AOK Forum. Informationen zur Gesundheitspolitik in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Ausgabe

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1 1 AOK Forum Informationen zur Gesundheitspolitik in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Ausgabe Gesundheitspolitik vor dem Hürdenlauf Klinikreform, Arzthonorare, Pflegebegriff in der neuen Legislatur periode sind von der Bundesregierung gleich mehrere Hindernisse zu überwinden. Politik im gespräch Wahl-Positionen Bei den Schweriner Gesprächen hat Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Manuela Schwesig für das Modell der Bürgerversicherung geworben. Die Zweiklassenmedizin gehört abgeschafft, sagte Schwesig, die auch stellvertretende Vorsitzende der Bundes-SPD ist. Der Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt (CDU) widersprach: Eine Abschaffung der privaten Krankenversicherung sei verfassungsrechtlich nicht möglich. Auch FDP-Parlamentarier Lars Lindemann plädierte für die Beibehaltung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Seite 15 Rund 500 Millionen Euro geben die gesetzlichen Krankenkassen Tag für Tag für die Behandlung ihrer 70 Millionen Versicherten aus. Trotz der hohen Summe läuft im Gesundheitswesen nicht alles rund. Die Unzufriedenheit bei Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und Patienten steigt. In der nächsten Legislaturperiode sind daher grundlegende Strukturreformen in der gesetzlichen Krankenversicherung notwendig. In einem Positionspapier mit dem Titel So geht s hat die AOK Vorschläge gemacht. Abgelöst werden muss die bisherige starre Orientierung der Gesundheitspolitik an bestehenden Krankenhausstrukturen und Arztsitzen durch einen Qualitätswettbewerb um die beste Versorgung. Patientenorientierung steht dann stärker im Mittelpunkt. Auch mit Blick auf die Pflegeversicherung muss die neue Regierung mehrere Hürden überwinden: Ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff fehlt genauso wie eine zukunftsfähige Finanzierungslösung, die Pflegebedürftige nicht überfordert. Seiten 10 und 11 Ausbildungsstart für 45 Jugendliche Krankenversicherung Reform-Vorschläge Die Zukunft der Krankenversicherung in Deutschland liegt nach Einschätzung des Geschäftsführers des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), Professor Klaus Jacobs, in einem gemeinsamen Wettbewerbssystem von gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV). Die wachsenden Probleme der PKV verlangen nach Lösungen, die gezielte Schritte zu einem gemeinsamen Wettbewerbssystem erfordern, sagt Jacobs im Interview mit dem AOK- Forum. Der PKV fehlten insbesondere wirksame Instrumente zur Ausgabensteuerung. Seite 19 Im September haben 45 Schulabgänger die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der AOK Nordost begonnen. 52 ausgelernte Azubis in Berlin, Brandenburg und MV wurden unbefristet übernommen. Seit 2011 sind 264 junge Menschen ausgebildet worden beziehungsweise noch in Ausbildung. Die AOK spielt damit eine wichtige arbeitsmarktpolitische Rolle. Auch 2014 sollen bis zu 45 Azubis starten, Bewerbungen sind bis Ende Oktober 2013 möglich. Eine Besonderheit: Im 2008 in Berlin-Tegel gegründeten Junior-Servicecenter betreuen die Azubis Kunden weitgehend selbstständig. AOK Nordost Ihr Draht zur Redaktion: Tel.: 0800/

2 Inhalt 2 AOK Forum Ausgabe Aus den Regionen Vor Ort Lesermeinungen 4 Packaktion AOK-Mitarbeiter helfen beim Bestücken tausender Bio- Brotdosen für Schüler. 5 Fehltage In Berlin bleibt der Krankenstand der AOK-Arbeitnehmer mit 5,4 Prozent stabil. 6 Krankenfahrten In Brandenburg wurden die Entgelte angehoben, die Taxibranche übt dennoch Kritik zu Unrecht. 7 Gesunde Zähne Jedes zweite Kind bis sechs Jahre hatte schon Karies. Die AOK steuert mit einem Programm gegen. 8 Nachsorge Ein neues Internetportal betreut Patientinnen nach dem Ende einer Mutter-Kind- Kur. 9 Vorsorge Erinnerungssystem in Mecklenburg- Vorpommern hilft, dass Eltern Vorsorgeuntersuchungen ihrer Kinder häufiger wahrnehmen. Im Fokus 10 So gelingt der Hürdenlauf Arzneimittel, Kliniken, Pflege: Im Gesundheitswesen ist nach der Wahl viel zu tun für die Politik. Das AOK-Forum zeigt auf, was genau. Kommentar 12 Fehler im Morbi-RSA korrigieren Geschieht das nicht, droht Risikoselektion, meint Ingo Bach vom Tages spiegel aus Berlin. 13 Wie eine Berlinerin ihren Mann pflegt Pflegende Angehörige wie Monika Petereit leisten viel das AOK- Forum hat sie besucht. Live 14 Versorgung auf dem Land Ärzte sind in einigen ländlichen Gebieten Mangelware. Ein Demografie-Kongress suchte nach Lösungen. 15 Volksentscheid bei den AOK-Foren in Schwerin und Potsdam ging es um die Gesundheitspolitik nach der Wahl. Selbstverwaltung im Dialog 16 Klinik-Wettbewerb muss auf Qualität statt auf Fallzahlen setzen, fordert Alexander Schirp. Gesundheitsnachrichten 17 Fünf Bedarfsgrade Pflegebeirat legt Abschlussbericht vor. Medien 18 Neue Bücher und Webseiten für Sie gelesen. Im Gespräch 19 Krankenversicherungsmarkt von morgen Professor Klaus Jacobs vom WIdO im Interview. Aus Nordost 20 Ein Abend voller Ideen AOK-Sommerfest Zum Thema Organspende Der Organspendeskandal hat das Vertrauen der Menschen beschädigt und die Bereitschaft zur Organspende beeinträchtigt. Monatelang hat eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission Untersuchungen vorgenommen. Der nun in Berlin vorgelegte Prüfbericht der Bundesärztekammer weist neben Göttingen, München und Leipzig weitere schwere Regelverstöße in einem Transplantationszentrum in Münster nach. Umso notwendiger ist es, das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der beteiligten Institutionen wiederherzus tellen. Dazu braucht es trans parentes Vorgehen und funktionierende Kontrollmechanismen, aber eben auch eine umfassende und objektive Information der Bevölkerung zum Thema Organspende. Hier leisten AOK und andere Kassen beispielhafte Arbeit. Die AOK beispielsweise versucht seit vielen Jahren die Bevölkerung aufzuklären. Wichtig finde ich auch Ansätze, wie die Online-Entscheidungshilfe im Internet, mit der die AOK wichtige Informationen rund um dieses komplexe Thema gibt. Als Pastor urteile ich natürlich nach christlichem Verständnis: Das Leben und damit der Körper des Menschen sind ein Geschenk Gottes. Aus Nächstenliebe und Hilfe für Kranke kann ein Christ der Organentnahme zustimmen, muss es aber nicht. Die Organspende verletzt weder die Würde des Menschen, noch stört sie die Totenruhe. Auch die Hoffnung auf Auferstehung bleibt davon unberührt. Die Entscheidungslösung begrüße ich. So befragen die Kassen Versicherte über 16 Jahre nach ihrer Bereitschaft zur Organspende. Ziel der Gesetzesreform ist es, die Zahl der potenziellen Organspender zu erhöhen. Denn trotz der Skandale gibt es glücklicherweise immer noch viele Menschen, die grundsätzlich zur Organspende bereit wären, diese Bereitschaft aber noch nicht in einem Organspendeausweis dokumentiert haben. Jeder Organspender kann dazu beitragen, Leben zu retten. Pastor Elimar Brandt, Berlin Das Thema Organspende beschäftigt mich seit vielen Jahren verlor ich mein einziges Kind, meine Tochter Diana im Alter von 19 Jahren. Ich trüge diesen Schmerz bestimmt leichter, hätte ich die Gewissheit, dass ihr liebes Herz noch schlägt, egal wo und in wessen Brust. Geben, um zu helfen, hatte in meiner Familie immer einen hohen Stellenwert. Ich wünsche Ihnen Erfolg bei Ihrer segenspendenden Arbeit. Siglinde Braun, Stralsund Platz für Ihre Meinung! An dieser Stelle halten wir Platz für Ihre Meinungen frei. Ihre Zuschriften richten Sie bitte per an: Impressum Das AOK-Forum Informationen zur Gesundheitspolitik in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern wird von der AOK Nordost Die Gesundheitskasse mehrmals im Jahr herausgegeben. V.i.S.d.P.: Vorstandsvorsitzender Frank Michalak Paragraf 13 des Sozialgesetzbuches I verpflichtet Sozialversicherungsträger, wie die gesetzlichen Krankenkassen, die Bevölkerung im Rahmen ihrer Zuständigkeit aufzuklären. Redaktion: Gabriele Rähse, Leiterin Pressestelle der AOK Nordost (verantw.); Matthias Gabriel, AOK Nordost; Thomas Hommel, KomPart Redaktionelle Beratung: Jürgen Heese, Ralf Heisig, Monika Klement Grafik: Désirée Gensrich, KomPart Druck: Druckerei H. Heenemann Kontakt: AOK Nordost, Pressestelle, Behlertstraße 33a, Potsdam Telefon: , Telefax: Verlag: KomPart Verlagsgesellschaft mbh & Co. KG, Rosenthaler Straße 31, Berlin Redaktionsschluss: Fotos: AOK Nordost (3, 5, 8, 9, 16); privat (12); Ärztekammer Berlin/ K. Friedrich (16); Michael Kirsten (1, 4, 13, 14), Joachim Liebe (15); Christian Lietzmann (4, 5, 8, 14, 20), maxpress (15); Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen (20); Julian Stähle (7); Fotolia.com: Stefan Schurr (1); gekaskr (6); seen (6); Dan Race (7); Syda Productions (8); Stefan Schurr (10); mihi (16); Miriam Dörr (17); pix4u (17); Udo Kroener (18) Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion; für unaufgefordert eingesandte Texte und Fotos keine Haftung. Leserbriefe geben die Meinung des Einsenders wieder; Kürzungen sind vorbehalten.

3 AOK Forum Ausgabe Meinung 3 Bundespolitik muss unsolidarischen Finanzausgleich korrigieren Eine erstaunliche Doppelzüngigkeit können wir derzeit erleben: Während das Bundesversicherungsamt einerseits das Verhalten manch einer Krankenkasse, vor allem junge, gesunde Versicherte zu werben und zugleich ältere, kranke Menschen zur Kündigung zu überreden, öffentlichkeitswirksam kritisiert, wird die Korrektur eines maßgeblichen Fehlers im Finanzausgleichssystem der Krankenkassen seit Jahren ausgesessen. Einerseits auf Solidarität im System pochen und andererseits einen solidarischen Ausgleich im heterogenen Versichertenmarkt zu blockieren, passt aber kaum zusammen. Dieser seit mehreren Jahren von Wissenschaftlern und Experten benannte Berechnungsfehler im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich führt dazu, dass insbesondere Versorgerkassen wie die AOKs systematisch zu wenig Mittel aus dem Gesundheitsfonds für ältere und kranke Versicherte erhalten, während Kassen mit junger und gesunder Klientel von überdurchschnittlich hohen Zuweisungen profitieren. Wie sich das auf das Vertriebsverhalten einiger Krankenkassen auswirkt, hat das BVA in seinem aktuellen Tätigkeitsbericht noch einmal beschrieben. Unsolidarisch verhält sich bei diesem Thema auch die Bundespolitik. Obwohl ein lange unter Verschluss gehaltenes BVA-Gutachten und jüngst auch ein unter anderem von der AOK Nordost angestrengtes Klageverfahren vor dem Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen festgestellt haben, dass der Berechnungsfehler zu korrigieren ist und die Zuweisungen für 2013 entsprechend anzupassen sind, passiert nichts. Taktisches Nichtstun lautet offenbar die Devise. Dabei muss das BVA das Klassifikationsmodell bis spätestens 30. September festlegen, in dem sich die Korrektur des Berechnungsfehlers für die Zuweisungen 2014 widerspiegeln muss. Andernfalls würde ein Finanzausgleich um ein weiteres Jahr festgeschrieben, der zulasten derjenigen Versicherten geht, um die es im solidarischen Krankenversicherungssystem vor allem geht die älteren und chronisch kranken Menschen. Streng genommen wird damit ein rechtswidriger Zustand in Kauf genommen, denn nach Paragraf 268 Sozialgesetzbuch V ( Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs ) ist vor geschrieben, Anreize zur Risikoselektion zu verringern. Die von der Bundespolitik in diesem Zusammenhang immer wieder genannte Lösung, den Morbi-RSA in Gänze zu korrigieren und auch andere Fehler abzustellen, widerspricht den am 4. Juli 2013 in der mündlichen Verhandlung vor dem LSG Nordrhein-Westfalen getroffenen Feststellungen: Sowohl der Sachverständige als auch das Gericht haben betont, dass der Berechnungsfehler in keinem Zusammenhang mit anderen Diskussionspunkten im Risikostrukturausgleich steht. Festgestellte Fehler gehören abgeschafft und können nicht mit anderen möglichen Problemen aufgewogen werden! Die dem BVA von den Sozialrichtern aufgetragenen Punkte richten sich auf die fehlerhaften Zuweisungen für Die bereits in den Jahren 2011 und 2012 mangelhaften Zuweisungen hat das Gericht nicht anerkannt. Begründung: Das BVA habe erst im Mai 2012 Kenntnis vom Berechnungsfehler erhalten, als der entsprechende Bericht des Wissenschaftlichen Beirates vorgelegen habe. Aus heutiger Sicht muss man wohl sagen: Das BVA wollte oder durfte die bereits lange vorher bekannten Erkenntnisse zum Berechnungsfehler nicht zur Kenntnis nehmen. Das Gericht hat allen Beteiligten den in diesem Punkt unsolidarischen Finanzausgleich noch einmal vor Augen geführt. Jetzt muss zügig gehandelt werden, um für einen gerechten und fairen Ausgleich unter den gesetzlichen Krankenversicherungen zu sorgen und die notwendige Korrektur des Berechungsfehlers im Morbi-RSA endlich umzusetzen. Nur Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost auf dieser Basis ist der wünschenswerte Wettbewerb um bessere Versorgungsmodelle und Serviceleistungen unter den Krankenkassen möglich. In einem ersten Schritt muss das BVA das Klassifikationsmodell nun anpassen, damit für 2014 die Zuweisungen richtig erfolgen. Andernfalls wäre nicht nur der Schaden für die betroffenen Krankenkassen groß, die mehr als die Hälfte der Versicherten in Deutschland repräsentieren. Betroffen wären auch rund 15 Millionen Versicherte im Alter ab 65 Jahren, für die systematisch zu wenig Mittel zur Ver fügung gestellt werden. Das ist keine gute Botschaft vor allem nicht für die Älteren. Ihr Schreiben Sie mir Ihre Meinung:

