Neue steuerliche Behandlung von freiwilligen Unfallversicherungen

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Neue steuerliche Behandlung von freiwilligen Unfallversicherungen"

Transkript

1 Neue steuerliche Behandlung von freiwilligen Unfallversicherungen Fragen, Antworten und Beispielsfälle zur lohn- und einkommensteuerlichen Behandlung von arbeitgeberfinanzierten betrieblichen (Gruppen-)Unfallversicherungen nach dem BMF-Schreiben vom 28. Oktober 2009 (BStBl I S. 1275) Ihre R+V Allgemeine Versicherung AG Taunusstr Wiesbaden

2 Inhaltsverzeichnis: I. Überblick II. Weiterführende Informationen 1. Was ist neu? 2. Welche Verträge sind betroffen? 3. In welchem Umfang sind die Verträge betroffen? 4. Die Ausübung der Rechte steht ausschließlich dem Arbeitgeber zu; d.h. es ist kein Direktanspruch vereinbart. 5. Die Ausübung der Rechte steht unmittelbar dem Arbeitnehmer zu; d.h. es ist ein Direktanspruch in dem Vertrag vereinbart. 6. Steuerfreier Reisekostenersatz und lohnsteuerpflichtiger Werbungskostenersatz 7. Sozialversicherungspflicht Hinweis: Die nachfolgenden Informationen beruhen auf den Ausführungen des Erlasses des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom (IV C 5-S2332/09/1004; BStBl I S. 1275). Bitte beachten Sie, dass es sich um ausgewählte allgemeine Informationen handelt, die Ihre individuelle Situation nicht berücksichtigen. Trotz sorgfältiger Prüfung können wir für die inhaltliche Richtigkeit keine Haftung übernehmen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren steuerlichen Berater.

3 I. Überblick über die Steuerliche Behandlung von freiwilligen Unfallversicherungen Die einkommen-/lohnsteuerrechtliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen aus Unfallversicherungen, die der Arbeitgeber zugunsten seiner Arbeitnehmer abgeschlossen hat, richtet sich nach dem Erlass des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom Maßgeblich für die steuerliche Behandlung ist dabei, wer die Rechte aus dem Versicherungsvertrag ausüben kann, d.h. insbesondere wer nach einem Unfall die Versicherungsleistungen vom Versicherer fordern kann. Dies richtet sich danach, ob in dem Vertrag zugunsten des Arbeitnehmers ein Direktanspruch vereinbart ist oder nicht. Steuerliche Behandlung der Beiträge und Leistungen beim Arbeitnehmer: Beiträge Kein Direktanspruch vereinbart (Ausübung der Rechte steht dem Arbeitgeber zu) Die vom Arbeitgeber laufend gezahlten Beiträge sind kein Arbeitslohn und unterliegen zum Zeitpunkt der Beitragszahlung nicht dem Lohnsteuerabzug. Im Leistungsfall kommt es dafür zu einer nachgelagerten Besteuerung der Beiträge: Erhält ein Arbeitnehmer Versicherungsleistungen, führen die bis dahin entrichteten, auf den Unfallschutz des Arbeitsnehmers entfallenden Beiträge im Zeitpunkt der Auszahlung oder Weiterleitung der ersten Leistung an den Arbeitnehmer zu Arbeitslohn in Form von Barlohn - begrenzt auf die dem Arbeitnehmer ausgezahlte Versicherungsleistung. Dies gilt unabhängig davon, ob der Unfall im beruflichen oder außerberuflichen Bereich eingetreten ist. Ermittlung aller vom aktuellen Arbeitgeber in der Vergangenheit gezahlten Beiträge Hochrechnung aufgrund des zuletzt gezahlten Beitrags zulässig Bereits in der Vergangenheit pauschal oder individuell versteuerte Beiträge bleiben außer Betracht Steuerfreier Reisekostenersatz sind die Beitragsanteile, die das Unfallrisiko bei Auswärtstätigkeiten abdecken: 20% des Beitrages bei 24-Stunden- Deckung 40% des Beitrags bei Berufsunfall- Deckung Direktanspruch vereinbart (Ausübung der Rechte steht dem Arbeitnehmer zu) Die vom Arbeitgeber gezahlten Beiträge sind steuerpflichtiger Arbeitslohn und unterliegen zum Zeitpunkt der Zahlung dem Lohnsteuerabzug. Steuerfreier Reisekostenersatz sind die Beitragsanteile, die das Unfallrisiko bei Auswärtstätigkeiten abdecken: 20% des Beitrages bei 24-Stunden-Deckung 40% des Beitrags bei Berufsunfall-Deckung Eine Pauschalierung der Lohnsteuer (20% zzgl. 5,5% Solidaritätszuschlag und evtl. Kirchensteuer) ist nach 40 b Abs. 3 EStG möglich, wenn der durchschnittliche Beitrag je begünstigtem Arbeitnehmer im Vertrag - nach Abzug der steuerfreien Reisekostenvergütung - 62 nicht übersteigt. Somit können maximal folgende Durchschnittsbeiträge für eine Pauschalversteuerung vereinbart werden: 77,50 bei einer 24-Stunden-Deckung 103,33 bei Deckung Berufsunfälle mit/ohne Weg. Werden höhere Beiträge gezahlt, so ist der gesamte Beitrag individuell zu versteuernder Arbeitslohn zzgl. Sozialabgaben. Der Arbeitnehmer kann die dem individuellen Lohnsteuerabzug unterworfenen Beiträge als Werbungskosten und Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Leistungen Beitragsanteile die auf das Risiko von sonstigen beruflichen Unfällen entfallen, kann der Arbeitnehmer steuerlich als Werbungskosten gelten machen. Versicherungsleistungen sind kein steuerpflichtiger Arbeitslohn und unterliegen nicht dem Lohnsteuerabzug. Leibrenten (z. B. Unfall-Renten) sind als sonstige Einkünfte mit dem Ertragsanteil zu versteuern. Eine Todesfall-Leistung unterliegt der Erbschaftsteuerpflicht. Steuerliche Behandlung der Beiträge und Leistungen beim Arbeitgeber: Die vom Arbeitgeber gezahlten Beiträge zur Unfallversicherung stellen Betriebsausgaben dar. Auch wenn kein Direktanspruch vereinbart ist, ist der Arbeitgeber regelmäßig verpflichtet, die Versicherungsleistungen an den verunfallten Arbeitnehmer weiterzuleiten. Sie sind somit nur ein durchlaufender Posten und berühren den Unternehmensgewinn nicht.

4 II. Weiterführende Informationen 1. Was ist neu? Die steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen der betrieblichen Unfallversicherung ist neu geregelt worden. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat mit dem BMF-Schreiben IV C 5- S2332/09/10004 vom 28. Oktober 2009 die Grundsätze eines Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH VI R 9/05) vom 11. Dezember 2008 umgesetzt. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die arbeitgeberfinanzierte betriebliche (Gruppen-) Unfallversicherung, bei der die versicherten Arbeitnehmer die ihnen zustehenden Versicherungsleistungen nicht direkt beim Versicherer geltend machen können. Diese neuen Regelungen sind in allen noch nicht formell bestandskräftigen Steuerfällen anzuwenden. Das zum gleichen Thema ergangene BMF-Schreiben vom 17. Juli 2000 IVC 5-S /00- wurde aufgehoben. 2. Welche Verträge sind betroffen? Die Neuregelung gilt für arbeitgeberfinanzierte betriebliche (Gruppen-) Unfallversicherungen, die der Arbeitgeber als Fremdversicherung für fremde Rechnung abschließt: Versicherungsnehmer + Beitragszahler = Arbeitgeber Versicherte Person = Arbeitnehmer Von der Änderung nicht betroffen sind alle anderen Formen der Gruppen-Unfallversicherungen sowie Beiträge und Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. 3. In welchem Umfang sind die Verträge betroffen? Es hängt davon ab, ob der Arbeitnehmer die Leistung unmittelbar bei dem Versicherer geltend machen kann (d.h. Direktanspruch ist vereinbart) oder ob die Ausübung der Rechte ausschließlich dem Arbeitgeber zusteht (d.h. es ist kein Direktanspruch vereinbart). Änderungen bezüglich der steuerlichen Behandlung von Beiträgen und Leistungen ergeben sich nur für Verträge, in denen kein Direktanspruch vereinbart ist. Für Verträge, in denen ein Direktanspruch vereinbart ist, sollte geprüft werden, ob eine Umstellung der Verträge sinnvoll ist bzw. gewünscht wird. 4. Die Ausübung der Rechte steht ausschließlich dem Arbeitgeber zu; d.h. es ist kein Direktanspruch vereinbart. 4.1 Hat das neue BMF-Schreiben Auswirkungen auf die Vertragsgestaltung? Nein. Der Vertrag kann unverändert fortgeführt werden. Geändert hat sich lediglich die steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistung. 4.2 Ab wann ist BMF-Schreiben wirksam? Das BMF-Schreiben ist in allen Fällen anzuwenden, die bei Veröffentlichung des BMF-Schreibens am 29. Oktober 2009 formell noch nicht bestandskräftig waren (sog. offene Fälle). Offen ist der Fall, wenn er noch nicht unanfechtbar ist. Die Unanfechtbarkeit tritt ein, wenn entweder die Fristen zur Einlegung von Rechtsbehelfen verstrichen sind, alle ordentlichen Rechtsbehelfe erfolglos eingelegt wurden oder ein Rechtsmittelverzicht erklärt wurde. Unanfechtbar wird ein Steuerbescheid grundsätzlich mit Ablauf der Einspruchsfrist von regelmäßig einem Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheides, dem Verzicht auf den Einspruch oder der Rücknahme des Einspruchs.

