I. Vorbemerkungen und wichtige Konzepte

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1 - 1 - I. Vorbemerkungen und wichige Konzee A.Warum und zu welchem Zweck bereiben wir Wirschafsheorie? 1. Zur Beanworung der ökonomischen Grundfragen Fragen der Allokaion (Ziel is die effiziene Allokaion der knaen Ressourcen) Produkionssrukur Arbeiseilung echnikwahl Sandor Akkumulaion Fragen der Einkommens- und Vermögensvereilung Was und wie viel soll roduzier werden? Was soll von wem roduzier werden? Wie und womi soll roduzier werden? Wo soll roduzier werden? Wann soll roduzier werden? Wer soll wie viel bekommen? Für wen soll roduzier werden? 2. Zur Analyse und Prognose des Verhalens der ökonomischen Akeure. 3. Um Wirschafsoliik bereiben zu können.

2 - 2 - B. Mehoden der Wirschafswissenschafen 1. Posiive Ökonomie (Wie is es) und normaive Ökonomie (Wie solle es sein) 2. heoreische und emirische Wirschafsforschung Analyseobjeke 3. Mikro- und Makroökonomie Mikro Individuen oder Haushale und Firmen Makro Aggregae: Produkions- sekor (allenfalls nach Sekoren geglieder); Invesoren; Haushalssekoren (riva/öffenlich); Ausland; Mehoden Problemkreise und Anwendungsbereiche heoreische Modelle basierend auf dem Raionaliäsosula; Sielheorie Preise Allokaion Wachsum und Vereilung (Meis) auschwirschaf aber auch heorie des Rechs (Effizienz von rechlichen Normen) Poliologie (Verhalen von Wählern oder Poliikern) Aukionsheorie Vorwiegend emirische Modelle mi (ofmals ad hoc sezifizieren) Verhalensgleichungen Beschäfigung und Arbeislosigkei Konjunkur und Wachsum Außenhandel (Meis) Geldwirschaf

3 - 3 - C. Fragesellung und Zielsezung der Mikroökonomik Primärer Gegensand der Mikroökonomik sind die ökonomisch relevanen Ergebnisse (Preise, echnikwahl, Produkionssrukur,..) des dezenralen Handelns verschiedener Akeure in einer Markwirschaf. Mehodische Grundlage der Mikroökonomie is die Enscheidungsheorie. Daher wird in einem ersen Schri unersuch, wie sich die mikroökonomischen Akeure, das sind - Individuen, charakerisier durch Präferenzen und Aussaung (Vermögensgliederung) und - Firmen, charakerisier durch ihre echnischen Produkionsmöglichkeien, verhalen. Raionaliäsosula: Es wird angenommen, dass sich alle Akeure raional verhalen Bei der Analyse des Verhalens sind folgende Nebenbedingungen zu beachen: - Welche Informaionen haben die Akeure. (Sand und Vereilung der relevanen Infos) - Welche Markmach haben die Akeure (Monool, Oligool, vollkommene Konkurrenz) Welche Ergebnisse resulieren aus dem Verhalen der Akeure. Dabei sind folgende Ergebnisse von Ineresse heorie des Haushals heorie der Firma Markformen, Gleichgewichsanalyse, Markversagen und Wohfahrsökonomik Konsumnachfrage (Was, wie viel und wann wird konsumier?) Fakor- insb. Arbeisangebo (Wie viel und welche Fakoren werden wann angeboen?) Vermögensgliederung (In welcher Form wird das Vermögen gehalen?) Güerangebo (Was, wie viel, wo und wann wird roduzier?) Fakornachfrage und echnikwahl (Wie und womi wird roduzier?) Welches Markergebnis wird erziel, wenn sich alle Akeure raional verhalen? (Parial- und oalanalyse; Kurzfris und Langfrisanalyse; Sabiliä, Exisenz und Eindeuigkei von Gleichgewichen) Is das Ergebnis wünschenswer (effizien, gerech)? Wenn nich - wie läss es sich ändern?

