Gregor Bauer Prangestraße Wiesbaden Tel * in Stuttgart verheiratet zwei Kinder

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2 Gregor Bauer Prangestraße Wiesbaden Tel * in Stuttgart verheiratet zwei Kinder 98 Texter und Autor Texter-Profil (www.derkanntexten.de) Schwerpunkte: Unternehmenskommunikation, Texte mit journalistischem Charakter, Vermittlung erklärungsbedürftiger Produkte und Dienstleistungen Branchen: Dienstleistungen, Informationstechnologie, Investitionsgüter, Medien, Non-Profit u. a. Kunden (Auswahl): BASF-IT, Brot für die Welt, Clariant, Computacenter, ING-DiBa, Knorr-Bremse, Moeller (Gebäude- und Industrieautomation), rtv (TV-Magazin), Qualitätsverbund DachKomplett, etliche mittelständische Unternehmen und Werbeagenturen Medien: Anzeigen, Blog-Beiträge, Broschüren, Corporate-Design-Handbücher, Direct Mails, Funkspots, Geschäftsberichte, Internet-Seiten und -Werbebanner, Kundenmagazine, Messe-Kommunikation, Mitarbeiterzeitungen, Plakate, Pressemitteilungen, Prospekte, Zeitschriftenartikel u. a. Buchveröffentlichungen 04/14 Der Weise und sein Schatten. Sinnstifter der klassischen und biblischen Antike. epubli Verlag Berlin (www.gregorbauer.com) 10/08 Das Rätsel von Hagalil. Eine Reise in die Welt der Bibel Pattloch Verlag München (www.zeit-jesu.de) Werdegang als Texter 08/03 freier Texter und Redakteur für verschiedene Agenturen und Unternehmen 11/02 07/03 HighTech communications, München 07/00 11/02 lehmann und fritz family Werbeagentur, München 01/00 06/00 G/R/O Werbeagentur, Leonberg 07/98 12/99 M-S-B+K Stuttgart, Werbeagentur für Direct Marketing Texter-Fernstudium 08/97 06/98 Fernstudium Werbetexter an der Fernakademie Hamburg Deutsch als Fremdsprache, Stilistik 02/95 07/98 Lehrer für Deutsch als Fremdsprache (DaF) am Goethe-Institut Prag 09/94 01/96 Fachassistent für Stilistik, Sprachgeschichte und Deutsch als Fremdsprache an der Karls-Universität Prag Germanistik, Latinistik, Philosophie 10/89 07/94 Diplom-Germanistik, Zweitfach Latinistik Ø 1,2, Latinistik Ø 1,0, Otto-Friedrich-Universität Bamberg 11/92 03/93 Studentische Hilfskraft bei Prof. Dr. Helmut Glück, Deutsche Sprachwissenschaft/DaF, Otto-Friedrich-Universität Bamberg 10/88 09/91 Magister Philosophie und Latinistik bis zur Zwischenprüfung Otto-Friedrich-Universität Bamberg Vor dem Studium 08/84 06/88 06/88 Abitur auf dem 2. Bildungsweg (Theresianum Bamberg) 06/79 07/84 Mittlere Reife, Kindergarten-Vorpraktikum, Kaufmännische Berufsfachschule, Landwirtschaftslehre Fremdsprachenkenntnisse Englisch (sehr gut), Tschechisch (sehr gut), Latein (sehr gut), Spanisch (passiv), Französisch (Grundkenntnisse), Graecum

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4 Empfehlung Gregor Bauer, * 19. Juli 1961, wohnhaft in Prangestraße 8, Wiesbaden, unterstützt uns seit September 2009 redaktionell bei der internen Kommunikation unseres Kunden Deutsche Telekom. Für das komplexe Personal-Portal der Telekom schreibt und redaktioniert er News, Artikel und Abstracts und pflegt sie im Content Management System CoreMedia, einschließlich der Begleitmedien wie Bilder, Dokumente, Kontaktseiten, Videos und Fotoshows. Er verfasst und redaktioniert Rund-Mails, schreibt Newsletter und setzt sie im HTML-Format um. Das Portal wird von den ca Beschäftigten der Telekom knapp drei Millionen Mal im Jahr besucht wurde das Portal mit einem Annual Multimedia Award in Silber als eines der besten deutschen Konzern-Intranets ausgezeichnet. Zielgruppen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Führungskräfte, HR-Experten. Themen