5 In der Praxis bedeutet dies, dass damit das Schreiben grundsätzlich auf alle Fälle aus 2009 anwendbar ist, weil für dieses Jahr gegenwärtig (Dezember 2009) noch keine Steuererklärungen abgegeben sein dürften. Anwendbar ist es z.b. aber auch für Fälle aus dem Jahr 2008, wenn der Steuerpflichtige für dieses Jahr noch keine Steuererklärung abgegeben haben sollte, wenn er noch keinen Steuerbescheid erhalten hat oder die Einspruchsfrist gegen den Steuerbescheid noch nicht abgelaufen ist. Entsprechendes gilt für die Jahre zuvor. 4.3 Wie sind die Beiträge und Leistungen nunmehr zu versteuern? Wie bisher sind die Beiträge im Zeitpunkt der Zahlung steuerfrei. Neu ist, dass die Versicherungsleistungen ebenfalls steuerfrei sind. Bisher wurden die Leistungen besteuert. Neu ist, dass es zu einer (nachgelagerten) Besteuerung der Beiträge im Leistungsfall kommt: Erhält ein Arbeitnehmer Leistungen, führen die bis dahin entrichteten, auf den Versicherungsschutz des Arbeitsnehmers entfallenden Beiträge im Zeitpunkt der Auszahlung oder Weiterleitung der Leistung an den Arbeitnehmer zu Arbeitslohn in Form von Barlohn - begrenzt auf die dem Arbeitnehmer ausgezahlte Versicherungsleistung. Dies gilt unabhängig davon, ob der Unfall im beruflichen oder außerberuflichen Bereich eingetreten ist. 4.4 Wie erfolgt die Besteuerung im Einzelnen? Welche Beiträge sind zu berücksichtigen? Es sind alle seit der Begründung des Dienstverhältnisses für den Versicherungsschutz des Arbeitnehmers gezahlten Beiträge (inkl. Versicherungsteuer) zu berücksichtigen. Beim Wechsel des Arbeitgebers (auch innerhalb eines Konzernverbundes) sind ausschließlich die seit Begründung des neuen Dienstverhältnisses gezahlten Beiträge zu berücksichtigen. Zu berücksichtigen sind die Beiträge: aus allen Versicherungsverträgen, unabhängig vom Versicherer (d.h. auch bei einem Wechsel des Versicherungsunternehmens), unabhängig von zeitlichen Unterbrechungen des Versicherungsschutzes, unabhängig von der Zugehörigkeit zu verschiedenen (Versicherten-) Gruppen. Ein Betriebsübergang ( 613a BGB) ist kein Arbeitgeberwechsel Welche Beiträge sind nicht zu berücksichtigen? Beiträge aus früheren Dienstverhältnissen (ggf. auch bei einem Konzernunternehmen) Beiträge aus der Vergangenheit, die bereits pauschal oder individuell versteuert wurden. o Dies betrifft im Regelfall Beiträge, die vor dem entrichtet wurden, da diese zum damaligen Zeitpunkt generell steuerpflichtig waren. o Ferner sind die Beiträge nicht heranzuziehen, die danach wegen eines bestehenden Direktanspruchs bereits versteuert wurden. o Nicht zu versteuern sind auch Beiträge, die im Falle eins nicht bestehenden Direktanspruchs bereits bei einer früheren Versicherungsleistung als Arbeitslohn berücksichtigt wurden. Nach dem BMF-Schreiben können 20% des Beitrags einer Versicherung mit 24-Stunden-Schutz als steuerfreier Reisekostenersatz gewährt werden. Damit wären im Ergebnis nur 80% der ermittelten Beiträge bei einer 24h Deckung im Leistungsfall zu versteuern. Weitere Informationen finden Sie unter Punkt Wie erfolgt die Ermittlung der Beiträge? Die Beiträge sind generell vom Arbeitgeber zu ermitteln. Aus Vereinfachungsgründen können die auf den Versicherungsschutz des Arbeitsnehmers entfallenden Beiträge unter Berücksichtigung der Beschäftigungsdauer auf Basis des zuletzt vor Eintritt des Versicherungsfalls geleisteten Versicherungsbeitrags hochgerechnet werden. Im Einzelfall kann die Schätzung auch im Einvernehmen mit dem Finanzamt erfolgen.

6 4.4.4 Auf welchen Zeitpunkt kommt es für die Ermittlung der Beiträge an? Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Auszahlung oder Weiterleitung der ersten Leistung im Schadenfall an den Arbeitnehmer. Es sind nur die bis zum Zeitpunkt der ersten Zahlung entrichteten Beiträge zu ermitteln. Insbesondere gilt dies auch, wenn in einem Leistungsfall mehrere Leistungen zeitlich versetzt erbracht werden (z. B. zunächst Krankenhaustagegeld und später Invaliditätsentschädigung) Die Beiträge sind im Zeitpunkt der Auszahlung oder Weiterleitung der Leistung an den Arbeitnehmer zu versteuern. Was versteht man hier unter Leistung? Mit Leistung sind alle Geldleistungen je Schadenfall gemeint, z.b. Invaliditätsleistungen, Krankenhaustagegeld, Tagegeld. Dazu zählen aber auch Zahlungen aus zuschlagfreien Leistungsarten, z.b. Kosten für Such-, Rettungs- und Bergungseinsätze. Reine Sach- und Dienstleistungen oder Beratungsleistungen finden wegen der untergeordneten Bedeutung im Vergleich zu den hohen Versicherungsleistungen keine Berücksichtigung. Soweit der Versicherer angefallene Kosten übernommen hat (z.b. Umbaukosten), sind diese aber als Geldleistungen zu berücksichtigen. Ebenso die Übernahme von Rechnungsbeträgen Dritter (z.b. Krankenrücktransport) Bis zur welchen Höhe sind die Beiträge zu besteuern? Die Versteuerung der Beiträge ist auf die die dem Arbeitnehmer ausgezahlte Versicherungsleistung begrenzt. Beispiel für die Besteuerung anhand eines fiktiven Leistungsfalls: Der verunfallte Arbeitnehmer ist seit 10 Jahre im Unternehmen beschäftigt. Der jährlich zu zahlende Beitrag beträgt 625 EUR (24h Deckung) Insgesamt wurden EUR gezahlt, von denen 80% steuerpflichtig sind. Somit ergibt sich ein zu versteuernder Beitragsteil von EUR. Leistung Zeitpunkt der Zahlung als Arbeitslohn zu versteuernde Beitragsteile Übertrag Beitragsanteil 500 EUR Tagegeld EUR 500 EUR EUR EUR Krankenhaustagegeld Krankenhaustagegeld Vorauszahlung Invaliditätsleistung Hauptzahlung Invaliditätsleistung Januar 2010 Februar 2010 November 2010 November 2011 Januar 2013 zu versteuernder Beitragsanteil = EUR begrenzt auf die Versicherungsleistung = 500 EUR zu versteuernder Arbeitslohn = 500 EUR EUR Übertrag Beitragsteil = EUR begrenzt auf die Versicherungsleistung = EUR zu versteuernder Arbeitslohn = EUR EUR Übertrag Beitragsteil = EUR begrenzt auf die Versicherungsleistung = 500 EUR zu versteuernder Arbeitslohn = 500 EUR EUR Übertrag Beitragsteil = EUR zu versteuernder Arbeitslohn = EUR 0 EUR Übertrag Beitragsteil = 0 EUR zu versteuernder Arbeitslohn = 0 EUR 0 EUR Bereits versteuerte Beiträge sind bei einem späteren Leistungsfall nicht erneut zu erfassen. Bei einer späteren Versicherungsleistung sind zumindest die seit der vorangegangenen Auszahlung einer Versicherungsleistung entrichteten Beiträge zu berücksichtigen. Fortführung des obigen Beispiels: Neuer Unfall Beinbruch Ski Unfall im Dezember 2012 erneut 500 EUR Krankenhaustagegeld: Maßgeblich ist nur noch der seit Januar 2010 gezahlte Beitrag. Der Arbeitnehmer hat kein Wahlrecht, inwieweit die vom Arbeitgeber erbrachten Beiträge jeweils als Arbeitslohn in den Jahren erfasst werden sollen. Hier findet die Besteuerung zwingend im Jahr des steuerlichen Zuflusses statt. Für den Arbeitslohn im jeweiligen Veranlagungszeitraum ist gesondert zu prüfen, ob es sich um eine Vergütung für mehrjährige Tätigkeit isd 34 Abs.2 Nr. 4 EStG handelt, die nach der sog. Fünftelregelung tarifermäßigt zu besteuern ist.

