DIE SCHULE IN SÜDTIROL ZWISCHEN FASCHISMUS UND NAZISMUS

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1 DIE SCHULE IN SÜDTIROL ZWISCHEN FASCHISMUS UND NAZISMUS Ein Blick in die Dokumente Andrea Di Michele Die Italianisierung der Schule seitens des faschistischen Regimes war zweifellos eine der bedeutendsten Maßnahmen hinsichtlich des Entnationalisierungsprojekts der Südtiroler Minderheit. Durch die Abschaffung der deutschsprachigen Schule sollte die deutsche Sprachgruppe allmählich und gezwungenerweise in den nationalen Verband aufgenommen werden. Mit der im Jahr 1923 verabschiedeten Gentile-Reform erfolgte die schrittweise Abschaffung der deutschsprachigen Schulanstalten dadurch, dass die Schulen der neuen Provinzen denen des restlichen Italiens angeglichen wurden 1. Mit dem Dekret Nr vom 1. Oktober 1923 wurde festgelegt, dass die Umbildung der fremdsprachigen Volksschulen in italienischsprachige Schulen mit sofortiger Wirkung in den ersten Klassen zu erfolgen habe, dann im darauf folgenden Jahr in den zweiten Klassen, und so weiter bis zur vollständigen Italianisierung der Volksschule. Nicht weniger drastische Vorkehrungen wurden für die Mittelschulen getroffen. Die Anwendung der italienischen Bestimmungen an das Schulsystem der neuen Provinzen brachte die Abschaffung der unterschiedlichen Schulmodelle mit sich - was in Südtirol zur Unterdrückung verschiedener schon bestehender Schulen und zugleich zur Italianisierung anderer und der Schaffung neuer italienischer Schulanstalten führte 2. Im Juni 1927 konnte der Unterrichtsminister im Senat berichten, dass - mit Ausnahme einiger von religiösen Orden geführter Schulen - alle deutschsprachigen höheren Schulen abgeschafft worden waren 3. Die zunehmende Italianisierung der Schule zeigte sich auch darin, dass die offizielle Korrespondenz, die Klassenbücher, die Urkunden und ab 1926/27 auch die Jahrbücher ausschließlich auf Italienisch geschrieben wurden 4. Die Proklamation der italienischen Sprache zur einzigen Unterrichtssprache, die Auflösung der deutschen Schulen, die der österreichischen Schulordnung entstammten und in der italienischen Schulordnung keine Entsprechung fanden, und schließlich die Übernahme der deutschsprachigen Schulen in italienische Anstalten machten deutschprachiges Lehrpersonal überflüssig. Es kam unter den deutschsprachigen Lehrern zu vielen Entlassungen und Versetzungen. So kann man wohl mit Recht behaupten, dass es in Südtirol unter dem Schulpersonal zur größten Säuberung aus ethnischen Gründen gekommen ist. Die Schule sollte aber nicht nur zum Hauptwerkzeug der Entnationalisierung werden, sondern - wie in ganz Italien - auch zum Vehikel des vom Regime geplanten, langsamen, aber unaufhaltsamen Faschistisierungsprozesses, der durch das Wirken der vom Faschismus ins Leben gerufenen Jugendorganisationen ergänzt werden sollte. Die zwei Hauptaufgaben der Südtiroler Schule waren also: Italianisierung auf der einen Seite und Faschistisierung auf der anderen. Wir tragen uns nicht mit der Absicht, auf die verschiedenen Phasen und Vorgangsweisen der Abschaffung der Südtiroler Schulen einzugehen 5. Anhand von Dokumenten wollen wir dagegen zu erläutern versuchen, was einige Vertreter der lokalen Schulbehörden unter dem ihnen erteilten Italianisierungsund Faschistisierungsauftrag verstanden, bis zu welchem Punkt die der Schule zugewiesene Aufgabe verwirlicht wurde und welches Hindernis die zunehmende nazistische Propaganda in den Dreißigerjahren für die Faschistisierungsbestrebungen des Regimes darstellte. 26. Volksschule Lana, 4. Klasse für Knaben. 27. Vorbereitungsklasse für den Eintritt in die NS-Jugend, 1944.

2 ... die vom Germanismus verdorbenen jungen italienischen Seelen dem Vaterland zurückgewinnen Dies war - wie es in der Abschlussrede des Kurses für Kindergärtnerinnen heißt, der im September 1923 in Brixen gehalten wurde - die Aufgabe der Schulen und der Kindergärten. Dieser Kurs war von der Opera Nazionale d Assistenza all Italia Redenta (ONAIR) organisiert worden und stand unter der Leitung von Frau Professor Amelia Agresta Guli, aus deren Abschlussrede wir nachstehend einige Auszüge wiedergeben wollen. Unserer Ansicht nach handelt es sich um ein interessantes, vielsagendes Dokument. In erster Linie zeigt es, dass die Erziehungsanstalten, angefangen bei den Kindergärten, als grundlegendes Assimilierungswerkzeug angesehen wurden. Außerdem legt es an den Tag, dass die faschistische Entnationalisierungspolitik schon von den frühen Zwanzigerjahren an überzeugte Befürworter unter dem 28. Lesebuch für die 2. Klasse, Lehrpersonal gefunden hatte, das seine Ausbildung im liberalen Italien erfahren hatte und den Suggestionen des extremsten Nationalismus gegenüber sehr anfällig war. Im hier erwähnten Fall hielt Amelia Agresta Guli, die an der Lehrerbildungsanstalt V. Colonna in Rom unterrichtete, es für notwendig, den durch und durch italienisch denkenden Personen in den neuen Provinzen zu helfen, sich vom österreichischen Anstrich zu befreien und ihre Mentalität wie ihre Interessen auf Italien auszurichten. Die Ausdrucksweise dieser Lehrerin enthält die Argumente und die Töne, wie sie zur Unterstreichung des italienischen Rechts auf die Brennergrenze in der Propaganda der damaligen Zeit anklangen - in dieser zuerst nationalistischen und später faschistischen Propaganda. Dass auf die reale Eroberung des Gebiets auch die moralische Eroberung der einheimischen Bevölkerung folgen muss, ist nach so langer Erfahrung eine Wahrheit, die keines Beweises bedarf. Sobald man ein Land erobert hat, denkt man über das beste Mittel zur Assimilierung der neuen Bevölkerung nach [...] Wir Italiener, die wir von den Römern die Fähigkeit geerbt haben, andere Völker zu unterwerfen und bei aller Unterschiedlichkeit zu vereinigen, haben nach unserer politischen Einigung - und es war oft eine schmerzliche Erfahrung - auch lernen müssen, Bevölkerungen zu assimilieren, die unserer Rasse angehören und zu einem großen Teil auch unserer Idealität, die aber unterschiedliche historische Erfahrungen gemacht und ungleiche materielle Interessen haben. Es hat lange gedauert, bevor Piemontesen, Lombarden, Ligurer und Kalabresen sich nur als Italiener gefühlt haben! Es war ein langwieriger Prozess, denn mehr als auf die Erwachsenen musste man auf die Kinder Einfluss ausüben; man erkannte intuitiv, dass man auf die Schule bauen musste, damit die neuen Generationen anders und besser als ihre Väter wurden. [...] Auch wenn in jüngeren Zeiten zur Debatte stand, wie die geistige und wirtschaftliche Lage in den Provinzen, die dem Einigungsprozess anscheinend etwas gleichgültig gegenüberstehen, verbessert werden könnte, begann man bei der Schule: Man plante, neue Schulen zu gründen, die schon bestehenden zu verbessern und ihnen Anstalten zur Betreuung der Kinder und zur Verbreitung der Kultur zur Seite zu stellen. Ob diese Vorkehrungen dann immer mit der nötigen Großzügigkeit an Geldmitteln realisiert werden, ist eine andere, gewiss nicht interesselose Frage, der in diesem Zusammenhang aber keinerlei Gewicht zukommt. Der Assimilierungsprozess, der seit den Sechzigerjahren in den alten Provinzen äußerst langsam und oft mit geringem Enthusiasmus voranschreitet, wird dagegen in den neuen Provinzen mit großem Enthusiasmus von der Opera Nazionale di assistenza all Itala redenta unterstützt, die - bei moralischer und finanzieller Unterstützung seitens ganz Italiens - den Brüdern die schmerzlichen Erfahrungen zu ersparen sucht, die wir durchgemacht haben. Die Opera Nazionale hat sich dabei zwei Ziele gesetzt: 1.) den durch und durch italienischen Personen in den neuen Provinzen helfen, sich vom österreichischen Anstrich zu befreien und ihre Mentalität wie ihre Interessen auf Italien auszurichten; 2.) in die deutsche und slawische Bevölkerung eindringen, um ein Werk der Aussöhnung zu vollbringen und gleichzeitig den ausländischen Einflüssen Einhalt zu tun. Und auch die Opera ist sich des großen Einflusses auf die Kinder besonders in den überwiegend slawisch- oder deutschsprachigen Gebieten bewusst, wo es unerlässlich ist, mit der sprachlichen Durchdringung zu beginnen. [...] Herr Professor Toniolo [...] hat in seinen Heimatkundestunden Schülerinnen wie Zuhörerinnen vom Recht Italiens auf Südtirol überzeugt: vom geografischen und historischen Recht, vom Recht aus strategischen, militärischen und wirtschaftlichen Erfordernissen. Er hat Stätten und Bräuche lebhaft beschrieben und das geografische und ethnische Wesen Südtirols erläutert. Die Unterrichtsstunden des illustren Professors, die dank der klaren, schönen Darlegung von allen Personen, auch den weniger gebildeten, verstanden werden konnten, haben sowohl auf die italienischen als auch auf die deutschen Schülerinnen eine großartige Wirkung ausgeübt. Die Erstgenannten haben sie als warmen Hauch des Vaterlands empfunden, haben die Jahre des Märtyrertums und die Märtyrer, wiewohl ohne direkte Erwähnung, in ihrem tragischen Geschick mehr denn bisher als Heilige angesehen; die Zweitgenannten haben sich resigniert dem Unumgänglichen gebeugt, das besteht, weil es bestehen muss und weil es ungerecht wäre, wenn es nicht bestünde. In den einen wie den anderen 25

