Ferromagnetische Hysteresis



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Physikalisches Anfängerpraktikum 1 Gruppe Mo-16 Wintersemester 2005/06 Jens Küchenmeister (1253810) Versuch: P1-83,84 Ferromagnetische Hysteresis - Vorbereitung - Inhaltsverzeichnis 1 Induktivität und Verlustwiderstand einer Luftspule 2 1.1 Induktivität ohne Eisenkern............................. 2 1.2 theoretische Induktivität und Widerstand...................... 2 2 Induktivität und Verlustwiderstand einer Spule mit geschlossenem Eisenkern 3 2.1 Induktivität mit Eisenkern.............................. 3 2.2 relative Permeabilität................................. 3 3 Ferromagnetische Hysteresis und Ummagnetisierungsverluste 4 3.1 Hysteresiskurve.................................... 5 3.2 Eichung........................................ 5 3.3 Ummagnetisierung.................................. 6 3.4 relative Wechselfeld-Permeabilität.......................... 6 3.5 Vergleich........................................ 6 4 Sättigungsinduktion, Remanzenz, Koerzitivkraft, magnetische Härte, Vergleich Eisen-Ferrit 6 1

1 Induktivität und Verlustwiderstand einer Luftspule Aus einer R/L - Reihenschaltung sollen Verlustwiderstand und Induktivität einer Spule bestimmt werden (ohne Eisenkern). Hierfür wird ein Widerstand R = 50Ω mit einer Spule mit 1000 Windungen in Serie geschaltet. Die Wechselstromfrequenz betrage 50Hz, wobei die Messung zweimal durchgeführt werden sollen, und zwar mit I eff,1 = 300mA und I eff,2 = 30mA. Die Stromstärke wird über einen regelbaren Vorwiderstand eingestellt. Mit dem Oszillographen sollen nun die Spannungsamplituden an der Spule sowie am Widerstand gemessen werden. Weiterhin soll die Zeitdierenz t zwischen deren Nulldurchgängen gemessen werden. Aus dieser Zeitdierenz erhält man die Phasenverschiebung, um die der Strom I der Spannung U nacheilt: ϕ = 2π t T = 2π f t Aufgabe1: Schaltplan 1.1 Induktivität ohne Eisenkern Es sollen zuerst der Verlustwiderstand r der Spule und deren Induktivität L berechnet werden. Die Ursachen für r liegen beispielsweise im Drahtwiderstand, Abstrahlung, Wirbelströmen, o.ä. Für den komplexen Stromwiderstand (Impedanz ) gilt: Z = r + iω L (ω = 2πf) woraus sich der Scheinwiderstand Z ergibt Z = b U bi = (ReZ) 2 + (ImZ) 2 = r 2 + ω 2 L 2 Nun geht man zur Bestimmung von r und L folgendermaÿen vor: man misst oszilloskopisch die Spannung am Vorwiderstand R und an der Spule, sowie den Phasenwinkel ϕ. Dann ergeben sich unsere gesuchten Gröÿen aus: Z = Û R bu R, r = Z cos ϕ und L = Z sin ϕ ω 1.2 theoretische Induktivität und Widerstand Nun soll aus den gegebenen Spulendaten (s. Zubehör) näherungsweise die Spuleninduktivität und der Drahtwiderstand der Spule errechnet werden. Für eine lange Spule (SpulenlängeSpulenradius) gilt (hergeleitet aus: U ind = n A Ḃ, L = U ind und B = µ I 0 I n): l L = µµ 0 n 2 A l = µµ 0 n 2 πr2 l, wobei allerdins in unserem Fall ein Korrekturfaktor k eingeführt wird, der in diesem Fall (Verhältnis inner/äuÿerer Wickelradius: 1,5) 0.55 beträgt und sich daher erklärt, dass die verwendete Spule nicht lang ist und somit eine geometriebedingte Korrektur vorgenommen werden muss. 2