u. a.: HR-Services (z. B. Gehalts- und Reisekostenabrechnung), Mitarbeiterführung, Karriere, Weiterbildung, Gesundheit, Arbeitsschutz, Nachhaltigkeit, betriebliche Altersvorsorge, Personalumbau, Ideenmanagement, Soziales. Gregor Bauer versteht es, komplexe Zusammenhänge ansprechend, einfach und allgemeinverständlich darzustellen. Auch in der Krisenkommunikation findet er die richtigen Worte. Terminvorgaben hält er zuverlässig ein. Gregor Bauer stimmt sich mit den Ansprechpartnern auf Kundenseite ab und holt Freigaben ein. In der Qualitätsprüfung achtet er auf Aktualität, Rechtschreibung, Grammatik, Stil, Suchmaschinenoptimierung und Übereinstimmung mit den Corporate-Design-Vorgaben. Die Resonanz auf die Arbeit von Gregor Bauer ist bei Kunden und Kollegen äußerst positiv. Gerne empfehle ich Gregor Bauer als ausgewiesenen Experten für interne Unternehmenskommunikation. Köln, den 5. Februar 2015 Christian Heemann Leiter Online-Redaktion DigitasLBi

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14 Ihre fragende Art, Schwieriges zu erklären, ist mir eine gute Hilfe beim Verstehen komplexer Zusammenhänge. Beispiel Aristoteles: Alles, was ich bisher über ihn gelesen und gehört habe, war entweder banal oder kompliziert. In dem, was Sie schreiben, fange ich an zu begreifen! Peter Pfitzenmaier, evangelischer Dekan im Ruhestand Aus meinem Buch Der Weise und sein Schatten, Berlin 2014, Seite 160f: Glück ist zerbrechlich [ ] Wer wie Platon an ein Jenseits glaubt, in dem es gerecht zugeht, der hat für sein Tun und Lassen eine klare Richtschnur: Zu tun ist, was im Jenseits als gerecht belohnt wird, zu lassen, was als Unrecht Strafe findet. Doch für Aristoteles ist nach dem Tod alles aus. Deshalb muss er seine Ethik auf eine andere Grundlage stellen. Seine ethische Ausgangsfrage lautet nicht etwa: Was soll ich tun, um Gott zufriedenzustellen?, sondern: Was kann ich tun, damit mein Leben glücklich verläuft? Glück für die Dauer eines Lebens: Das ist es, womit sich der Mensch bescheiden sollte. So hat es wenigstens zunächst den Anschein. Doch Aristoteles ist zu grüblerisch, um diese Linie durchzuhalten. Wann, überlegt Aristoteles, ist ein Mensch glücklich? Doch nur dann, wenn er wohlhabend genug ist, um keiner entehrenden Lohnarbeit nachgehen zu müssen; dazu gesund, frei, hübsch anzusehen, anständig sowie geachtet und geliebt bei den Seinen. So ergeht es längst nicht jedem: Offensichtlich hält Aristoteles das Glück für eine ziemlich seltene Angelegenheit. Doch er schraubt die Anforderungen an das Glück noch höher: Was ist, wenn ein Mann zwar selbst alle Voraussetzungen erfüllt, nicht aber sein Sohn oder Enkel? Dann könnte man ihn ja wohl nicht mehr wirklich glücklich nennen. Glück ist also anders als bei Platon von anderen Menschen abhängig. Daher ist es ständig bedroht, ohne dass man selbst daran etwas ändern könnte. Doch gehen wir einmal vom bestmöglichen Fall aus: Stellen wir uns einen Mann vor, der das große Los gezogen hat. Er hat alles, was man braucht, um glücklich zu sein und nicht nur er selbst, sondern auch alle seine Lieben. Selbst dieses Glück wird niemals ungetrübt sein. Denn woher soll der Glückliche wissen, dass sein glücklicher Zustand sein Leben lang anhält? Das wird er erst wissen, wenn er am Ende seines Lebens, alle seine Lieben glücklich um sich geschart, sanft dahinscheidet. Dann aber ist es zu spät. Niemand, stellt Aristoteles deshalb fest, ist glücklich; einige waren immerhin glücklich. Aber wie kann man glücklich gewesen sein, wenn man, als man glücklich war, nicht glücklich war? [ ]

