MAGAZIN DER ESG ELEKTRONIKSYSTEM- UND LOGISTIK-GMBH III/12

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1 MAGAZIN DER ESG ELEKTRONIKSYSTEM- UND LOGISTIK-GMBH III/12 Schwerpunktthemen ESG auf der ILA Berlin Air Show 2012 Technische Sicherheit von Software in Wehrtechnischen Systemen ServiceXpert ist Trusted Partner für Test- und Integrationsaufgaben ESG Consulting erhält Beratungsauftrag bei Bundesagentur für Arbeit

2 2 & 3 SPEKTRUM III/12 Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung, die ILA Berlin Air Show, zählt alle zwei Jahre zu den herausragenden Terminen im Veranstaltungskalender der ESG. Mit dem dynamischen und hochinnovativen Bereich der Luftfahrt sind schließlich nicht nur die Wurzeln unseres Unternehmens, sondern auch eine Vielzahl unserer richtungsweisenden Lösungen für die Zukunft eng verbunden. Zahlreiche hochrangige Vertreter unseres Hauptkunden Bundeswehr nutzten die Gelegenheit, sich über die Schwerpunkte unserer Ausstellung, die Funktionsweise der Sensorgestützten Landehilfe, die Produktverbesserung Nachtsicht für die Transall sowie neue Entwicklungen im Bereich UAS, intensiv zu informieren. Auf großes Interesse stieß auch der gemeinsam mit der Parlamentsgruppe Luftund Raumfahrt im Deutschen Bundestag veranstaltete Parlamentarische Abend in Bonn, bei dem der neue Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf, die Herausforderungen für das Deutsche Heer in den kommenden Jahren darstellte und seine Konzepte für eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft des Heeres erläuterte. Die durchweg positive Resonanz auf diese Veranstaltungen sind nicht nur Beleg für unsere seit fast fünfzig Jahren gelebte Partnerschaft mit unseren Kunden, sondern zugleich Ansporn, dem Interesse und den damit verbundenen Anforderungen immer wieder aufs Neue gerecht zu werden. Der Ansporn, uns selbst täglich zu verbessern, gilt für alle unserer weltweit mittlerweile über 1600 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Detroit bis Shanghai. Auch in der Herbstausgabe unseres Unternehmensmagazins Spektrum möchten wir Ihnen Beispiele für unser Committment sowie unsere vielfältige Leistungsfähigkeit als unabhängiges, hardwareneutrales System- und Softwarehaus zum Wohl unserer militärischen und zivilen Kunden darstellen: Der Beitrag über technische Sicherheit von Software in wehrtechnischen Systemen unterstreicht die besonderen Fähigkeiten und Kompetenzen der ESG als Engineering-Partner für die Entwicklung und Integration komplexer sicherheitsrelevanter Systeme auf Basis intensiver Domänenkenntnis und Kundennähe. Im Artikel über Funktion und Integrierbarkeit von Steuergeräten ab Seite 8 erfahren Sie mehr über effiziente und effektive Konzepte für Test- und Integrationsaufgaben in der Automobilbranche. Der Artikel ab Seite 10 unterstreicht zudem die besondere Beratungskompetenz für das Management hochkomplexer und weitreichender Projekte zur Optimierung softwaregestützter Prozesse. Darüber hinaus finden Sie auch in diesem Spektrum weitere Nachrichten und Kurzberichte aus der ESG-Gruppe. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre! Ihr Gerhard Schempp, INHALTSVERZEICHNIS IMPRESSUM Herausgeber Verantwortlich für den Inhalt Mitarbeiter dieser Ausgabe Gestaltung Druck ESG auf der ILA Berlin Air Show 2012 Technische Sicherheit von Software in Wehrtechnischen Systemen ServiceXpert ist Trusted Partner für Test- und Integrationsaufgaben ESG Partner der Veranstaltung Opel Mokka Drive Away ESG Consulting erhält Beratungsauftrag bei Bundesagentur für Arbeit dbb Innovationspreis 2012 für das Projekt Prozess-Daten-Beschleuniger P23R verliehen Inspekteur des Heeres hält Keynote auf dem Parlamentarischen Abend in Bonn Kurzmeldungen English Summary ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH Livry-Gargan-Straße 6, Fürstenfeldbruck Tel , Ulrich-Joachim Müller (UJM) Unternehmenskommunikation Margit Fries (MF), Barbara Huber (BH), Jörg Klauck (JK), Johannes Seeberger (JS) ESG Design & Medien Seismografics JK GmbH, Unterschleißheim Auflage 2500 im Oktober 2012 Fotos Alle Abbildungen ESG, wenn nicht anders angegeben. Titelfoto: Renald Strobel

3 ESG auf der ILA Berlin Air Show 2012 Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin ist und bleibt eine der weltweit bedeutendsten Veranstaltungen der Branche. Dies belegen die erneut beeindruckenden Zahlen der Aussteller, Fachbesucher und Medienvertreter, die den Weg zum neuen Veranstaltungsort, dem Berlin ExpoCenter Airport in Schönefeld, gefunden haben, um sich über neueste Hightech-Produkte und Lösungen für den Luftfahrtbereich zu informieren. Als besonders attraktiv für die Messebesucher hat sich dabei die konzeptionelle Erweiterung der Berlin Air Show um zusätzliche Segmente und Kongressinhalte wie beispielsweise Unmanned Aircraft Systems (UAS) erwiesen. Vor diesem Hintergrund konnte auch die ESG, gemeinsam mit ihrer 100%-Tochter AC&S Aerospace Consulting & Services GmbH, die zahlreichen hochrangigen Besucher auf ihrem Messestand von ihrer vielfältigen Leistungs- und Beitragsfähigkeit als luftfahrttechnischer Betrieb für Entwicklung, Integration und Product Support von kundenspezifischen und maßgeschneiderten Einsatz-, Missions- und Unterstützungs-Systemen überzeugen. Besondere Highlights des Messeauftritts der ESG waren Demonstratoren zur Veranschaulichung der Funktionsweise der Sensorgestützten Landehilfe (SeLa) für das fliegende Waffensystem CH-53 GS und zur Darstellung des neuen nachtsichtverträglichen Cockpits für das Transportflugzeug C-160 Transall sowie die neuesten Entwicklungen und Technologien der ESG für den Bereich UAS, demonstriert am Unbemannten Missionsausrüstungsträger (UMAT): SeLa Sensorgestützte Landehilfe für das Waffensystem CH-53 GS Die Staub durchdringenden Radarsensoren von SeLa sind in der Lage, die Höhe des Luftfahrzeugs präzise zu bestimmen. Höhe über Grund, Sinkrate, Horizontalgeschwindigkeit und -beschleunigung in Betrag und Richtung, Entfernung und Richtung zur geplanten Landezone, Roll- und Nickwinkel und Heading sowie die GPS-Koordinaten werden exakt erfasst und dem Piloten mittels hierfür besonders geeigneter Symbologie auf dem Helmet Mounted Display sowie dem Multi Function Display zur Anzeige gebracht. SeLa ermöglicht somit dem Piloten, trotz schwierigster Sichtbedingungen aufgrund aufgewirbelter Partikel in ariden Gebieten die Groundreference jederzeit beizubehalten und somit eine sichere Landung durchzuführen. Produktverbesserung Nachtsichtflugfähigkeit des Transportflugzeugs C-160 Transall für taktische Nachtflugmissionen Die Produktverbesserung C-160 Transall erhöht den Schutz der Besatzung und des Luftfahrzeugs vor Bedrohungen im Einsatz, insbesondere durch optisch gerichtete Waffen. Dies wird durch die verbesserte Nachtsichtflugfähigkeit von 24 mit elektronischem Selbstschutz ausgestatteten Luftfahrzeugen erreicht. Um eine blendfreie Außensicht der mit Nachtsichtbrillen operierenden Luftfahrzeugbesatzung sicherzustellen, ist nahezu die gesamte Innen- und Außenbeleuchtung der Transall zu modifizieren. Nach der Modifikation kann das Luftfahrzeug im nachtsichtfreundlichen (NVIS-)Modus sowie im Infrarotbetrieb eingesetzt werden. Neue Entwicklungen und Technologien für den Bereich UAS, demonstriert am Unbemannten Missionsausrüstungsträger (UMAT) } Kassettenlösung für vereinfachte Integration und Test von Versuchsausrüstung Die von der ESG entwickelte Kassettenlösung ist wesentlicher Bestand-

