1. Begriffsbestimmung

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Transkript:

1. Begriffsbestimmung 1.1. Material (=Umlaufvermögen): nur kurzfristige Verweildauer im Betrieb (< 1 Jahr) Roh-/Hilfs-/Betriebsstoff (industriell) Verbrauchsgüter gemäß Abgrenzungs-VO keine planmäßige Abschreibung, aber (eventuell) außerplanmäßige Abschreibung 1.2. Materialwirtschaft: Skript S. 11 1.3. Ziele der Materialwirtschaft: Minimiere Maximiere Servicegrad (=Lieferbereitschaftsgrad) Kosten Qualität Sicherheit Servicegrad: Zahl der sofort erfüllten Anforderungen Gesamtzahl der Materialanforderungen x 100 Zusammenhang zwischen Kosten und Servicegrad: Kosten 200 180 160 140 120 100 Kosten 80 60 40 20 0 1 5 9 13 17 21 25 29 33 37 41 45 49 53 57 61 65 69 73 77 81 85 89 93 97 Seite 1

2. Von der Materialwirtschaft beeinflussbare Kosten 2.1. Materialkosten Relevant: Einstandspreis Angebots-/Listenpreis + Mindermengenzuschlag - Rabatte (i. d. R. Mengenrabatte) - Boni (i. d. R. umsatzbezogen) = Ziel-Einkaufspreis - Skonto = Bar-Einkaufspreis + Bezugskosten (Fracht, Verpackung, Porto,...) = Einstandspreis 2.2. Lagerhaltungskosten 2.2.1. Lagerkosten Personal Mietkosten/Leasing Heizung/Kühlung Strom Abschreibung... 2.2.2. Kapitalbindungskosten (Zinsbindungskosten) Zinssatz für die bestmögliche alternative Kapitalanlage bezogen auf den Wert des durchschnittlichen Lagerbestandes Seite 2

2.2.3. Bestellkosten Kosten des Bestellvorgangs, z. B. anteilige Kosten von Einkaufsabteilung Marktforschung Disposition Porto Onlinekosten... 2.2.4. Fehlmengenkosten Oder: Grund/Ursache: Servicegrad < 100 % Kosten für die Beschaffung kleiner Mengen zusätzlich (Hubschrauber bei Ford SLS, Expresszuschlag, Mindermengenzuschlag) Kosten fehlender/nicht rechtzeitiger Auftragserfüllung o Konventionalstrafen (im Vorfeld vereinbart, unabhängig vom Nachweis eventueller Schäden beim Kunden) o Schadenersatz o Verlust von Kunden/Aufträgen o Imageschaden 1.4.2. Zielbeziehungen (z. B. Verhältnis zwischen Servicegrad und Kosten) Minimierungsziele treffen auf Maximierungsziele. Da beide Zielarten miteinander konkurrieren, entsteht ein Zielkonflikt. Darüber hinaus: Zielkonflikt innerhalb der Konstanten: Bestellkosten Lagerhaltungskosten (s. Skript S. 50 ff) Bestellkosten-Verlauf Bestellkosten SINKEN mit steigender Bestellmenge (weil die Anzahl der Bestellungen sinkt) Seite 3

Anweisung an Disposition: HOHE Bestellmenge Lagerhaltungskosten-Verlauf STEIGEN mit steigender Bestellmenge (i. d. R. linear) Anweisung an Disposition: GERINGE Bestellmenge Lösung: Ermittlung der optimalen Bestellmenge, d. h Bestellmenge, bei der die GESAMT- KOSTEN MINIMAL sind Rechnerische Herleitung: Variablen: GK = Gesamtkosten BK = (fixe) Bestellkosten je Bestellung JB = Jahresbedarfsmenge x = Bestellmenge EP = Einstandspreis ZS = durchschnittlicher Zinssatz für das gebundene Kapital LKS = Lagerkostensatz (in %) Kostenfunktionen: Bestellkosten: JB BK * (JB/x = Anzahl der Bestellungen) x Lagerhaltungskosten: x ZS + LKS * EP * ( ) 2 100 (ZS+LKS/100 = Lagerhaltungskostensatz) Gesamtkosten: JB x ZS + LKS BK * + * EP * ( ) x 2 100 Seite 4