7 4.4.7 Besteht die Möglichkeit einer Lohnsteuerpauschalierung? Das BMF-Schreiben enthält keine Regelung zu einer möglichen Pauschalierung der Lohnsteuer. Im Einzelfall fragen Sie bitte Ihren Steuerberater oder Ihr zuständiges Betriebsstättenfinanzamt Wie erfolgt die Besteuerung von Renten aus Unfallversicherungen? Grundsätzlich sind Renten mit dem sog. Ertragsanteil (siehe 22 Abs.1 a) bb) EStG) zu besteuern, der sich nach dem Lebensalter bei Rentenbeginn richtet. Der Teil der Rente, der nicht der Besteuerung mit dem Ertragsanteil unterliegt, ist so lange wie Arbeitslohn zu versteuern, bis die Summe der auf den Versicherungsschutz des Arbeitnehmers entfallenden Beiträge erreicht ist. In vielen Fällen wird diese Summe bereits durch die gezahlte Invaliditätsentschädigung überschritten sein. Beispiel für einen 57-jährigen Versicherten: Jahresrente: EUR; gezahlte Beiträge EUR; Ertragsanteil 25%. Jahr zu versteuern Ertragsanteil wie Arbeitslohn Übertrag/Rest 250,00 EUR 750,00 EUR 2.500,00 EUR 1 250,00 EUR 750,00 EUR 1.750,00 EUR 2 250,00 EUR 750,00 EUR 1.000,00 EUR 3 250,00 EUR 750,00 EUR 250,00 EUR 4 250,00 EUR 750,00 EUR 0,00 EUR Ab dem 5. Jahr des Rentenbezugs ist in diesem Beispiel keine Lohnsteuerpflicht mehr gegeben. 5. Ausübung der Rechte steht unmittelbar dem Arbeitnehmer zu; d.h. es ist ein Direktanspruch in dem Vertrag vereinbart 5.1 Welche unmittelbaren Auswirkungen hat der Erlass auf den Vertrag? Die steuerlichen Regelungen bleiben grundsätzlich unverändert. Steht die Ausübung der Rechte dem Arbeitnehmer (versicherte Person) unmittelbar gegenüber dem Versicherer zu, ist der Beitrag im Zahlungszeitpunkt wie Arbeitslohn (Barlohn) zu versteuern. Nach dem BMF-Schreiben können 20% des Beitrags einer Versicherung mit 24-Stunden-Schutz als steuerfreier Reisekostenersatz gewährt werden. Damit wären im Ergebnis nur 80% der ermittelten Beiträge bei einer 24h Deckung im Leistungsfall zu versteuern. Weitere Informationen finden Sie unter Punkt 6. Leistungen aus einer solchen Unfallversicherung sind dadurch auch weiterhin in der Regel steuerfrei Ausnahme sind insbesondere Leibrenten (wie z. B. Unfall-Renten), die mit dem Ertragsanteil zu versteuern sind. 5.2 Welche mittelbaren Auswirkungen hat der Erlass auf den Vertrag? Es sollte geprüft werden, ob eine Anpassung der betrieblichen (Gruppen-) Unfallversicherung sinnvoll ist. Die Vertragsgestaltung ohne Direktanspruch ist regelmäßig steuerlich günstiger. Dafür ist diese Vertragsgestaltung mit einem erhöhten administrativen Aufwand für den Arbeitgeber im Leistungsfall (s. Punkt 4.4) verbunden. Die Entscheidung obliegt allein dem Arbeitgeber als Vertragspartner (Versicherungsnehmer). Der Arbeitgeber sollte unbedingt einen steuerlichen Berater hinzuziehen. Im Folgenden stellen wir die Argumente Pro und Contra einer Vertragsumstellung im Einzelnen vor:

8 5.2.1 Was spricht für eine Vertragsumstellung? Rein steuerlich betrachtet ist die Vertragsgestaltung ohne Direktanspruch künftig regelmäßig günstiger. Statt der (Lohn-) Versteuerung der Beiträge zum Zeitpunkt der Zahlung, erfolgt künftig eine Besteuerung der Beiträge nur im Leistungsfall. Die Besteuerung ist auf den Teil der entrichteten Beiträge begrenzt, der auf den verunfallten Arbeitnehmer entfällt. Die Besteuerung beim Arbeitnehmer ist zudem auf die an den Versicherungsnehmer ausgezahlte Versicherungsleistung begrenzt. Hinzu kommt, dass sich durch die Besteuerung der Beiträge erst im Leistungsfall (statt zum Zeitpunkt der Beitragszahlung) für den Arbeitnehmer ein Zinsvorteil ergibt. Tritt der Versicherungsfall nicht ein, so kommt es auch nicht zum lohnsteuerlichen Zufluss beim einzelnen versicherten Arbeitnehmer Was spricht gegen eine Vertragsumstellung? Mit dem Ausschluss des Direktanspruchs aus dem Vertrag wird dem Arbeitnehmer das Recht die Versicherungsleistung direkt beim Versicherungsunternehmen geltend zu machen, einseitig entzogen. Generell obliegt die Ausgestaltung des Vertrages dem Arbeitgeber als Versicherungsnehmer. Je nach Umsetzung beim Arbeitgeber sind aber gegebenenfalls arbeitsrechtliche bzw. sogar betriebsverfassungsrechtliche Beschränkungen zu beachten. Zudem wäre der Arbeitgeber künftig im Leistungsfall unmittelbar in die Schadenabwicklung eingebunden, auch bei Freizeitunfällen des Arbeitnehmers. Der Arbeitgeber muss den Leistungsfall melden, Versicherungsleistungen an den Arbeitnehmer weiterleiten und die dann durch den Arbeitgeber zu versteuernden Beiträge ermitteln und die Steuer abführen. Dazu sollte er im Lohnkonto des verunfallten Arbeitnehmers eine Art Leistungskonto führen (s. Punkt 4.4.6) Was ist zu tun, wenn der Arbeitgeber den Vertrag umstellen möchte; d.h. den Direktanspruch ausschließen möchte? Der Arbeitgeber sollte seine Arbeitnehmer über diese Veränderungen informieren. Gegebenenfalls sind bei der Umstellung arbeitsrechtliche Beschränkungen zu berücksichtigen (siehe Punkt 5.2.2). Der Ausschluss kann formlos in Schriftform über Ihren Versicherungsberater beim Versicherer beantragt werden. Ein rückwirkender Ausschluss ist - soweit arbeitsrechtlich überhaupt zulässig - mit steuerlicher Wirkung nicht möglich. 6. Steuerfreier Reisekostenersatz und lohnsteuerpflichtiger Werbungskostenersatz 6.1 Versicherung gegen alle Unfälle (24h-Deckung) Der auf das Risiko beruflicher Unfälle entfallende Anteil der Beiträge ist steuerfreier Reisekostenersatz oder steuerpflichtiger Werbungskostenersatz des Arbeitgebers. Im Ergebnis sind damit nur 80% des Gesamtbeitrags einer Versicherung gegen berufliche und außerberufliche Unfälle steuerpflichtig. Die Beiträge werden jeweils zu 50% in Beiträge für das berufliche Risiko und in Beiträge für das private Risiko aufgeteilt. Der Beitragsteil, der auf den beruflichen Bereich zugeordnet ist, (50%), ist um 40% steuerfreie Reisekostenvergütung zu reduzieren. Nach Abzug der 40% steuerfreie Reisekostenvergütung vom Beitrag für das Berufsrisiko, verbleiben noch 60% als zu versteuernder Arbeitslohn. Die auf diesen Beitragsteil entrichtete Lohnsteuer kann als Werbungskosten im Rahmen der Steuererklärung des Arbeitnehmers geltend gemacht werden. Der 50%ige Beitragsanteil, der auf das Freizeitrisiko entfällt, ist steuerpflichtiger Arbeitslohn und kann als Sonderausgaben im Rahmen der Höchstbeträge für Vorsorgeaufwendungen im Rahmen der Steuererklärung des Arbeitnehmers geltend gemacht werden.