4 4 Berichte aus Berlin AOK Forum Ausgabe Tatkräftige Unterstützung von der Gesundheitskasse Altenpflege AOK für kostenfreie ausbildung Die AOK Nordost hat sich dafür ausgesprochen, dass junge Menschen auch an privaten Altenpflegeschulen kostenfrei ausgebildet werden können. Der Senatsverwaltung zufolge zahlen derzeit die rund Azubis an den etwa 30 Berliner Altenpflegeschulen in freier Trägerschaft im Schnitt 150 Euro Schulgeld monatlich. Laut Landesschulgesetz können staatliche und private Schulen Schulgeld erheben. Laut AOK ist dies jedoch kontraproduktiv: Einerseits würden gerade in Pflegeberufen Arbeitskräfte und auch Azubis dringend gesucht, andererseits schrecke die teilweise Eigenfinanzierung von der Ausbildung ab. In Brandenburg wird kein Schulgeld erhoben. Das Land fördert Schulen, die nach einer Prüfung ihrer Voraussetzungen je Schüler und Monat 330 Euro Schülerkostenersatz erhalten. Ziel ist es, die Ausbildungszahlen in der Pflege zu erhöhen. Gemäß Schulgesetz trägt Mecklenburg-Vorpommern die vollen Kosten für staatliche Schulen. Allerdings handelt es sich dabei nur um vier von 14 Altenpflegeschulen im Land. Private Träger erheben Schulgeld etwa 300 Euro pro Schüler und Monat. Nach den Ferien halfen wieder mehr als 100 AOK-Mitarbeiter beim Packen tausender Bio-Brotboxen für Schulanfänger in Berlin und Brandenburg. Besuchern, die die Halle des Bio-Großhändlers Terra Naturkost in Berlin-Neukölln an diesem Sonntagvormittag betreten, bietet sich ein buntes Bild. An unzähligen Tischen stehen viele fleißige Menschen in roten, blauen, gelben und grünen T-Shirts. Die grünen Shirts werden von den über 100 AOK-Azubis und -Mitarbeitern getragen, die wie in den Vorjahren in ihrer Freizeit tausende Frühstücksboxen für Schulanfänger in Berlin und Brandenburg packen und zu dieser Aktion der Bio-Brotbox-Initiative teilweise sogar ihre Familie mitbringen. Daniela Teichert etwa, die mit ihrem Mann und ihren Söhnen aus Teltow gekommen ist, ist zum fünften Mal dabei. Ich finde das eine tolle Aktion. Gesunde Ernährung ist für Kinder wichtig. Gemeinsam mit Unterstützern zahlreicher anderer Unternehmen haben die Mitarbeiter der AOK am 11. August wieder rund der gelben Brotbüchsen gepackt. Am 12. Fleißige Helferinnen und Helfer: Mitarbeiter der AOK Nordost beim Packen von Bio-Brotdosen für Kinder an Berliner und Brandenburger Schulen. August wurden sie an rund Schulen in Berlin und Brandenburg verteilt. Neben der tatkräftigen Unterstützung fördert die AOK die Aktion auch finanziell. Und wie in den Vorjahren haben die Mitarbeiter noch etwas draufgelegt: Mehr als Spenden-Euro kamen für die Initiative in Berlin und Brandenburg sowie in MV zusammen. Mit der Aktion wollen wir zeigen, wie lecker ein gesundes Frühstück sein kann, und mit welch einfachen Zutaten Eltern ihre Kinder fit für den langen Schultag machen können, sagt die stellvertretende AOK- Vorstandsvorsitzende Gerlinde König, die zusammen mit Vorstandschef Frank Michalak bei der Packaktion dabei war. Tags darauf überzeugte sich König bei der Übergabe der Boxen zusammen mit Berlins Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann in der Karlsgarten-Grundschule in Neukölln davon, dass die Brotbüchsen auch gut ankommen. Ehrenamt Sterben in Begleitung Sterbebegleitung ist ohne freiwilliges Engagement kaum mehr denkbar: Mehr als Berlinerinnen und Berliner engagieren sich aktuellen Zahlen zufolge ehrenamtlich in ambulanten Hospizdiensten und begleiten Sterbende und deren nahestehende Verwandte und Freunde. Insgesamt gibt es 25 ambulante Hospizdienste in Berlin, wovon sich vier ausschließlich um sterbende Kinder kümmern. Die Krankenkassen fördern die Dienste in Berlin in diesem Jahr mit 2,5 Millionen Euro. Die Förderbeträge wurden Ende Juni ausgezahlt Spenderausweise für Berlin Bis Herbst wird die AOK Nordost in Berlin rund Organspendeausweise an Versicherte verteilen und um eine Entscheidung für oder gegen Organspende bitten. Zusammen mit Gesundheitssenator Mario Czaja (Foto: r.) und Handball-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen (l.) hatte AOK-Vorstandschef Frank Michalak die Aktion Ende Mai öffentlich gestartet, bei der in Berlin, Brandenburg und MV rund 1,6 Millionen Versicherte ab 16 Jahren persönlich angeschrieben werden. Angesichts der Diskussion um Transplantationsskandale und zurückgehender Organspendezahlen ist es die Aufgabe aller Akteure, gemeinsam daran zu arbeiten, dass die Menschen das Vertrauen bei diesem wichtigen und zugleich sensiblen Thema wiedergewinnen. Die Informationsanstrengungen der Kassen wie der AOK Nordost sind dabei ein wichtiger Schritt, um die Menschen persönlich auf das Thema anzusprechen, so Czaja. Entscheidungshilfe unter:

5 AOK Forum Ausgabe Berichte aus Berlin 5 Arbeitnehmer fehlten 2,9 Millionen Arbeitstage In Berlin bleibt der Krankenstand mit 5,4 Prozent stabil. Der Anteil psychischer Erkrankungen steigt aber, so der AOK-Gesundheitsbericht. Fest des bundespräsidenten Zu Gast bei Gauck Die AOK Nordost hat erneut das Bürgerfest des Bundespräsidenten Ende August in Berlin unterstützt. Zum zweiten Mal hatte Joachim Gauck interessierte Bürger in den Park von Schloss Bellevue eingeladen, in dem Der Krankenstand in der Dreiländerkasse hat sich unterschiedlich entwickelt. Während er in Berlin wie im Vorjahr bei 5,4 Prozent lag, stieg er in Brandenburg und MV jeweils von 5,4 (2011) auf 5,6 Prozent im Jahr 2012 an. Insgesamt entfielen 2012 auf die bei der AOK Nordost versicherten Arbeitnehmer mehr als acht Millionen Krankheitstage, davon 2,9 Millionen Krankheitstage in Berlin. Wie der neue Gesundheitsbericht der AOK Nordost für 2012 zeigt, sind insbesondere Rückenschmerzen weit verbreitet. Die Gruppe der Muskel-Skelett-Erkrankungen ist weiter die häufigste Krankheitsursache (17,9 Prozent) für die Arbeitsunfähigkeitsfälle. Es folgen Atemwegserkrankungen (17,7) und sonstige Verletzungen/Vergiftungen (9,5). Beim Blick auf die Krankheitstage verändert sich das Bild. Zwar entfielen 2012 die meisten AU-Tage ebenso auf Muskel- und Skeletterkrankungen (21,9 Prozent). Danach folgen sonstige Verletzungen (11,7). Psychische Erkrankungen sind weiter auf dem Vormarsch. Sie verursachten 11,2 Prozent aller Krankheitstage (2011: 10,2 Prozent). Abweichend die Ergebnisse für Berlin: Atemwegs erkrankungen (20,2 Prozent) liegen an der Spitze bei den AU-Fällen, gefolgt von Muskel-Skelett- Erkrankungen (17,6) und Erkrankungen der Verdauungsorgane (8,8). Bei den Krankheitstagen sind die häufigsten Diagnosen: Muskel-Skelett-Erkrankungen (22,3 Prozent); Atemwegserkrankungen und psychische Erkrankungen liegen mit je 12,1 Prozent auf Platz 2. Auffällig ist nordostweit ein Zusammenhang zwischen Krankenstand und Lebensalter: Liegt der Krankenstand bis Entwicklung des Krankenstandes über das Alter AOK-Versicherte in Berlin bis 19 Jahre 20 bis 29 Jahre 30 bis 39 Jahre 40 bis 49 Jahre 50 bis 59 Jahre 60 Jahre und älter Krankenstand in % zum 39. Lebensjahr zwischen 4,1 und 5,1 Prozent, steigt er auf 7,9 Prozent in der Altersgruppe der über 60-Jährigen. Der Gesundheitsbericht unter: Quelle: AOK Nordost 2012 sich zahlreiche Institutionen, Initiativen und Engagierte mit ihren gemeinwohlorientierten Projekten vorstellten. Die AOK Nordost hat sich rund um das Thema Gesundheit präsentiert und auch die Kampagne Sport und Politik verein(t) gegen Rechtsextremismus! unterstützt. Vor Ort konnten Jugendliche bei einer Trickfilm-Aktion einen eigenen Clip gegen Rechts drehen und mit nach Hause nehmen. Weiterer Schwerpunkt der AOK-Präsentation war das Thema Gesunde Ernährung, bei der die Festgäste bei einer Live-Kochaktion mit gesunden Speisen überrascht wurden Motto: Kinder kochen für Kinder. Auch Bundespräsident Gauck legte Hand an (Bild). Für die kleineren Besucher hatte die AOK ihr Präventionstheaterstück Henrietta und die Schatzinsel vor Ort, das Kindern spielerisch auf der Bühne zeigt, wie wichtig Freundschaft für seelische Gesundheit ist. AOK baut Serviceangebot aus Die AOK Nordost baut ihr Serviceangebot in Berlin aus: In der Turmstraße 29 in Moabit hat die Gesundheitskasse Ende Mai ein neues Servicecenter eingerichtet. Bei der feierlichen Eröffnung (Foto) konnten Interessierte ihren Body-Mass-Index und ihren persönlichen Fettwert bestimmen lassen. Drei Kundenberater und ein Empfangsmitarbeiter betreuen in Moabit künftig Versicherte an fünf Tagen in der Woche. Die moderne Anlaufstelle im ehemaligen, umgebauten Hertie-Kaufhaus soll helfen, bestehende, stark frequentierte AOK-Servicecenter in der Nähe zu entlasten. Damit gibt es 21 Geschäftsstellen in Berlin. Die Eröffnung weiterer Standorte wird vorbereitet: Mitte September öffnet ein neues Servicecenter im Stadtteil Prenzlauer Berg (Schönhauser Allee 146/146a). Bis Ende 2013 soll ein dritter, neuer Standort im Bezirk Wedding dazukommen. Die gelebte Nähe zu unseren Kunden über alle Kontaktkanäle ist einer der Wettbewerbsvorteile der AOK Nordost als größter Krankenkasse in der Region, sagt Christian Klose, AOK-Geschäftsführer Markt. Wir ruhen uns aber nicht darauf aus, sondern haben die Nachfrage im Blick und optimieren neben der persönlichen Beratung vor Ort auch unsere telefonische Erreichbarkeit und die Online-Kontaktmöglichkeiten. Mehr Infos zum wohnortnahen Beratungsnetz der AOK Nordost im Internet unter: (Links Kontakt > AOK vor Ort).

