Liquiditätsmanagement



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Transkript:

Aus dem Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen der msg systems ag und der GILLARDON AG financial software wurde die msggillardon AG. Wir freuen uns auf Ihren Besuch unter > www.msg-gillardon.de Liquiditätsmanagement Aufsichtsrechtliche Anforderungen Ertragschancen für Kreditinstitute Projekte und Beratung Wir denken nach, um vorzudenken

Liquiditätsmanagement Modernes Liquiditätsmanagement Liquiditätsrisiko in den MaRisk Sicherstellung der jederzeitigen Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen Ausreichende Diversifikation der Vermögensund Kapitalstruktur Erstellung einer Liquiditätsübersicht, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden Laufende Überprüfung, ob der auftretende Liquiditätsbedarf gedeckt werden kann Maßnahmenkatalog für den Fall eines Liquiditätsengpasses Regelmäßige Berichterstattung an die Geschäftsleitung Liquiditätsrisiken rücken immer stärker in den Fokus der modernen Gesamtbanksteuerung. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen von Basel II und der MaRisk stellen den Bankensektor vor die Herausforderung sich in der Zukunft intensiv mit den Liquiditätsrisiken auseinanderzusetzen. Neben den aufsichtsrechtlichen Anforderungen zur Risikobegrenzung bietet ein modernes Liquiditätsmanagement darüber hinaus erhebliches Ertragspotenzial für die Finanzinstitute. Andere Ratingeinstufungen oder nicht ratinggetriebene Änderungen des eigenen Bonitätsspreads führen zu veränderten Refinanzierungsmöglichkeiten der Institute am Interbankenmarkt. Häufig beobachtete Änderungen der Bonitätsspreads von einigen Basispunkten führen bei hohem Refinanzierungsvolumen bereits zu erheblichen Ergebnisunterschieden in Bilanz und GuV. Aufsichtsrechtliche Anforderungen Aufsichtsrechtlich wurde das Liquiditätsrisiko bisher im Grundsatz II berücksichtigt. Zum Nachweis der Liquidität müssen für den nächsten Monat die zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel die erwarteten Zahlungsverpflichtungen eines Instituts übersteigen. In der nationalen Umsetzung der zweiten Säule von Basel II wird von den Instituten im Rahmen der MaRisk darüber hinaus gefordert, die Liquiditätsrisiken angemessen in Risikomanagement und Controlling zu berücksichtigen. Der Aufbau einer Liquiditätsablaufbilanz für alle Produktgruppen stellt eine zentrale Anforderung der MaRisk an alle Institute dar. Zusätzlich müssen regelmäßig geeignete Szenariobetrachtungen anhand der Liquiditätsablaufbilanz durchgeführt werden und Maßnahmen festgelegt werden, die im Falle eines Liquiditätsengpasses ergriffen werden sollen. Außerdem muss die Geschäftsführung regelmäßig über die Liquiditätssituation informiert werden. 2

