HIV-Behandlung: Die gesundheitsökonomische Perspektive

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "HIV-Behandlung: Die gesundheitsökonomische Perspektive"

Transkript

1 Deutsches Ärzteforum im im Hauptstadtkongress HIV: HIV: Qualität Qualität der der medizinnischen Behandlung und und Management der der Versorgungsstruktur HIV-Behandlung: Die gesundheitsökonomische Perspektive Prof. Dr. Jürgen Wasem Alfried Krupp von Bohlen und Halbach- Stiftungslehrstuhl für Medizinmanagement Universität Duisburg-Essen, Campus Essen Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 1

2 Hintergrund und und Fragestellung 6 HIV-Infektion führt im Endstadium (AIDS) zu zahlreichen opportunistischen Erkrankungen mit tödlichem Ausgang 6 therapeutische Strategien: antiretrovirale Therapie (HART) zur Unterdrückung der HIV-Replikation, um die Erkrankungsprogression bis zum Vollbild AIDS zu verzögern 6 Therapieversagen von HAART durch Resistenzentwicklung: Mutationen in den viralen Genen fördern Überleben der Viren; Wiederanstieg der Viruslast 6 Genotypisches Testverfahren auf mögliche Resistenzen (GART) möglich; kann Therapieentscheidung bei HAART steuern 6 Mangelnde Adhärenz (Compliance) gefährdet Erfolg der antiretroviralen Therapie Ist das Genotypische Testverfahren (GART) kosteneffektiv? Weitere gesundheitsökonomische Fragestellungen? Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 2

3 Literaturhinweis Die folgenden Ergebnisse basieren auf gemeinsamen Studien im Umfeld eines HTA-Projektes für das BMGS: 6 Corzillius M, Mühlberger N, Sroczynski G, Jaeger H, Wasem J, Siebert U: Cost-effectiveness Analysis of Routine Use of Genotypic Resistance Testing after Failure of Antiretroviral Treatment for HIV. In: Anti-Viral Therapy 9, 2004, Corzillius M, Mühlberger N, Sroczynski G, Peeters J, Siebert U, Jäger H, Wasem J: Wertigkeit des Einsatzes der genotypischen und phänotypischen HIV-Resistenzbestimmung im Rahmen der Behandlung von HIV-infizierten Patienten. Health Technology Assessment. Schriftenreihe des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung. Bd. 28., Asgard. St. Augustin Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 3

4 6 Entwicklung eines Markov-State-Transition-Modelles für die Strategien 6kein GART Methodik und und Daten 6GART nach dem ersten und jedem weiteren Therapieversagen 6(Zusätzlich: GART auch schon bei therapienaiven Patienten) 6 Berechnung eines Base Case-, eines Best Case- (für GART) und eines Worst Case- (für GART) Szenarios Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 4

5 HIV-Resistenztest: HIV-Resistenztest: Struktur Struktur des des Markov-Modelles Markov-Modelles Initial HAART + Test 1st change of HAART + Test 2nd change of HAART + Test >3rd change of HAART + Test 1st HAART VL low 2nd HAART VL low 3rd HAART VL low 4th HAART VL low Treatment naive VL high 1rst HAART VL high 2nd HAART VL high 3rd HAART VL high > 4th HAART VL high Death due to Other Causes AIDS Death due to AIDS

6 Annahmen Annahmen und und Daten Daten für für das das Markov-Modell Markov-Modell Markovkohorte: Zeithorizont: Zykluslänge: Annahmen: Datenquellen: Analysetyp: Perspektive: Zielgröße: Sensitivitätsanalysen: Therapienaive HIV-Pat. (männl. 35 J.) Therapiebeginn bis Lebensende 6 Monate Erschöpfung d. Therapieopt. nach 4. HAART Swiss HIV Cohort St., Viradapt Trial, div. andere Kosten-Effektivitäts-Analyse Gesetzliche Krankenversicherung Kosten pro gewonnenes Lebensjahr 1 Weg-SA, Extremwert-SA, Probabilistische SA Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 6

7 Modell-Parameter: Outcomes und und Kosten (1) (1) Variable Base-case Lower limit Upper limit Prob. initial HAART1 failure Prob. secondary HAART1 failure Prob. initial HAART2 failure Prob. secondary HAART2 failure Prob. initial HAART3 failure Prob. secondary HAART3 failure Prob. initial HAART4 failure Prob. secondary HAART4 failure year prob. direct transition to AIDS under effective HAART Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 7

8 Modell-Parameter: Outcomes und und Kosten (2) (2) Base Case Lower Limit Upper Limit 6-year prob. of progression to AIDS after HAART4-failure (high CD4) year prob. of progression to AIDS after HAART4-failure (low CD4) RR for protective effect of HIV-drug resistance testing (GART) Age-specific mortality for German men Lifetable * * Life expectancy with AIDS (in month) 24 * * Costs genotyping ( ) Costs of HIV care (no AIDS) (insbes. HAART) ( per 6 months) Costs of HIV care (AIDS) ( per 6 months) Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 8

9 Ergebnisse Strategy Costs ( ) Incremental costs ( ) Effectiveness (LY) Incremental effectiveness (LY) Incremental cost effectiveness ( /LY) Base-case scenario No GART GART Best-case scenario No GART GART Worst-case scenario No GART GART % Diskontinerung von Kosten und Outcomes Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 9

10 Diskussion 6 GART selber ist vergleichsweise preiswert, die damit bewirkte Verlängerung der Lebensdauer/ Verbesserung der Lebenserwartung ist wegen der Arzneimittelpreis eher hoch 6 GART ist in bezug auf die inkrementelle Kosten- Outcome-Relation im Rahmen dessen, was im deutschen Gesundheitssystem erstattet wird 6 An diesem Beispiel kann der Stellenwert von Gesundheitsökonomie bei der Fortentwicklung des Leistungskataloges exemplarisch diskutiert werden Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 10

11 Ausblick 6 Wirkungen Compliance-erhöhender Maßnahmen sollten auf Kosteneffektivität untersucht werden 6 Bei vergleichweise teuren Therapien ist kontinuierliches Qualitätsmanagement erforderlich und muss ökonomisch ermöglicht werden Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 11

