ARBEIT HABEN TÄTIG SEIN. Abschiedsvorlesung

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1 ARBEIT HABEN TÄTIG SEIN ETH Zürich Vorbemerkung I) Arbeit vs. Tätigkeit II) Haben & Sein III) Schliessung: bleibt eine Differenz? Nachbemerkung

2 In dem vorliegenden Foliensatz sind die, um einige Ergänzungen erweiterten Textfolien des Vortrags vom 18. Sep enthalten; der Vortrag illustrierte diese nicht nur durch Sprache, sondern auch durch Bildmaterial. Literaturwünsche oder auch spätere Nachfragen richten Sie gerne an:

3 Der Bundesrat anerkennt zwar das Anliegen, der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges DASEIN und die Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Die Einführung [ ] hätte [ ] aber einschneidende negative Auswirkungen insbesondere auf die Wirtschaftsordnung [ ]. Botschaft des Bundesrats v Die Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» wurde am mit gültigen Unterschriften von einer parteipolitisch unabhängigen und konfessionell neutralen Gruppe eingereicht worden. In der Verfassung verankert werden soll:... Das Grundeinkommen soll der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges DASEIN und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen.... Aufzeichnungen zur Arbeitswelt (Deutsches Tagebucharchiv DTA) Emil Schneider ( ): Lehrling in einem Eisenwarengeschäft 17. Oktober 1845: Des Morgens um sechs (im Winter sieben) gehe ich nach dem Geschäft. Dies ist dann schon in der Regel geöffnet, mir bleibt nur noch das Fensterladenöffnen [ ]. Dann beginnt die Arbeit. Obgleich ich mich nun auf alle Weise jetzt schon bestrebe, höhere Obliegenheiten zu den meinigen zu machen, so lassen mir meine besonderen Pflichten als jüngster Lehrling (Steinkohlen zu verkaufen und Nägel zu packen; diese geisttötendste Beschäftigung, die ich kenne und verabscheue) wenig Zeit dazu.

4 Aufzeichnungen zur Arbeitswelt (Deutsches Tagebucharchiv DTA) Emil Schneider ( ): Lehrling in einem Eisenwarengeschäft : Ach, ich möchte lernen, lesen, denken, fühlen u. meinen Geist beschäftigen [ ], aber ach, die Zeit, die ich mein nennen kann, ist so kurz, so bemessen. Je mehr Geltung ich im Geschäft gewinne, desto mehr mache ich Rückschritte in meinen Kenntnissen : [ ] wenn ich nicht hoffend auf die Zeit der Freiheit nach den Lehrjahren sähe, würde ich jetzt von der eingeschlagenen Bahn umkehren. Was hilft mir ein Beruf, dem ich zwar mit Ehre vorstehen kann, der mich aber öde, leer u. unglücklich macht! Gesellschaftlich organisierte Erwerbsarbeit beruht auf dem Verhältnis des Menschen zu seinen Mitmenschen und zur Natur und ist so viel Wert, wie...! an Erhaltung der Natur,! an Kultivierung der Arbeitsgeräte und Arbeitsstätten! an existenzsichernder Entlohnung und! Sinngenerierung bzw. Lebenserfüllung sowie! der Schaffung von Gemeinwohl und! an gerechtem Umgang mit allen Akteure, erreicht wird

5 What makes Canadians sick? Environemet (10%), Biology (15%); Gesellschaftlich organisierte Erwerbsarbeit beruht Health Care (25%), auf dem Verhältnis des Menschen Life (50%): zu Income seinen weit vor Mitmenschen und zur Natur Employment und ist und so Working viel Wert, Conditions! Canadian Medical Association (A. Reid, 2012) wie...! an Erhaltung der Natur,! an Kultivierung der Arbeitsgeräte und Arbeitsstätten! an existenzsichernder Entlohnung und! Sinngenerierung bzw. Lebenserfüllung sowie! der Schaffung von Gemeinwohl und! an gerechtem Umgang mit allen Akteure, erreicht wird EQLS 2012, DGB-Index 2007 Gesellschaftlich organisierte Erwerbsarbeit 2012, CH HR-Barometer: beruht auf dem Verhältnis des Menschen Einkommen zu seinen liegt unter den subjektiven Erwartungen Mitmenschen und zur Natur und ist so viel Wert, wie...! an Erhaltung der Natur,! an Kultivierung der Arbeitsgeräte und Arbeitsstätten! an existenzsichernder Entlohnung und! Sinngenerierung bzw. Lebenserfüllung sowie! der Schaffung von Gemeinwohl und! an gerechtem Umgang mit allen Akteure, erreicht wird

