plots Beispiel x = [ ]; y = [ ]; figure; plot(x,y); %erzeugt einen Linienplot figure; stairs(x,y); %erzeugt einen Stufenplot
63 Mehrere Linien Beispiel: x = [ ]; y1 = [ ]; y2 = [ ]; figure; plot(x,y1,x,y2); figure; % mit unterschiedlichen Stilen % und Farben plot(x,y1, --g,x,y2, :*r ); Allgemein: Linienstil (weglassen für keine Linien), dann Marker (weglassen für keinen Marker), dann Farbe. Verschiedene Möglichkeiten siehe MATLAB-Hilfe zu plot und LineSpec Kompliziertere Variante beispielsweise für Marker in anderer Farbe als die Linie
64 Titel und Achsenbeschriftungen Beispiel: x = linspace(0, 4*pi, 100); y = sin(x); plot(x,y); title( test ); xlabel( x ); ylabel( y=f(x) ); grid on; axis tight; text(pi+0.01,0, Nullstelle );
65 Wichtige Befehle axis([xmin xmax ymin ymax]); Legt Achsenintervalle fest. axis tight Setzt Achsen eng anliegend. axis equal Gleiche Skalierung in x und y axis square Quadratisches Bild grid on/off Gitter anzeigen bzw. löschen xlabel/ylabel/title (jeweils mit einem String als Argument) Achsebeschrifung und Titel legend (ein String pro Datensatz als Argument) Legende anzeigen text(x,y,string) Text ins Bild einbauen
66 Modifikationen und Export Nacheinander mehrere Plots mittels hold on und hold off Mehrere Unterplots in einem Bild mittels subplot Weitere Modifikationen können interaktiv im Plot vorgenommen werden Export via Menü im Plot. Es gibt (im Wesentlichen) zwei Möglichkeiten, als.pdf oder als.png Export auch möglich mittels print -dpdf dateiname.pdf print -dpng dateiname.pdf
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