Prof. Dr. P. Liggesmeyer, HPI



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Transkript:

Total Quality Management (TQM) Qualitätsstrategien Qualitätstechniken im Rahmen von TQM Quality Function Deployment (QFD) Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Zuverlässigkeitsmodellierung Qualitätszirkel FMECA Ursache-Wirkungs-Diagramm (Fishbone Chart, Ishikawa-Diagramm) Paretoanalyse Korrelationsdiagramm Prof. Dr. Liggesmeyer, 1 Total Quality Management (TQM) DIN / ISO 8402 (1995): Totales Qualitätsmanagement: "Auf der Mitwirkung aller ihrer Mitglieder basierende Führungsmethode einer Organisation, die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenheit der Kunden auf langfristigen Geschäftserfolg sowie auf Nutzen für die Mitglieder der Organisation und für die Gesellschaft zielt." Prof. Dr. Liggesmeyer, 2 Seite 1

Qualitätsstrategien Null-Fehler-Programm (Zero Defects Concept) Ein von P. B. Crosby entwickeltes Programm, das davon ausgeht, dass nur fehlerfreie Produkte wirklich akzeptabel sind. Ziel ist ein fehlerfreies Produkt ohne Ausschuss und Nacharbeit. "Nicht die Erzeugung von Qualität verursacht Kosten sondern die Nichterfüllung von Anforderungen" Continuous Improvement Process (CIP), Kaizen Von W. E. Deming in den 50-er Jahren in die japanische Industrie eingeführtes Programm, das die Produktivität und Qualität revolutioniert hat. Umfasst das Prinzip der ständigen Verbesserung (Kaizen) und ein 14-Punkte- Programm (Management-Prinzipien). Kaizen wird mit Hilfe des Deming-Zyklus realisiert (Plan-Do-Check-Act). Total Quality Control (Feigenbaum, 1961) System zur Entwicklung, Aufrechterhaltung und Verbesserung der Qualität (Marketing, Entwicklung, Produktion, Kundendienst) Prof. Dr. Liggesmeyer, 3 Qualitätsstrategien Company-Wide Quality Control (Ishikawa) Konzept, das TQC wesentlich um die Komponente der Mitarbeiterorientierung erweitert. Ishikawa ist der Erfinder der Qualitätszirkel und der Fishbone-Charts (Ishikawa-Diagramm). Qualitäts-Trilogie Von J. M. Juran entwickelter dreistufiger, systematischer, kontinuierlicher Prozess zur Qualitätssteigerung (Planung des Prozesses, Implementierung und Absicherung, Prozessverbesserung). Prof. Dr. Liggesmeyer, 4 Seite 2

Qualitätssicherung und TQM Ziele Orientierung Organisation Qualitätsverantwortung Methode Klassische Qualitätssicherung Bessere Produkte Geringere Kosten Produkt Starke Position der Qualitätssicherung Qualitätsbeauftragter Messungen Kontrollen Fehlererfassung und Fehlerauswertung TQM Besseres Unternehmen Kundenzufriedenheit Flexibilität Markt Prozess Alle Aktivitäten sind auf Qualität fokussiert. Linienmanagement Jeder Mitarbeiter Institutionalisiertes Programm zur Fehlerreduktion Prozessüberwachung und Prozessoptimierung Optimierung im eigenen Tätigkeitsbereich Prof. Dr. Liggesmeyer, 5 Qualitätstechniken im Rahmen von TQM Methoden und Verfahren: Quality Function Deployment (QFD) Statistische Prozesskontrolle (SPC) Zuverlässigkeitsmodellierung Reviews, Inspektionen Qualitätszirkel Fehlermöglichkeiten- und Einflussanalyse (FMEA)... Techniken: Fishbone Chart (Ishikawa-Diagramm) Paretoanalyse Qualitätsregelkarte (im Sinne von SPC) Korrelationsdiagramm... Prof. Dr. Liggesmeyer, 6 Seite 3