4 4 & 5 SPEKTRUM III/12 Gerhard Schempp im Gespräch mit dem neuen Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, informierte sich gemeinsam mit dem Amtschef Luftwaffenamt, Generalmajor Peter Funk. Christoph Otten und Götz Graichen im Austausch mit dem Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutant Dieter Naskrent (v.l.n.r.). Götz Graichen und Gerhard Schempp erläutern Bundesministerin Ilse Aigner die Funktionsweise der Sensorgestützten Landehilfe, SeLa (v.l.n.r.). teil des System- und Sicherheitskonzepts des Experimentalträgers UMAT. Sie ermöglicht es, prototypisches, nicht zugelassenes Equipment schnell zu integrieren und zu testen. Gleichzeitig schützt sie den unbemannten Hubschrauber vor gegebenenfalls schädlichen Einflüssen der Versuchsausrüstung, beispielsweise elektromagnetische Störungen. Zusätzliche Sicherungen verhindern die Übertragung elektrischer Fehler und fehlerhafter Signale an den UMAT. } Sense & Avoid Assistenzfunktion (SAAFu) Die Sense & Avoid-Assistenzfunktion ermöglicht dem UAS-Operateur, auftretende Kollisionsrisiken mit anderen Luftfahrzeugen frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Flugmanöver aufzulösen. } IMA³ Integrierte Modulare Architekturen für Avionik- und Automotivesysteme IMA ist ein Architekturkonzept, das für Avioniksysteme als Ergänzung oder Ersatz herkömmlicher Systeme entstanden ist. Ziel dieser Architektur ist im Gegensatz zu einer föderierten Architektur mit funktionsspezifischer Hardware und Software eine Entkopplung von Hardware und Software zu erreichen, um Leistungs- und Kostenvorteile durch Querschnittlichkeit zu realisieren. Auch im Rahmen des ILA-Konferenzprogramms präsentierten die Fachleute der ESG zudem richtungsweisende Technologien und Lösungsansätze: Alan Carson, Projektmanager Geschäftsentwicklung Flugzeug- und UAS-Systeme, stellte neue Ansätze für Lead-in advanced jet training sowie UAS flight, mission, analysis: focused training for individual roles vor, während Dr. René Knorr, Leiter Programme Unbemannte Fliegende Systeme, die ganze Bandbreite der vielfältigen Einsatz- und Nutzungsmöglichkeit des Unbemannten Missionsausrüstungsträgers (UMAT) einem hochinteressierten Publikum darstellte und erläuterte. Auf Wiedersehen auf der ILA 2014 vom 20. bis 25. Mai 2014 auf dem Berlin ExpoCenter Airport! UJM

5 Technische Sicherheit von Software in Wehrtechnischen Systemen ESG Kompetenter Partner für die Entwicklung komplexer sicherheitskritischer Systeme Teilnehmer des Symposiums Technische Sicherheit von Software in Wehrtechnischen Systemen Im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung und in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung fand in Mannheim, vom bis , an der Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik ein Symposium zum Thema Technische Sicherheit von Software in Wehrtechnischen Systemen statt. An der Veranstaltung nahmen rund 130 Offiziere, Wehringenieurinnen, Wehringenieure, Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler aus den Streitkräften, dem Bereich Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung sowie der Industrie, Forschungsinstituten und des TÜV Rheinland teil. Die ESG wurde durch Dipl.-Physikerin Margit Fries und Dipl.-Ingenieur Andreas Hötzel auf dem Symposium vertreten. Ziel des Symposiums war es, im Dialog zwischen der Amtsseite sowie den Vertretern aus den Forschungsinstituten und der Industrie über den Stand der Technik in Bezug auf die Funktionale Sicherheit zu informieren und gemeinsam zukünftige Ansätze für die Umsetzung der Technischen Sicherheit von Software in Wehrtechnischen Systemen zu erörtern. Dipl.-Physikerin Margit Fries und Dipl.-Ingenieur Andreas Hötzel hielten im Rahmen der Veranstaltung einen Vortrag mit dem Titel Einführung eines Safetymanagementsystems mit einem organisationsspezifischen V- Modell XT. Gegenstand des Vortrages waren die Vorstellung der organisationsspezifischen Anpassung des V-Modells XT in der ESG, die vollständige Abbildung der beiden Normen IEC und ISO im bestehenden Software-Engineering-Prozess sowie die Darstellung der Erfahrungen bei der Umsetzung eines sicherheitskritischen Projektes am Beispiel des Bundeswehr-Vorhabens Mörserkampfsystem. Organisationsspezifische Anpassung des V-Modells XT in der ESG Anfang 2006 setzte die ESG eine branchen- und bereichsübergreifende Arbeitsgruppe zur weiteren Optimierung der marktbezogenen Geschäftsund Begleitprozesse ein. Die konkrete Zielsetzung betraf die } Vereinheitlichung des Regelwerkes der ESG zur Planung und Durchführung von Projekten, } die Verringerung des Pflegeaufwands } sowie die Erhöhung der Praktikabilität und damit der Akzeptanz des