6 6 Berichte aus Brandenburg AOK Forum Ausgabe Krankenfahrten sind kein Wachstumsmarkt Mammographie-Screening Eine halbe Million Frauen untersucht Eine halbe Million Frauen in Brandenburg haben sich seit Beginn des Mammographie-Screenings im Januar 2008 untersuchen lassen. Mit dem Programm soll Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren möglichst früh erkannt werden. Mitte August ging die ste Frau zu der Untersuchung, die zum Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenkassen zählt. Insgesamt haben laut Arbeitsgemeinschaft Mammographie- Screening Brandenburg, in der auch die AOK Nordost vertreten ist, jetzt 58,3 Prozent der eingeladenen Brandenburger Frauen am Mammographie- Screening teilgenommen. Damit liege das Land zwar knapp über dem Bundesdurchschnitt von 56 Prozent, so die märkische Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke). Der empfohlene europäische Zielwert liege aber bei 70 Prozent. Weitere Infos: www. screening-brandenburg.de Projekt gegen Rechts Kicken für Toleranz Die AOK Nordost beteiligt sich am landesweiten Projekt Straßenfußball für Toleranz der Brandenburgischen Sportjugend im Landessportbund Brandenburg.Die entsprechende Vereinbarung wurde Mitte August im Zusammenhang mit den Tagen der Demokratie unterzeichnet. Mit dem Fußballprojekt soll das zivilgesellschaftliche Wirken junger Menschen und das Engagement gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gefördert werden. Infos: Entgelte für Krankenfahrten wurden um vier Prozent angehoben. Dennoch kritisieren Verbände die Verträge der AOK laut Ministerium zu Unrecht. Als größte regionale Kasse übernimmt die AOK Nordost jährlich über Krankenfahrten und damit mehr als die Hälfte aller in Brandenburg anfallenden Krankenfahrten mit Taxis oder Mietwagen. Was sich für Verbände womöglich als Wachstumsmarkt darstellt, wird vom Gesetzgeber seit Langem stark eingeschränkt. Wir weisen die verantwortlichen Akteure seit Jahren darauf hin, dass das Marktsegment der Krankenfahrten durch die gesetzlichen Vorgaben begrenzt ist und dass durch die stetige Zunahme der zugelassenen Taxiund Mietwagenfahrzeuge die Einnahmen der Einzelunternehmen aus diesem Segment zwangsläufig sinken, sagt die zuständige AOK-Geschäftsführerin Dr. Anke-Britt Möhr. Nachdem Verhandlungen an der starren Verbandshaltung verbunden mit unrealistischen Forderungen zulasten der Versichertengemeinschaft scheiterten, hat die AOK mit den Einzelunternehmen Verträge geschlossen. Kein Paradigmenwechsel Das Bundeskartellamt hat den IVI-Vertrag und den AOK Curaplan Augen zwischen der Augenärztegenossenschaft Brandenburg und der AOK Nordost geprüft. Beanstandet wurden die Teilnahmevoraussetzungen für Ärzte, nachdem sich ein Berliner Augenarzt beschwert hatte, dass Teilnehmer ihren Sitz in Brandenburg haben müssten. Im Ergebnis der Prüfung haben die Vertragspartner die Warten in der Schlange: Krankenfahrten können jedoch nur ein begrenztes Marktsegment für Taxifahrer sein. Dass die Kassen Kostensteigerungen sehr wohl berücksichtigen, belegt die Erhöhung der Beförderungsentgelte für sitzende Krankenfahrten zum Januar 2013 um rund vier Prozent. Wie den verantwortlichen Akteuren signalisiert wurde, steht die AOK Nordost darüber hinaus für Gespräche auch künftig grundsätzlich bereit. Die starre Haltung in den Verbänden steht einem Dialog momentan aber leider entgegen, so Möhr. Auch öffentliche Ankündigungen, Patienten nicht mehr zu befördern, verunsichere die Versicherten unnötig. Zuletzt hatte das Aufsicht führende Gesundheitsministerium betont, die Vertragspraxis der AOK sei nicht zu beanstanden. Dass einzelne Unternehmen mit der AOK gut zusammenarbeiten, zeigt nicht zuletzt die große Anzahl der Firmen, mit denen einvernehmlich Verträge geschlossen sind nämlich mit 820 Taxi- und Mietwagenunternehmen beziehungsweise 95 Prozent aller Unternehmen in diesem Bereich. Teilnahmemöglichkeiten erweitert. Ab sofort genügt eine Niederlassung, die weiteren Vertragsinhalte bleiben bestehen. Ein Paradigmenwechsel für die Gestaltung ärztlicher Selektivverträge ist durch die Kartellamtsbeschlüsse aber nicht zu erwarten. Indikations- oder populationsbezogene Selektivverträge sind bewusst neben dem Kollektivsystem etabliert worden, um eine Verbesserung der Versorgung zu erzielen. Die Anbieter müssen dabei auch weiter ihre Kooperationen selbst bestimmen können und dürfen nicht durch zu enge Vorgaben behindert werden. Das ist hier auch nicht der Fall, da es sich um eine Entscheidung zu einer speziellen Konstellation eines Berliner Arztes handelt, der nur für wenige Stunden in der Woche in einer Brandenburger Arztpraxis tätig ist.

7 AOK Forum Ausgabe Berichte aus Brandenburg 7 Damit Junge Zähne gesund bleiben Jedes zweite Kind bis sechs Jahre hatte schon Karies. Ein neues Programm will die zahnärztliche Vorsorge besonders für die Jüngsten ergänzen. Junge Zähne benötigen von Anfang an Aufmerksamkeit. Zahnärzte raten, dass mit dem ersten Milchzahn bei Kindern die Mundhygiene beginnen sollte. Aber nur jedes fünfte AOK-versicherte Kind im zweiten Lebensjahr war 2012 in Brandenburg beim Dentisten. Die Folge: Die Hälfte der Kinder bis sechs Jahre hatte schon einmal Karies. Die AOK und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg (KZVLB ) wollen die Zahngesundheit der Jüngsten daher nachhaltig verbessern. Sie haben das kinderzahnärztliche Vorsorgeprogramm Junge Zähne gestartet. Eltern können für ihre Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren ab sofort kostenfrei vier zusätzliche zahnmedizinische Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Damit das Angebot alle Kinder erreicht, werden die Eltern angeschrieben, sobald ihr Kind den ersten Die ärztliche Vergütung für die ambulante Versorgung in Brandenburg wurde jetzt durch einen Schiedsspruch festgelegt. Im Ergebnis werden der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), die die rund Ärzte und Psychotherapeuten im Land vertritt, in diesem Jahr fast 50 Millionen Euro mehr zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen die extrabudgetär zu vergütenden Leistungen, zu denen nun auch die Psychotherapie zählt. Das Schiedsamt orientierte sich dabei an den bundesweiten Immer schön putzen: Am Plüschtier lernt ein kleines Mädchen zusammen mit seiner Mutter spielerisch, wie richtige Zahnpflege geht. Geburtstag feiert. Im Vordergrund steht die zahnmedizinische Prävention. Die Mütter und Väter werden bei jeder Vorsorgeuntersuchung dem Alter ihres Kindes entsprechend zur Mundhygiene und zahnfreundlichen Ernährung beraten. Durch den Einsatz eines Bonusheftes entstehen auch finanzielle Vorteile, falls das Kind später eine kieferorthopädische Beschlüssen des Bewertungsausschusses und berücksichtigte auch regionale Besonderheiten in Brandenburg. Die zur Verfügung stehenden Finanzmittel ermöglichen es der KVBB nun, gezielt umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um dort die Versorgung vor Ort zu gestalten und zu verbessern, wo Patienten Behandlung benötigt. Der frühe Kontakt zum Zahnarzt ist aus medizinischer Sicht sehr zu begrüßen, erklärt der stellvertretende KZVLB- Vorstandsvorsitzende Rainer Linke. Momentan gibt es nur drei gesetzliche Früherkennungsuntersuchungen vom 30. bis zum 72. Lebensmonat im Abstand von je zwölf Monaten. Das AOK-Angebot schließt die Vorsorgelücke. Ärzte erhalten 50 Millionen Euro mehr am meisten profitieren. Dazu zählen in erster Linie die Sicherstellung einer guten ambulanten Versorgung vor allem in ländlichen Regionen, aber auch ein effektives Wartezeitenmanagement. Das Schiedsamt war von der KVBB angerufen worden, nachdem es nach mehreren intensiven Verhandlungsrunden zu keiner Einigung zwischen der KV und den Verbänden der Krankenkassen im Land Brandenburg gekommen war. Die ärztliche Vergütung wird jährlich neu verhandelt. Neues programm Krafttraining soll Stürzen vorbeugen Die Stadt Nauen und die AOK Nordost haben den Vertrag für ein neues Programm zur Sturzprophylaxe bei älteren Menschen besiegelt. Um das Sturzrisiko präventiv zu verringern und Stürze zu vermeiden, bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit der Gesundheitskasse seit September in Senioren- und Sportgruppen ein gezieltes Balance- und Krafttraining an. Diese Trainingsangebote sind für ältere Menschen sehr wichtig, weil gerade nachlassende Kraft und ein schlechtes Gleichgewicht ihre Beweglichkeit einschränken können, so Werner Mall, Leiter Prävention der AOK Nordost. Die Stadt Nauen hat aufgrund des bereits viel zitierten demografischen Wandels eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die unseren älteren Bürgerinnen und Bürgern das tägliche Leben erleichtern und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen sollen, betonte Bürgermeister Detlef Fleischmann. Der Erhalt der Mobilität etwa mithilfe entsprechender Programme zur Sturzprophylaxe stehe dabei im Mittelpunkt. wettbewerb Reporter-Kids geehrt Bundesratspräsident Winfried Kretschmann hat die Gewinner des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder 2013 ausgezeichnet. Der AOK-Sonderpreis ging an die Schülerzeitung der Grund- und Oberschule Schenkenland im brandenburgischen Groß Köris, Reporter-Kids. Die Auszeichnung stand unter dem Motto Aufgetischt oder abgefertigt? Essen in der Schule. Die zwölf Nachwuchs redakteure im Alter zwischen acht und elf Jahren hatten extra eine Sonderausgabe zur Verpflegung an ihrer Schule herausgebracht. Einen Schwerpunkt bildete das Interview mit einer Vertreterin des Schulcaterers. Das Brisante: Das Unternehmen stand unlängst wegen verunreinigter Erdbeeren aus China im Fokus der Medien. Das Schülerblatt aus Brandenburg setzte sich gegen knapp 60 Mitbewerber um den AOK-Sonderpreis durch.