15 Heirat, Familie, Scheidung in Palästina, 1. Jh. n. Chr. aus: G. Bauer, Das Rätsel von Hagalil. Eine Reise in die Welt der Bibel. München: Pattloch »Schauen wir uns doch mal an, wie so ein Mädchen in die Ehe schlittert. Die Hochzeit soll ja der schönste Tag im Leben sein. Sie ist aber auch ein tiefer Einschnitt. Also wollen wir der dreizehnjährigen Braut nicht übel nehmen, wenn ihr dabei ein wenig mulmig wird. Das Verlobungsjahr hat das Mädchen noch im Elternhaus zugebracht. Mit der Hochzeit geht sie nun in die Verfügungsgewalt ihres Bräutigams über. Meistens ist er ein Verwandter, vielleicht ihr Onkel oder ihr Vetter. Bei ihrem Vater wusste sie, woran sie war. Bei ihrem Bräutigam weiß sie es noch nicht. Die Hochzeitsfeier nimmt ihren Lauf. Es wird ausgelassen gesungen und getanzt, gegessen und getrunken. Aber die Braut quält vor allem ein Gedanke: Hoffentlich blutet es heute Nacht, wenn er zum ersten Mal mit mir schläft. Denn wenn es aus irgendeinem Grund nicht blutet, riskiert sie, gesteinigt zu werden. Meistens zieht das frisch gebackene Ehepaar erstmal zur Familie des Mannes. Die erwartet nun, dass sich der Brautpreis bezahlt macht. Also heißt es für die Braut: ranklotzen. Was sie können muss, hat sie von ihrer Mutter gelernt: Sie hat bereits Getreide gemahlen, Brot gebacken, genäht und allerlei andere Frauenarbeiten erledigt. Vor allem aber wird von ihr erwartet, Jungen zu gebären. Keine Kinder zu bekommen, wäre ein großes Unglück für die ganze Familie und eine ständige Demütigung für die Frau. Jede Geburt hat etwas von einem Lotteriespiel. Ist es ein Junge, so hat die Frau das große Los gezogen. Im ganzen Haus herrscht Jubel. Die Frau hat ihrem Mann das größte Glück geschenkt, das ein Mensch einem anderen überhaupt schenken kann. Die Geburt eines Mädchens dagegen ist eine große Enttäuschung. Besonders in den Häusern, die die Auffassung teilen, dass Frauen weder eine Seele noch ein ewiges Leben haben. Immerhin wird ein jüdischer Vater seiner Frau nicht befehlen, ein neugeborenes Mädchen auszusetzen, damit es verhungert und verdurstet. Unter Römern und Griechen ist das zur gleichen Zeit gang und gäbe.was ist, wenn eine Frau keine Kinder will, Alex?Abtreibung kommt nicht in Frage. Sobald die Glieder des Embryos ausgeformt sind, ist Abtreibung Mord, verboten ist sie auch schon davor. Einzige Ausnahme: Wenn das Leben der Frau nicht anders gerettet werden kann, zum Beispiel weil das Kind bei der Geburt quer liegt und keine Änderung seiner Körperlage gelingt. Dann zerstückelt die Hebamme das Kind im Mutterleib, um das Leben der Mutter zu retten.was ist mit Kaiserschnitt?Einen Bauchschnitt würde die Hebamme erst wagen, wenn die Schwangere bereits tot wäre.»gibt es Verhütungsmittel?Verhütung wird nicht gern gesehen, kommt aber immerhin vor. Nur: Selbst wenn eine Frau sich ein Mittel verschaffen könnte ich glaube nicht, dass es mehr bewirkt als Übelkeit. Oder meinst du, dass es viel hilft, wenn die Frau einen Cocktail aus Safrangewürz, schwefelsaurem Alaunsalz und zerriebenem alexandrinischem Gummi herunterwürgt? Ist die Bowle endlich durch?noch lange nicht. Schau doch auf die Uhr. Wie halten die Frauen das alles aus?wer weiß, vielleicht kommt den Frauen das alles gar nicht so schlimm vor? Immerhin treten erheblich mehr Frauen als Männer zum Judentum über. Das hat allerdings auch damit zu tun, dass Männer bei einem Übertritt ihre Vorhaut beschneiden lassen müssen. Wie auch immer, die Männer müssen schon auf die Bedürfnisse der Frauen Rücksicht nehmen. Eine Frau hat Anspruch auf Nahrung, Medizin, Kleidung und Unterkunft. Ihr Mann muss ihr ein Taschengeld geben. Und wenn sie stirbt, 55

