Grünes Licht für Technologie-Entwicklungs-Fonds



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Februar 2011 Grünes Licht für Technologie-Entwicklungs-Fonds Der neue Fonds der Investitionsbank Berlin unterstützt die Vermarktung von Berliner Erfindungen durch technische Weiterentwicklungen. In den Genuss von Mitteln aus dem Fonds können Erfindungen kommen, die von der ipal GmbH betreut werden. Liebe Leserinnen, liebe Leser, nach aktuellen Einschätzungen der IBB ist der wirtschaftliche Aufwärtstrend unserer Region auch in 2011 ungebrochen. Berlin ist einer der innovationsstärksten Standorte Europas mit einer hohen Dichte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Know-how, Erfindungen und Forschungsergebnisse sind die Basis für nachhaltiges Wachstum und liefern immer mehr Unternehmen Argumente, um sich in Berlin anzusiedeln. Unternehmen können vom Berliner Know-how profitieren, indem sich Wissenschaft und Wirtschaft vernetzen. Marktnahe Technologien tragen dazu erheblich bei. Doch oft fehlen noch ein paar Schritte zur Marktnähe, und es mangelt an der Finanzierung von notwendigen Weiterentwicklungen, um die Vermarktungschancen von Technologien zu erhöhen. Ein Weg ist der neue IBB Technologie-Entwicklungs-Fonds (IBB TEF), der diese Lücke für Berliner Erfindungen schließt, indem etwa Prototypen, Machbarkeitsstudien oder Wirksamkeitsnachweise finanziert werden. Alle Erfindungen, die dem Berliner Patent- und Technologievermarkter ipal gemeldet werden, kommen für ein Investment aus dem IBB TEF in Betracht. In der Technologieförderung liegt Berlins Zukunft. Deshalb arbeitet die IBB kontinuierlich an der Qualität von Programmen wie Pro FIT. Auch mit der neuen Projektträgerschaft des Förderprogramms Transfer BONUS bei der IBB-Tochter Technologie Coaching Center GmbH wird der Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gestärkt. Neben diesen Fördermaßnahmen fügt sich der IBB TEF als neuer Weg der Technologieförderung passgenau ein. Zu diesen und anderen Themen finden Sie alles Wissenswerte im aktuellen Newsletter. Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihr Dirk Dantz Geschäftsführer ipal GmbH Wissenschaft und Wirtschaft ringen miteinander: Wie wertvoll sind Ideen und wie viel sind sie der Industrie wert? Die Praxis zeigt oftmals, dass sich interessante Erfindungen in einem sehr frühen Stadium befinden und Unternehmen mit der Einlizenzierung mitunter hohe Risiken eingehen. Dr. Dirk Dantz, Geschäftsführer des Patent- und Technologievermarkters ipal, weiß: Sobald die Anwendbarkeit neuer Technologien nachgewiesen ist, können Risiken für die Industrie reduziert werden. In vielen Fällen könnten zielgerichtete Weiterentwicklungen die Marktchancen erhöhen und damit den Wert einer Erfindung erheblich steigern. Durch die Entwicklung eines Prototyps oder Wirksamkeitsnachweise gewinnt das Projekt an Attraktivität und Werthaltigkeit. Um die Kluft zwischen jetzigem Entwicklungsstand und am Markt vorhandenem Interesse zu überbrücken, hat die IBB die IBB Technologie- Entwicklungs-Fonds GmbH & Co. KG (TEF) gegründet. Der IBB TEF finanziert notwendige, von der ipal empfohlene Weiterentwicklungsmaßnahmen und schlägt so die Brücke zur erfolgreichen wirtschaftlichen Umsetzung von Berliner Erfindungen. Schwerpunkt liegt auf der punktuellen Weiterentwicklung mit einem klaren vermarktungsorientierten Fokus. Beabsichtigt ist, bei ausgewählten Erfindungen mit großem wirtschaftlichen Potenzial die Verwertungserfolge durch gezielte Investitionen zu steigern, sagt IBB-Vorstand Ulrich Kissing. Der Fonds ist mit einem Volumen von zehn Millionen Euro ausgestattet. In den Genuss von Mitteln aus dem Fonds können von der ipal betreute Erfinder kommen. Seit 2002 bewertet und vermarktet die ipal exklusiv die Erfindungen renommierter Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Berliner Hochschulen einschließlich der Charité melden der ipal jährlich rund 180 Erfindungen, von denen etwa zehn Prozent grundsätzlich TEFgeeignet sind, erklärt Kissing. Voraussetzung für die punktuelle Verwertungsunterstützung ist die Analyse und Bewertung einer geeigneten Erfindung mit Verwertungshemmnissen. Das Team der ipal prüft dabei, ob eine Investition Erfolg versprechend ist sowie zeitnah umgesetzt werden kann und prognostiziert das Vermarktungspotenzial. Bei der Untersuchung geht es vor allem um die technische Machbarkeit sowie das Chancen-/Risiken-Profil mit klaren Exit-Perspektiven, um die Erfindung in den Markt zu bringen. Als Partner des TEF trägt die ipal die Verantwortung für diesen neuen Weg der Verwertung. Dantz unterstreicht die Vorteile der neuen Strategie. Des Öfteren bekommen wir Erfindungen, die durch eine Weiterentwicklung ein Vielfaches an Wert für die Industrie gewinnen könnten. Durch gezielte Investitionen in diese viel versprechenden Projekte kann das Marktpotenzial also erheblich gesteigert werden. Geplant sind pro Jahr fünf neue Pro- 1

