15. Shell Jugendstudie



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15. Shell Jugendstudie Jugend 2006 Eine pragmatische Generation unter Druck 15. Shell Jugendstudie Herausgegeben von der Deutschen Shell Holding GmbH

Die Themen Der Werte-Mainstream: Pragmatisch sein und nicht verzagen Jugendliche Lebenslagen: Auseinanderdriftende Milieus Sorgen und Nöte Bildung entscheidet Worauf es ankommt Diskussionsanregungen

Der Werte-Mainstream: Pragmatisch sein und nicht verzagen

Stabile Wertorientierungen Was Jugendlichen wichtig für die Lebensgestaltung ist (12-25jährige in %) 85 81 83 83 80 83 90 88 Ost West 72 71 31 35 16 17 23 19 Genuss Fleiß und Ehrgeiz Sicherheit Kreativität Macht Familie Tradition Politik

Etwas aus sich machen wollen Was bei Jugendlichen in ist ausgewählte Aspekte (Mehrfachnennungen in %) Studieren 66 69 Verantwortung übernehmen 66 66 Sich selbständig machen 56 59 Aktien 23 24 Ost West

Bildungsaspiration Viele wollen hoch hinaus Schülerinnen und Schüler nach dem gewünschten Bildungsabschluss (in %) (Untere Zeile: Abschlüsse der älteren Jugendlichen, die nicht mehr die Schule besuchen) Ost West 52 50 35 31 9 13 4 5 Hauptschulabschluss Realschulabschluss / mittl. Reife Fachhochschulreife Abitur Nachrichtlich: Bisherige Abschlüsse 18 25 50 36 5 7 27 32

Jugendliche Wertorientierung qualitativer Wandel Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren Ende der 80er Jahre Konvention Gesetz und Ordnung Sicherheit Fleiß und Ehrgeiz Lebensstandard Neue Werte Kreativität Soziales Engagement Toleranz Politik-Engagement Materialismus Lebensgenuss Lebensstandard Durchsetzung Macht 2000er Jahre "Neue Synthese" Kreativität Gesetz und Ordnung Sicherheit Toleranz Fleiß und Ehrgeiz Soziales Engagement Lebensstandard Politik Materialismus Lebensgenuss Lebensstandard Durchsetzung Macht Politik-Engagement Soziales Engagement

Jugendliche Lebenslagen: Auseinanderdriftende Milieus Sorgen und Nöte Bildung entscheidet

Was Jugendlichen Angst macht (Mehrfachnennungen in %) Schlechte Wirtschaftslage, Armut 66 72 Arbeitslosigkeit / kein Ausbildungsplatz 55 69 Terroranschläge 67 71 Umweltverschmutzung Krieg in Europa 51 59 62 61 Ausländerfeindlichkeit 42 50 Bedrohung /Gewalt Zuwanderung 31 34 39 43 2002 2006

Kinder ja, aber Verunsicherung wächst Kinderwunsch (12-25jährige in %) Aktuell Trend 69 Mädchen Jungen 67 62 2002 2006 56 26 37 28 32 5 7 5 6 Kinder keine Kinder Weiß ich noch nicht Kinder keine Kinder Weiß ich noch nicht

Bildung entscheidet Der Schulabschluss bleibt der Schlüssel zum Erfolg Ältere Jugendliche, die nicht mehr zur Schule gehen, nach Status (in %) 1 72 82 53 Studium In Ausbildung / Beruf Arbeitslos Nicht erwerbst. 17 12 10 7 39 2 6 Hauptschule Realschule / Mittlere Reife Abitur / FH-Reife

Vererbung von Bildung Die Herkunft bestimmt über den Bildungserfolg Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren nach angestrebtem/erreichtem Schulabschluss Hauptschule Mittl. Reife / Realschule Abi / FH-Reife 81 65 50 45 43 43 35 30 25 28 15 14 16 7 3 Bildungsferne untere Schicht Untere Mittelschicht Mittelschicht Obere Mittelschicht Oberschicht

Zufriedenheit mit der Demokratie in Deutschland Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren (Angaben in %) Mit der Demokratie, so wie sie in Deutschland besteht, sind - 8 1 sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden sehr unzufrieden 40 56 29 46 5 West 11 Ost Fehlende zu 100 = Keine Angabe

Verwicklung in gewaltsame Auseinandersetzungen in den letzten 12 Monaten (in %) Schlägereien unter Jugendlichen 10 Schlägereien in Kneipen, Discos, auf Parties u.ä. Schlägereien in der Schule Schlägereien zwischen Deutschen und Ausländern Schlägereien auf dem Fußballplatz o.ä. Schlägereien mit Rechtsradikalen Schlägereien mit Linksradikalen Schlägereien mit der Polizei auf Demonstrationen o.ä. Sonstige Schlägereien 7 6 5 3 1 1 1 3 Nein, keine Verwicklung in Schlägereien 78

Faktoren, die die Ausübung von Gewalt beeinflussen Männlichkeit Bildungsrisiko ( / Hauptschule) Häufiger Alkoholkonsum Materialistische Grundorientierung Intoleranz Eigene Diskriminierungserfahrungen (insbesondere bei Migranten) Autokratischer Erziehungsstil der Eltern Ungeregelter Medienkonsum (Computerspiele)

Faktoren, die Bindung und Engagement fördern Engagementfördernde Umwelten : Jugendliche brauchen Räume, innerhalb derer sie sich einbringen können (Schulen, Vereine, Freizeiteinrichtungen ) Persönlicher Nutzen: es muss für einen selber etwas rauskommen Zugehörigkeit und Nähe: das soziale Feeling muss stimmen

Worauf es ankommt Perspektiven Einstiegschancen und Entwicklungswege bieten. Bildung entscheidet (Schulabschluss, Ausbildungsplätze, Beruf) Soziale Kompetenzen und das Miteinander fördern im Elternhaus, in der Schule und im sozialen Umfeld Berechenbarkeit und Sicherheit Kalkulierbarkeit des Umfeldes. Man muss sich auch auf etwas verlassen können Angebote machen, die etwas bringen - ohne persönlichen Nutzen keine Bindung Keine Ausgrenzung zulassen weder gegenüber scheinbar schwächeren Jugendlichen ( Opfertypen ), noch gegenüber Migranten und keine Gewalt weder zu Hause, noch in öffentlichen Räumen