16 muss er für ein anständiges Begräbnis sorgen. Im Übrigen hängt es nicht nur von den Gesetzen und Konventionen ab, ob eine Frau glücklich wird oder nicht.sondern auch vom Stand der Technik. Damit ist es ja wohl auch nicht weit her.es hängt aber auch viel davon ab, was die Menschen in ihrer Umgebung mit ihren Spielregeln anstellen. Ein Vater hat zwar das Recht, seine Tochter an einen Jungen zu verheiraten, den sie nicht ausstehen kann. Aber nicht jeder bringt das übers Herz. Es gibt Brüder, die machen dem Ehemann ihrer Schwester schon mal klar, was er sich gegenüber seiner Frau erlauben darf und was nicht. Andere Brüder halten sich da raus. Der eine Mann steckt jede Münze ein, die seine Frau auf dem Weg zum Dorfbrunnen findet. Das Recht hat er. Ein anderer Mann wird sich dafür überhaupt nicht interessieren. Der eine Mann zwingt seine Frau, ein religiöses Gelübde abzulegen oder aufzulösen, wie es ihm passt. Für den anderen ist dieses Recht nur eine theoretische Möglichkeit. Und wenn ein Ehepaar übers Meer reist und dabei Schiffbruch erleidet, dann bieten die Matrosen den einzigen freien Platz im Rettungsboot sicherlich dem Mann an und lassen die Frau ertrinken. Das ist ihre Pflicht. Aber vielleicht verzichtet der Mann auch, und die Matrosen retten sie.der Mann wird gerettet, die Frau lässt man ertrinken?der Mann steht eben an erster Stelle. Gehorsam gegenüber dem Ehemann ist die erste Pflicht jeder Frau. Damit sie ganz für ihn und die Kinder da sein kann, wird sie von allen anderen religiösen Verpflichtungen weitgehend freigestellt. Die Faustregel lautet: Alle religiösen Gebote, die an eine bestimmte Zeit gebunden sind, gelten nur für Männer.Und die können ihre Frau auch noch jederzeit davon jagen, wenn es ihnen gerade in den Kram passt?die Familienbande sind zwar in der Welt Jesu viel stärker als heute. Aber möglich ist die Scheidung für einen Mann ohne Weiteres. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen: Erstens, wenn 56 der Mann zur Heirat gezwungen wurde, weil er ein unverheiratetes Mädchen vergewaltigt hat. Zweitens, wenn er seine Frau zu Unrecht beschuldigt hat, bei der Heirat nicht mehr jungfräulich gewesen zu sein. Nur Männern, die sich auf diese Weise an ihrer Frau versündigt haben, ist die Scheidung verboten. Jeder andere Mann hat bereits einen Scheidungsgrund, wenn ihm das Essen nicht schmeckt oder wenn ihm eine andere Frau besser gefällt.und wer bekommt bei einer Scheidung die gemeinsamen Ersparnisse?Die Frau erhält die Morgengabe zurück, die ihre Eltern ihr als Existenzsicherung in die Ehe mitgegeben haben. Wenn die Brauteltern gut betucht sind, kann das durchaus ein stattliches Vermögen sein. Bei einer regulären Scheidung darf der Mann nichts davon behalten. Aber ein Mann kann seine Frau auch auf andere Weise loswerden. Vielleicht zieht er sich ohne Scheidung von seiner Frau zurück und pflegt mit seiner Sklavin ein Verhältnis. Oder er verheiratet sich neu, ohne sich zuvor scheiden zu lassen. Ein Mann darf ja mehrere Frauen haben, auch wenn das eher selten vorkommt.kann denn die Frau sich gegen so etwas wehren?das wird sie sich gut überlegen. Wenn sie es auf einen Konflikt ankommen lässt, kann es passieren, dass ihr Mann einen Vorwand findet, um sie zu verstoßen. In diesem Fall braucht er