8 8 Berichte aus Mecklenburg-Vorpommern AOK Forum Ausgabe Gezielte Nachsorge am heimischen Computer Pflegestützpunkte Landesweites Netz komplett Die dritte Errichtungswelle von Pflegestützpunkten in Mecklenburg-Vorpommern ist mit Auslaufen der Anschubfinanzierung zur Jahresmitte erfolgreich beendet worden. Zwischenzeitlich profitieren die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen von einem landesweiten Netz von 13 Beratungsstellen und einer zusätzlichen Außenstelle in Rostock. Zuletzt hatte Ende Juli der Pflegestützpunkt in Greifswald eröffnet. Damit verfügen alle sechs Landkreise und die zwei kreisfreien Städte Schwerin und Rostock über dieses gemeinsame, neutrale Beratungsangebot von Kommunen sowie Pflegekassen. Die AOK Nordost hat den Aufbau federführend mit begleitet und stellt einen Großteil der Pflegeberater vor Ort. Infos: Prävention Bio-Brotboxen für Schulanfänger Rund Erstklässler in 56 Grundschulen in Schwerin, Rostock, Neubrandenburg, Greifswald und Stralsund haben am 11. September eine Bio-Brotbox erhalten. An der Aktion, die im zweiten Jahr ihre Neuauflage in Mecklenburg-Vorpommern erlebt hat, beteiligten sich 27 Unternehmen aus dem Land. In die Box kamen unter anderem Rosinen, Kräutertee, Äpfel und eine Broschüre mit Informationen zum gesunden Frühstück für die Eltern und mit Rate- und Malspielen für die Schulkinder. Die AOK Nordost unterstützt dieses Präventionsprojekt in MV ebenso wie in Berlin und Brandenburg (siehe auch Seite 4). Neues Internetportal betreut Eltern nach dem Ende einer Mutter- Vater- Kind-Maßnahme. Kur-Erfolge bleiben so auch im Alltag erhalten. Mit ihrem Portal wollen die REHASAN-Unternehmensgruppe und die AOK Nordost Patienten nach einer stationären Mutter-Vater-Kind-Maßnahme zu Hause weiter betreuen. Das interaktive Nachsorgeportal rehasonanz.de wurde Mitte 2013 gestartet. Ziel ist es, dass die Eltern die in der Kur erworbenen Kenntnisse auch zu Hause im Alltag anwenden. Um diese Nachhaltigkeit zu erreichen, sollen Patientinnen und der behandelnde Arzt zum Ende einer stationären Mutter- Kind-Kur eine einjährige Zielvereinbarung für die Zeit nach dem Aufenthalt in der Ostseeklinik Zingst schließen. Über den Heim-PC bleibt jede Patientin mit ihrem vertrauten Klinikarzt in Verbindung. Gleichzeitig halten die Patientinnen über einen Chat- Zugang Kontakt zu anderen Betroffenen. So entstehen virtuelle Selbsthilfegruppen. Der Erfahrungsaustausch ist Klick fürs Kind: Auf rehasonanz.de werden Eltern nach Ende der Kur betreut. Förderung für die gesunde Schule Mit Unterstützung der AOK Nordost und anderer Partner setzt Mecklenburg-Vorpommern das Landesprogramm für die gute gesunde Schule bis Ende 2014 fort. Zwölf neue Schulen im Land sollen zu den bereits 78 teilnehmenden Einrichtungen hinzukommen. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir die Schülerinnen und Schüler, aber auch unsere Lehrkräfte auf dem Weg zu einem gesunden Lebensstil unterstützen. Ich freue mich, dass alle Partner für eine Fortsetzung des Landesprogramms gewonnen werden konnten, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb (Foto: 3. v. r.) im August bei der Unterzeichnung der Verlängerungsvereinbarung in Schwerin. Auch Gesundheitsministerin Manuela Schwesig (4.v.r.) unterstützt das Programm mit ihrem Ministerium. ein wichtiges Motivationselement. Ich bin überzeugt davon, dass das neue Modell eines Nachsorgeportals den Patientinnen auch über die eigentliche Kur hinaus ein nachhaltiges Plus an Gesundheit bieten wird. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit einem ebenso innovativen Partner diesen neuen Weg in der Versorgung gehen können, so Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost, bei der Vertragsunterzeichnung im Juni in Schwerin. REHASAN-Geschäftsführer Frank Roschewsky ist überzeugt: Der neue Vertrag hilft, die Lebensqualität der Patientinnen durch eine nahtlos aufeinander abgestimmte medizinische Versorgung zu verbessern. Mit unserem Angebot können wir die Reha- Erfolge der Patientinnen dauerhaft sichern. Laut Präventionsbereichsleiter Werner Mall (r.) wird die AOK Nordost das Programm mit dem Projekt Beweg Dich Schule fördern. Zudem soll das Landesprogramm den Schulen ermöglichen, den aktuellen Stand ihrer Gesundheitsvorsorge mit einer Online-Befragung zu evaluieren. Unterstützt werden sie hierbei von den Regionalberaterinnen für Gesundheitsvorsorge und Prävention in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Infos:

9 AOK Forum Ausgabe Berichte aus Mecklenburg-Vorpommern 9 Wenn Post vom Gesundheitsamt kommt Seit fünf Jahren hilft ein Erinnerungssystem dabei, dass Eltern Untersuchungen zur Vorsorge ihrer Kinder immer öfter wahrnehmen. Vorsorgeuntersuchungen für Kinder werden in MV häufiger wahrgenommen. Besonders an den U7-, U8- und U9- Untersuchungen haben in den vergangenen Jahren laut einer Erhebung des Sozialministeriums immer mehr Kinder teilgenommen. So waren es im Jahr 2012 bei der U8 (46. bis 48. Lebensmonat) 93 Prozent aller Kinder (2007: 81,4 Prozent). Insgesamt wurden 2012 von den über Kindern dieser Altersgruppe untersucht. Wie Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) sagte, hat sich vor allem das 2008 eingeführte Erinnerungssystem bewährt. Seitdem ist ein deutlicher Anstieg bei den Untersuchungszahlen festzustellen. In rund Fällen verschickte das Landesamt für Gesundheit und Soziales im Vorjahr eine Erinnerung, rund Eltern nahmen daraufhin die Untersuchung vor. In den anderen Fällen wird das zuständige Gesundheitsamt informiert. Die Gesetzesgrundlage für das Erinnerungssystem soll jetzt entfristet werden. Auch die Zahlen der AOK Nordost bestätigen die Entwicklung: So lag die Teilnehmerquote bei AOK-versicherten Kindern bis zum 14. Lebensjahr (U1 bis U9 sowie J1) 2011 bei 69,2 Prozent und stieg damit im Vergleich zu 2010 um 2,5 Prozent. MV lag dabei mit 73,4 Prozent vor Berlin (71,1 Prozent) und Brandenburg (67,1 Prozent). U1- bis U9-Untersuchungen gehören zum Pflichtangebot der Kassen. Beim AOK- Junior-Programm profitieren Meldung von Vorsorgeuntersuchungen aus der Servicestelle (GKV und PKV) U3 U4 U5 U6 U7 U8 U9 Prozent Quelle: Sozialministerium M-V, Stand Juli 2013 Kinder und Jugendliche zudem von ergänzenden Angeboten wie Zahnreinigung oder Mitgliedszuschüsse für Sportvereine. AOK-Junior schließt Versorgungslücken Die Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder treibt viele Eltern um. Seit 2007 bietet die AOK in ihrem kostenfreien Programm AOK-Junior mit der U10 (7./8. Lebensjahr), U11 (9./10. Lebensjahr) und der J2 für Jugendliche zusätzliche Untersuchungen an, die zeitliche Lücken in den gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen schließen. Der wichtigste Vorteil von AOK-Junior ist ein Mehr an Vorsorge und damit ein Plus an Gesundheit für die Kinder und Jugendlichen. In dem Programm, bei dem die AOK mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte kooperiert und das von Brandenburg auf Berlin und MV ausgeweitet wurde, sind mittlerweile rund Mädchen und Jungen eingeschrieben. Die Gesundheitskasse erweitert die Leistungen von AOK-Junior fortlaufend. Das Gesundheitsprogramm bleibt somit immer auf dem neuesten Stand der Medizin und bietet eine optimale Versorgung. Welle der Hilfsbereitschaft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AOK haben den vom Hochwasser angerichteten Schäden in diesem Frühsommer eine große Welle der Hilfsbereitschaft entgegen gesetzt. Viele freiwillige Helfer der Gesundheitskasse engagierten sich mit den Menschen vor Ort, um die Region vor dem Schlimmsten zu bewahren. Betroffenen Firmen- und Privatkunden wurde unter anderem die Möglichkeit eingeräumt, Beiträge stunden zu lassen. Bei einem Spendenaufruf unter den AOK-Beschäftigten kamen derweil mehr als Euro zusammen. Frank Ahrend (Foto: r.), Geschäftsführer der AOK-Landesdirektion Mecklenburg-Vorpommern, überreichte das Geld an den Landesjugendring (LJR). Dank der Spende konnten Ende Juli zehn junge Fluthelfer der Jugendfeuerwehr Heiddorf an einem Feriencamp für Kinder von Flutopfern und junge Fluthelfer in der Jugendbegegnungsstätte Plöwen teilnehmen. Frank Ahrend machte sich selbst vor Ort ein Bild davon, wie gut die Aktion bei den Fluthelfern angekommen ist. Mit unserer Spende möchten wir uns besonders für das beeindruckende Engagement der jungen Fluthelfer bedanken stellvertretend für alle, die in der Not Hilfe geleistet haben, erklärte Frank Ahrend anlässlich der Spenden übergabe. Schulwettbewerb Zum 13. Mal Für den Schulwettbewerb Wir in MV fit und sicher in die Zukunft suchen die Initiatoren ANTEN- NE MV, AOK Nordost, Landeskriminalamt, Landessportbund und Landesmarketing-Gesellschaft wieder Ideen zur Gesundheitsförderung, zur Verbesserung des sozialen Klimas sowie Kriminalitätsvorbeugung. Der Wettbewerb geht in die 13. Runde. Jährlich beteiligen sich bis zu 120 Schulen. Bewerbungen für die neue Runde sind bis zum 20. Juni 2014 möglich. Die drei aktivsten Schulen werden mit einer Feiern-statt-Pauken-Party belohnt. Infos:

10 10 Im Fokus AOK Forum Ausgabe So gelingt der Hürdenlauf in der Gesundheitspolitik Von A wie ambulanter Versorgung bis hin zu Z wie gerechter Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds reichen die Stolperfallen für die verantwortlichen Gesundheitspolitiker nach der Bundestagswahl. Das AOK-Forum zeigt, wie sich die größten Hindernisse am besten überwinden lassen. Mit dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) hat der Gesetzgeber bereits eine Hürde erfolgreich genommen, um Innovationen zu fördern und die Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung weiter zu verbessern. Gesetzlich Krankenversicherte profitieren häufiger von innovativen Arzneimitteln als privat Versicherte. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt das Pharma-Beratungsunternehmen IMS Health, das die Verordnungsdaten aus dem Jahr 2012 analysiert hat. Denn erwartet hatte IMS Health, dass der Anteil neuer patentgeschützter Präparate am Gesamtumsatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) niedriger sei als in der privaten Krankenversicherung (PKV). Das bestätigen die bisherigen Erfahrungen mit dem AMNOG: In den bis Juni 2013 abgeschlossenen 43 Nutzenbewertungen neuer Wirkstoffe wurde zwei von dreien ein positiver Zusatznutzen für den Patienten attestiert. Auch die bisherigen Preisverhandlungen mit der Pharmaindustrie haben ihr wichtigstes Ziel erreicht: Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen gutes Geld für gute Medikamente und keine Mondpreise mehr für Scheininnovationen. Die Regierung sollte sich das AMNOG deshalb in der neuen Legislaturperiode zum Vorbild auch für andere Bereiche nehmen. Das betrifft etwa Hochrisiko-Medizinprodukte, deren Patientennutzen beim Marktzugang faktisch keine Rolle spielt und auch bei der Vergütung bisher nicht berücksichtigt wird. Klasse statt Masse das ist kurz zusammengefasst die Botschaft für die anstehenden Aufgaben der Politik im stationären Bereich. Mit 62,47 Milliarden Euro hat die GKV in Deutschland 2012 so viel Geld ihrer Beitragszahler wie noch nie für den Krankenhaus-Bereich zur Verfügung gestellt. Das sind gut sechs Milliarden Euro mehr als noch Trotzdem klagen viele Krankenhausträger darüber, dass ihren Häusern das Geld für notwendige Investitionen und für mehr Personal fehlt. Und auf der anderen Seite beschweren sich immer mehr Patienten über überflüssige Operationen. Seit mehreren Jahren entwickelt sich ein System von Fehlanreizen: Die Krankenhäuser zweckentfremden ihre Einnahmen aus der GKV für die Betriebskosten und um Investitionen zu finanzieren, aus denen sich die Länder zunehmend zurückziehen. Die Kliniken setzen deshalb darauf, die Zahl der Behandlungen zu erhöhen und die Personalkosten, insbesondere im Pflegebereich, zu senken. Betroffen sind die Patienten, die sich nicht mehr sicher sein können, dass jede Operation auch medizinisch begründet ist. Die Qualität muss wieder in den Vordergrund rücken. Die Landeskrankenhausplanung muss vor allem hochkomplizierte Eingriffe an spezialisierten Kliniken konzentrieren; Behandlungsergebnisse müssen transparent und vergleichbar gemacht werden. Und schließlich muss das Klinikmanagement dafür die richtigen Anreize bekommen, indem Krankenkassen für planbare Behandlungen etwa qualitätsbasierte Einzelverträge abschließen. Gute Pflege geht alle an: Im Jahr 2020 wird es etwa Pflegebedürftige mehr als heute geben insgesamt rund 2,81 Millionen. Die absehbare Entwicklung verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Qualität der Pflege und die Transparenz darüber weiterzuentwickeln. Die jetzigen Schwachstellen erschweren es Betroffenen und Angehörigen zu erkennen, wer und wo gut pflegt und betreut. Ebenso wichtig ist, die Pflegeberufe attraktiver zu machen und deren Ausbildung zu erneuern. Dabei spielt die Pflege nicht allein als Kostenfaktor eine Rolle, sondern auch als Arbeitsplatz: Die Zahl der Beschäftigten in der Pflege hat sich seit dem Jahr 2003 um über ein Drittel auf zuletzt über Beschäftigte erhöht. Die Stärkung der Pflege ist zugleich eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. In einer alternden Gesellschaft sind Länder und Kommunen in der Pflicht, die Infrastruktur entsprechend auszurichten. Der Grundsatz ambulant vor stationär ist vor Ort mit Leben zu füllen. Eine wesentliche Aufgabe für die Politik wird es darüber hinaus sein, Pflegebedürftigen die Angst vor finanzieller Überforderung zu nehmen und dafür tragfähige, akzeptierte Lösungen zu bieten. Eine nachhaltige und solidarische Finanzierung der Pflegeversicherung und somit die finanzielle Vorsorge für das Pflegerisiko haben in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert.