6 6 & 7 SPEKTRUM III/12 Projekt-V 2008 ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH Leistungs-V Abbildung 1: Aufteilung der Entscheidungspunkte des V-Modells XT in ein Projekt-V und ein Leistungs-V gesamten Regelwerkes durch einheitliche Regelungen für alle Arten von Aufträgen. Damit einhergehend sollten auch die Begleitprozesse (Projektmanagement, Qualitätssicherung, Konfigurationsmanagement, Problem- und Änderungsmanagement), das Reporting und der Tooleinsatz im Rahmen der Leistungserbringung durch projektspezifische Anpassungen optimiert werden. Ebenso wichtig war eine noch stärkere Integration der besonderen Qualitätsmanagement- Anforderungen der Luftfahrt- und Automobilindustrie in das Regelwerk. Von zentraler Bedeutung für die so formulierten Ziele war die Etablierung eines einzigen universellen State-of-the-Art-Vorgehensmodells zur Planung und Durchführung aller Projekte der ESG. Da das Unternehmen einen Großteil seiner Leistungen auf den Gebieten Systementwicklung Embedded und Systementwicklung IT erbringt, lag es nahe, das V-Modell XT als Basis eines zukünftigen Vorgehensmodells zu definieren. Da das V-Modell XT jedoch ursprünglich nur Systementwicklungsprojekte betrachtet, die ESG aber neben der Systementwicklung Embedded/IT auch über die Portfolioelemente Beratung, Logistik, Technische Dienstleistung, Training und IT-Services verfügt, führte sie vielfältige organisationsspezifische Ergänzungen bzw. Änderungen am V-Modell XT durch. Durch die Unterteilung des V der Entscheidungspunkte in ein oberes Portfolioelement-übergreifendes V ( Projekt- V ), das für alle Portfolioelemente gilt, sowie in mehrere untere Portfolioelement-spezifische V s ( Leistungs-V ), gelang es der ESG, die Projekte aller Portfolioelemente abzubilden. Zusätzlich wurden auf Basis der Best Practices der ESG unzernehmensspezifische Entscheidungspunkte, Aktivitäten, Produkte und Rollen definiert sowie zusätzliche zu den im V-Modell XT definierten, Projektdurchführungsstrategien zugelassen. Da das V-Modell XT im Wesentlichen Aussagen zum Was (Produkt)? Wann (Entscheidungspunkt)? und Durch Wen (Rolle)? macht, die die ESG in der Verfahrensanweisung Planung und Durchführung von Projekten (VA DDP) dokumentiert hat, war es notwendig, auch das Wie (Methode)? und Womit (Tool)? detailliert zu beschreiben. Diese Themen wurden in mehreren Arbeitsanweisungen dokumentiert. Dabei wurden auch Forderungen aus den Qualitätsnormen (z. B. ISO 9001, EN 9100) in die Verfahrens- und Arbeitsanweisungen integriert. Zur Unterstützung des projektspezifischen Tailorings entwickelte die ESG ein eigenes Tailoring- Tool, das optimal an die ESG-spezifischen Belange angepasst ist. Das Tool ELF TALE wurde in einer ersten Version 2007 als Web-Applikation über das firmenweite Intranet zur Verfügung gestellt und wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Integration des Aspektes Funktionale Sicherheit im Regelwerk der ESG Im Rahmen eines weiteren Projektes wurde in den Jahren 2010 und 2011 der Aspekt Funktionale Sicherheit (Safety) in das Regelwerk der ESG integriert und die beiden Normen IEC und ISO vollständig darin abgebildet. Dazu wurden zunächst alle Anforderungen der Normen extrahiert, auf ihre Aussagen hin analysiert und schließlich bewertet, wie und wo im Regelwerk die Anforderungen am sinnvollsten abgebildet werden sollten. Je nachdem, ob die Anforderungen z.b. allgemeingültigen Charakter haben, d. h. jeweils für alle Projekte gelten, oder aber projektspezifisch sind, wurden sie deshalb in der Verfahrensanweisung Planung und Durchführung von Projekten (VA PDP) und Querschnittsprozessen oder aber in projektspezifisch zu befüllenden Templates dokumentiert. Gleichzeitig wurde eine spezielle Arbeitsanweisung Funktionale Sicherheit (AW FuSi) erstellt. Diese umfasst von der Motivation der Thematik über die Methodik der Abbildung der Normen im Regelwerk und die Erklärung der grundlegenden Begriffe bis hin zur detaillierten Darstellung der Methoden, Tools und Best Practices, Vorgaben und Hinweise zur Funktionalen Sicherheit alle für die Anwender notwendigen Informationen. Die Inhalte der AW FuSi wurden zudem in den ELF TALE übernommen. Darüber hinaus wurde im so genannten Nachweis der Normabdeckung explizit für jede einzelne Anforderung der Normen dokumentiert, an welcher Stelle im Regelwerk, d. h. z. B. in der VA PDP oder der AW FuSi, in einem Querschnittsprozess oder in einem Produkt diese angewiesen bzw. abgebildet ist. Schulungen Zum Rollout des organisationsspezifisch angepassten V-Modell XT sowie des um den Aspekt Funktionale Sicherheit erweiterten Regelwerkes wurde ein Schulungskonzept erarbeitet. Diesem Konzept folgend werden in der ESG kontinuierlich Inhouse-Schulungen für die Mitarbeiter durchgeführt. Darüber hinaus verfügt die ESG seit Jahren im Rahmen ihres Technologie- und Innovationsmanagements über so genannte Technologiementoren. Diese stehen den Projekten sowohl für technologische als auch verfahrenstechnische / methodische Fragestellungen zur Verfügung. Anwendung der Funktionalen Sicherheit im Vorhaben Mörserkampfsystem Im Rahmen des Bundeswehr-Vorhabens Mörserkampfsystem hat die ESG von der Rheinmetall Landsysteme GmbH 2009 den Auftrag zur Entwicklung der Embedded Software und Treiber für den Systemrechner (SR)

7 sowie einer State-of-the-Art Touch- Bedienung für die Steuerungssoftware (SSW) und die zugehörigen Anteile im Führungsfahrzeug bekommen. Durch die Einführung des Mörserkampfsystems wird die Infanterie auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Es ist hochmobil, luftverladbar, hoch präzise und in der Streitkräftegemeinsamen Taktischen Feuerunterstützung (STF) ( Joint Fire Support ) nutzbar. Der Waffenträger des Mörserkampfsystems ist der Wiesel 2. Abbildung 2 gibt einen vereinfachten Überblick über den Systemaufbau, wobei die ESG-Anteile explizit ausgewiesen sind. Die Entwicklungen der ESG im Rahmen des Mörserkampfsystems erfolgen gemäß den Anforderungen der Sicherheitsnorm IEC Diese definiert vier diskrete SIL (Safety Integrity Level) für die Anforderungen zur Funktionalen Sicherheit. Der Level ist das Maß für die notwendige Risikominimierung. Je höher der SIL der sicherheitsbezogenen Systeme ist, umso größer ist die notwendige vorzunehmende Risikominimierung, um das akzeptable Restrisiko zu erreichen. Die Entwicklung der Embedded Software und der Treiber für den Systemrechner durch die ESG erfolgt nach IEC SIL 2. Als Bedien- und Anzeigegerät für alle Komponenten wird der ebenfalls von der ESG entwickelte Führungsund Waffeneinsatzsystem-Arbeitsplatz (FüWES) ADLER DVA STF (AD- LER = Artillerie-, Daten-, Lage- und Einsatz-Rechnerverbund, DVA = Datenverarbeitungsausstattung Feuerleitung Artillerie Mörser) erweitert und auf Touchbedienung umgestellt. Die Steuerungssoftware wird als Plug- In in die Beistellung ADLER DVA STF eingebunden und wird in deren Kontext entwickelt und ausgeführt. Diese Entwicklung erfolgt nach IEC SIL 1. Über die Softwareentwicklung nach IEC hinaus unterstützt die ESG im Rahmen des Auftrags zusätzlich die Fahrzeugintegration und die Fahrzeugerprobungen. Bei der Entwicklung des Projektes profitieren Auftraggeber und Auftragnehmer von dem bereits vorhandenen detaillierten Know-how der ESG in Bezug auf Funktionale Sicherheit und der frühzeitigen Integration der Anforderungen der IEC in die ESG-interne Verfahrensanweisung VA PDP und die zugehörige Arbeitsanweisung Funktionale Sicherheit (AW FuSi). Hierdurch war und ist die ESG exzellent auf die Herausforderungen bei der Entwicklung komplexer Systeme im Bereich Cyber-Physical Systems vorbereitet, die insbesondere erweiterte Anforderungen in Bezug auf die Funktionale Sicherheit mit sich bringen. Die Einhaltung der Entwicklung nach IEC im Rahmen des Vorhabens Mörserkampfsystem wird durch den TÜV Rheinland als unabhängiger Gutachter überwacht. Hierzu finden regelmäßig Audits statt, die der ESG ein Norm-konformes Vorgehen bescheinigen. Innerhalb des Projektes gesammelte Best Practices finden direkt Eingang in die entsprechenden Verfahrens- und Arbeitsanweisungen der ESG, wodurch ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess gewährleistet ist, so dass auch zukünftige Projekte davon profitieren. Fazit Der ESG-Vortrag auf dem Symposium Technische Sicherheit von Software in Wehrtechnischen Systemen mit den Schwerpunkten in Bezug auf die Integration der Funktionalen Sicherheit nach IEC und ISO sowie die Erfahrungen bei der Entwicklung des Mörserkampfsystems wurden vom Auditorium mit großem Interesse verfolgt und begeistert aufgenommen. Sowohl Vertreter aus der Industrie als auch des TÜV Rheinland dankten den Referenten ausdrücklich für den gelungenen und wertvollen Beitrag zum Symposium, mit dem die ESG ihre Kompetenz und Erfahrung bei der organisationsspezifischen Anpassung von Vorgehensmodellen, der Integration der Funktionalen Sicherheit sowie der praktischen Anwendung dieser Aspekte in Projekten unter Beweis stellen konnte. MF ADLER DVA S T F Touchbediengerät LAN ADLER DVA STF Steuerungssoftware (SSW) [SIL 1] Kommunikationsserver Bedien- und Anzeigegerät LAN Serielle Schnittstelle Systemrechner (SR) [SIL 2] Embedded Software Treiber Betriebssystem SCIOPTA Board Support Package Systemrechner Sensoren Aktoren Navigationsanlage Abbildung 2: Systemüberblick Mörserkampfsystem mit ESG-Anteilen