3 hat dieser Unterricht heftigen Wunsch nach Liebe erweckt, eine dieser Anwandlungen, wie sie den jungen Seelen zu eigen ist und die ewigen, grenzenlosen Wert haben: um am Triumph von Frieden und Gerechtigkeit mitzuarbeiten, um bessere Tage für die Zukunft anzubahnen. [...] Wir hoffen, dass diese Gespräche - wie die über die Kinderhygiene, die ohne Geräte mit technischen Namen geführt worden sind, bei ständiger Berücksichtitung der intellektuellen Fähigkeiten der Zuhörerinnen - auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Aber angesichts der besonderen Verhältnisse in den neuen Provinzen würden diese Zielsetzungen, selbst wenn sie gänzlich erreicht worden sind, nicht genügen. Wir brauchen nämlich nicht nur bessere, gebildetere und bewusster handelnde Kindergärtnerinnen - wir brauchen Kindergärtnerinnen, die als wirksames Werkzeug der Aussöhnung und Italianisierung dienen können. So mussten die deutschen Kindergärtnerinnen vom guten Recht der Italiener auf die Besetzung dieser Gebiete, die sie als ihnen gehörig ansehen, überzeugt werden. Gleichzeitig musste ihnen verständlich gemacht werden, dass Italien niemanden mit Gewalt zwingen will, die eigene Rasse und die eigene Idealität zu verleugnen - im Gegenteil sollen sich die wenigen Personen in den neuen Provinzen, die sich wirklich als Fremde bezeichnen dürfen, aber aus historischer Fatalität jetzt das Schicksal der Mehrheit der Bevölkerung teilen müssen, wenigstens nicht mehr als Fremde fühlen. Ihre Kinder sollen die italienische Sprache erlernen und im italienischen Geist erzogen werden, damit sie sich als Erwachsene nicht als Feinde dieses Lands, in dem sie leben, fühlen, sondern als Söhne und Töchter - was mehr ihnen zugute kommt als Italien, das nunmehr zu groß und zu stark ist, um von der Opposition einer kleinen Gruppe Schaden davonzutragen. Die italienischen Kindergärtnerinnen mussten sich der Problematik und der Schwierigkeit ihrer Mission bewusst werden und zugleich stolz auf ihren Auftrag sein. Ihnen kommt in der Tat die heilige Aufgabe zu, den Worten des Hohns und des Hasses auf Italien, wie die Kleinen sie vielleicht von ihren Müttern hören, Worte der Liebe und der Ehrfurcht entgegenzusetzen. Mit ihrem Glauben und ihrer intelligenten Güte müssen sie größeren Einfluss ausüben als die Mütter und die Familien. Aus ihrem mütterlichen Instinkt, aus ihrer guten Gesinnung, als ihrem patriotischen Geist müssen sie die Kraft schöpfen, ihre wahren Mütter zu sein. [...] Wir glauben, teilweise auch dieses Ziel erreicht zu haben - was uns auch die spontanen Worte der Schülerinnen bestätigen. Eine italienische Kindergärtnerin schreibt, dass sie jetzt eins verstanden hat: dass die Macht Italiens in Südtirol darin besteht, warten und in Liebe und Glauben wirken zu können. Eine deutschsprachige Kindergärtnerin vermerkt:»ich weiß jetzt, dass es Blumen aus dem Norden und Blumen aus dem Süden gibt. Beide sind voller Duft und Farben, jetzt müssen sie nur mit einem zarten Band der Liebe verbunden werden«. Eine andere Deutschsprachige unterstreicht, jetzt verstanden zu haben, dass Italienisch eine schöne Sprache ist und Italien das Recht hatte, Gebiete zurückzuerobern, die ihm unter geografischem wie unter historischem Gesichtspunkt gehörten; dass Liebe und Eintracht jetzt aber dennoch zwischen diesen beiden Völkern herrschen können, die zwar einer unterschiedlichen Rasse angehören, aber nunmehr durch wirtschaftliche Beweggründe miteinander verbunden sind. [...]. Quelle: Relazione del corso di perfezionamento per le educatrici dell infanzia dell Alto Adige, in: Schola. Bollettino del R. Provveditorato agli studi della Venezia Tridentina, Jg. 1, Heft 1-2, novembre-dicembre / November-Dezember 1923, S ). Man setzte also große Hoffnungen auf die Schule, die als wichtigstes Mittel zur Italianisierung der neuen Generationen angesehen wurde. Während die italienischen Behördenvertreter und die Lehrer von der Wirksamkeit der nationalen Belehrung in den Schulen überzeugt waren, standen sie der Möglichkeit, die erwachsenen Generationen für die Italianität zurückzugewinnen, meist skeptisch gegenüber. Dies wird aus einem Schreiben deutlich, das der Schulamtsleiter für die Venezia Tridentina, Luigi Molina, der über einen langen Zeitraum hinweg - nämlich von der Machtergreifung des Faschismus bis für das Schulwesen im Trentino und in Südtirol verantwortlich war, an den damaligen Unterrichtsminister sandte. 29. Ein faschistischer Parteibeamter zu Besuch in der Schule Regina Elena in Bozen,

4 31. Im Sarntal, Die Ludi Juveniles im Jahr 1940 (Jahr XVII des Faschismus) in einer Bozner Volksschule. Unterrichtsministerium 7. Mai 1927 Der Staatssekretär Vertraulich Lieber Suardo, ich gebe Dir hier anschließend einen Auszug aus einem Schreiben des Königlichen Schulamtsleiters für die Venezia Tridentina wieder, weil ich überzeugt bin, dass er Dich interessiert: Ich sehe es als meine Pflicht an, nach vierjähriger Erfahrung in der Region meiner Überzeugung Ausdruck zu geben, dass es in Südtirol fremdstämmige Elemente, die dem Regime und Italien wirklich und aufrichtig treu sind, nicht gibt. Ich möchte nicht übermäßig pessimistisch erscheinen, wenn ich behaupte, dass nicht einmal die der Minderheit angehörigen Podestà klar wie Quellwasser sind; denn es handelt sich in der Mehrzahl um Schlauköpfe, die sich der Lage, an der sie nichts ändern können, geschickt anpassen. Wenn ich mir erlaube, Ihnen diese meine Überzeugung zum Ausdruck zu bringen, so bedeutet dies nicht, dass ich kein Vertrauen in die Zukunft hätte - im Gegenteil! Sie beschränkt sich darauf, der schon erwachsenen Generation im Augenblick der Befreiung jede Möglichkeit zur Italianisierung zu versagen - was selbstverständlich und in gewissem Sinn auch günstig ist; denn von einer Bevölkerung, und besonders von einer Bürgerklasse, die leicht Partei wechselt, könnte Italien sich nichts Gutes erwarten. Dagegen setze ich großes Vertrauen auf die neuen Generationen, die jetzt unter italienischen Lehrern heranwachsen; denn sie atmen die Italianität gewissermaßen in der Schule ein und werden sich für immer der unbestreitbaren Überlegenheit unserer Erziehungsarbeit im Vergleich zu der der deutschen Schule bewusst. [...]. Herzliche Grüße! Bodrero 32. Wengen im Gadertal, Die Schulspeisung. 33. Welschellen (Enneberg), Die befana fascista. An Seine Eminenz Graf Giacomo Suardo Staatssekretär beim Innenministerium (Archivio Centrale dello Stato, Presidenza del Consiglio dei Ministri, Gabinetto, , 1/1-13/82). 34. Welschellen (Enneberg),