µ 0 = 4π 10 7 V s ist die magnetische Feldkonstante, die Permeabilität von Luft ist µ 1, Am n = 1000 ist die Anzahl der Wicklungen, der mittlere Wicklungsradius beträgt r = 0, 034m und die Länge der Spule ist l = 0, 068m. Somit ergibt sich in die Formel eingesetzt: Für einen Draht gilt nun: L = 36, 9 10 3 H = 36, 9mH E = U l und j = I A, mit: E: elektrisches Feld, U: Spannung, l Länge Draht, I: Stromstärke, A: Leiterquerschnitts- äche. Aus der Relation ρ = E ergibt sich: j R = ρ l A Nun können wir einsetzen (spezischer Widerstand Kupfer: ρ Cu = 1, 54 10 8 Ωm, einem Drahtdurchmesser von d = 0, 7 10 3 m): R = ρ Cu l A = ρ Cu 2πrn π( d 2 )2 = 8, 55Ω 2 Induktivität und Verlustwiderstand einer Spule mit geschlossenem Eisenkern 2.1 Induktivität mit Eisenkern Die Bedingungen unterscheiden sich zur Aufgabe 1 nur dahingehend, dass nun die Spule einen geschlossenen Eisenkern bekommt. Wieder werden die Spannungsamplituden an der Spule und am Widerstand, sowie t gemessen, nur mit der geänderten Voraussetzung, dass I eff,1 = 30mA und I eff,2 = 10mA betragen. 2.2 relative Permeabilität Das sich mit dem Eisenkern die Geometrie des Problems geändert hat, wollen wir nun mit den in 2.1 indirekt gemessenen Werten für die Induktivität, die relative Permeabilität µ bestimmen, die ihrerseits allerdings nicht konstant ist, da sie von B und damit dem Induktionsstrom abhängt. Nun hat sich, wie erwähnt, die Geometrie des Problems geändert, d.h. das magnetische Feld verläuft nun fast auÿschlieÿlich im innern des Eisenkerns, wodurch sich zwar die gleiche Formel für L ergibt, jedoch ändern sich folgende Variable: statt der Länge der Spule ist nun die mittlere Länge der Feldlinien ausschlaggebend (s.zubehör): l F eldl = 0, 48m), die Querschnittsäche ist nun ebenfalls auf den Eisenkern bezogen (A Kern = 0, 039m 0, 039m) und somit entfällt auch die für kurze Spulen gedachte Korrektur k. Somit ergibt sich aus der Formel für die Induktiviät: L = n 2 µµ 0 AKern l F eldl µ = L l F eldl A Kern µ 0 n 2 3

3 Ferromagnetische Hysteresis und Ummagnetisierungsverluste In ferromagnetischen Stoen gibt es eine kleine Dipol-Teilbereiche, die parallel ausgerichtet sind (Weiÿ'sche Bezirke). Makroskopisch hat das keinen Einuss, da diese Bezirke statistisch verteilt sind und sich die einzelnen Ausrichtungen im Groÿen wieder herausmitteln. Legt man nun allerdings ein äuÿeres Feld an, B 0 = µ 0 H, so werden die Bereiche in die gleiche Richtung ausgerichtet - dabei wird ein magnetisches Moment vom Betrag M erzeugt, das, auf das Volumen bezogen, Magnetisierung heiÿt (J = M/V ) und das äuÿere Feld vergröÿert: B m = B 0 + µ 0 J. Die Permeabilität wird als µ = B m /B 0 deniert. Mit fortschreitender Zeit erfolgt logischerweise eine Sättigung, da nur endlich viele ausrichtbare Bereiche vorhanden sind. Schaltet man nun das äuÿere Feld ab, so werden (je nach Material und Nebenbedingungen) Teile der ausgerichteten Bereiche weiterhin in ihrem ausgerichteten Zustand bleiben. Diese Restmagnetisierung nennt man Remanenz. Legt man nun ein Feld an, das dem ursprünglichen entgegenwirkt, so werden die Bezirke in die andere Richtung ausgerichtet, wobei die zur Beseitigung der Restmagnetisierung notwendige entgegengerichtete Feldstärke Koerzitivkraft genannt wird. Auch das entgegengesetzte Feld wird wieder einen Sättigungspunkt erreichen, was darauf hinausläuft, dass man, bei zyklischer Umpolung, die folgende Hysteresisschleife erhält (die Magnetisierung nach vorheriger Entmagnetisierung nennt man Neukurve: Aufgabe3: Hysteresiskurve 4

