, Uhr

Ähnliche Dokumente
4. Plastiden und die Vakuole sind pflanzentypische Organellen. Charakterisieren Sie beide hinsichtlich des Aufbaus und der Funktion.

4. Plastiden und die Vakuole sind pflanzentypische Organellen. Charakterisieren Sie beide hinsichtlich des Aufbaus und der Funktion.

Beispiele für Klausurfragen 2018

Welche zwei Membranen begrenzen das Cytopasma von der Zellwand und der Vakuole?

Grundgewebe Festigungsgewebe

Vorlesungsinhalt. Bau der Pflanzenzelle. Einführung Entstehung des Lebens Organisationstufen der Pflanzen Stellung im Ökosystem

Tier- & Pflanzenzelle

Anatomie und Morphologie der Pflanzen 6. Kurstag: Die monokotyle Sprossachse. Aufgaben der Sprossachse: Der Bau der Pflanzenorgane Teil 1:

Biologie. Was ist das? Was tut man da? Womit beschäftigt man sich?

Anatomie und Morphologie der Pflanzen 6. Kurstag: Die monokotyle Sprossachse. Aufgaben der Sprossachse: Vor allem wichtig für die Photosynthese:

Entwicklung aber anders...

Biologie und Umweltkunde

Fortpflanzung bei Pflanzen

Entwicklung aber anders...

IWIllllllllllllllllll Biologie: Grundlagen und Zellbiologie. Lerntext, Aufgaben mit Lösungen, Glossar und Zusammenfassungen

Abschlussorientiertes Differenzierungsangebot. Biologie

Set einer tierischen / pflanzlichen Zelle BAD_ DOC

STRUKTUR UND FUNKTION DER PFLANZE :15

1. Benennen Sie die dargestellten Zellorganellen! 2. Beschreiben Sie jeweils den Aufbau! 3. Erläutern Sie jeweils kurz ihre Funktion!

Grundlagen der Molekularen Biophysik WS 2011/12 (Bachelor) Dozent: Prof Dr. Ulrike Alexiev (R , Tel /Sekretariat Frau Endrias Tel.

Mikroskopische Anatomie der vegetativen Teile höherer Pflanzen (Kormophyten): 2. Leitgewebe krautiger Sprossachsen & Wurzeln

Zellen. 3 N1 Ausgehend von stark angeleitetem, geführtem Arbeiten. Technik beschreiben und benennen. Technik beschreiben und benennen.

Bio A 15/04_Online-Ergänzung

Merkmale des Lebens. - Aufbau aus Zellen - Wachstum - Vermehrung - Reaktion auf Reize - Bewegung aus eigener Kraft - Stoffwechsel

T 5 FF 16 Arbeitsblatt 4

Bestandteile von Pflanzen- und Tierzellen Vor dem Lesen: Vorwissen aktivieren und bereitstellen L E B E W E S E N

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Lernwerkstatt: Genetik & Vererbung. Das komplette Material finden Sie hier:

Tierzelle. Pflanzenzelle

Morphologische Grundlagen der Zelle Bakterienzelle

Anatomie und Morphologie der Pflanzen. 3. Kurstag. Einführung in das Mikroskopieren

1 Was ist Leben? Kennzeichen der Lebewesen

Zelle (Biologie) (

Procyte Eucyte Organell Aufgabe Zellorganell Autotrophe Stellen Nährstoffe selbst her Organismen Pflanzen Fotosynthese Bakterien Chemosynthese

Histologie der Samenpflanzen

Zellenlehre (Cytologie)

Modulprüfung BG I/II / Studium Generale BG I/II-1/2

Inhaltsverzeichnis. Vorwort... 1 Die Technik des Mikroskopierens Die pflanzliche Zelle Aufbau des Mikroskops und Strahlengang...