5 Während der Schulamtsleiter Molina diese Worte schrieb, unterstrich auch der Unterrichtsminister Fedele sein äußerstes Vertrauen in die Möglichkeit der Schule, als Mittel zur Italianisierung zu wirken, wobei auch er die recht gleichgültige und schwerlich veränderbare Haltung der Erwachsenen vor allem aus dem intellektuellen Bürgertum hervorhob. Seine diesbezüglichen Überlegungen sind in einem von ihm selbst an Mussolini gesandten Bericht enthalten, der ein vollständiges Bild der Änderungen vermittelt, die in den ersten Jahren der faschistischen Regierung auf dem Schulbereich in der Venezia Tridentina und der Venezia Giulia durchgeführt worden sind. Es lag Fedele viel daran, die Lage positiv darzustellen, weshalb er unterstrich, dass die deutsche und die slowenische Sprache aus den Schulen in den neuen Provinzen nunmehr fast verdrängt worden seien, trotz der unangenehmen Konkurrenz einiger privater höherer Schulen, vor allem unter konfessioneller Leitung. Der Minister behauptete, dass die Lage sich von Grund auf verändert habe: Immer mehr fremdstämmige Jugendliche treten den faschistischen Jugendorganisationen bei, lesen gern italienische Bücher, nehmen spontan an patriotischen Veranstaltungen teil und machen sogar in ihrer Familie Propaganda für Italien. 35. Die Lehrer des Vicentinums in Brixen, Ministero della Pubblica Istruzione DIREZIONE GENERALE DELLA ISTRUZIONE MEDIA Prot. Nr. 310/7105 BETRIFFT: Schulische Situation in der Venezia Tridentina und der Venezia Giulia Rom, 10. Mai 1927 / V An S.E. den Regierungschef ROM Unsere Assimilierungsarbeit in den Grenzgebieten und besonders in der Venezia Tridentina und der Venezia Giulia schreitet ständig voran. Wenn man die Situation in den Jahren 1921/22 mit heute vergleicht, kann man nicht übersehen, dass sich die Lage radikal geändert hat. Höhere Mittelschulen mit deutscher Unterrichtssprache gibt es nicht mehr. In Bozen hatten drei bestanden, und sie waren gut besucht gewesen: ein reformiertes Gymnasium und zwei Lehrerbildungsanstalten (für Mädchen und für Knaben). In Idria hatte es eine Fachoberschule und ein slowenisches Gymnasium gegeben, in Tolmín eine slowenische Lehrerbildungsanstalt: sie bestehen nicht mehr. Nunmehr ist einzig das Italienische die Unterrichtssprache in allen höheren Schulen der beiden Venezie, auch in den noch bestehenden Klassen der unterdrückten anderssprachigen Schulen (Oberstufe der Lehrerbildungsanstalten in Bozen und in Tolmín). Auch die Unterstufen der deutschen Fachoberschule in Bozen und der slowenischen Fachoberschule in Udine sind jetzt italienisch. Deutsch, Slowenisch und Kroatisch werden nunmehr entweder als Fremdsprache oder in Sonderkursen unterrichtet. Unterrichtssprache ist einzig das Italienische. Zwei private deutschsprachige Gymnasien, das der Augustiner und das Vincentinum in Brixen, haben geschlossen. Anstelle der deutschen, slowenischen und kroatischen höheren Lehranstalten sind etliche italienische Schulen gegründet worden: in Bozen das Regio Liceo ginnasio, das Regio Istituto tecnico und die Regia Scuola complementare, in Brixen ein Regio Liceo Ginnasio und in Bruneck ein Regio Ginnasio, dann weitere höhere Schulen in Tolmín, in Tarvisio, in Idria und in Opatija. Die Schülerzahl dieser Lehranstalten nimmt ständig zu, auch aufgrund des Zustroms der Anderssprachigen, die unsere Schulanstalten allmählich gebührend zu schätzen wissen. Im Schuljahr 1926/27 haben 1146 fremdsprachige Schüler unsere Lehranstalten besucht. Und es werden noch mehr sein, sobald der schon in die Wege geleitete Umwandlungsprozess der privaten höheren Schulen deutscher Sprache (ich denke dabei besonders an das Franziskanergymnasium in Bozen, an das Benediktinergymnasium in Meran und an die ebenfalls in Meran bestehende städtische Oberschule) in italienische Schulen in etwa zwei Jahren abgeschlossen sein wird. Diese drei Schulen, die unseren jüngst gegründeten Anstalten bisher große Konkurrenz gemacht haben, werden insgesamt von über 700 Schülern besucht. Neben den höheren Schulen erfahren auch die Volksschulen eine schrittweise Umwandlung, die bisher alle fremdsprachigen Volksschulen bis zur 4. Klasse betroffen hat. Dank der Tätigkeit der Opera nazionale per l infanzia redenta entstanden und entstehen auch Kindergärten und Abendkurse für Erwachsene, die massiv zur Verbreitung unserer Sprache und Kultur beitragen. Wenn man an die Lage vor vier oder fünf Jahren denkt, als darüber diskutiert wurde, ob die italienische Sprache in den höheren deutsch- und slawischsprachigen Schulen als Nebenfach von der ersten oder nur von der zweiten Klasse an unterrichtet werden sollte, muss man zugeben, 28

6 dass sich vieles geändert hat: Zeugnisse und Klassenbücher wurden damals auf Deutsch oder eventuell zweisprachig geführt, die Schulleiter konnten nur wenige Brocken Italienisch und verfassten die offiziellen Schreiben auf Deutsch oder Slawisch, die Schulen weigerten sich, in den Schulen die Porträts unseres Königspaars aufzuhängen, ja, sie forderten sie nicht einmal an, der Feiertag des 4. November galt als Trauertag, und die Schüler konnten in ihren Aufgaben schreiben, dass wir das Land nur provisorisch besetzt hatten. Heute treten immer mehr fremdsprachige Schüler den Balilla oder den Avanguardie bei, lesen gern italienische Bücher, die sie in ihrer Schulbibliothek finden, lesen unsere Zeitungen, abonnieren die Zeitschrift Tricolore, nehmen an unseren patriotischen Festen teil und machen in ihren Familien Propaganda für Italien. All dies hat sich jetzt verwirklicht, weil ein gut ersonnener Plan mit Standhaftigkeit durchgeführt worden ist, weil alle - von den staatlichen wie den lokalen Schulbehörden, von den Schulleitern zu den Lehrern der einzelnen Schulen - von einer einzigen Idee beseelt sind: der geistigen Eroberung der Grenzgebiete. Sie haben vor wenigen Tagen im Salone della Vittoria eine Abordnung dieser unserer anderssprachigen Jugendlichen gesehen, die stolz auf ihre graugrüne Uniform und das schwarze Hemd waren, stolz und bewegt, vom Regierungschef ihres neuen Vaterlands mit väterlichen Worten begrüßt und gesegnet zu werden. Ich möchte Sie auf das Wirken dieser unserer Beamten hinweisen, die - oft unter schwierigsten Bedingungen und unter der Gleichgültigkeit oder der verschleierten Feindseligkeit der Bevölkerung - den Namen Italiens hoch halten und sich auch außerhalb der Schule mit Lektionen, Vorträgen und jeder Form der Propaganda aufopfern. Aber unsere Tätigkeit würde beeinträchtigt, wenn wir nach der Herstellung der neuen Werkzeuge zur geistigen Durchdringung sie nicht einsatzbereit und immer leistungsfähiger halten würden. Die Bevölkerung, vor allem das intellektuelle Bürgertum, bezeigt bisher nur rein äußerliche Ehrerbietung; sie nimmt eine korrekte Haltung ein, fürchtet uns, schätzt uns vielleicht auch, aber zuinnerst sympathisiert sie nicht mit uns. Die Achtung für uns wird umso mehr zunehmen, je seriöser und leistungsfähiger unsere Lehranstalten sind, die - fast oder ganz ohne die wirksamen Mittel, die den Privatschulen immer noch zur Verfügung stehen - hart kämpfen mussten, um deren Wettbewerb auszuhalten. Aus diesem Grund müssen unsere Schulen größere Leistungsfähigkeit erlangen. [...] (Archivio Centrale dello Stato, Presidenza del Consiglio dei Ministri, Gabinetto, , 1/1-13/82). DER MINISTER Fedele Die Schizophrenie der jungen Südtiroler 36. Postkarte von Rudolf Stolz, durch deren Verkauf die Katakombenschulen finanziert wurden. Das Mussolini zugesandte Schreiben des Unterrichtsministers Fedele lässt die Genugtuung über die Ergebnisse bei der Italianisierung und Unterweisung der neuen Generationen und optimistische Zukunftsaussichten durchblicken. Es ist relativ leicht, derlei offizielle Berichte zu finden, in denen sich die lokalen Behördenvertreter - in erster Linie Präfekten und Schulamtsleiter - in optimistischen Tönen über die gelungene Integration der Schüler in Schulen und vom Regime auf die Beine gestellten Freizeitorganisationen ergehen. Diesen Interpretationen nach waren deutschsprachige Kinder und Jugendliche dank des Besuchs der italienischen und faschistischen Schule und der Teilnahme an den faschistischen Jugendorganisationen schon zu überzeugten balilla und avanguardisti geworden und versprachen, demnächst zu gesinnungstreuen Faschisten zu werden. Für die Kinder und Jugendlichen, die während des Faschismus geboren und aufgewachsen und gezwungen waren, eine Schule zu besuchen, die ihre sprachliche Zugehörigkeit an der Wurzel leugnete und - in Südtirol wie im übrigen italien - sich die Faschistisierung der neuen Generationen zum Hauptziel gesetzt hatte, war es unmöglich, nicht in der vom Regime gewollten Richtung beeinflusst zu werden. Sicher hatte die faschistische Schule mit der Vermassung und Einreihung in vielen Fällen Erfolg - aber es bleibt zu bezweifeln, ob dieser Erfolg wirklich so allgemein war, wie von den Lokalbehörden oft behauptet wurde. Diese Behördenvertreter neigen oft dazu, von der politischen Lage der Grenzprovinz ein besseres Image zu liefern, als es der Wirklichkeit entsprach, wahrscheinlich um sich in Rom mit Erfolgen zu brüsten, die in Wirklichkeit ausgeblieben waren oder zumindest revidiert werden müssen. Es gab mehrere Gründe dafür, warum die auf dem Schulbereich gesteckten Ziele oft nicht erreicht wurden. In erster Linie ließ die faschistische Schule den konfessionellen Lehranstalten immer große Autonomie, sodass es diesen gelang, ihren Schülern während der 20jährigen faschistischen Herrschaft Unterricht zu vermitteln, der nicht unbedingt der Regimepropaganda entsprach. Die konfessionellen höheren Schulen, die viel gelesenen, katholisch geprägten Schulzeitungen in deutscher Sprache 6 - vor allem Der kleine Postillon und Die Jugendwacht - und das dichte Netz 29