3.1 Hysteresiskurve Die Konstruktion zur oszilloskopischen Darstellung der Hysteresisschleifen sieht folgendermaÿen aus: Aufgabe3: Aufbau zur Hysteresiskurve Nun wird für die Stromstärken I eff = 30mA und I eff = 10mA gemessen. 3.2 Eichung Da wir B und H nicht direkt messen, müssen wir geeignete Eichfaktoren herleiten. H-Achse: Es gilt: H = n 1 l Kern I eff H = Damit gilt für den Eichfaktor der H-Achse: n 1 l Kern R } {{ } =:α 1 U R α 1 = n 1 l Kern R = 1000 0,48m 10Ω = 208, 3 A V m B-Achse: Man verwendet ein R/C-Glied (Widerstand R 1 und Kondensator mit Kapazität C in Reihe) als Integrator. Dabei wird U ind an die Reihenschaltung angelegt und das Ergebnis kann am Kondensator abgegrien werden. Es gelten folgende Beziehungen: U C = Q = 1 Idt = U ind U C C C R 1 dt Nun wird vorausgesetzt, dass R 1 und C genügend groÿ sind, damit U C << U ind gilt. Nun folgt: Damit ergibt sich für das B-Feld über U C : Damit gilt für den Eichfaktor der B-Achse: U C = 1 R 1 C U ind dt B 1 Uind n 2 A dt R 1 C U C n 2 A } {{ } =:α 2 α 2 = R 1 C n 2 A = 100kΩ 10µF 50 (0,039m) 2 = 13, 15 s m 2 5

3.3 Ummagnetisierung In diesem Aufgabenteil soll die Ummagnetisierungsarbeit pro Volumeneinheit und Umlauf bestimmt werden. Sie wird durch das Integral B dh beschrieben, womit sie als Flächeninhalt der Hysteresisschleife bestimmt werden kann: W magn V = B dh = A Hysteresisschleife Um diesen Quotienten zu erhalten, haben wir zwei einfache Methoden zur Hand: 1. Kästchen zählen Hier werden einfach die Anzahl der Kästchen innerhalb der Schleife gezählt und dann mit dem Inhalt eines Kästchens multipliziert. 2. Ausschneiden und wiegen Hierbei wird ein Blatt Papier auf die Schleife gelegt, der Graph wird abgepaust, ausgeschnitten und das Papier gewogen. Mittels des Gewichts einer Referenzäche kann die Fläche der Schleife bestimmt werden. Hat man auf diese Weise die Ummagnetisierungsarbeit erhalten, kann man die Verlustleistung des Systems bestimmen. Für diese gilt: P mag = Wmagn V V T Zyklus = Wmagn T Zyklus, wobei T Zyklus = 2π f ist und für das Volumen gilt V = A l. Desweiteren ist der Verlustwiderstand gefragt. Er folgt aus dem Spulenstrom I eff : r magn = Pmagn I 2 eff Bei einem Material mit schmaler Hysteresisschleife ist die Ummagnetisierungsverlustleistung also relativ klein. Solche Materialien werden als weichmagnetisch bezeichnet - sie sind besonders geeignet für Spulen groÿer Induktivität und für Transformatoren. Stoe mit einer breiten Schleife heiÿen analog hartmagnetisch. Sie nden beispielsweise in Permanentmagneten Anwendung. 3.4 relative Wechselfeld-Permeabilität In jedem Punkt der Hysteresisschleife gilt: B = µ µ 0 H µ = Nun liest man einfach verschiedene Wertepaare von H und B ab und berechnet daraus, wie angegeben, µ 3.5 Vergleich Die Ergebnisse der vorigen Teilaufgabe sollen mit den Ergebnissen aus 2.2 für die Wechselfeld- Permeabilität verglichen werden. 4 Sättigungsinduktion, Remanzenz, Koerzitivkraft, magnetische Härte, Vergleich Eisen-Ferrit Am Ende soll nun für einen Eisenkern (I eff = 0, 2A, n = 500) und für einen Ferrit-Schalenkern (I eff = 15mA, n = 500) die Hysteresisschleifen dargestellt werden. Die gesuchten Gröÿen sind die Remanenz, die Koerzitivkraft, die Ummagnetisierungsverlustleistung und die Sättigungsinduktion. Sie werden nach Eichung der Achsen durch die oben beschriebenen Verfahren ermittelt. B µ 0 H 6