die Morgengabe nicht auszuzahlen.und wann kann ein Mann seine Frau verstoßen?idealerweise erwischt er sie mit einem Liebhaber in flagranti. Es geht aber auch einfacher. In Jerusalem reicht es schon, wenn die Frau mit unverhülltem Kopf auf den Markt geht, wenn sie mit fremden Männern redet oder wenn sie sich mit ihrem Webstuhl auf die Straße setzt, weil ihr zu Hause die Decke auf den Kopf fällt.jetzt hast du zwar mal so richtig den Frauenversteher rausgehängt, Alex. Aber die Hauptsache hast du natürlich vergessen.was denn?«57

17 »Dass auch mal eine Frau ihren Mann loswerden will das kannst du dir wohl nicht vorstellen.einen Mann loszuwerden ist natürlich nicht ganz so einfach wie umgekehrt. Eine Frau kann ja ihren Mann nicht einfach verstoßen. Sie kann auch nicht heiraten, ohne sich vorher scheiden zu lassen. Die einzige Möglichkeit, die sie hat, ist eine reguläre Scheidung. Erst wenn ihr Mann ihr eine gültige Scheidungsurkunde ausgestellt hat, darf sie eine neue Beziehung eingehen.und das macht er wohl nicht?wenn sie im Recht ist, wird ihm kaum etwas anderes übrig bleiben.aber eine Frau hat doch in der Welt Jesu kein Recht, die Scheidung zu fordern?in bestimmten Fällen schon. Es genügt natürlich nicht, dass sie keine Lust mehr hat für ihn zu kochen oder dass ihr ein anderer Mann besser gefällt. Ein anerkannter Scheidungsgrund muss schon sein. Aber davon gibt es doch eine ganze Reihe.Und welche sind das?ich kenne sieben Gründe. Mal sehn, ob ich sie zusammenbringe. Erstens: Der Mann verweigert den Geschlechtsverkehr, oder er ist impotent. Zweitens: Es stellt sich heraus, dass der Mann grausam ist. Drittens: Der Mann will seine Frau zu einem unzumutbaren Gelübde zwingen. Viertens: Der Mann hat eine abstoßende, unheilbare Krankheit, besonders eine, die zu ekelhaftem Hautausschlag führt. Fünftens: Der Mann ist Kotsammler, Gerber oder Abdecker.Wieso soll denn das ein Scheidungsgrund sein?weil diese Leute entsetzlich stinken. Das kann man keiner Frau zumuten.sechstens: Der Mann beabsichtigt, die Lebensbedingungen grundsätzlich zu verändern, auf die sich die Frau bei der Eheschließung eingelassen hat. Zum Beispiel, wenn er vom Land 58 in die Stadt zieht oder von der Stadt auf das Land. Oder auch, wenn er einen anderen Beruf annimmt. Siebtens: Die Besiedlung Palästinas hat Vorrang vor der Ehe. Wenn die Familie im Ausland lebt und die Frau nach Palästina ziehen will, er aber nicht, dann muss er sie mit Scheidungsbrief ziehen lassen. Leben beide bereits in Palästina, muss sie ihm nicht ins Ausland folgen.kommt es häufig vor, dass Leute aus Palästina wegziehen?allerdings. Einem Bauerssohn bleibt oft gar nichts anderes übrig. Denn das Land erbt nur der Erstgeborene, und ohne Land keine Landwirtschaft.Das sind ja immerhin ein paar handfeste Scheidungsgründe, Alex.Schon. Aber selbst wenn einer dieser Gründe vorliegt: In den meisten Fällen wird eine scheidungswillige Frau vor den Konsequenzen zurückschrecken. Jedenfalls dann, wenn sie nicht mit einer großzügigen Morgengabe ausgestattet ist, und das sind die wenigsten.sie kann doch arbeiten gehen.das wird nicht reichen. Eine Frau erhält für ihre Arbeit weniger als die Hälfte dessen, was ein Mann dafür bekommen würde. Also wird sie nach ihrer Scheidung wohl oder übel zu ihrer Herkunftsfamilie zurückkehren müssen. Wenn das nicht geht, bleibt der Frau oft kein anderer Ausweg als die Prostitution.Was ist denn, wenn der Mann stirbt? Gibt es wenigstens so etwas wie eine Witwenrente?Eine Witwe darf meistens im Haus ihres Mannes wohnen bleiben und von seinem Vermögen leben falls er eins hatte.da könnte doch eine Frau auf die Idee kommen, ihrem Mann lieber ein wenig Gift in den Wein zu träufeln, als sich von ihm scheiden zu lassen?wo denkst du hin! Sie fürchtet das Strafgericht Gottes. Kein Haar wird sie ihm krümmen, selbst wenn sie ihn hasst. Erst recht nicht, wenn sie ihm noch keinen Sohn geboren hat. Dann muss sie nämlich nach seinem Tod seinen Bruder heiraten.«59