7 37. Fibel von Rudolf Mali für die Katakombenschulen. der sogenannten Katakombenschulen, die oft gerade vom heimischen Klerus unterstützt wurden, stellten den faschistischen Bestrebungen bedeutende Hindernisse in den Weg. Aber die größte Hürde stellte wohl das Familienmilieu dar, aus dem die zu italianisierenden und zu faschistisierenden Jugendlichen stammten und das dem Regime in überwiegender Mehrheit zutiefst feindlich gegenüberstand. In der Familie wurde den Kindern eine Art Gegenerziehung vermittelt, durch die die Bemühungen der Schule und der faschistischen Jugendorganisationen meist ganz oder teilweise vereitelt wurden. Natürlich ging dies auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, bei denen die so gegensätzlichen Vorschriften Unbehagen und Desorientierung bewirkten. Im nachstehend wiedergegebenen Buchauszug hebt Claus Gatterer die schizophrene Haltung hervor, zu der die Kinder aus der deutschen und der slawischen Minderheit während des Faschismus praktisch gezwungen waren. Die zutiefst antideutsche Propaganda, die in der Schule vermittelt wurde und in äußerstem Gegensatz zum kulturellen Modell stand, das den Jugendlichen von der Familie und vom gesellschaftlichen Milieu vermittelt wurde, bewirkte oft einen gegenteiligen Effekt und führte bisweilen zu tiefem Hass auf alles, was italienisch war, und zu einem noch sehr viel stärkeren Zugehörigkeitsgefühl zur deutschen Welt. Claus Gatterer Was die»gefühlsmäßige Italianisierung«der Kinder erreichte, mögen zwei Episoden zeigen: In einer zur Provinz Fiume gehörenden Gemeinde diktierte eine Lehrerin einen Aufsatz:»O Kinder, wie schön, wie groß ist unser Italien. Mussolini will es noch schöner und noch größer machen.«ein zwölfjähriger kroatischer Schüler schrieb»häßlich«statt»schön«und»klein«statt»groß«. Der Schüler hieß Iscra. Die Behörde schaltete sich ein:»... Auf Befragen erklärte der Schüler..., er habe das gleiche von den Mitschülern... gehört. Auf weiteres Befragen fügte er hinzu, er habe auch seine Eltern abfällig über Italien reden gehört, wenn sie die Steuern zahlen mussten... Schließlich sagte er ausdrücklich, dass das, was seine Eltern zu Hause sagten, auch der Pfarrer Michael Huso sage... Der Pfarrer erkläre, dass es unter Österreich besser gewesen sei, dass man jetzt viel Steuer zahlen müsse und dass es keine Arbeit gebe... Es liegt auf der Hand, dass die Verantwortlichkeit für diese antiitalienischen Manifestationen auf den erwähnten Pfarrer zurückgeht. Die Erwachsenen wiederholen daheim, was er in der Kirche sagt, und sie scheuen sich auch nicht, dies vor den Kindern zu bereden... Natürlich wachsen diese mit feindseligen Gefühlen gegen das Regime auf... Ich hielt es für angebracht,... die Unterbringung Iscras in einer Besserungsanstalt einzuleiten«. Über einen ähnlich symptomatischen Vorfall, der sich in Görz zutrug, berichtet Salvemini:»Bei der Durchsuchung eines slowenischen Hauses... entdeckte die Polizei im Jänner 1931 die Zeichnung eines Kindes; sie zeigte einen knienden Mann in Ketten und dahinter den Henker mit erhobenem Schwert. Der Henker trug den Namen des Königs von Italien, Vittorio Emanuele, der Verurteilte repräsentierte das»slowenische Volk«. Der Schüler, der dieses Meisterwerk der Wahrheit gezeichnet hatte, wurde verhaftet. Man fand bei ihm eine Liste von fünfzehn Mitschülern, die eine Geheimgesellschaft gegründet hatten,... um eine Eisenbahnbrücke zu sprengen... Die zwischen zehn und sechzehn Jahre alten Buben sollten vor den»tribunale Speciale«gestellt werden... Mussolini ordnete aber ihre Freilassung an«. Dies sind extreme Fälle. Aber sie illustrieren das psychologische Ergebnis der schulischen Entnationalisierungspolitik. Die Kinder der Minderheiten lernten - mehr noch als dies generell in Diktaturstaaten üblich ist - schon in der Schule zwiespältiges Verhalten. In der Familie galten Cesare Battisti oder Guglielmo Oberdan als»verräter«, in der Schule wurden sie als Helden gepriesen. Die Väter der meisten Kinder hatten - mehr oder weniger gern - auf österreichischer Seite den Weltkrieg mitgemacht. In der Schule wurde nun gelehrt, die österreichischen Soldaten seien barbarisch, unmenschlich, grausam gewesen; die Kinder mussten es im Geschichtsunterricht wiederholen, sie sagten ihre Aufgabe auf, und sie schrieben ihre Aufsätze, wie es vorgeschrieben war, aber sie wussten, dass man sie zwang, die Unwahrheit zu sagen und zu schreiben. War es ein Wunder, dass sie alles für unwahr hielten, was Italiener - Lehrer oder nicht - sagten? Dass sie den Italienern andichteten, was die Schulbücher sie über ihre Väter lehrten? Deutsche Schulen in Südtirol und slawische Schulen in der Venezia Giulia wären nie imstande gewesen, soviel Hass gegen Italien hervorzubringen und zu verbreiten, wie die italienischen Schulen es taten. (GATTERER, C., Im Kampf gegen Rom. Bürger, Minderheiten und Autonomien in Italien, Wien 1968, S ) Claus Gatterer (Sexten Wien 1984), Journalist, Historiker, Schriftsteller, ist anfangs in Bozen und dann als ÖRF-Redakteur in Wien tätig. Er stellt seine Untersuchungen und Recherchen zur Südtiroler Geschichte in einen europäischen und internationalen Kontext, wobei er sich mit besonderer Aufmerksamkeit den Problemen der sprachlichen Minderheiten in Europa und des Völkerrechts zuwendet und die Notwendigkeit unterstreicht, die historischen Studien zu intensivieren, um die Erinnerung zu beruhigen und gemeinsam die Distanz zu errichten, die die kollektiven Geschehnisse zu Geschichten macht. Seine Recherchen und Überlegungen haben den Anstoß zu einer neuen historiographischen Strömung gegeben, die über die Gegensätze zwischen den Volksgruppen hinausgeht und den historischen Kontext zu einem wahren Ort kultureller Begegnung macht, jenseits aller Vorurteile oder Nationalismen, die immer die beiden nationalen Geschichtsschreibungen beeinflusst hatten. Seine Hauptwerke sind: GATTERER, C., Schöne Welt - böse Leut. Kindheit in Südtirol, Wien-München-Zürich GATTERER, C., Cesare Battisti, Wien GATTERER, C., Im Kampf gegen Rom. Bürger, Minderheiten und Autonomien in Italien, Wien GATTERER, C., Erbfeindschaft Italien-Österreich, Wien-München-Zürich

8 Wenn Claus Gatterer in dem hier wiedergegebenen Auszug auf die unterschiedlichen Einflüsse eingeht, denen die Südtiroler Kinder von den ersten Schulklassen an ausgesetzt waren, geht Gatterer im nachfolgenden Text auf das Leben im Brixner Priesterseminar ein. Diese konfessionelle höhere Schule hatte aufgrund des Konkordats zwischen Faschismus und katholischer Kirche auch während der faschistischen Herrschaft weiter bestanden. Der Unterricht wurde auf Deutsch erteilt, und obwohl hier auch die faschistische Doktrin vermittelt werden musste, konnte sich die Kiste - wie Gatterer das Priesterseminar bezeichnet - doch einen gewissen Freiraum bewahren. Dennoch kam es auch in der Kiste zu Kompromissen und Ausflüchten, und es wurde systematisch gelogen. Bei den Klassenarbeiten zu politischen Themen hatten die Schüler das schamlose Lügen gelernt, ja sie simulierten ihre nicht vorhandene Treue zum Faschismus und zu seinen Riten und Werten in einer Art sportlichem Wettkampf. All dies bewirkte bei den neuen Generationen, die zwischen der unkritischen Übernahme der faschistischen Parolen und dem Rückgriff auf Heuchelei hin- und hergerissen waren, einen weiteren, vom Faschismus verursachten moralischen Schaden. Wir möchten hier unterstreichen, dass gewisse, der faschistischen Propaganda eigene rhetorische Züge, wie wir sie in der Sprache der unter dem Faschismus aufgewachsenen jungen Leute finden, nicht unbedingt auch - wie man manchmal vielleicht glauben könnte - einer tiefen, lebendigen Bejahung des Regimes entsprechen. Diesem Irrtum unterlagen manchmal auch die italienischen Behördenvertreter, die von rein äußerlichen Zustimmungsbekundigungen für den Faschismus auf Erfolge schlossen, die es in Wirklichkeit nicht gegeben hatte. 38. Gaido und Brugo, Das fleißige Mädchen, Schulwandbild, frühes 20. Jahrhundert. 38 Da die Kiste uns nicht nur auf die»innere Reife«(das heißt die Reife fürs hohe Priesterseminar) vorzubereiten hatte, sondern auch auf die»äußere Reife«, auf jene staatlichen Prüfungen also, die die Absolventen von Schulen ohne Öffentlichkeitsrecht nach der fünften und achten Klasse ablegen mussten, hatten unsere Professoren die Verpflichtung, zwei Herren zu dienen, deren Autoritäten und Lehren einander vielfach ausschlossen. Wenn wir zum Abschluss des sehr ausführlichen Philosophieunterrichts, nach Plato und Descartes, nach Aristotele und Vico, nach Kant und Hegel in Mussolinis dröhnender Dottrina del Fascismo - Pflichtlektüre für jeden Maturanten! - vernahmen, die Aktion habe die Philosophie für immer begraben, alle Philosophie, auch Augustinus, auch den Aquinaten, dann war unser Philosophieprofessor, sosehr er sich mühte, keiner konstituierten Autorität Abbruch zu tun, mit seinem glättenden Latein am Ende. Die ungezählten Widersprüche dieser Art ergaben jenen hochbrisanten Treibstoff, der unsere Fragen wie irrende Raketen in den Himmel trieb. Es gab Professoren, die sich so sehr als Institutionen begriffen, dass ihnen jeder Zweifel, jede Frage als Verstoß gegen die Disziplin erschien. Doch gab es auch andere, die den eigentlichen Ursprung unserer Zweifel ahnen mochten und auf unsere Zweifel zumindest mit ihren Zweifeln eingingen, und gerade sie sind es, die mir heute noch als die eigentlichen Leuchten der Gelehrsamkeit vor Augen stehen.»aber das ist nichts für die Staatsprüfung«, fügte etwa unser Geschichtsprofessor (klein, rundbäuchig, mit einer knolligen Sokratesnase) hinzu, wenn er, von der mit Lügen gepflasterten Straße der proklamierten Gewissheiten abweichend, uns privat die Wahrheit über diese oder jene Frage beigebracht hatte. Was wir vor allem suchten, was ja nicht mehr Wissen»für die Staatsprüfung«, sondern ein wenig Gewissheit für uns. Die Staatsprüfung? Mit der Staatsprüfung würden wir schon zurechtkommen. Wir hatten ja gelernt, zu lügen. Wir logen, ohne zu erröten. Wir wetteiferten darin, wer bei politischen Aufsatzthemen in Italienisch den besseren»faschisten«abgab, wer darin mehr und neuere Mussolini-Zitate unterbrachte, wer die meisten und jüngsten vom Regime geprägten»neuwörter«kannte und richtig anwendete. Indem wir den Zwang zur Doppelzüngigkeit einfach als Einladung zur Persiflage verstanden, entflohen wir der stumpfen Öde des politischen Aufsatzes, der nach den höheren Intentionen ja Zeugnis einer Erziehung, Bekundung der»anerzogenen«gesinnung hätte sein sollen, und retteten uns in einen sportlichen Wettbewerb, in welchem nicht die Erziehung, sondern die Dressur, nicht die Gesinnung, sondern die vollkommenere Tarnung der Gesinnung die guten Noten und die Freude an diesen gewährleistete. [...] Den Zeitungen entnahmen wir auch, dass die Menge»galvanisiert«oder»elektrisiert«wurde, dass es galt, die gerechten Ansprüche der Nation zu»sensibilisieren«und die inneren Feinde zu»silenzieren«, das heißt durch entsprechende Vorkehrungen oder Maßnahmen zu»ver-stummen«. Die damals begonnene»demographische Schlacht«, für die eigens der»orden vom weißen Band«gestiftet wurde, brachte Italiens»großherzige Fruchtbarkeit«dank der»heiteren Männlichkeit der Männer«und dem»fruchtbaren Schoß«der Frauen zur vollen Entfaltung. Welche andere Nation erlebte wie die unsere jene»weihefeste des Liktorenbündels«, da in einer einzigen Stadt an einem einzigen Tag 2620 junge Paare in erhebenden»pilgerfahrten der Liebe«an die Traualtäre traten und sofort nach dem Jawort in kollektiven Telegrammen an den DUCE»binnen Jahresfrist die Geburt kleiner Balilla«verhießen?»Ein Frühling voller Wiegen«soll- 31