Gesucht: Minimum der Gesamtkostenfunktion (1. Ableitung der GK-Funktion) 200 * JB * BK x( opt) = Andler sche Losgrößenformel EP * ( ZS + LKS) Beispiel: JB = 50.000 ME BK = 30 /Bestellung EP = 15 /ME LKS = 10 % ZS = 7 % 1. Schritt: Ermittlung der optimalen Bestellmenge 200 * 50.000 * 30 x ( opt) = = 1.085 ME/Bestellung 15 * (7 + 10) 2. Schritt: Ermittlung der optimalen Bestellhäufigkeit = JB 50.000 = = 46,08 x( opt) 1.085 ~ 46 Bestellungen/Jahr 3. Schritt: Ermittlung des optimalen Bestellrhythmus 360 opt. Bestellhäufigkeit = 360 46 = 7,8 Tage Alle 7 Tage bestellen 3. Bedarfsermittlung 3.0. Bedarfsarten Primärbedarf o Bedarf an verkaufsfertigen Erzeugnissen (auch Dienstleistungen) o Bedarf des Marktes o Zahlen stammen aus der Absatzmarktforschung Sekundärbedarf o Bedarf an Rohstoffen, Zulieferteilen,... o Dient zur Erstellung des Primmärbedarfs o Beinhaltet hochwertige Teile (A-Teile) Seite 5

Tertiärbedarf o Bedarf an Hilfsstoffen, Betriebsstoffen o Beinhaltet C-Teile Zusatzbedarf o Bedarf für Schwund, Verschleiß, Verschnitt,... o Mehrbedarf für Wartung, Reparatur o Nebenbedarf für Sonderwerkzeuge (Vorserien, Versuchszwecke) o d. R. als Prozentsatz auf den Sekundärbedarf berechnet Zusatzbedarf + Sekundärbedarf = Brutto-Bedarf Nettobedarf o Bedarf, der vom Einkauf bestellt werden muss Ermittlungsschema: Brutto-Bedarf - Lagerbestand + Reservierungen/Vormerkungen - Bestellbestand/Unterwegsware + Sicherheitsbestand/Eiserner Bestand/Mindestbestand Nettobedarf = Sekundärbedarf + Zusatzbedarf = Bedarf, der im Lager ist, aber für andere Zwecke benötigt wird = Material, das bereits bestellt, aber noch nicht geliefert ist = Menge, die bestellt werden muss Seite 6

3.1.1.1 Durchführung der ABC-Analyse 1. Schritt: Berechnung des wertmäßigen Jahresbedarfes und Zuteilung der Ränge Material-Nr. Jahresbedarf Preis/ME [ ] Wertmäßiger Rang [ME] Jahresbedarf [ ] 51 100 312,50 31.250 1 52 16.000 1,60 25.600 2 53 1.000 2,80 2.800 6 54 5.000 1,05 5.250 3 55 700 5,50 3.850 5 56 700 7,10 4.970 4 57 100 22,00 2.200 8 58 18.000 0,05 900 10 59 20.000 0,08 1.600 9 60 32.500 0,07 2.275 7 Festlegung der Wertgruppen: z. B. (subjektiv) A-Positionen: ca. 70 75 % des Wertes entsprechen ca. 10 20 % der Positionen (der Mengen) B-Positionen: ca. 15 25 % des Wertes entsprechen ca. 21 30 % der Positionen C-Positionen: ca. 0 15 % des Wertes entsprechen ca. 31 50 % der Positionen 2. Schritt: Neuordnung der Liste nach Rang und Einteilung in die einzelnen Gruppen 1) Rang Material- Nr. Wertmäßiger Jahresbedarf [ ] %-Anteil vom Gesamtwert %-Anteil kumulativ Wertgruppe 1 51 31.250 38,7 1) 38,7 2 52 25.600 31,7 70,4 2) A 3 54 5.250 6,5 76,9 4 56 4.970 6,2 17,5% 83,1 5 55 3.850 4,8 87,9 6 53 2.800 3,4 91,3 7 60 2.275 2,8 94,1 8 57 2.200 2,7 12,1% 96,8 9 59 1.600 2,0 98,8 10 58 900 1,2 100,0 Summe: 80.695 100,0 31.250 *100 2) 80.695 38,7 + 31,7 B C Seite 7