9 6.2 Versicherung gegen Berufsunfälle und Wegeunfälle Bei Versicherungen gegen Berufsunfälle und Wegeunfälle sind 60% des Beitrags einkommensteuerpflichtig. 6.3 Dienstreiseunfallversicherung Unfallversicherungen die nur das Risiko auf Dienstreisen abdecken sind nicht einkommensteuerpflichtig. 7. Sozialversicherungspflicht der Beiträge Die zu versteuernden Beiträge unterliegen zum Zeitpunkt der Steuerpflicht auch der Sozialversicherungspflicht.

INFORMATION FÜR ARBEITGEBER ZU AKTUELLEN ÄNDERUNGEN IN DER STEUERLICHEN BEHAND- LUNG VON GRUPPENUNFALLVERSICHERUNGEN STAND 2010

INFORMATION FÜR ARBEITGEBER ZU AKTUELLEN ÄNDERUNGEN IN DER STEUERLICHEN BEHAND- LUNG VON GRUPPENUNFALLVERSICHERUNGEN STAND 2010 Kundeninformation Erfahrung seit 1949. Innovativ bis heute. Siegemund Versicherungsvermittlung GmbH & Co. KG August-Siebert-Straße 11-13, 60323 Frankfurt a. M. Mehrfachagentur Tel.: 069 / 955 219-0, Fax:

Mehr

Steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen in der Betrieblichen Unfallversicherung

Steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen in der Betrieblichen Unfallversicherung Steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen in der Betrieblichen Unfallversicherung Stand: Februar 2015 Autor: GI Underwriting Special Risks Bezug: BMF-Schreiben IV C 5 S 2332/9/100/4 vom 28.10.2009

Mehr

Einkommen-(lohn-)steuerliche Behandlung von freiwilligen Unfallversicherungen

Einkommen-(lohn-)steuerliche Behandlung von freiwilligen Unfallversicherungen Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL Wilhelmstraße 97, 10117

Mehr

STEUERLICHE BEHANDLUNG VON BEITRÄGEN UND LEISTUNGEN ZUR

STEUERLICHE BEHANDLUNG VON BEITRÄGEN UND LEISTUNGEN ZUR Mit Erlass vom 28.10.2009 hat das Bundesministerium für Finanzen (BMF) die einkommen- / lohnsteuerrechtliche Behandlung von Unfallversicherungen für Arbeitnehmer neu geregelt. Je nach Rechtsverhältnis

Mehr

Stand: 21. August 2009. Einkommen-(lohn-)steuerliche Behandlung von freiwilligen Unfallversicherungen der Arbeitnehmer

Stand: 21. August 2009. Einkommen-(lohn-)steuerliche Behandlung von freiwilligen Unfallversicherungen der Arbeitnehmer Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin Anlage Stand: 21. August 2009 POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Unterabteilungsleiter Oberste Finanzbehörden

Mehr

Wissenschaftliche Dienste. Sachstand. Besteuerung von Pensionen und Renten. 2016 Deutscher Bundestag WD 4-3000 - 035/16

Wissenschaftliche Dienste. Sachstand. Besteuerung von Pensionen und Renten. 2016 Deutscher Bundestag WD 4-3000 - 035/16 Besteuerung von Pensionen und Renten 2016 Deutscher Bundestag Seite 2 Besteuerung von Pensionen und Renten Aktenzeichen: Abschluss der Arbeit: 21. März 2016 Fachbereich: WD 4: Haushalt und Finanzen Die

Mehr

OBERFINANZDIREKTION KARLSRUHE

OBERFINANZDIREKTION KARLSRUHE OBERFINANZDIREKTION KARLSRUHE Oberfinanzdirektion Karlsruhe! Postfach 10 02 65! 76232 Karlsruhe An die Finanzämter Karlsruhe, 19.09.2005 Durchwahl (07 21) 9 26-26 58 Zimmer-Nr.: 203 Name: Frau Decker Verteiler

Mehr

Steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen der Unfallversicherung

Steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen der Unfallversicherung Informationsbroschüre Steuerliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen der Unfallversicherung ACE European Group Limited Bei Fragen wenden Sie sich bitte an ACE European Group Limited Eva Mohn Compliance

Mehr

Kennen Sie schon die "Vervielfältigungsregelungen"?

Kennen Sie schon die Vervielfältigungsregelungen? Kennen Sie schon die "Vervielfältigungsregelungen"? Wer aus einem Unternehmen ausscheidet und sich abfinden lässt, bekommt leicht den Eindruck, dass auch das Finanzamt abgefunden sein will. Arbeitnehmer

Mehr

Erläuterungen zum Berechnungsbogen Altersvorsorge 2005

Erläuterungen zum Berechnungsbogen Altersvorsorge 2005 Berechnungsbogen Altersvorsorge 2005 Unser Tip: Unter www.steuertip-service.de können Sie den Berechnungsbogen Altersvorsorge 2005 als interaktives PDF-Formular herunterladen, sofort am Bildschirm ausfüllen

Mehr

Auszüge Alterseinkünftegesetz; Gesetzestext ab 1.1.2005

Auszüge Alterseinkünftegesetz; Gesetzestext ab 1.1.2005 1 ANLAGE 2 Auszüge Alterseinkünftegesetz; Gesetzestext ab 1.1.2005 EStG 3 Nr. 63, Fassung ab 1.1.2005 63. Beiträge des Arbeitgebers aus dem ersten Dienstverhältnis an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse

Mehr

Fragen und Antworten zur Entgeltumwandlung

Fragen und Antworten zur Entgeltumwandlung 1 Exemplar für den Arbeitgeber Stand 14.03.2003 Kommunaler Versorgungsverband Brandenburg -Zusatzversorgungskasse- Fragen und Antworten zur Entgeltumwandlung Was ist Entgeltumwandlung? Entgeltumwandlung

Mehr

Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt zur steuerlichen Behandlung von Arbeitgeberdarlehen Folgendes:

Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt zur steuerlichen Behandlung von Arbeitgeberdarlehen Folgendes: Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL Wilhelmstraße 97, 10117

Mehr

Annahmerichtlinien der Gothaer Perikon als arbeitgeberfinanzierte Versicherung im Rahmen eines Kollektivvertrages

Annahmerichtlinien der Gothaer Perikon als arbeitgeberfinanzierte Versicherung im Rahmen eines Kollektivvertrages Annahmerichtlinien der Gothaer Perikon als arbeitgeberfinanzierte Versicherung im Rahmen eines Kollektivvertrages Zugangsvoraussetzungen für Kollektivverträge Die folgenden Voraussetzungen und Grenzen

Mehr

Betriebliche Altersversorgung

Betriebliche Altersversorgung Konzept Direktversicherung 1 Übersicht Betriebliche Altersversorgung Jörg Wiechers, FH-Koblenz 05.07.2004 Arbeitgeber Arbeitsverhältnis Arbeitnehmer Beiträge Leistungen Versicherung 2 Vertragsgestaltung

Mehr

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Leistungsmitteilung zur Einkommenssteuererklärung nach 22 Nr. 5 Satz 7 EStG

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Leistungsmitteilung zur Einkommenssteuererklärung nach 22 Nr. 5 Satz 7 EStG Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Leistungsmitteilung zur Einkommenssteuererklärung nach 22 Nr. 5 Satz 7 EStG Inhalt: 1. Warum versendet die DRV KBS eine Leistungsmitteilung nach 22 Nr. 5

Mehr

L E I T F A D E N. Lohnsteuerliche Behandlung von Arbeitgeberleistungen zu freiwilligen Unfallversicherungen. Mü n c hen, 16.