8 8 & 9 SPEKTRUM III/12 ServiceXpert ist Trusted Partner für Test- und Integrationsaufgaben Funktion und Integrierbarkeit von Steuergeräten an der Schnittstelle von Zulieferer und Hersteller testen Sowohl für Zulieferer als auch für OEMs stellt es gleichermaßen einen Erfolgsfaktor dar, neue Software- Funktionen schnell auf den Markt zu bringen. Qualität wird dabei vorausgesetzt. Gleichzeitig müssen dabei neue Standards wie ISO umgesetzt werden. Dies führt vor dem Hintergrund der schon hohen Anforderungen an die Effizienz und Effektivität von Test- und Integrationsprozessen zu neuen Herausforderungen an Entwicklungsteams und zu weiterem Optimierungsbedarf. Oft wird dabei auch die bisherige Aufgabenverteilung zwischen Fahrzeughersteller und Zulieferer verändert. Die OEMs erwarten von ihren Zulieferern nicht nur die konsequente Durchführung von Unit Tests, sondern auch die vorgelagerte Absicherung der Integrierbarkeit ihrer Funktionen bzw. Komponenten. Auf Steuergeräteebene müssen dazu systemarchitekturspezifische Funktionen geprüft werden. Der Zulieferer steht hierzu vor der Herausforderung, sich in weit intensiverem Maße als bisher mit der Systemarchitektur des OEMs und insbesondere den spezifischen Systemfunktionen wie Energiemanagement, Netzwerkmanagement oder Diagnose auseinanderzusetzen. Prozesse und Tools, die für jeden Fahrzeughersteller unterschiedlich sind, bilden dabei ein weiteres Anforderungsfeld für den Zulieferer. Bei einer Fülle von parallel laufenden Projekten für unterschiedliche OEMs stellt dies für den Zulieferer eine Zusatzbelastung dar, bei der OEM-Prozessverständnis, Testexpertise sowie flexible Reaktion auf Projektbelange gefragt sind. Hier können unabhängige Testanbieter helfen. Diese können als Trusted Partner eine verlässliche Testdurchführung sicherstellen, auf die beiden Seiten OEM und Zulieferer vertrauen können. Aus ähnlichen Projekten sind die typischen Prozesse an der Schnittstelle zwischen Zulieferer und OEM bekannt und können dank einer Spezialisierung auf solche Aufgaben effizient und rasch umgesetzt werden. Gleichzeitig sorgen sie für Entlastung auf beiden Seiten. Die Ingenieure der ServiceXpert Gesellschaft für Service-Informationssysteme mbh arbeiten seit über zehn Jahren in verschiedenen Elektronikentwicklungsprojekten bei bekannten Nutzfahrzeug- sowie Automobilherstellern und deren Zulieferern. In zahlreichen Test- und Integrationsprojekten haben die Fachleute dabei immer wiederkehrende Schwachstellen identifiziert. Neben lediglich rudimentär vorhandenen Testplänen fehlt es oftmals an einem geführten Testprozess inklusive der Definition von Aufgaben und Verantwortungen. Die Messung und Analyse des Testerfolges sowie auch der Testeffizienz bleibt dabei oft komplett aus. Unsere Lösung: Trusted Partner for Test & Integration Die ServiceXpert hat auf Basis einer Vielzahl von Test- & Integrations-Projekten eine Lösung entwickelt, die auf folgenden Säulen steht: 1. ein Test-Framework (Prozesse, Methoden, Hilfsmittel sowie Metriken zur Erfolgsmessung) 2. ausgebildete ISTQB Certified Tester als Mitarbeiter Test- Framework» Prozesse, Methoden» Hilfsmittel» Testmetriken» Lessons learned getrieben 3. vorhandene Gesamtsystemund E/E-Architekturexpertise Das Test-Framework enthält einen generischen Vorgehensplan inkl. Prozessen, Methoden, Rollen/Verantwortungen, die zu Beginn eines neuen Projektes durch ein Tailoring auf das konkrete Projekt zugeschnitten werden. Die Guidelines des Frameworks enthalten Verfahrensanweisungen und Empfehlungen aus vorangegangenen Projekten. Eine Großzahl von anpassbaren Templates für nahezu alle erdenklichen Dokumente, die in Testprozessen erforderlich sind, steht den Testern zur Verfügung, um sehr schnell produktiv zu arbeiten. Test-Metriken ermöglichen nicht nur die Einschätzung des Reifegrades des Testobjekts, sondern geben wertvolle Hinweise zur Reife des Entwicklungsprozesses. Daher wurden typische Metriken entwickelt, die drei Arten von Kennzahlen umfassen: Metriken zur Testabdeckung, zum Testergebnis und zur Fehlerabstellungsdynamik. Damit Testingenieure ein solches Framework sinnvoll nutzen E/E-Architektur- Expertise» System-Management-Funktionen» Wirkkettenverständnis» Integration im Gesamtsystem» Technische Standards Trusted Partner Elemente des Trusted Partner-Modells Qualifiziertes Personal» ISTQB Certified Tester» Projekterfahrung» Prozess-Know-how OEM und Zulieferer können, ist die Ausbildung zum professionellen Tester erforderlich. Denn nicht jeder Ingenieur/Techniker ist ein guter Tester. Die Ausbildung zum IST- QB Certified Tester bietet eine hervorragende Basis auch für Testaufgaben in der Automobilindustrie. Das Verständnis von gesamten E/E-Fahrzeugsystemen und ihren Architekturen gewinnt zunehmend auch für Zulieferer an Wichtigkeit. Zunehmende Funktionsverteilung ermöglicht durch Autosar bei gleichzeitiger Hochintegration vieler Funktionen in Steuergeräten führen zu der Notwendigkeit, möglichst früh Systemintegration zu betreiben, die dabei gleichzeitig zur Softwareintegration wird. Dabei kommen nicht mehr Steuergerät und Software wie gewohnt aus einer Hand. Ein Trusted Partner mit Systemverständnis kann hier sowohl die Integratorenrolle übernehmen als auch das Bedürfnis der beteiligten Parteien nach IP-Schutz sicherstellen. Das Wissen über die Interaktionen und Wirkketten innerhalb des Systems stellen dabei Erfolgsfaktoren dar.

9 Der sichere Datenaustausch sowie die Verfügbarkeit der üblichen Standardwerkzeuge der Automobilindustrie (z. B. IBM Rational DOORS ) ist ein weiterer Erfolgsfaktor. ServiceXpert hat dazu die Möglichkeit geschaffen, über ein webbasiertes Dokumenten- Management-System den Austausch von Daten mit Kunden sicher und nachvollziehbar zu gestalten. Projektspezifische Einrichtungen können in wenigen Stunden erfolgen. OEMs einzusteigen. Die skalierbaren, projektbezogenen Hilfsmittel sowie die hohe Prozesssicherheit der Test- und Integrationsexperten unterstreichen dabei die Positionierung als Partner der Prozessbeteiligten. Mit dieser robusten Absicherung gegenüber Arbeitslastschwankungen kann sich der Zulieferer künftig auf Entwicklungsaufgaben konzentrieren und die Testaufgaben in kompetente Hände übergeben. Angepasste Business- und Beauftragungsmodelle erlauben es dem Kunden, speziell auf seine Bedürfnisse angepasste Testmodule/- pakete zu beauftragen. Fazit Die Umverteilung von Aufgaben vom OEM zum Zulieferer erhöht den Bedarf nach verlässlichen Partnerschaften im Test- und Integrationsumfeld. Dabei steht der Aufwandssenkung im Hinblick auf Kosten und Zeit der Erhöhung von Prozesssicherheit und Lieferqualität gegenüber. Die projektbezogene Gestaltung von Trusted Test Partner- Modellen sowie die Ergebnis-Orientierung zeichnen die ServiceXpert aus, die dies bereits in konkreten Projekten bei OEMs sowie Zulieferern unter Beweis gestellt hat. Die ServiceXpert hat ihren Schwerpunkt in den Domänen Body, Infotainment und Fahrerinformationssysteme. JK Verlässlichkeit und Entlastung Ein Trusted Test Partner steht einerseits dem Zulieferer bei dessen Testund Integrationsaufgaben beratend und ausführend zur Verfügung und verfügt andererseits über das erforderliche Know-how der Prozesse und Anforderungen führender OEMs, um verlässlich Integrationstests durchzuführen. Aufgrund der langjährigen Erfahrung im Testumfeld ist die ServiceXpert in der Lage als Trusted Partner, schnell in laufende Prozesse und Testprojekte bei Zulieferer und Vehicle (Sub-)System ECU Software OEM Zulieferer Trusted Partner Absicherung von Funktionen und Integrierbarkeit von Steuergeräten Trusted Partner ESG Partner der Veranstaltung Opel Mokka Drive Away Am 29. September wurde im Rahmen einer Großveranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle rund 1000 Opel Vertriebsmitarbeitern aus dem gesamten Bundesgebiet der neue SUV Opel Mokka präsentiert. Hier- für hat die Adam Opel AG die ESG als Partner für Learningmanagement & Solutions erneut mit der Konzeption von erlebnisorientierten Trainingsmaßnahmen für den Verkaufsstart des Fahrzeugs beauftragt. In vier von den Trainingsspezialisten der ESG entwickelten Workshops wurden die Verkäufer über sämtliche Fakten zum neuen Opel Mokka informiert. Hierzu zählten die Themenschwerpunkte Markt und Chancen, Wettbewerb sowie Sicherheitssysteme und Innovationen. In dem von ESG-Trainern durchgeführten Workshop Speed Dating hatten die Teilnehmer zudem die Gelegenheit, den neuen Mokka in drei Speed Dating-Runden zu unterschiedlichen Themen mit den Hauptwettbewerbern direkt an den Fahrzeugen zu vergleichen. Anschließend konnte die gesamte Gruppe das Bundesliga- Match des Opel Partners Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach live im Stadion erleben. Den Abschluss dieses emotionalen Trainingsevents bildete die Vorstellung des neuen Lifestyle-Flitzer Opel ADAM in der Westfalenhalle und die Übergabe der Fahrzeugschlüssel für die neuen Mokkas an die teilnehmenden Verkäufer. Direkt nach der Veranstaltung starteten somit über 400 neue Opel Mokka zu den Händlern im gesamten Bundesgebiet. BH

