A Der Versicherungsumfang



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Transkript:

SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG Allgemeine Bedingungen für die Gruppen-Auslandsreise-Krankenversicherung der SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG (SIGNAL IDUNA) in Zusammenarbeit mit der IKK Südwest (SIGNAL IDUNA AB-GARK/ IKK SW 2014) Zum 01.03.2015 hat die IKK Südwest (Versicherungsnehmer) für ihre Mitglieder und deren Familienangehörige mit Anspruch auf Familienversicherung nach 10 SGB V (versicherte Personen) bei der SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG (Versicherer) einen Gruppenversicherungsvertrag abgeschlossen. Die versicherten Personen genießen über diesen Vertrag für die Dauer ihrer Mitgliederschaft Versicherungsschutz für ausschließlich privat veranlasste Auslandreisen, die während des Bestehens des Gruppenversicherungsvertrages unternommen werden. A Der Versicherungsumfang 1 Gegenstand, Umfang und Geltungsbereich der Versicherungsschutzes 2 Umfang der Leistungspflicht B Einschränkungen der Leistungspflicht 3 Einschränkungen der Leistungspflicht C Obliegenheiten 4 Obliegenheiten und Folgen von Obliegenheitsverletzungen D Auszahlungen der Leistungen und Forderungen gegen Dritte 5 Auszahlung der Versicherungsleistungen 6 Ansprüche gegen Dritte E Weitere Bestimmungen 7 Gerichtsstand/Anzuwendendes Recht 8 Verjährung A Der Versicherungsumfang 1. Gegenstand, Umfang und Geltungsbereich des Versicherungsschutzes 1.1 Die SIGNAL IDUNA bietet Versicherungsschutz für akut eintretende Krankheiten, Unfälle und andere im Vertrag genannte Ereignisse bei privaten, nicht geschäftlichen Auslandsreisen. Bei einem im Ausland unvorhergesehen eintretenden Versicherungsfall ersetzt sie dort entstehende Aufwendungen für die Heilbehandlung und erbringt weitere vereinbarte Leistungen. 1.2 Versicherungsfall ist die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person wegen Krankheit oder Unfallfolgen. Der Versicherungsfall beginnt mit der Heilbehandlung; er endet, wenn nach medizinischem Befund Behandlungsbedürftigkeit nicht mehr besteht. Als Versicherungsfall gilt auch der Tod. Sofern ein Rücktransport bis zum Ende der versicherten Reise nicht möglich ist, erstattet die SIGNAL IDUNA die Kosten der Heilbehandlung bis zum Tag der Transportfähigkeit. 1.3 Der Umfang des Versicherungsschutzes ergibt sich aus dem Gruppenversicherungsvertrag zwischen der IKK Südwest und der SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG, schriftlichen Vereinbarungen, diesen Versicherungsbedingungen sowie den gesetzlichen Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland. 1.4 Versicherungsfähig und versichert sind alle Mitglieder der IKK Südwest sowie deren Familienangehörige, die nach 10 SGB V einen Anspruch auf Familienversicherung und ebenfalls einen ständigen Wohnsitz in Deutschland haben. Als ihr ständiger Wohnsitz gilt der Ort in der Bundesrepublik Deutschland, an dem sie behördlich gemeldet sind und sich überwiegend aufhalten. 1.5 Der Versicherungsschutz besteht für beliebig viele privat veranlasste Auslandsreisen, die innerhalb des versicherten Zeitraumes stattfinden, bis zu einer Dauer von 42 Tage je Reise. Bei einer längeren Reisedauer besteht Versicherungsschutz nur für die ersten 42 Tage der Reise. Endet das Versicherungsjahr während einer Urlaubsreise, gilt der Versicherungsschutz nur fort, wenn der Gruppenversicherungsvertrag nicht gekündigt oder beendet wurde. Als Ausland gelten nicht das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland und nicht das Staatsgebiet des Landes, in dem die versicherte Person ihren ständigen Wohnsitz bzw. ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat, sofern dieser nicht im Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland liegt.

