Mathematik und Sprache

Ähnliche Dokumente
Kapitel 1. Aussagenlogik

Inhalt. 2. Fragestellung... 21

Aussagenlogik. Motivation Syntax Semantik Erfüllbarkeit SAT-Solver Kompaktheit Beweiskalküle

Einführung in die mathematische Logik

Schreiben im Mathematikunterricht. Workshop am 17. Oktober 2008 Carola Ehret

Kommunikationsstrukturen im Mathematikunterricht

Zum Zusammenhang von sprachlicher und mathematischnaturwissenschaftlicher

Kapitel 1.0. Aussagenlogik: Einführung. Mathematische Logik (WS 2011/12) Kapitel 1.0: Aussagenlogik: Einführung 1/ 1

Logik Vorlesung 7: Grundlagen Prädikatenlogik

Logik I. Symbole, Terme, Formeln

Stoffverteilung Mathematik Klasse 8 auf Basis der Bildungsstandards 2004

Mathematische Grundlagen I Logik und Algebra

1. Aufgaben und Ziele des Mathematikunterrichts in der Grundschule

Kerncurriculum gymnasiale Oberstufe Mathematik. Mathematisch argumentieren (K1)

Zur Anwendung heuristischer Hilfsmittel beim Lösen von Sachaufgaben im Mathematikunterricht der Grundschule

Tanja Tajmel. Sprachhandlungen

b. Lehre des vernünftigen Schlussfolgerns (1. System von Regeln von Aristoteles ( v. Chr.); sprachliche Argumente

Operatoren für das Fach Mathematik

Projektkurs Mathematik

EINFÜHRUNG IN DIE DIDAKTIK DER MATHEMATIK

Teil (C) Beweisen am Gymnasium

ELEMENTARE DISKRETE MATHEMATIK Kapitel 2: Elementare Logik und Beweise

Logik für Informatiker

Kapitel 1.1. Aussagenlogik: Syntax. Mathematische Logik (WS 2011/12) Kapitel 1.1: Aussagenlogik: Syntax 1/ 1

Was ist Logik? Was ist Logik? Aussagenlogik. Wahrheitstabellen. Geschichte der Logik eng verknüpft mit Philosophie

Zaubern im Mathematikunterricht

Workshop: Die Sprach-Förderungs-Methoden-Werkzeugkiste. Systematischer Auf-und Ausbau von Wortschatz

"MATHEMATISCHES MODELLIEREN THEORETISCHE HINTERGRÜNDE, AUFGABENENTWICKLUNG, ANALYSEN

Bei den Aufgabenbeispielen lassen sich folgende Anforderungsbereiche unterscheiden:

Boolesche Algebra. Hans Joachim Oberle. Vorlesung an der TUHH im Wintersemester 2006/07 Montags, 9:45-11:15 Uhr, 14täglich TUHH, DE 22, Audimax 2

Gute Sprache? Schlechte Sprache? Alltagssprache? Fachsprache? Unterrichtssprache? Bildungssprache?

Bildungsstandards und Kerncurriculum im Fach Mathematik. Anastasia Schmidt Dr. Frank Morherr

Grundlagen der Unterrichtsgestaltung

1.4 Sachrechnen in den Bildungsstandards

Weberstrasse 2, 8400 Winterthur, , Elterninformation Unterstufe. 1. Klasse 2. Klasse 3.

Grundkurs Mathematik I

B. Fachspezifische Ergänzungen für das Fach Geschichte

Logik Vorlesung 3: Äquivalenz und Normalformen

Sprache, Beweis und Logik

Zur fachdidaktischen Ausbildung zukünftiger Mathematiklehrer an der Universität Tübingen

Kinga Szűcs Friedrich-Schiller-Universität Jena Fakultät für Mathematik und Informatik Abteilung Didaktik

Nichtklassische Logiken

Einführung in die Theoretische Informatik. Inhalte der Lehrveranstaltung. Definition (Boolesche Algebra) Einführung in die Logik

Exemplarischer Einschätzungsbogen der fach- und zweitsprachlichen Kompetenzen für den Übergang in die Ausbildung. Einschätzungsbogen