6 Der ungeklärte Anteil im Verhältnis Gesellschaftlich organisierte Erwerbsarbeit zur gesamten Lohndifferenz beruht auf dem Verhältnis des Menschen zu seinen Mitmenschen und zur Natur und ist so viel Wert, wie...! an Erhaltung der Natur,! an Kultivierung der Arbeitsgeräte und Arbeitsstätten! an existenzsichernder Entlohnung und! Sinngenerierung bzw. Lebenserfüllung sowie! der Schaffung von Gemeinwohl und! an gerechtem Umgang mit allen Akteure, erreicht wird zwischen Frauen und Männern beträgt in der CH 39% (LSE, 2008) Leben ist ein System einander ablösender Tätigkeiten Die Tätigkeit ist eine ganzheitliche, nicht aber eine additive Lebenseinheit des körperlichen Subjekts [ ] deren Funktion darin besteht, das Subjekt in der gegenständlichen Welt zu orientieren. (A.N. Leontjew, 1982, 82) A.N. Leontjew, 1982, S. 83 [ ] welche Struktur sie [die Tätigkeit] auch immer annimmt, man kann sie niemals isoliert von den gesellschaftlichen Beziehungen, vom Leben in der Gesellschaft betrachten [ ] A.N. Leontjew, 1982, 74

7 Die Mensch-Umwelt Beziehung Mensch (frei- Gemeinnützige) Tätigkeit Umwelt Psychologie der Freiwilligenarbeit Freiwilligenarbeit, Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement verstehen und gestalten mit angewandter Psychologie Was motiviert Freiwillige? Wie organisiert man ehrenamtliche Arbeit? Wie gestaltet man die Aufgaben Freiwilliger? Diese Fragen werden immer häufiger gestellt in Kommunen, sozialen Einrichtungen, Vereinen, von Psychologen, Sozialarbeitern, Freiwilligenkoordinatoren und Ehrenamtsbeauftragten. Denn ohne Ehrenamtliche würde unser gesellschaftliches Zusammenleben nicht funktionieren und frei-gemeinnützige Arbeit unterliegt einer anderen Logik als die klassische Erwerbsarbeit. Der Inhalt Dieses Buch liefert psychologische Grundlagen, Praxisbeispiele und konkrete Ideen für ein besseres Verständnis und die Umsetzung von Freiwilligenarbeit, sodass diese als sinnstiftend erlebt und dauerhaft betrieben werden kann. Es erklärt, wie das Thema sozial- sowie arbeits- und organisationspsychologisch einzuordnen ist, wodurch frei-gemeinnützige Arbeit motiviert und wie sie organisiert wird u.v.m. Außerdem werden besondere Engagementfelder (Palliative Care, Seniorinnen und Senioren im Klassenzimmer, Eventfreiwillige), neue Formen der Freiwilligkeit (Voluntourismus) sowie Befunde im europäischen Vergleich vorgestellt. Die Zielgruppen Praktiker, Wissenschaftler, Studierende und Freiwilligenkoordinatoren und -manager, die mit der Erforschung, Organisation und Gestaltung ehrenamtlicher Tätigkeiten befasst sind. Die Herausgeber und Autoren Herausgeber Prof. Dr. leitet die Arbeitsgruppe Psychologie der Arbeit der ETH Zürich Dr. Stefan Güntert ist Oberassistent in dieser Arbeitsgruppe. Das Autorenteam besteht aus renommierten Expertinnen und Experten der Wirtschaftspsychologie. ISBN Rebecca Brauchli Michael Dick Gian-Claudio Gentile Stefan T. Güntert Julia Humm Patrick F. Jiranek Elisabeth Kals Hanna Ketterer Harald A. Mieg Gina Mösken Max G. Neufeind Jeannette Oostlander Romualdo Ramos Susan van Schie Isabel T. Strubel Wehner Güntert 1 Psychologie der Freiwilligenarbeit Stefan T. Güntert Psychologie der Freiwilligenarbeit Motivation, Gestaltung und Organisation