GRUNDEINHEITEN DES LEBENS

Entstehung der Eukaryontenzelle Endosymbiontentheorie

In den grünen Pflanzenteilen, genauer gesagt in bestimmten Organellen der Pflanzenzellen, den

Zellen. 1. Bilderrätsel. Abb.1

der vegetativen Teile höherer Pflanzen (Kormophyten): sekundäre Abschlussgewebe

Kernlehrplan Biologie SCHULCURRICULUM Ernst-Barlach-Gymnasium

Teil Osiewacz, 5 Seiten, 5 Fragen, 50 Punkte

Zytologie, Zellteilung

Wiederholung Dissimilation; biologische Oxidation; Atmung Hydrolyse der Stärke; Endo- ( -Amylase) und Exoamylasen ( -Amylase) Phosphorolyse der Stärke

Pflanzliche Zellwand - Schichtung

ohne mit eukaryontische Pflanzen Pilze Tiere zusammenschliessen unterschiedliche Aufgaben Vielzeller

PRISMA Biologie, Naturphänomene und Technik 5 6

Folien mit Abbildungen aus den Vorlesungen. Biodiversität der Pflanzen und Grundlagen der Anatomie und Morphologie der Pflanzen

4 Die Wurzel. 4.1 Primärer Bau

Biologie und Umweltkunde

Meristeme, Festigungsgewebe, Leitgewebe Kursprogramm 1. Wurzelmeristem eines Zwiebelkeimlings

Eukaryonten. Wichtigste Charakteristika von Eukaryonten

Eukaryonten. Wichtigste Charakteristika von Eukaryonten. Pflanzliche Zellen, Pilze: Zusätzlich Zellwand

Cytologie. Dr. Ilse Zündorf Institut für Pharmazeutische Biologie N Tel.:

Konzeptbezogene Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler... Basiskonzept. Basiskonzept Basiskonzept Struktur und Funktion Entwicklung

4) Benenne die Organellen der Pflanzenzelle und gib deren Aufgaben an. Welche dieser Organellen fehlen bei tierischen Zellen?

Unterschied Tiere, Pflanzen, Bakterien u. Pilze und die Zellorganellen

10% des Volumens Membran Poren Nucleoplasma Chromatin Proteinen DNS (DNA) Nucleoli (Einzahl: Nucleolus). Endoplasmatische Reticulum

Lerntext Pflanzen 1. Was sind Pflanzen?

- beschreiben Aufbau und beschreiben Aufbau und Funktion des menschlichen Skeletts und vergleichen es mit dem eines anderen Wirbeltiers.

Indiesem Kapitel erläutern wir unterschiedliche Zelltypen und den Zellaufbau zwei extrem

Überblick des Pflanzenreiches

Unterrichtsvorhaben I: Thema/Kontext: Kein Leben ohne Zelle I Wie sind Zellen aufgebaut und organisiert?

Zelldifferenzierung Struktur und Funktion von Pflanzenzellen (A)

Prof. Dr.-Ing. Chr. Glockner Klausur Fachbereich Maschinenbau CAM-Werkzeugmaschinen Fachhochschule Wiesbaden WS 2004/05 Seite 1. Name...

Mikroskopische Anatomie der vegetativen Teile

Autotrophe Ernährung. Heterotrophe Ernährung. Ernährungsweise von grünen Pflanzen und manchen Bakterien

Leben im Wassertropfen

Liebe Schülerin, lieber Schüler, herzlich willkommen im Botanischen Museum.

Biologie / Biología Grundkompetenzen:

Membranen (3a) Membrane

Allgemeine Pflanzenwissenschaften I. Guten Morgen!

Protokoll Kurstag 7. Blatt & Blattpigmente. 1) Einleitung

Mikroskopische Anatomie. höherer Pflanzen (Kormophyten): Blatt-Spezialisierungen, sekundäres Dickenwachstum, sekundäre Abschlussgewebe

Wiederholungsklausur zur Vorlesung Biochemie IV im SS 2000

Ausbildung zum Bienenwirtschaftsmeister Mai 2012 Christian Boigenzahn

Herzlich willkommen! Passerelle Biologie

Beschreiben Sie in Stichworten zwei der drei Suppressormutationen, die man in Hefe charakterisiert hat. Starzinski-Powitz, 6 Fragen, 53 Punkte Name

Teil Osiewacz, 8 Fragen, 55 Punkte)

Prototypische Beispiele für kompetenzorientierte Aufgabenstellungen.

