Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Lebensräume verbessern Wildtiere fördern Menschen und Natur verbinden Moderation als Erfolgsfaktor Wildlebensraumberatung in Bayern Dr. Christof Janko
Wildlebensraumberatung in Bayern Wildlebensraumberatung Wildlebensraumberater Laufzeit 15.07.2014 bis 31.12.2016 Personal 1 Koordinationsstelle an der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising 7 Wildlebensraumberater an den AELF an den Fachzentren für Agrarökologie 2
Ziel Ziel der Wildlebensraumberatung ist die Förderung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft durch die Verbesserung des Wildlebensraumes Artenvielfalt Feldhase, Rebhuhn, Fasan sowie zahlreiche Agrarvögel von Goldammer, Feldlerche, bis Stieglitz bis hin zu Bienen, Hummeln und Schmetterlingen 3
positive Elemente Bayern in der Vorreiterrolle qualifizierte, praxisbezogene Beratung eingebunden in eine bayernweite Verwaltungsstruktur Förderung der Maßnahmen durch KULAP 4
Stellschraube - Ökologie Faktor Mensch (Jagd, Naturschutz, ) Umweltfaktoren (Wetter, Klima,...) Qualität des Lebensraum Die Qualität des Lebensraumes ist die essentielle Komponente die über Vorkommen, Höhe und Fitness von Wildtierpopulationen entscheidet! hier setzt die Wildlebensraumberatung an! 5
Wildlebensraumberater an den Fachzentren Agrarökologie Ansprechpartner für: Schönberger Landwirte, Jäger und Jagdgenossen Beratung zu förderfähigen Maßnahmen im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) und freiwilligen, nicht förderfähigen Maßnahmen Beratung von Landwirten, Jagdgenossen und Jägern Mitarbeit und/oder bezüglich Informationsveranstaltungen, Maßnahmen zur Verbesserung Arbeitskreisen der und Projektkulissen Wildlebensräume in der Agrarlandschaft Gruppenberatung und individuelle Beratung für Landwirte, Jagdgenossen und Jäger Informationsveranstaltungen, Arbeitskreise und Projektkulissen/Modellgebiete 6
Wildlebensraumberater 7
Werkzeugkasten KULAP Greening nicht Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm förderfähige Maßnahmen Angebot für: - Landwirte Angebot für: - Landwirte Angebot für: - Landwirte - Jäger - Imker - Naturschutz - Kommune -..etc 8
Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) 9
Greening ökologische Vorrangflächen (ÖVF) ab 2015 10
nicht förderfähige Maßnahmen nicht förderfähige Maßnahmen nfm01 - Ackerrandstreifen nfm02 - ext. Mahdkonzepte Randstreifen nfm03 - Stehenlassen von Getreide-, Maisstreifen nfm04 - Lerchenfenster nfm05 - Brachen nfm06 - Blühstreifen nfm07 - Bienenweide nfm08 - Bejagungsschneise nfm09 - Wildacker nfm10 - Zwischenfruchtanbau nfm11 - Feldhamsterstreifen und weitere Maßnahmen 11
Agrarförderprogramme bis in die Fläche EU Greening Bayern KULAP Richtlinien Wildlebensraumberater fachpraktische Beratung! 12
Technik Praxis Schäf Schäf Wagner praxisbezogene, fachliche Beratung & Wildtier als positiven Sympathieträger nutzen 13
Gemeinschaftliche Aufgabe Landwirt Jäger Wildlebens- Wildlebensraum raumberater Jagdgenosse Naturschutz Imker, Bürger, Kommunen, Landschaftspflegeverbände etc. 14
Gemeinschaftliche Aufgabe Wildlebensraumverbessernde Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit interessierten Landwirten und beruhen auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Die Interessen des Landwirtes und seiner betrieblichen Belange sind für eine praktikable, betriebsbezogene und fachlich fundierte Umsetzung von Maßnahmen ein wichtiger Baustein. Jäger und Jagdgenossen können sich umfassend über mögliche Maßnahmen informieren, ihre Interessen einfließen lassen und gemeinsam mit Landwirten und dem Berater wildlebensraumverbessernde Maßnahmen umsetzen. Schäf 15
Aspekt Wildtiere und Lebensräume Schönberger Wagner Schönberger Schäf Pohl Schäf Wagner 16
Beratungsangebot Wildlebensraumberatung Einzelmaßnahme Verbund von Maßnahmen Schönberger Schönberger 17
Moderation als Erfolgsfaktor Wildlebensraum- Modellgebiet Bütthard 18
Wildlebensraum Modellgebiete Wildlebensraum Modellgebiete Charakter Bündelung von Maßnahmen innerhalb definierter Gebietskulissen -> hohe Signalwirkung! -> hohe ökologische Wirksamkeit -> Imagegewinn für Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz, Vorgehen Motto Kooperation und Abstimmung der Interessen mit den verschiedenen Interessensgruppen (Planungsgruppe) und Vorgehen als partizipatives Verfahren -> Landwirtschaft Jagd Naturschutz Behörden Kommune - weitere Verbände und Interessensgruppen Förderung der Artenvielfalt in unsere Kulturlandschaft ist möglich 19
Planungsverfahren Vorschlag: Prinzip der Freiwilligkeit beim Landwirt 1. blumenreiche Mischung -> bürgerfreundlich! 2. niedrigwüchsige Wiesenkräutermischung -> wildtierfreundlich! 3. Blühflächen- Mischungen -> wildtierfreundlich! Ergebnis: Saatgutprämisse: regional angepasste Saatmischungen gemäß Produktionsräumen (Prasse et al. 2010) - Lebensraumverbesserung für Wildtiere - Imageverbesserung für die Landwirtschaft - Öffentlichkeitsarbeit bzw. bürgerfreundlich 20
Vielfältige Lebensräume Seemann Blühfläche Wiesenkräuterstreifen Altgras Feldrand Feldrand Streuobst Kilian 21
Agrarökologische Raumplanung 22
Agrarökologische Raumplanung 23
Mensch und Natur verbinden Informationstafel 24
Mensch und Natur verbinden 20 ha Lebensraum 15km Biotoplänge Informationsschild 25
Intensiver Moderationsprozess 12. Februar 13. Februar 18. Februar 5. April Wischemann 12. Mai 19. Mai 11. Juni 17. Juni 30. Juni 22. Juli 10. August 3. September 16. September 26
Moderation als Erfolgsfaktor Durch die gezielte Beratung der Interessensgruppen kann in der Kulisse eine höhere Anzahl an ökologischen Maßnahmen umgesetzt werden. Eine Erhöhung der Flächenfunktionalität auf bereits vorhandenen und neu etablierten Flächen findet statt (z.b. durch die gezielte Einsaat von hochwertigen Blühmischungen und/oder alternierenden Mahd-Mulchkonzepten) Ökologische Maßnahmen können in Absprache mit der Planungsgruppe in einem räumlichen Verbund Biotopverbund - geplant werden. 27
Lebensräume verbessern Wildtiere fördern Menschen und Natur verbinden www.lfl.bayern.de/wildlebensraum 28