Arbeitsblatt 1 1 Was denkst du über diese Geschichte? Fragen zum Text Erinnere dich: Was ist bisher geschehen? Inwiefern verhält sich Ernest am Weg zur Schule anders als sonst? Hast du eine Idee, warum er sich anders verhält? Was ist in der Klasse passiert, während Ernest krank war? Worum geht es in dem Musical, das die Klasse aufführen möchte? Selina holt Ernest mit ins Team. Was hältst du davon?
Arbeitsblatt 2 2 Meine Fähigkeiten Aufgabe 1: Einzelarbeit In der Geschichte hat sich gezeigt, dass Kathi ein Talent für das Singen hat. Welche Stärken oder Fähigkeiten hast du an dir selbst entdeckt? Lies folgende Fragen aufmerksam durch. Lass dir Zeit und überlege genau. Notiere dir Stichworte. Welche Stärken zeigst du in der Schule? Welche Stärken zeigst du in deiner Freizeit, an Wochenenden, in den Ferien? Was kannst du nach Meinung deiner Eltern, Großeltern, Freunde, Verwandten, Nachbarn und Bekannten besonders gut? Was kannst du deiner Meinung nach gut? Wofür bist du von anderen schon öfter gelobt worden? Was ist dir schon einmal gut gelungen? Was fällt dir besonders leicht? Bei welcher Tätigkeit hast du dich schon einmal ganz stark gefühlt? Aufgabe 2: Partnerarbeit Nun tauscht euch zu zweit darüber aus.
Arbeitsblatt 3 3 Das Ende der Geschichte Aufgabe 1: Gruppenarbeit Denkt gemeinsam über die Geschichte nach. Tauscht euch im Klassengespräch aus. Dabei können euch folgende Fragen helfen: Hat euch die Lektüre gefallen? Warum? Was beschäftigt euch im Zusammenhang mit der Geschichte? Wie könnte die Geschichte weitergehen bzw. enden? Aufgabe 2: Einzelarbeit Wie wird es mit Ernest weitergehen? Lass deiner Fantasie freien Lauf. Schreibe ein kurzes Nachwort. Verfasse es in der Ich-Form aus der Perspektive der Hauptfigur Ernest. Mein Nachwort
Arbeitsblatt 4 4 Eine Textstelle auswählen Aufgabe 1: Einzelarbeit Suche dir aus der Geschichte eine Textstelle aus, die dich besonders angesprochen hat. Schreibe sie heraus und zeichne oder male dazu ein passendes Bild.
Das nervt...! Leitfaden für Lehrerinnen und Lehrer 34 Unterrichtspraktische Hinweise zum Tag einundzwanzig Einstieg in die Thematik Der Grundstein für ein starkes Selbstwertgefühl wird in der Kindheit gelegt. Je mehr Ermutigung ein Kind von seinen wichtigsten Bezugspersonen erfährt, umso stärker wird sich sein Selbstwertgefühl entwickeln. Es fühlt sich emotional stabil, verhält sich sozial angemessen, kommt mit den Anforderungen seiner Umwelt zurecht und kann seine Konflikte mit anderen meistern. Wird ein Kind jedoch häufig abgewertet oder abgelehnt, wird es sich später auch selbst ablehnen. Es entwickelt dann häufig die Überzeugung, dass es mit bestimmten Aufgaben oder Situationen nicht zurechtkommt. Aus Angst zu scheitern oder nicht gut genug zu sein, gibt es schnell auf oder fängt eine Aufgabe erst gar nicht an. Das Kind denkt viel darüber nach, was andere von ihm halten; es ist sich selbst gegenüber sehr kritisch. Zielsetzungen dieser Einheit In dieser Einheit wird das Thema Selbstbewusstsein diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren eigene Fähigkeiten und Stärken. Da die Geschichte nun ihrem Ende zugeht (es folgt noch ein Nachtrag), lassen die Schülerinnen und Schüler den Inhalt noch einmal Revue passieren. Sie tauschen sich über den Inhalt des Textes sowie über die Lektüre aus. Indem sie ein Nachwort aus der Perspektive der Hauptfigur verfassen sowie