9 39. Reklame für Kinderbücher, L Economia Nazionale, Arbeitsbuch eines Optanten, te das Italien von morgen sein, damit unsere Kundgebungen noch»martialischer«werden und die ganze Welt mit dem»löwengebrüll unserer Macht«erfüllen konnten. Unser CE- SARE, der»condottiere der Condottieri«, ritt, das heilige Schwert des Islam (oder was an Waffen gerade en vogue war) schwingend,»herrlich auf strahlendem Schimmel dem ihm auf den Fersen folgenden Volke voran«. Aus derartigem Rohmaterial verfertigten wir dann Aufsätze zu Themen wie»italiens Zukunft liegt auf den Meeren«oder»Über die Schicksalhaftigkeit des Siegeszugs der totalitären Mächte«. Schweißperlen auf der Stirn, raunte mein Banknachbar, während Professor C. zum Fenster hinausblickte:»bitte, noch einen Mussolini-Spruch! Du kriegst mein Jausenbrot dafür.«die Durchdringung des Nazismus und der Misserfolg der faschistischen Erziehung 40 Der grundlegende Misserfolg des Italianisierungs- und Faschistisierungsversuch der jungen Generationen durch die Schule und die mit der Partei verbundenen Jugendorganisationen wurde im Laufe der Dreißigerjahre deutlich. Die Machtübernahme Hitlers im Jahr 1933 führte sofort zu einem entschiedenen Erstarken der örtlichen Nazis, die jetzt lautere gegen die Fremdherrschaft gerichtete, antiitalienische Töne anklingen ließen. Die nationalsozialistische Propaganda fiel vor allem bei den jungen Südtirolern auf fruchtbaren Boden; denn im Gegensatz zur älteren Generation, unter der noch der Mythos des k.k. Reichs fortlebte, setzten sie ihre Hoffnung auf nationale Befreiung eher auf Deutschland, das von neuen Bestrebungen nach Größe getragen war, als auf das kleine, schwache Österreich. Anfangs hatten sich die italienischen Behörden wegen dem Vordringen der Nazi-Ideologien auf Südtiroler Boden kaum Sorgen gemacht, ja, sie hatten die ideologischen Ähnlichkeiten zwischen dem Nationalsozialismus und dem Faschismus unterstrichen 7. In seinen vielen, an das Innenministerium gesandten Berichten hatte der Präfekt Marziali die Gefahr der Verbreitung des Nazismus immer bagatellisiert und ein übermäßig optimistisches Bild einer nunmehr normalisierten Provinz gezeichnet, in der der Faschismus auch unter der deutschsprachigen Bevölkerung zunehmend Fuß fasste 8. Angesichts der immer stärkeren Verwurzelung des Nazismus und der Vorfälle, bei denen es zu offenem Aufruhr gegen die italienischen Behörden und zu eindeutiger Verachtung der Symbole der Italianität kam, traten die Irrtümer der Präfekten bei der Bewertung der Lage deutlich in Erscheinung, und im September 1933 wurde Marziali durch Mastromattei abgelöst. So setzte nun eine neue Phase der faschistischen Politik ein: Da sie sich des Misserfolgs beim Italianisierungsversuch der deutschsprachigen Bevölkerung in erster Linie durch gesetzgeberische Vorkehrungen bewusst wurde, setzte sie sich nun die schrittweise Umkehrung des zahlenmäßigen Verhältnisses zwischen Deutschen und Italienern Ich war generös:»gibt man den Massen die Möglichkeit, täglich satt zu werden, so treibt man das Volk unweigerlich der Bourgeoisie in die Arme«.»Ostia!«, staunte er und schrieb. Nach einer Weile:»Hast du vielleicht noch einen übrig? Für den Schluss? Du kriegst...«ich diktierte:»preferiamo essere temuti. Wir ziehen es vor, dass man uns fürchtet. Wir pfeifen auf den Hass der andern, denn wir erwidern ihn.«das»denn«war nicht sehr logisch, doch was war damals schon logisch?. (GATTERER, C., Schöne Welt - böse Leut. Kindheit in Südtirol, Wien-München-Zürich 1969, S ) 41 durch die massive Zuwanderung von Personen aus anderen Gebieten Italiens zum Ziel 9. Es ging also nicht so sehr darum, aus den Südtirolern Italiener zu machen, sondern den Zuzug so vieler im Königreich Italien geborenen Personen zu fördern, dass das bis dahin bestehende ethnische Verhältnis, das noch zugunsten der Deutschsprachigen ausfiel, über den Haufen geworfen wurde. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass die antiitalienische Nazi-Bewegung gerade unter den Jüngeren Widerhall fand - wodurch bewiesen wurde, dass die so oft posaunten Gewissheiten über die mühelose Formung der jungen Generationen halt-

10 los waren. Die hier nachfolgend wiedergegebenen Schreiben zeigen, dass sich die staatlichen Behörden allmählich des zunehmenden, besorgniserregenden Erfolgs des Nazismus bei den einzelnen Schulanstalten bewusst wurden. Im ersten angeführten Fall handelt es sich um einen Bericht, den ein Lehrer der Berufsschule in St. Ulrich an seinen Schuldirektor sendet: Er unterstreicht unter anderem, dass der Nazismus auch bei den den faschistischen Organisationen angehörigen Jugendlichen Widerhall gefunden hat. Das zweite Dokument ist ein vom Erziehungsminister an den Ministerrat gesandtes Schreiben: es geht auf die Nachforschungen hinsichtlich eines antiitalienisch eingestellten Geheimverbands ein, dem zahlreiche Schüler des staatlichen Gymnasiums in Brixen angehören, darunter auch einige, die Mitglieder der faschistischen Partei oder ihrer Organisationen sind. Schließlich zwei vom Bozner Polizeipräsidenten an den Innenminister gesandte Berichte, in denen die Lage - der Widerhall der Nazi-Ideologie unter den Jugendlichen und der Misserfolg der faschistischen Erziehungstätigkeit - äußerst klar und objektiv dargelegt wird. Die Analyse des Polizeipräsidenten Norcia hebt auch andere Punkte hervor: Die verbreitete Feindseligkeit der Südtiroler Bevölkerung dem Faschismus gegenüber ist seiner Meinung nach nicht als soziale und politische Opposition gegen das diktatorische Regime anzusehen, sondern vielmehr als bloße Aversion gegen die italienische Herrschaft über Südtirol. Mit anderen Worten handelte es sich um Auflehnung gegen die Brennergrenze und die verhassten Entnationalisierungsmaßnahmen des Regimes, nicht aber um eine klare, bewusste Opposition gegen den faschistischen Totalitarismus als unterdrückende Ideologie 10. So müsse man sich größere Sorgen um die für die Bozner Industriezone bestimmten Arbeiter machen, unter den die Präsenz von subversiven Elementen nicht auszuschließen war. In diesem wie in vielen anderen Fällen bewiesen Vertreter der italienischen staatlichen Behörden, dass sie die antinationalen Kundgebungen der Südtiroler fürchteten, gleichzeitig aber ihre Achtung für die staatlich anerkannten Behörden und ihre Abneigung jeder Form sozialen Protestes zu schätzen wussten. 41. G. Pagano, Mussolini-Literatur, Gebrüder Stolz, Volksgemeinschaft, ZWEIJÄHRIGER FORTBILDUNGSKURS IN ST. ULRICH Nr. 134 St. Ulrich, 8. März 1934/X II BETRIFFT: Politische Gesinnung in einer Schulklasse An den Kursleiter Herrn Cav. Lodovico Donati Sehr geehrter Herr Direktor, ich erlaube mir, Ihnen meinen Standpunkt über die politische Gesinnung der 2. Klasse dieses Kurses darzulegen. Die Jungen zeigen seit einiger Zeit einen gewissen Wandel in ihrer politischen Gesinnung, der in jüngster Zeit noch stärker zum Ausdruck kommt. Da es sich um Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren handelt, die sich schon so auszudrücken wissen, wie es ihnen passt, und auch Urteile abgeben können, kann man sie für ihre Äußerungen als verantwortlich ansehen. Nun habe ich bemerkt, dass - aufgrund von Infiltrationen, deren Herkunft ich nicht zu erklären wüsste - Sympathie für all das gezeigt wird, was jenseits der Alpen getan und gesagt wird. Die Schüler sind über die Ereignisse in Deutschland und Österreich immer gut informiert und kommentieren sie mit Interesse und bei Sympathiebekundungen für Hitler. Einige Bemerkungen, die ich während des Unterrichts in faschistischer Kultur aufgefangen habe, verweisen auf Unverträglichkeit von all dem, was italienisch und faschistisch ist. Für uns Lehrer ist es schwer, in diesem Grenzgebiet ein nationales Bewusstsein auszubilden - was nicht einmal mit den Gefühlen eines rechtlich denkenden Menschen vereinbar ist, sofern er nicht um jeden Preis ein Deutscher sein will. Wir fühlen uns in unserer Pflicht als Erzieher getroffen, da unsere Aufgabe stark behindert wird. Für diese ideologische Unterwanderung ist nicht nur ein einziger Schüler verantwortlich, sondern mehrere, die den Jugendorganisationen wenig ruhmreich angehören. Die Schüler sind verwarnt worden, und ich hoffe, dass es in Zukunft zu keinen Zwischenfällen kommt. Diese verderbliche Propaganda muss ganz aufhören, und ich werde Sie weiter über diese Lage unterrichten, vor allem, wenn es sich als notwendig erweisen sollte, eventuell mit Maßnahmen einzugreifen. Da die Gefahr im Moment auf wenige Verantwortliche beschränkt zu sein scheint, halte ich es für angebracht, vorsichtig vorzugehen und Überzeugungsarbeit zu leisten. Im Augenblick ist es richtig, dies an den Tag zu legen, damit wir uns gegebenenfalls gegen diejenigen wehren können, die die Erziehungstätigkeit der italienischen Schule in Südtirol zu gefährden suchen. Hochachtungsvoll Luigi Amicabile Lehrer (Archivio Centrale dello Stato, Presidenza del Consiglio dei Ministri, Gabinetto, , 1/1-13/680) 42 33