L E I T F A D E N. Lohnsteuerliche Behandlung von Arbeitgeberleistungen zu freiwilligen Unfallversicherungen. Mü n c hen, 16. Mü n c hen, 16. November 2009 L E I T F A D E N Lohnsteuerliche Behandlung von Arbeitgeberleistungen zu freiwilligen Unfallversicherungen Verfasserin: Verena Richter Rechtsanwältin Gliederung A. Einführung...3

Mehr

Allgemeine Steuerregelungen für Versicherungen bei Pensionskassen, die auf einer nach 2004 erteilten Versorgungszusage beruhen

Allgemeine Steuerregelungen für Versicherungen bei Pensionskassen, die auf einer nach 2004 erteilten Versorgungszusage beruhen 1 Allgemeine Steuerregelungen für Versicherungen bei Pensionskassen, die auf einer nach 2004 erteilten Versorgungszusage beruhen E i n k o m m e n s t e u e r Beiträge an Pensionskassen Beiträge an Pensionskassen

Mehr

Neuerungen 37b EStG BMF- 19.05.2015

Neuerungen 37b EStG BMF- 19.05.2015 Neuerungen 37b EStG BMF- 19.05.2015 Siegfried Büdinger Finanzamt Trier VTU Trier 20. Januar 2016 Folie 1 Inhalt Folie 1. Allgemeines 3 2. Rechtsprechung 4 3. BMF-Schreiben v. 19.05.2015 3.1 Betrieblich

Mehr

Kennen Sie die Antworten?

Kennen Sie die Antworten? Die Rentenbesteuerung Bedarf und Lösungen Kennen Sie die Antworten? Muss ich als Rentner eine Einkommensteuererklärung abgeben? Wozu benötige ich eine steuerliche Identifikationsnummer? Was verbirgt sich

Mehr

zur Behandlung von Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen, die im Sinne des Erlasses des Bundesministeriums

zur Behandlung von Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen, die im Sinne des Erlasses des Bundesministeriums Fachgutachten-RL.qxd 23.01.2007 20:36 Seite 1 Stellungnahme des Fachsenats für Handelsrecht und Revision zur Behandlung von Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen, die im Sinne des Erlasses des

Mehr

FALK & Co FALK GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

FALK & Co FALK GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft FALK & Co FALK GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Wachstumsbeschleunigungsgesetz: Lohnsteuerliche Behandlung von Reisekostenersatz im Rahmen von Dienstreisen I. Ausgangssituation

Mehr

Kurzbeschreibung zur (rückgedeckten) Unterstützungskasse

Kurzbeschreibung zur (rückgedeckten) Unterstützungskasse Kurzbeschreibung zur (rückgedeckten) Unterstützungskasse Inhalt I. Arbeitgeberfinanzierte (rückgedeckte) Unterstützungskasse 1. Wie funktioniert eine arbeitgeberfinanzierte (rückgedeckten) Unterstützungskasse?

Mehr

Oberste Finanzbehörden der Länder

Oberste Finanzbehörden der Länder Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Gert Müller-Gatermann Unterabteilungsleiter IV B POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der

Mehr

Info-Blatt Fünftel-Regelung (mit Berechnungsbogen)

Info-Blatt Fünftel-Regelung (mit Berechnungsbogen) st 265204 + st 345004 Info-Blatt (mit Berechnungsbogen) Inhalt 1. im Überblick 2. Steuerlicher Vorteil der 3. Berechnungsbogen zur Ermittlung des Vorteils durch Tarifermäßigung mit Muster-Beispiel 4. Gesetzeswortlaut

Mehr

OFD Frankfurt am Main 22. ESt-Kartei Karte 13. Rdvfg. vom 04.08.2006 S 2255 A - 23 St 218 II/1600

OFD Frankfurt am Main 22. ESt-Kartei Karte 13. Rdvfg. vom 04.08.2006 S 2255 A - 23 St 218 II/1600 OFD Frankfurt am Main 22 ESt-Kartei Karte 13 Rdvfg. vom 04.08.2006 S 2255 A - 23 St 218 Verteiler FÄ: II/1600 Besteuerung von Rentennachzahlungen Die Besteuerung von Rentennachzahlungen richtet sich nach

Mehr

Finanzieller Schutz bei Unfällen: Ganz nach Ihrem Geschmack. Betriebliche Unfallversicherung für Firmen, Betriebe und Praxen.

Finanzieller Schutz bei Unfällen: Ganz nach Ihrem Geschmack. Betriebliche Unfallversicherung für Firmen, Betriebe und Praxen. Finanzieller Schutz bei Unfällen: Ganz nach Ihrem Geschmack. Betriebliche Unfallversicherung für Firmen, Betriebe und Praxen. Setzen Sie sich keine Grenzen. Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung

Mehr

Informationsdienst. Betriebliche Altersversorgung Letzte Aktualisierung: Januar 2009

Informationsdienst. Betriebliche Altersversorgung Letzte Aktualisierung: Januar 2009 Betriebliche Altersversorgung Letzte Aktualisierung: Januar 2009 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 2 Die betriebliche Altersversorgung 3 Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung 3.1 Direktzusage

Mehr

3.1 STEUERFREIE GERINGFÜGIGE BESCHÄFTIGUNGEN

3.1 STEUERFREIE GERINGFÜGIGE BESCHÄFTIGUNGEN 3. BESTEUERUNG 3.1 STEUERFREIE GERINGFÜGIGE BESCHÄFTIGUNGEN Geringfügige Beschäftigungen, für die vom Arbeitgeber pauschale Beiträge zur Rentenversicherung bezahlt werden, sind steuerfrei, wenn der Arbeitnehmer

Mehr

erarbeitet durch den Ausschuss Steuerrecht der Bundesrechtsanwaltskammer

erarbeitet durch den Ausschuss Steuerrecht der Bundesrechtsanwaltskammer Stellungnahme der Bundesrechtsanwaltskammer zum Gesetzentwurf zur Neuregelung der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen (Alterseinkünftegesetz) erarbeitet

Mehr

Lohnsteuernachforderung

Lohnsteuernachforderung Lohnsteuernachforderung Prof. Dr. jur. Tobias Huep, Dipl.-Vw., Dipl. Fw. Marcus Spahn, Christoph Fleige TK Lexikon Steuern 14. Dezember 2015 Lohnsteuernachforderung HI521694 Zusammenfassung LI1928107 Begriff

Mehr

ELTERNKAMMER HAMBURG. Beschluss 642-02 Gebührenberechnung GBS

ELTERNKAMMER HAMBURG. Beschluss 642-02 Gebührenberechnung GBS ELTERNKAMMER HAMBURG Geschäftsstelle p.a. BSB Hamburger Str. 31 22083 Hamburg 4 28 63-35 27 FAX 4 28 63-47 06 E-Mail: info@elternkammer-hamburg.de http://www.elternkammer-hamburg.de Hamburg, den 26.05.2015

Mehr

2 Änderungen im Einkommensteuergesetz

2 Änderungen im Einkommensteuergesetz 2 Änderungen im Einkommensteuergesetz Neuer 3 Nr. 55 a EStG Die interne Teilung ist sowohl für die ausgleichspflichtige als auch für die ausgleichsberechtigte Person steuerneutral. Die ausgleichsberechtigte

Mehr

Steuerbüro H.-J. Mannebach Prenzlauer Straße 10 17258 Feldberg Tel.: 039831-20931 www.mannebach.biz

Steuerbüro H.-J. Mannebach Prenzlauer Straße 10 17258 Feldberg Tel.: 039831-20931 www.mannebach.biz Steuerbüro H.-J. Mannebach Prenzlauer Straße 10 17258 Feldberg Stand: April 2010 2 Das Gesetz sieht eine vollständige, nachhaltige Besteuerung von Leibrenten und anderen Leistungen aus in- und ausländischen

Mehr

Abkürzungen 6 Ein Steuerratgeber für Rentner u nd Ruhestandsbeamte, wozu? 7 Wer muss eine Einkommensteuererklärung abgeben? 11

Abkürzungen 6 Ein Steuerratgeber für Rentner u nd Ruhestandsbeamte, wozu? 7 Wer muss eine Einkommensteuererklärung abgeben? 11 Schnellübersicht Abkürzungen 6 Ein Steuerratgeber für Rentner u nd Ruhestandsbeamte, wozu? 7 Wer muss eine Einkommensteuererklärung abgeben? 11 So funktioniert das deutsche Einkommensteuersystem 17 Die

Mehr

ALFONDS KURZÜBERSICHT ZUM VORSCHLAG

ALFONDS KURZÜBERSICHT ZUM VORSCHLAG Anlage zur ALFONDS KURZÜBERSICHT ZUM VORSCHLAG Versicherungsnehmer Erika Mustermann Versicherter Erika Mustermann, geboren am 01.01.1960 Eintrittsalter 50 Jahre Versicherungsbeginn 01.05.2010 Rentenbeginn

Mehr

Die Außenprüfung durch das Finanzamt

Die Außenprüfung durch das Finanzamt Die Außenprüfung durch das Finanzamt Teil 4: Lohnsteueraußenprüfung Nachdem wir uns in der Reihe Außenprüfung bereits den allgemeinen Grundlagen, den Prüfungsschwerpunkten bei der Betriebsprüfung und der

Mehr

Zusatzversorgungskasse der Steine- und Erden- Industrie und des Betonsteinhandwerks VVaG Die Bayerische Pensionskasse

Zusatzversorgungskasse der Steine- und Erden- Industrie und des Betonsteinhandwerks VVaG Die Bayerische Pensionskasse ZVK Zusatzversorgungskasse der Steine- und Erden- Industrie und des Betonsteinhandwerks VVaG Die Bayerische Pensionskasse INFORMATION ÜBER DIE INDIVIDUELLE ALTERSVORSORGE IN DER ZIEGELINDUSTRIE Stand Januar

Mehr

Prof. Dr. Ludewig + Sozien

Prof. Dr. Ludewig + Sozien A. Grundinformationen zum Alterseinkünftegesetz I. Hintergründe und Zielsetzung 1. Auslöser der Reform ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 06.03.2002, in dem die unterschiedliche Besteuerung

Mehr

Als Werbungskosten sind Umzugskosten jedoch nur abziehbar, wenn sie auch tatsächlich betrieblich oder beruflich veranlasst sind.