10 10 & 11 SPEKTRUM III/12 ESG Consulting erhält Beratungsauftrag bei Bundesagentur für Arbeit Projektmanagement- Methoden BA-Methodik V-Modell XT IPMA/GPM Prince2 PMI Stakeholder Gremienarbeit Planung Zusammenwirken der Leistungsbausteine Die ESG Consulting GmbH (ECO) wurde von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit umfassenden Beratungsleistungen im Bereich Projektmanagement beauftragt. In den kommenden vier Jahren erbringt die ECO als Generalunternehmerin gemeinsam mit ihren Partnern, ESG Elektroniksystem- und Logistik- GmbH und der TÜV Informationstechnik GmbH (TÜViT) folgende Leistungen: } Unterstützung im strategischen Projektmanagement (z. B. Stakeholdermanagement, Lieferantenmanagement, Risikomanagement) } Unterstützung im operativen Projektmanagement/Projekt Management Office PMO (z. B. Statusberichterstattung, Projektplanung und -controlling) } Unterstützung in der Entwicklung und Anpassung von Methoden für das Projektmanagement } Planung und Durchführung von Maßnahmen zum Fähigkeitenaufbau im Projektmanagement (z. B. Schulungen, Akademien, Karrieremodelle) Die Bundesagentur für Arbeit unterliegt ständigen Veränderungen, einerseits hervorgerufen durch strukturellen und organisatorischen Änderungs- Strategisches Projektmanagement Risikomanagement Listen und Protokolle Kommunikation Information Controlling Scope-Management Qualität Operatives Projektmanagement Am 15. Oktober verlieh der Deutsche Beamtenbund und Tarifunion (dbb) den Innovationspreis 2012 an das Projekt P23R und würdigte damit die besonderen Leistungen der Projektmitglieder zur Verwaltungsmodernisierung und zum Bürokratieabbau. Unter Federführung der Fraunhofer-Gesellschaft für Angewandte Forschung erarbeitete ein interdisziplinäres Projektteam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung im Auftrag des Bundesministeriums des Innern die Grundlagen für die Gestaltung medienbruchfreidbb Innovationspreis 2012 für das Projekt Prozess-Daten-Beschleuniger P23R verliehen Lieferanten Berichte Fähigkeiten-Aufbau Schulung Coaching Learning by Doing Karrieremodelle bedarf, andererseits durch politische Entscheidungen und Vorgaben sowie durch den Einsatz neuer Technologien. Um den damit verbundenen Herausforderungen erfolgreich begegnen zu können betreibt, erweitert und erneuert die BA daher ständig eine der größten und komplexesten IT-Landschaften in Deutschland. Entsprechend hoch ist der Stellenwert des Projektmanagements in der BA als ein Steuerungswerkzeug zur Gestaltung und Umsetzung der Veränderungen. Eine Vielzahl komplexer und über Jahre laufender Produktentwicklungen wird durch das BA-eigene Projektmanagement gesteuert. Projekt-spezifisches Controlling und Risikomanagement-Instanzen sind institutionalisiert. Entlang der Ausrichtung der gesamten IT-Landschaft der BA an der Strategie 2015 sollen unter anderem er Meldeprozesse zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Die 100%-Tochter der ESG, die ESG Consulting GmbH (ECO), ist von Beginn an Partner des Projekts. Als einer der 13 Projektpartner hat die ECO die Wirtschaftlichkeitsberechnung federführend erstellt und detaillierte Kosten-Nutzen-Bewertungen erarbeitet und damit maßgeblich zum Erfolg von P23R beigetragen. Durch den Einsatz von P23R sollen sich Aufwände sowohl für Unternehmen als auch für die Verwaltung bei der Übermittlung und Bearbeitung bestehender Meldepflichten die Online-fähigen Verfahren weiter ausgebaut und die IT-Unterstützung der Geschäftsfälle gestärkt werden. Darüber hinaus hat sich die BA ambitionierte Ziele bei der Virtualisierung der IT-Verfahren gesetzt und strebt die IT-technische Unterstützung vertikaler Services mittels horizontaler Standardisierung an. Auch dadurch sollen Kostenpotenziale für den strukturierten fortlaufenden Leistungsvergleich realisiert werden und gemäß der IT-Vision der BA die Weiterentwicklung zum leistungsfähigsten und wirtschaftlichsten Dienstleister im öffentlichen Bereich vollzogen werden. ESG Consulting unterstützt die Bundesagentur für Arbeit bei der Durchführung dieser ambitionierten Projekte und bei der Umsetzung ihrer hochgesteckten strategischen IT-Ziele. Die Beauftragung unterstreicht die besondere Expertise im Bereich der Projektmanagementberatung und die Positionierung der ESG Consulting als erfahrener und geschätzter Partner im Bereich der öffentlichen Verwaltungen. JS nachhaltig reduzieren. Das vom Projektteam entwickelte P23R-Prinzip sorgt für den einfachen, sicheren und schnellen Datenaustausch zwischen Unternehmen und Behörden. Es beinhaltet ein Infrastrukturkonzept, auf dessen Grundlage Unternehmen ihre gesetzlichen Meldepflichten in einer abgesicherten Umgebung effizient erfüllen können. Als Teil der Anwendungslandschaft in Unternehmen generieren Lösungen auf Basis von P23R die erforderlichen Meldungen und stellen diese den zuständigen Behörden ordnungsgemäß zu.

