Fixe und variable Kosten



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Transkript:

Fie und variable osten = Outputmenge = Gesamtkosten f = Fikosten v = variable ( Ausbringungsmenge, Pr oduktionsmenge) osten k = Stückkosten ( Durchschnittskosten) k f = fiestückkosten k v = variabke = Grenzkosten Stückkosten Die Gesamtkosten sind die Summe aus fien und variablen osten: = f + v Dividiert man die Gesamtkosten durch die Ausbringungsmenge (produzierte Stückzahl), so erhält man die Stückkosten (= Durchschnittskosten): k = Die gesamten Stückkosten ergeben sich auch aus der Summe von fien und variablen Stückkosten: k = k f + k v Dividiert man die gesamten Fikosten durch die Ausbringungsmenge, so erhält man die fien Stückkosten: k f = f Dividiert man die gesamten variablen osten durch die Ausbringungsmenge, so erhält man die variablen Stückkosten:

k v = v Multipliziert man beide Seiten der letzten Gleichung mit, so erhält man: = k v v * In der Gleichung = f + v lässt sich nun das v durch k v * ersetzen und man erhält die sogenannte lineare ostenfunktion (linear, weil die ostenfunktion eine Gerade ist): = + k f v * Bei einer linearen ostenfunktion wird unterstellt, dass die variablen Stückkosten (k v ) konstant sind, d. h. sie bleiben unabhängig von der Ausbringungsmenge immer gleich. Grafische Darstellung einer linearen ostenfunktion: v f X Bei linearer ostenfunktion steigen die variablen osten v proportional zur Ausbringungsmenge. Wenn die Ausbringungsmenge beispielsweise um 10 % steigt, dann steigen auch die variablen osten um 10 %. Bei linearer ostenfunktion ist die Steigung der Funktion (Grenzkosten = ) immer gleich den variablen Stückkosten: = k v

Beispiel zur linearen ostenfunktion: = 1.000 + Wenn für einen Produktionsprozess diese ostenfunktion gilt, so bedeutet dies: Die Fikosten des Produktionsprozesses belaufen sich auf 1.000 und die variablen Stückkosten auf. Nun lassen sich für jede beliebige Outputmenge die zugehörigen Gesamtkosten rechnerisch ermitteln, indem für die jeweilige Outputmenge in die ostenfunktion eingesetzt wird: Wenn z. B. 5.000 Outputeinheiten hergestellt werden, betragen die Gesamtkosten: = 1.000 + *5.000 = 11.000 Wenn die ostenfunktion bekannt ist, dann lassen sich die Stückkosten auch folgendermaßen ermitteln: k = + k f v * Grafische Darstellung der Stückkostenverläufe bei linearer ostenfunktion: k k k v = k f Nimmt bei einer linearen ostenfunktion die Ausbringungsmenge zu, so sinken die fien Stückkosten bleiben die variablen Stückkosten konstant sinken die gesamten Stückkosten

Verschiedene ostenverläufe, Stückkosten und Grenzkosten Bevor man sich mit Stück- und Grenzkostenverläufen beschäftigt ist es hilfreich, sich die Berechnung von Steigungen vor Augen zu führen: c 0 m a 100 m b Stellen Sie sich vor, ein Wanderer bewegt sich vom Punkt a zum Punkt c unserer Grafik. Ist er am Punkt c angelangt, so hat er sich sowohl 100 m in horizontaler wie auch 0 m in vertikaler Richtung bewegt. Er hat auf seinem Weg von a nach c eine Steigung von 0m = 0, 100m oder 0 % bewältigt. Mit anderen Worten: Hat sich der Wanderer einen Meter in horizontaler Richtung voran bewegt, so hat er gleichzeitig 0, m an Höhe gewonnen. Ist die vom Wanderer zurückgelegte Strecke eine Gerade, ist die Berechnung der Steigung dieser Geraden vergleichsweise einfach. Leider gibt es aber auch Strecken, die nicht gerade, nicht linear, sondern gekrümmt verlaufen. Auch diese Strecken haben eine Steigung, a. Lineare ostenfunktion