Hier: A: 70,4 % des Wertes entsprechen 20 % der Positionen B: 17,5 % des Wertes entsprechen 30 % der Positionen C: 12,1 % des Wertes entsprechen 50 % der Positionen 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 0 20 40 60 80 100 3.1.1.2. Folgerungen der ABC-Analyse A-Artikel Genaue (deterministische) Bedarfsermittlung Stücklistenauflösung Bestellpunkt-/Meldebestandsverfahren (s. 3.2.3.) Lagerbestand/Sicherheitsbestand MINIMIEREN Genaue Lagerbuchhaltung (Abgleich Buchbestand Ist-Bestand) Permanente Inventur C-Artikel Verbrauchsorientierte (stochastische) Bedarfsermittlung Bestellrhythmusverfahren Vereinfachte Lagerbuchführung B-Artikel? Seite 8

Problem: Kritische Teile C-Teile, deren Bedeutung für den Betriebsablauf so groß sind, dass sie WIE A-TEILE behandelt werden 3.1.2. XYZ-Analyse XYZ-Analyse wird nur bei stochastischer Bedarfsermittlung angewandt (Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, die auf regelmäßigem Verbrauch beruhen). Sporadischer und nicht planbarer Verbrauch ist für stochastische Bedarfsermittlung ungeeignet. X-Artikel: Konstanter Verbrauch und hohe Vorhersagegenauigkeit Z-Artikel: Unregelmäßiger Verbrauch und geringe Vorhersagegenauigkeit Y-Artikel: Schwankender Verbrauch und mittlere Vorhersagegenauigkeit 3.2.1. Deterministische Bedarfsermittlung Vorab Grundlage sind Aufträge, Produktionsprogramme mit genau definiertem Primärbedarf Ermittlung des Sekundärbedarfs unter Zugrundelegung von STÜCKLISTEN (sog. Stücklistenauflösung) Stückliste VERZEICHNIS von Einzelteilen, Rohstoffen, Baugruppen, die ein Erzeugnis bilden; unter Angabe von MENGEN (sowie weiterer Daten) Varianten Mengenstückliste o Unstrukturierte Stückliste o Weisen keine Baugruppen aus, sondern lediglich Mengen o Nur für einfach strukturierte Erzeugnisse geeignet (z. B. Spielzeug) Strukturstückliste o Bei komplexen Erzeugnissen mit Baugruppen auf unterschiedlichen Hierarchieebenen o Zeigen die Hierarchieebenen (Stufen) auf o Problem: Aufwändig, hoher Änderungsbedarf bei Stücklistenpflege Seite 9

3.2.3. Stochastische Bedarfsermittlung Vorab i. d. R. bei C-Teilen/B-Teilen Grundlage für die Bedarfsprognose ist der Verbrauch der Vergangenheit Beispiel: Monat Tatsächlicher Verbrauch Gewichtungsfaktor Januar 110 - Februar 104 - März 128 0,05 April 68 0,08 Mai 172 0,12 Juni 134 0,15 Juli 144 0,25 August 116 0,35 1,00 (100 %) Variablen: B = geschätzter, vorhergesagter Bedarf T = tatsächlicher Verbrauch der Vergangenheit n = Anzahl der Monate α = Glättungsfaktor V a = alter Vorhersagewert 1. Mittelwertverfahren T1+ T 2 + T3 +... + Tn 110 + 104 + 128 + 68 + 172 + 134 + 144 + 116 B ( Sept) = = = 122 n 8 Anwendung bei weitgehend konstantem Verbrauch mit geringen Abweichungen nach oben/unten Keine Anwendung bei trendmäßigem und schwankendem Verbrauch Seite 10

2. Gleitendes Mittelwertverfahren Begrenzung der einbezogenen Betrachtungsperioden (z. B. 6 Monate) Ersatz des jeweils ältesten Wertes zu Beginn einer neuen Periode durch den aktuellsten Wert Hier: T ( März) + T ( April) +... + T ( August) 128 + 68 + 172 + 134 + 144 + 116 B ( Sept) = = = 127 6 6 Annahme: Tatsächlicher Verbrauch im September: 140 T ( April) + T ( Mai) +... + T ( September) 68 + 172 + 134 + 144 + 116 + 140 B ( Okt) = = = 129 6 6 Problem: Ausreißerwerte werden gleich gewichtet wie normale, repräsentative Werte Ältere Werte werden gleich gewichtet wie aktuelle Werte Lösung: 3. Gewichteter (gewogener) gleitender Mittelwert Gewichtung der Verbrauchswerte mit Gewichtungsfaktoren Hier: 128*0,05 + 68*0,08 + 172*0,12 + 134*0,15 + 144*0,25 + 116*0,35 B ( Sept) = = 129,18 129 6 Problem: Gewichtungsfaktoren sind SUBJEKTIV, nicht objektiv nachvollziehbar keine objektiven Ergebnisse Seite 11