4 - 4 - D. Einige wichige Konzee 1. Wann sind Güer oder Fakoren verschieden? (Qualiä - Or - Zeiunk) 2. Preise a) Grundrinzi: LOOP (he law of one rice) b) auschverhälnisse Preise sind immer auschverhälnisse: Ein isch kose 4. S bedeue: Ich gebe heue 4. S. für die heuige Lieferung eines isches., =... Menge an Schillingen heue ro isch heue;, c) Wahl des Numeraire Geld Ware oder Warenbündel Arbei,1 Lieferung auf Ziel G,1 G 4 Schillinge 1 Schillinge 5 Schillinge, = 1 isch = ; S, = 1 Sessel ; L, = 1 Sunde Arbei, 4 Sessel ; S,, S,, = = = ro isch S,, S, L, 1 2 Sessel S, L, = = = Sd. Arbei S, L, = = = ; L,, 8 Sd L,, L, ro isch,,, 1 Bezahlung im voraus G,1 G Der Gegenwarswer einer zukünfigen Lieferung Der Zukunfswer einer heuigen Lieferung, = (Preis für einen isch, welcher heue geliefer, wird, aber ers morgen bezahl werden muss. G,1 >,,, = (Preis für einen ische, welcher heue geliefer aber bereis gesern bezahl wurde. G, 1, >, W, = : Was kose eine onne Weizen heue, die ers W, zum Zeiunk verfügbar wird G, G, W, = : Wie viel Geld bekomme ich zum Zeiunk W, für die heuige Lieferung einer onne Weizen

5 - 5 - Es gil: < < G,1 G, G,1,,, < : Der Preis für Lieferung auf Ziel is höher als jener bei soforiger G,1,, Bezahlung, weil der Lieferan auf das Engel waren muss und er sein Geld alernaiv verwenden könne (z.b. auf ein Sarbuch legen oder Akien erwerben). < : Der Preis für Bezahlung im voraus is niedriger als jener bei G, 1,, Bezahlung bei Lieferung, weil der Käufer auf das Gu waren muss und er sein Geld alernaiv verwenden könne. Beisiel: Der Preis eines Gues i welches bei Lieferung bezahl wird beräg S. 1., d.h: i, = 1.. Der Geldzinssaz sei 5% ro Jahr. - Wie viel kann der Lieferan höchsens verlangen, wenn ein Zahlungsziel von zwei Jahren vereinbar wird? Maximal 1. ( 1,5) 2 = Verlang er mehr, so wird sich der Kunde ein Darlehn von S. 1. nehmen - bei Lieferung bezahlen - und nach zwei Jahren das Darlehn sam Zinsen und Zinseszinsen, das sind 11.25, zurückzahlen. - Wie viel soll der Lieferan mindesens verlangen, wenn ein Zahlungsziel von zwei Jahren vereinbar wird? Mindesens 1. ( 1,5) 2 = Verlang er weniger, so is es für ihn besser auf Bezahlung bei Lieferung zu besehen und den Kaufreis von S. 1. für zwei Jahre mi 5 %.a. zu veranlagen - Wie viel kann der Lieferan höchsens verlangen, wenn eine Lieferfris von einem Jahr vereinbar wird? Maximal 1./1,5= Verlang er mehr, z.b. S. 9.6, so wäre es für den Kunden besser die 9.6 S. auf ein Sarbuch zu legen. In einem Jahr könne er dann eine Geldsumme von 9.6 1,5= 1.8 beheben, welche den Kaufreis für Zahlung bei Lieferung um 8 S. überseig. - Wie viel soll der Lieferan mindesens verlangen, wenn eine Lieferfris von einem Jahr vereinbar wird? Mindesens 1./1,5= Erhäl er weniger, so is es für ihn besser auf Bezahlung bei Lieferung zu besehen. G,1 G,1 = = 1+ 1 G, = = G, 1+ r 3. Zinssaz und Diskonfakor r Wie viel Geld erhale ich in einem Jahr für jeden Schilling, den ich heue auf ein Sarbuch geleg habe = Zukunfswer eines Schillings. Wie viel Geld muss heue auf ein Sarbuch geleg werden, dami in Jahren 1 S. behoben werden kann = Gegenwarswer eines Schillings, der in Jahren verfügbar wird = Diskonfakor