Sprache, Beweis und Logik

Logik. Logik. Vorkurs Informatik Theoretischer Teil WS 2013/ September Vorkurs Informatik - Theorie - WS2013/14

Godehard Link COLLEGIUM LOGICUM. Logische Grundlagen der Philosophie und der Wissenschaften. Band 1. mentis PADERBORN

Analysis I für Studierende der Ingenieurwissenschaften

6 Aneignung von Begriffen 6.1 Theoretische Grundlagen

Seminar Übergänge. Einstieg: Kartenaufgabe. Gliederung

Allgemeine Psychologie Denken und Sprache

Vorlesung. Beweise und Logisches Schließen

Rahmenbedingungen für das Fach Mathematik Informatik(MIf) am Ricarda-Huch-Gymnasium

Logische Grundlagen des Mathematikunterrichts

Vor(schau)kurs für Studienanfänger Mathematik: Aussagen und Mengen

Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Mathematik. Sommersemester 2009/10

Latein - Klasse 5 (2. Hj.) - Version 2 (Juni 2005) S. 1 von 5

Analysis I für Studierende der Ingenieurwissenschaften

Collegium Logicum - Logische Grundlagen der Philosophie und der Wissenschaften Link

MATHEMATIK NEUE WEGE BADEN-WÜRTTEMBERG

Frühe Zweisprachigkeit und Schule

Eine Aussage ist ein Satz der Umgangssprache, der wahr oder falsch sein kann. Man geht von dem Folgenden aus:

Informatik A. Prof. Dr. Norbert Fuhr auf Basis des Skripts von Prof. Dr. Wolfram Luther und der Folien von Peter Fankhauser

FACHSPRACHE. Einführung

Vorbereitungskurs Mathematik zum Sommersemester 2015 Aussagen, Logik und Beweistechniken

Thomas Rottmann. Das kindliche Verständnis der Begriffe die Hälfte" und das Doppelte" Theoretische Grundlegung und empirische Untersuchung

Logic in a Nutshell. Christian Liguda

Zahlenmuster beschreiben

Vorlesung. Einführung in die mathematische Sprache und naive Mengenlehre

Sprechen oder Mathematik oder Sprechen und Mathematik

Allgemeine Psychologie Denken und Sprache

Vorwort der Herausgeberin der Reihe... xi Zur Entstehung dieses Buches eine persönliche Einleitung... xiii

4. Kompetenzorientierter Unterricht im Fach Mathematik

Ivana Daskalovska. Willkommen zur Übung Einführung in die Computerlinguistik. Sarah Bosch,

Was bisher geschah. wahr 0 t 1 falsch 0 f 0 Konjunktion 2 min Disjunktion 2 max Negation 1 x 1 x Implikation 2 Äquivalenz 2 =

Wissen, Sprache und Wirklichkeit

Grundbegriffe für dreiwertige Logik

Nur Aussagesätze, d.h. Deklarativ-, nicht aber Frage- oder Aufforderungs-sätze bringen das Zutreffen einer Aussage (oder Proposition) zum Ausdruck.

Lineare Gleichungen in einer Variablen

Mathematische Begriffe lehren und lernen

Einführung in die Theoretische Informatik

Analysis I für Studierende der Ingenieurwissenschaften

Methoden im Mathematikunterricht - Psychologische Aspekte des MU Mathematikdidaktische Prinzipien Frage 1

Fachdeutsch in Naturwissenschaft und Technik

Prüfungen im Fach Biologie im Schuljahr 2013/14

Logik für Informatiker

Grundbegriffe der Potenzen aus der 9. Schulstufe

Bewertung der Sonstigen Mitarbeit in der Sek. II (Fach Geschichte)

Sandwich-Kurse Ein kompetenzorientiertes Weiterbildungsformat. Prof. Dr. Kurt Hess

Vereinbarungen zur Leistungsbewertung

Modulhandbuch für den Masterstudiengang Lehramt im Fach Mathematik. Modulhandbuch für den Masterstudiengang. Lehramt im Fach Mathematik