12 Ich Ich danke Ihnen Ihnen für für Ihre Ihre Aufmerksamkeit und und freue freue mich mich auf auf eine eine anregende Diskussion Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Jürgen Wasem 12

Health Technology Assessment

Health Technology Assessment Health Technology Assessment Schriftenreihe des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung Reihenherausgeber:

Mehr

HIV. Dr. med. Stefan Esser Universitäts-Hautklinik Essen

HIV. Dr. med. Stefan Esser Universitäts-Hautklinik Essen HIV Dr. med. Stefan Esser Universitäts-Hautklinik Essen HIV-Übertragung Die statistische Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung liegt für die unterschiedlichen Übertragungswege zwischen 1 Infektion pro

Mehr

Zahnersatz 2005 Die wissenschaftliche (gesundheitsökonomische) Sicht

Zahnersatz 2005 Die wissenschaftliche (gesundheitsökonomische) Sicht 2. 2. Berliner Berliner Forum Forum Zahnersatz 2005 2005 HERAUSFORDERUNGEN UND UND CHANCEN FÜR FÜR GKV GKV UND UND PKV PKV Zahnersatz 2005 Die wissenschaftliche (gesundheitsökonomische) Sicht Prof. Dr.

Mehr

Dr. med. Pamela Aidelsburger, MPH. Publikationsliste

Dr. med. Pamela Aidelsburger, MPH. Publikationsliste Dr. med. Pamela Aidelsburger, MPH Publikationsliste Promotionsarbeit Aidelsburger P. (1999) Die elastisch stabile intramedulläre Schienung an kindlichen Femurschaft- und Unterarmschaftfrakturen. Buchbeiträge

Mehr

Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene. CareerStart 9.4.2013

Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene. CareerStart 9.4.2013 Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene CareerStart 9.4.2013 NAMES Project AIDS Memorial Quilt (gestartet 1987) http://www.paolopatrunophoto.org /Maternity_Project.html Was machen Infektiologen

Mehr

Sieben Thesen zu Generationengerechtigkeit und Krankenversicherung

Sieben Thesen zu Generationengerechtigkeit und Krankenversicherung Jahrestagung 2003 2003 des des FNA FNA GENERATIONENGERECHTIGKEIT Sieben Thesen zu Generationengerechtigkeit und Krankenversicherung Prof. Dr. Jürgen Wasem Alfried Krupp von Bohlen und Halbach- Stiftungslehrstuhl

Mehr

Compliance: Drei Mal täglich nach dem Essen?

Compliance: Drei Mal täglich nach dem Essen? Compliance: Drei Mal täglich nach dem Essen? 3. TK-Zukunftskongress, Berlin, 22. Februar 2011 Dr. Frank Verheyen, Wissenschaftliches Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen WINEG 1

Mehr

Kostenreduktion durch Prävention?

Kostenreduktion durch Prävention? Gesundheitsökonomische Aspekte der Prävention: Kostenreduktion durch Prävention? Nadja Chernyak, Andrea Icks Jahrestagung DGSMP September 2012 Agenda Spart Prävention Kosten? Ist Prävention ökonomisch

Mehr

Institut für Public Health, Medical Decision Making and Health Technology Assessment 1. Hintergrund

Institut für Public Health, Medical Decision Making and Health Technology Assessment 1. Hintergrund Evaluation der Langzeiteffektivität und Kosteneffektivität der HPV-DNA-Diagnostik als Primärscreeningverfahren in der Zervixkarzinomfrüherkennung in Deutschland Entscheidungsanalyse im Rahmen eines Health

Mehr

Treatment as Prevention Stand 06 14

Treatment as Prevention Stand 06 14 ASPEKTE NR. 46 Stand Juni 2014 Treatment as Prevention und das EKAF-Statement In den letzten Jahren sind nicht nur im medizinischen Bereich die Entwicklungen der HIV/AIDS-Forschung zügig vorangeschritten,

Mehr

Gesundheitsökonomische Kostenanalyse von Innovationen. Prof. Dr. Jürgen Wasem. Dr. Pamela Aidelsburger MPH

Gesundheitsökonomische Kostenanalyse von Innovationen. Prof. Dr. Jürgen Wasem. Dr. Pamela Aidelsburger MPH BVMed-Innovationsforum Medizintechnologie Medizintechnologie Anspruch Anspruch und und Realität Realität bei bei medizintechnologischem Fortschritt Fortschritt Gesundheitsökonomische Kostenanalyse von

Mehr

Gesundheitsökonomische. Analysen. 31. März 2010 Guido Büscher (guido.buescher@uk-koeln.de)

Gesundheitsökonomische. Analysen. 31. März 2010 Guido Büscher (guido.buescher@uk-koeln.de) Institut t für und Klinische Epidemiologie Gesundheitsökonomische Analysen 31. März 2010 Guido Büscher (guido.buescher@uk-koeln.de) Allgemeine Einführung Bedarf an Leistungen groß (unbegrenzt?) Ressource

Mehr

HIV-Infektion und AIDS. Seminar aus funktioneller Pathologie

HIV-Infektion und AIDS. Seminar aus funktioneller Pathologie HIV-Infektion und AIDS Seminar aus funktioneller Pathologie Retroviren des Menschen Lentiviren von Primaten Das Virion des HI-Virus schematisch und elektronenmikroskopisch Virale Gene Bindungssequenzen

Mehr

Antiretrovirale Therapie und Resistenz von HIV-1

Antiretrovirale Therapie und Resistenz von HIV-1 Aus dem Robert Koch-Institut, Berlin Dissertation Antiretrovirale Therapie und Resistenz von HIV-1 Susanne Duwe Juni 2002 Eingereicht am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität Berlin

Mehr

How does the Institute for quality and efficiency in health care work?

How does the Institute for quality and efficiency in health care work? Health Care for all Creating Effective and Dynamic Structures How does the Institute for quality and efficiency in health care work? Peter T. Sawicki; Institute for Quality and Efficiency in Health Care.

Mehr

Update Hepatitis C was bringen die neuen Medikamente für unsere KlientInnen? Welche neuen Erkenntnisse gibt es zu Testing und Behandlung?

