Raumecke mit Modellen

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Transkript:

Raumecke mit Modellen Reinhold Felzmann Manfred Blümel Raumecke mit Modellen

Reinhold Felzmann Manfred Blümel 1. Lehrplanbezug und Ziele Die Arbeit mit der Raumecke und den Körpermodellen kann einen effizienten Beitrag zur Steigerung des Raumvorstellungsvermögens leisten. In der Raumecke werden die Normalrissebenen π 1, π 2 und π 3 in ihrer wirklichen Lage zueinander anschaulich dargestellt. Auf jeder Ebene sind die entsprechenden Raumachsen sowie ein Koordinatengitter (jeweils 25 Punkte) eingezeichnet. Die Raumecke kann von den Schülerinnen und Schülern selbst leicht hergestellt werden. (Siehe Punkt 2. a).) Durch Übungen im räumlichen Koordinatensystem wird das Verständnis für die Achsen und Raumkoordinaten gefestigt. (Siehe Punkt 3.) Ein weiteres Bildungsziel ist das Darstellen einfacher räumlicher Objekte in Grund-, Auf- und Kreuzriss. Dabei werden selbst hergestellte Modelle (siehe Punkt 2. b).) verwendet, die in der Raumecke aufgestellt sind. Durch diese anschauliche Methode kommt es zu einem klaren Verständnis für den Zusammenhang von Objekt, Bildebenen und Bild. Weiters sollen Skizzen der im Modell dargestellten Körper angefertigt werden. 2. Hinweise zur Herstellung der Raumecke und der Modelle a) Herstellen der Raumecke Nach dem Ausdrucken der Vorlagen für die drei Ebenen (Dateinamen PI1, PI2 und PI3) sollen diese ausgeschnitten und jeweils auf eine entsprechend große Styroporplatte aufgebracht werden. Anschließend wird die Raumecke hergestellt, indem die drei Platten - wie im Ausdruck der Kreuzrissebene gezeigt - zusammengefügt werden. Die Längeneinheiten in der Raumecke und bei den Modellen (siehe Punkt 2. b)) stimmen überein. Ist das Programm CAD-2D so installiert, dass einer Einheit am Bildschirm 1 cm am Ausdruck entspricht, so sind die Längeneinheiten am Ausdruck 3 cm. Auch davon abweichende Längen am Ausdruck sind verwendbar, wichtig ist nur, dass Raumecke und Modelle gleiche Einheiten aufweisen. Anstelle des Styropors kann natürlich auch ein anderes Material verwendet werden, wie z. B. Moosgummi oder Holz. Günstig wäre es, wenn die Platten ca. 1 cm stark sind, 2

damit ein Zusammenfügen problemlos erfolgen kann und genügend Stabilität gegeben ist. Das Verbindung der drei Platten kann mittels Stecknadeln, durch Kleben oder bei Holz auch durch Schrauben erfolgen. Die Verbindung der drei Ebenen durch Nadeln hat den Vorteil, dass die Raumecke leicht wieder zerlegbar ist. b) Herstellen der Körpermodelle Es sind Netze (mit Fälzen) für das Herstellen von drei Modellen einfacher Körper vorgegeben: Stufen, Griechisches Haus und Portal. Jedes Modell besteht aus zwei Teilen. Die Dateien sind wie folgt bezeichnet: Stufen: STUFNET1, STUFNET2 Griechisches Haus: GRIENET1, GRIENET2 Portal: PORTNET1, PORTNET2. Die Volllinien (durchgehende Linien) sind Schnittlinien, die strichlierten Linien sind Faltlinien. Entlang der Faltlinien soll das Zeichenblatt bzw. der Zeichenkarton auf der Rückseite behutsam eingeritzt werden, um ein exakteres bzw. leichteres Falten zu gewährleisten. Als Hilfe für das Herstellen der Modelle sollen die unter den Dateinamen STUFAXO, GRIEAXO, PORTAXO vorhandenen Axonometrien verwendet werden, weil dort auch die Art des Zusammenfügens der Teile erkennbar ist. Die Modelle können grafisch bereichert werden, eventuell auch durch Aufkleben entsprechender Zeichnungen. Dazu einige Vorschläge: Stufen: Andeuten einer Materialstruktur (z. B. Marmor, Waschbeton...) Griechisches Haus: Einzeichnen bzw. Aufkleben von Fenstern, Türen, Stufen auf der schrägen Fläche... Portal: Darstellen eines Reliefs am Giebel, Darstellen von Bausteinen durch Einzeichnen der Fugen... 3. Hinweise zu den Übungen a) Aufstellen eines Modells nach Koordinatenangaben Z. B.: Das Portal soll so in die Grundrissebene gestellt werden, dass die Punkte A(2/0/0) und B(1/3/0) jeweils einen Eckpunkt des Modells berühren. b) Ermitteln der Koordinaten eines Körpereckpunktes Z. B.: Welche Koordinaten hat der oberste vordere Eckpunkt P des Portals, wenn es so wie oben beschrieben aufgestellt wurde? Lösung: P(2/2/4) c) Zeichnen von Grund-, Auf- und Kreuzriss 3