11 AOK Forum Ausgabe Im Fokus 11 Die Grundvoraussetzungen in der ambulanten ärztlichen Versorgung sind gut: Nie zuvor gab es so viele junge Menschen, die Ärztin oder Arzt werden möchten. Der Medizinische Fakultätentag rechnet mit erfolgreichen Studienabschlüssen in den nächsten zehn Jahren. Zugleich gibt es rund Mediziner mehr in der ambulanten Versorgung als Aktuell sind es gut Ärzte. Trotzdem ist vielerorts von Ärztemangel die Rede. Wie passt das zusammen? Wesentliche Ursache dafür, dass in einigen Regionen und Fach disziplinen Ärzte fehlen und anderswo getrost von einer Überversorgung geredet werden kann, ist die Honorierung. Das Geld fließt nicht dorthin, wo der Bedarf der Patienten ist, sondern wo der Bedarf der Ärzte ist. Ziel ist eine leistungsbezogene Vergütung, die sich am Versorgungsbedarf der Patienten orientiert. Zudem muss es mehr Möglichkeiten für regionsund indikationsspezifische Versorgungsverträge für chronisch Kranke geben, wie sie beispielsweise die AOK Nordost mit dem Rheumastrukturvertrag und Mein AOK-Gesundheitsnetz Seelische Gesundheit Erfolg versprechend initiiert hat. Zugleich müssen Ärzte stärker entlastet werden. Besonders fortgebildete medizinische Mitarbeiter, wie die Fallmanagerin agnes zwei in Brandenburg oder Schwester VERAH in Mecklenburg- Vorpommern, können helfen. Last but not least hat die Politik mit der Finanzierung eine wichtige Hürde in der neuen Legislatur zu nehmen. Zwar wird der GKV derzeit eine ungewöhnlich hohe finanzielle Stabilität attestiert. Durchaus zu Recht, denn die GKV verzeichnet so große Reserven wie noch nie. Doch es ist eine trügerische, weil geliehene Stabilität. Seit vielen Jahren unverändert steigen die Ausgaben in der GKV erheblich stärker als die beitragsfinanzierten Einnahmen. So entsteht jährlich eine Lücke von mehreren Milliarden Euro. Die ist nicht aufgefallen, weil die Politik die Lücke immer wieder geschlossen hat: durch weniger Leistungen, höhere Beitragssätze oder Steuerzuschüsse. In den Krisenjahren hat die Bundesregierung den Steuerzuschuss erhöht, um die Defizite zu schließen. Die Krankenkassen und der Gesundheitsfonds verfügen Mitte 2013 über eine Finanzreserve von etwa 27 Milliarden Euro das sind die Ausgaben der Kassen für nicht einmal zwei Monate. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Im Bundeshaushalt 2013 ist der Bundeszuschuss von 14 Milliarden auf 11,5 Milliarden Euro gekürzt worden, für den Etat 2014 sind nur noch 10,5 Milliarden eingeplant. Begründet wird dies mit den Finanzreserven. Die Ausgaben aber steigen weiter schneller als die Einnahmen, wie das Finanzergebnis für das erste Quartal 2013 zeigt. Zu diesen finanziellen Unwägbarkeiten kommt eine Benachteiligung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich. Dieser Berechnungsfehler, der im Ergebnis dazu führt, dass Kassen mit jungen und gesunden Versicherten von überdurchschnittlich hohen Zuweisungen profitieren, während Versorgerkassen wie die AOK Nordost für ihre älteren und kränkeren Versicherten systematisch zu wenig Geld erhalten, muss endlich korrigiert werden. Weitere Informationen: Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der Unions- Fraktion. Mit der Weiterentwicklung des Gesundheitsfonds und der neuen Beitragsautonomie der Krankenkassen (Zusatzbeiträge/ Prämienrückerstattung) setzen wir den erfolgreichen Weg, die Kostensteigerungen der Zukunft in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht ausschließlich zulasten der abhängig Beschäftigten und Rentner zu finanzieren, kontinuierlich fort. Heinz Lanfermann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Durch Milliardenüberschüsse steht das Gesundheitssystem auf finanziell stabilen Füßen. Eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitswesens in einer überalterten Bevölkerung kann nur durch die Abkoppelung der Beiträge von den Arbeitskosten gelingen. Deswegen setzen wir auf eine stärkere Beitragserhebung über einkommensunabhängige Prämienanteile bei gleichzeitigem Sozialausgleich als Schutz vor Überforderung. Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Wir wollen mit der Bürgerversicherung die Solidarität stärken. Positionen Finanzierungsbasis der GKV wie künftig gestalten? Diese Frage stellte die AOK den Sprechern der fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen. Mehr Fragen und Antworten zur Gesundheitspolitik gibt es im Internet unter: Arbeitgeber sollen wieder den gleichen Beitrag leisten wie Versicherte. Wir werden mehr Nachhaltigkeit durch die Einführung einer stetig ansteigenden Steuerfinanzierung erreichen. Wir werden den Zusatzbeitrag abschaffen und den Krankenkassen die Beitragssatzautonomie zurückgeben. Biggi Bender, gesundheitspolitische Sprecherin Bündnis 90/ Die Grünen Durch eine Bürgerversicherung, die alle Bürgerinnen und Bürger mit allen ihren Einkommen in den Solidarausgleich einbezieht. Auch Abgeordnete, Beamte, Gutverdienende und Selbstständige. Martina Bunge, gesundheitspolitische Sprecherin Die Linke Mit der solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung kann der Beitragssatz um ein Drittel auf 10,5 Prozent gesenkt werden. Zuzahlungen und Zusatzbeiträge werden abgeschafft. Alles medizinisch Notwendige wird übernommen. Alle entrichten den gleichen Prozentsatz ihres gesamten Einkommens. Die PKV wird auf Zusatzversicherungen beschränkt. Die Beitragsbemessungsgrenze, die die höchsten Einkommen entlastet, wird abgeschafft. Quelle: Positionen zur Gesundheitspolitik 2013 ; in: Gesundheit und Gesellschaft (G+G), Ausgabe 7-8/2013.

12 12 Kommentar AOK Forum Ausgabe Gerecht ist das nicht Wird der Berechnungsfehler im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich nicht behoben, dann fördert die Politik genau das, was sie so vollmundig beklagt eine Risikoselektion bei den Mitgliedern, meint Ingo Bach vom Tagesspiegel aus Berlin. Stellen Sie sich vor: Ihr Gehalt wurde wegen eines Berechnungsfehlers Monat für Monat um sagen wir 70 Euro gekürzt. Sie klagen. Das Gericht gibt Ihnen Recht. Doch der fehlerhaft abrechnende Gehaltsdienstleister zahlt trotzdem nicht das Ihnen zustehende Geld. Er verweist darauf, dass sein gesamtes Abrechnungssystem noch mehr Macken habe und komplett überarbeitet werden müsse. Vor einem solchen großen Wurf sei die Korrektur eines einzelnen Fehlers nicht sinnvoll. Eine solche Erfahrung machen gerade die AOK Nordost und weitere Kassen, die klagen, dass sie wegen eines Berechnungsfehlers in der Geldverteilung weniger aus dem Topf des Gesundheitsfonds erhielten, als ihnen zustehe. Es ist eine Binsenweisheit: Wer recht hat, muss noch lange nicht Recht bekommen. Eine Binse, die man fortsetzen kann: Selbst wer Recht bekommt, muss noch lange nicht das ihm Zustehende kriegen. Am 4. Juli 2013 erstritt die AOK Nordost ein Urteil vor dem Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen. In einem Musterprozess gaben die Richter der Kasse Recht, die gegen einen Berechnungsfehler im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) geklagt hatte. Dieses Wortungetüm meint die Ausgleichszahlungen an Nicht einmal das Bundesversicherungsamt bestreitet den Berechnungsfehler. Krankenkassen, die besonders viele alte und schwerkranke Patienten versorgen. Für diese Zuteilung von Geld aus dem Gesundheitsfonds ist das Bundesversicherungsamt (BVA) zuständig. Zumindest für das Jahr 2013 muss laut Urteil das Bundesversicherungsamt die Verteilung der Gelder neu berechnen. Dass es diesen Berechnungsfehler gibt, bestreitet nicht einmal das BVA. Es argumentiert ebenso wie das Bundesgesundheitsministerium, dass die Berechnung des Morbi-RSA grundlegend überarbeitet werden müsse. Deshalb wolle man den jetzt inkriminierten Einzelpunkt nicht separat ändern, sondern eine Gesamtreform abwarten. Und es ist auch keineswegs sicher, dass der Berechnungsfehler wenigstens für 2013 tatsächlich korrigiert wird. Das BVA verweist darauf, das Urteil sei noch nicht rechtskräftig. Man wolle erst den Eingang der schriftlichen Urteilsbegründung abwarten, bevor das Amt entscheidet, ob es Revision einlegen werde. Es ist schon erstaunlich: Da wird auf der einen Seite beklagt, es gäbe Kassen, die alte und kranke Mitglieder wegekeln. Aber wenn ein simpel zu korrigierender Berechnungsfehler die Kassen, die mehr alte und kranke Mitglieder haben, Millionen kostet, dann wird abgewartet. Dabei ist auch das eine Binsenwahrheit: Wird der Berechnungsfehler nicht behoben, dann fördert die Politik genau das, was sie so vollmundig beklagt: eine Risikoselektion bei den Mitgliedern. Sicher, angesichts der milliardenschweren Rücklagen in den Sozialversicherungen ist der öffentliche Druck, den die klagenden Kassen entfalten könnten, eher minimal. Ihr habt s doch! Doch erstens sind die Rücklagen höchst unterschiedlich verteilt, und zweitens darf Recht nicht vom Geldbeutel abhängen. Und im Wettbewerb zwischen den Kassen, der durch den Einheitsbeitrag nicht mehr über die Mitgliedsbeiträge, sondern über andere Leistungen ausgetragen wird, haben die Versicherungen, die es sich leisten können, Geldgeschenke an ihre Mitglieder auszuloben, einen Vorteil. Gerecht ist das nicht. Und Recht sollte es auch nicht sein. Ingo Bach ist Redakteur beim Tagesspiegel. Pressestimmen Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat im Jahr 2009 bei 59 der derzeit 134 Krankenkassen Auffälligkeiten entdeckt und die Kassen um Erklärung gebeten. Die Berliner Zeitung merkt dazu an: Die Schlussfolgerung aus der hohen Zahl von Auffälligkeiten, die Krankenkassen würden massenhaft manipulieren, ist jedoch unzulässig. Laut Versicherungsamt, so das Blatt weiter, bestehe kein konkreter Manipulationsverdacht. Die Märkische Allgemeine kommentiert den Streit zwischen der Branche der Taxifahrer in Brandenburg und der AOK um Krankenfahrten: Im ländlichen Raum ist die Situation prekär für Taxifahrer, Patienten und Krankenkassen gleichermaßen. Klar sei aber auch, so die Zeitung: Ein Taxibetrieb, der allein auf Krankenfahrten im ländlichen Raum setzt, kann auf Dauer nicht existieren. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat die Öffnung der privaten Krankenversicherung (PKV) für alle Versicherten gefordert. Die Schweriner Volkszeitung hält den Vorstoß für eine gewagte Vision mit Nebenwirkungen. Eine simple Öffnung der Privaten für alle Versicherten würde zur Abwanderung von Gutverdienern, Jungen und Gesunden führen, die mit zumindest anfangs niedrigen Beiträgen bei den Privaten rechnen können. Die Einnahmebasis der gesetzlichen Krankenversicherung würde zerstört, die Beiträge müssten in schwindelerregende Höhen steigen.