1. Tutorium AMB/OBOE

Curricula im Fach Biologie der Jahrgangsstufe 10, MSA-Vorbereitung

Sekundärwand Zellumen

Bachelorprüfung. "Werkstofftechnik der Metalle" am

Übung zur Vorlesung Grundlagen der Fahrzeugtechnik II. Übung

Jahrgangsstufe 6 Inhaltsfeld: Sexualerziehung (Hier gelten die Richtlinien der Sexualerziehung)

Zum Klausurbogen der Teilprüfung (Mikrobiologie) zum Modul 10 des Bachelorstudiengangs Biowissenschaften vom

Pflanzenphysiologie 6: Blüten und Befruchtung

1. Stammbaum einer Familie, in der Mukoviszidose aufgetreten ist.

Kapitel 01.01: Einführung in die Biologie

Grundlagen der Botanik

Botanik GHR. 15 Stoffklassen in Höheren Pflanzen: Beispiele, Kompartimentierung, Lebensmitteltechnische

ohne mit eukaryontische Pflanzen Pilze Tiere zusammenschliessen unterschiedliche Aufgaben Vielzeller

Kern- und Schulcurriculum Biologie (2-stündig) Klasse 11/12. Stand Schuljahr 2011/12

Abbildung 1: Ein höheres Oberfläche/Volumen-Verhältnis begünstigt den Stoffaustausch

Flurbereinigung. Arbeitsblatt 1. Erlebnis Natur 3 / Acker und Hecke

Transkript:

Klausur Allgemeine Pflanzenwissenschaften I im WS 2010/2011 08.02.11, 8.15 9.45 Uhr Name:.... Vorname.. Matrikelnr.:... A. Praktikumsfragen 1. (18 Punkte) Der unten abgebildete Querschnitt wurde mit Safranin und Astrablau angefärbt. Um welches Pflanzenorgan handelt es sich (A), und um welchem Pflanzentyp (B)? A B Beschriften Sie die Zeichnung und beantworten Sie die unten gestellten Fragen dazu! Welche Substanzen führen zu den Färbungen in der obigen Abbildung? Rot Blau Welche weitere Färbung würde auch zu der roten Färbung führen, und auf Grund welcher Substanz?

2. (16 Punkte) Die Abbildung zeigt einen Längsschnitt durch eine dikotyle Sprossspitze. Beschriften Sie die Bereiche bzw. Strukturen, die mit den Nummern 1-6 bezeichnet sind! Ein Hinweis: Bereiche 2, 3 und 4 leiten sich von 1 im Folge wiederholter Zellteilungen ab. 5 1 6 2 3 4 Alle diese Bereiche bzw. Strukturen führen zur Bildung von ausgereiften Pflanzenteilen bzw. Geweben: Welche Pflanzenteile entwickeln sich aus 5 und 6? aus 5 aus 6 Welche Gewebe entwickeln sich aus 2, 3 und 4 weiter unten in der Sprossachse (wie durch die blauen Pfeile angedeutet), die in einem Sprossquerschnitt erkannt werden können? aus 2 aus 3 aus 4 2

3. (15 Punkte) Beschriften Sie die folgende Zeichnung: Zu welchem Pflanzentyp gehört der dargestellte Gewebebereich? In welchen der Zelltypen erfolgt die Leitung von Wasser und Mineralsalzen? Welche der Zelltypen sind für Stoffspeicherung zuständig? 3