jekte mit durchschnittlich 200.000 Euro Investitionsvolumen. Die Verwertungserlöse fließen entweder als Einmalzahlungen über den Verkauf der Schutzrechte oder als langfristige Lizenzeinnahmen. Ebenso ist die Verwertung in der Form möglich, dass die Schutzrechte in eine Start-Up- Gesellschaft eingebracht werden. Um ausgewählte Projekte zu fördern, muss der Inhaber seine Schutzrechte dem TEF veräußern. Die ipal ist sowohl für die detaillierte Projektplanung als auch für die Auswahl und Steuerung der Entwicklungspartner verantwortlich. Damit übernimmt die Patentverwertungsgesellschaft die gesamte Koordination, Steuerung und Überwachung der TEF-Projekte. Zu jedem Zeitpunkt steht die Verwertung im Fokus; während des gesamten Projektverlaufs werden potenzielle Käufer und Netzwerke identifiziert und angesprochen. Projektpartner der geplanten Entwicklungsmaßnahmen können Hochschulen oder andere geeignete Unternehmen sein. In die Weiterentwicklungen kann so das vorhandene Know-how einfließen. Mit dem TEF präsentiert die IBB ein neues revolvierendes Förderinstrument, das den Transfer von innovativen Technologien in die wirtschaftliche Umsetzung unterstützt. Die seit 2002 bestehende zentrale Vermarktung der Berliner Hochschulerfindungen durch die ipal wird um einen erfolgsorientierten Verwertungsweg ergänzt. Dies kommt nicht nur den Erfindern, Hochschulen und Unternehmen zugute, sondern stärkt nachhaltig den Wirtschaftsstandort Berlin. Ulrike Schulz 030/21 25 48 18 ukrike.schulz@ipal.de VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin beteiligt sich an der tausendkind GmbH Onlineshop für Baby- und Kleinkindprodukte schließt erste Finanzierungsrunde erfolgreich ab Rund drei Milliarden Euro werden pro Jahr in Deutschland für Baby- und Kleinkindartikel ausgegeben. Im Trend liegen hochwertige und nachhaltige Produkte. Die Gründerinnen und Freundinnen Dr. Anike von Gagern und Dr. Kathrin Weiß sahen dieses attraktive Marktsegment online noch unzureichend bedient und schafften mit www.tausendkind.de ein Novum im Internet. Im Angebot: Ein attraktives Markenportfolio aus einerseits starken, bekannten und prestigeträchtigen, andererseits designorientierten, besonderen und kleinen Marken. Der Service: Vorauswahl der Produkte hinsichtlich Qualität, Alltagstauglichkeit, Gesundheit und Design, detaillierte und übersichtliche Produktpräsentation sowie eine schnelle Kaufabwicklung. Wir sind der erste Anbieter, der die Vorauswahl, den Service und das Kauferlebnis des gehobenen stationären Mittel sollen primär dazu genutzt werden, die Vermarktungsaktivitäten zu intensivieren und das Produktspektrum Handels professionell online verfügbar macht. Damit sind wir der Shop für Eltern, Tanten, Onkel, Freunde und Freundinnen alle, die ein Baby oder Kleinkind beschenken möchten, erklären die beiden Gründerinnen. Durch den finanziellen Rückhalt der Investoren können wir die erforderlichen Maßnahmen für einen schnellen Marktzugang umsetzen. Babys und Kleinkinder stellen ein attraktives Segment im Online-Handel dar. Die Zielgruppe Eltern ist gut adressierbar, der Bedarf planbar, und es werden im Vergleich höhere Margen und geringe Retourenquoten erzielt. Die finanziellen Zufriedene Gründerinnen: Dr. Anike von Gagern (l.) und Dr. Kathrin Weiß zu komplettieren. Finanziert wurde gemeinsam mit Gatcombe Park Ventures Limited, AGRARIA Beteiligungs GmbH, August v. Joest und weiteren Business Angels. Katja Kühnel 030/21 25 32 21 kkuehnel@ibb-bet.de VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin 2

VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin beteiligt sich am veganen High-Fashion-Label UMASAN Mode ist geprägt von Schnelllebigkeit, Farbexplosionen und ständig wechselnden Trends. Einen völlig neuen Weg schlägt das Modeunternehmen A&S Umann GmbH mit der Marke UMASAN ein, das mit veganer Mode für Damen und Herren einen Ruhepol im Modewirbel darstellt. Die UMASAN-Kollektionen sind elegant, zeitlos und werden von traditioneller Yoga inspiriert. Auf tierische Fasern wird gänzlich verzichtet. Stattdessen werden klassische Naturfasern sowie innovative Materialien wie Proteinoder Cellulosefasern verwandt. Die Stoffe werden ausschließlich aus Europa bezogen. Genäht werden die Kleider bei einem traditionellen Konfektionär in Italien. Die beiden Gründerinnen und Zwillingsschwestern Anja und Sandra Umann setzen auf den global wachsenden Trend der LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability). Diese klare strategische Ausrichtung im hoch attraktiven High-Fashion-Markt verspricht schnelles Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen wird die finanziellen Mittel primär für die Markenplatzierung und den Aufbau der direkten Vertriebskanäle nutzen. Damit verbunden ist die Eröffnung eines Flagship-Stores in Berlin-Mitte (Linienstraße 40). Finanziert wurde gemeinsam mit privaten Business Angels aus Berlin und München. Vertreiben vegane Mode in chicem Design: die Zwillingsschwestern Anja und Sandra Umann Katja Kühnel 030/21 25 32 21 kkuehnel@ibb-bet.de Berliner Medizintechnikunternehmen erhält Wachstumsfinanzierung Der von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwaltete VC Fonds Technologie Berlin und die Ventegis Capital AG stellen der optricon Entwicklungsgesellschaft für optische Technologien mbh aus Adlershof frisches Kapital für die weitere Expansion des Unternehmens zur Verfügung. optricon wurde im Mai 2005 von den Ingenieuren Lutz Melchior und Volker Plickert zunächst als Entwicklungsdienstleister auf dem Gebiet der optischen Aufbau- und Verbindungstechnik gegründet. Seit gut drei Jahren konzentriert sich das Unternehmen in erster Linie auf die Geschäftsfelder Medizintechnik/ Diagnostik und Sensorik/Bioanalytik. Das von optricon entwickelte mobil einsetzbare Readersystem optrilyzer wird primär in der Diagnostik von kardialen Ereignissen, Entzündungen, Suchtmitteln und Tumoren eingesetzt. Ärzte oder medizinisches Personal haben mithilfe des optrilyzers die Möglichkeit, die Konzentration eines Biomarkers im Blut eines Patienten sehr schnell und höchst präzise zu bestimmen und ihre Therapieentscheidung patienten- und zeitnah zu treffen. Dadurch können Fehlentscheidungen minimiert und die Testergebnisse direkt zur Optimierung der Therapie eingesetzt werden. Mehrere 3