4. Exponentielle Glättung 1. Grades Vergleich zwischen Prognosewert und dem tatsächlichen Verbrauch der letzten Periode Gewichtung der Vorhersagefehler mit dem Glättungsfaktor α Formel: B = V a + α * (T V a ) (T - V a ) entspricht den Vorhersagefehlern Beispiel: T(August): 116 V a : 100 B(Sept) = 100 + α * (116-100) 4.1. α = 0,1 B(Sept) = 100 + 0,1 * (116-100) B(Sept) = 100 + 0,1 * 16 B(Sept) = 101,6 Höherer Verbrauch im Vergleich zum Vorhersagewert wird als Ausreißer interpretiert und nur zu 10 % bei der nächsten Schätzung berücksichtigt. 4.2. α = 0,5 B(Sept) = 100 + 0,5 * (116-100) B(Sept) = 100 + 0,5 * 16 B(Sept) = 108 4.3. α = 1,0 B(Sept) = 100 + 1,0 * (116-100) B(Sept) = 100 + 1,0 * 16 B(Sept) = 116 Kritik: SUBJÄKTIVITÄT bzgl. des Gewichtungsfaktors α Seite 12

3.2.3.3. Bestellsysteme im Rahmen verbrauchsorientierter Disposition Vorab: Frage, WANN bestellt werden soll Varianten 3.2.3.3.1. Meldebestandsverfahren = Bestellpunktverfahren (S. 59 ff) Bestellpunkt = Zeitpunkt, an dem die Bestellung ausgelöst wird Meldebestand = Menge, bei deren Erreichen die Bestellung ausgelöst wird oder auch Meldebestand = der Bestand, bei dem die im Lager noch verfügbare Menge solange ausreicht, bis das neue Material eingetroffen ist Beispiel: Benötigte Größen: Tagesverbrauch: Lieferzeit: Höchstbestand: Eiserner Bestand: Gesucht: 10 ME/Tag 4 Tage 110 ME 30 ME Meldebestand Formel: Meldebestand = Tagesverbrauch * Lieferzeit + Eiserner Bestand Hier: MB = 10 ME/Tag * 4 Tage + 30 ME = 70 ME Bestellpunkt = Zeitpunkt, zu dem gerade noch 70 ME auf Lager sind Seite 13

Menge - - - - - 140 - - 120-110 - Höchstbestand 100-90 (Bsp) - 80-70 - Meldebestand 60 - - 40-30 - Mindestbestand 20-4 Tage Lieferzeit 4 Tage Lieferzeit - 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 Tage Auslösen Eintreffen Auslösen Eintreffen der 1. Be- der neuen der 2. Be- der neuen stellung Lieferung stellung Lieferung (Bestell- (Bestellpunkt) punkt) Seite 14

Voraussetzungen: Gleichmäßiger, konstanter Verbrauch am Tag Liefermenge = Bestellmenge, also keine o Fehlmengen o NIO-Teile o Schwund o Ausschuß o... Keine Verzögerungen bei der Lieferfrist Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind Bestellrhythmusverfahren Seite 15

3.2.3.3.2. Bestellrhythmusverfahren Bestand Höchstbestand Bestellung erfolgt o Unabhängig vom Verbrauch o In bestimmten, festgelegten Intervallen/Zeitabschnitten o Notwendigkeit eines höheren Sicherheitsbestandes (im Vergleich zum Bestellpunktverfahren) Mindestbestand 3 6 9 12 Zeit (Tage) Vorteil Weniger aufwändig als Bestellpunktverfahren, da keine Bestandkontrolle, keine Bestellkosten,... Seite 16