Quality Function Deployment (QFD) Vollständige Erhebung der Kundenanforderungen Gewichtung von Kundenanforderungen entsprechend ihrer Bedeutung für den Kundennutzen und den Geschäftserfolg Verfolgung von Anforderungen durch den Entwicklungsprozess (Transparenz, welche Aktivitäten mit welchen Kundenanforderungen in Beziehung stehen) Ressourcen werden im Zweifel zur Realisierung wichtiger Anforderungen bereitgestellt. Entspricht der starken Kundenorientierung von TQM, da im Grunde alles auf Kundenanforderungen zurückgeführt werden kann. Prof. Dr. Liggesmeyer, 7 Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Instrument zur Unterscheidung zwischen einer rein zufälligen Streuung von Prozess- Kennzahlen eines stabilen Prozesses und systematischen Veränderungen des Prozesses Zufällige Streuung: Fertigungstoleranzen eines Frästeiles Systematische Veränderung: Langsame Drift des Maßes durch Werkzeugabnutzung, sprunghafte Veränderung durch Einspannen eines falschen Fräskopfes Nutzt statistische Hilfsmittel Wird durchgeführt mit Hilfe der Qualitätsregelkarte Prof. Dr. Liggesmeyer, 8 Seite 4

SPC in der Fertigung Fertigungstoleranzen aufgrund von Maschinengenauigkeit (z. B. Drehbank). Fertigungstoleranzen aufgrund von Prozessgenauigkeit (Materialqualität, Mitarbeiterqualifikation). Festgelegte tolerierbare Schwankungen, bei deren Überschreitung Teile Ausschuss sind. Wunsch, mit Stichproben als Qualitätskontrolle auszukommen, um auf die teure Überprüfung jedes Werkstücks (so genanntes Sortieren) verzichten zu können. In der Fertigung spricht man als Basis von SPC von der so genannten Maschinenfähigkeit und Prozessfähigkeit. Hier geht es um die Prüfung, ob eine Maschine oder ein Prozess überhaupt in der Lage sind, die geforderte Toleranz zu erzeugen. Stets Mischung aus systematischen Einflüssen (z. B. Werkzeugverschleiß, Zunahme des Spiels) und stochastischer Streuung (Maschinenqualität). Anwendung von Mitteln der Statistik auf Stichproben zur Trennung von Rauschen und echter Veränderung. Prof. Dr. Liggesmeyer, 9 Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Beispiel: Normalverteilung Viele Merkmale unterliegen dieser Verteilung. Charakteristika: Stichproben-Mittelwert x n xi i= = 1 n ( ) Schätzung f. d. Standardabweichung s = n i= 1 x x i n 1 2 Standardabweichung σ n i= 1 = ( xi µ ) n 2 Prof. Dr. Liggesmeyer, 10 Seite 5

Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Die Normalverteilung 99% 95% 68% - - + - +2 +3 x Prof. Dr. Liggesmeyer, 11 Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Die Normalverteilung Die Wendepunkte der Kurve liegen µ σ bei und bei µ + σ Es kann erwartet werden (Fläche unterhalb der Kurve), dass ca. 68 % aller Messwerte zwischen µ σ und bei liegen µ +σ 95 % aller Messwerte zwischen µ 2σ und bei liegen µ + 2σ 99 % aller Messwerte zwischen µ 3σ und bei liegen µ + 3σ In der Fertigung werden neben dem Mittelwert x einer Stichprobe und der Schätzung für die Standardabweichung s auch ihre Spanne R (Range) und der Median x~ einschließlich der entsprechenden arithmetischen Mittelwerte x, s, R, ~ x verwendet: R = x max xmin Der Median ist bei einer ungeraden Anzahl von Messwerten der mittlere Wert der nach Größe sortierten Messwerte. Bei einer geraden Anzahl von Messwerten in einer Stichprobe ist der Median das arithmetische Mittel der beiden mittleren Werte. Der Prozessmittelwert x ist der Mittelwert der Stichprobenmittelwerte x. Die Werte x, ~ x, R, s werden in Rahmen von SPC auf so genannten Qualitätsregelkarten dargestellt. Prof. Dr. Liggesmeyer, 12 Seite 6

Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Prof. Dr. Liggesmeyer, 13 Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Qualitätsregelkarten Zwei unterschiedliche Typen von Regelkarten in Abhängigkeit des dargestellten Informationstyps: Karten für variable Merkmale (Messwerte). Mittelwert-Karte ( x-karte) kombiniert mit Streuungs-Karte (s-karte) Karten für attributive Merkmale (Zählbare Merkmale (Fehler) oder Eigenschaften (gut/schlecht)) Wichtiger Unterschied: Karten für variable Merkmale können Trends aufzeigen bevor Probleme entstehen, Karten für attributive Merkmale basieren auf bereits vorhandenen Problemen (aufgetretenen Fehlern). Prof. Dr. Liggesmeyer, 14 Seite 7

Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Qualitätsregelkarten Die Basis für die Definition der oberen und der unteren Eingriffsgrenze ist das +/-3-Intervall, das einen geeigneten Kompromiss zwischen falschem Alarm und nicht erkannter Alarmsituation darstellt. Meßwert Neues UCL UCL Neues LCL LCL Veränderung des Prozesses Meßwert-Nr. Prof. Dr. Liggesmeyer, 15 Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Qualitätsregelkarten für variable Eigenschaften Die Messwerte x von Eigenschaften einer Einheit, die einem kontrollierten Prozess entstammen, unterliegen i. d. R. einer Normalverteilung, die durch ihren Mittelwert µ und ihre Varianz σ 2 gekennzeichnet ist. Nach dem zentralen Grenzwertsatz kann für eine Zufallsgröße, die durch Überlagerung vieler kleiner voneinander unabhängiger Faktoren erzeugt wird, eine Normalverteilung angenommen werden. Erfassung derartiger Werte in SPC: x -Karten (auch X-Karten genannt) für den Mittelwert R-Karten oder s-karten für die Streuung Prof. Dr. Liggesmeyer, 16 Seite 8

Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Qualitätsregelkarten für variable Eigenschaften Beispiel einer Qualitätsregelkarte: Die X-Karte X-Karten dienen zur Darstellung der Messwerte. Sie zeigen eine Verschiebung des Prozessmittelwerts (z. B. Drift) auch dann, falls die Streuung beibehalten wird und identifizieren "Ausreißer". X-Karten dienen nicht primär zu einer Erkennung von Veränderungen der Streuung. n n ( ) xi xi x i= 1 i= 1 x =, s = n n 1 Obere Eingriffsgrenze (Upper Control Limit: UCL): Untere Eingriffsgrenze (Lower Control Limit: LCL): 2 x + 3s x 3s Prof. Dr. Liggesmeyer, 17 Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Qualitätsregelkarten für variable Eigenschaften Beispiel einer Qualitätsregelkarte: Die X-Karte Beispiel: Die Ausführungszeit einer zeitkritischen Routine wird gemessen, um zu sehen, ob sie nur statistisch schwankt, oder ob es systematische Einflüsse gibt: Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Zeit (ms) 7,5 7,9 8,2 8,1 7,3 16,9 8,1 7,7 6,6 8,0 7,4 8,3 11,8 7,0 x = (7,5 + 7,9 + 8,2 + 8,1 + 7,3 + 16,9 + 8,1 + 7,7 + 6,6 + 8,0 + 7,4 + 8,3 + 11,8 + 7,0) / 14 = 120,8 / 14 = 8,6 s = 2,7 Prof. Dr. Liggesmeyer, 18 Seite 9

