Jiirg Kollbrunner Psychodynamik des Stotterns Psychosoziale Ursachen, Stottertheorien, tiefenpsychologisch orientierte Therapie, Zukunftsperspektiven der Sprachtherapieausbildung Verlag W. Kohlhammer
Inhalt Tabellen- und Abbildungsverzeichnis Vorwort und Dank IX X Erster Teil: Das Problem 1 Mysteriose Aspekte der Stotterforschung 1 1.1 Die Vielfalt der Benennungen und Definitionen des Phanomens... 4 1.2 Die Hemmung, Stottern als psychosomatisches Problem zu verstehen 6 1.3 Verbluffend viele Stotterexperten sind selbst Stotternde 11 1.4 Ein internationales Eingestandnis des Nichtwissens 14 1.5 Therapeutische Anarchie und die Leidensfahigkeit Stotternder 16 1.6 Eine merkwiirdige»selbstsicherheit«der Funktionare von Selbsthilfegruppen 19 2 Zur Geschichte der Erforschung des Stotterns 23 2.1 Die Suche nach organischen Ursachen 32 3 Die Suche nach psychosozialen Ursachen 40 3.1 Psychoanalyse und Stottern 41 3.2 Kulturanthropologie und Stottern 46 3.3 Erziehung und Stottern in unserer Kultur 50 3.4 Zur Validitat der Erziehungsstudien zum Stottern 65 4 Resignation in der Theoriebildung 80 4.1 Der Abschied vom kausalen Denken 85 5 Wissenschaftstheoretische Schwachen 97 5.1 Das Verdrangen von Erkenntnisinteressen 101 5.2 Das Verkennen des Wesens von Theorien 103 5.3 Die Zauberformel»1 + 0 = 0«, Begriffsverwirrungen und Leerphrasen 107
VI Inhalt 6 Auswirkungen auf die therapeutische Praxis 112 6.1 Das scheinbare Ideal: multidimensionale Therapien 113 6.2 Die Realitat: Redeflusskontrolle 114 6.3 Die Hilflosigkeit gegeniiber den Eltern 123 Zweiter Teil: Die Ursachen 7 Das Unbehagen gegeniiber der Psychologie und die Vertreibung der Tiefenpsychologie 139 7.1 Abwehr der Psychologie durch die Stotternden 141 7.2 Die Vertreibung der Tiefenpsychologie 142 7.3 Die Gegner: Tiefenpsychologie ist schadlich oder nutzlos (Bloodstein, Schulze, Natke, Craig, Benecken) 146 7.4 Die Mechaniker: enge naturwissenschaftliche Orientierung (Johannsen, Fiedler, Guitar, Sandrieser/Schneider, Hansen/Iven)... 156 7.5 Die Zogerer: Es spricht vieles dafiir, aber... (Motsch, Bindel, Baumgartner, Wendlandt, Westrich, Sheehan, Katz-Bernstein) 166 7.6 Biographische Hintergriinde der Abwehrmechanismen von Stotterexperten (Sigmund Freud, Carl Dell, Andreas Starke, Ehud Yairi) 175 8 Wurzeln der Verdrangung 188 8.1 Die besondere Konstellation der amerikanischen Pionierzeit 188 8.2 Charles Van Riper als Widerstandskampfer 191 8.3 Wendell lohnson als Zogerer 205 8.4 Die beiden Giganten: ein ungleiches Paar mit einer tiefen Gemeinsamkeit 213 8.5 Die Bedeutung des Stotterns der stotternden Experten 215 9 Der ungluckliche Einfluss der stotternden Experten auf die Selbsthilfe-Bewegung 227 9.1 Vom Wesen der Stotterer-Selbsthilfe 227 9.2 Widerspriiche zwischen bewussten und unbewussten Motiven... 229 9.3 Die scheinbare Popularitat der selbstqualerischen»naturmethode«. 234 9.4»Kinderfischen«246 9.5 Nichtstotternde Experten im Loyalitatskonflikt 248
Inhalt VII Dritter Teil: Losungsansatze 10 Wissenschaftstheoretische Grundlagen 253 10.1 Erklaren und Verstehen: Nomothetisches und idiographisches Wissen 253 10.2 Die Entscheidung fur eine Ursachentheorie 261 10.3 Tiefenpsychologische Grundlagen 265 11 Familiendynamische Entwicklungslinien des Stotterns 281 11.1 Zur Verdrangung der Haufigkeit dramatischer Familiendynamik... 