Als Werbungskosten sind Umzugskosten jedoch nur abziehbar, wenn sie auch tatsächlich betrieblich oder beruflich veranlasst sind. Umzugskosten - Steuerrecht Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 1.1 Steuerrechtliche Einordnung von Umzugskosten 1.2 Höhe und Umfang der Abziehbarkeit der Werbungskosten 2. Arbeitgeberseitige Umzugskostenerstattung

Mehr

über steuerpflichtige Leistungen aus einem Altersvorsorgevertrag oder aus einer betrieblichen Altersversorgung ( 22 Nr.

über steuerpflichtige Leistungen aus einem Altersvorsorgevertrag oder aus einer betrieblichen Altersversorgung ( 22 Nr. Datum der Absendung (Bezeichnung und Anschrift des Anbieters) (Bekanntgabeadressat) Wichtiger Hinweis: Diese Mitteilung informiert Sie über die Höhe der steuerpflichtigen Leistungen aus Ihrem Altersvorsorgevertrag

Mehr

Arbeitskraftabsicherung. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Arbeitskraftabsicherung über den Betrieb.

Arbeitskraftabsicherung. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Arbeitskraftabsicherung über den Betrieb. Arbeitskraftabsicherung Zwei Fliegen mit einer Klappe. Arbeitskraftabsicherung über den Betrieb. Arbeitskraftabsicherung Die betriebliche Direktversicherung zur Absicherung der Arbeitskraft. Verlust der

Mehr

Merkblatt zur Besteuerung von Renten nach dem Alterseinkünftegesetz

Merkblatt zur Besteuerung von Renten nach dem Alterseinkünftegesetz Freie und Hansestadt Hamburg F i n a n z b e h ö r d e Merkblatt zur Besteuerung von Renten nach dem Alterseinkünftegesetz Zwölf Antworten auf häufig gestellte Fragen 1. Was ist neu in der Rentenbesteuerung?

Mehr

# 4 01.09.2015. Das Wichtigste in Kürze. Liebe Leserin, lieber Leser,

# 4 01.09.2015. Das Wichtigste in Kürze. Liebe Leserin, lieber Leser, Das Wichtigste in Kürze Liebe Leserin, lieber Leser, in diesem Newsletter informieren wir Sie über Änderungen, die ab 2016 für die Lohnsteuerbescheinigung der Mitarbeiter zu beachten sind. Insbesondere

Mehr

Die Steuerliche Behandlung von Abfindungen

Die Steuerliche Behandlung von Abfindungen Die Steuerliche Behandlung von Abfindungen 1. Definition Im allgemeinen versteht man unter einer Abfindung eine Entschädigung, die vom entlassenden Arbeitgeber wegen einer von ihm veranlassten Beendigung

Mehr

Steuern. Steuern. Arbeitsverhältnis mit Lohnsteuerkarte (1) (= abhängige Beschäftigung)

Steuern. Steuern. Arbeitsverhältnis mit Lohnsteuerkarte (1) (= abhängige Beschäftigung) Arbeitsverhältnis mit Lohnsteuerkarte (1) Die Steuerpflicht der abhängig Beschäftigten und die genauen Bedingungen der Versteuerung abhängiger Erwerbseinkünfte regelt das Einkommenssteuergesetz (EStG).

Mehr

schön aber teuer - Neues zu 37b EStG

schön aber teuer - Neues zu 37b EStG Kundenpflege schön aber teuer - Neues zu 37b EStG Ein ständiger Streit zwischen der Finanzverwaltung und den Steuerpflichtigen entbrannte bei der Frage nach der richtigen Behandlung von Aufwendungen für

Mehr

Informationen zu Steuern und Sozial versicherung

Informationen zu Steuern und Sozial versicherung Informationen zu Steuern und Sozial versicherung INHALT Besteuerung von Beiträgen und Leistungen der Pensionskasse Rundfunk für Mitgliedschaften seit 2005 im Lebenspartnertarif Steuern und sbeiträge bezogen

Mehr

Steuerliche Behandlung von Versicherungen Personenversicherungen

Steuerliche Behandlung von Versicherungen Personenversicherungen Steuerliche Behandlung von Versicherungen Personenversicherungen Versicherungsart Beitragszahlung Leistung Berufsunfähigkeitsversicherung 1. Schicht (Rürup-Rente) Aufwendungen zur Altersvorsorge nach 10

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Salzburg Senat 14 GZ. RV/0203-S/13 Berufungsentscheidung Der Unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung der Bw, vom 9. Jänner 2013 gegen den Bescheid des Finanzamtes Salzburg-Stadt vom 4.

Mehr

Steuerrechtliche Behandlung der bkv

Steuerrechtliche Behandlung der bkv Steuerrechtliche Behandlung der bkv Wichtige Hinweise zur AG-finanzierten betrieblichen Krankenversicherung (bkv) Stand: Januar 2015 Steuerrechtliche Behandlung der AG-finanzierten betrieblichen Krankenversicherung

Mehr

Neue Besteuerungsform der Zinsen durch die Unternehmensteuerreform - Abgeltungsteuer

Neue Besteuerungsform der Zinsen durch die Unternehmensteuerreform - Abgeltungsteuer Neue Besteuerungsform der Zinsen durch die Unternehmensteuerreform - Abgeltungsteuer Der Steuerpflicht unterliegende Einnahmen Neben den bisher bereits nach altem Recht steuerpflichtigen Einnahmen wie

Mehr

Sparkassen Pensionskasse AG

Sparkassen Pensionskasse AG Verbraucherinformation über die geltenden Steuerregelungen Stand: 01.01.2013 Die nachfolgende Darstellung beruht auf dem aktuellen Stand der Steuergesetze. Die Anwendung dieser Steuerregelungen auf die

Mehr

TRUST-WirtschaftsInnovationen GmbH

TRUST-WirtschaftsInnovationen GmbH Rürup - Basisrente Rürup- oder Basisrente wird umgangssprachlich die Form der seit 2005 staatlich subventionierten Altersvorsorge bezeichnet. Die Rürup-Rente geht auf den Ökonomen Hans-Adalbert "Bert"

Mehr

Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder

Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL FAX E-MAIL

Mehr

Die Freiwillige Versicherung der Zusatzversorgungskasse Thüringen (ZVK) Produktinformationsblatt... 2. Vertragsinformationen... 4

Die Freiwillige Versicherung der Zusatzversorgungskasse Thüringen (ZVK) Produktinformationsblatt... 2. Vertragsinformationen... 4 Die Freiwillige Versicherung der Zusatzversorgungskasse Thüringen (ZVK) Inhaltsverzeichnis Produktinformationsblatt... 2 1. Welchen Versicherungsvertrag bieten wir Ihnen an?... 2 2. Welche Risiken umfasst

Mehr

Lohnsteuerliche Behandlung von Arbeitszeitkonten

Lohnsteuerliche Behandlung von Arbeitszeitkonten Flexible Arbeitszeitregelungen Lohnsteuerliche Behandlung von Arbeitszeitkonten Viele Unternehmen nutzen Arbeitszeitkonten zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer. Besonders älteren Arbeitnehmern

Mehr

Swiss Life Vorsorge-Know-how

Swiss Life Vorsorge-Know-how Swiss Life Vorsorge-Know-how Thema des Monats: Sofortrente Inhalt: Sofortrente, Ansparrente Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Sofortrente nach Maß Verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Sofortrente und