eine für sie bedeutende Textstelle auswählen, setzen sich die Schülerinnen und Schüler noch einmal intensiv mit dem Text auseinander. Vorschläge zur Stundengestaltung Verlauf der Einheit Material Einstieg Schülerinnen und Schüler lesen den Text: Lesetext: Tag einundzwanzig / Montag Tag einundzwanzig / Montag Haarspray und andere Wunder Haarspray und andere Wunder Schritt 1 Gruppengespräch: Arbeitsblatt 1: Was denkt ihr über diese Geschichte? Was denkst du über diese Geschichte? Fragen zum Text Schritt 2 Einzelarbeit, Partnerarbeit: Arbeitsblatt 2: Um das Selbstbewusstsein zu fördern, kann es hilfreich sein, Meine Fähigkeiten die eigenen Stärken zu erkennen und zu benennen. Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich zu zweit darüber aus. Schritt 3 Gruppenarbeit, Einzelarbeit: Arbeitsblatt 3: Die Schülerinnen und Schüler überlegen, wie die Geschichte Das Ende der Geschichte enden könnte. Ein Nachwort aus der Perspektive der Hauptfigur soll verfasst werden. Schritt 4 Einzelarbeit: Arbeitsblatt 4: Die Schülerinnen und Schüler wählen eine Textstelle, die sie Eine Textstelle auswählen besonders angesprochen hat, aus und gestalten ein Bild dazu.
Das nervt...! Leitfaden für Lehrerinnen und Lehrer 35 Hintergrundinformationen Wissenswertes zu Selbstwert und Selbstwirksamkeit Wissenswertes zum Thema Selbstwert Selbstwertgefühl entsteht, wenn ein Kind seine Eigenschaften und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen einschätzt und bewertet. Das Selbstwertgefühl ist ein Maßstab dafür, wie ein Kind sich selbst mit all seinen Stärken und Schwächen annimmt und wertschätzt. Hier spielen affektive Faktoren eine weitaus bedeutendere Rolle als kognitive. Das Kind überträgt frühe soziale Erfahrungen in ein Grundgefühl von Stolz oder Scham. Dieses legt die Basis des Selbstwertgefühls und entscheidet darüber, wie wertvoll es sich fühlt, wie optimistisch und selbstvertrauend es den alltäglichen Anforderungen entgegentritt. Das Selbstwertgefühl beeinflusst auch, wie Erwachsene später sich selbst und ihre Umgebung wahrnehmen. Wird das eigene Selbst positiv bewertet, zeugt das von einem hohen Selbstwert. Kinder mit hohem Selbstwert fühlen sich wohl und trauen sich mehr zu. Kinder mit niedrigem Selbstwert hingegen zweifeln an sich und an ihren Fähigkeiten. Viele Untersuchungen belegen, dass ein hoher Selbstwert wesentlich für unsere sozialen Beziehungen und unsere psychische Gesundheit ist. Von gesundem Selbstwert spricht man dann, wenn dieser weder zu niedrig noch übertrieben hoch ist. Das Selbstwertgefühl ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich über Erfahrungen, die Kinder in ihrer sozialen Umwelt machen. Selbstvertrauen ist eine fließende Erfahrung manchmal fühlen wir uns sehr wohl in unserer Haut und manchmal weniger. Wissenswertes zum Thema Selbstwirksamkeit Neben Theorien zum sozialen Lernen ist die zweite große wissenschaftliche Errungenschaft des bekannten kanadischen Psychologen Albert Bandura das Konzept der Selbstwirksamkeit ( Self-efficacy, 1977). Bandura geht davon aus, dass Menschen danach streben, die Kontrolle über Ereignisse in ihrem Leben zu haben. Diese Kontrolle verbinden sie dann mit Sicherheit und Stabilität. Als Selbstwirksamkeit wird also die subjektive Gewissheit bezeichnet, neue oder schwierige Anforderungen aufgrund eigener Kompetenz bewältigen und beeinflussen zu können. Diese