Hersteller von diagnostischen Schnelltests konnten bereits von der Leistungsfähigkeit des optrilyzers überzeugt und als Kunden gewonnen werden. Erfolgreich in der Medizintechnik: optricon-geschäftsführer Volker Plickert (l.) und Lutz Melchior Durch die Mittel der Investoren verfügen wir nun über alle Möglichkeiten, unsere ambitionierten Wachstumsziele zu verwirklichen, erklärt Lutz Melchior, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer. Durch den finanziellen und strategischen Rückhalt der Investoren können wir unseren technologischen und konzeptionellen Vorsprung in mehr Marktmacht umsetzen. Das Unternehmen wird den neuen finanziellen Spielraum primär dazu nutzen, seine proprietäre, mobile und chargenspezifisch konfigurierbare Software- und Gerätetechnologie auch international stärker zu vermarkten, seine Vertriebsaktivitäten auszubauen sowie die Fertigungskapazitäten zu erhöhen. Durch eine kontinuierlich positive Unternehmensentwicklung der vergangenen Jahre hat das Team von optricon nachgewiesen, dass es sein Kern-Know-how aus der langjährigen Entwicklungserfahrung im Bereich der optischen Signalübertragung und Sensorik in zukunftsorientierte, viel versprechende Technologiesegmente hervorragend einbringen kann und hier für frische Impulse sorgt. Christian Seegers 030/21 25 32 01 venture@ibb-bet.de Die Maßnahme ProFIT ist seit ihrer Einführung im April 2004 das zentrale Technologieförderprogramm des Landes Berlin. Stephan Hoffmann, Bereichsleiter Kompetenzfeldkunden in der IBB: Die Erfolgsgeschichte von ProFIT ist insbesondere gekennzeichnet durch einen beispielhaften Optimierungsprozess, in dem sukzessive sieben Landestechnologieprogramme zuschussorientiert zu einem einzigen Programm zusammengeführt wurden, das seit 2004 aus dem revolvierenden Innovationsförderfonds finanziert wird. Das Programm genießt eine hohe Kundenakzeptanz, wie die deutliche Erhöhung des Bewilligungsvolumens zeigt. So konnte das Neugeschäft von 21,8 Mio. Euro im Jahr 2005 auf 53,2 Mio. Euro bei einer gleichzeitigen erheblichen Ausweitung bei den rückzahlbaren Mitteln (2009: 52 %) im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt werden. Die Effizienz bei der Programmdurchführung wurde wesentlich gesteigert, so konnte beispielsweise trotz des kontinuierlich wachsenden Bestandsgeschäfts eine deutliche Verkürzung der Bearbeitungszeiten erreicht werden. Pro FIT neu am Start Seit Jahresbeginn ist das neue Programm Pro FIT am Start. Die Schreibweise ist auf den ersten Blick verwirrend, aber: Es ist nicht etwa identisch mit ProFIT. Vielmehr entstand es aus der Zusammenführung der bisherigen Programme Zukunftsfonds Berlin und ProFIT. Die Zusammenführung erfolgt 2011 zunächst auf Programm-, 2012 dann auch auf Fondsebene. Stephan Hoffmann, IBB-Bereichsleiter Kompetenzfeldkunden In dieser Tradition führen wir mit dem neuen Programm Pro FIT die Maßnahmen zur Steigerung der Konsistenz und Transparenz der Berliner Innovationsförderung fort, indem wir nun mit dem Zukunftsfonds Berlin das achte Landestechnologieprogramm integrieren. Inhaltliche Überschneidungen der beiden Vorgängerprogramme werden durch die künftige klare Trennung zwischen wissenschaftsgetriebenen und wirtschaftsgetriebenen Projekten aufgelöst, die Bearbeitung weiter vereinheitlicht. Hoffmann zufolge spiegelt die neu gestaltete Förderkulisse zu Pro FIT auch die Empfehlung des aktuellen Evaluierungsgutachtens der PriceWaterhouseCoopers AG wider. Darin hatte die Unternehmensberatung die bestehenden Förderziele und Förderinhalte aller Maßnahmen der Berliner Innovationsförderung bestätigt und deren Weiterführung empfohlen, allerdings mehr Transparenz und eine sinnvolle Verzahnung der Maßnahmen angemahnt. Monika Eickelkamp 030/21 25 46 02 monika.eickelkamp@ibb.de 4

Mittel für das Programm IBB Energetische Gebäudesanierung stehen wieder zur Verfügung Aufgrund der hohen Nachfrage im vergangenen Jahr und der strategischen Bedeutung des Programms IBB Energetische Gebäudesanierung hat die IBB in Abstimmung mit dem Land Berlin das Fördervolumen verdoppelt. Mit dem Förderprogramm finanziert die IBB energetische Maßnahmen komplexer baulicher Vorhaben an bestehenden Wohngebäuden. Das angebotene Darlehen wird aus Mitteln der KfW refinanziert. Dabei werden die bereits zinsgünstigen Darlehen der KfW von der IBB mit einem zusätzlichen Fördermehrwert in Form einer weiteren Zinsvergünstigung ausgestattet. In 2010 waren die Mittel bereits Mitte des Jahres vergriffen. Für 2011 konnte das Kontingent deutlich angehoben werden, um der weiterhin hohen Nachfrage noch besser gerecht werden zu können. Rund 30 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland für Beheizung, Warmwasserversorgung und Beleuchtung sind den privaten Haushalten zuzurechnen. Angesichts der geringen Neubautätigkeit sowohl in Berlin als auch bundesweit spielt die energetische Sanierung von bestehenden Wohngebäuden eine wichtige Rolle. Durch Modernisierung etwa der Heizungsanlage, Erneuerung der Fenster, Wärmedämmung von Außenwänden, Kellerdecken und Dächern lässt sich bis zu 50 Prozent Energie einsparen. Jessica Seja 030/21 25 29 14 jessica.seja@ibb.de Unternehmensservice von Berlin Partner und Bezirken bewährt sich Unternehmen stehen täglich vor Herausforderungen. Ob es die Suche nach einem neuen Standort ist, Fragen zu Fördermöglichkeiten bei Expansionsplänen, Krisenbewältigung oder die Rekrutierung von Fachkräften dies alles bindet Ressourcen und kostet Zeit. Seit einem Jahr hilft der Unternehmensservice schnell und unbürokratisch. Wirtschaftsförderung, Verwaltung, Kammern und Investitionsbank arbeiten bei diesem integrierten Angebot Hand in Hand und bieten aktive und lösungsorientierte Unterstützung. Die Berlin Partner GmbH organisiert den Unternehmensservice