8 Das Motto ist eindeutig: Ich und die (Bürger-)Gesellschaft...mir ginge es nicht um Beschäftigung meine Arbeit hatte ich ja...jobs hatte ich doch genug, hier ging`s mir um was anderes...schon auch Arbeit, aber nicht wie im Geschäft, oder zu Hause und so...eigentlich bräuchten wir Freiwillige, die das als Arbeitsplatz sehen, aber das kann ich nicht verlangen (Freiwilligenkoordinatorin in einem Spital) Was ist kennzeichnend für die Erwerbsarbeit, was für Frei-gemeinnützige Tätigkeiten?(Güntert/ Wehner 2014)

9 ...treffen die folgenden Aussagen stärker auf Ihre Freiwilligenarbeit oder auf Ihre Erwerbsarbeit zu? Diese Arbeit......ist wichtig für andere Menschen...sagt viel darüber aus, wer ich bin...ist abwechslungsreich...bietet Herausforderungen Bei dieser Arbeit......schreibt mir niemand etwas vor...kommt es vor, dass ich mich ungerecht behandelt fühle...fühle ich mich mitunter überfordert...stehe ich moralisch uneingeschränkt hinter dem, was ich tue Beispielfrage A&O-Kategorie Bedeutsamkeit & Ausdruck der Persönlichkeit Vielfalt & Wachstum Autonomie & Freiheit Belastungen & Konflikte N = 165; mind. 40% Erwebstätigkeit Wichtig für andere Etwas bewegen Wichtige Themen Was für ein Mensch Vielfalt Neue Dinge Herausforderungen Kreativität Selbständig entscheiden Kein Vorschreiben Flow-Erleben Ungerechtigkeit Sinnzweifel Überforderung Moral 60% 40% 20% 0 20% 40% 60%...stärker Freiwilligenarbeit...stärker Erwerbsarbeit

10 N = 165; mind. 40% Erwebstätigkeit Wichtig für andere Etwas bewegen Wichtige Themen Bedeutsamkeit & Ausdruck der Persönlichkeit Was für ein Mensch Vielfalt Neue Dinge Herausforderungen Vielfalt & persönliches Wachstum Kreativität Selbständig entscheiden Kein Vorschreiben Autonomie & Freiheit Flow-Erleben Ungerechtigkeit Sinnzweifel Belastungen & Konflikte Überforderung Moral 60% 40% 20% 0 20% 40% 60%...stärker Freiwilligenarbeit...stärker Erwerbsarbeit Ergänzungs- u/o Kompensationsmotive durch Freigemeinnützige Tätigkeiten(Neufeind/ Wehner 2014)

11 Ergänzung u/o Kompensation von Erwerbsarbeitsdefiziten durch Freiwilligenarbeit? Ich engagiere mich, um eine sinnvolle Aufgabe jenseits meiner EWA zu finden. Ich will einer FWA nachgehen, die meinen Interessen mehr entspricht als meine EWA. Ergänzungsmotiv Kompensationsmotiv Bei Angestellten stärker ausgeprägt als bei Freiberuflern Bedeutung sinkt mit steigendem Bildungsniveau Je weniger Stellenprozente desto ausgeprägter das Ergänzungsmotiv Bedeutung sinkt mit steigendem Einkommen Höhere Bedeutung bei jüngeren Personen Keine Geschlechtsunterschiede Bei meiner FWA kann ich Sorgen aus der Erwerbsarbeit vergessen. Durch meine FWA kann ich Stress aus der Erwerbsarbeit abbauen Freiwillige des Roten Kreuz in 8 europäischen Ländern Kontrollvariablen: Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen, Partner- u. Familiensituation, Erwerbsstatus u. Umfang; (Neufeind/ Wehner 2014) Wer ergänzt, wer kompensiert Erwerbsarbeitsdefizite durch Freiwilligenarbeit? Ich engagiere mich, um eine sinnvolle Aufgabe jenseits meiner EWA zu finden. Bei meiner FWA kann ich Sorgen aus der Erwerbsarbeit vergessen. Ich will einer FWA nachgehen, die meinen Interessen mehr entspricht als meine EWA. Durch meine FWA kann ich Stress aus der Erwerbsarbeit abbauen. Autonomie in der Freiwilligenarbeit trägt zu höherer Lebenszufriedenheit bei, auch wenn der Einfluss der Autonomie in der Erwerbsarbeit kontrolliert wird. Der negative Gesundheitseffekt von Belastungen in der Erwerbsarbeit wird abgefedert wenn Menschen frei-gemeinnützig tätig sind Freiwillige des Roten Kreuz in 8 europäischen Ländern Kontrollvariablen: Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen, Partner- u. Familiensituation, Erwerbsstatus u. Umfang; (Neufeind/ Wehner 2014)