Würde es sich bei der Strecke a-b nicht um Meter, sondern um Outputeinheiten und bei b-c nicht um Meter, sondern um osten handeln, so ließe sich die Steigung der Strecke a-c in gleicher Weise bestimmen, indem man die osten von 0 durch die Anzahl der Outputeinheiten von 100 dividiert: 0 = = 0, / 100 Pro Outputeinheit steigen die osten also um 0,. Durch den gleichen Rechengang werden jedoch auch die Stückkosten bestimmt, denn es gilt: k 0 = = = 0, 100 / Also ist die Steigung der Geraden (diese entspricht den Grenzkosten) gleich den Stückkosten! In dem soeben dargestellten Beispiel eistieren allerdings keine Fikosten, sämtliche osten sind variabel. Betrachten wir nun eine lineare ostenfunktion, die auch Fikosten enthält, z. B.: = 0 + 0, Die Funktion als Wertetabelle: k kf kv 0 0 - - - - 10,00,000 0,0 0,0 0 4 1,00 1,000 0,0 0,0 0 6 0,867 0,667 0,0 0,0 40 8 0,700 0,500 0,0 0,0 50 0 0,600 0,400 0,0 0,0 60 0,5 0, 0,0 0,0 70 4 0,486 0,86 0,0 0,0 80 6 0,450 0,50 0,0 0,0 90 8 0,4 0, 0,0 0,0 100 40 0,400 0,00 0,0 0,0 110 4 0,8 0,18 0,0 0,0 10 44 0,67 0,167 0,0 0,0 10 46 0,54 0,154 0,0 0,0 140 48 0,4 0,14 0,0 0,0 150 50 0, 0,1 0,0 0,0 160 5 0,5 0,15 0,0 0,0 170 54 0,18 0,118 0,0 0,0 180 56 0,11 0,111 0,0 0,0 190 58 0,05 0,105 0,0 0,0 00 60 0,00 0,100 0,0 0,0

Graphische Darstellung dieser ostenfunktion: F1 60 50 40 F 0 0 F1 F 10 0 0 0 40 60 80 100 10 140 160 180 00 In der Grafik sind drei Fahrstrahle F1, F und F eingezeichnet. Als Fahrstrahl bezeichnet man jede lineare Verbindung zwischen dem Ursprung des oordinatensystems und dem Grafen der Funktion. Die Steigung des Fahrstrahls F1 lässt sich ermitteln, indem man die zugehörige ostenhöhe (0) durch die zugehörige Outputmenge (50) dividiert. Als Ergebnis erhält man 0,6. Wenn die Steigung des Fahrstrahls F1 0,6 beträgt, so betragen die Stückkosten ebenfalls 0,6. Die Steigung des Fahrstrahls F lässt sich ermitteln, indem man die zugehörige ostenhöhe (40) durch die zugehörige Outputmenge (100) dividiert. Als Ergebnis erhält man 0,4. Wenn die Steigung des Fahrstrahls F 0,4 beträgt, so betragen die Stückkosten ebenfalls 0,4. Die Steigung des Fahrstrahls F lässt sich ermitteln, indem man die zugehörige ostenhöhe (60) durch die zugehörige Outputmenge (00) dividiert. Als Ergebnis erhält man 0,. Wenn die Steigung des Fahrstrahls F 0, beträgt, so betragen die Stückkosten ebenfalls 0,. Wie man sieht, nimmt die Steigung der Fahrstrahle mit zunehmender Outputmenge ab. Also sinken bei linearer ostenfunktion auch die Stückkosten bei zunehmender Outputmenge. Betrachten wir nun die Steigung der Gesamtkosten: Wenn 0 Outputeinheiten hergestellt werden, betragen die Gesamtkosten 0, bei 00 Outputeinheiten betragen die Gesamtkosten 60. Eine Erhöhung der Ausbringungsmenge um 00 Einheiten führt zu einer ostensteigerung von 40. Die Steigung der linearen ostenfunktion beträgt also:

