In der Gruppe ist die Motivation größer. Auch die zeitliche Begrenzung macht es etwas leichter. schon

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1 TEIL I: Leseverstehen LESETEXT Jung, vernetzt und ohne Smartphone Es ist ein Experiment: eine Woche lang ohne Smartphone auskommen. Die Teilnehmer: Schüler aus Braunschweig. Sind die Jugendlichen wirklich so abhängig von den Alleskönnern, wie Erwachsene gerne glauben? (A) Oh nein, ich will nicht. Dieser Gedanke ging der 16-jährigen Isabel durch den Kopf, als sie ihr Smartphone wegschließen ließ. Ich dachte, ich kann ohne nicht so gut, sagte sie im Interview. Sie und fast alle in ihrer Klasse des Martino-Katherineum-Gymnasiums in Braunschweig hatten sich darauf geeinigt, eine Woche lang auf ihr Smartphone zu verzichten. Auch eine weitere Klasse einer Braunschweiger Schule machte mit. (B) Vielleicht keine so große Sache, denn das Festnetz-Telefon, den Computer zu Hause, Fernsehen und Radio konnten die Jugendlichen in dieser Woche weiter nutzen. Das öffentliche Interesse am Versuch war allerdings gewaltig, berichtet Schulleiter Manfred Wildhage: (1) Für Wildhage war dieses Interesse schwer zu erklären, denn es sollte (2) ein kleines Projekt werden, die Stadt Braunschweig hatte die Idee dazu geliefert. Vielleicht schätzen Erwachsene die Jugendlichen falsch ein, vermutet Wildhage: (3) (C) Obwohl die Teilnahme an dem Experiment freiwillig war, machten fast alle in der Klasse mit. Nur in einem Fall wünschten die Eltern keine Teilnahme. Sie wollten, dass ihr Kind auch weiter erreichbar bleibt, zur Kontrolle und für Notfälle. 80 Prozent der Jugendlichen gaben ihr Smartphone ab. Der Kölner Medienexperte Markus Wirtz war davon überzeugt, dass die Braunschweiger Schüler die Herausforderung schaffen würden: (4) (D) Die 16-jährige Isabel fand das Experiment trotz anfänglicher Bedenken gut: (5) Trotzdem, gibt sie zu bedenken, sei ein Smartphone manchmal (6) praktisch: Ich merke es an ganz kleinen Stellen, wenn ich zum Beispiel einen Termin absagen muss. Dazu musste sie einmal extra ins Büro des Schulleiters gehen, um dort zu telefonieren. Auch an der Bushaltestelle hat sie sich in der Experiment-Woche gelangweilt. (E) Schulleiter Wildhage sagt: Bei den Schülern war relativ große Gelassenheit zu spüren. Manchmal haben sie ihre Geräte in bestimmten Situationen vermisst, es gab aber keine großen Probleme. Das Beispiel der Zehntklässlerin Isabel scheint also ein typischer Fall für den Verlauf des Experiments zu sein. Die Schülerin sagt sogar, dass sie sich jetzt freier fühlt: Manchmal komme ich besser ohne Smartphone klar, denn ich werde nicht abgelenkt, zum Beispiel beim Lernen oder bei den Hausaufgaben. Jetzt kann ich besser abschalten und meine Ruhe haben. Trotzdem möchte sie nicht dauerhaft auf ihr Smartphone verzichten wegen der Erreichbarkeit für ihre Eltern oder wenn sie Freunden kurzfristig absagen will. (F) Schulleiter Manfred Wildhage ist optimistisch, dass das Experiment Spuren hinterlassen hat: Wenn Schülerinnen und Schüler ihr Kommunikationsverhalten selbst beobachten, können sie dadurch dieses Medium vielleicht ein Stück bewusster nutzen. Wenn es gut läuft, geht es genau in diese Richtung. Der Kölner Medien-Experte Markus Wirtz rät im Zusammenhang mit Smartphones zwar zur Wachsamkeit, aber er gibt zu: Wir bieten seit vier Jahren Beratung zum Thema Medien-Sucht an, aber ich hatte noch nie jemanden, der wegen übermäßiger Smartphone-Nutzung zu uns gekommen ist. (Quelle: Klaus Jansen, , Text überarbeitet)

