Reparatur-/Instrumentenmanagement am Universitätsklinikum Leipzig AöR med.logistica am 15./16. Mai 2013 in Leipzig
Das Universitätsklinikum Leipzig im Überblick Betriebswirtschaftliche Daten 52 Kliniken 7 Institute sowie selbständige Abteilungen und Sektionen in 7 Departments 3.735 Mitarbeiter (Vollkräfte) 3.143 Studenten 844 Schüler und Auszubildende 1.450 Planbetten 51.790 Fallzahl vollstationär 313.000 Fallzahl ambulant 321 Mio. Euro Umsatz Universitätsklinikum Leipzig AöR (2013): Reparatur-/Instrumentenmanagement am UKL; K. Schröter, R. Lobenstein 2
Organisationsstruktur Bereich 2 - Materialwirtschaft und Dienstleistungen Materialwirtschaft Service und Zentrale Dienste Medizintechnik Zentralsterilisation Auftragsannahme Reparaturmanagement Universitätsklinikum Leipzig AöR (2013): Reparatur-/Instrumentenmanagement am UKL; K. Schröter, R. Lobenstein 3
Aufbereitung Instrumente ZSVA Anzahl der Aufbereitung 2012 OP-Siebe 267.000 Einzelinstrumente 300.000 Instrumente in Reparatur Standard-Instrumente 3.900 4
Instrumentenkreislauf Nutzung Lagerung Entsorgung Beschaffung Sterilisation Reinigung & Desinfektion Packen Kontrolle & Pflege ggf. Ausmusterung / Reparatur 5
So war es früher hoher Lagerbestand hohe Kapitalbindung keine Übersicht fehlende Meldung von defekten Instrumenten: Siebe nicht vollständig OP-Ablauf wurde gestört zusätzliche Öffnung von OP-Sieben erhöhter Suchaufwand nach fehlenden Instrumenten Fehlbestellungen und unnötige Investitionen 6
So ist es heute Kontrolle über Lagerbestand geringere Kapitalbindung bessere Übersicht der Standardinstrumente Instrumente sind für alle Bereiche einsetzbar keine offenen Siebe sofortiger Austausch bei Reparaturen kein hoher Verschleiß kompetenter Ansprechpartner und Berater für Anwender 7
Werterhaltung Vergabe an externen Dienstleister: Überarbeitung Standardinstrumente sowie komplette Siebe Gewährleistung eines gleichwertigen Reparaturaustausches Artikel fremder Hersteller werden durch gleichwertige Original- Artikel ersetzt Schulungsangebote für Anwender und ZSVA-Personal 8
Reparaturmanagement in der ZSVA Reparaturmanager als direkter Ansprechpartner für Stationen und OP- Bereiche Senkung/Kontrolle von Kosten Verringerung der internen Transaktionen Überprüfung Wareneingang Anforderungen von Angeboten Auftragserteilung Organisation von Leihgeräten zeitnah mit Info über die Verfügbarkeit Bestellungsanforderung Universitätsklinikum Leipzig AöR (2013): Reparatur-/Instrumentenmanagement am UKL; K. Schröter, R. Lobenstein 9
Bedeutung fachgerechter Reparatur Nur Herstellerfirma Nur Originalersatzteile z. B. NCH-OP; Schädeltrepan Instrumentenqualität muss immer gleich sein! 10
Instrumentenpool / Nachlegereserve ausreichende Nachlegereserven der Standardinstrumente zur Reparaturüberbrückung Vermeidung von Instrumentenausfällen während einer Operation Keine zusätzliche Öffnung von OP-Sieben Vermeidung von unnötiger Aufbereitung Vermeidung von Fehlbestellungen und Investitionen 11
Reparaturfluss ZSVA Instrumente/Optiken/MIC-Instr./Geräte von Stationen & OP-Bereiche Reinigung in ZSVA Sichtung der Instrumente Instrumente defekt Instr./Optiken/MIC-Instr./ Geräte einwandfrei zurück auf Stationen & OP-Bereiche in Reparatur Reparaturauftrag 12
Anzahl der Reparaturen 2012 Stationen & OP-Bereiche in Reparatur (Stück) Reparaturkosten in Reparaturersatz (Stück) Kosten für Reparaturersatz in 3.900 64.500 1.500 123.100 Instrumente Augenklinik 336 12.750 30 6.366 Institute 2.194 21.040 / 0,00 13
Zusammenarbeit ZSVA und Medizintechnik Aktive Medizinprodukte (z. B. Optiken, Motorensysteme, MIC- Instrumente) werden über die Medizintechnik zur Reparatur gegeben. Dokumentierte Ausgangs- und Eingangskontrolle Dokumentation des Lebenslaufs der Medizinprodukte Ansprechpartner in der MT für ZSVA sind festgelegt Erkennung von Schulungsbedarf beim Anwender und Durchführung von Schulungen für OP-Bereiche und Stationen. 14
Handhabung in der Medizintechnik Ablauf bei Optiken, Motorensystemen und MIC-Instrumenten Eingang des defekten Instrumentes nach Reinigung Überprüfung in der MT, welcher Schaden vorliegt Einsendung an die jeweilige Reparaturfirma Eingang eines Kostenvoranschlags bei größeren Schäden (ab 1.000 ) Die entsprechende Schadensdokumentation wird ausgewertet. Prüfung auf unsachgemäße Handhabung bzw. Verschleiß Auswertung mit den Anwendern Reparaturbeauftragung Ersatz bei Totalschaden Rücklieferung an die ZSVA 15
Handhabung Reparatur Reparaturfluss am Beispiel starrer bzw. flexibler Optiken Eingang ZSVA Versand Rep. Firma Kleinschäden sofort Eingang- Auslieferung MT Auswertung KV & Dokumentation Schadensanalyse mit Nutzer Gebrauchsschäden Reparaturauftrag Ersatz bei Totalschaden 16
Handhabung Reparatur Optiken / Motoren Jährliches Reparaturaufkommen (Durchschnitt) starre Optiken 60 70 Stück Ersatz 25 % flexible Endoskope 30 40 Stück Ersatz 70% (Rhinoskope, Bronchoskope) Endoskope 60 70 Stück Ersatz 5% (Gastroskope, Koloskope usw.) Motorensysteme 20 25 Stück - (DL-betrieben, Bohrer bzw. Sägen) Motorensysteme 10 15 Stück Ersatz 5% (elektr.- bzw. Akku.-Betrieb) 17
Fazit der Optimierung der Instrumentenlogistik Wichtige Voraussetzungen für die ZSVA um alle Ressourcen prozessorientiert einzusetzen. Kapazitätsengpässe werden vermieden Reibungslose Sterilisation und Versorgung der OP-Abteilungen und Bereiche. Reparaturabläufe sind festgelegt. Lagerbestände begrenzt und herabgesetzt. Gesamtreparaturkosten um 15% gesenkt. 18
Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg 19
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 20