13 AOK Forum Ausgabe Vor Ort 13 Aufgeben? Niemals! Wie eine Berlinerin ihren Mann pflegt Werden Menschen pflegebedürftig, sind sie meist jahrelang auf Hilfe angewiesen. Viele Angehörige leisten diese wie selbstverständlich und oft bis an die Grenze der Belast barkeit. Der Berliner Pflegebär würdigt dieses Engagement etwa das von Monika Petereit. Nein, Selbstmitleid oder Aufgeben sind Fremdwörter für Monika Petereit: Die 67-Jährige kümmert sich um ihren pflegebedürftigen Ehemann Klaus. Vor gut 30 Jahren erkrankte der heute 73-Jährige an Parkinson, mittlerweile hat er Pflegestufe 3: In den vergangenen Jahren hat sich sein Krankheitszustand schleichend verschlimmert. Angehörige dürfen nicht allein gelassen werden Klaus Petereit ist auf Hilfe angewiesen, zumal er wegen seiner Erkrankung auch unter schizophrenen Schüben leidet. Die notwendige tagtägliche Unterstützung leistet in erster Linie seine Frau, eine resolute, aber herzliche ehemalige Grundschullehrerin: Aufgeben? Niemals mein Mann braucht mich, erzählt sie. Im vergangenen Jahr wurde sie als Vorbild für viele mit dem Berliner Pflegebären geehrt, der während der Woche der pflegenden Angehörigen verliehen wurde. Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat diese mit Unterstützung der AOK Nordost und anderen organisiert, sie wird gegen Ende September das zweite Mal stattfinden. Monika Petereit kümmert sich um Ehemann Klaus, der an Parkinson leidet. Anerkennung für Helferinnen und Helfer Mehr als Menschen in Berlin kümmern sich als Angehörige, Freunde oder als Nachbarn um pflegebedürftige Mitmenschen. Doch pflegende Angehörige genießen selten für ihre Aufgabe öffentliche Anerkennung. Das will die Woche der pflegenden Angehörigen, an der sich die AOK Nordost beteiligt, ändern. Deshalb findet diese nach 2012 in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal (vom 23. bis zum 29. September ) statt. Im Zentrum steht die Verleihung der Auszeichnung Berliner Pflegebär im Rathaus Schöneberg. Noch Ende der 1990er Jahre konnte das Ehepaar gemeinsam in Urlaub fahren: Wir waren mit dem Kreuzfahrtschiff in Norwegen und haben auch eine Donaufahrt unternommen, erinnert sich Monika Petereit. Heute kann sie mit ihrem Mann, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, kleinere Ausflüge in der näheren Umgebung machen. Zweimal die Woche ist er in einer Tagespflege, regelmäßig kommt eine Hausärztin, alle drei Monate fährt sie mit ihm in eine Berliner Klinik: Ich muss mir natürlich Gedanken machen, auch ich werde ja älter, sagt die gebürtige Rüganerin. So informiert sie sich über verschiedene Angebote von Pflegeeinrichtungen, etwa mithilfe des AOK-Pflegenavigators: Ich möchte meinen Mann solange es irgendwie geht bei mir behalten, aber eines Tages muss er dann vielleicht doch in ein Pflegeheim, sagt Monika Petereit leise in der schmucken, behindertengerechten Wohnung in Marzahn. Einsam fühlt sie sich nicht, denn sie ist Mitglied in einer Selbsthilfegruppe und hat Kontakt zu ihren ehemaligen Schulkollegen sowie zu Freunden aus ihrer norddeutschen Heimat. Und da sind auch noch ihre Kinder: Ein Sohn er ist immer da, wenn ich ihn brauche. Und eine Tochter, die seit ihrem 30. Lebensjahr im Rollstuhl sitzt. Im Rahmen des Machbaren pflegt sie auch ihre Hobbies: Hört sich jetzt omahaft an, aber ich stricke zurzeit Socken, erzählt sie schmunzelnd. Ganz nebenbei hat sie sich aber auch zu einer Computerexpertin entwickelt. Einen Lebenstraum wird sie sich noch erfüllen: Mit meiner Tochter geht es nach New York. In dieser Zeit wird Klaus Petereit von einer Pflegerin in der Verhinderungspflege betreut. Über ihre Auszeichnung im vergangenen Jahr hat sie sich gefreut. Gleichzeitig betont sie: Die Politik müsste viel mehr im Pflegebereich tun. Es gibt doch immer Menschen, die auf Pflege angewiesen sind und die Angehörigen dürfen nicht allein gelassen werden. Weitere Informationen:

14 14 Live AOK Forum Ausgabe Forum WilhelmstraSSe Diagnose: Reformbedarf Welche Therapievorschläge hat die Wissenschaft für die gesetzliche (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV)? Darüber diskutierten Professor Rolf Rosenbrock (Foto oben), Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes und Professor Klaus-Dirk Henke (Foto unten), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen auf dem vierten AOK-Forum live in der Berliner Wilhelmstraße ganz und gar nicht trocken. In ihren Vorträgen gaben die Experten hierzu interessante und gegensätzliche Einblicke über mögliche Reformen in der GKV. So forderte Rosenbrock die Stärkung der GKV sowie die Überwindung zweier Versicherungssysteme, während Henke für die Beibehaltung der PKV als Vollversicherungssystem und für einen direkten Wettbewerb der Systeme eintrat. Erst dieser würde zeigen, welches der beiden Systeme effektiver sei. So unterschiedlich die Therapievorschläge etwa zur Ordnungspolitik, zur Prävention oder zum GKV-Leistungskatalog auch waren, Re- Gute ärztliche Versorgung in Stadt und Land Mediziner sind in manchen ländlichen Regionen Brandenburgs schon jetzt Mangelware. Den Nachwuchs zieht es nicht hierher. Ein Demografie- Kongress in Berlin suchte nach Lösungen. Rezepte gegen den Landarztmangel (v.l.n.r.): AOK-Vorstandschef Frank Michalak, Lutz O. Freiberg (IGiB), Harm van Maanen (SpringerMedizin) und Brandenburgs Gesundheits-Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt. In ländlichen Regionen Brandenburgs fehlen Doktores. 20 Prozent der Hausärzte in der Mark sind zudem über 65 Jahre alt, bei den Fachärzten sind es 17 Prozent. Über diese Fakten sprach Lutz O. Freiberg, Geschäftsführer der IGiB (Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg) auf dem Demografiekongress 2013 in Berlin. Freiberg stellte Lösungen vor, die eine Versorgung dennoch sichern. Entwickelt wurden sie von den IGiB-Partnern AOK Nordost, Kassenärztliche Vereinigung (KV) Brandenburg und Barmer GEK. Freiberg berichtete über den KV-Regio Med-Patientenbus, die Bereitschaftsdienstpraxis am Krankenhaus und arztentlastende Strukturen wie das Modell agnes zwei. Alle Projekte sind umgesetzt. Harm van Maanen, Executive Vice President des Verlages SpringerMedizin, rief dazu auf, die Probleme richtig zu definieren. Gemeinsame Kampagnen, unter Einbeziehung der Akteure vor Ort, seien nötig. Man löst die Probleme nicht, wenn alles nur aus Sicht der Gesundheitsversorgung betrachtet wird, sagte er mit Blick auf die Suche der zu SpringerMedizin gehörenden Ärzte Zeitung und des AOK-Bundesverbandes nach einem Hausarzt für Woldegk in Mecklenburg-Vorpommern. Zuspruch kam von Almuth Hartwig-Tiedt, Staatssekretärin im Brandenburger Gesundheitsministerium. Maanens Vorschlag sei interessant. Schließlich gebe es in Brandenburg Gebiete, die gute Bedingungen aufwiesen, dennoch fehlten junge Ärzte dort. Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost, sieht derweil die gesamte Versorgungskette in ländlichen Gebieten im Umbruch. Auch Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen werden stärker ambulante ärztliche Leistungen übernehmen und Lücken schließen müssen. Die Praxis mit dem gewissen Extra formbedarf wurde deutlich: ein besseres Management von Patienten mit chronischen Erkrankungen, die Stärkung der Mündigkeit der Versicherten, mehr Prävention und ein vollständiger Risikostrukturausgleich als Prämisse für mehr Investitionen in der Qualitätsentwicklung. Weitere Informationen: EVA, VERAH, Moni, AGnES sind Namen für in Deutschland erprobte Modelle arztentlastender Strukturen. Auf einer Fachkonferenz am 22. Oktober wird diskutiert, wie sich die Modelle gemeinsam weiterentwickeln lassen. Die Arbeitsgemeinschaft Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg (IGiB) aus AOK Nordost, Barmer GEK und KVBB hat Experten eingeladen, die die verschiedenen Ansätze vorstellen. Ein Schwerpunkt ist die Frage, mit welchen technischen Möglichkeiten die Arbeit der Fachkräfte effizienter organisiert werden kann. Im Rahmen der IGiB wurde bereits das Modell AGnES zur agnes zwei -Fallmanagerin weiterentwickelt. Mit der TU Berlin hat die AOK Nordost für agnes zwei auch eine Software für eine elektronische Patientenakte entwickelt, die als App auf mobilen Tablet-PCs nutzbar ist. 1. IGiB-Konferenz zum Einsatz arztentlastender Fachkräfte am 22. Oktober 2013, Uhr, Maritim proarte Hotel Berlin; Anmeldungen zur Konferenz unter

15 AOK Forum Ausgabe Live 15 Piraten für Volksentscheid zur Gesundheitspolitik Bei den AOK-Foren live in Schwerin und Potsdam diskutierten Fachpolitiker aus Land- und Bundestag über ihre Vorstellungen zur künftigen Finanzierung der Krankenversicherung. Bei den Schweriner Gesprächen am 15. August hat die mecklenburg-vorpommersche Gesundheitsministerin und Vize-Bundesvorsitzende der SPD, Manuela Schwesig, vor rund 130 Gästen im Carathotel für das Modell der Bürgerversicherung geworben. Die Zweiklassenmedizin gehört abgeschafft und ist nicht mehr zeitgemäß. Die Finanzierung der Krankenversicherung müsse auf breitere Füße gestellt werden, indem auch Kapitaleinkünfte einbezogen würden. Der Schweriner Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt (CDU) widersprach: Eine Abschaffung der PKV sei verfassungsrechtlich nicht möglich. Auch der FDP- Bundestagsabgeordnete Lars Lindemann plädierte für die Beibehaltung von GKV und PKV. Planungssicherheit in der GKV sei notwendig, der Die Finanzierung der GKV gehört auf breitere Füße gestellt. Steuerzuschuss für versicherungsfremde Leistungen müsse inhaltlich klarer definiert werden. Dr. Martina Bunge, Bundestagsabgeordnete der Linken, forderte im Rahmen einer Bürgerversicherung die Beitragsbemessungsgrenze abzuschaffen. Am Beispiel der Kürzung des Bundeszuschusses werde sichtbar, wie fragil das GKV-System sei. In Schwerin (v.l.n.r.): Dietrich Monstadt, Dr. Martina Bunge, Dr. Harald Terpe, Manuela Schwesig, Lars Lindemann und Simon Kowalewski. In Potsdam (v.l.n.r.): Thomas Isenberg, Birgit Wöllert, Lars Lindemann, Prof. Michael Schierack, AOK-Chef Frank Michalak, Dr. Harald Terpe und Simon Kowalewski. Der grüne Bundestagsabgeordnete Dr. Harald Terpe sprach sich für mehr Solidarität bei der Finanzierung aus. So sehen die Grünen in der Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze die Möglichkeit, dass sich das Gesundheitssystem eigenfinanzieren kann. Versicherungsfremde Leistungen hingegen sollten künftig auf anderen Wegen finanziert werden, so Terpe. Simon Kowalewski, gesundheitspolitischer Sprecher der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus, überraschte mit seiner Forderung nach einem Volksentscheid zur Finanzierungsfrage. Jeder Eingriff ins Krankenversicherungssystem sei ein Eingriff in die Freiheit der Menschen. Darüber müssten die Bürger abstimmen. Bereits bei den Gesprächen am Nauener Tor in Potsdam am 12. August hatten Kowalewski, Terpe und Lindemann ihre Ansichten vertreten. Vor rund 100 Zuhörern im NH-Hotel Voltaire trafen sie auch auf den brandenburgischen CDU-Landesvorsitzenden Professor Michael Schierack, der den SPD-Plänen eine Absage erteilte. Den Weg in die Bürgerversicherung wird es mit der Union nicht geben. Thomas Isenberg, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, betonte: Wir werden die Bürgerversicherung einführen. Die gefühlte Ungleichheit muss beseitigt werden. Birgit Wöllert, gesundheits- und sozialpolitische Sprecherin der Linken im brandenburgischen Landtag, warf neben Finanzierungsfragen auch einen Blick auf die Neuordnung der Pflegeversicherung. Sie forderte eine Abkehr von der Minutenpflege und dem sogenannten Pflege-Bahr. 4. Health Circle Potsdam Kostenexplosion ist ein Märchen Die stets behauptete Kostenexplosion im Gesundheitswesen gehört nach Einschätzung des bekannten Gesundheitsexperten und Buchautors Hartmut Reiners ins Reich der Märchen. Laut Reiners genügt ein Blick auf Statistiken, um festzustellen, dass von explodierenden Gesundheitskosten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) keine Rede sein kann. Die GKV habe seit den 1980er Jahren einen konstanten Anteil am Bruttoinlandsprodukt. Untermauern will Reiners die These auf dem vierten Health Circle der Initiative Gesundheitswirtschaft Brandenburg Mitte September in Potsdam. Weiteres Thema der Veranstaltung ist die Frage, wie ein funktionierendes Gesundheitssystem im Flächenland Brandenburg sichergestellt werden kann. Infos: Termine 15. Oktober 2013: Selbsthilfekongress 2013 unter dem Motto Gesundheitsselbsthilfe als Stärkung der Bürgerorientierung. Veranstalter ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.v. www. bag-selbsthilfe.de 23. Oktober 2013: Clusterkonferenz Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg: Mit dem Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg HealthCapital hat die Hauptstadtregion sich national und international als führende Gesundheitsregion positionieren können. www. healthcapital.de 11. November 2013: Unter dem Motto Köstlich, gesund und preiswert Quadratur des Kreises? findet der 4. Aktionstag Kita- und Schulverpflegung in Rostock im Rahmen der GastRo statt. www. messe-und-stadthalle.de

