Die deutsche Vereinigung bis Positionen der Bürgerinnen und Bürger. Berlin, 23. Juni 2015

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1 Die deutsche Vereinigung bis Positionen der Bürgerinnen und Bürger Berlin, 23. Juni

2 Die deutsche Vereinigung im Ergebnis der friedlichen Revolution und in Verbindung mit dem Zerfall des Ostblocks entsprach - zumindest zum Zeitpunkt der Wahlen im März dem Willen der Mehrheit der Bürger im Osten. Das galt auch für die damit verbundene Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion. Es ist jedoch bis heute nicht völlig zusammen-gewachsen, was zusammengehört. 2

3 In den grundlegenden allgemeinen Lebenslagebewertungen gibt es relativ hohe vergleichbare Aussagestrukturen Ost und West. Sie reflektieren erreichte Veränderungen und von den Bürgern anerkannte Entwicklungen ebenso wie noch ungelöste Probleme: Insgesamt gibt es in Deutschland eine hohe allgemeine Lebenszufriedenheit, nur jeder zehnte Bürger ab 18. Lebensjahr ist unzufrieden. Die unzufriedenen Ostdeutschen gibt es nicht. In den letzten Jahren ist die Zufriedenheit in den alten Bundesländern rückläufig. Rd. die Hälfte der Bürger bewertet ihre individuelle wirtschaftliche Situation mit gut - im Westen stärker als im Osten. Gleichen Ost-West-Aussagen liegen unterschiedliche Lebensniveaus zugrunde. Angleichungen vollziehen sich vor allem in den unteren Einkommensschichten. (53) Jeder fünfte Bürger in Ost wie West geht davon aus, dass sich sein Leben in den nächsten fünf Jahren verbessern bzw. verschlechtern wird, junge Menschen sind wesentlich optimistischer. Insbesondere hinsichtlich der finanziellen Absicherung im Alter und des Einkommens-Preis-Verhältnisses werden Verschlechterungen angenommen. (29) 3

4 Allgemeine Lebenslagebewertungen - nach Regionen in Prozent - Datenbasis: sfz/leben 2014 (gew.) 4

5 Hauptaussagen zur sozialen Lage - neue Länder und Berlin-Ost 1989 bis 2014/ früheres Bundesgebiet in Prozent - Zufriedenheit: sehr zufrieden/zufrieden; wirtschaftliche Lage: sehr gut/gut; Erwartungen: Hoffnungen Datenbasis: sfz/leben (gew.) 5

6 Die Einschätzungen zum Stand der Einheit gehören mit zu den sich am gravierendsten unterscheidenden Bewertungen zwischen neuen und alten Bundesländern. Nur jeder vierte Ostbürger, aber jeder zweite Westbürger ist der Meinung, dass Ost und West nach fast 25 Jahren der Vereinigung weitgehend zusammengewachsen sind bzw. nur noch geringe Unterschiede bestehen. (13) Fast die Hälfte der Bürger in Ost wie West sieht sich als Gewinner und nur rd. jeder Fünfte als Verlierer der Einheit. Bei allen Bürgern stehen Gewinnen auch Verluste gegenüber. Insbesondere Frauen und Bewohner kleinerer Gemeinden im Osten sehen für sich deutlich unterdurchschnittlich geringere Gewinne. (23) 6

7 Die Bewertung des erreichten Standes der Einheit gehört zu den sich am deutlichsten unterscheidenden Positionen der Bürger in Ost und West. Wie schätzen Sie den Stand der Einheit Deutschlands ein? /2010/2013/ nach Regionen - in Prozent - Datenbasis: sfz/leben 2002/2010/2013/2014 (gew.) 7

8 Insgesamt wird bei den wichtigsten sozio-ökonomischen Parametern nur eine durchschnittliche Angleichung des Ostens an den Westen von 75 bis 85 % erreicht (BIP, Erwerbs- und Alterseinkommen, Wohneigentum/Vermögen usw.) - das bleibt weit hinter den Erwartungen der Bürger zurück. Die flächendeckenden unterdurchschnittlichen Lebensverhältnisse bedürfen noch über Jahrzehnte der spezifischen Förderung und Unterstützung. (27) Angleichung der Lebensverhältnisse /90 bis 2013/ in Prozent DDR/neue Länder zu früheres Bundesgebiet = 100 % - * 2011/2012 8

9 Die Bürger verstehen unter Angleichung nicht eine Gleichheit im Sinne formaler quantitativer Gleichheit oder Nivellierung, sondern eher und vor allem Chancengleichheit im Sinne von Herstellung vergleichbarer Bedingungen für einen eigenständigen Lebensvollzug. Die deutsche Einheit ist erreicht, wenn - nach Regionen in Prozent - (nur Antwort: trifft voll zu ) Datenbasis: sfz/leben 2014 (gew.) 9