Update Hepatitis C was bringen die neuen Medikamente für unsere KlientInnen? Welche neuen Erkenntnisse gibt es zu Testing und Behandlung? Update Hepatitis C was bringen die neuen Medikamente für unsere KlientInnen? Welche neuen Erkenntnisse gibt es zu Testing und Behandlung? Philip Bruggmann Arud Testen und Screenen Nichterkennung einer

Mehr

Lebensqualität: Stellenwert für gesundheitsökonomische Betrachtungen CURAVIVA-Impulstagung, Bern, 27.10.2010

Lebensqualität: Stellenwert für gesundheitsökonomische Betrachtungen CURAVIVA-Impulstagung, Bern, 27.10.2010 Lebensqualität: Stellenwert für gesundheitsökonomische Betrachtungen CURAVIVA-Impulstagung, Bern, 27.10.2010 Dr. med. Klaus Eichler, MPH eich@zhaw.ch Building Competence. Crossing Borders. Inhalte des

Mehr

HIV Prä- und Postexpositionsprophylaxe

HIV Prä- und Postexpositionsprophylaxe HIV Prä- und Postexpositionsprophylaxe Hartwig Klinker Medizinische Klinik und Poliklinik II Direktor: Schwerpunkt Prof. Dr. H. Infektiologie Einsele Leiter: Prof. Dr. H. Klinker HIV-Präventionsstrategien

Mehr

Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD)

Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) Versorgungsforschung im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) Andrea Icks DZD Projekte im Bereich Versorgungsforschung im DZD Versorgungsforschung in den DZD-Zentren 1 Deutsches Zentrum für Diabetesforschung:

Mehr

Gesundheitsökonomie. Karl W. Lauterbach Stephanie Stock Helmut Brunner. Lehrbuch für Mediziner und andere Gesundheitsberufe.

Gesundheitsökonomie. Karl W. Lauterbach Stephanie Stock Helmut Brunner. Lehrbuch für Mediziner und andere Gesundheitsberufe. Karl W. Lauterbach Stephanie Stock Helmut Brunner Herausgeber Gesundheitsökonomie Lehrbuch für Mediziner und andere Gesundheitsberufe Verlag Hans Huber 5 Inhalt Vorwort 9 Teil 1: Ethik und Ökonomie in

Mehr

DGK-Jahrestagung 2007 in Mannheim. Beurteilung der Kosten-Effektivität der CRT-D Therapie bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

DGK-Jahrestagung 2007 in Mannheim. Beurteilung der Kosten-Effektivität der CRT-D Therapie bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz DGK-Jahrestagung 2007 in Mannheim Beurteilung der Kosten-Effektivität der CRT-D Therapie bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz Presenting Author: Wasem J Verfasser: Dr. Pamela Aidelsburger 1 Kristin

Mehr

Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose

Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose 20. Newsletter Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte/liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Tuberkuloseinteressierte, wir freuen uns,

Mehr

2. Schweizer Krebskongress Fribourg, Donnerstag, 27.8.2015

2. Schweizer Krebskongress Fribourg, Donnerstag, 27.8.2015 2. Schweizer Krebskongress Fribourg, Donnerstag, 27.8.2015 Workshop 8: Was kann die klinische Forschung zur Behandlungsqualität beitragen? Prof. T. Cerny, Chefarzt Onkologie/Hämatologie Präsident Krebsforschung

Mehr

Diabetes mellitus The silent killer. Peter Diem Universitätspoliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung Inselspital - Bern

Diabetes mellitus The silent killer. Peter Diem Universitätspoliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung Inselspital - Bern Diabetes mellitus The silent killer Peter Diem Universitätspoliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung Inselspital - Bern Diabetes mellitus und KHK Diabetiker leiden häufig an KHK

Mehr

Is the Incidence of Cancer in HIV Patients Rally Increasing?

Is the Incidence of Cancer in HIV Patients Rally Increasing? Is the Incidence of Cancer in HIV Patients Rally Increasing? K.Mayr A. Potthoff, K. Jansen, C. Michalik, A. Moll, H. Jaeger, S. Esser, A. Plettenberg, S. Köppe, N.H. Brockmeyer and the Competence Network

Mehr

Die Kosten-Effektivität des HLA-Matchings bei perforierender Keratoplastik

Die Kosten-Effektivität des HLA-Matchings bei perforierender Keratoplastik DGGÖ Jahrestagung 2012 Konstanz Die Kosten-Effektivität des HLA-Matchings bei perforierender Keratoplastik Dipl.-Volksw. Michael Bäumler (1) Dr. Leonie Sundmacher (1) Prof. Dr. Thomas Reinhard (2) Prof.

Mehr

Gesundheitsökonomische Evaluationen in der Versorgungsforschung. Dr. Klaus Kaier 8. März 2013

Gesundheitsökonomische Evaluationen in der Versorgungsforschung. Dr. Klaus Kaier 8. März 2013 Gesundheitsökonomische Evaluationen in der Versorgungsforschung Dr. Klaus Kaier 8. März 2013 Das Leben ist das höchste Gut und lässt sich nicht in Geld aufwiegen 2 8. März 2013 Gesundheitsökonomische Evaluationen

Mehr

1. Einleitung. 1.1. Hintergrund und Fragestellung

1. Einleitung. 1.1. Hintergrund und Fragestellung 1. Einleitung 1.1. Hintergrund und Fragestellung Das Ziel dieser Arbeit ist die Ermittlung der Behandlungskosten und der Lebensqualität von Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK)

Mehr

Clean is money. der Händedesinfektion. Menschen machen Fehler. Entwicklung der Lebenserwartung. Errare human est Irren ist Menschlich

Clean is money. der Händedesinfektion. Menschen machen Fehler. Entwicklung der Lebenserwartung. Errare human est Irren ist Menschlich Clean is money Ökonomische Aspekte der Händedesinfektion Peter Lütkes Stabsstelle Medizinisches Controlling und Qualitätsmanagement Menschen machen Fehler Errare human est Irren ist Menschlich To Err Is

Mehr

Gesundheitsökonomische Aspekte der Psychotherapie. Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem

Gesundheitsökonomische Aspekte der Psychotherapie. Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem 10. Sächsischer Psychotherapeutentag Dresden, 06. November 2009 Gesundheitsökonomische Aspekte der Psychotherapie Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Wasem Alfried Krupp von Bohlen und Halbach- Stiftungslehrstuhl

Mehr

A QALY is a QALY is a QALY?