Mehr

(BStBl I S. 577); TOP 18 der Sitzung AO III/2015 vom 16. bis 18. September 2015

(BStBl I S. 577); TOP 18 der Sitzung AO III/2015 vom 16. bis 18. September 2015 Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Vorab per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder Bundeszentralamt für Steuern

Mehr

2 Arbeitgeberdarlehen über 2.600 EUR

2 Arbeitgeberdarlehen über 2.600 EUR Arbeitgeberdarlehen Dr. Constanze Oberkirch, Gudrun Leichtle, Christoph Fleige TK Lexikon Steuern 17. Juni 2015 2 Arbeitgeberdarlehen über 2.600 EUR 2.1 Steuerpflicht der Zinsvorteile HI7435187 HI7435188

Mehr

Steuerliche Behandlung von Versicherungen Personenversicherungen

Steuerliche Behandlung von Versicherungen Personenversicherungen Steuerliche Behandlung von Versicherungen Personenversicherungen Versicherungsart Beitragszahlung Leistung Berufsunfähigkeitsversicherung 1. Schicht (Rürup-Rente) Aufwendungen zur Altersvorsorge nach 10

Mehr

Betriebliche Altersversorgung nach 3.63 EStG

Betriebliche Altersversorgung nach 3.63 EStG nach 3.63 EStG präsentiert von Gerhard Schneider geprüfter Fachberater für betriebliche Altersversorgung Grundsätzliche Fragestellungen Wer kann versorgt werden? Wer handelt? Was wird abgesichert? Wann

Mehr

Zu 40b EStG HI7376545

Zu 40b EStG HI7376545 Lohnsteuer-Richtlinien 2015 Redaktion TK Lexikon Arbeitsrecht 22. Oktober 2014 Zu 40b EStG R 40b.1 Pauschalierung der Lohnsteuer bei Beiträgen zu Direktversicherungen und Zuwendungen an Pensionskassen

Mehr

Der aktuelle Tipp. Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2016 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind

Der aktuelle Tipp. Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2016 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2016 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind Der aktuelle Tipp STAND: DEZEMBER 2015 Ehegatten oder Lebenspartner, die beide unbeschränkt

Mehr

Mitteilung. für das Kalenderjahr. Grund für die Mitteilung:

Mitteilung. für das Kalenderjahr. Grund für die Mitteilung: Datum der Absendung (Bezeichnung und Anschrift des Anbieters) Wichtiger Hinweis: Diese Mitteilung informiert Sie über die Höhe der steuerpflichtigen Leistungen aus Ihrem Altersvorsorgevertrag oder aus

Mehr

MERKBLATT ZUR ERBSCHAFTSTEUER. Oberfinanzdirektion Karlsruhe FÜR TESTAMENTSVOLLSTRECKER UND NACHLASSPFLEGER

MERKBLATT ZUR ERBSCHAFTSTEUER. Oberfinanzdirektion Karlsruhe FÜR TESTAMENTSVOLLSTRECKER UND NACHLASSPFLEGER Oberfinanzdirektion Karlsruhe Referat für Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer MERKBLATT FÜR TESTAMENTSVOLLSTRECKER UND NACHLASSPFLEGER ZUR ERBSCHAFTSTEUER Seite 2 INHALTSVERZEICHNIS 1. Abkürzungsverzeichnis...

Mehr

Senatsverwaltung für Finanzen

Senatsverwaltung für Finanzen Senatsverwaltung für Finanzen Senatsverwaltung für Finanzen, Klosterstraße 59, 10179 Berlin An die Senatsverwaltungen (einschließlich Senatskanzlei) die Verwaltung des Abgeordnetenhauses die Präsidentin

Mehr

Besteuerung der Kapitalgesellschaft. Zusammenfassendes Beispiel. Lösung

Besteuerung der Kapitalgesellschaft. Zusammenfassendes Beispiel. Lösung Besteuerung der Kapitalgesellschaft Zusammenfassendes Beispiel Lösung 1. Ermittlung des zu versteuernden Einkommens der AGmbH für den Veranlagungszeitraum Vorläufiger Jahresüberschuss 600.000 Ermittlung

Mehr

Bürgerentlastungsgesetz

Bürgerentlastungsgesetz Bürgerentlastungsgesetz Durch die Einführung des Bürgerentlastungsgesetzes können die Beiträge zur Krankenund Pflegeversicherung seit 2010 steuerlich stärker berücksichtigt werden. 1. Allgemeines zum Bürgerentlastungsgesetz

Mehr

Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2016 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind

Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2016 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind Stand: 11.11.2015 (endgültig) Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2016 bei Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind Lebenspartner, die beide unbeschränkt steuerpflichtig sind, nicht dauernd

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Wien Senat 1 GZ. RV/0855-W/04 Berufungsentscheidung Der unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung des Bw., Angestellter, geb. 17. Jänner 1957, 1130 Wien, S-Straße, gegen den Bescheid des

Mehr

Fahrtkostenzuschüsse. Zusammenfassung. Begriff. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung. Kurzübersicht HI521055 LI1929259

Fahrtkostenzuschüsse. Zusammenfassung. Begriff. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung. Kurzübersicht HI521055 LI1929259 Fahrtkostenzuschüsse Norbert Minn, Rainer Hartmann TK Lexikon Steuern 8. Dezember 2015 Fahrtkostenzuschüsse HI521055 Zusammenfassung LI1929259 Begriff Fahrtkostenzuschüsse des Arbeitgebers zu den Aufwendungen

Mehr

Die Abgeltungssteuer - Kritische Anmerkungen zur Vereinfachung der Einkommensteuererklärung und praktische Hinweise

Die Abgeltungssteuer - Kritische Anmerkungen zur Vereinfachung der Einkommensteuererklärung und praktische Hinweise 1 Die Abgeltungssteuer - Kritische Anmerkungen zur Vereinfachung der Einkommensteuererklärung und praktische Hinweise 1. Grundlagen der Abgeltungssteuer und Ziel dieses Schreibens Zum 1. Januar 2009 wurde

Mehr

Direktversicherung für Schweizer Grenzgänger

Direktversicherung für Schweizer Grenzgänger Direktversicherung für Schweizer Grenzgänger Welcher Personenkreis ist betroffen? Arbeitnehmer - mit Wohnsitz und unbeschränkter Steuerpflicht in Deutschland. - und einem Arbeitsplatz bei einem Unternehmen

Mehr

Steuerliche Abzugsmöglichkeiten für Rentner und Pensionäre

Steuerliche Abzugsmöglichkeiten für Rentner und Pensionäre Mandanten-Info Eine Dienstleistung Ihres steuerlichen Beraters Steuerliche Abzugsmöglichkeiten für Rentner und Pensionäre Mit weniger Steuer mehr Geld im Alter In enger Zusammenarbeit mit Mandanten-Info

Mehr

Betriebliche Altersvorsorge (BAV) als Teil von Vergütungsmodellen. Referent: Martin Homolka

Betriebliche Altersvorsorge (BAV) als Teil von Vergütungsmodellen. Referent: Martin Homolka Betriebliche Altersvorsorge (BAV) als Teil von Vergütungsmodellen Referent: Martin Homolka Die Rente ist sicher!? System der Altersvorsorge Warum sollte man sich als Arbeitgeber mit BAV beschäftigen? personalpolitische

Mehr

Wer ist zur Abgabe von Einkommensteuererklärungen

Wer ist zur Abgabe von Einkommensteuererklärungen 10 Vorbemerkung Eine Gesamtdarstellung des Einkommensteuerrechts würde den Umfang dieses Taschenbuchs sprengen. In diesem Beitrag werden deshalb, abgesehen von einer allgemeinen Übersicht, in erster Linie

Mehr

Wer muss, wer darf eine Einkommensteuererklärung

Wer muss, wer darf eine Einkommensteuererklärung 1 Im Hinblick auf die Frage, wer eine Steuererklärung einreichen muss bzw. darf, unterscheidet das Einkommensteuergesetz zwischen der Pflichtveranlagung und der Antragsveranlagung. Während im Rahmen der

Mehr

Stufenmodell für Herrn Mustermann

Stufenmodell für Herrn Mustermann Stufenmodell für Herrn Mustermann Ihre Situation auf einen Blick Die gesetzliche Rentenversicherung reicht heute nicht mehr aus, um den gewohnten Lebensstandard auch im Alter aufrechterhalten zu können.