2 AUFGABEN LESEVERSTEHEN I. Fassen Sie den Inhalt der Abschnitte (A) und (B) jeweils kurz zusammen (jeweils maximal 10 Wörter; mehr Wörter = 0 Punkte). Verwenden Sie eigene Formulierungen! (6) (A) (B) II. Die Satzteile bzw. Sätze in der Tabelle (unten) gehören an die richtigen Stellen im Lesetext (oben). Ordnen Sie die Sätze/Satzteile der am besten passenden Stelle im Text zu und tragen Sie die entsprechende Zahl in die erste Spalte der Tabelle ein! (6) Viele Erwachsene glauben, dass die jungen Leute ohne Smartphones nicht mehr richtig leben können. Am letzten Montag, als es losging, hat es uns förmlich überrollt. Vertreter von Zeitungen, Radio, Fernsehen, alle waren da. Als ich das Smartphone schließlich abgegeben hatte, fand ich es sogar entspannend. In der Gruppe ist die Motivation größer. Auch die zeitliche Begrenzung macht es etwas leichter. schon eigentlich III. Welche Vor- und Nachteile des vorübergehenden Verzichts auf das Smartphone nennt Isabel? Verwenden Sie eigene Formulierungen (Stichpunkte, keine Sätze)! (6) Vorteile (jeweils 3) Nachteile (jeweils 3)

3 IV. Kreuzen Sie an: Stehen diese Aussagen sinngemäß im Text, sind sie anders als im Text oder gar nicht im Text? (12) im Text anders als im Text gar nicht im Text 1. Isabel war von dem Experiment von Anfang an begeistert. 2. Auch der Schulleiter hat eine Woche lang auf sein Smartphone verzichtet. 3. Der Schulleiter bewertet den Verlauf des Experiments positiv. 4. Seit dem Experiment nutzt Isabel ihr Smartphone beim Lernen. 5. Schulleiter Wildhage hofft, dass sich das Medienbewusstsein seiner Schülerinnen und Schüler durch das Experiment weiterentwickelt hat. 6. Markus Wirtz kennt viele Jugendliche, die süchtig nach ihrem Smartphone sind.

4 TEIL II: Sprachliche Strukturen und Wortschatz Ergänzen Sie die fehlenden Wortteile in folgendem Text! (20) Ein Freitagnachmittag Ende Januar: Ich habe eine Verabredung mit einem Freund in einem Café in der Coburger Innenstadt. Ich bin zehn Min zu früh, aber ich setze mi schon ein an einen freien Tisch. Zue will ich Zei lesen, doch dann nu ich die Zeit lie für etwas sehr Intere : Ich beobachte die anderen Le. Am Tisch neben m unterhalten sich zwei ju Frauen. Aber eine konzen sich gar nicht ric auf das Gespräch, son schaut immer wieder nervös auf das Display ih Smartphones. Wartet sie a eine dringende Nachricht? H sie Angst, etwas Wich zu verpassen? Ich dr mich um. An ei der Tische hin mir sitzen zwei Jugendliche. Niemand schaut v Display seines Smartphones a. Auch drei Minuten spä haben sie noch ke Wort miteinander gespr. Jetzt hält der eine d anderen sein Smartphone v die Nase. Beide lac, dann wendet sich i Blick zurück auf ih eigenen Bildschirm. Ich se mich um: an vie Tischen dasselbe Bild. Aktuell gibt es unge zwei Milliarden Smartphones weltweit. I Jahr 2020 werden es nach Prognosen dop so viele sein. Rund 80 Prozent der Erwac sind dann wahrsch mit einem Smartphone online. Ob es dann noch Gespräche von Angesicht zu Angesicht gibt? Plötzlich hö ich das Signal meines eig Handys; eine Nachricht von meinem Freund: Sorry, komme etwas später!

5 TEIL III: Textproduktion Eine Woche ohne Handy bzw. Smartphone: Wäre das ein Problem für Sie? Wie würde sich Ihr Alltag ändern? Schreiben Sie einen zusammenhängenden Text mit mindestens 120 Wörtern! (30) Korrektur

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