Statistische Prozeßkontrolle (Statistical Process Control, SPC) Qualitätsregelkarten für variable Eigenschaften Beispiel einer Qualitätsregelkarte: Die X-Karte 18,0 UCL 16,0 16,7 16,9 x + 3s 14,0 12,0 11,8 10,0 x 8,6 8,0 7,5 6,0 7,9 8,2 8,1 7,3 8,1 7,7 6,6 8,0 7,4 8,3 7,0 4,0 2,0 LCL 0,5 x - 3s 0,0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 X-Karte: UCL = x + 3 s = 16,7, LCL = x + 3 s = 0, 5 Punkt 6 liegt oberhalb des UCL: Ursachenanalyse notwendig Prof. Dr. Liggesmeyer, 19 Zuverlässigkeitsmodellierung Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Einheit unter festgelegten Bedingungen während einer bestimmten Zeitspanne funktionsfähig bleibt (in gewisser Weise: zeitbezogene Qualität) Zuverlässigkeit ist eine statistische Größe, die bei Zugrundelegung entsprechender Ausfallmodelle prognostiziert werden kann. Typischerweise ausgedrückt als: Mittlere fehlerfreie Betriebszeit bis zum Ausfall (MTTF, Mean Time To Failure) Ausfallrate λ (t) : Relative Ausfallanzahl pro Zeiteinheit als Funktion der Zeit. Falls λ (t) = λ konstant ist, so gilt: 1 MTTF = λ Prof. Dr. Liggesmeyer, 20 Seite 10

Qualitätszirkel Gruppe weniger Mitarbeiter, die sich regelmäßig mit dem Ziel trifft, in ihrem Arbeitsbereich auftretende Qualitätsprobleme zu lösen bzw. aktiv Verbesserungen einzuführen Typischerweise wöchentliche Sitzungen von ca. einer Stunde Dauer innerhalb der Arbeitszeit Umsetzung der Verbesserungen erfolgt nach entsprechender Genehmigung in der Regel durch die Gruppe selbst; ebenso die Erfolgskontrolle Qualitätszirkel sollen geeignete Verfahren zur Problemerkennung, -analyse und -lösung einsetzen (Pareto-Diagramm, Ishikawa- Diagramm, Brainstorming,...). Unterstützung und Beteiligung des obersten Managements ist essentiell. Prof. Dr. Liggesmeyer, 21 Qualitätszirkel Typische Arbeitsweise von Qualitätszirkeln Problemidentifikation, Problemauswahl: Auswahl zu untersuchender Probleme Einsatz von Kreativitätstechniken zur Problemidentifikation Priorisierung der Probleme (z. B. mit Pareto-Diagramm) Problembearbeitung: Genehmigung durch Entscheidungsstelle Abstimmung mit anderen Qualitätszirkeln Trennung von Hauptursachen und Nebenursachen (z. B. mit Ishikawa- Diagramm) Ziele festlegen Lösungen suchen (z. B. mit Brainstorming) Alternativen bewerten und Lösung auswählen Ergebnispräsentation: Lösung dem Entscheiderkreis präsentieren und Umsetzung vorbereiten Prof. Dr. Liggesmeyer, 22 Seite 11

Qualitätszirkel Typische Arbeitsweise von Qualitätszirkeln Einführung und Erfolgskontrolle: Lösung einführen Dokumentation von Problem, Lösungsweg und Ergebnis Erfolgskontrolle (möglichst quantitativ) Generalisierung (Übertragung auf andere Organisationsteile,...) Prof. Dr. Liggesmeyer, 23 Fehlermöglichkeits-, -einfluß und -kritikalitätsanalyse(failure Modes, Effects and Criticality Analysis, FMECA) Vorbeugende Methode zur Erfassung von Problemen, deren Risiken und Auswirkungen Risikobewertung mit Hilfe der Risikoprioritätszahl: RPZ = Eintrittswahrscheinlichkeit * Gewicht der Folgen * Wahrscheinlichkeit des Nichtentdeckens Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen Maßnahmen beschließen Restrisiko analysieren (erneute Berechnung der RPZ) Kosten-/Nutzen-Analyse durchführen Prof. Dr. Liggesmeyer, 24 Seite 12