18 »Wie bitte? Sie muss den Bruder ihres Mannes heiraten?ja.und der Bruder muss er sie heiraten, auch wenn er sie nicht will?nein. Er hat die Wahl, sie nicht. Sie darf nur dann einen anderen Mann heiraten, wenn ihr Schwager ausdrücklich auf sie verzichtet. Das gilt sogar, wenn ihr Verlobter noch vor der Hochzeit stirbt. Schließlich ist die Frau schon im Verlobungsjahr ihrem künftigen Mann fest versprochen. Als Josef erfahren hat, dass seine Verlobte Maria schwanger war, hätte er sie wegen Ehebruch anklagen können, obwohl die beiden noch gar nicht verheiratet waren.«* * * Seit drei Jahren wäre ein Mädchen wie Lisa in der Welt Jesu bereits verheiratet. Vielleicht wäre sie gerade mit dem dritten Kind schwanger. Oder ihr Mann hätte sich bereits wieder von ihr geschieden, weil sie ihm nach so vielen Jahren immer noch keine Kinder geschenkt hat. Hätte sie in diesem Fall wieder heiraten dürfen? Ja nach dem Gesetz des Moses, wie man es damals verstand. Nein nach der viel strengeren Auslegung Jesu:»Wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist«, sagt er,»begeht Ehebruch.«Wenn also ein sechzehnjähriges zwangsverheiratetes Mädchen von ihrem Mann aus irgendeinem fadenscheinigen Grund verjagt wurde, dann fordert Jesus, dass sie für den Rest ihres Lebens allein bleibt. Ist es also doch im Sinne Jesu, dass die katholische Kirche geschiedene Wiederverheiratete von der Kommunion ausschließt? 60

19 Aus dem Alltag der Unternehmenskommunikation Textpassagen vor und nach der redaktionellen Überarbeitung. Vorher Nachher Dies ist besonders wichtig, wenn die Freistellung überraschend benötigt wird, z. B. bei einem Todesfall in der Familie, oder wenn sich das Baby nicht an den errechneten Geburtstermin hält. Bei dem Lüftungssockel handelt es sich um einen Blechwürfel der an den Stirnseiten offen und oben mit einer speziell für XXX- Systemgestelle entwickelten Lüftungsplatte versehen ist, erzählen die beiden Techniker voller Begeisterung. [ ] Zur Förderung des interkulturellen Austauschs bieten wir Ihnen ein "International Round Table". Hier treffen sich internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort [ORT], um das internationale Arbeitsklima weiter auszubauen. Mitarbeiter können am runden Tisch ihre Erlebnisse in Bezug auf die Integration in Deutschland teilen und diskutieren, wie der Konzern noch internationaler werden kann.. Dabei übernehmen sie vom ersten Tag an Verantwortung, absolvieren einen Projekteinsatz im kunden- und vertriebsnahen Bereich sowie einen internationalen Personalentwicklungseinsatz mit Fokus auf Europa von drei Monaten in einer unserer Auslandsdependancen zum Ausbau ihrer internationalen Erfahrungen. Übersetzungen wurden in der Vergangenheit, insbesondere als es noch keine Computertechnik gab, von professionellen oder so genannten Humanübersetzern angefertigt. Sowohl als tariflicher als auch als außertariflicher Angestellter setzt sich Ihr relevantes Gehalt aus einem fixen Monatsentgelt und einem variablen Entgelt zusammen Dies ist besonders wichtig, wenn die Freistellung