A QALY is a QALY is a QALY? ZES ZES 2o. 2o. Juni Juni 2oo7 2oo7 A QALY is a QALY is a QALY? Zur aktuellen Debatte um die Kosten-Nutzen- Bewertung des IQWiG nach 35b SGB V aus gesundheits-ökonomischer Sicht erste Thesen Prof. Dr.

Mehr

Europäischen Aids Konferenz (EACS)

Europäischen Aids Konferenz (EACS) 20. bis 24.10.2015 Barcelona Marianne Rademacher Referentin für Weibliche Sexarbeit/Frauen im Kontext von HIV,STI und Hepatitis der DAH BAH 29.10.2015 WAVE (Women Against Viruses in Europe) Workshop Überblick

Mehr

Neue Therapiekonzepte in der Hepatologie

Neue Therapiekonzepte in der Hepatologie Neue Therapiekonzepte in der Hepatologie Dr.med.Marco Bernardi Praxis für Magen-Darmkrankheiten, Seestrasse 90, 8002 Zürich Zentrum für Gastroenterologie und Hepatologie Klinik Im Park info@magen-darm-praxis.ch,

Mehr

Medizinische Klinik II Medizinische Klinik IV

Medizinische Klinik II Medizinische Klinik IV CAMPUS GROSSHADERN CAMPUS INNENSTADT LOREM IPSUM SETUR ALARME Medizinische Klinik II Medizinische Klinik IV Effect of Mipomersen on LDL-Cholesterol levels in Patients with Severe LDL-Hypercholesterolemia

Mehr

Klinische Forschung. Klinische Forschung. Effectiveness Gap. Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin. Conclusion

Klinische Forschung. Klinische Forschung. Effectiveness Gap. Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin. Conclusion Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin Klinische Forschung 00qm\univkli\klifo2a.cdr DFG Denkschrift 1999 Aktuelles Konzept 2006 Workshop der PaulMartiniStiftung Methoden der Versorgungsforschung

Mehr

Gesundheitsökonomische Evaluation mit Kosten-Nutzenwert-Betrachtung an klinischen Beispielen

Gesundheitsökonomische Evaluation mit Kosten-Nutzenwert-Betrachtung an klinischen Beispielen Querschnittbereich Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem, öffentliche Gesundheitspflege WS 2013/2014 Gesundheitsökonomische Evaluation mit Kosten-Nutzenwert-Betrachtung an klinischen Beispielen Thomas

Mehr

Inhospitable Time Bias in Beobachtungsstudien zur Effectiveness von Arzneimitteltherapien

Inhospitable Time Bias in Beobachtungsstudien zur Effectiveness von Arzneimitteltherapien Inhospitable Time Bias in Beobachtungsstudien zur Effectiveness von Arzneimitteltherapien Elke Scharnetzky und Gerd Glaeske GAA, Dresden 30.November 2005 Um welche Form des Bias geht es? Einführung Eigene

Mehr

Ist es illusorisch, in der ambulanten Medizin von Qualität zu sprechen?

Ist es illusorisch, in der ambulanten Medizin von Qualität zu sprechen? Nationale Qualitätsprinzipien: Ist es illusorisch, in der ambulanten Medizin von Qualität zu sprechen? von Urs Stoffel, Zentralvorstand FMH Dienstag, 29. Januar 2013, Hotel Bellevue, Bern FMH_U.Stoffel

Mehr

Die Einführung der Kosten-Nutzenbewertung in Deutschland

Die Einführung der Kosten-Nutzenbewertung in Deutschland Die Einführung der Kosten-Nutzenbewertung in Deutschland Vortrag im Rahmen des internationalen Workshops des VFA zur Methodik der Kosten-Nutzenbewertung Referent: Dr. jur. Rainer Hess, G-BA Kosten-Nutzenbewertungen

Mehr

Pharmakogenomik und companion diagnostics aus Sicht der Regulierungsbehörde. Prof. Dr. Julia Stingl, Forschungsdirektorin BfArM, Bonn

Pharmakogenomik und companion diagnostics aus Sicht der Regulierungsbehörde. Prof. Dr. Julia Stingl, Forschungsdirektorin BfArM, Bonn Pharmakogenomik und companion diagnostics aus Sicht der Regulierungsbehörde Prof. Dr. Julia Stingl, Forschungsdirektorin BfArM, Bonn Aufgaben des BfArM Zulassung von Fertigarzneimitteln Pharmakovigilanz

Mehr

INHALT. Einführung...1. Zusammenfassung der Therapeutischen Prinzipien für die HIV-Infektion...2. Wissenschaftliche Prinzipien...4

INHALT. Einführung...1. Zusammenfassung der Therapeutischen Prinzipien für die HIV-Infektion...2. Wissenschaftliche Prinzipien...4 PRINZIPIEN DER THERAPIE DER HIV-INFEKTION INHALT Einführung...1 Zusammenfassung der Therapeutischen Prinzipien für die HIV-Infektion...2 Wissenschaftliche Prinzipien...4 Wissenschaftlicher Hintergrund...21

Mehr

Swiss Comprehensive Cancer Centers (SCCC) Ein praktisches Beispiel einer Public Private Partnership

Swiss Comprehensive Cancer Centers (SCCC) Ein praktisches Beispiel einer Public Private Partnership Swiss Comprehensive Cancer Centers (S) Ein praktisches Beispiel einer Public Private Partnership 1. Weshalb Public Private Partnerships im Gesundheitswesen? 2. Projekt 'Swiss Comprehensive Cancer Centers'

Mehr

Subjektive Krankheitsannahmen HIV (Illness Perception Questionnaire R HIV)

Subjektive Krankheitsannahmen HIV (Illness Perception Questionnaire R HIV) Name/Code: Datum: Subjektive Krankheitsannahmen HIV (Illness Perception Questionnaire R HIV) Mit diesem Fragebogen sollen Ihre persönlichen Annahmen und Vermutungen über ihre HIV- Erkrankung erfragt werden.