B. Vorlesungsfragen 4. Zellbiologie I (24 Punkte) (i) Beschriften Sie die unten abgebildete Zelle! Heben Sie die für Pflanzenzellen typischen Merkmale durch Unterstreichung hervor! (ii) Benennen Sie alle Zell-Kompartimente mit Ribosomen! (iii) Nennen Sie 4 verschiedene Funktionen des Endoplasmatischen Reticulums! 5. Zellbiologie II (25 Punkte) (i) Was ist Inkrustation? Nennen Sie drei Beispiele für Inkrusten! (ii) Wie viele Formen der Endodermis kennt man im Pflanzenreich? Beschreiben Sie kurz die Unterschiede! (iii) Weisen Schließzellen Plasmodesmata auf? Erläutern Sie Ihre Antwort! (iv) Nennen Sie 3 Plastidentypen und die jeweils für deren Funktion charakteristischen Inhaltsstoffe! 4

(v) In welchen beiden Organellen werden Blütenfarbstoffe gespeichert? Nennen Sie jeweils beispielhaft eine Substanzklasse der Blütenfarbstoffe! 6. Zellen und Gewebe (18 Punkte) (i) Nennen Sie drei Beispiele für prosenchymatische Zellen und deren Funktionen! (ii) Welche Funktion haben Sklerenchym und Kollenchym? Wie unterscheiden sie sich? (iii) Beschreiben Sie Lage und Funktion von Perizykel-Zellen! 7. Transport und Membranen (13 Punkte) (i) Aus welchen Komponenten sind Glycolipide aufgebaut? Welche Membranen in einer Pflanzenzelle besitzen hohe Glycolipid-Gehalte? (ii) Unterscheiden Sie erleichterte Diffusion von sekundär aktivem Transport! Wie nennt man die für die jeweiligen Prozesse verantwortlichen Proteine? 8. Zellwand und Polymere (25 Punkte) (i) Wie unterscheiden sich Primär- und Sekundärwand in ihrer Zusammensetzung? Woraus besteht die Mittellamelle? Aus welchem Monomer ist das Material der Mittellamelle vor allem aufgebaut? Welche Struktur ist verantwortlich für die Anlage der Mittellamelle während der Zellteilung? Nennen Sie eine Situation im Leben einer Pflanze, in der die Mittellamelle gezielt aufgelöst wird! (ii) Nennen Sie drei Zelltypen, die eine Sekundärwand aufweisen! (iii) Aus welchem Grunde gehen wir davon aus, dass die Cellulose-haltigen Zellwände der höheren Pflanzen und der Armleuchteralgen einen gemeinsamen entwicklungsgeschichtlichen Ursprung haben? (6 P.) 9. Evolution der Pflanzen (21 Punkte) (i) Beschriften Sie die Balken in diesem einfachen Kladogramm, d.h. nennen Sie entscheidende Merkmale, die dieser Einteilung zugrunde liegen! 5

Grünalgen Moose Farne Gymnospermen Angiospermen 4 3 2 1 1: 2: 3: 4: (ii) Nennen sie drei Gründe, warum Moose mit wenigen Ausnahmen nur in feuchten Habitaten vorkommen! 10. Algen (16 Punkte) (i) Welche Algengruppen werden zu den direkten Vorläufern der Höheren Pflanzen gezählt? Nennen Sie zwei Beispiele für Algengruppen, welche nicht zu den direkten Vorläufern der Höheren Pflanzen zählen! Worauf beruht diese Einteilung in Vorläufer und Nicht-Vorläufer vor allem? (ii) Aus welchem Material besteht Diatomeenerde vor allem? 11. Fortpflanzung (22 Punkte) (i) Welche Zellen sind haploid, welche diploid (wenn wir von max. diploiden Organismen ausgehen)? a. Zelle der Seta eines Mooses b. Sporen eines Farns c. die Zygote eines Mooses d. nichtreproduktive Zellen des Gametangiums eines Farns e. Zellen des Protonemas eines Mooses f. Zellen der Sporophylle von Farnen (ii) Skizzieren Sie den weiblichen Gametophyten der Angiospermen und erklären Sie die doppelte Befruchtung! 6