im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen. Dafür wurde der Mitarbeiterstab um 24 Berater für den Unternehmensservice erweitert. Zwölf von ihnen sind in den Berliner Bezirken tätig. Sie verstärken dort die Teams der Wirtschaftsförderungen und sind Ansprechpartner direkt vor Ort. Branchenkompetenz und genaue Kenntnis der Verhältnisse im Bezirk werden gebündelt und eine intensive Betreuung der ansässigen Unternehmen gewährleistet. Durch den Unternehmensservice werden Abläufe vereinfacht und maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet. Die Bilanz nach einem Jahr zeigt, dass das Konzept aufgeht. Der Unternehmensservice unterstützte 2010 die Expansion von 42 in Berlin ansässigen Unternehmen. Durch diese Projekte entstanden 1.589 Arbeitsplätze. Sieben weiteren Unternehmen wurde bei der Standortsicherung geholfen, so dass von 596 gefährdeten Arbeitsplätzen 505 gesichert werden konnten. Insgesamt besuchten und betreuten die Berater des Unternehmensservice im vergangenen Jahr 800 Berliner Unternehmen. Deren wichtigste Themen sind Förderung, Standort und Personal. Zu den Unternehmen, die den neuen Service bereits nutzen, gehört der Druckdienstleister Laserline. Das Unternehmen plant eine Expansionsinvestition von 17 bis 20 Millionen Euro, um den Standort Berlin auszubauen und wett- 5

bewerbsfähiger zu gestalten. Geplant sind zwischen 40 und 50 neue Arbeitsplätze. Um das angestrebte Wachstum zu realisieren, sind mehrere Szenarien denkbar: Langfristig sowohl ein weiterer Anbau auf dem Berliner Firmengelände wie kurz- bis mittelfristig auch das Anmieten geeigneter Produktionshallen in Mitte oder angrenzenden Stadtbezirken, um die Ausweitung des Maschinenparks und die damit verbundene Schaffung neuer Arbeitsplätze ohne Verzögerung umzusetzen. Der Unternehmensservice berät bei der Erstellung des Antrags auf Fördermittel, hat Kontakt hergestellt zu Anbietern kurzfristig verfügbarer Mietobjekte und Bauprojektentwicklern und einen Besuch von Staatssekretär Heuer und Wirtschaftsstadtrat Spallek organisiert. Außerdem unterstützt er bei der Personalrekrutierung. Auch die FUSS-EMV GmbH & Co. KG, ein führender Anbieter auf dem Gebiet der EMV-Entstörung (Elektromagnetische Verträglichkeit), erweitert ihren Standort in Adlershof und hat dafür von der WISTA ein Grundstück erworben. Der Baustart verzögerte sich aufgrund von Differenzen mit dem Grünflächen- und dem Bauamt über Baumfällungen und die Bebauung des Grundstücks. Das Unternehmen, WISTA und die Wirtschaftsförderung Treptow-Köpenick baten den Unternehmensservice um Vermittlung. Ergebnis: Der Bezirk erteilte die Baugenehmigung, die Grundsteinlegung für die neue Produktionshalle konnte August 2010 erfolgen. 40 neue Arbeitsplätze sind so 2010 entstanden, für 2011 sind weitere 40 geplant. Der Geschäftsbereich Archiv- und Materiallogistik ist für die internationale Spedition Haberling in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Deshalb investiert das Unternehmen an seinem Standort in Charlottenburg- Wilmersdorf ca. 2,8 Millionen Euro in einen Erweiterungsbau. Damit werden 56 Arbeitsplätze gesichert, zwei neue entstehen. Der Unternehmensservice beriet die Spedition Haberling bei der Beantragung von Fördermitteln, vermittelte in Verhandlungen mit Behörden und bei Genehmigungsfragen. Der Unternehmensservice betreut zurzeit mehr als 100 laufende Projekte. Firmen, die die Serviceleistungen und Beratungsangebote nutzen wollen, können sich direkt an die Berater wenden oder über ein Online-Formular auf der Internetseite Kontakt aufnehmen: www.berlin-partner.de/ unternehmensservice Der monatlich erscheinende Newsletter Unternehmensservice aktuell informiert über das Serviceangebot, Best Practice-Beispiele und Themen, die für ansässige Unternehmen interessant sind. Zum kostenlosen Abonnement: www.berlin-partner.de/unternehmensservice-aktuell Christoph Lang 030/39 98 01 23 christoph.lang@berlin-partner.de Wettbewerbsvorteil für Unternehmerinnen im High-Tech-Bereich: WEEL-Studie des TCC untersucht Frauenmangel bei Technologiegründungen Etwa zehn Prozent der deutschen High-Tech-Unternehmen gründen Frauen. Vor diesem Hintergrund erforschte die WEEL-Studie (Women Entrepreneurs in Engineering and Life Sciences) des Technologie Coaching Centers Berlin im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Gründungsmotive sowie hemmende und förderliche Faktoren im Gründungsprozess von Frauen und Männern. Erstellt wurde die Studie im Rahmen einer Dissertation an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Der Ergebnisbericht der Studie zeigt, dass nicht allein die Zahl der Absolventinnen bestimmter Fachrichtungen die wenigen Technologiegründungen von Frauen erklären. Eine Förderung ungenutzten Potenzials von möglichen Unternehmerinnen im High-Tech-Bereich muss sich an den Rahmenbedingungen orientieren, unter denen Frauen bevorzugt gründen. Außerdem muss es nicht unbedingt eine Naturwissenschaftlerin oder Ingenieurin sein, die ein Unternehmen ins Leben ruft. Häufig übernehmen Frauen den betriebswirtschaftlichen Part im Gründungsteam, so Studienleiterin Prof. Dr. Barbara Beham. Gründungsmotivation ist vielfältig und reicht vom Wunsch nach selbst bestimmtem Arbeiten über materielle Anreize bis hin zur zufälligen Produktidee. Die Motive sind dabei 6