1.6 Der Versicherungsschutz besteht mit Beginn der versicherten Auslandsreise (Grenzüberschreitung). Voraussetzung ist jedoch stets das Bestehen des Gruppenversicherungsvertrages zwischen der IKK Südwest und der SIGNAL IDUNA sowie ein Versicherungsverhältnis bei der IKK Südwest. Für Versicherungsfälle, die vor Beginn des Versicherungsschutzes eingetreten sind, wird nicht geleistet. 1.7 Der Versicherungsschutz endet während der Laufzeit des Versicherungsvertrages jeweils mit Beendigung der versicherten Auslandsreise (spätestens mit Ablauf von 42 Tagen). Vor Ablauf der 6 Wochen der Auslandsreise endet der Versicherungsschutz zu dem Zeitpunkt zu dem der Versicherungsschutz nach Ziffer 1.8 endet. Für leistungspflichtige Versicherungsfälle, die im Zeitpunkt der Beendigung des Versicherungsschutzes noch andauern, gewährt die SIGNAL IDUNA bei nachgewiesener Transportunfähigkeit die Leistungen bis zur Wiederherstellung der Transportfähigkeit weiter. 1.8 Darüber hinaus endet der Versicherungsschutz der einzelnen versicherten Personen: a) mit dem Wegzug aus Deutschland; b) mit der Beendigung der Mitgliedschaft oder mit Wegfall des Anspruchs auf Familienversicherung bei der IKK Südwest; c) mit dem Tod der versicherten Person; d) mit der Beendigung des Gruppenversicherungsvertrages. 2. Umfang der Leistungspflicht I Der versicherten Person steht die Wahl unter den zur Heilbehandlung zugelassenen Ärzten und Zahnärzten frei. II III IV Arznei- und Verbandsmittel müssen von den in Ziffer I genannten Behandlern verordnet werden. Bei medizinisch notwendiger stationärer Heilbehandlung hat die versicherte Person freie Wahl unter den Krankenhäusern, die unter ständiger ärztlicher Leitung stehen, über ausreichende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügen, nach in der Bundesrepublik Deutschland oder im Aufenthaltsland wissenschaftlich allgemein anerkannten Methoden arbeiten und Krankengeschichten führen. Nicht gewählt werden können Krankenhäuser, die auch Kuren bzw. Sanatoriumsbehandlung durchführen oder Rekonvaleszenten aufnehmen; diese Einschränkung entfällt, wenn kein anderes der in Satz 1 genannten Krankenhäuser in zumutbarer Nähe ist und es sich nicht um eine Kurbzw. Sanatoriumsbehandlung handelt. Leistungen im Ausland für im Ausland eingetretene Versicherungsfälle Die SIGNAL IDUNA ersetzt 1 Kosten für medizinisch notwendige Heilbehandlung, und zwar für: a) Arzt und Facharzt; b) Wegegebühren des Arztes; c) Operationen sowie Assistenz und Narkose; d) Röntgendiagnostik und Strahlentherapie; e) Arzneimittel, die aufgrund ärztlicher Verordnung aus einer Apotheke bezogen werden. In gleicher Weise wird für Verbandmaterial geleistet. Als Arzneimittel, auch wenn sie ärztlich verordnet sind und heilwirksame Stoffe enthalten, gelten nicht Nähr- Stärkungspräparate, Mittel, die vorbeugend oder gewohnheitsmäßig genommen werden, sowie kosmetische Präparate; f) ärztlich verordnete Gehhilfen sowie Schienen und Stützapparate zur Akutversorgung; g) stationäre Behandlung im Krankenhaus. Anstelle von Kostenersatz kann ein Krankenhaustagegeld von 25,00 Euro pro Tag gewählt werden; h) den notwendigen Transport in das nächstliegende Krankenhaus oder zum nächst erreichbaren Notfallarzt durch anerkannte Rettungsdienste; i) Zahnbehandlungen, jedoch nur für schmerzstillende Behandlung, notwendige Füllungen in einfacher Ausführung, Provisorien sowie Reparaturen von Zahnprothesen. 2 Rückführungskosten bei schwerer Erkrankung bzw. Unfall. Für eine aus medizinischen Gründen notwendige und ärztlich angeordnete Rückführung der versicherten Person (nicht der Begleitperson) an deren ständigen Wohnsitz oder sofern wegen der Art der Erkrankung oder Verletzung erforderlich an einen anderen Ort innerhalb der Bundesrepublik AB/GARK/IKKSW März15 Seite 2 von 6