Mehr

Ergotherapeutische Behandlungsansätze bei Demenz

Ergotherapeutische Behandlungsansätze bei Demenz Ergotherapeutische Behandlungsansätze bei Demenz Sebastian Voigt-Radloff Radloff, EuMScOT Ergotherapieforscher Zentrum für Geriatrie und Gerontologie Freiburg Universitätsklinikum Ziel der Ergotherapie

Mehr

Die Schweizerische HIV-Kohortenstudie Swiss HIV Cohort Study

Die Schweizerische HIV-Kohortenstudie Swiss HIV Cohort Study Die Schweizerische HIV-Kohortenstudie Swiss HIV Cohort Study Seit 1988 steht die Schweizerische HIV-Kohortenstudie im Dienste der Menschen mit HIV und Aids und hat in dieser Zeit über 18 500 Menschen begleitet.

Mehr

Gliederung. Disease Management in Deutschland. Hintergrund I. Hintergrund II

Gliederung. Disease Management in Deutschland. Hintergrund I. Hintergrund II Gliederung Disease Management in Deutschland Dipl. oec. troph. Rebecca H. M. Deppisch, Stiftungslehrstuhl für Medizin-Management Universität Duisburg-Essen 1. Hintergrund 2. Definition Disease Management

Mehr

Betreutes Wohnen für Menschen mit HIV, Aids oder chronischer Hepatitis C. Martin Hilckmann, fachliche Leitung ZIK

Betreutes Wohnen für Menschen mit HIV, Aids oder chronischer Hepatitis C. Martin Hilckmann, fachliche Leitung ZIK Betreutes Wohnen für Menschen mit HIV, Aids oder chronischer Hepatitis C Martin Hilckmann, fachliche Leitung ZIK Unsere Angebote 1989 von mehreren Vereinen der Drogen- und Aids-Hilfe gegründet Hilfsangebote

Mehr

Studentische Versicherung. Kathrin Cuber AOK Südlicher Oberrhein

Studentische Versicherung. Kathrin Cuber AOK Südlicher Oberrhein Studentische Versicherung Kathrin Cuber AOK Südlicher Oberrhein Wann kann sich jemand als Student versichern? Einschreibung an einer staatlich anerkannten Hochschule Deutschland/Europa Noch keine 30 Jahre

Mehr

Interdisziplinär - interaktiv - kontrovers!

Interdisziplinär - interaktiv - kontrovers! Interdisziplinär - interaktiv - kontrovers! Unter diesem Motto laden die AIDS-Hilfe NRW und die Deutsche AIDS-Gesellschaft, in Kooperation mit der Uniklinik Köln am 29. September 2012 in der Zeit von 10.00

Mehr

Was kostet MS? Ergebnisse einer COI-Studie. MS chronische Erkrankung Behinderung und Verlust der Selbständigkeit

Was kostet MS? Ergebnisse einer COI-Studie. MS chronische Erkrankung Behinderung und Verlust der Selbständigkeit Institut für Pharmaökonomische IPF Forschung Volkswirtschaftliche Bedeutung der multiplen Sklerose Kosten und Nutzen eines innovativen Arzneimittels Mag. Christine Brennig 25. Mai 2005 Agenda Was kostet

Mehr

Neue Daten zur endokrinen Therapie des Mammakarzinoms

Neue Daten zur endokrinen Therapie des Mammakarzinoms 2010 Neue Daten zur endokrinen Therapie des Mammakarzinoms C. Wolf Medizinisches Zentrum ULM - Kooperatives Brustzentrum ULM/ NEU ULM Adjuvante Therapie Postmenopause: NCIC CTG MA.27 (Paul Goss) Prämenopause:

Mehr

Leistungstestung nach Schlaganfall mittels feedback-gesteuerter Gangrobotertechnologie

Leistungstestung nach Schlaganfall mittels feedback-gesteuerter Gangrobotertechnologie Leistungstestung nach Schlaganfall mittels feedback-gesteuerter Gangrobotertechnologie Pilotstudie Stoller O, Schindelholz M, Bichsel L, Schuster C, de Bie RA, de Bruin ED, Hunt KJ Institute for Rehabilitation

Mehr

Etravirin, Etravirine (TMC125, TMC-125)

Etravirin, Etravirine (TMC125, TMC-125) Etravirin, Etravirine (TMC125, TMC-125) Etravirin (Intelence ) Einleitung Etravrin (ETV, TMC 125, Handelsnamen Intelence, Hersteller Tibotec) gehört zur Klasse der antiretroviralen Substanzen die Nicht-Nukleosidanaloga

Mehr

HPV-Impfung Public Health Impact

HPV-Impfung Public Health Impact HPV-Impfung Public Health Impact Dr. med. Martin Sprenger, MPH Allgemeinmediziner, Master of Public Health (Auckland, NZ) Leiter des Universitätslehrgangs Public Health Medizinische Universität Graz martin.sprenger@medunigraz.at

Mehr

MENSCHEN GEGEN MASCHINE - WIE ANFÄLLIG SIND

MENSCHEN GEGEN MASCHINE - WIE ANFÄLLIG SIND CAMPUS INNENSTADT MENSCHEN GEGEN MASCHINE - WIE ANFÄLLIG SIND PROFESSIONELLE NOTFALLTEAMS FÜR DAS PHÄNOMEN AUTOMATION BIAS? APS Jahrestagung 2015 10 Jahre APS S.Imach 1,2 1 INM Institut für Notfallmedizin

Mehr

Elisabeth im im Dialog. Gesundheitspolitik

Elisabeth im im Dialog. Gesundheitspolitik Elisabeth im im Dialog 21. 21. September 2004 2004 Gesundheitspolitik Prof. Dr. Jürgen Wasem Alfried Krupp von Bohlen und Halbach- Stiftungslehrstuhl für Medizinmanagement Universität Duisburg-Essen, Campus

Mehr

Daten und Fakten zum Gesundheitswesen. November 2013

Daten und Fakten zum Gesundheitswesen. November 2013 Daten und Fakten zum Gesundheitswesen November 2013 Daten und Fakten zum Gesundheitswesen INHALT Fakten zur forschenden Pharmaindustrie (Folien 3-8) Die forschende Pharmaindustrie: Partner des Gesundheitswesens

Mehr

HIV und AIDS. Hintergründe nde der Betreuung und Behandlung von afrikanischen Migranten in Berlin

HIV und AIDS. Hintergründe nde der Betreuung und Behandlung von afrikanischen Migranten in Berlin HIV und AIDS Hintergründe nde der Betreuung und Behandlung von afrikanischen Migranten in Berlin Dr. med. Solange Nzimegne-Gölz Praxiszentrum Kaiserdamm Epidemiologische Entwicklung der HIV-Erkrankung

