Klasse, Geschlecht und Recht

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1 Beatrix Geisel Klasse, Geschlecht und Recht Vergleichende sozialhistorische Untersuchung der Rechtsberatungspraxis von Frauen- und Arbeiterbewegung ( ) Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden

2 Inhaltsverzeichnis Vorwort 9 Einleitung 11 Zu Zielen und theoretischen Prämissen der Untersuchung 14 Zu Forschungsstand und Quellenlage 24 Methodische Anmerkungen zum Vergleich 27 Zum Aufbau der Arbeit 29 I. Die Bedeutung des Rechts für die Arbeiter- und Frauenbewegung Frauenbewegung und Recht Zur Naturrechtstradition der Radikalen" und ihrer Rechtskämpfe Bis an die Wurzeln des Übels": Die Frauenfrage als Rechtsfrage Weibliche Kultur statt Recht: Die Gemäßigten Rechtstheorie und politische Praxis der Arbeiterbewegung Ferdinand Lassalle: Anwalts-Lehrstücke für die Arbeiterbewegung Die marxistische Rechtstheorie und ihre blinden Flecken Revisionisten und Reformisten: Neubewertung des Rechts Gegen frauenrechtlerische Harmonieduselei": Die Arbeiterinnen Die praktische Rechtspolitik der Arbeiterbewegung 67 II. Frauen helfen Frauen: Die Entwicklung des Frauenrechtsschutzes bis zum Ersten Weltkrieg 75 /. Das Modell Dresden 76 Vorgeschichte und Gründung / Die Initiatorinnen und ihr politischer Standort / Das Programm: Individueller Rechtsschutz und kollektiver Rechtskampf 1.1 Die Gründungsphase ( ) 85 Mitgliederstruktur und Ressourcen / Aufbau und Arbeitsweise der Rechtsschutzstelle / Die Rechtschutzstelle im Kontext der Frauenbewegung 1.2 Die Rolle des Vereins beim sog...frauenlandsturm" 93 Gegen die Vergewaltigung" durch das Recht / Kontroversen über Form und Inhalte des Rechtskampfes / Neues Selbsthilfeprogramm: Durch Eheverträge die Ausnahme zur Regel machen 1.3 Das Prinzip klassenübergreifender weiblicher Solidarität 102 Hilfe zur Selbsthilfe bei Arbeiterinnenstreiks / Frühe Frauenforschung zu Bedingungen weiblicher Erwerbsarbeit / Frauenrechtlerin als Bahnbrecherin der weiblichen Gewerbe-Inspektion

3 2. Das ergiebigste Gebiet der Frauenbewegung": Zur organisatorischen Entwicklung der ersten zehn Jahre Die Saat geht auf 112 Frauenfreundschaften als Knotenpunkte des Netzwerkes / Die schwierigste unserer Unternehmungen": Gründungs- und Entwicklungsbedingungen 2.2 Gegenbewegungen: Zusammenschluß und Ausdifferenzierung 127 Das Scheitern der Berliner Centralstelle.../... und die Gründung des Frauen-Rechtsschutzverbandes 3. Möglichkeiten und Grenzen der Selbsthilfe: Zu Umfang und Inhalt der Rechtsschutzpraxis Vielgestaltig wie das Leben": das Aufgabenspektrum Erziehung zur Selbstverantwortung durch gütliche Einigung? Die Klientinnen und ihre soziale Lage Zur Situation von Arbeiterehefrauen im Kaiserreich Zur arbeits- und sozialrechtlichen Situation erwerbstätiger Frauen Schwerpunkte der Rechtsschutzpraxis Familienrechtsfragen: Strategien und Kontroversen 153 a.) Skandalisierung der Rechtsfolgen 157 b.) Vorbeugende Rechtshilfe 160 c.) Differenzen und Kontroversen über moralische Grundsatzfragen 163 d.) Sozialfürsorgerische Initiativen Rechtsschutz als Interessenvertretung erwerbstätiger Frauen 171 a.) Geschlechtsehre versus Klassenlage: Kontroverse um Kellnerinnen 175 b.) Weil wir selbst ihre Unterdrücker sind": Verhältnis zu den Dienstmädchen 179 c.) Geschlechts- contra Klasseninteressen: Konflikte mit der Arbeiterbewegung Vom Einzelfall zur Sphäre objektiver Rechtsfindung": Vorschlüge für ein anderes Recht Keine mildernden Umstände für Männergewalt: Forderungen zur Strafrechtsreform Anwältinnen als Garantinnen gegen Männerjustiz": Forderungen zu Prozeß und Strafvollzug Eigener Rentenanspruch für Ehefrauen: Hauptforderung zur RVO Wir Frauen haben kein Vaterland!": Kritik am Staatsbürgerrecht Schutz der Frauen oder des Rechts? Die Wende zur Unparteilichkeit -1? 5.1 Personalmangel und Professionalisierungsdruck Eine Existenzfrage": Kooperation mit kommunaler Rechtsauskunft Zwischen Kochtopf und freier Liebe": - Zur Wende im BDF Zäsur im Ersten Weltkrieg - Niedergang in der Weimarer Republik Erster Weltkrieg: Im Dienste des Vaterlandes Weimarer Republik: Jäher Sturz" von einer stolzen Höhe" Wegen Bedeutungslosigkeit von den Nationalsozialisten vergessen 247