40 = 0, / 00 Die Steigung der ostenfunktion (= Grenzkosten) beträgt 0,. Diese Steigung wurde berechnet, indem die variablen osten durch die Outputmenge dividiert wurden. Diese Division führt aber ebenfalls zu den variablen Stückkosten, da gilt: v = k v Also sind bei linearer ostenfunktion die Grenzkosten gleich den variablen Stückkosten. Bei linearer ostenfunktion gilt also: = k v a. Der degressive Verlauf der ostenfunktion Ein degressiver ostenverlauf liegt vor, wenn die Gesamtkosten mit abnehmenden Zuwachsraten steigen. Die folgende Funktionsgleichung beschreibt einen degressiven ostenverlauf: (wird später detailliert dargestellt) b. Der progressive Verlauf der ostenfunktion Ein progressiver ostenverlauf liegt vor, wenn die Gesamtkosten mit zunehmenden Zuwachsraten steigen. Die folgende Funktionsgleichung beschreibt einen progressiven ostenverlauf: = 0.70 + 0 Hieraus ergib sich die folgende Stückkostenfunktion: k 0.70 + 0 070 = = = 0 + Nun ist noch die Steigung der ostenfunktion zu ermitteln. Da es sich bei der progressiven ostenfunktion nicht um eine Gerade handelt, hat diese Funktion auch in jedem Punkt eine andere Steigung. Die Mathematiker ermitteln die Steigung einer Funktion, indem sie die sogenannte erste Ableitung der Funktion bilden. Die Bildung der ersten Ableitung setzt enntnisse auf dem Gebiet der Differentialrechnung voraus, die hier nicht vermittelt werden können. Wir glauben also den Mathematikern,

dass die erste Ableitung zu unserer progressiven ostenfunktion folgendermaßen lautet: = 90 Tabellarische Darstellung der ostenfunktionen: k 0 0.70 - - 1 0.750 0.750 90 0.960 15.480 60 1.50 10.510 810 4.640 8.160 1440 5 4.470 6.894 50 6 7.00 6.00 40 7 41.010 5.859 4410 8 46.080 5.760 5760 9 5.590 5.84 790 10 60.70 6.07 9000 11 70.650 6.4 10890 1 8.560 6.880 1960 1 96.60 7.4 1510 14 11.040 8.074 17640 15 11.970 8.798 050 Grafische Darstellung der ostenverläufe: 140.000 10.000, k, 5.000 0.000 k 100.000 5.000 80.000 Fahrstrahl = Tangente 0.000 60.000 15.000 40.000 k 10.000 0.000 5.000 0 0 4 6 8 10 1 14 16 0

Das Minimum der Stückkosten liegt bei der Ausbringungsmenge, bei der der Fahrstrahl an die ostenfunktion gleichzeitig zur Tangente an die ostenfunktion wird. Von allen Fahrstrahlen, die sich an diese ostenfunktion zeichnen lassen, hat dieser die geringste Steigung, also sind hier die Stückkosten am geringsten. Die Steigung einer Funktion lässt sich bestimmen, indem man die Steigung der Tangente an einen beliebigen Punkt der Funktion berechnet. Die Steigung des Fahrstrahls, der die ostenfunktion gerade noch tangiert, entspricht also sowohl den Stückkosten wie auch der Steigung der Funktion in diesem Tangentialpunkt, also den Grenzkosten. Die Ausbringungsmenge, bei der die Stückkosten minimal sind, lässt sich nun mathematisch auf zweierlei Weise bestimmen: 1. Möglichkeit: Man sucht die Ausbringungsmenge, bei der die Stückkosten gleich den Grenzkosten sind: k = 0.70 + 0 0.70 = 60 0.70 = 60 51 = = = 8 51 = 90 Bei einer Ausbringungsmenge von 8 schneiden sich Grenz- und Stückkostenfunktion, also liegt dort das Minimum der Stückkosten.. Möglichkeit: Man sucht die Ausbringungsmenge, bei der die Steigung der Stückkostenfunktion gleich Null ist: Dort, wo die Stückkostenfunktion ihr Minimum hat, ist die Steigung der Stückkostenfunktion gleich null. Die erste Ableitung der Stückkostenfunktion hat also dort eine Nullstelle. Um das Minimum der Stückkosten zu bestimmen, kann man die erste Ableitung der Stückkostenfunktion Null setzten:

0.70 k = + 0 1 k = 0.70 + 0 k = 0.70 0.70 0 = + 60 0.70 = 60 0.70 = 60 51 = = 51 + 60 = 8 Das Minimum der Stückkosten liegt bei einer Ausbringungsmenge von 8 Einheiten.

Betriebsoptimum Das Betriebsoptimum liegt bei der Ausbringungsmenge, bei der die Stückkosten minimal sind. Linearer ostenverlauf:, k k Die Funktion der Stückkosten sinkt kontinuierlich, mathematisch gesehen liegt ihr Minimum im Unendlichen. Betriebswirtschaftlich gesehen erreichen die Stückkosten jedoch an der apazitätsgrenze ihr Minimum. Also liegt bei linearem ostenverlauf das Betriebsoptimum an der apazitätsgrenze. Degressiver ostenverlauf:

, k k Da auch hier die Stückkosten kontinuierlich sinken, liegt bei degressivem ostenverlauf das Betriebsoptimum ebenfalls an der apazitätsgrenze. Progressiver ostenverlauf:, k k Fahrstrahl opt Bei progressiver ostenfunktion sinken die Stückkosten zunächst, um dann ab einer bestimmten Ausbringungsmenge ( opt ) anzusteigen.