11 Rom, 21. November 1934/XIII Ministero dell Educazione Nazionale DIREZIONE GENERALE DELLA ISTRUZIONE MEDIA, CLASSICA, SCIENTIFICA, MAGISTRALE Division II Prot. Nr An die Präsidenz des Ministerrats ROM BETRIFFT: Schüler Mellauner und andere Dieses Ministerium ist von den Schulbehörden informiert worden, dass die politischen Behörden im vergangenen Juni in Brixen einen Laurinia genannten Geheimbund entdeckt haben, dem 17 Schüler des königlichen Gymnasiums angehörten. Einige von ihnen hatten am 26. Mai an einer Versammlung teilgenommen, auf der ein gewisser Dr. Dejaco und der Schüler Tausch aus der 3. Klasse antinationale Reden gehalten hatten. Weil sie am 14. Juni, zum Schluss des Schuljahres, in einem öffentlichen Lokal deutsche Lieder gesungen hatten, waren außerdem elf Oberschüler verhaftet und am Morgen freigelassen worden, mit Ausnahme von Tausch, der sich unter ihnen befand. Einer der dem Geheimbund angehörigen Oberschüler - Kustacher Giuseppe aus der 1. Klasse - war Avanguardista; ein anderer - Fissneider Giovanni aus der 4. Klasse - gehörte dem Fascio giovanile an; ein dritter - besagter Mellauner - war Mitglied des Fascio Brixen. In Erwartung der Entscheidung der politischen Behörden haben die Schulbehörden diese Oberschüler - mit Ausnahme des verhafteten Tausch - zu den Prüfungen zugelassen, unter Vorbehalt eventueller Disziplinarstrafen. In der Folge teilten die politischen Behörden mit, dass die drei Jugendlichen aus den faschistischen Organisationen ausgeschlossen worden waren, weil sie den der Revolution geleisteten Treueschwer gebrochen hatten, und jetzt bitten die Schulbehörden um Weisungen bezüglich der endgültig zu treffenden Entscheidungen. [...] DER MINISTER (Archivio Centrale dello Stato, Presidenza del Consiglio dei Ministri, Gabinetto, , 5/4/2797)

12 44 VERTRAULICH - EINSCHREIBEN KÖNIGLICHES POLIZEIPRÄSIDIUM BOZEN Kab.-Abt. - Nr /XVI An das Innenministerium Generaldirektion für Öffentliche Sicherheit Rom Unter Bezugnahme auf das Schreiben 26 des Ministeriums, Nr. 2742/441/01250, erlaube ich mir mitzuteilen, dass die politische Lage in dieser Provinz unverändert ist, wiewohl sich keine Gefahrensymptome hinsichtlich möglicher Störungen der öffentlichen Ordnung zeigen. Es sind tatsächlich weniger und geringere Episoden feindlicher Gesinnung seitens der andersstämmigen Elemente zu verzeichnen - was aber nicht unbedingt als Anzeichen einer Besserung der Lage anzusehen ist; denn die geringere Anzahl der Gesten der Unduldsamkeit ist zweifellos auf eine stärkere Kontrolle zurückzuführen, die sich jetzt alle nach den beispielhaften polizeilichen Maßnahmen auferlegen, die den überzeugten Verantwortlichen antiitalienischer Handlungen gegenüber getroffen worden sind. Passiver Widerstand wird weiterhin im engen Familienkreis geleistet, und er wird immer noch wirksam vom Klerus unterstützt, dessen Vertreter ihre ursprüngliche oppositionelle Haltung nur formell geändert haben. Die feindseligen Kundgebungen sind überwiegend das Werk von Jugendlichen, was deutlich beweist, dass die Erziehung der Jugendlichen - trotz ihres formellen Beitritts zu den faschistischen Jugendorganisationen - noch alten irredentistischen oder nazistischen Elementen unterworfen ist. Unter dem beiliegenden Verzeichnis verdient die Episode, die sich auf die Verhaftung des andersstämmigen 20jährigen Francesco BAUER wegen irredentistischer Propaganda unter den Jugendlichen bezieht, besondere Beachtung: Dieser, ein ehemaliges Mitglied des Fascio Giovanile von Dorf Tirol, hatte in verschiedenen Gemeinden junge Korrispondenten, mit denen er sich in Kontakt hielt, um ihnen Weisungen über den Widerstand der italienischen Penetration gegenüber, über die Wahrung deutschen Brauchtums usw. zu erteilen. Wie ich mir schon in vorausgegangenen Schreiben darzulegen erlaubt hatte, hat die subversive Bewegung revolutionären und antifaschistischen Charakters sich in dieser Provinz noch nicht gezeigt; die überwiegende Mehrheit der Opposition bekundet antinationale Gefühle, die auf Veränderungen der politisch-territorialen Lage ausgerichtet sind, nicht aber antisoziale Gefühle. Voraussichtlich werden sich, mit der Entwicklung der Industriezone und dem Zuzug von immer mehr Arbeitern aus anderen italienischen Provinzen, in Zukunft heute nicht vorhandene Anzeichen subversiver Propaganda zeigen, obwohl der Informationsdienst über die zugezogenen Elemente mit allergrößter Sorgfalt durchgeführt wird. Zum derzeitigen Zeitpunkt - und auch in Hinblick auf den bevorstehenden Staatsbesuch des deutschen Regierungschefs - glauben wir nicht an das Eintreten von Vorfällen, die die öffentliche Sicherheit ernsthaft gefährden könnten. Es ist vorauszusehen, dass die großen Beifallskundgebungen bei der Durchreise des Führers durch die Provinz, an denen alle andersstämmigen Personen nazistischer Gesinnung teilnehmen werden, neue und genauere Elemente zur Bewertung der feindseligen Kräfte liefern, die sich bei dieser Gelegenheit unbewusst offenbaren. 45 DER POLIZEIPRÄSIDENT Norcia (Archivio Centrale dello Stato, Ministero dell Interno, Direzione Generale della Pubblica Sicurezza, Divisione affari generali e riservati, 1941, Cat. K1 B15, B.49, Fasz. Bolzano) Katakombenschule im Sarntal, 30er Jahre. 44. Katakombenschule in Haslach (Bozen), Lesebuch der deutschen Sprachkurse für Optanten, Volksschulzeugnis, Titelblatt des Balilla dell Alto Adige,