16 16 Selbstverwaltung im Dialog AOK Forum Ausgabe Neues Beratungsangebot Hilfe bei der Kliniksuche Bei der Suche nach dem geeigneten Krankenhaus sind Patienten oft überfordert. Ein neues Beratungsangebot der AOK Nordost will mehr Transparenz und höhere Patientensicherheit schaffen. Speziell geschulte Mitarbeiter beraten in den AOK- Servicecentern oder telefonisch über qualitativ gute Kliniken sowie über mögliche ambulante Operationen bzw. Therapien. Der behandelnde Arzt wird auf Wunsch eingebunden. Die AOK greift dabei auf das Verfahren der QSR-Daten (Qualitätssicherung mit Routinedaten) zurück. Diese liegen für die Indikationen Knie- und Hüftendoprothesen, Gallenblasenentfernung und therapeutische Herzkatheter vor. Sie ermöglichen eine Bewertung der OP-Ergebnisse. Weiteres Qualitätsmerkmal sind Erfahrungen von anderen Patienten, die bereits im jeweiligen Krankenhaus waren. Die AOK Nordost befragt seit 2011 ihre Versicherten zu ihrem Klinikaufenthalt. Dabei wird etwa nach der Beziehung zu Ärzten und Pflegekräften gefragt, genauso wie nach dem Informationsverhalten sowie der Organisation und dem Service. Fehlende Investitionen erhöhen Druck auf Kliniken Krankenhaus-Wettbewerb muss auf Qualitätsergebnisse statt auf Fallzahlen zielen, fordert AOK-Verwaltungsratsvorsitzender Alexander Schirp. Wer in Deutschland eine künstliche Hüfte benötigt, hat die große Auswahl. Von den rund Krankenhäusern bieten knapp einen solchen Eingriff an aber nicht alle in guter Qualität. Von den rund Operationen an Hüfte und Knie im Jahr 2011 ist etwa jeder siebte Eingriff auf Komplikationen bei der vorherigen Operation zurückzuführen. Bei manchen Krankenhäusern liegt diese sogenannte Revisionsrate laut WIdO-Daten sogar um 50 Prozent höher als bei Krankenhäusern mit überdurchschnittlich guter Qualität. Für Kliniken rechnen sich solche planbaren Operationen finanziell besonders, sodass sie versuchen, ihre Kapazitäten für diese Indikationen auszubauen. Nicht ohne Grund ist Deutschland OP-Weltmeister. Unterstützt wird diese Entwicklung indirekt von den Ländern, die ihrer Aufgabe für die investive Ausstattung der Kliniken kaum Alexander Schirp, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender AOK Nordost. mehr nachkommen, sodass die Häuser praktisch gezwungen sind, durch mehr Eingriffe das notwendige Geld für Investitionen zu verdienen. Durch diesen Mechanismus, bei dem die Erlössituation der Kliniken im Vordergrund steht, wird die Qualität der medizinischen Versorgung immer öfter zur Nebensache. Krankenkassen müssen jede OP bezahlen. Kliniken mit niedrigerer Qualität haben wenig zu befürchten. Gerade in den Flächenländern Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern sind Kliniken als Anker der medizinischen Versorgung besonders wichtig. Allerdings darf es nicht sein, dass aus wirtschaftlichen Gründen selbst kleine Grundversorger hochspezialisierte Leistungen erbringen, die sonst nur an Universitätskliniken zu finden sind. Hier liegt es in der Verantwortung der Länder, diese Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken und hochspezialisierte Fälle, wie Herzklappenoperationen an bestimmten Standorten zu konzentrieren. Patienten, die einen komplizierten Eingriff planen, sind auch bereit, einen längeren Weg auf sich zu nehmen, wenn die Klinik für überdurchschnittliche Qualität steht. In der Landeskrankenhausplanung muss sich der Qualitätsansatz deutlich stärker widerspiegeln. Solange sich der Wettbewerb unter den Kliniken nur um Fallzahlen dreht, ist der Weg in eine qualitätsgesicherte stationäre Versorgungslandschaft noch nicht eingeschlagen. Interview Hilfreiches Instrument bei der Patienten-Beratung Dr. Werner Wyrwich, Vorstandsmitglied der Ärztekammer Berlin, setzt auf Qualitätssicherung. Sie engagieren sich im Vorstand der Berliner Ärztekammer seit Langem für Qualität im Gesundheitswesen. Wie bewerten Sie den AOK-Beratungsansatz? Die AOK Nordost hat mit dem vorgestellten Verfahren als erste Krankenkasse eine seit mehreren Jahren bestehende Forderung der Ärztekammer Berlin umgesetzt, die Ergebnisqualität der Behandlung von Patienten auf der Basis von Routinedaten darzustellen. Dies ist auch deswegen sehr zu begrüßen, weil es eine Nachfolgebetrachtung von bis zu zwölf Monaten nach dem Eingriff mit aussagefähigen Qualitätsdaten ermöglicht. Trotz zahlreicher Informationen im Internet braucht es weiterhin Beratung, oder? Dieser Ansatz hat meiner Einschätzung nach das Potenzial, zu einem hilfreichen Instrument bei der Beratung von Patienten zu werden. Denn er berücksichtigt neben den medizinischen Fakten auch die Erfahrungswerte der Patienten. Damit trägt der Ansatz dazu bei, das für den Patienten mit seinem individuellen gesundheitlichen Problem richtige Krankenhaus beziehungsweise das richtige ambulante medizinische Angebot zu finden. Haben Sie keine Bedenken, dass Kassen nur aus finanziellen Erwägungen beraten? Als Zahler im System müssen Krankenkassen auch immer die finanziellen Auswirkungen im Blick haben. Mit dem angewandten QSR-Verfahren unterstützt die AOK aber vor allem die Qualitätsdiskussion, die wir dringend brauchen.

17 AOK Forum Ausgabe Gesundheitsnachrichten 17 Fünf Bedarfsgrade statt drei Pflegestufen Die AOK sieht im Abschlussbericht des Expertenbeirats für einen neuen Begriff von Pflegebedürftigkeit eine gute Entscheidungsbasis für die Politik. Die AOK sieht in dem kürzlich vorgelegten Abschlussbericht des Expertenbeirats zur Ausgestaltung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs eine gute Entscheidungsgrundlage für die Politik. Diese müsse nun aber auch handeln, forderte Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. Wir brauchen nach der Bundestagswahl schnell eine politische Entscheidung über den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff. Das ist die Politik den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen schuldig. Die beiden Vorsitzenden des hochrangig besetzten Beratergremiums, Wolfgang Zöller und K.-Dieter Voß, hatten zuvor das Reformkonzept an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr übergeben. Der Bericht klärt viele umsetzungsrelevante Einzelfragen. Das wird die Einführung des neuen Pflegebegriffes beschleunigen, wenn die neue Bundesregierung die grundsätzlichen Entscheidungen Pflege ist Zuwendung: Experten haben eine Neudefinition von Pflege vorgelegt. getroffen hat, sagte Graalmann. Die Regierung müsse festlegen, wie viel Geld und damit welche Leistungen in den neuen fünf Pflegegraden zur Verfügung stünden. Im Bericht werden Szenarien beschrieben, nach welchen Grundsätzen die neu strukturierten Leistungen verteilt werden können. Die bisherigen drei Pflegestufen sollen durch fünf Bedarfsgrade ersetzt werden. Diese sollen sich nicht mehr nach dem Zeitaufwand der Pflegekräfte, sondern nach dem Grad der Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen beziehungsweise der Abhängigkeit von personeller Hilfe bemessen. Im Dezember 2011 hatte Gesundheitsminister Daniel Bahr den Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Zöller, und das ehemalige Vorstandsmitglied des GKV- Spitzenverbandes, Voß, mit dem Vorsitz des Expertenbeirates betraut. Das Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) sieht zwar höhere Leistungen für Demenzkranke vor. Eine grundsätzliche Neudefinition der Pflegebedürftigkeit gibt das Gesetz jedoch nicht. Kartellrecht Novelle in Kraft Auch für Krankenkassen gilt seit Juni das allgemeine Kartellverbot insbesondere bei Fusionen. Ausgenommen bleiben gesetzlich vorgesehene Vereinbarungen und Verträge. Das Kartellamt muss sich aber mit den jeweiligen Kassen-Aufsichten abstimmen. Zudem sollen bei Streitigkeiten Sozial- und nicht Zivilgerichte zuständig sein. Damit wurde nach erheblicher Kritik auf die Anknüpfung an das für privatwirtschaftliche Unternehmen geltende und europarechtlich dominierte Kartellrecht verzichtet. KorruPtionsPrävention Neuer Beauftragter Basierend auf einer generellen Empfehlung des Landes Brandenburg hat die AOK Nordost die Stelle eines Beauftragten für Korruptionsprävention eingerichtet. Er ist Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig davon, ob sie Versicherte, Arbeitgeber oder Vertragspartner sind, wenn es um die Aufklärung vermuteter Korruption im Zusammenhang mit der Gesundheitskasse geht. Mit der Berufung unterstreicht die AOK Nordost ihren Anspruch als Körperschaft öffentlichen Rechts auf unparteiisch und sachlich korrekte Beachtung von Recht und Gesetz. Erreichbar ist der Beauftragte Thomas Robering per unter und telefonisch unter Grippe-Impfung: Gut gerüstet für die kalte Jahreszeit Langsam, aber sicher naht die kalte Jahreszeit und mit ihr die Gefahr, an einer Grippe zu erkranken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt deshalb, dass sich insbesondere die über 60-Jährigen, Schwangere sowie chronisch kranke Menschen impfen lassen sollten. Bei der Versorgung der Versicherten der AOK Nordost mit Grippeimpfstoffen sind derzeit keine Probleme absehbar. Es kann davon ausgegangen werden, dass rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison geimpft werden kann. Die Experten der Ständigen Impfkommission empfehlen die Impfung im Oktober oder November, denn nach der Impfung dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Umsetzung in den vergangenen zwei Jahren hat die AOK Nordost mit den Apothekerverbänden in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erneut eine Vereinbarung geschlossen, die eine besondere Bestellung und einen Erstattungspreis für Grippeimpfstoffe vorsieht. Die Ärzte werden gebeten, ihren durchschnittlichen Bedarf auf Basis einer wirtschaftlichen Verordnungsweise frühzeitig (bis Ende Februar 2013) in einer Apotheke einzureichen. Die frühe Abfrage ist dem intensiven Produktionsprozess von Grippeimpfstoffen geschuldet und hilft den Herstellern, die Produktionskapazitäten für die jeweilige Saison zu planen.