Mehr

Schulterschmerz. Progressive Resistance Training in Patients With Shoulder Impingement Syndrome: A Randomized Controlled Trial

Schulterschmerz. Progressive Resistance Training in Patients With Shoulder Impingement Syndrome: A Randomized Controlled Trial The Journal Club Schulterschmerz Progressive Resistance Training in Patients With Shoulder Impingement Syndrome: A Randomized Controlled Trial IMPE RIO LOMBARDI, JR., ANGELA GUARNIERI MAGRI, ANNA MARIA

Mehr

Beating Heart Graft: Vorteile neuer Konservierungsmethoden bei Herztransplantation. Prof. Dr. Axel Haverich

Beating Heart Graft: Vorteile neuer Konservierungsmethoden bei Herztransplantation. Prof. Dr. Axel Haverich Beating Heart Graft: Vorteile neuer Konservierungsmethoden bei Herztransplantation Prof. Dr. Axel Haverich Oktober 2008 Entwicklung der Herztransplantation 1967 Erste Herztransplantation durch Prof. Ch.

Mehr

LAVRA-Clinic. HIVCENTER 13.09.2008 Dr. Pavel Khaykin, Dr. Tessa Lennemann, Sebastian Kessler

LAVRA-Clinic. HIVCENTER 13.09.2008 Dr. Pavel Khaykin, Dr. Tessa Lennemann, Sebastian Kessler Internationale Aktivitäten des HIVCENTERS: The HIVCENTER-KARABONG al Partnership The HIVCENTER-LAVRA al Partnership The International Partnership on HIV HIVCENTER 13.09.2008 Dr. Pavel Khaykin, Dr. Tessa

Mehr

Economics of the Public Health Sector in NRW: From Money Pit to Profit Centre

Economics of the Public Health Sector in NRW: From Money Pit to Profit Centre WHO Regional Office for Europe Workshop Public Health Systems and their Effect on Local Economic and Social Development Economics of the Public Health Sector in NRW: From Money Pit to Profit Centre Venice,

Mehr

Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information

Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information Antivirale Therapie bei Patienten mit chronischer Hepatitis C in Deutschland. Medizinische und ökonomische Evaluation der initialen Kombinationstherapie

Mehr

IPBES-Aktivitäten in Deutschland. Dr. Mariam Akhtar-Schuster Deutsche IPBES Koordinierungsstelle, Bonn

IPBES-Aktivitäten in Deutschland. Dr. Mariam Akhtar-Schuster Deutsche IPBES Koordinierungsstelle, Bonn IPBES-Aktivitäten in Deutschland Dr. Mariam Akhtar-Schuster Deutsche IPBES Koordinierungsstelle, Bonn www.de-ipbes.de Nationale IPBES-Struktur IPBES-Sekretariat Nationale Kontaktstelle Deutsche IPBES-Koordinierungsstelle

Mehr

Evidence of strobilurine resistant isolates of A. solani and A. alternata in Germany

Evidence of strobilurine resistant isolates of A. solani and A. alternata in Germany Technische Universität München Evidence of strobilurine resistant isolates of A. solani and A. alternata in Germany H. Hausladen, B. Adolf and J. Leiminger outline introduction material and methods results

Mehr

INRswiss Tag INR. Neue orale Antikoagulanzien. Wasser Fluch oder Segen? Fluch oder Segen? Es kommt darauf an! 54.j. Mann. 54.j. Mann. 54.j.

INRswiss Tag INR. Neue orale Antikoagulanzien. Wasser Fluch oder Segen? Fluch oder Segen? Es kommt darauf an! 54.j. Mann. 54.j. Mann. 54.j. IRswiss Tag IRswiss Tag eue orale Antikoagulanzien Wasser Fluch oder Segen? Fluch oder Segen? Es kommt darauf an! Beschwerden, Schmerzen im Brustbereich Abklärungen ergeben anfallartiges Vorhofflimmern

Mehr

Priorisierung und Rationierung am Krankenbett. Ergebnisse empirischer Studien

Priorisierung und Rationierung am Krankenbett. Ergebnisse empirischer Studien Priorisierung und Rationierung am Krankenbett. Ergebnisse empirischer Studien Prof. Dr. med. Dr. phil. Daniel Strech Juniorprofessor für Medizinethik Institut für Geschichte, Ethik & Philosophie der Medizin

Mehr

Closed-Loop Healthcare Monitoring in a Collaborative Heart Failure Network

Closed-Loop Healthcare Monitoring in a Collaborative Heart Failure Network Closed-Loop Healthcare Monitoring in a Collaborative Heart Failure Network Graduelle Anpassung der Versorgungsstruktur R. Modre-Osprian 1,*, G. Pölzl 2, A. VonDerHeidt 2, P. Kastner 1 1 AIT Austrian Institute

Mehr

Paola Santini. Die Therapietreue bei polypharmakologisch behandelten Geriatriepatienten. Eine qualitative Studie im Tessin.»

Paola Santini. Die Therapietreue bei polypharmakologisch behandelten Geriatriepatienten. Eine qualitative Studie im Tessin.» Paola Santini Master Public Management and Policy (PMP) Wirtschaftwissenschaftliche Fakultät und kommunikationswissenschaftliche Fakultät Universität der italienischen Schweiz, Lugano Swiss Public Administration

Mehr

Vom Musiker-Ehrenamt zur professionellen, evidenzbasierten Intervention

Vom Musiker-Ehrenamt zur professionellen, evidenzbasierten Intervention 00:00:00 00:02:00 00:04:00 00:06:00 00:08:00 00:10:00 00:12:00 00:14:00 00:16:00 00:18:00 00:20:00 00:22:00 00:24:00 00:26:00 00:28:00 00:30:00 Vom Musiker-Ehrenamt zur professionellen, evidenzbasierten

Mehr

Disease Management Programme und Rehabilitation eine ökonomische Perspektive

Disease Management Programme und Rehabilitation eine ökonomische Perspektive Ausschuss Rehabilitation der GVG Disease Management Programme und Rehabilitation eine ökonomische Perspektive Prof. Dr. rer.pol. Jürgen Wasem Sprecher der AG Reha-Ökonomie im Förderschwerpunkt Rehabilitationswissenschaften

Mehr

Zertifikate: Nutzen für wen?