SS2010 BAI2-LBP Gruppe 1 Team 07 Entwurf zu Aufgabe 4. R. C. Ladiges, D. Fast 10. Juni 2010

Brückenkurs Mathematik

FORMULIEREN VON AUSSAGEN KONSTANTEN VARIABLEN MENGEN DEFINITIONEN SÄTZEN BEWEISEN LOGIK VERSTEHE, WIE ES FUNKTIONIERT

Inhaltsverzeichnis: Band 1

2 Mengen. Menge. Die Summenformel. Die leere Menge. Das kartesische Produkt. Die Produktformel. Die Potenzmenge. Die Binomialzahlen.

Transkript:

MATHEMATIK FÜR SCHULE UND PRAXIS Herausgegeben von Hans-Christian REICHEL Band 4 Mathematik und Sprache Zum Verstehen und Verwenden von Fachsprache im Mathematikunterricht von Hermann Maier & Fritz Schweiger öbvahpt, Wien

Sprache und Mathematik Inhalt 1. Sprache und Mathematik 12 1.1 'Sprache'-'Sprachen' 12 1.1.1 Zur Entstehung der Sprache 16 1.1.2 Zu den Funktionen der Sprache 17 1.2 Mathematik als Sprache 20 1.2.1 Bilder von Mathematik 20 1.2.2 Zur sprachlichen Gestalt der Mathematik 21 a) Mathematische Aussagen und ihre Verknüpfungen 21 b) Zum Definieren und Verwenden mathematischer Begriffe 24 c) Zum Beweisen mathematischer Sätze 26 1.3 Fachausdrücke und fachliche Symbole 28 1.3.1 Fachwörter 29 a) Arten von Fachwörtern 30 b) Konjunktionen 34 c) Entstehung von Fachwörtern 38 1.3.2 Fachliche Symbole 39 a) Konstanten und Variablen 39 b) Bildung von Symbolen und Symbolsystemen 41 c) Konventionen und Grundsätze beim Gebrauch math. Symbole 43 1.4 Zur Syntax und Semantik der mathematischen Fachsprache 48 1.4.1 Zur Syntax 48 a) Verben ' 48 b) Verwendung der Hilfsverben sein und werden 49 c) Weitere syntaktische Besonderheiten 50 1.4.2 Syntaktische Transformationen 51 a) Passiv 52 b) Negation 53

Mathematik und Sprache 1.4.3 Zur Semantik 54 a) Zum Bedeutungsgehalt mathematischer Texte 54 b) Polysemie 56 c) Die Verwendung von Metaphern 59 1.5 Mathematische Texte 61 1.5.1 Vollständigkeit und Kontext bei mathematischen Texten 62 1.5.2 Zur Prägnanz mathematischer Texte 64 1.5.3 Umgang mit mathematischen Texten 65 2. Sprache und Mathematiklernen 67 2.1 Sprache - Lernen - Mathematik 67 2.1.1 Lernen von Sprache - Lernen von Mathematik 67 2.1.2 Mathematik in verschiedenen Sprachen 71 2.1.3 Mathematische Lerninhalte und Lernziele 74 2.2 Sprache und Aufbau mathematischen Wissens 77 2.2.1 Handlung, Bild und Sprache - unterschiedliche Darstellungsformen? 77 2.2.2 Visualisierung und Sprache 81 a) Empirischer Begriff - theoretischer Begriff' 81 b) Theoretisches Wissen und sprachliche Kommunikation 83 c) Sprache Endstufe im Abstraktionsprozeß? 85 d) Visualisierung und Begriffsaufbau 88 e) Sprache und Begriffsaufbau 89 2.2.3 Sprachlich vermittelter Wissensaufbau 91 2.3 Sprache und mathematisches Problemlösen 94 2.3.1 Problemlösen als mathematische Tätigkeit 94 a) Stufen des Problemlöseprozesses 95 b) Problemlöse-Aktivitäten 96