18 18 Medien AOK Forum Ausgabe neues online-programm Rücken stärken In Fehlzeiten-Statistiken der AOK Nordost nehmen Rückenerkrankungen seit Jahren eine führende Position ein. Ein großer Teil dieser Fehlzeiten lässt sich durch rückenfreundliches Verhalten im Alltag und gezieltes Training vermeiden. Mit einem neuen AOK- Online-Programm will die Gesundheitskasse Unternehmen und Arbeitnehmer unterstützen. Das vierwöchige Training Rückenaktiv im Job bietet verschiedene Übungseinheiten, die am Arbeitsplatz und in der Freizeit genutzt werden können und sowohl der Entspannung wie auch der Kräftigung der Muskulatur dienen. Die Teilnahme am Programm ist mit einem Internet-Zugang unkompliziert von jedem beliebigen Ort aus möglich. Weitere Informationen: Navi jetzt auch als APP Arztsuche unterwegs Etwa sechs Millionen Mal im Jahr stellen sich Patienten die Frage: Wie finde ich einen guten Arzt? Behilflich ist der Arztnavigator der AOK, den es jetzt auch als App gibt. Die AOK-Arztapp macht die Arztsuche und Arztbewertung auch mobil möglich. Nutzer können sich Haus- und Fachärzte in der Umgebung in einer Liste oder auf einer Karte anzeigen lassen. Zudem haben sie die Möglichkeit, ihre Erfahrungen beim Arztbesuch mit anderen Patienten zu teilen: Nach einer Registrierung können sie ihre Ärzte bewerten. Weitere Informationen: Süchte treiben Zahl der Fehltage in die Höhe Alkohol & Co.: Wegen der Einnahme von Suchtmitteln müssen sich Beschäftigte immer häufiger krank melden, so der Fehlzeiten-Report ARzneimittel Abschied von Mondpreisen Die Dissertation analysiert das Verfahren zur Nutzenbe wertung neuer Arzneimittel nach dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG). Erörtert wird auch die (strittige) Frage, ob Pharma-Hersteller einen Sitz im Gemeinsamen Bundesausschuss bekommen sollen. Köhler: Das gebrochene Preismonopol der Pharmaindustrie. Nomos-Verlag, Ein Gläschen zwischendurch: Alkohol kann süchtig und krank machen. Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage, die wegen Einnahme von Suchtmitteln verursacht werden, ist laut Fehlzeiten-Report 2013 in den vergangenen zehn Jahren um etwa 17 Prozent gestiegen: von 2,07 Millionen Fehltagen im Jahr 2002 auf 2,42 Millionen Fehltage im Jahr Alkoholkonsum und Rauchen sind die Hauptursachen. Experten sehen jedoch auch einen Trend zur verstärkten Einnahme leistungssteigernder Mittel. Obwohl in den vergangenen Jahren eine ganze Menge unternommen worden ist, können wir bei den Suchterkrankungen keine Entwarnung geben, sagte Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand beim AOK-Bundesverband. Während die traditionellen Suchtmittel wie Alkohol und Tabak weiterhin das Gros der Fehltage verursachten, sind neue Suchtmittel wie Gehirndoping erkennbar auf dem Vormarsch. Damit wir diesem Trend wirksam Einhalt gebieten können, müssen wir noch besser verstehen, welche Präventionsprogramme tatsächlich Wirkung zeigen, betonte Deh. Um berufliche Stresssituationen zu bewältigen oder Für Sie gelesen Gesundheitssystem Überblick für Interessierte Wer sich einen Überblick über Ist und Soll in der Gesundheitspolitik verschaffen will, sollte dieses Buch lesen. Zurückliegende und laufende Reformvorhaben werden detailliert beschrieben. Das Buch eignet sich auch für Einsteiger in die Materie: Klinikfinanzierung und Ärztevergütung etwa werden verständlich beschrieben. Busse/Blümel/Ognyanova Das deutsche Gesundheitssystem. MWV-Verlag, Höchstleistungen zu erbringen, hätten der WIdO-Befragung zufolge immerhin fünf Prozent der Arbeitnehmer in den letzten zwölf Monaten Medikamente wie Psychopharmaka oder Amphetamine am Arbeitsplatz eingenommen, sagte Helmut Schröder, stellvertretender WIdO- Geschäftsführer. Versorgungsforschung Aktionsbündnisse unter der Lupe Mit der Förderung der Aktionsbündnisse Gesunde Lebensstile und -welten wurde 2008 Neuland betreten. Ziel der Initiative der früheren Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt war es, in Gemeinden und Quartieren Strukturen für gesunde Ernährung und Bewegung aufzubauen. Das Buch stellt dazu Projekte vor. Kolip et al: Gesundheit fördern in vernetzten Strukturen. Verlag Beltz Juventa, 2013.

19 AOK Forum Ausgabe Im Gespräch 19 Gemeinsames Wettbewerbssystem für GKV und PKV notwendig Der Krankenversicherungsmarkt in Deutschland steht vor dem Umbruch. Im Interview erläutert Professor Klaus Jacobs, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, warum. Herr Professor Jacobs, das international weithin einzigartige Nebeneinander von gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) in Deutschland steht seit geraumer Zeit in der Kritik. Warum eigentlich? Es gibt drei zentrale Kritikpunkte. Erstens in Bezug auf die solidarische Finanzierung: Obwohl die Privatversicherten im Durchschnitt mehr als doppelt so hohe Einkommen haben wie die GKV- Mitglieder, sind sie nicht an der solidarischen Finanzierung des Krankenversicherungsschutzes beteiligt. Darunter leiden zunehmend auch PKV-Versicherte mit kleinen Einkommen, vor allem Solo-Selbstständige. Zweitens in Bezug auf die Versorgung: Die höheren Arzthonorare für Privatpatienten führen nicht nur zu Unterschieden bei den Wartezeiten, sondern erschweren zugleich die Sicherstellung der Versorgung im ländlichen Raum. Und drittens in Bezug auf den Wettbewerb: Eine echte Wahloption zwischen GKV und PKV hat nur ein sehr kleiner Teil der Versicherten, und dann auch nur in Richtung PKV, aber nicht umgekehrt. Zuletzt hatte sich Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr von der FDP mit dem Vorschlag zu Wort gemeldet, die private Krankenversicherung für alle öffnen zu wollen. Geht der Vorschlag in die richtige Richtung? Erst wenn alle Versicherten jederzeit zu jeder Krankenversicherung wechseln können, kann es umfassenden Wettbewerb geben. Das erfordert jedoch eine allgemeine Aufnahmepflicht, die Übertragbarkeit der Alterungsrückstellungen sowie einen übergreifenden Solidarausgleich. Wenn Daniel Bahr das alles will, ist sein Vorschlag gut. Als isolierte Maßnahme würde er dagegen zu einer weiteren Aushöhlung des Solidarprinzips führen. Das WIdO hat Wahrnehmung und Präferenzen der Versicherten mit Blick auf systemprägende Merkmale von GKV und PKV sowie mögliche Weiterentwicklungsoptionen des Krankenversicherungssystems untersucht. Mit welchem Ergebnis? Speziell das Prinzip der Einkommenssolidarität Besserverdiener zahlen mehr als Geringverdiener findet in der Bevölkerung großen Rückhalt, und zwar auch bei den Privatversicherten. Welche konkreten Schwachstellen weist das PKV-Modell auf? Der PKV fehlten schon immer wirksame Instrumente der Ausgabensteuerung. Das anhaltende Niedrigzinsniveau sorgt jetzt für zusätzliche Probleme. Außerdem gibt es fast keinen Wettbewerb um Bestandsversicherte. Ohne die massive Risikoselektion zugunsten von Gesunden und Einkommensstarken wäre das Geschäftsmodell der PKV schon lange gescheitert. Und wo klemmt es im GKV-System? Trotz der aktuellen Überschüsse bei Fonds und Kassen: Die beitragspflichtigen Einnahmen der GKV-Mitglieder wachsen regelmäßig langsamer als die Wirtschaftskraft. Das führt längerfristig zu steigenden Beiträgen. Zudem braucht die GKV mehr wettbewerbliche Versorgungssteuerung zur Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung. Mitunter lohnt sich auch in der Gesundheitspolitik der Blick über den nationalen Tellerrand. Die Niederlande und die Schweiz verfügen bereits seit Jahren über einheitliche Versicherungssysteme, die sowohl solidarisch als auch wettbewerblich ausgestaltet sind. Sind das Blaupausen für unser Krankenversicherungssystem? Professor Dr. Klaus Jacobs (56) ist seit März 2002 Geschäftsführer des Wissenschaft lichen Instituts der AOK (WIdO). Zuvor war der Diplom-Volkswirt unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschafts zentrum für Sozialforschung Berlin (WZB) sowie am Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) tätig. Klaus Jacobs ist ver heiratet und lebt in Berlin. Vor allem die Schweizer Erfahrungen unterstreichen die Notwendigkeit wettbewerblicher Gestaltungsfreiräume von Krankenversicherungen und Leistungserbringern. Heute sind über 50 Prozent der Schweizer freiwillig in neue Versorgungsmodelle eingeschrieben, die alle Einsparerfolge aufweisen. Solche Veränderungsprozesse benötigen aber Zeit, denn seit der Einführung von Vertragswettbewerb in der Schweiz sind bereits über 15 Jahre vergangen. Erwarten Sie wesentliche Weichenstellungen in der neuen Legislatur im Verhältnis von GKV und PKV? Ja. Die wachsenden Probleme der PKV verlangen nach Lösungen, die gezielte Schritte zu einem gemeinsamen Wettbewerbssystem erfordern. Ein gemeinsames Wettbewerbssystem für GKV und PKV ist notwendig Buchtipp Die Krankenversicherung der Zukunft lautet der Titel einer neuen WIdO- Publikation, herausgegeben von Professor Klaus Jacobs und Sabine Schulze. Das Buch enthält Analysen des dualen Krankenversicherungsmarktes und seiner Reform. Klaus Jacobs/Sabine Schulze (Hrsg.): Krankenversicherung der Zukunft. KomPart-Verlag, Berlin 2013, 17,80 Euro (Bestellung unter:

20 20 Aus Nordost AOK Forum Ausgabe Ein Abend voller Ideen Beim achten AOK-Sommerfest in Potsdam präsentierte sich die Gesundheitskasse mit neuen Projekten und interessanten Gästen. Ideale Gelegenheit zu Gesprächen ohne Termindruck. Was erwartet der Besucher, wenn die führende Gesundheitskasse der Region einlädt? Gesunde Ernährung, erfolgreiche Partner und innovative Ideen. Das Sommerfest der AOK Nordost am 21. August im Potsdamer Kutschstall- Ensemble hatte dies zu bieten. Bereits beim Eintreffen der Gäste aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich die Stiftung Ernährung Bildung Gesundheit mit leckerem Finger-Food. Auch die AOK-Sportbotschafter, wie die Paralympicsiegerin im Schwimmen, Daniela Schulte, die Deutschen Meister im Beachvolleyball, Jonathan Erdmann und Kay Matysik, oder auch die Fußballerinnen von Turbine Potsdam ließen es sich schmecken. Der bekannteste deutsche Athlet kam erst nach der Begrüßung der rund 700 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gruppenbild mit Köchen (v.l.n.r.): Minister Günter Baaske, Künstlerin Katharina Quecke, Robert Harting, Frank Michalak, Alexander Schirp und Rainer Knerler. Kultur durch den AOK-Vorstandsvorsitzenden Frank Michalak, seiner Stellvertreterin Gerlinde König sowie die Verwaltungsratsvorsitzenden Rainer Knerler und Alexander Schirp auf die Bühne: der dreifache Diskus- Weltmeister Robert Harting. Als Jurymitglied der Aktion Kunst trifft Gesundheit überreichte er Katharina Quecke den diesjährigen AOK-Kunstpreis. Die 28-jährige Berlinerin hatte sich unter mehr als 100 Bewerbern durchgesetzt. Es waren gute Sachen dabei, berichtete Harting, der in seiner Freizeit selber malt. Lobende Worte fand auch der brandenburgische Sozialminister in seinem Grußwort, das er stellvertretend für die Landesregierung sprach. Der AOK Nordost gelingt es, weiter zu denken. Ihr seid voller Fantasie, voller Ideen, sagte Günter Baaske (SPD) und nannte das Kinder- Präventionstheater Henrietta, die arztentlastende Fachkraft agnes zwei und den Pflegebereich als Beispiele. Ideenreichtum beweist auch das von der AOK unterstützte Forschungsprojekt Gesundheitscoach (www. aok-gesundheitscoach.de). Interessierte konnten vor Ort zum Beispiel auf einem Hometrainer ein virtuelles Radrennen am Fernseher fahren. Das traditionelle AOK-Sommerfest trägt zumindest einmal im Jahr dazu bei, Gespräche ohne Termindruck zu führen, wie Gerlinde König treffend bemerkte. Personalien Der CDU-Politiker Dirk Gerstle (52) ist neuer Berliner Staatssekretär für Soziales. Seit 1989 arbeitete Gerstle im Sozialministerium Niedersachsens. Zuletzt leitete er dort das Büro des Staatssekretärs. Professor Dr. Karl Max Einhäupl (66) bleibt für weitere fünf Jahre Vorstandsvorsitzender des Berliner Universitätsklinikums Charité. Der Aufsichtsrat bestätigte den Vertrag von Einhäupl, der die Charité seit 2008 leitet. Axel Rambow (50) ist als neues Mitglied in den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern gewählt worden. Er soll das Allgemeinressort, das auch für die Geschäftsführung zuständig ist, ab dem 1. Februar 2014 übernehmen. Der SPD-Politiker Boris Velter (45) ist seit 1. September neuer Berliner Staatssekretär für Arbeit. Der Diplomökonom leitete zuvor in der Staatskanzlei Brandenburg das Referat Arbeit, Gesundheit, Familie und Gesellschaft. Stiftung präsentiert sich erfolgreich Die Koch-Azubis der AOK- Initiative Future for us waren in ihrem Element. Zusammen mit Koch-Weltmeister Ronny Pietzner bereiteten sie schmackhafte Fingerfood- Häppchen für die eintreffenden Gäste des AOK-Sommerfestes zu. Serviert wurden etwa Törtchen vom Heimischen Fisch mit Frischkäse. Spitzenkoch Pietzner aus der Mark hatte Ende 2012 zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der AOK Nordost, Frank Michalak, die Stiftung Ernährung Bildung Gesundheit gegründet, um mit Aktionen und Projekten von und mit Jugendlichen auf das Thema gesunde Ernährung aufmerksam zu machen. Auf zahlreichen Veranstaltungen in der Region warb die Stiftung mittlerweile erfolgreich um Unterstützung. So stellte sie sich etwa anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums des SV Falkensee- Finkenkrug im vergangenen Juni vor, als der Regionalverein Hertha BSC zu Gast hatte. Die Ticketeinnahmen der Zuschauer in Höhe von Euro kommen Stiftungsprojekten zu Gute. Weitere Informationen:

Neue Wege für eine gute Pflege?

Neue Wege für eine gute Pflege? Angelika Graf, MdB angelika.graf@bundestag.de www.grafspd.de Berlin, 25. September 2012 Neue Wege für eine gute Pflege? Für eine umfassende Pflegereform: Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stärken

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