Deutschland werden Mehrkosten erstattet, die durch die vom Arzt angeordnete Art des Rücktransportes entstehen. Voraussetzung für eine Kostenübernahme ist jedoch, dass unverzüglich eine Kontaktaufnahme mit dem 24-Stunden-Notfall-Telefon des Versicherers erfolgt (Telefonnummer + 49 231 135 7646) und der Rücktransport durch diesen organisiert wird. Medizinisch notwendig ist eine Rückführung dann, wenn am Aufenthaltsort im Ausland oder in zumutbarer Entfernung eine ausreichende medizinische Versorgung nicht möglich ist und deshalb eine weitere Gesundheitsschädigung befürchtet werden muss. Sofern sich der Versicherte im Ausland in einem Krankenhaus in stationärer Behandlung befindet, können auch bei nicht ausreichend begründeter medizinischer Notwendigkeit des Rücktransportes die Mehrkosten dann erstattet werden, wenn wegen der Schwere der Erkrankung in unmittelbarem Anschluss an die Rückführung eine stationäre Weiterbehandlung im Inland notwendig ist. V VI Bestattungskosten Überführungskosten Beim Tode der versicherten Person werden die Kosten der Bestattung im Ausland oder der Überführung an deren ständigen Wohnsitz nach Ziffer 1.4 bis zu 10.000,00 EUR erstattet. Betreuung und Service Die SIGNAL IDUNA informiert auf Anfrage über die Möglichkeiten ärztlicher Versorgung. Soweit möglich, benennt sie einen deutsch oder englisch sprechenden Arzt. Die SIGNAL IDUNA stellt jedoch nicht den Kontakt zum Arzt selbst her. Erkrankt die versicherte Person oder erleidet sie einen Unfall und wird sie deswegen in einem ausländischen Krankenhaus stationär behandelt, erbringt die SIGNAL IDUNA auf Wunsch nachstehende Leistungen: a) Die SIGNAL IDUNA stellt über einen von ihr beauftragten Arzt den Kontakt zum jeweiligen Hausarzt der versicherten Person und den behandelnden Krankenhausärzten her. Während des Krankenhausaufenthaltes sorgt sie für die Übermittlung von Informationen zwischen den beteiligten Ärzten. Auf Wunsch sorgt die SIGNAL IDUNA für die Information der Angehörigen. b) Die SIGNAL IDUNA gibt gegenüber dem Krankenhaus, soweit erforderlich, eine Kostenübernahmegarantie bis zu 12.500,00 EUR ab und übernimmt namens und im Auftrage der versicherten Person die Abrechnung mit dem Krankenhaus. VII Telefon- und Taxikosten Die zur Anforderung einer schnellen Hilfe über das 24-Stunden- Notfall-Telefon bei den Leistungen stationäre Behandlung (2 IV 1g), Krankenrücktransport (2 IV 2) und Überführung bzw. Bestattung im Todesfall (2 V) entstandenen Telefonkosten, sowie die zur Inanspruchnahme der ärztlichen Versorgung notwendigen und nachgewiesenen Taxikosten werden zusammen bis zu 50,00 EUR erstattet. B Einschränkungen der Leistungspflicht 3. Einschränkungen der Leistungspflicht 3.1 Keine Leistungspflicht besteht a) für Behandlungen von denen bei Reiseantritt feststand, dass sie bei planmäßiger Durchführung der Reise stattfinden mussten, es sei denn, dass die Reise wegen des Todes des Ehegatten oder eines Verwandten ersten Grades unternommen wurde; b) für Behandlungen im Ausland, die der alleinige Grund oder einer der Gründe für den Antritt der Reise waren; c) für auf Vorsatz beruhende Krankheiten und Unfälle einschließlich deren Folgen sowie für Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen; d) für Todesfälle sowie für Krankheiten und Unfälle (nebst Folgen von Krankheiten und Unfällen), die dadurch entstehen, dass die versicherte Person entgegen der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes in ein Land einreist, in dem Krieg/Bürgerkrieg oder innere Unruhen herrschen, oder sich aktiv an Kriegs-/Bürgerkriegs-Ereignissen oder inneren Unruhen beteiligt, e) für die Behandlung geistiger und seelischer Störungen und Erkrankungen sowie für Hypnose und Psychotherapie; f) für Untersuchung und Behandlung wegen Schwangerschaft, Entbindung und Schwangerschaftsabbruch sowie deren Folgen; Kostenersatz wird aber insoweit geleistet, als ärztliche Hilfe bei akut auftretenden Schwangerschaftskomplikationen einschließlich Fehlgeburt notwendig ist; g) für Zahnersatz einschließlich Kronen und für Kieferorthopädie; AB/GARK/IKKSW März15 Seite 3 von 6

