Unter Kompetenz versteht man die Möglichkeit einer Person, in einer bestimmten Situation diejenigen Ressourcen zu mobilisieren, welche sie für die Bewältigung der Situation benötigt. Ressourcen Kompetenz Performanz Handlungskompetenz
Ressourcen Kenntnisse Fertigkeiten Kompetenz Performanz Fähigkeiten externe Ressourcen
Ressourcen Kenntnisse Wissen Fertigkeiten/ Fertigkeiten Fähigkeiten Können Haltungen/Werte Fähigkeiten Wollen Kompetenz Performanz Typische Situation externe Ressourcen
Ressourcen Ressources Resources Kenntnisse connaissances knowledge Fertigkeiten/ Fähigkeiten aptitudes skills Haltungen/Werte attitudes competence performance externe Ressourcen ressources externes external resources
1. Eine Kompetenz kann man nicht erwerben; sie wird jedes Mal neu entwickelt. Ressourcen kann man erwerben und auch vermitteln. Performanz kann man zeigen. 2. Eine Kompetenz die oft ausgeübt wird kann sich zu einer Ressource verkürzen. Tauchen Hindernisse oder Schwierigkeiten auf, wird wieder die Kompetenz entfaltet. 3. Zwischen Ressourcen und Kompetenz bzw. Performanz besteht keine eindeutige Beziehung. Verschiedene Personen können die gleiche Performanz mit durchaus unterschiedlichen Ressourcen zeigen. 4. Werkzeuge sind vergegenständlichte Kompetenzen, eventuell sogar menschheitsgeschichtliche Kompetenzen. 5. Reflexion und Metareflexion gehören substantiell zur Performanz und müssen gezeigt bzw. überprüft werden.
Ich kann mein Tun reflektieren Ich kenne meine Ressourcen und kann sie in der Situation mobilisieren Ich kann analysieren, beschreiben und erklären, wie ich in einer Situation handle Ich kann in einer Situation erfolgreich handeln Ich habe die notwendigen Ressourcen Ich bin fähig, es zu beweisen
kompetenzorientiert Planen ressourcenorientiert Unterrichten performanzorientiert Prüfen
Thema: Kontext: Typische Situation (Performanz) kompetenzorientiert Planen Kenntnisse (Wissen) Fertigkeiten/Fähigkeiten (Können) Haltungen/Werte (Wollen) externe Ressourcen Kompetenz...... Hans Furrer, furrerboll@bluewin.ch 05.12.2014
ressourcenorientiert Unterrichten Die fünf Lernphasen eines ressourcenorientierten Unterrichts
Orientierung Ressourcen erfassen Ressourcen erarbeiten Performanz zeigen Reflexion
Orientierung Ressourcen erfassen Ressourcen erarbeiten Vorzeigen) LernJob Autor: Lernbereich: Kompetenz: Performanz zeigen Datum: Begleiten) Stützen) Verbalisieren) Sozialform: Material: Reflexion 1 Orientierung / advance organizier 2 Informationsteil Reflek2eren) Transferieren) 3 Jobs to do LernJob
cognitive apprenticeship vorzeigen - nachmachen
Modelling) Coaching) Scaffolding) Ar2cula2on) Reflec2on) Explora2on) Vorzeigen) Begleiten) Stützen) Verbalisieren) Reflek2eren) Transferieren)
Vorzeigen Begleiten Stützen Verbalisieren Reflektieren Transferieren Die Lehrperson demonstriert die exemplarische Lösung einer Aufgabe und beschreibt welche Überlegungen sie anstellt, um diese zu lösen Die Lernenden üben, die Lehrperson unterstützt. Die Lehrperson beobachtet wie die Lernenden die Aufgaben lösen und gibt Feedback sowie gezielte Hilfestellung. Die Unterstützung tritt in den Hintergrund, sobald die Ler-nenden die entsprechenden Aspekte der Aufgabe selbst durchführen können. Die Hilfe wird langsam reduziert bis sie gar nicht mehr nötig ist. Die Lernenden fassen ihr Vorgehen in Worte sie beschreiben ihren Problemlöseprozesse explizit. Kritisches Durchdenken des erlernten Vorgehens. Lehrende und Lernenden diskutieren gemeinsam, warum das gelernte Vorgehen funktioniert. Das gelernte Vorgehen wird auf andere Gebiete angewendet. Die Lernenden diskutieren und erproben, ob sich das Vorgehen auch in anderen Kontexten einsetzen lässt.
