Überschuldung Jugendlicher und junger Erwachsener. Eine Herausforderung für die finanzielle Allgemeinbildung

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1 Überschuldung Jugendlicher und junger Erwachsener Eine Herausforderung für die finanzielle Allgemeinbildung

2 Definition Verschuldung Eine Verschuldung liegt immer dann vor, wenn ein Mensch Schulden hat -unabhängig davon, wie großdie mit diesen Schulden verbundene objektive und subjektive Belastung ist. Überschuldung Eine Überschuldung liegt dann vor, wenn nach Abzug der finanziellen Mittel für den grundlegenden Lebensbedarf der verbleibende Rest nicht ausreicht, um Zahlungsverpflichtungen pünktlich zu erfüllen. M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 2

3 Gesetzliche Grundlagen Nicht geschäftsfähig: Kinder unter 7 Jahren 104 (1) BGB Eingeschränkt/beschränkt geschäftsfähig: bis 18 Jahre 106 BGB Taschengeldparagraph 110 BGB Volle Geschäftsfähigkeit ab 18 Jahren ggf. mit Einschränkungen M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 3

4 mögliche Ansätze einer finanziellen Allgemeinbildung Wissen/Kompetenzen schaffen in Bezug auf den Umgang mit Geld und Geldgeschäften Befähigung zur Reflexion der inneren Einstellung zur Warenwelt Bewusstmachung der eigenen Zukunfts-und Lebensträume Materielle Werte im Vergleich zu emotionalen Werten M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 4

5 Werbung oder der Wunsch nach Freiheit & Unabhängigkeit Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe die Menschen zusammen, nicht um Pläne zu machen und Holz zu bearbeiten, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, unendlichen Meer. 1 1 Antoine de Saint-Exupéry: Die Stadtin der Wüste{Citadelle}. Ullstein Verlag, Berlin 1998 M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 5

6 Schulden ein wichtiges Standbein unseres Wirtschaftssystems In Deutschland werden die allermeisten Kreditverpflichtungen erfüllt. Ursachen der häufigsten Kreditaufnahmen: Gründung des ersten eigenen Hausstandes Autofinanzierung (erst seit der Abwrackprämie auch wieder verstärkt für Neuwagen) Allgemeine Konsumkredite Umschuldung Versandhandelgeschäfte M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 6

7 Versicherungen Im Schnitt hat jeder Deutsche sechs Versicherungen. Oftmals wird hier jedoch nicht das individuelle Schutzkonzept zugrunde gelegt (ledig / verheiratet/kinder/alter) oder die persönliche Einschätzung der eigenen Risiken, sondern die Überzeugungskraft des Versicherungsvertreters. M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 7

8 Handys Kinder & Jugendliche sind eine bevorzugte Zielgruppe der Telekommunikationsanbieter hatten lediglich 2% aller Jugendlichen ein Mobiltelefon. Aber: Jugendliche bevorzugen mittlerweile prepaid- Verträge zur Kostenkontrolle. Gründe für die verstärkte Nutzung von Handys: M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 8

9 Handys Neue Strukturen innerhalb einer sich ständig verändernden Gesellschaft. Verinselungder kindlichen und jugendlichen Lebensformen. Handy als Zeichen der gesellschaftlichen Akzeptanz (hörbares & sichtbares Statussymbol). Neu: Smartphones M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 9

10 Bürgschaften Aus Liebe oder Abhängigkeit Aus Unsicherheit /Unwissenheit M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 10

11 Situation Elternhaus Primäre Sozialisation Finanzielle Situation Taschengeld Ist Geld ein Thema? Aufklärung Kinder als Entscheidungsträger Peer-group Sozialkompetenzen Jugendlicher / junger Erwachsener Sicherheiten Vermittlung von Wissen Zukunft Gesellschaft Sekundäre /tertiäre Sozialisation Vermittlung von Werten Vermittlung von Wissen Spiegel des eigenen Handelns M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 11

12 Strategien Prävention sollte in aller erster Linie bei Fragen des Wertekanonsbeginnen. Stärkung der Sozialkompetenzen /persönliche /soziale/ Fach-und Methodenkompetenz mit der Zielsetzung: Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins Wunsch: Prävention sollte nicht nach dem Gießkannenprinzip erfolgen, sondern sich im Unterrichtsgebilde aller Fächer verzahnend wiederfinden. M.A. Soz./Päd. Ines Mierau 12

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