Zertifikate: Nutzen für wen? Zertifikate: Nutzen für wen? Zertifikate = Bessere Qualität? Hans Ulrich Rothen, Vorsitzender Qualitätskommission Inselspital Zertifizierungen Überprüfung von Prozessen (Arbeitsabläufen) und deren Ergebnisse

Mehr

Therapeutischer Nutzen, Kosten-Nutzen Verhältnis, EbM als Priorisierungskriterien? Ergebnisse aus der Äztinnenbefragung

Therapeutischer Nutzen, Kosten-Nutzen Verhältnis, EbM als Priorisierungskriterien? Ergebnisse aus der Äztinnenbefragung Therapeutischer Nutzen, Kosten-Nutzen Verhältnis, EbM als Priorisierungskriterien? Ergebnisse aus der Äztinnenbefragung Adele Diederich Jacobs University Bremen 34. Kongress des Deutschen Ärztinnenbundes

Mehr

Risikomanagement im Gesundheitswesen Eine ökonomische Nutzen-Analyse unter Einbezug der Haftpflichtversicherungsprämien

Risikomanagement im Gesundheitswesen Eine ökonomische Nutzen-Analyse unter Einbezug der Haftpflichtversicherungsprämien Risikomanagement im Gesundheitswesen Eine ökonomische Nutzen-Analyse unter Einbezug der Haftpflichtversicherungsprämien GQMG-Jahrestagung am 14. und 15. April 2011 Das Qualitätsversprechen: Qualität und

Mehr

http://www.mig.tu-berlin.de

http://www.mig.tu-berlin.de Management im Gesundheitswesen IV: Gesundheitsökonomische Evaluation Studientypen und Datenquellen; Erfassung und Bewertung von klinischen Ergebnisparametern Querschnittstudie Überblick Studientypen Beobachtungsstudien

Mehr

Ansprechtypen auf antivirale Therapie

Ansprechtypen auf antivirale Therapie Protokoll zum 11. interdisziplinären Qualitätszirkel Hepatitis B/C und Drogengebrauch vom 11.3.2009 HCV-Therapie der Nonresponder Experte: Moderation: Leitung: Prim. Univ.-Doz. Dr. Michael Gschwantler*

Mehr

7. Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses

7. Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses 7. Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses Themenfeld 3: Qualitätsmessung in der ambulanten Versorgung Qualitätszielfestlegung und Qualitätsmessung in praxisspezifischen DMP-Feedback-Berichten

Mehr

Supply Chain Analytics. Mangelnde Datenqualität Lücken in der Informations-Supply Chain. Dr. Jack Thoms

Supply Chain Analytics. Mangelnde Datenqualität Lücken in der Informations-Supply Chain. Dr. Jack Thoms Supply Chain Analytics Mangelnde Datenqualität Lücken in der Informations-Supply Chain Dr. Jack Thoms Komplexitätstreiber im automobilen Wertschöpfungsnetzwerk Supply Chain Management 27 Jahre Theorie

Mehr

Update Hepatitis B und C

Update Hepatitis B und C Update Hepatitis und C Dr. med. eat Helbling und Prof. Dr. med. Stephan Vavricka beat.helbling@hin.ch stephan.vavricka@usz.ch VZI www.gastrobethanien.ch Symposium, 28.1.2016 s HV und HCV 2016 Screening

Mehr

What`s new in arrhythmias? Highlights vom ESC 2006 in Barcelona

What`s new in arrhythmias? Highlights vom ESC 2006 in Barcelona What`s new in arrhythmias? Highlights vom ESC 2006 in Barcelona Bielefeld, 13.09.2006 ACC/AHA/ESC Guidelines 2006 for the Management of Patients With Atrial Fibrillation ACC/AHA/ESC Guidelines 2006 for

Mehr

Soziale Absicherung bei HIV und AIDS

Soziale Absicherung bei HIV und AIDS Helga Exner-Freisfeld Soziale Absicherung bei HIV und AIDS Sozialmedízínische und -rechtliche Aspekte der Versorgung Vorworter: Prof.Dr.med. W. Stille und Dr.paed. Ulrich Heide Inhalt Vorworte 5 1. Einleitung

Mehr

Nichtinfektiöse Komplikationen der HIV Infektion. Christoph Plöger Mannheimer Onkologie Praxis info@mannheimer-onkologie-praxis.de

Nichtinfektiöse Komplikationen der HIV Infektion. Christoph Plöger Mannheimer Onkologie Praxis info@mannheimer-onkologie-praxis.de Nichtinfektiöse Komplikationen der HIV Infektion Christoph Plöger Mannheimer Onkologie Praxis info@mannheimer-onkologie-praxis.de Todesursache in einer Kohorte von 23442 Patienten mit HIV Infektion 50,0%

Mehr

Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie. Optimized treatment of raaa patients. Hubert Schelzig

Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie. Optimized treatment of raaa patients. Hubert Schelzig Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie Optimized treatment of raaa patients Hubert Schelzig Clinic for Vascular and Endovascular Surgery, Heinrich-Heine-University, Düsseldorf, Germany Seite 2 Seite

Mehr

Fallstricke in der HIV-Diagnostik. Elisabeth Puchhammer-Stöckl Department für Virologie Medizinische Universität Wien

Fallstricke in der HIV-Diagnostik. Elisabeth Puchhammer-Stöckl Department für Virologie Medizinische Universität Wien Fallstricke in der HIV-Diagnostik Elisabeth Puchhammer-Stöckl Department für Virologie Medizinische Universität Wien HIV-Infektion: Diagnostik- Zeitverlauf Nach Pilcher et al, 2004 HIV-Infektion: Diagnostik-

Mehr

ZUKÜNFTIGE KOSTEN VON DEMENZ IN DEUTSCHLAND. Uta Ziegler & Gabriele Doblhammer Universität Rostock Rostocker Zentrum für Demographischen Wandel