12 Haben oder Sein: Zwei Existenzweisen...herrscht der Geist des Seins, dann gilt...! die Produktion hat der Erfüllung der wahren Bedürfnisse des Menschen und nicht den Erfordernissen der Wirtschaft zu dienen! das Ausbeutungsverhältnis der Natur durch den Menschen wird durch ein Kooperationsverhältnis zwischen Mensch und Natur ersetzt! der wechselseitige Antagonismus zwischen den Menschen ist durch Solidarität zu ersetzen! oberste Ziele des gesellschaftlichen Arrangements sind das Wohlsein und die Verhinderung menschlichen Leids! maximaler Konsum ist durch Konsum zum Wohle des Menschen zu ersetzen! der einzelne Mensch wird zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben motiviert Fromm, Erich: To Have or to Be? 1976; Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft. Stuttgart DVA, 1976, S. 156

13 Normativer, radikaler Humanismus vs. soziologischer Relativismus! für die psychische Gesundheit gelten universelle Kriterien, die gefördert oder unterdrückt werden können und den Charakter mitbestimmen vs.! der Mensch ist (fast) unbegrenzt formbar und kann unter fast allen Bedingungen leben! Eine Gesellschaft, die in den Grundzügen funktioniert, ist gesund; psychische Störungen sind im Individuum, als mangelnde Anpassungsfähigkeit zu suchen Haben oder Sein: Zwei Existenzweisen! Der am Haben orientierte Mensch verzichtet auf den Selbstand / Eigenwert & bedient sich einer Krücke! In der westlichen Welt kann alles gehabt werden: Kinder, Ehre, Gesundheit, Erinnerungen, Probleme...! Auch die Orientierung am Nicht-Haben ist eine Habenorientierung! Die Wurzeln sind im sozio-ökonom. Lebensschicksal zu suchen; die Überwindung geht von einem vergesellschafteten Menschen aus.

14 Über das Haben einige der 33 Ansichten von Harald Weinrich (2012)! HAT Aristoteles die Kategorien nur beziffert oder bereits gerankt?! Auch Kategorien HABEN eine Halbwertzeit: Kant HAT reduziert! Schopenhauer HAT wieder, am besten an sich selber...! Heidegger HAT Haus ohne Hof, obwohl das Zeug Zuhanden gewesen wäre! G. Marcel und G. Stern sehen es Anders: HABEN fügt sich dem Ich hinzu! Sartre liebte die Dreieckskonstellation: Ich bin, was ich mir zu eigen gemacht habe! Bourdieu`s HABITUS kehrt an den Anfang zurück: HABEN ist GUTHABEN Über das Haben einige der 33 Ansichten von Harald Weinrich (2012) 1. Substanz (ousia, SEIN) HABEN (echein, hexis); er ist beschuht, bewaffnet..! HAT Aristoteles die Kategorien nur beziffert oder bereits gerankt?! Auch Kategorien HABEN eine Halbwertzeit; Kant HAT reduziert! Schopenhauer HAT wieder! Heidegger HAT Haus ohne Hof, obwohl das Zeug hierfür da ist! G. Marcel und G. Stern sehen es Anders! Sartre liebte die Dreieckskonstellation HABEN (echein, hexis) 1. Ein Habitus, Disposition (da man ja sagt, dass einer eine Fähigkeit, Kompetenz HAT)! Bourdieu`s HABITUS kehrt an den Anfang zurück 7. Ein Besitz (da man ja sagt, dass jmd. ein Haus oder ein Feld HAT)

