Mobilgeräte und Apps im medizinischen Kontext Mobile Devices and Apps in a Medical Context

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1 Mobilgeräte und Apps im medizinischen Kontext Mobile Devices and Apps in a Medical Context Auf dem Weg zur egesundheit elektronische Informationen für den sicheren Umgang mit Arzneimitteln 10. Juni 2015, Brüssel, Belgien Dr. med. Urs-Vito Albrecht, MPH PLRI MedAppLab Medizinische Hochschule Hannover Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der Technischen Universität Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover

2 Was sind Mobilgeräte? Mobilgeräte sind besonders ergonomisch gestaltete, computergestützte Systeme mit unterschiedlichen Formfaktoren, die mit vielfältigen Ein- und Ausgabemöglichkeiten und mit Funktechnologien ausgestattet sind und über Software, die sogenannten Apps, gesteuert werden Albrecht UV. Mobile Devices and Apps in a Medical Context 2/15

3 Was ist eine App? Eine App (kurz für engl. Application ) beschreibt Software für Mobilgeräte, die über betriebssystemspezifische Internetvertriebsplattformen, die sogenannten Appstores, direkt über das Gerät erworben, heruntergeladen, und auf ihm installiert und betrieben wird Albrecht UV. Mobile Devices and Apps in a Medical Context 3/15

4 Was macht die Kombination so interessant? Personalisierung Modellierung von Zusammenhängen Nutzung interner und externer Sensorik (Mobile) Aktivitätserkennung Erkennung besonderer Ereignisse Orts- und Identitätsbestimmungen Kommunikation/Datentransfer Planungswerkzeug Weite Verbreitung und Akzeptanz der Technologie Vorhandene und stabile Infrastruktur Gute Nutzungsergonomie Erweitert n. Rashidi P, Mihailidis A. A Survey on Ambient-Assisted Living Tools for Older Adults. IEEE Journal of Biomedical and Health Informatics 2013;17(3): Albrecht UV. Mobile Devices and Apps in a Medical Context 4/15

5 Anwendungsfelder für mobile Health (mhealth) Kommunikation Information, Aufklärung, Ausbildung und Sensibilisierung Fernüberwachung von Krankheitsverläufen, Gesundheits- und Aktivitätsmonitore Diagnose- und Therapieunterstützung Case-Management Forschung Albrecht UV, Pramann O, von Jan U. Medical Apps - The Road To Trust European Journal for Biomedical Informatics 04/2015; 2015 (11)(3):en7 - en12 lliger K, Hupka M, von Jan U, Wichelhaus D, Albrecht UV Mobile Technologies: Expectancy, Usage, and Acceptance of Clinical Staff and Patients at a University Medical Center. JMIR mhealth uhealth 2014;2(4):e42 Becker S, Miron-Shatz T, Schumacher N, Krocza J, Diamantidis C, Albrecht UV. mhealth 2.0: Experiences, Possibilities, and Perspectives. JMIR mhealth uhealth 2014;2(2):e Albrecht UV. Mobile Devices and Apps in a Medical Context 5/15

6 Wer nutzt mhealth? Gesunde Bürger, die an Informationen über ihren eigenen Körper bzw. generell an Gesundheitsinformationen interessiert sind bzw. ihre Gesundheit erhalten wollen akut erkrankte Personen, die Informationen zu bestimmten Problemen suchen (chronisch kranke) Patienten, bei denen bereits eine bestimmte Diagnose feststeht professionelle Nutzer: Mediziner, Pflegepersonal und andere Health-Care-Professionals Albrecht UV. Mobile Devices and Apps in a Medical Context 6/15

7 Anwendungsbeispiele mit Pharmabezug Recherche von Gesundheitsinformation: Diagnostik und (medikamentöser) Therapie Wirkung und Nebenwirkung von Medikamenten Toxikologische Information Medikamentenmanagement/Patiententagebuch Suche von klinischen Studien (Rekrutierung) Apothekensuche in der Umgebung Albrecht UV. Mobile Devices and Apps in a Medical Context 7/15

8 Mobile Informationsrecherche durch Ärzte Häufigste auf mobilen Geräten abgerufene Informationen mit Gesundheitsbezug durch Ärzte in den USA im Jahr % 60% 50% 61% 53% Anteil der Ärzte 40% 30% 32% 28% 25% 22% 21% 20% 10% 0% Spezifische / klinische Inhalte Zugriff auf medizinische zu Fortbildungszwecken Zugriff auf medizinische zum Praxismanagement Neuigkeiten im Bereich Praxis- management und Medizintechnik Fortbildungsvideos Kein mobiler Zugriff im professio- nellen Kontext Statista, Albrecht UV. Mobile Devices and Apps in a Medical Context 8/15

9 Fazit: Situation und Chancen Smartphones, Tablet-PC und Apps sind verfügbar, weit verbreitet und werden von der Bevölkerung genutzt Das Angebot von Geräten und Inhalten wächst rasant Gesunde, Patienten und medizinisches Personal nutzen bereits die vielseitig einsetzbare Technologie Die Technologie schlägt Brücken zu den Menschen und hilft vielfach Zugangsbarrieren zu reduzieren Alter Bildung Sprachzugehörigkeit körperliche Voraussetzungen kognitive Voraussetzungen Albrecht UV. Mobile Devices and Apps in a Medical Context 9/15

10 Fazit: Anforderungen Bereitstellung von vertrauenswürdiger Gesundheitsinformation Einfacher Zugriff - zu jeder Zeit, von jedem Ort und mit jedem Gerät Unabhängig von Bildung, Alter, Geschlecht, Status, physischer und psychischer Gesundheit Ausschöpfung der technischen Möglichkeiten zur Verbesserung des Austausches aller Beteiligten Gleichzeitig maximaler Schutz der Nutzerinteressen! (Datenschutz, Schutz der Privatsphäre und Identität) Albrecht UV. Mobile Devices and Apps in a Medical Context 10/15

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