ZUKÜNFTIGE KOSTEN VON DEMENZ IN DEUTSCHLAND. Uta Ziegler & Gabriele Doblhammer Universität Rostock Rostocker Zentrum für Demographischen Wandel ZUKÜNFTIGE KOSTEN VON DEMENZ IN DEUTSCHLAND Uta Ziegler & Gabriele Doblhammer Universität Rostock Rostocker Zentrum für Demographischen Wandel Statistische Woche, Köln, 17. September 2008 - Fragestellung

Mehr

Molekulare Mechanismen der Pathogenese bei Infektionskrankheiten. HIV-Pathogenese. Hans-Georg Kräusslich

Molekulare Mechanismen der Pathogenese bei Infektionskrankheiten. HIV-Pathogenese. Hans-Georg Kräusslich Molekulare Mechanismen der Pathogenese bei Infektionskrankheiten HIV-Pathogenese Hans-Georg Kräusslich Abteilung Virologie, Hygiene Institut INF 324, 4.OG http://www.virology-heidelberg.de Eine Pandemie

Mehr

A Teil. HIV-Infektionen stellen ein ernsthaftes gesundheitliches

A Teil. HIV-Infektionen stellen ein ernsthaftes gesundheitliches GESUNDHEITSAMT DES BUNDESSTAATS NEW YORK AIDS Institute Einwilligungserklärung für HIV-Tests HIV Tests sind freiwillig. Die Einwilligungserklärung kann jederzeit durch Mitteilung an Ihren Arzt zurückgezogen

Mehr

Die bewegte Frau. HIV-infizierte Frauen in Deutschland: eine Standortbestimmung 2006. Dr.med. Christiane Cordes Berlin

Die bewegte Frau. HIV-infizierte Frauen in Deutschland: eine Standortbestimmung 2006. Dr.med. Christiane Cordes Berlin Die bewegte Frau HIV-infizierte Frauen in Deutschland: eine Standortbestimmung 2006 Dr.med. Christiane Cordes Berlin HIV im Dialog 2006 Epidemiologie Deutschland 2006 49.000 HIV-Infizierte Infizierte insgesamt

Mehr

Auszug aus dem Strukturierten Qualitätsbericht

Auszug aus dem Strukturierten Qualitätsbericht Auszug aus dem Strukturierten Qualitätsbericht gemäß 137 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 SGB V für das Berichtsjahr 2010 Institut für Virologie B-37 Institut für Virologie B-37.1 Allgemeine Angaben : Institut für

Mehr

Hepatitis C: Was gibt es Neues?

Hepatitis C: Was gibt es Neues? Hepatitis C: Was gibt es Neues? Heiner Wedemeyer Medizinische Hochschule Hannover 1 37 Jähriger Patient, Fibrose HCV-Genotyp 3a, HCV-RNA >800.000 IU/ml Z.n. PEG-IFN/RBV, Abbruch bei starken Nebenwirkungen

Mehr

Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten

Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten Studiendesign und Statistik: Interpretation publizierter klinischer Daten Dr. Antje Jahn Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik Universitätsmedizin Mainz Hämatologie im Wandel,

Mehr

Entwicklung und Evaluation eines interaktiven Informationssystems für Patienten/innen mit chronischen Erkrankungen

Entwicklung und Evaluation eines interaktiven Informationssystems für Patienten/innen mit chronischen Erkrankungen Entwicklung und Evaluation eines interaktiven Informationssystems für Patienten/innen mit chronischen Erkrankungen Nina Weymann, Martin Härter, Jörg Dirmaier Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut

Mehr

IT Governance im Zusammenspiel mit IT Audit

IT Governance im Zusammenspiel mit IT Audit IT Governance im Zusammenspiel mit IT Audit ISACA After Hours Seminar Nicola Varuolo, Internal Audit AXA AXA Gruppe 52 Millionen Kunden weltweit 79 Milliarden Euro Geschäftsvolumen 150 000 Mitarbeitende

Mehr

Gemeinsam sind wir stark: Top-down versus Bottom-up wir brauchen Beides!

Gemeinsam sind wir stark: Top-down versus Bottom-up wir brauchen Beides! Gemeinsam sind wir stark: Top-down versus Bottom-up wir brauchen Beides! Helen Strebel Mai 2016 Top- down & Bottom-up Top-down Vorgehen Partizipation soziale Rollen Betätigungen Aktivitäten Körperfunktionen

Mehr

Die Krankenversicherung der Zukunft Pro und Contra für Ärzte und Patienten

Die Krankenversicherung der Zukunft Pro und Contra für Ärzte und Patienten Fortbildungsveranstaltung des Hartmannbund Nordrhein 26. 26. Januar Januar 2005, 2005, Oberhausen Die Krankenversicherung der Zukunft Pro und Contra für Ärzte und Patienten Prof. Dr. Jürgen Wasem Alfried

Mehr

Algorithms for graph visualization

Algorithms for graph visualization Algorithms for graph visualization Project - Orthogonal Grid Layout with Small Area W INTER SEMESTER 2013/2014 Martin No llenburg KIT Universita t des Landes Baden-Wu rttemberg und nationales Forschungszentrum

Mehr

The new IFRS proposal for leases - The initial and subsequent measurement -

The new IFRS proposal for leases - The initial and subsequent measurement - Putting leasing on the line: The new IFRS proposal for leases - The initial and subsequent measurement - Martin Vogel 22. May 2009, May Fair Hotel, London 2004 KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft

Mehr

AWMF Delegiertenkonferenz

AWMF Delegiertenkonferenz AWMF Delegiertenkonferenz Frankfurt, 15. November 2014 11. Revision der ICD Ulrich Vogel Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) Im Geschäftsbereich des 11. Revision der

Mehr

Risiko- / Versicherungsökonomie und Gesundheitsökonomie an der Leibniz Universität Hannover

Risiko- / Versicherungsökonomie und Gesundheitsökonomie an der Leibniz Universität Hannover Risiko- / Versicherungsökonomie und Gesundheitsökonomie an der Leibniz Universität Hannover Agenda Wer sind wir? Was machen wir? Was sind die Themen von morgen? Ernst Zinsser 1952 Prof. Dr. J.-M. Graf

Mehr

improvement of patient outcome

improvement of patient outcome BrainMet - GBG 79 Brain Metastases in Breast Cancer Network Germany (BMBC) Meeting a clinical need for the improvement of patient outcome Priv. Doz. Dr. Marc Thill, AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt

Mehr