h) für Heilmittel (z. B. Massagen, Bäder, Fango, Krankengymnastik) und für Anschaffung und Reparatur von Hilfsmitteln (z. B. Sehhilfen, Prothesen, Krankenfahrstühle, Hörgeräte); i) für Kur- und Sanatoriumsbehandlung sowie für Rehabilitationsmaßnahmen; j) für ambulante Heilbehandlung in einem Heilbad oder Kurort. Die Einschränkung entfällt, wenn während eines vorübergehenden Aufenthaltes durch eine vom Aufenthaltszweck unabhängige Erkrankung oder einen dort eingetretenen Unfall Heilbehandlung notwendig wird; k) für wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden und Arzneimittel. Dabei werden die Verhältnisse im jeweiligen Aufenthaltsland zugrunde gelegt; l) für Behandlungen durch Ehegatten, Eltern oder Kinder; Sachkosten werden erstattet; m) für eine durch Pflegebedürftigkeit oder Verwahrung bedingte Unterbringung. 3.2 Übersteigt eine Heilbehandlung oder sonstige Maßnahme, für die Leistungen vereinbart sind, das medizinisch notwendige Maß, so kann die SIGNAL IDUNA ihre Leistungen auf einen angemessenen Betrag herabsetzen. Stehen die Aufwendungen für die Heilbehandlung oder sonstigen Leistungen in einem auffälligen Missverhältnis zu den erbrachten Leistungen, ist die SIGNAL IDUNA insoweit nicht zur Leistung verpflichtet. 3.3 Besteht auch Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung oder der gesetzlichen Rentenversicherung, auf eine gesetzliche Heilfürsorge oder Unfallfürsorge, so ist die SIGNAL IDUNA nur für die Aufwendungen leistungspflichtig, welche trotz der gesetzlichen Leistungen notwendig bleiben. Eventuelle Ansprüche des Versicherungsnehmers auf ein vereinbartes Krankenhaustagegeld bleiben hiervon unberührt. 3.4 Die SIGNAL IDUNA ist von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn a) der Versicherte die SIGNAL IDUNA nach Eintritt des Versicherungsfalles arglistig über Umstände zu täuschen versucht, die für den Grund oder die Höhe der Leistung von Bedeutung sind; b) eine Erstattung abgelehnt wurde und der Anspruch auf Leistung nicht gerichtlich geltend gemacht wird. C Obliegenheiten 4. Obliegenheiten und Folgen von Obliegenheitsverletzungen 4.1 Der Versicherte ist verpflichtet, nach Eintritt des Versicherungsfalles a) den Schaden möglichst gering zu halten und alles zu vermeiden, was zu einer unnötigen Kostenerhöhung führen könnte; b) den Schaden unverzüglich nach Abschluss der Reise der SIGNAL IDUNA mit dem von der IKK Südwest zur Verfügung gestellten und vom Versicherten vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Leistungsantrag unter Einreichung sämtlicher relevanter Unterlagen anzuzeigen; c) der SIGNAL IDUNA jede zumutbare Untersuchung über Ursache und Höhe ihrer Leistungspflicht zu gestatten, jede hierzu dienliche Auskunft zu erteilen, Originalbelege einzureichen, ggf. behandelnde Ärzte einschließlich der Ärzte der Assistance und andere Versicherer von ihrer Schweigepflicht zu entbinden, soweit die Kenntnis der Dritten für die Beurteilung der Leistungspflicht erforderlich ist, sowie bei Todesfällen die Sterbeurkunde einzureichen; d) Beginn und Ende jeder Auslandsreise auf Verlangen sowie die ausschließlich private Veranlassung einer jeden Auslandsreise der SIGNAL IDUNA nachzuweisen; e) im Falle einer stationären Behandlung im Krankenhaus und vor Beginn umfänglicher diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen unverzüglich Kontakt zum 24-Stunden- Notfall-Telefon der SIGNAL IDUNA aufzunehmen; f) dem Rücktransport an den Wohnort bzw. in das dem Wohnort nächstgelegene geeignete Krankenhaus bei Bestehen der Transportfähigkeit zuzustimmen, wenn die SIGNAL IDUNA den Rücktransport nach Art der Krankheit und deren Behandlungsbedürftigkeit genehmigt; g) uns wegen der Ansprüche nach Ziffer 6 von eventuell weiteren bestehenden Reiseversicherungen unverzüglich zu unterrichten. 