11 Inspekteur des Heeres hält Keynote auf dem Parlamentarischen Abend in Bonn Rund 300 Gäste aus der Politik, der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie hochrangige Vertreter der Bundeswehr, Verbände und den Medien konnte der Vorsitzende der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt, MdB Klaus-Peter Willsch, anlässlich des gemeinsam mit der ESG veranstalteten Parlamentarischen Abends am 20. September in Bonn begrüßen. In seiner Rede unterstrich Klaus-Peter Willsch die besonderen Herausforderungen, denen sich das Heer und die Bundeswehr insgesamt in den vergangenen Monaten gestellt hat und in Zukunft stellen muss. Dabei verwies er auch auf die besondere Verantwortung, die die deutsche Sicherheitsund Verteidigungsindustrie als Partner der Neuausrichtung der Bundeswehr trage eine Partnerschaft, die mit neuen Konzepten und Lösungsangeboten weiter gestärkt werden müsse: Die Industrie muss intensiv daran arbeiten, attraktiver Partner der Streitkräfte zu bleiben, so Willsch. Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf, führte in seinem Vortrag Das deutsche Heer im 21. Jahrhundert Perspektiven und Herausforderungen, aus, wie das Heer die Herausforderungen annimmt, um die Chancen, die in der Veränderung liegen, zu nutzen und dadurch die Aufträge der Zukunft erfolgreich zu gestalten. Generalleutnant Kasdorf stellte fest, dass die Ausbildung Schlüssel für ein zukunftsfähiges Heer sei, daher setze er dort einen Schwerpunkt seiner Aufmerksamkeit: Konzentration auf moderne und breite Ausbildung ist der Schlüssel zu zukünftiger Flexibilität, Professionalität und Einsatzwirksamkeit des Heeres, denn das Heer wolle bereit sein für alle Arten von Landoperationen schnell, robust, flexibel bei wechselnden Einsatzforderungen, so der Inspekteur. Auch mit einem Blick auf die anwesenden Industrievertreter nahm der Inspekteur anschließend zum engen Zusammenhang zwischen Ausbildung und Ausrüstung sowie einer zukünftig engeren und flexibleren Kooperation zwischen Industrie und Bundeswehr hinsichtlich im Einsatz benötigter Fähigkeiten Stellung: Der enge Wirkzusammenhang zwischen erforderlicher, teilweise auch kurzfristig beschaffter Ausrüstung einerseits und der zu ihrer Bedienung und Nutzung im Einsatz erforderlichen Ausbildung anderseits erfordert zukünftig mehr Flexibilität auf allen Seiten: Truppe, Bedarfsdecker, Industrie. Die Truppe müsse ihre Forderungen noch rascher formulieren und die Industrie noch schneller für den Einsatz und die einsatzvorbereitende Ausbildung liefern können als bisher. Gleichzeitig müssten Truppe und Industrie ein Höchstmaß an Flexibilität beim Sicherstellen der Einsatzbereitschaft des Materials in der Heimat für die Ausbildung und im Einsatz selbst sicherstellen. MdB Klaus-Peter Willsch begrüßt die Gäste des Parlamentarischen Abends. Generalleutnant Kasdorf stellt die Herausforderungen und Perspektiven des deutschen Heeres vor.

12 12 & 13 SPEKTRUM III/12 Gerhard Schempp unterstreicht in seiner Rede die besondere Bedeutung der engen Partnerschaft von Bundeswehr und Industrie. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der ESG, Gerhard Schempp, begann seine Rede mit einem ausdrücklichen Dank an den Inspekteur, für seine Bereitschaft, trotz seiner enormen dienstlichen Belastungen durch die erst kürzlich vollzogene Übernahme der Verantwortung für das deutsche Heer, auf dem Parlamentarischen Abend zu sprechen. Anschließend griff er die Forderungen Generalleutnant Kasdorfs an die Industrie, schnell verfügbar, vernetzt, robust versorgbar und modern, auf und belegte anhand ausgewählter Beispiele die besondere Beitragsfähigkeit der ESG: Vom Missionstaktischen Arbeitsplatz für Personnel Recovery Missionen, der gerade in den Einsatz geht, über den Schnittstellentrupp Taktische Datenlinks Joint Fire Support und die Weiterentwicklung des Führungsinformationssystems der Streitkräfte inklusive der Anbindung an das Afghan Mission Network, bis hin zur Bewirtschaftung des ZEBEL, stelle die ESG schnell verfügbare, vernetzte, einsatzrobuste softwarebasierte Lösungen verlässlich bereit. Gerade auch hinsichtlich des Schwerpunkts des Inspekteurs, Ausbildung, gibt es aus dem Hause ESG zahlreiche Beispiele für moderne, insbesondere auch für den Anwen- der attraktive Systeme, so Schempp: Part Task und Maintenance Trainer, untereinander vernetzte und mit Realsystemen verknüpfte Simulatoren und Ausbildungssysteme auf Basis von Virtual Reality Software unterstützen insbesondere die Abbildung eines einsatzspezifischen Ausbildungsteils im Rahmen der Einsatzvorbereitung und steigern so Effizienz, Effektivität und die Attraktivität der Ausbildung nachhaltig. Gleichwohl er sich bewusst sei, dass es keine sofortigen 100%-Lösungen gebe, könnten jedoch Elektronik und Software (vom Sensor über eingebettete Systeme zur ITK) als die Innovationsquelle Nr. 1 für Fähigkeitszuwachs und Prozessoptimierung, gepaart mit Prozess- und Domänenwissen, einen großen Teil der Forderungen schnell und zudem kostengünstig erfüllen. Abschließend unterstrich Gerhard Schempp, dass sich die ESG an der Seite der Bundeswehr und der Seite des deutschen Heeres auch weiterhin, auf Basis ihrer Kernkompetenzen Software, Missionselektronik/IT und Product Support, konsequent dafür einsetzen wird, zusätzliche technologiebasierte Synergien für Einsatz und Grundbetrieb zu realisieren und die Fähigkeiten einsatzrelevanter Systeme mittels Elektronik und Software zu steigern. UJM Die Vorträge des Parlamentarischen Abends stießen auf großes Interesse bei den Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Medien und der Bundeswehr.