keineswegs weiblich oder männlich. Die WEEL-Studie benennt drei Gründungstypen, die sich nach Risikobereitschaft, Exit-Strategie und dem gewünschten Arbeitsumfeld differenzieren. Unterschieden wurden dabei Gelegenheitsgründungen, Selbstverwirklichungen und materialistisch motivierte Gründungen. Die Geschlechter verteilen sich laut Studie unterschiedlich stark in den drei Kategorien. Weibliche Gründer findet man überwiegend in der Kategorie der Gelegenheitsgründungen, aber auch im Bereich Selbstverwirklichung sind Unternehmerinnen anzutreffen. Eher selten begegnet einem jedoch eine materialistisch motivierte Geschäftsführerin eines Technologieunternehmens, erläutert Doktorandin Sarah Knirsch die Ergebnisse. In qualitativen Interviews mit Frauen und Männern aus dem Life Science- und IT-Bereich berichteten Gründerinnen und Gründer über hemmende und förderliche Faktoren beim Gründungsvorhaben; Erkenntnisse, die nicht zuletzt für den Bereich Wirtschaftsförderung interessant sind. Als Handlungsempfehlung rät die Studie dazu, Frauen und Männer bereits im Studium und hier nicht nur in den naturwissenschaftlichen und technischen Feldern über die Alternative Gründung im Gegensatz zur Festanstellung nach dem Examen zu informieren, um dem Ruf nach mehr Frauen im Technologiebereich gerecht zu werden. Frauen seien häufig nicht auf der technischen Seite des Gründungsteams, dafür aber für die kaufmännischen und organisatorischen Belange des angehenden Unternehmens verantwortlich. Dieses Potenzial hoch qualifizierter Frauen sei noch nicht ausgeschöpft und sollte zukünftig gezielter gefördert werden, empfiehlt die WEEL-Studie. Almuth Hartwig-Tiedt, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen: Wir sind ja offen für Frauen, aber es kommen keine. Das ist eine Ausrede, die auch bei Gründungen in den Hochtechnologiebranchen nicht mehr zulässig ist. Die TCC-Studie legt Ursachen offen und zeigt Wege, die auch Frauen ermutigen können, risikoreichere Gründungen zu starten. Das TCC ist einer der Vorreiter, sich systematisch auf die Ansprache und Motivation von Frauen bei Technologiegründungen einzustellen. Erstellten im Auftrag des TCC die Geschlechterstudie: Prof. Dr. Barbara Beham (r.) und Doktorandin Sarah Knirsch Erkenntnisse liefert WEEL auch bezüglich der Erfahrungen, die Unternehmerinnen in der High-Tech-Branche sammeln. Demnach sind junge Frauen gegenüber Geldgebern, Lieferanten und Kunden manchmal mit Vorurteilen konfrontiert. Frauen mit langjähriger Erfahrung hingegen werten ihr Geschlecht als Wettbewerbsvorteil. Besonders bei der Akquise, auf Messen oder gegenüber den Medien finden Frauen demnach leichter Gehör als ihre männlichen Kollegen. Lydia Rudolph 030/46 78 28 15 rudolph@tcc-berlin.de Kooperationen von KMU und Wissenschaft durch Transfer BONUS gefördert: TCC übernimmt Projektträgerschaft für Senatsprogramm Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Berlin erhalten ab sofort in der TCC Technologie-Coaching-Center GmbH Unterstützung bei der Umsetzung von Auftragsforschung. Das Programm Transfer BONUS bezuschusst Kooperationen zwischen KMU und Forschungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg. Nach der erfolgreichen Pilotphase hat das TCC, eine hundertprozentige Tochter der IBB, zum 1. Januar 2011 die Projektträgerschaft und damit die organisatorische Abwicklung des Programms für die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen übernommen. Zur gleichen Zeit werden die maximalen Förderbeträge des Programms deutlich erhöht. Unternehmen und Forschungseinrichtung profitieren sowohl von der Abfederung des finanziellen Aufwands beim Forschungsauftrag wie auch von den Ergebnissen der Innovation: einem Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und damit zur Zukunftssicherung des Unternehmens. Der Senat unterstreicht mit der festen Etablierung des Transfer BONUS das Ziel, den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen in Berlin nachhaltig zu fördern. In der TCC GmbH finden kleine und mittlere Unternehmen ab sofort eine weitere Möglichkeit, neben Coaching und Qualifizierung ihr Unternehmen zukunftssicherer zu machen und durch stetige Innovation ihr Unternehmen und somit auch den Standort Berlin zu stärken, so Wirtschaftssenator Harald Wolf. Bis zu 70 Prozent des Auftragsvolumens für Forschungsdienstleistungen können auf Seiten der KMU mit einem Maximalsatz von 15.000 Euro (bisher waren es bis zu 7.000 Euro) gefördert werden. Bei Unternehmen, die zuvor noch 7

keine Kooperation mit einer Forschungseinrichtung eingegangen sind, können bis zu 100 Prozent der Kosten bis maximal 3.000 Euro übernommen werden. Innerhalb eines Jahres wurden bereits über 140 Anträge zur Projektförderung gestellt. Die B.&S.U. GmbH hat in der Pilotphase das Programm sehr effizient und effektiv betreut. Bei der Auswahl eines geeigneten Partners für die Auftragsforschung unterstützt auch weiterhin die TSB Innovationsagentur Berlin GmbH, die je nach thematischem Schwerpunkt das passende wissenschaftliche Institut und das Unternehmen miteinander in Kontakt bringen kann. Dabei können Berliner Unternehmen auch die Kompetenzen Brandenburger Forschungseinrichtungen nutzen. Profitiert hat zum Beispiel die Viktoria Bausanierung GmbH aus Kreuzberg. Mithilfe der Förderung realisierte sie eine Kooperation mit der Technischen Universität Berlin. Für den Nachweis, dass auch ihre Holzglasfenster der Energieeinsparverordnung entsprechen, waren spezielle Berechnungen erforderlich. Am Institut für Bauphysik und Baukonstruktion fand das Unternehmen mit Prof. Frank Vogdt den passenden Ansprechpartner. Die Berechnungen konnten belegen, dass die bestehenden Fenster zur energetischen Sanierung geeignet sind und damit einen Beitrag für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens leisten. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Transfer BONUS ist die Einordnung des Kooperationsprojekts zur angewandten Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen muss zur Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen gemäß den EU-Kriterien gehören und den Firmensitz in Berlin haben. Entscheidend für die Bewilligung ist außerdem, dass die Leistung, die das KMU in Anspruch nehmen will, nicht dem Standardangebot kommerzieller Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen oder von Beratungsunternehmen entspricht und technisch umsetzbar ist. Weitere Informationen zu Programm und Antragstellung unter: www.transferbonus.de und unter: 030/46 78 28 28. Lydia Rudolph 030/46 78 28 15 rudolph@tcc-berlin.de TCC: Beratung Seminare Förderung Seit 1997 bietet die TCC Technologie-Coaching-Center GmbH subventionierte betriebswirtschaftliche Beratung und Seminare für Existenzgründer und bestehende Unternehmen in Berlin an, die innovative, technologieorientierte Produkte und Dienstleistungen entwickeln, herstellen oder vermarkten. Seit 2008 unterstützt das Projekt Kreativ Coaching Center (KCC) innerhalb der TCC GmbH Unternehmer, die in der Kreativwirtschaft gegründet haben und weiter wachsen möchten. Seit 1. Januar 2011 ist die TCC GmbH außerdem Projektträger des Transfer BONUS, einem Programm zur Förderung von Wissens- und Technologietransfer in kleine und mittlere Unternehmen in Berlin. Die TCC GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der IBB und wird durch die EU (EFRE) sowie das Land Berlin gefördert. Berliner Softwareunternehmen unterstützt Vereine und Stiftungen mit digitalen Sammelbüchsen Die Zahl der Online-Spender steigt. Etwa zehn Prozent der Bundesbürger spendeten im Jahr 2010 Geld für wohltätige Zwecke über das Internet, teilte der Branchenverband Bitkom im Dezember unter Verweis auf eine repräsentative Umfrage mit. Im Vorjahr hatten noch sieben Prozent der Bundesbürger diesen Weg genutzt. Alle größeren Hilfsorganisationen böten die Möglichkeit, im Internet Geld zu spenden, erklärte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer dazu. Der Bitkom beobachtet mit seiner Studie einen internationalen Trend, dem der deutsche Non-Profit- Sektor folgt. Innerhalb nur eines Jahres nach Gründung hat sich die Berliner spendino GmbH zum ersten Ansprechpartner für viele Non-Profit-Organisationen in Deutschland entwickelt, wenn es um Technologien und Lösungen zur digitalen Spenderkommunikation geht. Digitale Spenderkommunikation umfasst alle Prozesse, die es ermöglichen, mittels neuer Medien Spenden zu sammeln oder mit Spendern im Kontakt zu bleiben. Spenden mit dem Handy oder im Internet stehen dabei im Mittelpunkt. Etwa 100.000 Einzelspenden haben Non-Profit-Organisationen in den vergangenen Monaten mit Hilfe der Lösungen von spendino erhalten. Bedenkt man, dass besonders 8

junge Menschen via SMS und Internet spenden, dann besteht darin eine enorme Chance, bisher eher vernachlässigte potenzielle Spender zu aktivieren. Aktuell betreuen 15 Mitarbeiter aus dem Weddinger Unternehmen mehr als 200 gemeinnützige Projekte, darunter viele namhafte Hilfsorganisationen wie das Aktionsbündnis Deutschland Hilft, aber auch zahlreiche kleine Vereine. Erste internationale Expansionsschritte in die Schweiz wurden ebenfalls erfolgreich eingeleitet. Das Berliner Unternehmen erhielt im November eine Wachstumsfinanzierung des von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwalteten VC Fonds Technologie Berlin und erfahrenen Business Angels. Spendino ist ein Unternehmen mit klarem Mehrwert für seine Kunden. Die technologiegestützten Innovationen helfen Non-Profit-Organisationen dabei, Kosten zu reduzieren und gleichzeitig neue und junge Spender für sich zu gewinnen, erklärt Rayk Reitenbach, Investment Manager bei der IBB Bet. Im Dezember 2010 folgte eine weitere Förderung durch die IBB im Rahmen des Programms ProFIT ( jetzt Pro FIT). Ansprechpartner: Erfolgreiche Spendensammler: Florian Nöll, Sascha Schubert und Martin Müller (v.l.) von spendino IBB Beteiligungsgesellschaft mbh Rayk Reitenbach Tel. 030/21 25 32 09 rreitenbach@ibb-bet.de Aufwärtstrend ungebrochen Die Aussichten für die Berliner Wirtschaft werden immer besser. Für 2010 wird jetzt ein Wirtschaftswachstum von drei und für 2011 noch einmal ein Plus von 2,5 Prozent erwartet. Das sind jeweils 0,5 Prozentpunkte mehr als noch im Oktober prognostiziert. Viele Indikatoren deuten darauf hin, dass sich die Expansion zum Jahresende 2010 noch einmal beschleunigt hat. Im Unterschied zu Deutschland wird Berlin das wirtschaftliche Vorkrisenniveau von 2008 bereits in diesem Jahr übertreffen. Vorjahreswert. Der besonders aussagekräftige gleitende Dreimonatsdurchschnitt ergibt für den Zeitraum August bis Oktober 2010 sogar eine Zunahme der Bestellungen um 12,6 Prozent. Kräftig auf Wachstumskurs befindet sich auch die Berliner Bauwirtschaft. Die Betriebe des Bauhauptgewerbes verzeichneten in den ersten zehn Monaten 43,1 Prozent mehr Aufträge als im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend für dieses sehr gute Ergebnis waren vor allem die enormen Zuwächse im Wirtschaftsbau. Vor allem die jüngsten Konjunkturdaten aus dem Verarbeitenden Gewerbe haben positiv überrascht. So sind die industriellen Auftragseingänge nach den sprunghaften Steigerungen in den Sommermonaten auch im November 2010 zweistellig gestiegen (+11,0 %). Im Unterschied zur gesamtdeutschen Entwicklung hat sich der Aufwärtstrend in Berlin in den vergangenen Monaten sogar noch beschleunigt. Von Januar bis November 2010 lagen die Auftragseingänge um 9,9 Prozent über dem entsprechenden Der Aufschwung verläuft in Berlin weiterhin robust; davon profitiert auch der Arbeitsmarkt. Im Jahresdurchschnitt 2010 lag die registrierte Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt bei 231.000 Personen nach 237.000 im Vorjahr. Im laufenden Jahr dürfte die Zahl der Erwerbslosen weiter unter die 9