Sprache und Mathematik 2.3.2 Sprache und Problemerfassung 97 a) 'Lesbarkeit' von Aufgabentexten 97 b) Lesefähigkeit und Problemerfassung 100 c) Textverstehen und Problemerfassung 102 2.3.3 Sprache und Problemlösung 105 2.3.4 Sprache und Lösungsdarstellung 107 3. Kommunikation im Mathematikunterricht 108 3.1 Lehrer- und Mediensprache - Schülersprache 110 3.1.1 Fachliche Bezeichnungen und Symbole 110 a) Zu große Anzahl fachsprachlicher Bezeichnungen II7 b) Interferenzen zw. fachlichen und alltagssprachlichen Bedeutungen 120 c) Bedeutungswechsel von Bezeichnungen und Symbolen 123 3.1.2 Verstehen und Formulieren fachlicher Sätze und Texte 126 a) Gebrauch von Quantoren 126 b) Gebrauch von Junktoren 128 c) Begriffliche Konsistenz 130 d) Unvollständigkeit von Texten 130 e) Prägnanz von Texten 131 3.2 Erarbeitender Unterricht 134 3.2.1 Strukturelle Aspekte der unterrichtlichen Interaktion 137 a) Der Dreischritt" im fragend-entwickelnden Unterricht 137 b) Das Trichter-Muster" im fragend-entwickelnden Unterricht 138 c) Interaktionsmuster und Routinen 140 d) Geschlechtsspezifische Beteiligung an der unterrichtlichen Interaktion 143 322 Inhaltliche Aspekte der unterrichtlichen Interaktion 146 a) Mitwirkung der Schüler an der Erarbeitung des Wissens 146 b) Rahmenkonflikte und Rahmenmodulationen 150 c) Schülerverstehen im fragend-entwickelnden Mathematikunterricht 153

Mathematik und Sprache 3.3 Unterrichtsformen zur Förderung des Sprachverstehens und der 156 sprachlichen Produktivität 3.3.1 Verbesserung des fragend-entwickelnden Mathematikunterrichts 156 3.3.2 Diskussion im Mathematikunterricht 158 3.3.3 Kleingruppengespräch im Mathematikunterricht 161 3.3.4 Lehrerdarbietung und Individualarbeit im Mathematikunterricht 163 4 Sprachförderung im Mathematikunterricht 165 4.1 Ziele und Aufgaben 165 4.1.1 Allgemeine Ziele der Sprachförderung 165 a) Sprachverstehen 165 b) Sprachproduktion 166 c) Übergang von verbaler zu schriftlicher Darstellung und umgekehrt 167 4.1.2 Förderung der fachsprachlichen Kompetenz 167 a) Bedeutung der fachsprachlichen Kompetenz 167 b) U mfang der fachsprachlichen Kompetenz 169 c) Ziele zur Förderung der fachsprachlichen Kompetenz 170 d) Sprachreflexion 174 4.2 Förderung des Sprachverstehens 174 4.2.1. Schüleraktivitäten zur Förderung des Sprachverstehens 174 4.2.2 Lesen mathematischer Texte 178 4.3 Förderung der Sprachproduktion 180 4.3.1 Mündliche Sprachproduktion " 181 4.3.2 Textliche Eigenproduktionen 183 a) Charakterisierung von textlichen Eigenproduktionen 183 b) Gründe für textliche Eigenproduktionen 187 c) Hinführung der Schüler zu textlichen Eigenproduktionen 188 d) Themenbeispiele 188

Sprache und Mathematik 4.4 Sprachreflexion 196 a) Beispiel: Reflexion über die Bedeutung von senkrecht" 196 b),, Übersetzen " von verbaler Sprache in mathematische Symbolsprache 199 und umgekehrt c) Nachdenken über die Logik von Satzstrukturen 201 Anhänge: 204 Anhang 1: Kodierung von Informationen 204 Anhang 2: Zahlwörter 211 Anhang 3: Formale Sprachen, Automaten und Fraktale 224 Anhang 4: Lesbarkeit von Texten - Lesefähigkeit - Textverstehen 232 Anhang 5: Sprache und Denken 244 Literatur 252 Register 269