10 Vergleiche insbesondere seit 2000 belegen die erreichten Entwicklungen in Ost wie West, die Stabilität der Ost-West-Lücke zwischen den Spitzenwerten-Ost und dem struktur- und einkommensschwächsten Bundesland-West, die zunehmende Spreizung im Westen (Ungleichheitsentwicklung) und Homogenität im Osten. 10

11 Wohlstandserwartungen - nach Regionen in Prozent - Datenbasis: sfz/leben 2014 (gew.) 11

12 Der Anteil der Bürger, welche sich mit der Bundesrepublik voll identifizieren, ist insgesamt steigend (33 %), besonders bei jüngeren Jahrgängen, verhaltener bei älteren. Aussagen, die DDR/Mauer wiederhaben zu wollen (7% Ost/9% West), werden vor allem von Arbeitslosen getroffen. Sie zielen nicht auf Restauration, sondern auf die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse und Stopp des Sozialabbaus. (19) Wie stark fühlen Sie sich verbunden mit...? - nach Regionen in Prozent - Datenbasis: sfz/leben 2014 (gew.) 12

13 Wie wichtig sind Ihnen nachfolgende Grundwerte - neue Bundesländer und Berlin-Ost/früheres Bundesgebiet (inkl. Berlin-West) in Prozent - Datenbasis: sfz/leben 2014 (gew.) 13

14 Wie groß ist Ihr Vertrauen in die sozialen Sicherungssysteme, wenn Sie an die nächsten 5 bis 10 Jahre denken? - nach Regionen in Prozent - Datenbasis: sfz/leben 2014 (gew.) 14

15 Positionen zu ausländischen Bürgern in Deutschland - nach Regionen in Prozent - (nur Antwort: stimme voll zu ) Datenbasis: sfz/leben 2014 (gew.) 15

16 Stimmen Sie der Meinung zu, dass a) in Deutschland zu viel Ausländer leben, und ihre Zahl in der nächsten Zeit kleiner werden sollte; b) Deutschland aufgrund des Elends mehr Ausländer aufnehmen muss? - neue Länder und Berlin-Ost 1992 bis 2014/früheres Bundesgebiet 2010/ in Prozent - (nur Antwort: stimme voll zu ) Datenbasis: sfz/leben (gew.) 16

17 Karthografischer Anhang 17

18 Grundindikatoren als karthografische Darstellung Bevölkerungsentwicklung 1990 bis Ende in Prozent - (Anfang 1990 = 100) Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen je Einwohner - in Euro Verfügbares Einkommen je Einwohner in Euro - Quelle: Quelle: Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsfortschreibung 2013 lt. Ergebnissen Zensus 2011, Wiesbaden Eigenberechnungen Quelle: Statistische Ämter der Länder, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, Reihe 1, Länderergebnisse Band 1, Stuttgart 2015/ Eigenberechnung auf Grundlage Bevölkerungsfortschreibung Zensus 2011 für 31. Dez Quelle: Statistische Ämter der Länder, Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Verfügbares Einkommen (WZ 2008), Revision 2014, Stuttgart

19 Grundindikatoren als karthografische Darstellung Armutsgefährdungsquote - nach Bundesländern - gemessen am Bundesmedian in Prozent* - Kinderbetreuungsquote - unter 3 Jahren - - nach Bundesländern - 1. März in Prozent - Ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte zum nach Bundesländern - Einwohner je Arzt - * bezogen auf 60 % des Bundesmedian des Äquivalenzeinkommens der Bevölkerung in privaten Haushalten Quelle: Statistisches Bundesamt, Amtliche Sozialberichterstattung 2013, Wiesbaden 2014, Tab. A.1.1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Kinder und tätige Personen in öffentlich geförderter Kindertagespflege, , Wiesbaden 2014, T Q3 Quelle: Bundesärztekammer, Ergebnisse der Ärztestatistik zum 31. Dezember 2014, Berlin 2015/ Eigenberechnung - Einwohner Dezember

20 Grundindikatoren als karthografische Darstellung Waldschäden der Schadstufen 2 bis 4 (deutliche Schäden) Anteil an Waldfläche - in Prozent - Wahlbeteiligung Bundestagswahl nach Bundesländern - in Prozent - Anteil der Bevölkerung nach christlichen Religionsgemeinschaften x* keine Angaben Quelle: Statistisches Jahrbuch 2014, Statistischen Bundesamt Wiesbaden 2014, S. 459 Quelle: Quelle: Kirchenamt der EKD, Kirchenmitgliederzahlen - Stand , EKD Statistik

21 Grundindikatoren als karthografische Darstellung Prozentualer Anteil der Bevölkerung von in Sportvereinen/-verbänden organisierten Mitgliedern Quelle: Bestandserhebung 2014 des Deutschen Olympischen Sportbundes, Frankfurt/M. 2014, S

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