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Transkript:

Statistische Grafiken mit Excel Eine Rezeptesammlung von Werner Voß, Nadine M Schöneck 1. Auflage Statistische Grafiken mit Excel Voß / Schöneck schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG Hanser München 2003 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 446 22450 6 Inhaltsverzeichnis: Statistische Grafiken mit Excel Voß / Schöneck

CARL HANSER VERLAG Werner Voß, Nadine M. Schöneck Statistische Grafiken mit Excel Eine Rezeptesammlung 3-446-22450-5 www.hanser.de

3.2 Säulendiagramm 43 3.2 Säulendiagramm 3.2.1 Problemstellung Das Säulendiagramm ist die geeignete grafische Präsentation für eine einzige Untersuchungsvariable (z.b. die Kinderzahl befragter Haushalte), wenn diese Variable vom diskreten Typ ist (dann hat sie nur eine endliche Anzahl streng voneinander getrennter Werte als Ausprägungen, wie das bei der erfragten Kinderzahl der Fall ist), und wenn sie metrisch ist (auch das ist hier der Fall; siehe Kapitel 1, Abschnitt 1.6.2). Bei einem solchen Säulendiagramm wird ein Achsenkreuz benutzt. Auf der x-achse (waagrechte Achse oder Abszisse) werden die Ausprägungen der Untersuchungsvariablen abgetragen, hier also die Kinderzahlen von 0 bis 5, auf der y-achse (senkrechte Achse oder Ordinate) die darzustellenden Häufigkeiten, hier also die Anzahl der Familien mit 0, 1, 2,... Kindern. Diese Häufigkeiten werden repräsentiert durch die Länge der Säulen, die über den einzelnen Abszissenpunkten errichtet werden können. 3.2.2 Beispiel Wir gehen aus vom Beispiel des Abschnitts 3.1, von der dort präsentierten tabellarischen Verteilung der Kinderzahlen, die in Abbildung 3.5 noch einmal präsentiert wird: Abbildung 3.5 Kinderzahlverteilung Diese Häufigkeitsverteilung soll nun in ein Säulendiagramm umgesetzt werden. 3.2.3 Excel-Prozeduren Wir greifen jetzt auf den Excel-Diagramm-Assistenten zurück, denn es soll Schritt für Schritt besprochen werden, wie von der tabellarischen Häufigkeitsverteilung ausgehend eine ansprechende Grafik erzeugt werden kann. Wir machen das in diesem ersten Beispiel in aller Ausführlichkeit. Dadurch ergeben sich viele einzelne Schritte, deren Fülle Ihnen vielleicht zunächst verwirrend und unüberschaubar erscheinen mag. Sie werden aber bald erkennen, dass sie sich leicht einüben lassen und man nach seiner zehnten Grafik darüber kaum noch im Einzelnen nachdenken muss.

44 3 Die Darstellung von Häufigkeitsverteilungen Wir setzen voraus, dass die darzustellende Häufigkeitsverteilung, wie das die Abb. 3.5 zeigt, in den Spalten C und D einer Excel-Tabelle platziert ist. 1. Markieren Sie die darzustellenden Häufigkeiten. Klicken Sie also die Zelle D2 an und ziehen die Maus bei gedrückter linker Maustaste nach unten bis zur Zelle D7. Wenn Sie beim Markieren zu weit nach unten geraten sein sollten, klicken Sie in den freien Bereich des Tabellenblattes und fangen noch einmal bei D2 an. 2. Wählen Sie Menü EINFÜGEN/DIAGRAMM... Es öffnet sich das Fenster von Abb. 3.6 (Schritt 1 von 4 des Diagramm-Assistenten): Abbildung 3.6 Menü EINFÜGEN/DIAGRAMM, Schritt 1 von 4, DIAGRAMMTYP, Register STANDARDTYPEN 3. Wählen Sie die erste Möglichkeit (SÄULE ist schon markiert; andernfalls anklicken), das Säulendiagramm aus dem Register STANDARDTYPEN. 4. Wählen Sie die erste Variante im Bereich DIAGRAMMUNTERTYP (bei Excel 97: UNTERTYP:). 5. Klicken Sie WEITER an. Es öffnet sich das Fenster der Abb. 3.7 (Schritt 2 von 4 des Diagramm-Assistenten), das wir auf der folgenden Seite vorstellen. In diesem Fenster sehen Sie schon eine erste Vorschau auf Ihre Grafik, der Sie entnehmen können, dass es einige Veränderungsnotwendigkeiten gibt. Beispielsweise ist die x-achse mit 1, 2, 3,... nummeriert, wo doch 0, 1, 2,... dort stehen müsste. Um zu einer korrekten x-achsenbeschriftung zu gelangen, fahren Sie jetzt wie folgt fort: 6. Wählen Sie im zweiten Dialogfenster das Register REIHE.

3.2 Säulendiagramm 45 Abbildung 3.7 Menü EINFÜGEN/DIAGRAMM, Schritt 2 von 4, DIAGRAMMQUELLDATEN, Register DATEN- BEREICH Das zweite Fenster des Diagramm-Assistenten sieht jetzt aus wie in Abb. 3.8: Abbildung 3.8 Menü EINFÜGEN/DIAGRAMM, Schritt 2 von 4, DIAGRAMMQUELLDATEN, Register REIHE 7. Klicken Sie auf den Schalter rechts neben dem Listenfeld BESCHRIFTUNG DER RUB- RIKENACHSE (X). Es öffnet sich ein schmales Hilfsfenster, das aussieht, wie es Abb. 3.9 zeigt:

