Deutscher Wirtschaftsweise Dr. Peter Bofinger als Festredner bei Verleihung des Wissenschaftspreises der Raiffeisenlandesbank O

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1 Public Relations und Medienservice Harald Wetzelsberger Michael Huber 15. J nner 2014 Deutscher Wirtschaftsweise Dr. Peter Bofinger als Festredner bei Verleihung des Wissenschaftspreises der Raiffeisenlandesbank O F rderpreis der Raiffeisenlandesbank O f r bankspezifische wissenschaftliche Arbeiten wird heuer zum 12. Mal verliehen Der Wissenschaftspreis der Raiffeisenlandesbank O wurde ins Leben gerufen, um wissenschaftliches Arbeiten zu f rdern und die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter voranzutreiben. Der Wissenschaftspreis der Raiffeisenlandesbank O f r exzellente wissenschaftliche Arbeiten zu bank-, geld- oder kreditspezifischen Themen unter Ber cksichtigung des Zukunftsaspekts wird heuer bereits zum 12. Mal berreicht. Voraussetzung f r die Einreichung ist die Inskription an einer der drei Fakult ten der Johannes Kepler Universit t Linz: - Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakult t - Technisch-Naturwissenschaftliche Fakult t - Rechtswissenschaftliche Fakult t Eingereicht werden k nnen alle Arbeiten, die mit Sehr gut beurteilt und im aktuellen bzw. im vergangenen Semester approbiert wurden sowie Arbeiten, die in wissenschaftlichen Journalen der Kategorie A oder B publiziert wurden. F r die diesj hrige Auszeichnung wurden 40 wissenschaftliche Arbeiten (23 Diplom- bzw. Masterarbeiten, 11 Dissertationen, 4 wissenschaftliche Abhandlungen, 1 Habilitation, 1 Bachelorarbeit) eingereicht. - Ausgezeichnet werden dieses Jahr drei Dissertationen, eine Diplomarbeit sowie eine wissenschaftliche Publikation. Die von einer Jury unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Schneider ausgew hlten Preistr ger erhalten f r Dissertationen Euro, alle anderen wissenschaftlichen Arbeiten werden mit Euro pr miert. PUBLIC RELATIONS UND MEDIENSERVICE A-4020 Linz Europaplatz 1 a Harald Wetzelsberger Tel.: Mobil: Mail:

2 Wissenschaftspreis der Raiffeisenlandesbank O Seite 2 Vortrag von Wirtschaftsweise Dr. Peter Bofinger Eurokrise Licht am Ende des Tunnels? Dr. Peter Bofinger ist Mitglied im Sachverst ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und damit einer der f nf Wirtschaftsweisen in Deutschland. Er hat sich insbesondere als Experte f r Geldpolitik, Arbeitsmarkt und soziale Fragen einen Namen gemacht. Lebenslauf: Am 18. September 1954 in Pforzheim geboren Ausbildung : Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universit t des Saarlandes in Saarbr cken 1984: Promotion 1990: Habilitation an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakult t der Universit t des Saarlandes Beruflicher Werdegang: : Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stab des Sachverst ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung : Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Wolfgang St tzel, Universit t des Saarlandes : Mitarbeiter in der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Landeszentralbank in Baden-W rttemberg : Vertretungsprofessuren an verschiedenen Universit ten Seit 08/1992: Ordentlicher Professor f r Volkswirtschaftslehre, Geld und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universit t W rzburg Seit 03/2004: Mitglied des Sachverst ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

3 Wissenschaftspreis der Raiffeisenlandesbank O Seite 3 Die Preistr ger Dissertationen Dipl.-Ing. Dr. Andreas Eichler Technisch-Naturwissenschaftliche Fakult t: Modellierung, Bewertung und Kalibrierung von derivativen Finanzprodukten zur Verbriefung von Kredit- und Katastrophenrisiko Der Preistr ger setzt sich in seiner Arbeit mit Problemstellungen auseinander, die bei der finanzmathematischen Analyse von derivativen Finanzprodukten zur Verbriefung von Kredit- und Katastrophenrisiken auftreten. Bei zahlreichen Bewertungsmodellen zu Kreditrisikoderivaten werden vereinfachende Annahmen getroffen, deren Auswirkungen Dr. Andreas Eichler in seiner Dissertation untersucht. Zus tzlich stellt er f r realistische Modellierungen von Kreditausf llen und Katastrophensch den numerisch effiziente Berechnungsmethoden zur Bewertung damit verbundener Finanzprodukte vor. Dr. Julia Kohl Rechtswissenschaftliche Fakult t: Das sterreichische Gl cksspielmonopol Eine rechtliche W rdigung ausgew hlter Aspekte des Bundesmonopols aus verfassungs-, verwaltungs- und unionsrechtlicher Sicht Das sterreichische Gl cksspielwesen ist besonders komplex und undurchsichtig. Dies vor allem deshalb, weil es von einem Nebeneinander verschiedenster rechtlicher Normen aus nahezu allen Fachbereichen gepr gt ist. Dr. Julia Kohl widmet sich in ihrer Arbeit ungekl rten rechtlichen Fragestellungen im Gl cksspielsektor und analysiert das vielschichtige Wechselspiel der verschiedenen Materien. Nach einer kurzen historischen Aufarbeitung greift sie die betroffenen Rechtsbereiche auf und beleuchtet kritisch einige ausgew hlte Aspekte. Dabei untersucht sie zun chst die geltende Rechtslage und beurteilt etwa die verfassungsrechtlichen Kriterien eines Monopols. Anschlie end geht die Preistr gerin auf Kollisionsfragen zwischen verwaltungsbeh rdlichem und gerichtlichem Strafrecht ein und beurteilt schlie lich den Einfluss, den das Unionsrecht auf das sterreichische Gl cksspielgesetz nimmt.