15 Über das Haben einige der 33 Ansichten von Harald Weinrich (2012)...je mehr einer an sich selber HAT, desto weniger bedarf er von aussen und desto weniger auch können die Übrigen ihm SEIN A. Schopenhauer: Aphorismen zur Lebensweisheit (1851)! HAT Aristoteles die Kategorien nur beziffert oder bereits gerankt?! Auch Kategorien HABEN eine Halbwertzeit; Kant HAT reduziert! Schopenhauer HAT wieder! Heidegger HAT Haus ohne Hof, obwohl das Zeug hierfür da ist! G. Marcel und G. Stern sehen es Anders! Sartre liebte die Dreieckskonstellation! Bourdieu`s HABITUS kehrt an den Anfang zurück Über das Haben einige der 33 Ansichten von Harald Weinrich (2012) Wir bewohnen nicht nur ein Haus des SEINS, sondern bevölkern auch einen Hof des HABENS : Wenn die Kategorie des SEINS als DA-SEIN gelebt wird, gehört auch das DA- HABEN und das dienliche Zeug dazu. H.Weinrich, 2012! HAT Aristoteles die Kategorien nur beziffert oder bereits gerankt?! Auch Kategorien HABEN eine Halbwertzeit; Kant HAT reduziert! Schopenhauer HAT wieder! Heidegger HAT Haus ohne Hof, obwohl das Zeug hierfür da ist! G. Marcel und G. Stern sehen es Anders! Sartre liebte die Dreieckskonstellation! Bourdieu`s HABITUS kehrt an den Anfang zurück

16 Über das Haben einige der 33 Ansichten von Harald Weinrich (2012) Das unwiderrufliche, HABEN des Leibes ist ein HABEN schlechthin. G. Anders 1928 Was ich HABE fügt sich meinem ICH hinzu G. Marcel, 1935! HAT Aristoteles die Kategorien nur beziffert oder bereits gerankt?! Auch Kategorien HABEN eine Halbwertzeit; Kant HAT reduziert! Schopenhauer HAT wieder! Heidegger HAT Haus ohne Hof, obwohl das Zeug hierfür da ist! G. Marcel und G. Stern sehen es Anders: HABEN fügt sich hinzu! Sartre liebte die Dreieckskonstellation! Bourdieu`s HABITUS kehrt an den Anfang zurück Über das Haben einige der 33 Ansichten von Harald Weinrich (2012) HABEN, Tun & SEIN sind die grundlegenden Kategorien: Besitzen heisst, etwas zu eigen zu HABEN J.-P. Sartre, 1943! HAT Aristoteles die Kategorien nur beziffert oder bereits gerankt?! Auch Kategorien HABEN eine Halbwertzeit; Kant HAT reduziert! Schopenhauer HAT wieder! Heidegger HAT Haus ohne Hof, obwohl das Zeug hierfür da ist! G. Marcel und G. Stern sehen es Anders! Sartre liebte die Dreieckskonstellation! Bourdieu`s HABITUS kehrt an den Anfang zurück

17 Über das Haben einige der 33 Ansichten von Harald Weinrich (2012) Der HABITUS ist praktischer Bestand von Dispositionen, er ist ein GUTHABEN, das man durch Handeln bewirtschaften kann P. Bourdieu, 1970, Weinrich, 2012! HAT Aristoteles die Kategorien nur beziffert oder bereits gerankt?! Auch Kategorien HABEN eine Halbwertzeit; Kant HAT reduziert! Schopenhauer HAT wieder! Heidegger HAT Haus ohne Hof, obwohl das Zeug hierfür da ist! G. Marcel und G. Stern sehen es Anders! Sartre liebte die Dreieckskonstellation! Bourdieu`s HABITUS kehrt an den Anfang zurück Über das Haben einige der 33 Ansichten von Harald Weinrich (2012)! HAT Aristoteles die Kategorien nur beziffert oder bereits gerankt?! Auch Kategorien HABEN eine Halbwertzeit: Kant HAT reduziert! Schopenhauer HAT wieder, am besten Es braucht eine integrale an sich selber... Ontologie, die das Haus des! Heidegger HAT Haus ohne Hof, obwohl SEINS und den Hof des das Zeug Zuhanden gewesen wäre HABENS berücksichtigt! G. Marcel und G. Stern sehen es Weinrich, 2012 Anders: HABEN fügt sich dem Ich hinzu! Sartre liebte die Dreieckskonstellation: Ich bin, was ich mir zu eigen gemacht habe! Bourdieu`s HABITUS kehrt an den Anfang zurück: HABEN ist GUTHABEN