Ertragsgesetzlicher ostenverlauf:, k Fahrstrahl W k opt Grafische Ermittlung des Betriebsoptimums bei progressivem und ertragsgesetzlichem ostenverlauf: Bei progressivem und ertragsgesetzlichem ostenverlauf ermittelt man das Betriebsoptimum, indem man den Fahrstrahl zeichnet, der die ostenfunktion tangiert. Vom Tangentialpunkt aus fällt man das Lot auf die -Achse und erhält die Ausbringungsmenge, bei der das Minimum der Stückkosten erreicht ist. Mathematische Ermittlung des Betriebsoptimums bei progressivem ostenverlauf: Unterstellt wird folgende progressive ostenfunktion: = 0.000 + 0 Die Stückkostenfunktion lautet dann: k 0.000 = = 0 + Die Funktion der Grenzkosten (1. Ableitung der ostenfunktion) lautet: = 90

Da die Steigung des tangierenden Fahrstrahls sowohl den Stückkosten wie auch der Steigung der ostenfunktion im Tangentialpunkt entspricht, müssen am Betriebsoptimum Stückkosten und Grenzkosten gleich sein: = k 90 60 = 0.000 = + 0 = 0.000 =,, = 6,9589 Das Betriebsoptimum liegt bei etwa 6,9 Outputeinheiten. E = Erlös ( Umsatz, Umsatzerlös) p = Pr eis Formeln zur Break-Even-Analyse G = Gewinn Der Erlös ergibt sich aus dem Produkt von Preis und verkaufter Menge: E = p* Ist der Preis p unabhängig von der verkauften Menge konstant, so ergibt sich eine lineare Erlösfunktion:

E E Sind Erlös und verkaufte Menge bekannt, so lässt sich hieraus der Preis ermitteln: E p = Der Break-Even-Point liegt bei der Outputmenge, bei der Erlös und osten gleich sind. Mathematisch gilt also am Break-Even-Point: E = Es lässt sich nun E durch p * und durch die ostenfunktion ersetzen. Man erhält dann: p* = f + kv * Grafische Darstellung:

E, Break-Even-Point E Break- Even- Umsatz Break-Even-Menge Mithilfe dieser Gleichung lässt sich nun die Break-Even-Menge ermitteln. Beispiel: Ein Produkt wird zu 5 verkauft, die Fikosten betragen 6.000 und die variablen Stückkosten. 5 = 6.000 + = 6.000 =.000 Um den Break-Even-Umsatz zu ermitteln, setzt man die Break-Even-Menge in die Erlösfunktion ein: E = p * = 5*.000 = 10.000 Zum gleichen Ergebnis kommt man natürlich auch, wenn man die Break-Even- Menge in die ostenfunktion einsetzt: 6.000 + *.000 = 10.000 In diesem Beispiel liegt die Break-Even-Menge bei.000 Outputeinheiten. Bei geringeren Ausbringungsmengen sind die osten höher als die Erlöse, bei größeren Ausbringungsmengen übersteigen die Erlöse die osten und der Betrieb kommt in die Gewinnzone. Der Break-Even-Umsatz beträgt 10.000. Wenn am Break-Even-Point gilt E =

dann gilt auch: E = E = p = k also : p = k Am Break-Even-Point sind also die Stückkosten gleich dem Preis, die Funktion der Stückkosten schneidet also am Break-Even-Point die Preisfunktion. Grafisch dargestellt: E, Break-Even-Point E Break- Even- Umsatz p k Break-Even-Menge Ein Anbieter mit linearem osten- und Erlösverlauf erreicht sein Gewinnmaimum an der apazitätsgrenze, da dort die Differenz zwischen Erlösen und osten am größten ist. Der Gewinn ist definiert als Differenz zwischen Erlösen und osten: G = E oder: G = p * ( k * ) f + v