6 Gegenwars- und Zukunfswere Beisiel 1: Wie viel is eine Summe Geldes, die morgen ausbezahl wird heue wer? Angenommen Sie besizen einen Schuldschein über 1S der in 2 Jahren fällig wird. Sie benöigen aber das Geld jez. Sie wollen den Schuldschein verkaufen. Die Oion für den Käufer des Schuldscheins is (a) den Schuldschein um den Preis P kaufen und in 2 Jahren 1 S. einzureiben (b) das Geld für den Schuldschein jez auf ein Sarbuch legen und am der zwei Jahre ihre 2 Einlage sam Zinseszinsen, also P(1 + r), abheben P + r 2 = P = + r 2, weil wenn Offensichlich gil ( 1 ) 11 11( 1 ) ( r) 2 ( r) 2 P > so wäre der Käufer des Schuldscheins der Dumme P< so wären Sie der Dumme Beisiel 2: Einfacher Produkionsrozess: Es werden heue, zum Zeiunk, inus im Wer von C eingesez und morgen (zum Zeiunk 1) enseh ein Produk im Wer R 1. Angenommen es gäbe einen zweien Produkionsrozess bei welchem die Produkionsdauer zwei Perioden beräg. Es werden heue, zum Zeiunk, inus im Wer von C eingesez und morgen (zum Zeiunk 1) enseh ein Produk im Wer R 1. Kaialzinsen werden Vernachlässig Profie fallen zu unerschiedlichen Zeiunken an und können daher nich verglichen werden Gegenwarswer der Profie Prozess 1 Prozess 2 R 1 C R2 C Zukunfswer des Profis zum Zeiunk ( ) π = R C + r π Zukunfswer des Profis zum Zeiunk ( ) 2 π = R C + r R ( 1 r) 1 = + C π ( 1 ) 2 1 = R + r C 2 Gegenwarswer ( ) 1 ( ) 2 PV = S + S 1+ r + S 1+ r S ( 1 ) ( 1 ) r = S + r Zukunfswer zum Zeiunk (Wie viel is mein zukünfiges Einkommen (z.b. zukünfige Mieeinnahmen aus einer Wohnung) heue wer. Wie viel Kredi kann ich zum Zeiunk aufnehmen, wenn ich den Kredi mi den Einkünfen ilgen möche.) = ( 1 ) FV = S + r τ τ zum Zeiunk τ wer) =. (Wie viel sind die zukünfigen Sareinlagen Z.B: FV = S ( 1+ r) + S ( 1+ r) + S + S ( 1+ r) + + S ( 1+ r) = τ ( 1 + ) bzw. = ( 1 ) τ + FV PV r τ τ PV FV r 1+ g Ein Sezialfall: Der Zahlungssrom wächs mi einer konsanen Rae. PV = S = 1+ r.