4.2 Rechtsfolgen bei Obliegenheitsverletzung Wird eine Obliegenheit nach Ziffer 4.1 vorsätzlich verletzt, verliert der Versicherte seinen Versicherungsschutz. Bei grob fahrlässiger Verletzung einer Obliegenheit ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherten entsprechenden Verhältnis zu kürzen. AB/GARK/IKKSW März15 Seite 4 von 6

Der vollständige oder teilweise Wegfall des Versicherungsschutzes bei Verletzung einer nach Eintritt des Versicherungsfalls bestehenden Auskunfts- oder Aufklärungsobliegenheit setzt voraus, dass der Versicherer den Versicherten durch gesonderte Mitteilung in Textform auf diese Rechtsfolge hingewiesen hat. Weist der Versicherte nach, dass er die Obliegenheit nicht grob fahrlässig verletzt hat, bleibt der Versicherungsschutz bestehen. Der Versicherungsschutz bleibt auch bestehen, wenn der Versicherte nachweist, dass die Verletzung der Obliegenheit weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalls noch für die Feststellung oder den Umfang der dem Versicherer obliegenden Leistung ursächlich war. Das gilt nicht, wenn der Versicherte die Obliegenheit arglistig verletzt hat. 4.3 Die Obliegenheiten bestehen nicht für Leistungen, die die versicherte Person über die international gültige Krankenversicherungskarte (EHIC) in Anspruch genommen hat und die der IKK Südwest über die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung-Ausland (DVKA) in Rechnung gestellt werden. D Auszahlungen der Leistungen und Forderungen gegen Dritte 5. Auszahlung der Versicherungsleistungen Ergänzend zu Ziffer 4 bestehen folgende Pflichten im Schadenfall: 5.1 a) Alle Belege müssen den Vor- und Zunamen der behandelten Person, die Krankheitsbezeichnung (Diagnose), die einzelnen ärztlichen Leistungen mit Behandlungsdaten und den Namen des Rechnungsausstellers enthalten; aus den Rezepten müssen das verordnete Medikament, der Preis und der Quittungsvermerk deutlich hervorgehen. Arzneimittelverordnungen sowie die Rechnungen über Hilfs- und Verbandsmittel sind zusammen mit der ärztlichen Verordnung einzureichen. Bei Zahnbehandlung müssen die Belege die Bezeichnung der behandelten Zähne und der daran vorgenommenen Behandlung tragen. b) Der Anspruch auf Krankenhaustagegeld ist durch eine Bescheinigung des Krankenhauses nachzuweisen, die den Vor- und Zunamen der behandelten Person, die Dauer des Krankenhausaufenthaltes, die Bezeichnung der Krankheit,das Aufnahme- und Entlassungsdatum sowie Angaben über eventuelle Beurlaubungen enthält. c) Die Notwendigkeit einer Rückführung ist durch die ärztliche Anordnung mit Krankheitsbezeichnung, der Anspruch auf Bestattungs-/ Überführungskosten durch die amtliche Sterbeurkunde und eine ärztliche Bescheinigung über die Todesursache zu belegen. d) Hat die versicherte Person für den Versicherungsfall Ansprüche gegen Dritte (s. Ziffer 6) oder von Dritten Erstattungen erhalten, sind hierüber Nachweise oder beglaubigte Zweitschriften mit einer Bestätigung eines anderen Kostenträgers über die gewährten Leistungen (Erstattungsvermerk) beizufügen. 