Referat II.1 2

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Transkript:

Wiesbaden, den 21.04.2010

21.04.2010 Referat II.1 2

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Beide Kooperationspartner im Projekt verfolgen mit Deutsch & PC das übergreifende Ziel, die Integration ausländischer Kinder in die Gesellschaft unseres Landes zu fördern. Denn an den Integrationsbemühungen unseres Landes ist auch seine Fähigkeit und seine Bereitschaft zur eigenen Weiterentwicklung zu erkennen. 21.04.2010 Referat II.1 4

Baustein im Gesamtförderkonzept im Gesamtförderkonzept des Hessischen Kultusministeriums für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund Anschlusselement an die schulischen Vorlaufkurse Vom 1. Schuljahr an eine weitere intensive konsequente Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache 21.04.2010 Referat II.1 5

Gesamtförderkonzept des HKM Vorlauf Vorklasse Deutsch & PC Intensivklassen Intensivkurse Förderkurse 21.04.2010 Referat II.1 6

Zielsetzung des Projekts frühzeitige und intensive Förderung der deutschen Sprache natürliche Neugier von Erstklässlern auf Schule und ihre Begeisterung für alles Neue erhalten frühe Förderung der Medienkompetenz 21.04.2010 Referat II.1 7

Rahmen des Förderunterrichts Beginn in allen Klassen der ersten Jahrgangsstufe vierwöchige Beobachtungsphase pro Klasse eine Fördergruppe von 6-8 Schülerinnen und Schüler 21.04.2010 Referat II.1 8

Rahmen des Förderunterrichts Fördergruppenunterricht parallel zum Klassenverband in Deutsch und Mathematik andere Fächer im Klassenverband Im 2. Schuljahr Fördergruppenunterricht parallel zum Klassenverband in Deutsch In den Jahrgangsstufen 3 bis 4 wird die gezielte sprachliche Förderung sinnvoll fortgesetzt. 21.04.2010 Referat II.1 9

Inhaltliche Vorgaben Förderunterricht ist Regelunterricht (Rahmenplan Grundschule) Sprachlich intensiver Unterricht in den Fördergruppen Orientierung an dem jeweiligen sprachlichen Kenntnisstand des Kindes Gemeinsames Arbeiten am Computer ergänzt das individuelle Lernen und fördert die Kommunikation der Kinder untereinander. 21.04.2010 Referat II.1 10

Wissenschaftliche Begleitung Wissenschaftliche Begleitung der Modellprojektphase von 2001/02 bis 2004/2005 durch Prof. Dr. Grießhaber, Leiter des Sprachenzentrums der Wilhelms-Universität Münster Sprachprofilanalyse nach Grießhaber als Instrument zur Auswahl der Förderkinder Deutsch & PC-Langzeitstudie 21.04.2010 Referat II.1 11

Erfolgsfaktoren von Deutsch & PC Zentrale Stellung des Förderunterrichts integriert statt additiv am Schulvormittag zeitlich parallel Team Klassen-/Förderlehrer/in enge Abstimmung und gemeinsame Planung Qualitätsverbesserung des Unterrichts durch Kompetenzzuwachs im Team differenziertere Wahrnehmung der Kinder 21.04.2010 Referat II.1 12

Erfolgsfaktoren von Deutsch & PC Kleingruppenprinzip Zuwendungsintensität fördert Sprachentwicklung deutlich mehr Äußerungsmöglichkeiten für die Kinder erhöhte Äußerungsmenge: Regelbildung! fördert Selbstbewusstsein 21.04.2010 Referat II.1 13

Schulnetz Deutsch & PC Phase 1: Start des Modellprojektes im Herbst 2001 an drei Grundschulen im Frankfurter Gallusviertel Phase 2: Ausweitung um zwölf weitere Projektschulen im Schuljahr 2003/2004 Phase 3: Ausweitung auf 59 Schulen im Schuljahr 2005/2006 Aktueller Stand: Ausweitung auf 72 Schulen im Schuljahr 2009/2010 21.04.2010 Referat II.1 14

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Koordination Schulnetz Deutsch & PC Hessenbüro: Eva-Maria Jakob und Beatrix Heilmann 21.04.2010 Referat II.1 16

Hessenbüro: Koordination im Schulnetz Tätigkeitsfelder: Öffentlichkeitsarbeit Evaluation Hospitation Fortbildung/Netzwerkarbeit 21.04.2010 Referat II.1 17

Zentrale Fortbildungsinhalte Sprachstandserhebung: Sprachprofilanalyse nach Grießhaber Konsequenzen aus der wissenschaftlichen Begleituntersuchung Erzählanlässe Sprache und Mathematik Interkulturelle Elternarbeit Erfahrungsaustausch im Schulnetz 21.04.2010 Referat II.1 18

Erfahrungen Den meisten Projektschulen ist eine beeindruckend gute inhaltliche Verwirklichung und Ausgestaltung der Grundkonzeption des Projekts Deutsch & PC gelungen. Ermöglicht Kindern mit primär sprachlichen Lücken den Anschluss an den Klassenverband. 21.04.2010 Referat II.1 19

Erfahrungen Fragen und Unterstützungsbedarf ergeben sich im Hinblick auf organisatorische und stundenplantechnische Fragen. hoher Bedarf an Fortbildungen 21.04.2010 Referat II.1 20

Erfahrungen Viele Förderkinder haben über Sprachdefizite hinausgehende Probleme: Verbindung von Deutsch & PC mit anderen Unterstützungsmaßnahmen notwendig (Ganztagsangebot, logopädische Förderung u.a.) 21.04.2010 Referat II.1 21

Erfahrungen Deutsch & PC als Schulentwicklungsprozess entfaltet ein großes Potential zur konzeptionellen Weiterentwicklung der Schule im Hinblick auf Förderansätze, insbesondere der Sprachförderung Einsatz der Schulleitung im Projekt unverzichtbar 21.04.2010 Referat II.1 22

21.04.2010 Referat II.1 23