Ursache-Wirkungs-Diagramm (Fishbone Chart, Ishikawa- Diagramm) Graphische Technik zur Analyse von Ursache-Wirkungs- Zusammenhängen. Zu einem Problem (Wirkung) werden die Hauptursachen identifiziert, die weiter in Nebenursachen usw. verfeinert werden. Von Ishikawa zur Anwendung in Qualitätszirkeln definiert (Ishikawa- Diagramm) Prof. Dr. Liggesmeyer, 25 Ursache-Wirkungs-Diagramm (Fishbone Chart, Ishikawa- Diagramm) Beispiel: Markt Schrumpfung Keine Prüfung Texteditor Projekt- Management Unrealistische Planung Mangelhafte technische Übersicht Keine Standards Unvollständige oder widersprüchliche Angaben Häufige Änderungen Requirements- Werkzeug Keine Versionsverwaltung Verfügbarkeit Auftraggeber Unmotiviert Bezahlung Förderung Requirements- Engineer Psychologisches Geschick Konsistenz nicht prüfbar Strukturierter Text Unpräzis Keine Schulung Schlechter Kenntnisstand Wenig Erfahrung Hoher Aufwand Konkurenzdruck Ungeeignet für Problemstellung Requirements- Technik Software- Anforderunge sind instabil Prof. Dr. Liggesmeyer, 26 Seite 13

Ursache-Wirkungs-Diagramm (Fishbone Chart, Ishikawa- Diagramm) Ablauf: - Problem (Wirkung) definieren und am Kopf der "Fischgräte" antragen. - An den "Seitengräten" die Hauptursachen antragen (oft verwendet: die 6 M: Mensch, Maschine, Methode, Material, Milieu, Messung). - Ursachen weiterer Ordnung an Verzweigungen der "Seitengräten" antragen (Brainstorming: Identifikation mit Hilfe der 6 W: Was, Warum, Wie, Wer, Wann, Wo). Identifikation der tatsächlichen Ursache Entwickeln von Lösungsalternativen und Auswahl der optimalen Lösung Einführen der Lösung Prof. Dr. Liggesmeyer, 27 Paretoanalyse Das Pareto-Prinzip: 20 % der Fehlerursachen erzeugen 80 % der Fehler. Histogramm (Balkendiagramm), das Teilmengen nach fallender Größe von links nach rechts geordnet darstellt Zusätzlich kann eine Summenkurve der Balkenhöhen aufgetragen werden. Zielt auf hohe Effizienz bei Verbesserungen durch Priorisierung Beispiel: Jeder Balken symbolisiert eine Fehlerart. Die Höhe des Balkens symbolisiert den zur Behebung der Fehler insgesamt erforderlichen Kostenaufwand. Das Pareto-Prinzip heißt hier "20 % der Fehler verursachen 80 % der Kosten". Diese 20 % der Fehler wird man priorisiert vermeiden wollen. Sie sind das Ziel von Qualitätsverbesserungen. Prof. Dr. Liggesmeyer, 28 Seite 14

Paretoanalyse 100 % Fehlerkosten Fehlerarten Prof. Dr. Liggesmeyer, 29 Korrelationsdiagramm Instrument zur Analyse der Abhängigkeit zwischen zwei Merkmalen auf Basis einer Menge von Merkmalspaaren Statistische Basis: Korrelationskoeffizient Beispiele: Anzahl von Software-Modulen und Entwicklungsaufwand Anzahl von Testfällen und Anzahl der gemeldeten Fehler im ersten Jahr der Produktnutzung Prof. Dr. Liggesmeyer, 30 Seite 15

Korrelationsdiagramm Feldfehler Entwickl.- Aufwand Feldfehler Testfälle Module Testfälle Prof. Dr. Liggesmeyer, 31 Total Quality Management (TQM) Literatur Feigenbaum A.V., Total Quality Control, 3rd Edition, New York: McGraw-Hill 1983 Frehr H.-U., Total Quality Management: Unternehmensweite Qualitätsverbesserung, München: Hanser 1993 Braverman J.D., Fundamentals of Statistical Quality Control, Reston: Reston Publishing Co., Prentice Hall 1981 Wheeler D.J., Chambers D.S., Understanding Statistical Process Control, Knoxville: SPC Press 1992 Zultner R., Before the house: The voices of the customers in QFD, in: Transactions 3rd Symposium on QFD, Novi, MI, June 1991, pp. 450-464 Prof. Dr. Liggesmeyer, 32 Seite 16