Beispiele Belieferung von Apotheken Belieferung mit Lebensmitteln... 5. Beschaffungsmarktforschung 5.1. Grundsätzliches Marktuntersuchung Markterkundung Marktforschung - anlassbezogen - gelegentlich -unsystematisch - routinemäßig - regelmäßig - systematisch 5.2.Informationsquellen der Beschaffungsmarktforschung Primärforschung (demoskopisch) Sekundärforschung (ökoskopisch) Erläuterung Vorteile Nachteile Gewinnung neuer, nur für den Verwendungszweck ermittelter Daten ( direkte Informationsgewinnung) Verwendung bereits vorhandenem Informationsmaterials ( indirekte Informationsgewinnung) Hohe Aussagefähigkeit kostengünstig Teuer Aufwändig Eingeschränkte Aussagefähigkeit Seite 17

7.2. Bestellvorgang Bedarfsermittlung (Bestellpunkt-/Meldebestandsverfahren) Prüfung der noch vorhandenen Haushaltsmittel Angebot nachfragen (Anzahl der Anfragen abhängig von Ergebnis der ABC-Analyse) Angebotsbearbeitung (Angebotsprüfung) Bestellentscheidung (Ergebnis der Lieferantenbewertung) Bestellung Auftragsbestätigung Wareneingang, Warenkontrolle und Einlagerung 7.2.3. Angebotsbearbeitung Vorab: Angebotsprüfung Formelle Angebotsprüfung o Prüfung der Übereinstimmung von Anfrage und Angebot Qualitätsmerkmale Menge Termine... Materielle Angebotsprüfung o Technische Prüfung Bitte nicht von Kaufleuten durchführen lassen! o Kaufmännische Prüfung Angebotsvergleich unter kaufmännischen Gesichtspunkten (auch Lieferantenbewertung) Ziel: nicht den billigsten Lieferanten ermitteln, sondern den besten Verfahren der kaufmännischen Prüfung (S. 106 112): (1) Punktung (Scoring-Modelle) Vergabe von Punkten für verschiedene Lieferanten und verschiedene Beurteilungskriterien Seite 18

Beispiel 1: Kriterien Gewichtungsfaktor Lieferant 1 Lieferant 2 Lieferant 3 Punkte Gew. Punkte Gew. Punkte Gew. Punkte Punkte Punkte Einstandspreis 30 % 1 30 2 60 3 90 Qualität 20 % 3 60 3 60 3 60 Liefertreue 30 % 3 90 1 30 2 60 Service 10 % 3 30 2 20 2 20 Folgekosten 10 % 3 30 0 0 2 20 Summe 100 % (1,0) 13 240 8 170 12 250 Bewertungsskala: 0 inakzeptabel 1 schlecht 2 befriedigend 3 sehr gut Beispiel 2: s. Beispiel 1 Auswahl des Liferanten mit der höchsten Punktzahl Probleme: Subjektivität der Notenskala Subjektivität bei der Auswahl der Kriterien Keine Gewichtung der Kriterien (2) Verfahren der gewichteten Punktung Variante: Gewichtung der Punkte je Kriterium mit Gewichtungsfaktoren s. Beispiel 1 Problem: Gewichtungsfaktoren sind SUBJEKTIV Einführung von KO-Kriterien: Eine Bewertung mit Inakzeptabel führt dazu, dass der betreffende Lieferant ausscheidet unabhängig von der Höhe der Gesamtpunktzahl Terminsicherung Konventionalstrafe Seite 19

Zu Kopie Lagerarten Unterscheidung der Lager nach Standort o Zentrale Lager Kostengünstig ( Fixkostendegression) ABER: geringe Kundennähe o Dezentrale Lager Kundennähe (kurze Wege zum Kunden) ABER: Hohe Fixkosten Eigentum o Eigenlager o Fremdlager o Konsignationslager Lager im Eigentum des Kunden Material im Eigentum des Lieferanten Kunde entnimmt nach Bedarf, wird durch Entnahme Eigentümer (Kauf auf Abruf) Vorteile für den Kunden Schneller Zugriff Geringe Kapitalbindung Vorteile für den Lieferanten Keine Lagerkosten Feste Kundenbindung o Gemeinschaftslager Funktionsschwerpunkten o Manipulationslager Veredelung: Ware wird erst durch Lagerung verwendbar (Käse, Wein, Whiskey,...) o... Seite 20