Mehr

Zur Besteuerung der Alterseinkünfte insbesondere der bav im Lichte des Bundesverfassungsgerichtsurteils v. 6.3.2002

Zur Besteuerung der Alterseinkünfte insbesondere der bav im Lichte des Bundesverfassungsgerichtsurteils v. 6.3.2002 Zur Besteuerung der Alterseinkünfte insbesondere der bav im Lichte des Bundesverfassungsgerichtsurteils v. 6.3.2002 Prof. Dr. Dr. Wolfgang Förster Gesellschafter-Geschäftsführer Berliner Steuergespräch

Mehr

Wir möchten Sie heute über die wesentlichen Inhalte und Folgen dieses Gesetz informieren.

Wir möchten Sie heute über die wesentlichen Inhalte und Folgen dieses Gesetz informieren. Neuerungen bei der Besteuerung von "Alterseinkünften" Am 1. Januar 2005 wird das Alterseinkünftegesetz in Kraft treten. Wir möchten Sie heute über die wesentlichen Inhalte und Folgen dieses Gesetz informieren.

Mehr

Die Reform des Reisekostenrechtes

Die Reform des Reisekostenrechtes Reisekosten ab 2014 Reisekosten ab 2014 Änderungen Verpflegungspauschalen, Dreimonatsfrist, Unterkunft Stand: 6/2013 Franz-Josef Tönnemann - Steuerberater Neustadtstraße 34-49740 Haselünne Tel.: 0 59 61

Mehr

Abkommen zur Übertragung von Direktversicherungen oder Versicherungen in einer Pensionskasse bei Arbeitgeberwechsel 2

Abkommen zur Übertragung von Direktversicherungen oder Versicherungen in einer Pensionskasse bei Arbeitgeberwechsel 2 Inhalt Seite Abkommen zur Übertragung von Direktversicherungen oder Versicherungen in einer Pensionskasse bei Arbeitgeberwechsel 2 Antrag auf Übertragung einer Direktversicherung oder einer Versicherung

Mehr

Kundeninformation zu Ihrem Flexiblen VorsorgeKonto

Kundeninformation zu Ihrem Flexiblen VorsorgeKonto Kundeninformation zu Ihrem Flexiblen VorsorgeKonto Für einen schnellen und besseren Überblick haben wir Ihnen alle wichtigen Informationen in dieser Kundeninformation zusammengestellt. I. Allgemeine Informationen

Mehr

Ihr Finanzamt informiert

Ihr Finanzamt informiert Ihr Finanzamt informiert Merkblatt zur Anwendung des Alterseinkünftegesetzes auf das Schweizer Vorsorgesystem Für Grenzgänger in die Schweiz ergeben sich bei der Besteuerung von Zahlungen in bzw. aus Schweizer

Mehr

3. Abschn. 31 Abs. 8 Satz 3 LStR 1999 enthält keine Wertfestsetzung einer obersten Finanzbehörde eines Landes i.s. des 8 Abs. 2 Satz 8 EStG.

3. Abschn. 31 Abs. 8 Satz 3 LStR 1999 enthält keine Wertfestsetzung einer obersten Finanzbehörde eines Landes i.s. des 8 Abs. 2 Satz 8 EStG. BUNDESFINANZHOF 1. Gewährt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein Darlehen zu einem marktüblichen Zinssatz, erlangt der Arbeitnehmer keinen lohnsteuerlich zu erfassenden Vorteil. 2. Abschn. 31 Abs. 8

Mehr

Erläuterung zum Formular. Vereinbarung zur Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung

Erläuterung zum Formular. Vereinbarung zur Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung Erläuterung zum Formular Vereinbarung zur Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung In dem nachfolgenden Formular Vereinbarung zur Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung

Mehr

TOP 15 der Sitzung AO I/2015 vom 11. bis 13. März 2015

TOP 15 der Sitzung AO I/2015 vom 11. bis 13. März 2015 Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Vorab per E-Mail HAUSANSCHRIFT Oberste Finanzbehörden der Länder Bundeszentralamt

Mehr

Inhaltsübersicht. Nettolohnoptimierung durch Gehaltsumwandlung

Inhaltsübersicht. Nettolohnoptimierung durch Gehaltsumwandlung Nettolohnoptimierung durch Gehaltsumwandlung Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Grundsätzliche Regeln 2.1 Steuer- und Beitragsfreiheit 2.2 Anwendung nur für die Zukunft 2.3 Abgrenzung Barvergütung und

Mehr

Steuerersparnisrechner BasisRente

Steuerersparnisrechner BasisRente Steuerersparnisrechner BasisRente Für Herrn Dr. Martin Mustermann und Frau Maria Mustermann Steuerersparnisrechner BasisRente Inhaltsverzeichnis 1. Ihre persönlichen Daten 2. Ihre aktuelle Einkommens-

Mehr

Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2015 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind

Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2015 bei Ehegatten oder Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind Stand: 27.11.2014 (endgültig) Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2015 bei Lebenspartnern, die beide Arbeitnehmer sind Lebenspartner, die beide unbeschränkt steuerpflichtig sind, nicht dauernd

Mehr

KAV. Rundschreiben V 04/2008. 22. Januar 2008. Sehr geehrte Damen und Herren,

KAV. Rundschreiben V 04/2008. 22. Januar 2008. Sehr geehrte Damen und Herren, KAV Rundschreiben V 04/2008 Kommunaler Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt e. V. Jahressteuergesetz 2007 (JStG 2007); Auswirkungen auf die Entgeltumwandlung nach dem TV- EUmw/VKA 22. Januar 2008 Sehr geehrte

Mehr

Themenschwerpunkt Sofortrente

Themenschwerpunkt Sofortrente Themenschwerpunkt Sofortrente Inhalt: Sofortrente, Ansparrente Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Sofortrente nach Maß Verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Sofortrente und Steuern Über die Besteuerung

Mehr

Fragen und Antworten zur jährlichen Steuerbescheinigung* für Empfänger von Leistungen (Renten) der ZVK-KVBW

Fragen und Antworten zur jährlichen Steuerbescheinigung* für Empfänger von Leistungen (Renten) der ZVK-KVBW Fragen und Antworten zur jährlichen Steuerbescheinigung* für Empfänger von Leistungen (Renten) der ZVK-KVBW (*Leistungsmitteilung nach 22 Nr. 5 Satz 7 Einkommensteuergesetz (EStG)) Seite 1. Warum habe

Mehr

Vorwort Nur einige wenige Neuerungen im Überblick:

Vorwort Nur einige wenige Neuerungen im Überblick: Vorwort Im Handbuch für Lohnsteuer und Sozialversicherung 2011 sind die für die Lohnabrechnung bedeutsamen Änderungen der bis zum 1.1.2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Gesetze und Verordnungen

Mehr

Merkblatt zur Steuerklassenwahl bei Arbeitnehmer-Ehegatten für das Jahr 2010

Merkblatt zur Steuerklassenwahl bei Arbeitnehmer-Ehegatten für das Jahr 2010 Merkblatt zur Steuerklassenwahl bei Arbeitnehmer-Ehegatten für das Jahr 2010 Ehegatten, die beide unbeschränkt steuerpflichtig sind, nicht dauernd getrennt leben und beide Arbeitslohn ** ) beziehen, können

Mehr

Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer

Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer Kleinunternehmerregelung in der Umsatzsteuer I. Allgemeines II. Wer ist Kleinunternehmer III. Ermittlung der Umsatzgrenzen IV. Folgen der Kleinunternehmerregelung V. Folgen des Überschreitens der Umsatzschwelle

Mehr

Das Alterseinkünftegesetz

Das Alterseinkünftegesetz Ausgangssituation: Gleichbehandlung von Renten und Pensionen Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 06.03.2002: unterschiedliche Besteuerung von Beamtenpensionen und Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung

Mehr

Informationsbrief zum 3. November 2009

Informationsbrief zum 3. November 2009 Dipl.Kfm. Martin Löfflad Steuerberater Romantische Straße 10 86753 Möttingen Tel.: 09083/9697935 Fax: 09083/969755 1. Allgemeines Informationsbrief zum 3. November 2009 Inhalt 2. Verluste aus typisch stillen

Mehr

130477 / 40270 Einkommensteuer 2005 18.09.2006 Finanzamt: Kassel-Spohrstraße Testholz, Peter Steuernummer: 25 000 00010

130477 / 40270 Einkommensteuer 2005 18.09.2006 Finanzamt: Kassel-Spohrstraße Testholz, Peter Steuernummer: 25 000 00010 Berechnung der Einkommensteuer, des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer Festsetzung und Abrechnung Einkommensteuer Sol.-Zuschlag Kirchensteuer Sparzulage Festsetzung 10.543,00 385,60 714,06 0,00

Mehr