7 Beureilung von Produkionsrozessen und Invesiionsrojeken: (Kaialwer und inerner Zinssaz) Anschaffungskosen: 1,. Jährlicher Errag abzüglich der Beriebsaufwendungen 25. echnische Nuzungsdauer 5 Jahre Warungs- und Rearaurkosen am Beginn des 3. Jahres 1. Reswer am Ende der Nuzungsdauer Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr = =1 =2 =3 =4 =5-1, ( ) ( ) 1 2 K = PV = 1, r r + ( r) ( r) ( r) Geldmark- Zinssaz Kaialwer % % % % 4.6 Posiiver Kaialwer; Bei einem Geldmarkzinssaz zwischen und 4 % is das Projek - im Vergleich zur alernaiven Anlage am Geldmark - rofiabel. 4,14 % Das Projek is gleich rofiabel wie eine Veranlagung am Geldmark; 5 % -24. Negaiver Kaialwer; Das Kaial wäre bei einem Zinssaz von 5 % am Geldmark lukraiver veranlag Kaialwer = = ( )( 1+ ) (Gegenwarswer der zukünfigen = K PV R C r Neoerräge) ρ : = K = R C 1+ ρ (Jene Erragsrae - jener Inerner Zinssaz ( )( ) = Zinssaz, bei welchem der Kaialwer oder Gegenwarswer des Projekes gleich is) In rofiable Projeke wird invesier: Fakoren werden versärk nachgefrag - die Fakorreise (Preise für Maschinen, Beriebsmiel, Rohsoffe, sonsige inus ) und daher die Kosen werden seigen. Angebo seig - Preise für Produke fallen. Profiabiliä der Prozesse sink. Wirschaf graviier hin zu einem Arbiragegleichgewich = Alle Produkionsrozesse, alle Veranlagungsmöglichkeien sind gleichermaßen rofiabel.

8 Arbirage und Arbiragegleichgewich Beisiel 1: Es sei möglich zu zwei verschiedenen Zinssäzen ohne zusäzliche Kosen Geld zu verborgen oder zu leihen. Der Zinssaz in Land A sei höher als in Land B: r r r, ausleihen A > B.Jeder raionale Mensch wird Geld zu den günsigen Kondiionen, ( B ) und die geliehene Geldsumme zum höheren Zinssaz, ( r A ), anlegen. Daher wird der günsige Zinssaz in Land B seigen und der eure Zinssaz in Land A sinken. Nach einiger Zei werden die Zinssazdiffereniale verschwunden sein. Beisiel 2: Ich leihe mir heue eine Summe Geldes, z.b. S zum Zinssaz von 4 %. Ich verwende diese Geldsumme und kaufe dami w, onnen Weizen auf ermin (lieferbar in Perioden) d.h. = S. Zum Zeiunk verkaufe ich den gelieferen Weizen w, w, G, G, zum Preis w, erziele die Geldsumme w, w, = S. Dami ilge ich meine Bankschulden sam Zinsen und Zinseszinsen. G, ( S S 1 r ) ( W, ( 1 r) W, ) Gil ( ) > + + >, so verbleib ein Arbiragegewinn. Viele werden daher in ein solches Warenermingeschäf invesieren und die Nachfrage nach Weizen lieferbar zum Zeiunk und zahlbar heue wird seigen: G, ( S S 1 r ) ( W, ( 1 r) W, ) Gil ( ) < + + <, so verbleib ein Verlus. Keiner wird in solch ein ermingeschäf invesieren - der erminreis wird sinken: G, ( S S 1 r ) ( W, ( 1 r) W, ) = + + = is die Null-Gewinn Bedingung für ein ( ) Arbiragegleichgewich. W, W, G, * i, i, Preise und diskoniere Preise Üblicherweise wird der Preis als Engel für Zahlung bei Lieferung versanden. = i, i, Der diskoniere Preis einer Ware is jenes Engel, dass heue (zum Zeiunk ) für ein Gu bezahl wird, welches zum Zeiunk geliefer wird. Dieser Preis is also der Gegenwarswer der Ware, die ers morgen zur Verfügung seh * Die Null-Gewinn Arbirage Bedingung imlizier, dass ( 1 ) W, + = W,. r Null-Gewinn Arbirage bedeue normale Profie Im Arbiragegleichgewich gil: enweder wirf der Produkionsrozess bzw. das Invesiionsrojek die normale Profirae ab (der inerne Zinssaz aller Projeke is gleich hoch und ensrich dem Geldzinssaz; der Kaialwer is ), oder der Produkionsrozess bzw. das Invesiionsrojek is nich rofiabel

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