4 III. Arbeitersekretariate und Frauen 252 /. Das Modell Nürnberg 254 Vorgeschichte und Gründung / Das politische Selbstverständnis der Initiatoren / Das Programm: Den Gewerkschaften einen Kopf geben 1.1 Zur organisatorischen Entwicklung im ersten Jahrzehnt 259 Mittelpunkt der lokalen Arbeiterbewegung / Von der Basisdemokratie zur Einbindung in zentralistische Strukturen 1.2 Rechtsberatung und Organisationsinteresse 264 Vorrang für Fragen der Klassenlage / Aber günstiges Verhältnis" zum Klassenfeind" 1.3 Geschlechterübergreifende Solidarität? 268 Gelinge Klientinnenquote mit rückläufiger Tendenz / Der marginale Status der einzigen lokalen Arbeitersekretarin 2. Rechtsschutz: Eines der zugkräftigsten Werbemittel der Gewerkschaften Nie geahnte günstige Entwicklung" 273 Arbeitersekretär - eine der begehrtesten Aufstiegschancen der Arbeitcrbewegung / Die Rahmenbedingungen der Neugründungen 2.2 Zentralisierung allgemeiner. Ausgliedcrung besonderer Interessen 282 Die Einrichtung des Zentralarbeitersekretariats / Arbeiterinnenschutz: Boykott weiblicher Beschwerdekommissionen / Das Arbeiterinnensekretariat bei der Generalkommission der Gewerkschaften 3. Anwälte der gesamten Arbeiterschaft? Zu Umfang und Inhalt gewerkschaftlicher Rechtsberatimg Spezialisierung und Defizite Zum Rechtsverständnis der Arbeitersekretäre Klientinnen als Störfaktoren Geschlechterverhältnis und gewerkschaftlicher Rechtsschutz Ehetragödien - eine Folge kapitalistischer Verhältnisse Alimente zahlen - eine Frage der Klassenehre! Das Sphinxrätsel der Prostitution" und das weibliche Lumpenproletariat" Interessenvertretung erwerbstätiger Frauen? 3 I 2 4. Im staatlich vorgegebenen Rahmen: Die Rechtspolitik der Arbeilersekretariatc Bezugspunkt rechtlicher Forderungen; der männliche Industriearbeiter Für Zweiteilung des sozialen Sicherungssystems: Forderungen zur RVO Kampf gegen den Arbeiteisekietär-Paragraphen" 325

5 5. Von der Konfrontation zur Kooperation: Gewerkschaftliche und bürgerliche" Rechtsberatung Zwischen Klassenkampf und sozialem Frieden An der Schwelle zur Kommunalisierung Rechtspflege umkrempeln": Arbeitersekretäre als Justizminister Hand in Hand" mit der kommunalen Rechtsauskunft Im Dienste der Nation: Zur Entwicklung zwischen 1914 und Bedeutungszuwachs durch Aufwertung der Sozialpolitik im 1. Weltkrieg Besondere Belastung": Verkehrung des Geschlechterverhältnisses Die Mitwirkung der Sekretariate an der Demobilisierung Die politischen Karrieren der Arbeitersekretäre Sozialreform statt Sozialismus: Die Politik der Ex-Arbeitersekretäre Arbeitersekretariate und Fraueninteressen in den Zwanziger Jahren 36! 6.7 Eingliederung in die Deutsche Arbeitsfront" 367 IV. Frauenrechtsschutzsteilen und Arbeitersekretariate im Vergleich 370 Quellen und Literatur 388 Verzeichnis der Abkürzungen: Hvhbg. Hervorhebung (z. B. Hvhbg. i. Orig.) CB Corb DNN FB FF GR Jb NB PA SM Centralblatt (s. Zeitschriften) Correspondenzblatt (s. Zeitschriften) Dresdner Neueste Nachrichten Die Frauenbewegung" (s. Zeitschriften) Die Frauenfrage" (s. Zeitschriften) Die gemeinnützige Rechtsauskunft (s. Zeitschriften) Jahresbericht Neue Bahnen (s. Zeitschriften) Parlamentarische Angelegenheiten (s. Zeitschriften) Sozialistische Monatshefte (s. Zeitschriften)

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