Einschätzung der eigenen Fähigkeiten beeinflusst folglich, wie Menschen denken, fühlen, sich motivieren und sich verhalten. Es werden vier Quellen der Selbstwirksamkeit unterschieden: Lernen am Modell Selbstwirksamkeit kann beim Beobachten von Personen, die durch eigene Anstrengung eine schwierige Aufgabe bewältigen, entstehen. Ich habe umso mehr das Gefühl, das Gleiche erreichen zu können, wenn ich der Person ähnliche Fähigkeiten zuschreibe wie mir selbst. Verbaler Zuspruch Der Zuspruch anderer gilt ebenfalls als Quelle zum Aufbau von Selbstwirksamkeit. Ich kann dadurch Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten gewinnen. Eigene Erfahrungen Die Erfahrung, durch eigene Anstrengungen ein Ziel erreicht zu haben, hat den wichtigsten Einfluss auf die Ausbildung von Selbstwirksamkeit. Diese Erfahrung bewirkt, dass ich mich auch in Zukunft für kompetent halten werde, schwierige Aufgaben zu bewältigen. Wichtig dabei ist, dass ich mich anstrengen muss, um das Ziel zu erreichen. Ich lerne dadurch, dass ich Ziele durch mein eigenes Handeln erreichen kann. Körperliche Zustände Wie Menschen Situationen beurteilen, hängt auch immer von ihren körperlichen Empfindungen und deren Interpretation ab. So kann Selbstwirksamkeit durch die positive Beurteilung von körperlichen Begleiterscheinungen (wie z. B. Herzklopfen) ausgelöst werden. Auf der anderen Seite kann mir mein Körper auch einen Hinweis darauf geben, dass meine Handlungsressourcen angesichts einer schwierigen Anforderungssituation schwach sind (wie z. B. durch schweißnasse Hände).
Das nervt...! Leitfaden für Lehrerinnen und Lehrer 36 Einige Tipps für Lehrerinnen und Lehrer So stärken Sie die Selbstwirksamkeit Ihrer Schülerinnen und Schüler und unterstützen sie dabei, ein positives Selbstwertgefühl aufzubauen. Loben oder kritisieren Sie Ihre Schülerinnen und Schüler nicht pauschal, sondern geben Sie detailliertes Feedback. Geben Sie auch verstärkt Rückmeldung über ihre Stärken und besonderen Vorzüge, sodass sie Vertrauen in die eigene Kraft und die eigenen Fähigkeiten gewinnen. Kommentieren Sie Ergebnisse auf positive Weise: Wenn du etwas mehr Zeit zum Üben gehabt hättest, wäre dir der Deutsch-Test bestimmt leichter gefallen. Setzen Sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern den nächsten Schritt als Ziel: Überlege nicht, wie du auf den nächsten Deutsch-Test ein Sehr gut bekommen kannst. Besser ist es, wenn du im Unterricht gut mitarbeitest und immer gleich deine Hausaufgaben machst. Wenn du bestimmte Fehler immer wieder machst, übe diese Aufgaben besonders genau. Stärken Sie den inneren Glauben an die eigenen Ressourcen Ihrer Schülerinnen und Schüler: So schlecht bist du gar nicht in Deutsch. Du könntest ab nun öfter lesen und konsequenter üben. Bieten Sie Ihren Schülerinnen und Schülern verschiedene Bewältigungsmodelle an: Es ist schade, dass du beim Deutsch-Test nicht besser abgeschnitten hast. Aber deshalb musst du nicht verzweifeln. Manchmal klappt etwas nicht so, wie man möchte. Mit ein bisschen Anstrengung läuft es das nächste Mal sicher besser. Streichen Sie die Leistungen der Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrem objektiven Ausmaß als sinnvoll hervor. Geben Sie ihnen das Gefühl, dass sie unabhängig von der Höhe der Leistung akzeptiert werden. Durch die Fremdakzeptanz gelingt es ihnen besser, sich selbst zu akzeptieren.