Aufwand und osten UE = Unternehmensergebnis BE = Betriebsergebnis A = Anschaffungskosten WB = Wiederbeschaffungskosten ND = Nutzungsdauer AV = Anlagevermögen UV = Umlaufvermögen UE = Ertrag Aufwand BE = Leistung osten Umsatzerlös + Bestandsmehrung - Bestandsminderung + Eigenleistung = Leistung Aufwand = neutraler Aufwand + ordentlicher Aufwand betriebsfremder Aufwand + periodenfremder Aufwand + außerordentlicher Aufwand = neutraler Aufwand Aufwand neutraler Aufwand = ordentlicher Aufwand ordentlicher Aufwand = Zweckaufwand = Grundkosten Grundkosten + Zusatzkosten = Gesamtkosten kalkulatorische Abschreibungen + kalkulatorische Zinsen + kalkulatorische Wagnisse + kalkulatorischer Unternehmerlohn + kalkulatorische Miete = alkulatorische osten

Ermittlung der kalkulatorischen Abschreibungen: kalk. Abschreibung = WB tatsächliche ND Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen bei Anlagen ohne Schrottwert: kalk. Zinsen = A alk. Zinssatz * 100 oder: WB alk. Zinssatz kalk. Zinsen = * 100 Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen bei Anlagen mit Schrottwert: kalk. Zinsen = A( WB ) + Schrottwert alk. Zinssatz * 100 Ermittlung des Betriebsnotwendigen apitals: Betriebsnotwendiges nicht abnutzbares AV + Betriebsnotwendiges abnutzbares AV = Betriebsnotwendiges AV + Betriebsnotwendiges UV (Durchschnittswerte) = Betriebsnotwendiges Vermögen - Abzugskapital = Betriebsnotwendiges kapital

Deckungsbeitragsrechnung DB = Gesamtdeckungsbeitrag db = Stückdeckungsbeitrag Der Gesamtdeckungsbeitrag ist die Differenz zwischen Erlösen und variablen osten: DB = E v Der Stückdeckungsbeitrag ist die Differenz zwischen Preis und variablen Stückkosten: dp = p k v Der Gesamtdeckungsbeitrag lässt sich auch ermitteln, indem man den Stückdeckungsbeitrag mit der verkauften Menge multipliziert: DB = db* Im Rahmen der Deckungsbeitragsrechnung erfolgt die Ermittlung des Betriebsergebnisses nach folgendem Schema: Erlöse - v = DB - f = BE

BPB = Basisplanbeschäftigung Istb = Istbeschäftigung p s I PVS = Plankostenverrechnungssatz verr = Plankosten = Sollkosten = Istkosten p = verrrechnete Plankosten GA = Geamtabweichung BA = Beschäftigungsabweichung VA = Verbrauchsabweichung PA = Pr eisabweichung MA = Mengenabweichung Die Sollkostenfunktion lautet: s = f + kv * Plankostenrechnung Bei Basisplanbeschäftigung sind die Plankosten gleich den Sollkosten. Bei BPB gilt also: p = s Den Plankostenverrechnungssatz erhält man, indem man die Plankosten durch die Basisplanbeschäftigung dividiert: p PVS = BPB Die verrechneten Plankosten (bei Istbeschäftigung) ergeben sich durch Multiplikation des Plankostenverrechnungssatzes mit der Istbeschäftigung: verr p = PVS * Istb Die Höhe der Sollkosten (bei Istbeschäftigung) ergibt sich, indem man in die Sollkostenfunktion für die Istbeschäftigung einsetzt: s = f + kv * Istb Die Beschäftigungsabweichung ist die Differenz zwischen verrechneten Plankosten und Sollkosten bei Istbeschäftigung: BA = verr p s

Die Verbrauchsabweichung ist die Differenz zwischen Sollkosten und Istkosten: VA = s I Die Verbrauchabweichung lässt sich ebenso als Summe aus Mengen- und Preisabweichung bestimmen: VA = MA + PA Die Gesamtabweichung ist die Differenz zwischen verrechneten Plankosten und Istkosten: GA = verr p I Die Gesamtabweichung lässt sich ebenso als Summe aus Beschäftigungs- und Verbrauchsabweichung bestimmen: GA = BA + VA Istmenge bei Istbeschäftigung * Planpreis - Istmenge bei Istbeschäftigung * Istpreis = Preisabweichung Planmenge bei Istbeschäftigung * Planpreis - Istmenge bei Istbeschäftigung * Planpreis = Mengenabweichung GA (verrp i) VA (s i) BA (verrp s) MA PA