sofort benötigt wird. Etwa beim Tod eines nahen Angehörigen. Oder wenn die Geburt früher eintritt als erwartet. Bei der Lüftung geraten die beiden Techniker ins Schwärmen: Der Sockel ist ein schlichter Blechwürfel, sagt [NAME], mit Öffnungen vorne links und rechts. Nichts Besonderes, könnte man meinen. Aber oben drauf die Lüftungsplatte, die hat es in sich. Die wurde speziell für XXX-Systemgestelle entwickelt. [ ] Beim International Round Table in [ORT] treffen sich Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland, teilen ihre Erfahrungen und diskutieren, wie das Miteinander immer besser gelingt. Sie werden als verantwortliche Führungskraft in Ihr Projekt eingeführt und treffen vom ersten Tag an Entscheidungen. Ihr Team hat Aufgaben im Vertrieb und steht in Kontakt mit den Kunden. Hinzu kommt ein dreimonatiger Einsatz im Ausland, in der Regel in einer unserer europäischen Niederlassungen. Übersetzungsprogramme mögen zur ungefähren Orientierung taugen. Aber zuverlässige Ergebnisse liefern nach wie vor nur professionelle Übersetzer aus Fleisch und Blut. Ob Sie tariflich oder außertariflich beschäftigt sind: Ihr Gehalt setzt sich zusammen aus einem fixen und einem variablen Anteil.

20 Die Deutsche Public Relations Gesellschaft vergibt jährlich einen Medienpreis für interne Kommunikation, den inkom.grand Prix und 2006 gewann Clariant mit dem Mitarbeitermagazin Clartext den ersten Preis in der Kategorie Zeitschriften mit einer Auflage von bis zu Exemplaren". An beiden Heften war ich beteiligt, in Heft 3/05 u. a. mit sieben Mitarbeiterportraits. Italien Nicht typisch deutsch, sondern typisch Umzug" Als Danila Oldani im November 2000 aus Mailand nach Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania wechselte, stand sie bereits seit zwei Jahren in intensivem Kontakt mit mehreren amerikanischen Kunden. Dennoch spricht die Sales & Marketing-Managerin von einem Kulturschock", wenn sie auf ihre ersten Erfahrungen jenseits des Atlantiks zurückblickt: Die Kolleginnen in Mailand fanden zwischendurch schon mal ein wenig Zeit für einen kleinen Plausch bei einem Espresso. In Philadelphia gab es für mich während der Arbeit nur das Telefon und die Kunden." Aber der Kulturschock war rasch überwunden: Oldani war so erfolgreich, dass Clariant in Amerika ihr eine unbefristete Stelle anbot. Und sie wäre wohl heute immer noch in Pennsylvania, wenn nicht ihr Mann nach zwölf Jahren USA eine berufliche Verpflichtung in seiner deutschen Heimat angenommen hätte. Seit September 2004 arbeitet die 31-jährige Italienerin nun in Sulzbach. Ich habe hier phantastische Kolleginnen und Kollegen", freut sie sich. Was an ihrer neuen Arbeitsumgebung typisch deutsch" sei darüber will sie nicht urteilen: Was ich hier in Sulzbach vorfinde, ist ja nicht typisch deutsch, sondern typisch Umzug. Wenn so viele Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz wechseln müssen, läuft eben vieles nicht so wie sonst. Das ist in Italien nicht anders." Der Kontakt zur italienischen Heimat ist rege sehr zur Freude des zweijährigen Sohns: Nicolo sieht seine Großeltern in Mailand so ziemlich jeden Monat." In den Zeiten dazwischen hilft der Griff zum Telefon, um die Verbindung aufrechtzuerhalten. Sprachlich wird der Bambino für den globalisierten Arbeitsmarkt der Zukunft bestens gerüstet sein: Ich spreche nur Italienisch mit ihm, mein Mann nur Englisch." Was den aufgeweckten Jungen nicht davon abhält, im Kindergarten unter Gleichaltrigen munter das Wort zu führen auf Deutsch natürlich.