Liquiditätsrisiko Die modernen barwertigen Steuerungskonzepte führen zu einer erweiterten Definition des Liquiditätsrisikos, die über das Risiko, dass eine Bank nicht jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann, hinausgeht. GILLARDON betrachtet das Liquiditätsrisiko aus Sicht der wertorientierten Banksteuerung und der GuV. Hierbei rücken die Refinanzierungskosten in den Mittelpunkt der Analyse. Zentraler Ansatzpunkt zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos ist die Frage, wie sich eine Änderung der eigenen Bonität der marktpreisgetriebenen Bonitätsspreads auf die Refinanzierungskosten und die Liquiditätsbeschaffung und somit auf das Vermögen und die GuV der Bank auswirken. Chancen Neben der Erfüllung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben können durch ein modernes wertorientiertes Liquiditätsmanagement und den Aufbau einer Liquiditätsablaufbilanz somit auch Erträge gesteigert und Risiken begrenzt werden. Unterschiedliche Refinanzierungsstrategien bieten der Bank sowohl Chancen als auch Risiken. Mit langfristigen Refinanzierungen ist das Liquiditätsrisiko gering, jedoch wird das geringe Risiko meist zu ungünstigeren Konditionen und höheren Spreads erkauft. Kurzfristige Refinanzierungen sind meist preiswerter, jedoch ist noch nicht mit Sicherheit abzusehen, ob eine Prolongation zu besseren oder schlechteren Konditionen vorgenommen werden kann. Ökonomische Bedeutung des Liquiditätsrisikos Eine Parallelverschiebung der Bonitätskurve um 20 Basispunkte führt bei der unten abgebildeten Liquiditätsablaufbilanz mit einem Gesamtvolumen von 1 Mrd. Euro bereits zu einer Erhöhung der aktuellen Liquiditätskosten um über 1,4 Mio. Euro. Liquiditätsablaufbilanz Datum Aktiv Passiv Saldo 01.01.2006 1.000.000.000 1.000.000.000 0 30.06.2006 980.000.000 800.000.000 180.000.000 01.01.2007 960.000.000 795.000.000 165.000.000 30.06.2007 940.000.000 790.000.000 150.000.000 01.01.2008 920.000.000 785.000.000 135.000.000 30.06.2008 900.000.000 780.000.000 120.000.000 01.01.2009 880.000.000 775.000.000 105.000.000 30.06.2009 860.000.000 770.000.000 90.000.000 01.01.2010 840.000.000 765.000.000 75.000.000 30.06.2010 820.000.000 760.000.000 60.000.000 01.01.2011 800.000.000 755.000.000 45.000.000 30.06.2011 780.000.000 750.000.000 30.000.000 01.01.2012 760.000.000 745.000.000 15.000.000 30.06.2012 740.000.000 740.000.000 0 01.01.2013 720.000.000 735.000.000-15.000.000 30.06.2013 700.000.000 730.000.000-30.000.000 01.01.2014 680.000.000 725.000.000-45.000.000 30.06.2014 660.000.000 625.000.000 35.000.000 01.01.2015 640.000.000 525.000.000 115.000.000 30.06.2015 620.000.000 425.000.000 195.000.000 30.12.2015 600.000.000 325.000.000 275.000.000 Ergebnisauswertung Liquiditätskostenbarwert ohne Opportunitätskosten Ist-Situation 6.823.792 Szenario 11.372.986 Differenz 4.549.194 Liquiditätskostenbarwert mit Opportunitätskosten Ist-Situation 1.948.978 Szenario 3.390.226 Differenz 1.441.249 EURIBOR-Aufschlag: Ist-Situation Kapitalbindung in Jahren 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Aufschlag Brief (in BP) 16 18 20 22 24 26 27 28 29 30 EURIBOR-Aufschlag: Szenario Kapitalbindung in Jahren 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Aufschlag Brief (in BP) 36 38 40 42 44 46 47 48 49 50 Zinsstruktur Zinsbindung in Jahren 0,5 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Geldsätze (in %) 2,50 2,70 2,85 3,00 3,25 3,50 3,70 3,80 3,90 3,95 4,00 Briefsätze (in %) 2,60 2,80 2,95 3,10 3,35 3,60 3,80 3,90 4,00 4,05 4,10 Nur durch eine differenzierte Analyse verschiedener Refinanzierungsstrategien können Ertragspotenziale erkannt und durch geeignete Maßnahmen und Steuerungselemente ausgeschöpft werden. 3