18 Die Differenz zwischen Arbeit haben und Tätigsein liegt auf dem Gebiet der Sinngenerierung In den Lehrbüchern der Arbeitspsychologie (dt/ engl./franz./ital.) fehlt ein Kapitel zum Sinn! Der persönliche Sinn (Leontjew, 1982, 145 ff)! Die Bewusstseinsfunktion der Motive besteht darin, dass sie den Lebenswert der (scheinbar) objektiven Bedeutungen und der Handlungen des Subjekts bewerten und ihnen dadurch persönlichen Sinn verleihen! Psychologisch gesprochen, existieren die objektiven Bedeutungen nur als Realisierung des persönlichen Sinns

19 Was ist kennzeichnend für die Erwerbsarbeit, was für Frei-gemeinnützige Tätigkeiten?(Wehner i.vorbr.) Ich bin nicht hier, um den Sinn des Lebens zu entdecken; ein gutes Einkommen reicht schon Kernsatz aus einem Interview mit einer Freiwilligen Um Sinnerleben geht es mir! Würde ich die Tätigkeit bezahlt bekommen, würde ich sie nicht mehr machen Kernsatz aus einem Interview mit einer Erwerbsperson! Wenn (Erwerbs-)Arbeit HABEN auf Grund von hoher Abhängigkeit zur Hauptsache wird, frustriert sie den Wille zum Sinn, wodurch ein existenzielles Vakuum entsteht, mit Apathie und Leeregefühl. umgekehrt formuliert:! Wenn Frei-gemeinnütziges Tätig Sein auf Grund von hoher Autonomie nicht zur Hauptsache wird, stärkt dies den Wille zum Sinn und könnte in der Lage sein ein latentes Leeregefühl zu kompensieren.

20 Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren Sind Schlüssel aller Kreaturen Wenn die, so singen oder küssen, Mehr als die Tiefgelehrten wissen, Wenn sich die Welt ins freye Leben Und in die Welt wird zurück begeben, Wenn dann sich wieder Licht und Schatten Zu ächter Klarheit werden gatten, Und man in Mährchen und Gedichten Erkennt die wahren Weltgeschichten, Dann fliegt vor Einem geheimen Wort Das ganze verkehrte Wesen fort. Novalis: Schriften, P. Kluckhohn & R.H. Samuel: (1960), S. 344 Agenda für den 19. September Einlass (Kaffee und Gipfeli) Begrüssung durch Christoph Clases Einführung in den 1. Vortragszyklus Prof. Dr. Albert Vollmer Prof. Dr. Hartmut Rosa, Jena Arbeit als Resonanzsphäre: Entfremdung und Burnout als Konsequenzen des Beschleunigungszwangs Diskussion & Visualisierung Dr. Stefan Groß Pause ARBEIT HABEN TÄTIG SEIN von Prof. Dr. 18. September 2014, 17h, Audi Max der ETH Zürich (HG F30) Transdisziplinäres Symposium 19. September 2014, , Semper Aula der ETH Zürich (HG G 60) Einführung in den 2. Vortragszyklus Dr. Max Neufeind ARBEIT HABEN Tätigkeitsgesellschaft oder politische Gemeinschaft? TÄTIG SEIN Prof. Dr. Sascha Liebermann, Bonn Bedingungslose oder bedingte Anerkennung. Arbeitsgesellschaft, Diskussion & Visualisierung Pause von Prof. Dr Einführung in den 3. Vortragszyklus 18. September Prof. Dr. Christoph 2014, 17h, Clases Audi Max der ETH Zürich (HG F30) Prof. Dr. Rahel Jaeggi, Berlin Pathologien der Arbeit Transdisziplinäres Diskussion & Visualisierung Symposium September Verabschiedung 2014, durch 8.00 Theo 13.00, Wehner Semper Aula der ETH Zürich (HG G 60) Stehlunch und informeller Austausch ad libitum

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