21 Wenn auf einer Schienenfahrzeug- oder Nutzfahrzeugmesse ein Mechaniker am Stand eines Herstellers auftaucht, um sich freundlich nach Scheibenbremsen zu erkundigen dann kann das durchaus der nette Herr sein, als der er sich vorstellt. Vielleicht handelt es sich aber auch um einen Detektiv auf der Suche nach illegalen Kopien patentierter Produkte. Gut, wenn der Aussteller dann nichts zu verbergen hat. Auf dem linken Steuerventil hat sich ein Fehler eingeschlichen. Finden Sie ihn? Dann melden Sie ihn bitte nicht der Patentabteilung der Fall ist bereits aufgeklärt. Innovationen schützen Die Produktpiraterie hat erheblich zugenommen, sagt Dr. Roland Klinkhammer, Leiter der zentralen Patentabteilung von Knorr-Bremse in München, und wir denken gar nicht daran, uns das gefallen zu lassen. Bei Knorr-Bremse sind besonders Bremsscheiben und Bremsbeläge betroffen. Dass Produktpiraterie im Nutzfahrzeugbereich häufiger vorkommt als im Unternehmensbereich Systeme für Schienenfahrzeuge, hängt mit der größeren Schnelllebigkeit von Innovationen zusammen: Patente laufen nach 20 Jahren aus. Mit einer 20 Jahre alten Bremsscheiben-Konstruktion ohne Patentschutz lässt sich bei der Schiene durchaus noch Geld verdienen, aber nicht bei der Straße. Deshalb also ist im Nutzfahrzeugbereich die Versuchung größer, es illegal zu versuchen was die Patentabteilung aber nach Kräften vereitelt. Wer auf einer Messe erwischt wird, muss seinen Stand sofort abräumen. Die rechtlichen Schritte reichen von Verwarnungen über Aufforderungen zur Abgabe strafbewehrter Unterlassungserklärungen bis hin zur Klage. Wir klagen oft, und wir klagen sehr erfolgreich, sagt Dr. Klinkhammer. Auf Spurensuche Was sich die Patentabteilung einfallen lässt, um den Piraten auf die Schliche zu kommen, bleibt ihr Geheimnis. Dass Knorr-Bremse wie andere Unternehmen auch während Produktmessen unauffällig nachsieht, ob die Konkurrenz abgekupfert hat, ist freilich bekannt. Ob da wohl auch Wettbewerber bei Knorr-Bremse spionieren gehen? Umgeschaut haben sie sich bei uns schon, erfährt man von den Mitarbeitern der Patentabteilung, aber gefunden haben sie natürlich nichts. Woher wir wissen, dass die Konkurrenz den Stand inkognito beehrt hat? Da müssen die Mitarbeiter lachen: Manche geben sich als ahnungslose Interessenten aus, aber an ihrer Corporate-Krawatte sind sie schon auf 100 Meter Entfernung zu erkennen. Qualität schützen Beim Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie geht es keineswegs nur um Geld: Die raubkopierten Produkte bieten nicht dieselbe Sicherheit und Qualität wie Produkte von Knorr-Bremse, warnt die Abteilung von Dr. Klinkhammer, und das ist keine Kleinigkeit. Immerhin können schlampig ausgeführte Bremskomponenten Leben kosten, wir stellen schließlich sicherheitsrelevante Teile her. Und wenn dann solche Raubkopien als unsere eigenen Produkte ausgegeben werden, steht unser Ruf auf dem Spiel. Fachleute können Original-Produkte von Knorr-Bremse anhand der Kennzeichnungen und Marken sicher von Fälschungen unterscheiden. Das ist freilich nur deshalb möglich, weil die Patentabteilung akribisch darüber wacht, dass bei der markenmäßigen Kennzeichnung als Produkt von Knorr- Bremse alle Vorgaben genau eingehalten werden. Angesiedelt ist die Patentabteilung in München. Hier etablieren drei Patentanwälte und vier Sachbearbeiter die Basis-Schutzrechte nach deutschem Recht, die sie dann über ein internationales Netzwerk weltweit durchsetzen. Bendix hat für den US-amerikanischen Markt einen eigenen Patentanwalt und eine Sachbearbeiterin. Für die Durchsetzung der Rechte ist immer auch ein hohes technisches Verständnis notwendig; daher verfügen alle Patentanwälte neben ihrer juristischen Ausbildung auch über ein abgeschlossenes naturwissen-

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