13 KÖNIGLICHES POLIZEIPRÄSIDIUM BOZEN Abt. Kab. Nr Mai 1938/XVI Antwort auf das Telegramm 19841/441/ vom 30. Mai BETRIFFT: Bericht über die subversiven und antinationalen Vorfälle angesichts der politisch-wirtschaftlichen Lage der Provinz STRENG GEHEIM An das Innenministerium Generaldirektion für Öffentliche Sicherheit ROM In Bezug auf die subversiven oder antinationalen Vorfälle, die sich während der vergangenen drei Monate zugetragen haben, erlaube ich mir zu unterstreichen, dass es sich bei der überwiegenden Mehrheit der angeführten Vorfälle um Bekundungen antinationaler und irredentistischnazistischer Gefühle handelt. Wir bestätigen somit, dass die Vorstellung vom Klassenkampf, wie er von den revolutionären kommunistischen Parteien verfochten wird, in dieser Provinz keinen spürbaren Widerhall gefunden hat, während die Feindseligkeit den Behörden und der Partei gegenüber sich indirekt als Widerstand manifestiert, der auf die irredentistische und nazistische Einstellung der Mehrheit der andersstämmigen Bevölkerung zurückzuführen ist. Sie leistet in der Tat hartnäckigen, tätigen und engmaschigen Widerstand auf jedem Bereich des familiären und gesellschaftlichen Lebens, um die Maßnahmen, die alle Behörden zur italienischen Penetration einsetzt, zu behindern (was ihr tatsächlich auch gelingt). Vor den historischen Ereignissen in Österreich schien sich die politische Lage zu bessern und der Widerstand seitens der einheimischen Bevölkerung abzunehmen; zu einer derartigen Hoffnung hatte die Tatsache Anlass gegeben, dass die kleinen, sich ständig wiederholenden Episoden der Unduldsamkeit im ersten Vierteljahr dieses Jahrs nachgelassen hatten. Die vorgenannten Ereignisse haben - angesichts der raschen militärischen Besetzung Österreichs - die Verbreitung falscher Nachrichten begünstigt, sodass sogar die Bewohner der abgelegensten Gebirgsgegenden davon überzeugt waren, dass diese Provinz bis zur (angeblich deutschen) Grenze bei Salurn besetzt worden sei. In diesem Klima kam die kaum verhohlene und unterdrückte nazistische Gesinnung der deutschsprachigen Jugendlichen zum Ausbruch, und es trugen sich wahrhaftig zahlreiche Vorfälle zu, die in beiliegendem Verzeichnis angeführt werden - wobei aber zu bemerken ist, dass dieses Verzeichnis keineswegs alle derartigen Vorfälle enthält; denn einige sind nicht einzeln erhoben worden, da es sich einerseits um geringfügige Episoden handelte, deren Protagonisten Minderjährige waren, und da andererseits die Verfolgung dieser Vorfälle die Verfolgung der gewichtigeren Vorfälle unnütz erschwert und verlangsamt hätte. Diese kleinen Vorfälle sind allerdings bedeutungsvoll, wenn man sich ein Gesamtbild von der Verbreitung der feindseligen Gesinnung dieser unserer Landsleute dem neu gewonnenen Vaterland gegenüber machen will. Bei diesen Vorfällen handelt es sich um Begebenheiten, bei denen Schüler verstohlen Hakenkreuze mit Kreide auf die Wandtafeln, die Schulbänke und die Kirchenaußenwände malen, Heil Hitler ausrufen, wenn sie ein von Deutschen gelenktes Auto vorbeifahren sehen, und ihre deutschfreundliche Gesinnung selbst in Schulaufsätzen zum Ausdruck bringen. Es mag sich um äußerlich geringfügige Vorfälle handeln, die aber für uns gerade deshalb bedeutungsvoll und wichtig sind, weil sie zeigen, dass in Familie und Kirche weiterhin eine prodeutsche Erziehung erfolgt, ohne dass es dem hartnäckigen Einsatz unserer italienischen Lehrer bisher gelungen wäre, diesen Einfluss auf die neuen Generationen, die nunmehr in italienischem Klima und einem italienischen Land geboren und aufgewachsen sind, wenn nicht aufzuhalten, so doch wenigstens zu bremsen. [...] DER POLIZEIPRÄSIDENT Norcia (Archivio Centrale dello Stato, Ministero dell Interno, Direzione Generale della Pubblica Sicurezza, Divisione affari generali e riservati, 1941, Cat. K1 B15, B.49, Fasz. Bolzano) F. Moro, Fruchtbare Erde, frühes 20. Jahrhundert.

14 Ein verbotenes Lied und die Ermittlungen der Behörden Die nachfolgenden Dokumente beziehen sich auf einen besonderen Vorfall, der sich 1934 in einer 4. Klasse der Schule Regina Elena in Bozen zugetragen hat. Der Schulleiter des Rainerums berichtete dem Schulinspektor Dalpiaz, gehört zu haben, dass ein Schüler der Schule Regina Elena seinen Klassengefährten ein deutsches Lied beibrachte, das den Duce und den König beleidigte, dagegen aber Hitler verherrlichte. Im Gefolge dieser Anzeige kam es zu einer wahren Untersuchung seitens der Schulbehörden, die - wie aus dem Bericht von Dalpiaz an das Schulamt hervorgeht - die in diesen Vorfall verwickelten Kinder streng verhörten. Dalpiaz zog unmissverständliche Schlussfolgerungen: Das beschuldigte Lied war seit vielen Monaten bei zahlreichen Schülern in der Hauptstadt und in anderen Südtiroler Ortschaften in Umlauf, und unzweifelhaft begann die nazifreundliche Gesinnung der Südtiroler Jugendlichen zu einem Massenphänomen zu werden, während zugleich die Hoffnung auf einen Eingriff Hitlers zur Abtrennung Südtirols von Italien zunahm. Dieser Vorfall zeugt nicht nur vom Misserfolg der Bemühungen um die faschistische Einreihung der während des Regimes geborenen und aufgewachsenen Jugendlichen, sondern er kann auch als beredtes Beispiel für die polizeiartige Kontrolle angesehen werden, die die Regierungsbehörden der Didaktur auf jeden Bereich des öffentlichen wie des privaten Lebens ausüben wollten. Ein von Kindern zwischen 12 und 14 Jahren gesungenes Lied wurde zu einem politischen Fall hochgespielt und bewirkte Untersuchungen und Verhöre von Erwachsenen wie von Kindern, die fast als gefährliche Verschwörer angesehen wurden. 49 aus Il Caposquadra Balilla und aus dem Schulbuch für die 3. Klasse AN DEN KÖNIGLICHEN SCHULINSPEKTOR BOZEN Bozen, 25. März 1934/XII Ich habe von einem ernsten Vorfall erfahren, der sich in der 4. Klasse A der Schule Regina Elena zugetragen und einen Schüler, einen gewissen Streitberger, zum Protagonisten hat und schwere Beleidigungen S.M. des Königs und S.E. Benito Mussolinis enthält. Es handelt sich um ein Lied auf Deutsch, das dieser Schüler seinen Klassengefährten beibringt und dessen Inhalt beleidigend und unmoralisch ist. Dies der Text: Vater unser, der du bist Hau den Mussolini auf den Mist, Und den Koenig noch dazu, Dann hat der Hitler seine Ruh. Es ist unerlässlich, sofort eine Untersuchung einzuleiten und das Böse im Aufkeimen zu unterdrücken. Hochachtungsvoll Der faschistische Gruß. 50. Karikatur im Semplicissimus, Benito Mussolini, Lesebuch der 2. Klasse, Lehrer Marzari 37

15 52. Gaido, Nicht die Missgestalteten auslachen, Schulwandbild, frühes 20. Jahrhundert. KGL. SCHULINSPEKTOR BOZEN Nr. 445 C.A. BOZEN, 29. März 1934/XII AN DAS SCHULAMT TRIENT Mit einem Schreiben vom 25. März informierte der Schulleiter des Rainerums den Unterzeichneten und den Volksschulleiter Bozen I, dass der Schüler Streitberger Gualtiero, Sohn des Emilio, Schüler der 4. Klasse der Schule Regina Elena, einigen Mitschülern ein Gedicht vorgetragen hat, das schwere Beleidigungen S.M. des Königs und des Regierungschefs enthält. Es handelt sich um folgendes Gedicht: Vater unser, der du bist, hau den Mussolini auf den Mist und den Koenig noch dazu, dann hat Hitler seine Ruh. Der Schulleiter des Rainerums, Armando Marzari, hatte von diesem Vorfall aufgrund einer Anzeige des Schülers Rolando Fustoss, Sohn des Giovanni, Schüler der 4. Klasse und Pensionär des Rainerums, erfahren, dem Streitberger besagtes Gedicht vorgetragen hatte. Der Unterzeichnete schickte sich, unter Mitarbeit des Volksschulleiters Attilio Menapace, sofort an, Fustoss zu verhören, der bestätigte, dass sein Klassengefährte Streitberger Gualtiero ihm etwa 14 Tage zuvor in der Via Regina Elena erwähntes Gedicht hergesagt hatte. Streitberger habe bei dieser Gelegenheit bemerkt, dass diese Verse auch anderen Schülern der 4. Klasse bekannt waren, darunter dem Schüler Koss Riccardo, Sohn des Giuseppe. Auf Anfrage gab der Schüler Streitberger Gualtiero zu, dieses Gedicht zu kennen, und von weiteren Fragen bedrängt, gestand er, es schon zwei oder drei Monate zuvor von der Schülerin Gruber Luigia, Tochter des Luigi, aus der 2. Handelsstufe gelernt zu haben, als sie einmal bei ihm zu Hause war. Bei dieser Gelegenheit waren auch seine Geschwister Streitberger Emilio aus der Stufe I C und Streitberger Lodovica aus der Stufe II E sowie zwei Brüder der Gruber, Francesco und Carlo, anwesend. Auf die Frage, ob dieses Gedicht seinen Eltern bekannt sei, gab der Schüler Streitberger zur Antwort, dass sein Bruder ihn bei seinem Vater verraten habe, der seinen Kindern verboten habe, das Gedicht herzusagen, und den Sohn Gualtiero ausgepeitscht habe, weil er dieses Gedicht hergesagt hatte. Er gab zu, das Gedicht in Anwesenheit der Schüler Koss und Fustoss und einmal auch zu Hause in Gegenwart eines Konditorgehilfen namens Morandini, eines Konditors und des Dienstmädchens hergesagt zu haben. Er verneinte aber entschieden, es anderen Personen beigebracht zu haben, wie er auch verneinte, dieses Gedicht als Lied gehört zu haben. Nachdem Gruber Luigia, Tochter des Luigi, Schülerin der Stufe II C, mehrmals geleugnet hatte, das Gedicht den Geschwistern Streitberger beigebracht zu haben, gab sie dies aber schließlich zu. Die Gruber hatte das Gedicht von ihrem Bruder Carlo, einem Schüler der Klasse III D, gelernt. Sie wusste, dass viele das Gedicht kennen, habe es aber niemals singen, sondern immer nur hersagen hören. Die Schülerin Streitberger bestätigte, das Gedicht eines Tages zu Hause von der Gruber gelernt zu haben. Ihr war bekannt, dass viele die besagten Verse kennen. Sie wisse auch, dass einige ihrer Klassengefährten offene Sympathie für Hitler hegen, der viel Gutes tut, während sie sich über Dolfuss lustig machen. Sie führt folgende Schülerinnen an: Angela Ida, Tochter des Francesco, aus der II D Handelsschule, Knoll 38