5.2 Die in ausländischer Währung entstandenen Kosten werden zum Kurs des Tages, an dem die Belege bei dem Versicherer eingehen, in EURO umgerechnet. Als Kurs des Tages gilt für gehandelte Währungen der amtliche Devisenkurs Frankfurt, für nichtgehandelte Währungen der Kurs gemäß Währungen der Welt Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank, Frankfurt, nach jeweils neuestem Stand, es sei denn, dass die zur Bezahlung der Rechnungen notwendigen Devisen nachweislich zu einem ungünstigeren Kurs erworben wurden und dies durch eine Änderung der Währungsparitäten bedingt war. 5.3 Die Leistungen kann ausschließlich die versicherte Person oder soweit Aufwendungen der IKK Südwest über die DVKA in Rechnung gestellt werden die IKK Südwest verlangen. Eine Abtretung oder Verpfändung von Leistungsansprüchen ist nur und erst mit unserer ausdrücklichen Zustimmung wirksam. Wählt die versicherte Person die Leistungsabwicklung über die IKK Südwest, können die durch die IKK Südwest erstatteten Beträge durch diese bei der SIGNAL IDUNA geltend gemacht werden. 5.4 Die SIGNAL IDUNA ist zur Leistung nur verpflichtet, wenn ihr die durch die versicherte Person nach Ziffer 4.1 b) zusammen mit dem Leistungsantrag unterschriebene Einwilligung zur Erhebung und Verwendung von Gesundheitsdaten sowie die Entbindung von der Schweigepflicht vorliegen und die von ihr geforderten Nachweise erbracht sind; diese werden Eigentum der SIGNAL IDUNA. AB/GARK/IKKSW März15 Seite 5 von 6

5.5 Die Leistungen sind fällig mit der Beendigung der zur Feststellung des Versicherungsfalls und des Umfangs der Leistung notwendigen Erhebungen. Sind diese nicht bis zum Ablauf eines Monats seit Anzeige des Versicherungsfalls beendet, können Abschlagszahlungen bis zur Höhe der voraussichtlichen Mindestleistung verlangt werden. Bei der Berechnung dieser Frist zählt der Zeitraum nicht mit, in dem die Erhebungen infolge eines Verschuldens des Anspruchstellers nicht beendet werden können. 6. Ansprüche gegen Dritte 6.1 Soweit im Versicherungsfall ein Dritter leistungspflichtig ist, oder eine Entschädigung aus anderen Versicherungsverträgen beansprucht werden kann, gehen diese Leistungsverpflichtungen vor. Soweit aus anderen Versicherungsverträgen eine Entschädigung beansprucht werden kann, steht es dem Versicherungsnehmer frei, wem er den Schadenfall meldet. Meldet der Versicherungsnehmer oder die versicherte Person den Schadenfall der SIGNAL IDUNA, wird diese jedoch im Rahmen ihrer Verpflichtung in Vorleistung treten. 6.2 Soweit der Versicherte von schadenersatzpflichtigen Dritten Ersatz der ihm entstandenen Aufwendungen erhalten hat, ist der Versicherer berechtigt, den Ersatz auf seine Leistungen anzurechnen. Der Versicherungsnehmer bzw. die versicherte Person kann insgesamt keine Entschädigung verlangen, die den Gesamtschaden übersteigt. E Weitere Bestimmungen 7. Gerichtsstand/Anzuwendendes Recht 7.1 Für Klagen gegen die SIGNAL IDUNA bestimmt sich die gerichtliche Zuständigkeit nach dem Sitz der SIGNAL IDUNA. Örtlich zuständig ist auch das deutsche Gericht, in dessen Bezirk die versicherte Person zur Zeit der Klageerhebung ihren Wohnsitz hat. 7.2 Für Klagen gegen die versicherte Person ist das Gericht des Ortes zuständig, an dem die versicherte Person ihren deutschen Wohnsitz hat. Sind der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt, bestimmt sich die gerichtliche Zuständigkeit für Klagen nach dem Sitz des Versicherers. 7.3 Für diesen Vertrag gilt deutsches Recht. 8. Verjährung Die Ansprüche aus dem Gruppenversicherungsvertrag verjähren regelmäßig in drei Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Berechtigte Kenntnis von den Umständen, die den Anspruch begründen, und über uns als Versicherer erlangt. Die Frist beginnt auch dann zu laufen, wenn der Berechtigte die Unkenntnis grob fahrlässig zu vertreten hat. Die Ansprüche verjähren unabhängig von der Kenntnis des Berechtigten spätestens nach zehn Jahren. Wurde ein Anspruch bei uns angemeldet, zählt bei der Fristberechnung der Zeitraum zwischen Anmeldung und Zugang unserer in Textform mitgeteilten Entscheidung beim Berechtigten nicht mit, soweit dieser Zeitraum nach Beginn der Verjährung liegt. AB/GARK/IKKSW März15 Seite 6 von 6