Marke von 220.000 fallen. Die Arbeitslosenquote wird von 13,6 im vergangenen Jahr auf unter 13,0 Prozent zurückgehen. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit in Berlin noch immer viel zu hoch. Sie wird auch 2011 weit über dem deutschen Durchschnitt von sieben Prozent liegen. Gleichwohl werden sich aufgrund von Wanderungs- und Pendlerbewegungen im laufenden Jahr die Beschäftigungsindikatoren in Berlin verbessern. Die Zahl der Erwerbstätigen nimmt in Berlin bereits seit längerer Zeit wieder zu. Mit einer Steigerungsrate von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal lag die Hauptstadt im Bundesländervergleich auch im dritten Quartal 2010 im Spitzenfeld. Insbesondere raum einer Zunahme um 10,3 Prozent. Auch bei der Bettenauslastung in den Hotels konnte ein gutes Ergebnis erreicht werden. Trotz der seit Jahren kontinuierlich stark steigenden Bettenkapazitäten konnte mit 49 Prozent Bettenauslastung an das gute Novemberergebnis 2009 angeknüpft werden. 2011 wird mit weiteren Höchstständen gerechnet. Dagegen werden von der Weltwirtschaft im laufenden Jahr geringere Impulse für den Aufschwung erwartet als bisher. Denn nach wie vor besteht die Gefahr, dass die hohe Arbeitslosigkeit in den USA dort die private Konsumnachfrage und damit die Expansion der Weltwirtschaft stärker dämpft als erwartet. Noch bedeutsamer für Berlin sind aber die Risiken der Staatsschuldenkrise im Euro- Raum. Wenn sich hier noch mehr Länder zu drastischen Sparprogrammen gezwungen sehen, könnte auch dies die Berliner Konjunktur dämpfen. Denn mehr als die Hälfte des Berliner Außenhandels betrifft den Euroraum und ist somit von der Entwicklung in diesen Ländern unmittelbar betroffen. In den ersten zehn Monaten 2010 konnten die Berliner Unternehmen mit einer Exportsteigerung von 19,2 Prozent noch stark vom wieder zunehmenden weltwirtschaftlichen Wachstum profitieren. die Betriebe in den Dienstleistungsbereichen haben zum Beschäftigungsaufbau in Berlin beigetragen. Aufgrund der steigenden Beschäftigung ist im neuen Jahr auch in Berlin mit einem stärkeren Anstieg der Arbeitnehmereinkommen zu rechnen. Dies wird die privaten Konsumausgaben stimulieren und damit den Berliner Einzelhandel stützen. Bereits in den ersten elf Monaten 2010 setzte der Berliner Einzelhandel real 1,3 Prozent mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Hierzu haben auch die zahlreichen Berlin-Touristen als potenzielle Einzelhandelskunden beigetragen. Der positive Trend im Hauptstadttourismus hält nach wie vor an. Trotz Finanzkrise konnte Berlin auch 2010 starke Wachstumsraten verzeichnen und an die sehr gute Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. So kamen in den ersten elf Monaten 2010 bereits 8,4 Mio. Besucher in die deutsche Hauptstadt, das entsprach gegenüber dem Vorjahreszeit- Alles in allem bleibt die Prognose durch ein hohes Maß an Ungewissheit geprägt. Gerade in den Euro-Krisenländern mit der kräftig gestiegenen Staatsverschuldung und den nun notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen eröffnen sich weitere Problemfelder, die vor allem die längerfristigen Wachstumsperspektiven belasten können. Auch das Auslaufen der wirtschaftspolitischen Maßnahmen sowie die steigende Zahl der Unternehmensinsolvenzen stellen ein nicht unerhebliches Konjunkturrisiko dar. In den ersten zehn Monaten 2010 wurden von den Berliner Amtsgerichten bereits 1.340 Insolvenzverfahren gegen Unternehmen registriert, 5,5 Prozent mehr als 2009. Ein besonders wichtiges Indiz für die Bedrohung auch gesunder Firmen ist jedoch die Summe der Not leidenden Forderungen. Die angemeldeten Forderungen beliefen sich allerdings auf nur noch 1,1 Mrd. Euro nach 3,6 Mrd. Euro im krisenbehafteten Vorjahreszeitraum. Als typische Spätindikatoren zeigen die Unternehmensinsolvenzen, dass die Folgen der Rezession nun allmählich überwunden werden. Hartmut Mertens 030/21 25 47 38 hartmut.mertens@ibb.de 10

Internet- und Medien-Hotspot Berlin: Berlins Wachstumsdynamik in Zukunftsbranchen macht die Hauptstadt zum idealen Standort für Start-Ups Die Wahl des Unternehmensstandorts ist für junge Start-Ups nicht nur eine Frage der persönlichen Lebensqualität der Gründer das Umfeld hat auch wesentlichen Einfluss auf die Erfolgsaussichten einer Unternehmensgründung. So ist es kein Zufall, dass es Gründer und Investoren in den USA überwiegend in das Silicon Valley zieht: Allseits wird das entrepreneurial ecosystem beschworen, das den idealen Nährboden für schnellwachsende High-Tech-Start-Ups bildet. In Europa lag stets London im Fokus der Venture Capitalists und Unternehmer. Doch in der jüngeren Vergangenheit rückt Berlin als Internet- und Medien-Hotspot immer stärker ins Sichtfeld und zieht Talente und Investorengeld aus dem In- und Ausland an ein Trend, der der Entwicklung der Unternehmerkultur in Deutschland nur nutzen kann. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Investitionsbank Berlin vergleicht das Wirtschaftswachstum einzelner Technologiefelder in den Metropolen Frankfurt, München, Köln, Hamburg und Berlin. In den Branchen Medizintechnik, Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie/Medien, Verkehrssystem-Technik, optische Technologien und Energietechnik betrug das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum zwischen 2002 und 2008 für Berlin ganze 8,8 Prozent gegenüber dem Städtedurchschnitt von 1,2 Prozent. Unter dem Strich ergibt sich für Berlin über alle untersuchten Wachstumsparameter Platz 1. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Medienbranche: Hier betrug das durchschnittliche Umsatzwachstum sogar 11,6 Prozent bis auf 6,3 Mrd. Euro. Es folgt, weit abgeschlagen, Köln mit 3,1 Prozent. Formelle und informelle Netzwerke Gründer in Berlin schätzen die vielfältigen Möglichkeiten zum Austausch und zur Kooperation. Dazu tragen die organisierten formellen Netzwerke wie das media.net berlinbrandenburg oder Netzwerkveranstaltungen wie der OpenCoffee Club oder die regelmäßig von deutsche-startups.de veranstaltete Echtzeit Berlin ebenso bei wie die vielfältigen informellen Netzwerke, die sich branchenspezifisch oder auch lokal in den Gewerbehöfen der Innenstadtbezirke bilden. Junge Unternehmen profitieren auch von konkreter Hilfestellung in den ersten Jahren nach Gründung. Das von mytoys-gründer Oliver Beste ins Leben gerufene und vom media.net organisierte Mentoring-Programm catapult bietet Start-Ups nicht nur systematisierten Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmern und Alumni, sondern auch Zugang zu hochkarätigen Geschäftsführern erfolgreicher Unternehmen. Großer internationaler Talentpool Berlin ist für junge Talente aufgrund seines lebendigen kulturellen Umfelds und der vergleichsweise geringen Lebenshaltungskosten ein attraktiver Ort. Zudem sorgen die 31 Universitäten und Hochschulen der Stadt für steten Zustrom von gut ausgebildeten Berufseinsteigern. Das Gehaltsniveau liegt dabei noch deutlich unterhalb von etablierten High-Tech-Standorten wie München, London oder dem Silicon Valley und ermöglicht Bootstrapping- Gründungen mit überschaubaren Kostenstrukturen. Die Anziehungskraft wirkt dabei auch international: Die Gründer der Aupeo GmbH ersannen ihre Unternehmensidee auf einer Dachterrasse in New York, wählten dann aber Berlin als Standort. Das Start-Up Soundcloud wurde von zwei Schweden initiiert, die für die Gründung von Stockholm nach Berlin zogen. Und auch das Anheuern von Muttersprachlern für die Internationalisierung ist vergleichsweise einfach. Mike Butcher, Autor des führenden Branchen-Blogs TechCrunch, stellte kürzlich zutreffend fest: Berlin right now has, in general, the most internationally-focused startups. Zugang zu Kapital Berlin ist heute zehn Jahre nach der New-Economy- Blase Heimat nur weniger institutioneller VCs. Doch die Besuchsfrequenz der Venture Capitalists aus München, Hamburg, London oder Paris in Berlin steigt auffällig. Kaum einer der aktiven europäischen Fonds hat heute nicht mindestens ein Berliner Venture im Portfolio, und auch renommierte US-VCs wie Benchmark oder Accel haben erste Investments in Berlin getätigt. Mindestens ebenso wichtig wie die Versorgung mit institutionellem Venture Capital ist die Vielzahl an Angel- Investoren, die mit Seed-Finanzierungen im fünf- bis niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich zu dem dynamischen Gründungsgeschehen beitragen. Es ist zu beobachten, dass sich in den vergangenen Jahren eine sehr lebendige Angels-Szene gebildet hat, durch die auch in riskanten Frühphasen Finanzierungsquellen bereit stehen. Das Spektrum der sehr heterogenen Gruppe der Angel-Investoren reicht dabei von Privatiers, die eher bauchgetrieben investieren, bis hin zu Super-Angels mit professionellen Strukturen und Inkubator-Modellen. Es ist zu wünschen, dass sich die Entwicklung Berlins hin zu einem Hotspot für die Internet- und Medienbranche fortsetzt und damit nach dem Vorbild des Silicon Valley zur Belebung der Gründerkultur und der Ausbildung günstiger Rahmenbedingungen für schnell wachsende, innovative Unternehmen in Deutschland beiträgt. Mischa Wetzel 030/21 25 32 01 venture@ibb-bet.de 11

BPW 2011: Startklar zum Gründen Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) läuft auch 2011 wieder auf Hochtouren. Bereits am 29. Oktober 2010 wurde der 16. BPW mit der Auftaktveranstaltung auf den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen (degut) gestartet. Unter dem Titel Startklar zum Gründen werden erneut Existenzgründer angesprochen, ihre Ideen zu einem vollständigen Konzept auszubauen. Am 6. Januar 2011 wurden die Teilnehmer noch einmal ermutigt, ihren Businessplan für die 1. Stufe des BPW 2011 abzugeben. Wer seine Geschäftsidee in einen aussagekräftigen Businessplan übersetzen kann, für den finden wir auch eine Finanzierung, so Carsten Jung, Firmenkundenvorstand der Berliner Volksbank, zur Eröffnung des 1. Kontaktabends. Dann wurden noch kurz der Ablauf der Veranstaltung erklärt und letzte Tipps und Hinweise zur 1. Stufe gegeben, bevor Teilnehmer und Netzwerker frei aufeinander zugingen. Die Kontaktabende sind die zentralen Netzwerkveranstaltungen des BPW. Ihr Ziel: Gründungsinteressierte und angehende Unternehmer mit dem Kompetenznetzwerk des BPW zusammenführen. Sie erhalten die Chance, Coaches, Juroren und Partner des Wettbewerbs in ungezwungener Atmosphäre zu treffen, offene Fragen zu klären, erste Kontakte zu Kapitalgebern und Beratern zu knüpfen oder sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Die drei Kontaktabende finden in der Woche vor dem Abgabetermin der jeweiligen Wettbewerbsstufe statt. Zum 1. Abgabetermin am 11. Januar haben die Gründer wieder zahlreiche Businesspläne eingereicht. Die Juroren bewerten in der 1. Stufe die Kapitel Idee und Gründerteam. Am 17. Februar werden die besten fünf Plätze der Kategorien [BPWservice] und [BPWtechnology] prämiert und mit jeweils 500 Euro ausgezeichnet. Kontakt: Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg Wettbewerbsbüro in der Investitionsbank Berlin Bundesallee 210 10719 Berlin 030/21 25 21 21 www.b-p-w.de Coaches, Juroren, Partner und die Gründer: Die Kontaktabende des BPW führen sie alle zusammen. Impressum Investitionsbank Berlin - Wirtschaftsförderung - Bundesallee 210, 10719 Berlin Ansprechpartner: Christian Pech 030/21 25 33 70 christian.pech@ibb.de 12