13 ++ KURZMELDUNGEN ++ ESG gewinnt gemeinsam mit Hitzinger EU-weite BWB-Ausschreibung Die ESG hat zusammen mit der Hitzinger GmbH eine europaweite Ausschreibung des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (seit 1. Oktober Bundesamt für Ausrüstung, Nutzung und Informationstechnologie der Bundeswehr, BAAINBw) zur Beschaffung von 95 Anlassgeräten 30 kva für Luftfahrzeuge der Bundeswehr gewonnen. Die Anlassgeräte Bodenstromversorgungsaggregate, Ground Power Unit-GPU, dienen zur Stromversorgung von Hubschraubern und Flugzeugen während planbarer und außerplanmäßiger Materialerhaltungs-/Wartungsarbeiten sowie zum Starten der (Hilfs-)Triebwerke der Luftfahrzeuge. Entwickler und Hersteller der GPU ist die Hitzinger GmbH aus Linz, Österreich, ein unabhängiges, privat geführtes Unternehmen mit weitreichender Erfahrung in der Produktion und Lieferung von spezifischen Stromversorgungslösungen. Die GPU wurde entwickelt und konstruiert, um alle (militärischen) Flugzeuge und Helikopter mit 200/115 VAC (200 bzw.115 Volt Wechselstrom) oder 28 VDC (28 Volt Gleichstrom) versorgen zu können. Als Partner der Hitzinger GmbH übernimmt die ESG in diesem Projekt die Verantwortung für die Umsetzung der gesetzlichen Forderungen hinsichtlich des Arbeitsund Umweltschutzes. Hierzu nutzt die ESG ihre Softwarelösung OSIMA. OSIMA umfasst die verschiedenen Dienstleistungsmodule für die Betriebssicherheit, den Arbeits- und Explosionsschutz, die Gefahrstoffanalyse und -verwaltung inkl. der Umweltverträglichkeitsanalyse sowie die Risikobeurteilung nach Geräte- und Produktsicherheitsgesetz. Darüber hinaus übernimmt die ESG die IETD-Erstellung, die Zusammenstellung der Lehrgangsunterlagen sowie die Ausbildung am Seriengerät. Zusätzlich obliegt der ESG die Aufgabe der Materialbedarfsdeckung und -bewirtschaftung bis hin zur Ermittlung der Life Cycle Costs sowie des Obsoleszenzmanagements. ESG Partner der Eco Rail Innovation-Plattform (ERI) Am 19. September unterzeichnete der Vorsitzende der Geschäftsführung der ESG, Gerhard Schempp, gemeinsam mit dem Vorstand Technik und Infrastruktur der Deutschen Bahn AG, Dr. Volker Kefer, sowie weiteren ERI-Partnern eine Absichtserklärung zur Realisierung des Verbundprojekts E-Tender Oberleitungsfreie E-Traktion. In diesem Verbundprojekt liegt der Fokus in der Entwicklung, Zulassung und Erprobung eines Versuchsfahrzeuges mit Energiespeichersystem für den Schienenverkehr. Ziel ist die Effizienzsteigerung im Bahnbetrieb durch elektrische Traktion auf bestehender Infrastruktur und Minderung der Partikelemission durch schrittweise Umstellung des Dieselbetriebs. Dieses Projekt ist bis zum Jahr 2017 angesetzt. Weitere Unterzeichner des Letter of Intent sind Bombardier, General Electric sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR). Im Rahmen des Projekts übernimmt die ESG zunächst die Verantwortung für folgende Teilaufgaben: } Konzeption eines Energieübertragungsmoduls } Simulation/Berechnung/Massebilanz Energiemanagement } Engineering Schnittstellen/Software/Steuerung Dabei kann die ESG insbesondere ihre Erfahrungen und Fähigkeiten aus dem Automotive-Bereich im Zusammenhang mit Energiemanagement im Automobil sowie mit der Entwicklung und dem Test von E/E-Architekturen für Elektrofahrzeuge einbringen. Das vor zwei Jahren unter der Federführung der Deutschen Bahn AG ins Leben gerufene Gemeinschaftsprojekt Eco Rail Innovation ist eine Plattform für innovative und technische Lösungen, um das System Bahn ökonomisch und ökologisch weiterzuentwickeln. Partner von ERI sind namhafte Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbände. ESG unterstützt Übung Peregrine Sword Seit vielen Jahren wirkt die ESG beim multinationalen Interoperabilitätsprogramm MIP (Multilateral Interoperability Programme) für Führungssysteme als Hauptauftragnehmer für die Konzeption und Entwicklung der deutschen Realisierung der MIP-Schnittstelle mit. Während der Übung PEREGRINE SWORD beim 1. D/NL-Korps wurde ein MIP- DEM-Gateway* mit Unterstützung der ESG erfolgreich implementiert, um die Führungsinformationssysteme HEROS (ein System der ESG) und ISIS (Integrated Staff Information System) zu verbinden. Mit dem Gateway können operationelle Daten zwischen den zwei Führungsinformationssystemen ausgetauscht werden und eine aufwändige manuelle Übertragung der Daten ins andere System entfällt. Diesem erneut erfolgreichen Schritt auf dem Weg zur umfassenden Interoperabilität werden weitere folgen: In einer nächsten Übung QUICK SWORD 13 ist es dann das Ziel, dass die ISIS-Daten aller beteiligten niederländischen Einheiten über das MIP-DEM-Gateway mit dem HEROS-System vom 1. D/NL-Korps ausgetauscht werden. Dadurch soll ein medienbruchfreier Informationsaustausch im kompletten Verantwortungsbereich des Headquarters Joint Task Force des 1. D/NL-Korps durch die Schaffung eines One-Mission Network realisiert werden. *DEM = Data Exchange Mechanism Missionstaktischer Arbeitsplatz geht in den Einsatz In der Woche vom 15. bis 21. Oktober wurden die ersten zwei Rüstsätze des Missionstaktischen Arbeitsplatzes (MTA) für Personnel Recovery-Missionen für den Hubschrauber CH-53 GS/GE per Lufttransport ins Einsatzland nach Afghanistan verbracht. Nach der vorangegangenen erfolgreichen Einsatzprüfung wurde die Genehmigung zur Nutzung des Systems zur Teilbefähigung Recovery (TB- R) erteilt. Die mittleren Transporthubschrauber CH-53 GS/GE sind damit nun in der Lage, Personnel Recovery -Einsätze zu fliegen. Mit der Erreichung dieses für die Schließung einsatzrelevanter Fähigkeitslücken bedeutenden Meilensteins wird insbesondere auch der Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten im Einsatz weiter erhöht. Von den fünf von der ESG gelieferten Rüstsätzen verbleiben in Deutschland zunächst zwei MTAs in den Verbänden und einer in der Industrie bis zur vollständigen, zellenseitigen Umrüstung aller CH-53 GS/GE. Die ESG als Entwickler des MTAs unterstützt die Einsatzfähigkeit des Systems nicht nur durch Ersatzteillieferungen, Wartung und Instandsetzung, sondern vor allem durch die in Fürstenfeldbruck durchgeführte Ausbildung von technisch-logistischem und taktisch-operationellem Personal. Da der Nutzer selbst bisher über keine Trainingsmittel verfügt, wurde seitens der ESG zur unmittelbaren Vorbereitung der Recovery Mission-Operateure auf den bevorstehenden Einsatz eine missionsnahe Trainingsumgebung für den MTA, der so genannte MTA-Szenariotrainer, entwickelt.

14 14 & 15 SPEKTRUM III/12 ++ KURZMELDUNGEN ++ ESG auf der HUSUM WindEnergy 2012 Off-shore Windparks - einer der Schwerpunkte auf der HUSUM WindEnergy Vom 18. bis 22. September 2012 traf sich das Who is Who der Windenergiebranche auf der im zweijährigen Turnus stattfindenden internationalen Leitmesse in Husum. Rund Besucher, Aussteller und Vertreter aus 90 Nationen sorgten nicht nur für ein erneutes Wachstum der Messe, sondern unterstrichen die immer größer werdende Bedeutung der Windenergie. Die ESG präsentierte ihr umfassendes Leistungsportfolio als Mitaussteller auf dem WAB-Gemeinschaftsstand*, der mit einer Fläche von 400 qm einer der größten Messestände war. Die Schwerpunktthemen der ESG lagen auf Technologieberatung, Ersatzteil-, Obsoleszenz- und Product Lifecycle Management, RDS- PP sowie Arbeitsschutz mittels Gefährdungsbeurteilung und People Tracking Offshore. Parallel zur Ausstellung informierten führende Hersteller und Dienstleister im Rahmen des WAB-Forums über neue Produkte sowie richtungsweisende Technologie- und Service-Entwicklungen: Experten der ESG referierten über integrierte Servicelogistik für Windenergieanlagen und präsentierten eine Lösung für People Tracking Offshore und deren intelligente Integration in ein Servicemanagementsystem. Um die enormen Potenziale zur Versorgung mit regenerativer Energie zu realisieren und nachhaltig auszubauen, bedarf es insbesondere auch innovativer Software und Elektronik für den sicheren, effektiven und effizienten Betrieb der Windenergieanlagen. Gerade im Umfeld derartig langlebiger Industriegüter bieten wir Lösungen an, die auch auf der HUSUM WindEnergy für großes Interesse gesorgt haben, so Torben Möller, zuständig für das Business Development Windenergie bei der ESG *WAB = Die Windenergie-Agentur Bremerhaven ist das Netzwerk der Windenergiebranche in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windindustrie. Mehr als 350 Unternehmen und Institute sind seit 2002 Mitglied der WAB geworden und decken die gesamte Wertschöpfungskette der Windenergiebranche ab, von der Forschung über die Produktion und Installation bis hin zur Wartung. ESG realisiert weiteren Schritt auf dem Weg zu NetOpFü Mit dem Schnittstellentrupp Taktische Datenlinks Joint Fire Support Einsatzorientierte Erstbefähigung (SstTrp TDL JFS EEB) hat die ESG den Auftrag zur Realisierung dieses wichtigen Elements der Streitkräftegemeinsamen Taktischen Feuerunterstützung (STF) erhalten. Der technisch anspruchsvolle SstTrp TDL JFS EEB mit seinen vielfältigen Kommunikationsmitteln (Link 16, VMF, HF, SatCom, VHF usw.) sowie den notwendigen Kryptogeräten, schließt die Lücke in der Datenanbindung zwischen der Joint Fire Support Coordination Group (JFSCG) und den Wirk- und Aufklärungsmitteln von Heer, Luftwaffe und Marine. Darüber hinaus ermöglicht der Schnittstellentrupp einen sicheren Übergang zwischen den unterschiedlich eingestuften Informationen der angebundenen Teilstreitkräfte. Wie in den anderen STF-Koordinierungselementen und dem Systemverbund Artillerie wird STF auch im Schnittstellentrupp die heeresseitige Führungsanbindung durch das FüWES ADLER DVA STF sichergestellt. Bereits Anfang des Jahres testete die Bundeswehr in einem vielbeachteten streitkräfteübergreifenden Experiment (Anschaltversuch Erstbefähigung NetOpFü) erfolgreich den von der ESG eingerüsteten Prototyp eines Schnittstellentupps TDL JFS. Mit dem jetzt geschlossenen Vertrag erhält die ESG als Hauptauftragnehmer den Auftrag zur Beschaffung und Einrüstung von 4 Containern sowie der softwareseitigen Realisierung der Schnittstellentruppfunktionalität. Bis 2014 sollen alle Container an die Bundeswehr ausgeliefert und anschließend zeitnah in den Einsatz gebracht werden. Damit liefert die ESG erneut einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der NetOpFü-Fähigkeiten der Bundeswehr. Besuch der PATRIOT-Verbände Am 5. September 2012 besuchte eine Delegation des Waffensystemkommandos der Luftwaffe und Vertreter der PATRIOT-Verbände die Firmenzentrale der ESG in Fürstenfeldbruck. Für die 23 Teilnehmer stand im Mittelpunkt, die ESG als Gesamtunternehmen kennen zu lernen und einen Einblick in das vielfältige Leistungsportfolio zu erhalten. Reiyk Redlin, Leiter Hubschrauber-Systeme, begrüßte die Gäste und stellte die unterschiedlichen Geschäftsfelder der ESG vor. Anschließend wurden aktuelle militärische Projekte aus den Themenbereichen Technologien, technisch-logistische Betreuung wie ILS/LSA sowie Gefährdungsbeurteilung mittels der ESG-Softwarelösung OSIMA vorgestellt. Der abschließende Besuch im Technologiezentrum ermöglichte den Teilnehmern u. a. Einblicke in die Simulatorentechnik und rundete den Besuch bei der ESG ab.