LernJob
LernJob Holzwassergehalt Lernbereich: Kompetenzen Die Schreinerin / der Schreiner ist fähig Datum Richtzeit Material: Sozialformen 1. Lehrjahr Herstellung und Montage das Umgebungsklima und dessen Veränderungen anhand der Wettersituation genau verstehen und alle Arbeiten mit Abhängigkeiten vom Klima geschickt, fehlerfrei, optimal angepasst ausführen zu können sein eigenes Lernen zu dokumentieren Beginn 2. Semester Februar bin Lehrmittel im Unterricht erarbeitete Notizen vom Input Holzwassergehalt weiter Fachbücher Arbeit im Tandem im Unterricht ca. 2 Lektionen Einzelarbeit Fertigstellung des Eintrags freie Arbeit. 1. Orientierung / Übersicht / Vorwissen Die Seitenteile des Ulmerhockers sind aus Fichtenholz in der Breite verklebt. die Kufe unten besteht aus Buchenholz. Sie sollen mehrere solche Hocker nachbauen. Der Chef stellt ihnen dazu Fichten- Seitenbretter aus dem offenen Holzschopf und Buchen- Restbretter, welche schon lange in der Werkstatt lagern, zur Verfügung. 2. Aufgabe / Jobs to do Im Unterricht, Tandem (2er Gruppe) Holzaufbau, Holzfeuchtigkeit a. Zeichnen Sie von beiden Holzarten einen Querschnitt durch einen Jahrring stark vergrössert. Die Skizzengrösse soll 70 mm auf 70 mm messen. b. Es sind alle vorkommenden Zellen der entsprechenden Holzart zu skizzieren. Die Zellwände müssen eindeutig als 2 Linien gezeichnet sein. c. Beschriften Sie alle Zellen jeder Holzart. d. Bestimmen Sie am Rand, welche Zellen zuerst gewachsen sind und welche Zellen am Ende des Jahres. e. Beschreiben Sie möglichst klar, welches die Unterschiede im Holz dieser 2 Holzarten sind. Wie erkennen Sie sicher diese 2 Holzarten? f. Notieren Sie die Holzgleichgewichtsfeuchte des zugewiesenen Holzes beim Erteilen des Arbeitsauftrages durch den Chef! Am Rand jeder Skizze! g. Zeichnen Sie das Wasser, welches sich jetzt im Holz befindet in die Skizzen ein! Bestimmen Sie rechnerisch die Menge Wasser in 1 dm³ des Fichten- und Buchenholzes. Erklären Sie die erhaltenen Resultate für Nichtfachleute verständlich. Einzelarbeit Zusammenfassung Holzfeuchtigkeit in Form eines Graf-iz In dieser Arbeit ist für Laien verständlich dargelegt, wo es im Holz Wasser, Feuchtigkeit hat und wie sich diese Feuchtigkeit in normaler Umgebung genau verhält! In dieser Zusammenfassung sollen folgende Punkte für Laien verständlich dargestellt sein: Skizzen und Beschreibungen der genauen Orte Feuchtigkeit im Holz mit den nötigen Fachbegriffen für die verschiedenen Holzfeuchtigkeitszustände, mit deren Bedeutung für eine Fachperson! Fachbegriffe sind: waldfrisch, Fasersättigungsbereich (FSB); lufttrocken, darrtrocken Beschreibung des Verhaltens der Feuchtigkeit im Holz. Das für beheizte und unbeheizte Innenräume, für Arbeiten an Aussenwänden und im Freien! Die Holzfeuchtigkeit wird in % angegeben. Beschreiben und erklären Sie welches die Basis dieser %-Angabe ist. Beweisen Sie mit einem Beispiel ihre Aussagen. Was wird genau, wann, durch die Feuchtigkeit im Holz beeinflusst, neben der Ab- beziehungsweise Zunahme der Holzmasse (Gewicht)? Wichtige Durchschnittswerte der Holzfeuchtigkeit für Innenausbauten beheizt, unbeheizt, Aussenwandarbeiten, Arbeiten an der Fassade und im Freien! Zusätzlich sind die Folgen beschrieben, wenn sich die Feuchtigkeit erhöht oder senkt zu den angegebenen Durchschnittswerten! Veränderbarkeit des Wassergehalts im Holz im Jahresverlauf! 4. Fazit (Ergebnis) und Ausblick Erstellen sie ein Lernjournal zu dieser ihrer Arbeit! Was genau haben Sie verstanden, könne Sie sicher auf anderen Arbeiten anwenden, umsetzten, übertragen? Welche Sicherheiten, Klarheiten haben Sie mit dieser Arbeit erlangt? Was ist Ihnen noch unklar? Was beunruhigt sie genau? Welche Folgen leiten Sie aus den obigen Erkenntnissen ab? Wie gedenken Sie die noch vorhandenen Unklarheiten zu vermindern oder zu beseitigen? Notieren Sie ihre Zufriedenheit mit einem Wert zwischen 1 bis 10! Der Wert 10 gilt als bestmögliche Zufriedenheit, der Wert 1 würde Ihre höchstmögliche Unzufriedenheit ausdrücken!
LernJob Autor: Lernbereich: Kompetenz: Datum: Sozialform: Material: 1 Orientierung / advance organizier 2 Informationsteil 3 Jobs to do LernJob