16 Geltrude, Tochter des Enrico, aus der II E, Ghirardini Editta, Tochter des Antonio, aus der II C und Demmelmaier Marta, Tochter des Giorgio, aus der II C. Der Schüler Gruber Francesco hatte das Gedicht während der Sommerferien in Sarnthein von einem nicht näher identifizierten Jungen namens Luigi gelernt. Eines Tages hatte er es seinem Mitschüler Streitberger vorgetragen, ihm aber nahe gelegt, nichts davon zu sagen, weil er sonst Mussolini verraten hätte. Carlo Gruber, ein nicht ganz normaler Bruder des vorerwähnten Jungen, erklärt ebenfalls, es diesen Sommer in Sarnthein gelernt zu haben, wo es alle kennen. Das erste Mal habe er es von seinem Bruder gehört, dann von einem auch Zocchele genannten Jungen namens Andrea, einem Waisenkind, dessen Vater den Folgen eines Hufschlags erlegen war. Sein Mitschüler Pfeifhofer aus der V A sympathisiere mit Hitler. Eines Tages habe er ihn sagen hören, dass Hitler gegen Italien in den Krieg ziehen werde. Pfeifhofer hatte auch ein Hitlerabzeichen bei sich, das ihm aber eines Tages von den Carabinieri beschlagnahmt worden war, als er gemeinsam mit ihm versucht hatte, den Glockenturm der Dominikanerkirche zu besteigen. Ihm sei bekannt, dass diese Hitlerabzeichen auch in Bozen in einem Juwelierladen unter den Lauben verkauft werden. Der Schüler Pfeifhofer leugnet, für Hitler zu sympathisieren. Er kenne das Gedicht, das seiner Ansicht nach vielen Personen bekannt ist. Als er aufgefordert wird, es herzusagen, bringt er folgende Variante zu Gehör: Vater unser, der du bist, hau den Mussolini auf den Mist und den Dolfuss noch dazu, dann hat Deutschland ganze Ruh. Zwei Jahre zuvor habe er von einem Schüler der Gewerbeschule, an dessen Namen er sich nicht erinnere, ein Hitlerabzeichen geschenkt bekommen. Es wurde ihm dann, wie schon der Schüler Gruber ausgesagt hatte, von den Carabinieri beschlagnahmt. Der Schüler Pfeifhofer erklärt, dass die Hitler-Hakenkreuze in Bozen im Juwelierladen Dinzl (Lauben) erhältlich seien. Die Schülerin Demmelmair Marta, Tochter des Giorgio, aus der Berufsschulklasse II C erklärt, das Gedicht nicht zu kennen. Sie unterstreicht ihre Sympathien für Hitler, von dem bei ihr zu Hause oft gesprochen wird, da ihr Vater, ein österreichischer Staatsbürger, Mitglied der Bozner Sektion der Hitlerschen Partei ist. Sie hört sehr gern die deutschen Radiosendungen und spricht dann mit ihren Mitschülerinnen darüber. Eine Zeitlang hat sie auch das Hitler- Abzeichen getragen. Auch Ghirardini Editta, Tochter des Antonio, Schülerin der Berufsschulstufe II, macht aus ihren Sympathien für Hitler keinen Hehl. Das Hitler-Abzeichen trägt sie nur deshalb nicht, weil es verboten ist. Auch sie hört mit Vorliebe die deutschen Radiosendungen und spricht dann mit ihren Mitschülerinnen darüber. Der Schüler Eigner Francesco, Sohn des Francesco, aus der IV A, erklärt, das Gedicht zu kennen. Seine Mutter teilt später mit, dass ihr Sohn es in Oberbozen gelernt hat, als er dort seine Sommerferien verbrachte. Sie weiß aber nicht, von wem. In Oberbozen gab es drei Lausbuben, mit denen sich ihr Junge oft traf, und vielleicht hat er es von ihnen gelernt (Wegher, Unterhofer, Viegler). Aus den vom Unterzeichneten angestellten Nachforschungen geht eindeutig hervor: a) dass die oben angeführten Verse seit etlichen Monaten bei vielen Schülern in Bozen, Sarnthein und auf dem Ritten und höchstwahrscheinlich auch in anderen Südtiroler Ortschaften bekannt sind. b) Da dieses Gedicht zweifellos kein Werk der Kinder ist, sondern - wie sein politischer Charakter beweist - sicher von Erwachsenen geschrieben worden ist, ist es gewiss einem sehr großen Kreis der Andersstämmigen dieser Region bekannt und dùrfte sich logischerweise immer weiter verbreiten. c) Die Radiosendungen und besonders die sogenannte Deutsche Stunde der deutschen Rundfunkstationen werden von der deutschsprachigen Bevölkerung aufmerksam verfolgt, und die darin verbreiteten Nachrichten und Reden stellen geradezu eine geistige Nahrung für viele deutschsprachige Hörer dar, die dann mit ihren Bekannten darüber diskutieren. d) Das Interesse für Hitler nimmt ständig zu, und viele sehen im deutschen Führer denjenigen, der früher oder später das Schicksal Südtirols beeinflussen könnte. Während der Unterzeichnete versichert, aufmerksam darüber zu wachen, damit derartige Bekundungen keinen verderblichen Einfluss auf die Schüler ausüben können, bittet er um Weisungen hinsichtlich der Haltung, die angesichts des Auftretens ähnlicher Erscheinungen einzunehmen ist. DER KGL. SCHULINSPEKTOR Dalpiaz (Archivio Centrale dello Stato, Presidenza del Consiglio dei Ministri, Gabinetto, , 1/1-13/680). Anmerkung kungen 1 Über die Ergebnisse der Gentile-Reform in der Venezia Giulia und allgemein über die Italianisierung der Schule in den neuen östlichen Provinzen siehe: ANDRI, A./ MELLINATO, G, Scuola e confine. Le istituzioni educative della Venezia Giulia, , Trieste Mit dem Königlichen Dekret vom 27. September 1923, Nr. 2219, wurde das reformierte Gymnasium in Bozen aufgehoben; mit Dekret vom 6. Mai 1923, Nr. 1054, die Lehrerbildungsanstalt für Mädchen in Bozen; mit Dekret vom 27. September 1923, Nr. 2245, die Lehrerbildungsanstalt für Jungen in Bozen. Mit Dekret vom 27. September 1923, Nr. 2665, wurde der Termin zur Umwandlung der deutschen Unterstufe der technischen Oberschule Bozen in eine italienische Unterstufe festgesetzt. Mit diesen Maßnahmen wurden alle staatlichen Schulen mit Deutsch als Unterrichtssprache aufgehoben.gleichzeitig wurde verschiedenen deutschsprachigen höheren Schulen, die von Gemeinden oder juristischen Personen getragen wurden, die Gleichstellung verweigert, und es wurden neue italienischsprachige höhere Schulen ins Leben gerufen (vgl. das Schreiben des Unterrichtsministers vom 25. Januar 1926 an die Präsidenz des Ministerrats, im Archivio Centrale dello Stato, Presidenza del Consiglio, Gabinetto, 1926, 1/1-13/26). 3 VILLGRATER, M., Katakombenschule. Faschismus und Schule in Südtirol, Bozen, Athesia, 1984, S La scuola nella Venezia Tridentina, beiliegender Bericht zum Schreiben des Innenministers, Delegation in der Kommission für die Grenzen Italiens, an den Außenminister und z.k. an den Innenminister, Kabinett, 17. Juli 1945, S , im Archivio Centrale dello Stato, Ministero dell Interno, Gabinetto ( ), B. 47, Fasz. 3773, Confini terrestri dell Italia. Studi, relazioni, segnalazioni.. 5 Wertvolle Literaturangaben zur Schulgeschichte zwischen Inn und Etsch enthält: COSSETTO, M., Storia di maestre e maestri. Esperienze di alfabetizzazione e di istruzione tra le valli dell Inn e dell Adige nel XIX e nel XX secolo, in: COSSETTO, M. (Hrsg.), Fare storia a scuola. Volume II, Bolzano 1999, S Über das wahre Monopol, das die katholische Presse unter den deutschsprachigen Zeitungen ausübte, siehe: BRUNNER. E., Die deutschsprachige Presse in Südtirol von 1918 bis 1945, Dissertation, Universität Wien 1979, S ARA, A., Spirito pubblico e politica italiana in Alto Adige dal plebiscito della Saar alle opzioni, in Id., Fra Austria e Italia. Dalle Cinque Giornate alla questione alto-atesina, Udine 1987, S Ich kann mit ruhigem Gewissen behaupten, dass die Italianität in Südtirol in diesen letzten Jahren sehr beachtliche Fortschritte verzeichnet hat, und dass trotz aller Schwierigkeiten und des stummen und nicht immer fassbaren Widerstands des Klerus die Nerven der Provinz jetzt völlig entspannt sind, und die zuerst zerstreute und feindselige Bevölkerung ist jetzt vertrauensvoll und ruhig und arbeitet bewusst und mit voller Zustimmung mit. Der beispiellose Erfolg der jüngsten Zeremonien anlässlich des Besuchs der Herzöge von Pistoia und auch die Artikel der feindlichen Presse beweisen, dass die Auswirkungen in die Tiefe gegangen sind.... In wenigen Jahren wird die Region Alto Adige keiner anderen Region Italiens an Disziplin und eifriger Treue zum neuen italienischen Vaterland und seinem DUCE nachstehen (persönliche Denkschrift Marzialis für Mussolini vom 2. Mai 1932, im Archivio Centrale dello Stato, Ministero dell Interno, Direzione Generale della Pubblica Sicurezza, Divisione affari generali e riservati, 1932 Sektion I, Kat. A6, B. 1, Fasz. Irredentismo. Alto Adige. Insegnamento privato lingua tedesca). 9 ARA, A., L Alto Adige come problema della politica interna ed estera fascista, Clio, Nr. 3, 1973, S Über die Grenzen der Südtiroler Opposition gegenüber dem Faschismus vgl. STEURER, L., Südtirol zwischen Rom und Berlin cit., S , und LANGER, A. Una doppia lezione, ai sudtirolesi e agli italiani, Vorwort zu: GATTERER, C., In lotta contro Roma, op.cit, S

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