15 ENGLISH SUMMARY ESG at the ILA Berlin Air Show 2012 At this year s ILA Berlin Air Show ESG, the aviation engineering company for the planning, development, integration and logistic support of customised avionics, mission and IT systems, presented mission-specific equipment and customised solutions for manned and unmanned aircraft: } SeLa Sensor-based landing aid for the CH-53 GS SeLa's dust-penetrating radar sensors can precisely determine the altitude of the aircraft. To do so, SeLa records the exact height above ground level, sink rate, horizontal speed and acceleration (reading and direction), distance and direction to the planned landing zone, roll and pitch angles, heading and GPS coordinates. These readings are displayed on the pilot's helmet mounted display and on the multifunction display using appropriate symbols. In this way, SeLa enables the pilot to maintain ground reference at all times and thus ensure a safe landing, even in the most difficult visibility conditions due to particles stirred up in arid areas. } Product improvement for C-160 Transall Night Vision Capability The C-160 TRANSALL product improvement enhances protection of the crew and aircraft from threats during missions, especially from optically aimed weapons. This is achieved by improving the night vision flight capabilities of 24 aircraft equipped with electronic self-defence systems. To ensure that the crew members wearing night vision goggles have a glare-free view outside the aircraft, almost the entire interior and exterior light system of the TRANSALL must be modified. Following the modification, the aircraft can be used in night vision imaging system (NVIS) mode as well as infrared mode. An additional focus of ESG were new developments and technologies for the field of Unmanned Aircraft Systems (UAS), demonstrated based on the Unmanned Mission Avionics Test Helicopter (UMAT): } Cassette solution for simpler integration and testing of test equipment The cassette solution developed by ESG is an integral part of the experimental carrier UMAT's system and safety concept. It permits the fast integration and testing of prototype, non-approved equipment. At the same time it protects unmanned helicopters from possibly detrimental influences of the test equipment e.g. electromagnetic interference. Additional fuses prevent the transmission of electrical faults and faulty signals to the UMAT. } Sense & Avoid Assistance Function (SAAFu) The Sense & Avoid Assistance Function allows the UAS operator to recognise any risks of collision with other aircraft at an early stage and to avoid these by performing appropriate flight manoeuvres. } IMA³ Integrated Modular Architectures for Avionic Systems IMA is an architectural concept which was developed for avionic systems as an addition to or replacement for conventional systems. Unlike a federated architecture with function-specific hardware and software, this architecture aims to decouple the hardware from the software so as to implement performance and cost benefits through versatility. ESG partner of Eco Rail Innovation Platform (ERI) On 19 September Gerhard Schempp, Chairman of ESG s board of management, together with the Director of Technology and Infrastructure at Deutsche Bahn AG, Dr. Volker Kefer, and other ERI partners signed a letter of intent for the implementation of the joint project E-Tender - Catenary Free e-traction. In this collaborative project, the focus is on the development, approval and testing of a test vehicle with an energy storage system for rail traffic. The aim is to increase efficiency in the railway system by electric traction on existing infrastructure and reduce particulate emissions by gradual conversion of diesel operation. This project is scheduled until Other signatories of the letter of intent are Bombardier, General Electric and the German Aerospace Center (DLR). In the project, ESG will initially assume responsibility for the following tasks: } design of a power transmission module } simulation / calculation / mass balance energy management } Interface engineering / software / control Here, ESG can especially introduce their experience and skills in the automotive sector in the context of energy management in automobiles and the development and testing of E/E architectures for electric vehicles. The Eco Rail Innovation Community project launched two years ago under the leadership of Deutsche Bahn AG, launched is a platform for innovative and technological solutions to develop rail systems economically and ecologically. Partners of ERI are known industrial companies, research institutions and organisations. ESG realises another step on the way to NCW With the interface container Tactical Data Links Joint Fire Support application oriented initial capability (TDL SStTrp JFS EEB), ESG has been awarded the contract for the realisation of this important element of Joint Fire Support (JFS). The technically challenging SStTrp TDL JFS EEB with its various communications (Link 16, VMF, HF, SatCom, VHF, etc.) and the necessary encryption devices, bridges the gap in the data link between the Joint Fire Support Coordination Group (JFSCG) and the sensor and shooter resources of the Army, Air Force and Navy. In addition, the interface team enables secure transfer between the differently classified information of the connected armed service. As in other JFS coordination elements and the artillery system network, the army command and control link in the interface container is also ensured by the C2 and weapon deployment system ADLER DVA STF. Earlier this year, the German army successfully tested in a cross-service experiment ( Anschaltversuch Erstbefähigung NetOpFü) a prototype of the interface container TDL JFS equipped by ESG. ESG is prime contractor for the contract procurement and equippment of 4 containers and the software implementation of the interface container functionality. By 2014, all containers will be delivered to the Bundeswehr and then promptly brought into deployment. ESG is thus yet making another important contribution to improving the NCW capabilities of the Bundeswehr. ESG - partner of the event Opel Mokka Drive Away On 29 September, as part of a big event in Dortmund's Westphalia Hall, the new Opel SUV Mokka was presented to around 1000 Opel sales people from all over Germany. Adam Opel AG, selected ESG as a partner for Learning Management & Solutions once again for the development and the realisation of experience-based training for the launch of the vehicle. In four workshops developed by ESG s training specialists the sellers were informed of all facts about the new Opel Mokka. These included the topics market opportunities, competition, Security Systems and Innovation. In the workshop Speed Dating conducted by ESG coaches, the participants also had the opportunity in three rounds of speed dating on a variety of topics to compare the new Mokka with the main competitors directly at the vehicles. Then the whole group experienced the Bundesliga match of the Opel partner Borussia Dortmund versus Borussia Moenchengladbach in the stadium. This emotional training event was conducted with the presentation of the new lifestyle Opel speedster ADAM in the Westphalia Hall and the handover of the keys to the new Mokkas to participating sellers. Immediately after the event, over 400 new Opel Mokkas started their journey to dealers throughout the country.

16 DEDICATED TO SOLUTIONS.

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