46 3 Die Darstellung von Häufigkeitsverteilungen Abbildung 3.9 Menü EINFÜGEN/DIAGRAMM, Schritt 2 von 4, DIAGRAMMQUELLDATEN... 8. Ziehen Sie bei gedrückter linker Maustaste von C2 bis C7, um die Werte der Spalte C als x-achsenbeschriftung vorzugeben. 9. Klicken Sie auf den Schalter rechts neben dem Listenfeld des kleinen Dialogfensters der Abb. 3.9, um es wieder zu schließen. Jetzt erhalten Sie erneut eine Vorschau auf Ihre Grafik, und hier ist die x-achsenbeschriftung korrekt (0, 1, 2,...). 10. Klicken Sie WEITER an. Es öffnet sich das Fenster der Abb. 3.10 (Schritt 3 von 4 des Diagramm-Assistenten). In diesem Fenster werden Ihnen sechs Register angeboten (TITEL, ACHSEN, GITTERNETZ- LINIEN, LEGENDE, DATENBESCHRIFTUNGEN und DATENTABELLE). Register TITEL wird als Erstes geöffnet (sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, klicken Sie TITEL an): Abbildung 3.10 Menü EINFÜGEN/DIAGRAMM, Schritt 3 von 4, DIAGRAMMOPTIONEN, Register TITEL Hier können Sie Ihrer Grafik einen Titel geben und die beiden Achsen des Koordinatensystems beschriften. Wir haben die folgenden Informationen eingegeben: Bei DIAGRAMMTITEL: Kinderverteilung Bei RUBRIKENACHSE (X): Zahl der Kinder Bei GRÖßENACHSE (Y): Häufigkeit Die anderen Register dienen folgenden Zwecken: Das Register ACHSEN dient dazu, andere Achsenbeschriftungen vorzunehmen. Das Register GITTERNETZLINIEN dient dazu, Hilfslinien einzuzeichnen (waagrechte Hilfslinien sehen Sie ja schon in der Diagrammvorschau).

3.2 Säulendiagramm 47 Das Register LEGENDE dient dazu, die Legende zu platzieren (die Legende ist der eingerahmte Begriff Reihe 1 rechts in der Diagrammvorschau). Das Register DATENBESCHRIFTUNGEN dient dazu, die Säulen des Diagramms mit numerischen Informationen zu versehen. Das Register DATENTABELLE dient dazu, die Ausgangstabelle zusammen mit dem Diagramm auszugeben. Um all diese Dinge brauchen wir uns jetzt noch nicht zu kümmern, mit einer Ausnahme: Sie sehen in der Vorschau auf Ihr Diagramm, dass Excel automatisch eine Legende mit ausgibt (dort steht im Moment Reihe 1 ). Eine solche Legende ist zweckmäßig, wenn mehrere Untersuchungsvariable zugleich betrachtet werden, nicht aber bei nur einer einzigen wie hier. Deshalb klicken Sie auf das Register LEGENDE, um zur Abb. 3.11 zu gelangen: Abbildung 3.11 Menü EINFÜGEN/DIAGRAMM, Schritt 3 von 4, DIAGRAMMOPTIONEN, Register LEGENDE 11. Hier klicken Sie das Häkchen bei LEGENDE ANZEIGEN weg. 12. Klicken Sie WEITER an. Sie gelangen in das vierte Fenster des Diagramm-Assistenten (siehe Abb. 3.12): Abbildung 3.12 Menü EINFÜGEN/DIAGRAMM, Schritt 4 von 4, Register DIAGRAMMPLATZIERUNG

48 3 Die Darstellung von Häufigkeitsverteilungen 13. Hier empfehlen wir Ihnen, die Option ALS OBJEKT IN: zu wählen (andernfalls wird für Ihr Diagramm mit ALS NEUES BLATT: DIAGRAMM1 ein neues Blatt mit dem Namen Diagramm1 in Ihre erste Arbeitsmappe eingefügt). 14. Klicken Sie im vierten Dialogfenster FERTIG STELLEN (ENDE bei Excel 97) an. Ihr Diagramm wird jetzt in das Tabellenblatt eingefügt, und Sie gelangen zu dem Bild, das wir im folgenden Abschnitt vorstellen. 3.2.4 Ergebnis Es entsteht mit den oben vorgestellten Arbeitsschritten das Diagramm der Abbildung 3.13: Abbildung 3.13 Kinderzahlverteilung Dieses Diagramm ist nach dem Einfügen in das Tabellenblatt mit einem Rahmen versehen, der seinerseits durch kleine schwarze Quadrate gekennzeichnet ist. Man sagt, das Diagramm ist markiert. Wenn Sie in den noch freien Bereich des Tabellenblatts klicken, wird diese Markierung aufgehoben. Sie können Sie wiederherstellen, indem Sie in den weiß unterlegten Bereich innerhalb des Diagramms klicken. Diese Markierung ist dann wichtig, wenn Sie die Größe des Diagramms ändern wollen. Führen Sie beispielsweise den Mauszeiger auf das schwarze Markierungsquadrat an der rechten unteren Ecke des Diagramms, nachdem es oder wenn es noch markiert ist, ändert er seine Gestalt und wird zu einem kleinen schräg verlaufenden Doppelpfeil. Ziehen Sie nun bei gedrückter linker Maustaste beispielsweise nach rechts unten, vergrößert sich Ihr Diagramm, und zwar verändern sich Breite und Höhe proportional. Schieben Sie die Maus bei gedrückter linker Maustaste nach links oben, verkleinert sich das Diagramm entsprechend. Verwenden Sie für diese Prozeduren die Markierungsquadrate in der Mitte der Rahmenlinie, können Sie das Diagramm in seiner Höhe oder in seiner Breite verändern. Klicken Sie mit der Maus in den weiß unterlegten Bereich des Diagramms, halten die linke Maustaste gedrückt und bewegen dann die Maus, können Sie das gesamte Diagramm verschieben.