4 Wissenschaftspreis der Raiffeisenlandesbank O Seite 4 Dr. Harald Moshammer, P LL.M., LL.M Steuerwirkungen bei Verm gensveranlagung ber Privatstiftungen Dr. Harald Moshammer befasst sich in seiner Arbeit mit der Frage, ob der Einsatz einer Privatstiftung gegen ber vergleichbaren Alternativen massive steuerliche Vorteile mit sich bringt. Weiters sucht er Antworten auf die Frage, ob eine Privatstiftung nach wie vor Schutz vor einer Verm genszerteilung bieten kann. W hrend Letzterem aus Sicht des Autors aufgrund der derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen zuzustimmen ist, sind nicht pauschal steuerliche Vorteile sterreichischer Privatstiftungen zu erkennen. Um die Vorteile abzuw gen, vergleicht der Preistr ger die Veranlagung ber eine Privatstiftung einerseits mit der direkten Verm gensveranlagung einer nat rlichen Person und andererseits mit dem Einsatz einer liechtensteinischen Privatstiftung. Dr. Harald Moshammer kommt zu folgendem Ergebnis: Die P nalisierung bestimmter ausl ndischer (wie eben z.b. liechtensteinischer) Stiftungen f hrt dazu, dass Verm gen in der Vergangenheit grunds tzlich steuerg nstiger ber eine Privatstiftung als ber eine liechtensteinische Stiftung veranlagt werden konnten. Eine Privatstiftung bringe daher keine gewichtige steuerliche Privilegierung mit sich, so das Ergebnis der Arbeit. Diplomarbeit Mag. Kerstin Pils CSR und finanzielle Performance eine kritische Analyse Soziale und gesellschaftliche Verantwortung unter dem unternehmerischen Schlagwort Corporate Social Responsibility (CSR) spielt im Wettbewerb eine immer gr ere Rolle. Unternehmen versuchen durch CSR etwaige Vertrauenseinbu en, die beispielsweise durch kologische Missst nde oder durch die Wirtschaftskrise entstanden sind, auszugleichen. Aus Sicht der Autorin existiert ein Spannungsfeld zwischen erfolgreichem Wirtschaften und der erforderlichen sozialen Verantwortung. Dieses wird in der ausgezeichneten Arbeit genauer unter die Lupe genommen.

5 Wissenschaftspreis der Raiffeisenlandesbank O Seite 5 Die Autorin analysiert anhand bereits existierender Studien den Zusammenhang zwischen CSR und finanziellen Ressourcen, gutem Management und CSR und in weiterer Folge zwischen CSR und einer guten wirtschaftlichen Performance. Es stellt sich auch die Frage, ob es die Aufgabe" von Unternehmen ist, CSR-Aktivit ten zu betreiben. Mag. Kerstin Pils kommt in ihrer Arbeit zu dem Schluss, dass sich f r den Zusammenhang von CSR und wirtschaftlichem Erfolg keine allgemein g ltige Aussage treffen l sst. Wissenschaftliche Beitr ge Dr. Martin R.W. Hiebl Risk aversion in family firms: what do we really know?, erschienen in The Journal of Risk Finance 1/2013 Familienunternehmen wird h ufig ein risikoscheues Verhalten nachgesagt. Sie streben eine familieninterne Unternehmensnachfolge an und treffen langfristige Entscheidungen. Dr. Hiebl gibt in seinem Beitrag einen berblick ber den aktuellen Forschungsstand zu diesem Thema, analysiert 29 Beitr ge dazu und zeigt weitere m gliche Forschungsans tze auf. Seine Arbeit zeigt, dass sich die Literatur weitgehend dar ber einig ist, dass Familienunternehmen risikoscheuer agieren als Nicht-Familienunternehmen. Beeinflusst wird der Grad der Risikoaversion von Faktoren wie dem Grad des Familieneinflusses, den privaten Zielen der Unternehmerfamilie oder Umweltbedingungen. Dr. Hiebl hat in seiner Untersuchung auch herausgefunden, dass Familienunternehmen aber beispielsweise ein irrational hohes Risiko eingehen, wenn sie den Fortbestand ihres Unternehmens bedroht sehen.

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