Z. B.: Das Portal wird wie in a) beschrieben aufgestellt. Auf dem unter dem Dateinamen RISSEBEN vorgegebenen Arbeitsblatt sind bereits die Bilder der entsprechenden Rissebenen vorbereitet. Nun sollen die Risse des Portals eingezeichnet werden. Hier ist darauf zu achten, dass sich die Zeichnung deutlich von der Vorlage abhebt. Die sichtbaren Kanten sollen also mit deutlich breiter Volllinie gezeichnet und eventuell die Flächen gefärbt werden. d) Anfertigen einer Skizze des Körpers Für das Skizzieren eines Schrägrisses des im Modell vorgegebenen Körpers ist auf dem Arbeitsblatt links unten Platz vorgesehen. 4. Hinweise zu den Dateien Sie haben zwei Möglichkeiten, zu den Zeichnungen zu gelangen: a) Im Anschluss an den Text sind alle Zeichnungen als HPGL-Files abgespeichert. Beim Ausdrucken der Datei RAUMECKE MIT MODELLEN erhalten Sie die Zeichnungen in einander entsprechenden Größen. Die Reihenfolge können Sie untenstehender alphabetischer Aufstellung entnehmen. b) Steht Ihnen das Programm CAD-2D (von Prof. Hellmuth Stachel, Institut für Geometrie an der TU Wien) zur Verfügung, so können Sie die entsprechenden CAD-Dateien ausplotten. (Die neueste Version dieses Programms können Sie unter der Internet-Adresse http://www.geometrie.tuwien.ac.at/adg/ finden und herunterladen.) Für alle Dateien müssen Sie das Fomat A4 hoch einstellen. Folgende Dateien stehen Ihnen zur Verfügung: GRIEAXO... Axonometrie des Griechischen Hauses GRIENET1... Netz des Griechischen Hauses mit Fälzen, 1. Teil GRIENET2... Netz des Griechischen Hauses mit Fälzen, 2. Teil PI1... Grundrissebene mit entsprechenden Raumachsen und Koordinatengitter PI2... Aufrissebene mit entsprechenden Raumachsen und Koordinatengitter PI3... Kreuzrissebene mit entsprechenden Raumachsen und Koordinatengitter PORTAXO... Axonometrie des Portals PORTNET1... Netz des Portals mit Fälzen, Oberer Teil PORTNET2... Netz des Portals mit Fälzen, Pfeiler RISSEBEN... Bild der Grund-, Auf- und Kreuzrissebene STUFAXO... Axonometrie der Stufen STUFNET1... Netz der Stufen mit Fälzen, 1. Teil STUFNET2... Netz der Stufen mit Fälzen, 2. Teil 4

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