Beratung und Projekte Leistungsangebot Kalkulation Berechnung der Liquiditätskosten in der Vor- und Nachkalkulation Abbildung einzelner Geschäfte und der zugehörigen Liquiditäts-Cash-Flows (zum Beispiel von variablen Produkten und Kreditlinien) Modellierung von erwarteten Cash-Flows (zum Beispiel Neugeschäft) Aufsichtsrechtliche Anforderungen Aufbau einer Liquiditätsablaufbilanz Durchführung von Szenarioanalysen (zum Beispiel Ausfall bedeutender Kapitalgeber, Abzug von Interbankeneinlagen) Ausarbeitung einer Risikostrategie und einer Notfallkonzeption Reporting Steuerung des Liquiditätsrisikos Ermittlung des Liquiditätskostenbarwerts Berechnung verschiedener Szenarien Erstellung eines Chancen- / Risikoprofils Messung des Liquiditätsrisikos anhand des LVaR (Liquidity-Value-at-Risk) und des erwarteten Returns Limitierung des Liquiditätsrisikos Analyse geeigneter Maßnahmen zur Optimierung der Refinanzierungsstrategie Beurteilung der eingegangenen Risiken und der verbundenen Ertragspotenziale Integration in die Gesamtbanksteuerung GILLARDON unterstützt Ihr Institut sowohl bei der Umsetzung der MaRisk-Mindestanforderungen an das Liquiditätsmanagement als auch bei einer umfangreicheren Implementierung einer zukunftsorientierten barwertigen Liquiditätssteuerung. Unsere zugrundeliegenden Konzepte wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Banken für die Praxis entwickelt. Wir begleiten Ihr Institut von der Erfassung bis zum Reporting des Liquiditätsrisikos. Unsere Experten beraten Sie beim Aufbau der Liquiditätsablaufbilanz für die MaRisk, beim Erstellen des individuellen Chancen- / Risiko-Profils sowie bei der Ausarbeitung der geeigneten Maßnahmen zur barwertigen Steuerung des Liquiditätsrisikos. Die einzelnen Projektmodule werden gezielt auf das individuelle Anforderungsprofil Ihrer Bank zugeschnitten und decken alle wesentlichen Fragestellungen zum Liquiditätsrisiko der Bereiche Kalkulation, Aufsichtsrecht und Steuerung ab. Beratungsprojekt Kick-Off Ist- Analyse Liquiditätsablaufbilanz Abschlusspräsentation Maßnahmenkatalog Ist-Analyse Analyse des bisherigen Liquiditätsmanagements Ausarbeitung des individuellen Anforderungsprofils für die Bereiche Kalkulation, Aufsicht und Steuerung Modellierung der Liquiditätsablaufbilanz Aufbau der Liquiditätsablaufbilanz auf Einzelgeschäfts- oder Bilanzebene Fachkonzeption zu den einzelnen Bilanzpositionen beziehungsweise Modellierung der Cash-Flows der Einzelgeschäfte Modellierung von erwarteten Cash-Flows Auswertung der Liquiditätsablaufbilanz Berechnung des Liquiditätskostenbarwerts Kalkulation des Chancen- / Risiko-Profils und LVaR Analyse verschiedener Szenarien Ausarbeitung optimaler Refinanzierungsstrategien Auswertung Modellierung Maßnahmenkatalog zur Erfüllung der Anforderungen aus den MaRisk zur Umsetzung der wertorientierten Liquiditätssteuerung und der Integration in die Gesamtbanksteuerung Abschlusspräsentation Dokumentation der Ergebnisse und Vorstandspräsentation 4

GILLARDON innovative Lösungen für die Finanzwirtschaft Die Lösungen Unsere Kernkompetenzen umfassen die Bereiche Kundenberatung, Produktkalkulation und Gesamtbanksteuerung. Kundenberatung evenit ist das themenorientierte Beratungssystem für alle Vertriebskanäle für die Themen Altersvorsorge, Baufinanzierung, Vermögensanalyse und Financial Planning. Produktkalkulation MARZIPAN ist die Lösung zur Produktberatung und -kalkulation von Aktiv- und Passivgeschäften auf Basis der Marktzins- und Barwertmethode. FinanceFactory ist das regelbasierte Kalkulationssystem für die Absatzfinanzierung, das alle Darlehensvarianten der Absatzfinanzierung inklusive Restkreditversicherung und Subventionsrechnung abdeckt. Gesamtbanksteuerung THINC ist die integrierte Softwarelösung zur wertorientierten Gesamtbanksteuerung und deckt die Themen Markt- und Vertriebssteuerung, Bilanzstrukturmanagement, Risikocontrolling, Treasury, Adressrisikosteuerung, Basel II und IAS / IFRS ab. THINC unterstützt Sie bei der Erfüllung der Anforderungen aus den MaRisk. GILLARDON ist Branchenspezialist für Softwarelösungen, Beratung und Seminare in den Themenbereichen Kundenberatung, Produktkalkulation und Gesamtbanksteuerung. GILLARDON ein Unternehmen der msg systems ag 5

T-180-PB-0107-1 GILLARDON AG financial software Edisonstraße 2 D-75015 Bretten Fon:+49 (0) 7252 / 93 50-0 Fax: +49 (0) 7252 / 93 50-105 E-Mail: info@gillardon.de Internet: www.gillardon.de ein Unternehmen der msg systems ag