281 11.2 Generationeniibergreifende Logik 283 11.3 Die GroBeltern des stotternden Kindes 284 11.4 Die Eltern des stotternden Kindes 288 11.5 Auswirkungen der Familiendynamik auf das (spater) stotternde Kind 298 11.6 Einwande und ein weiterer Versuch, zum psychosomatischen Denken anzuregen 304 11.7 Bestatigung: Zeugnisse von Stotternden 305 12 Die Quelle des Stotterns in der fruhen Kommunikation 310 12.1 Linguistische Pragmatik und das Stottern 312 12.2 Sprachliches Verstehen: denotative und konnotative Bedeutungen.. 315 12.3 Familiare Regeln zur»behandlung«von Emotionen 319 13 Eine dynamische Ursachentheorie zum Stottern 323 13.1 Eine sechsstufige atiologische Prozesshypothese 323 13.2 Die Bedeutung hirnorganischer Prozesse im Rahmen eines dynamischen Verursachungsmodells 328 13.3 Eine dynamische Definition des Stotterns 333 13.4 Schlussfolgerungen zur primaren Prevention 333 14 Grundlagen einer»dynamischen Stottertherapie«(DST) 335 14.1 Der Respekt gegeniiber dem Symptom 335 14.2 Das Mehr-Generationen-Verstandnis 336 14.3 Emotionale Bediirfnisse und Verletzungen im Zentrum der Aufmerksamkeit 337 14.4 Das konstruktive Verstandnis von Schuldgefuhlen 338
VIII Inhalt 15 Diagnostische und therapeutische Strategien 341 15.1 Der Erstkontakt 341 15.2 Diagnostik in mehreren Schritten 342 15.3 Die Struktur der Abklarungsschlussbesprechung (ASB) 344 15.4 Therapeutische Schwerpunkte und Varianten 349 16 Die Diagnostik mit dem stotternden Kind und dessen Eltern 355 16.1 Die Abklarungsphase 356 16.2 Die Abklarungsschlussbesprechung (ASB) 359 17 Die Therapie mit Kind und Eltern 367 17.1 Die therapeutische Arbeit mit dem Kind 367 17.2 Die therapeutische Arbeit mit den Eltern 377 17.3 Gedanken zur Erfolgskontrolle und zur Beendigung einer Therapie. 385 18 Therapeutische Gedanken zu stotternden Jugendlichen und Erwachsenen 392 18.1 Die psychische Problematik chronisch Stotternder 392 18.2 Hinweise zur Therapie mit Jugendlichen 394 18.3 Hinweise zur Therapie mit Erwachsenen 395 19 Zur Einfuhrung einer»dynamischen Stottertherapie«403 19.1 Der Ausgangspunkt:»Was ich weis und kann.«404 19.2 Anforderungen an Therapeutinnen und Therapeuten 405 19.3 Der kritische Punkt: FlieBende Grenzen zur Psychotherapie 408 20 Eine Vision: die Ausbildung zum Kommunikationstherapeuten im Jahr 2020 418 20.1 Ein neuer Studiengang fiihrt zu einem neuen Beruf 421 20.2 Kurrikulum»Humankommunikation 2020«424 Literaturverzeichnis 428 Sachregister 445 Personenregister 453
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis Tabellen Tab. 1 Kurzdefinitionen des Phanomens»Stottern«5 Tab. 2 Die Situationsabhangigkeit des Stotterns 6 Tab. 3 Stotterexperten, die selbst Stotternde waren oder sind 11 Tab. 4 Empirische Studien zu den familiaren Einfliissen beim Entstehen des Stotterns 52 Tab. 5 Eigenschaften der Eltern stotternder Kinder 55 Tab. 6 Eigenschaften und Erziehungsstil der Mutter 57 Tab. 7 Eigenschaften und Erziehungsstil der Vater 61 Tab. 8 Eigenschaften der stotternden Kinder und Jugendlichen 63 Tab. 9 Multifaktorielle Ursachentheorien 85 Tab. 10 Nomothetische Forschung 256 Tab. 11 Idiographische Forschung 257 Tab. 12 Autoren und Autorinnen zur Bedeutung der Kindheit 270 Tab. 13 Drei Instanzen der Personlichkeit: Es, Ich und Uber-Ich 274 Tab. 14 Psychodynamische Abwehrmechanismen 275 Tab. 15 Weitere tiefenpsychologische Begriffe 277 Tab. 16 Intensive psychosoziale Belastungen in Familien 282 Abbildungen Abb. 1 Die Klassifikation des kindlichen Stotterns nach ICD-10 88 Abb. 2 Nordamerikanische Pioniere und Experten 189 Abb. 3 Das Muster»Hund«in zwei Varianten 305 Abb. 4 Eine atiologische Prozesshypothese des Stotterns 324