Mein Neptun-Notebook mit MS Vista und Linux

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1 1 von :51 Universität Zürich > Informatikdienste > Informatikdienste > Leute und Institute > Neptun-Notebook Mein Neptun-Notebook mit MS Vista und Linux Neptun Notebook Im Jahr 2003 erschien im ZInfo der Artikel Mein privater Laptop von Neptun. Der Artikel weist auf das "Dual Boot" hin: "Beim Starten Ihres Laptop ab Harddisk können Sie jeweils wählen, welches Betriebssystem Sie fahren möchten: Windows XP oder Linux Redhat." Inzwischen sind wir alle vier Jahre älter geworden, und ich hatte wieder die Gelegenheit, ein Neptun-Gerät in Betrieb zu nehmen, diesmal nicht privat, sondern am Arbeitsplatz mit festem Anschluss. Die Thinkpad-Geräte sind von der Firma Lenovo übernommen worden, aber immer noch gibt es nebeneinander zwei Betriebssysteme, und zwar das neue MS Vista und ein Linux von Fedora. Während der T60-Laptop bereits mit dem Windows-Betriebssystem "Vista Home Premium" ausgestattet ist, dient eine einfache Anleitung der ETH dazu, zusätzlich das Fedora-Linux zu installieren. Je nach Linux-Bedürfnis hat man drei Möglichkeiten: 1. Windows Vista mit Linux in einer virtuellen Umgebung 2. Windows Vista und Linux als Dualboot (Sie entscheiden beim Booten) 3. Nur Linux Wer sich für Neptun entschieden hat, kann in der gewohnten Linux-Umgebung arbeiten. Für die gelegentliche Nutzung von Linux eignet sich der Einsatz einer virtuellen Maschine ausgezeichnet. Siehe Dokumentation der ETHZ. Gemäss Installationsanleitung müssen dazu die beiden Software-Komponenten heruntergeladen werden: a) der VMware Player und b) das Neptun-Linux für VMware Player, das immerhin ca. 1.2 Gbyte gross ist. Handbuch Neptun-DVD ThinkPad (413.7KB, ) Der Aufwand, die beiden Betriebssysteme an unsere UZH-Umgebung (Datennetze, interne Drucker, Server, Software, Corporate Design usw.) anzupassen, ist erheblich. Man kann viel Zeit sparen, wenn die Angaben wie IP-Nummern, Druckertypen und -adressen sowie die Namen der Mailserver unmittelbar griffbereit sind, einschliesslich Portnummern für diverse Server. Persönlich war es für mich optimal, gezielt nur die wichtigsten Dateien und Dokumente auf das neue Notebook zu migrieren -- mit dem Ziel, das Filesystem zu entschlacken. Und wichtig ist, dass Software-Komponenten wie z.b. der Firefox-Browser auf allen Plattformen zur Verfügung stehen, sodass die exportierten Bookmarks überall einheitlich übernommen werden können, z.b. RSS-Feed als dynamische Bookmarks. Zügeln auf Windows Vista Linux-Plattform mit VMware Zügeln auf Windows Vista Es begann mit einer negativen Ueberraschung, am 5. Mai 2007 wies die ETHZ auf folgenden Punkt hin: Kritisches BIOS Update für Intel Core 2 Duo Prozessoren. Was bedeutet dies nun für den Normalverbraucher? Nachdem ich die Datei von Lenovo heruntergeladen habe, stellt sich die Frage, ob ich dieses Update gleich durchführen soll. Ich entscheide mich, dieses

2 2 von :51 Update noch zurückzustellen und auf ein Lenovo Update zu warten. Wer glücklicher Neptun-Besitzer geworden ist, muss zuerst Tastatureinstellungen wählen, Lizenzbedingungen akzeptieren und ein Benutzerkonto einrichten. Vista: Sprache wählen (60.3KB, ) Der Netzanschluss ist Voraussetzung für eventuelle Updates der Lenovo-Software (z.b. Treiber). Das ausgelieferte Gerät ist blitzartig ans Internet angeschlossen, wenn eine dynamische IP-Adresse verwendet wird. Wenn am Arbeitsplatz aber eine feste IP-Nummer zum Einsatz kommt, muss diese Adresse zuerst im Windows eingetragen werden, nebst Subnetmask und DNS. Wer laufend seinen Standort wechselt, braucht natürlich keine feste IP-Nummer zu konfigurieren. Netzwerkanschluss mit dynamischer IP-Adresse Die neue Oberfläche von Vista erinnert ganz eindeutig an das OS X von Apple. Als nächstes habe ich die unverzichtbaren Laserdrucker und einen Fileserver (\\samba.access.uzh.ch\homes) konfiguriert, letzteres mit "Map Network Drive" im Windows Explorer, der sich wie gewohnt mit einem Rechtsklick auf "Start" aufrufen lässt. Bequem ist, dass sich Vista die notwendigen Druckertreiber automatisch herunterholt. Der neue Internet Explorer 7 mit Page Zoom, RSS-Reader und Phishing-Schutz war bereits vom Windows XP her bekannt, weil Microsoft den IE7 schon vor dem Vista ausgeliefert hatte. Die Funktion "Page Zoom" kann ein Segen sein für ältere Menschen mit ihrem Sehvermögen. Noch ein wichtiger Tipp zum Windows Explorer und Internet Explorer: die gute alte Menuleiste mit Alt-Taste einblenden! Wieder ist mir aufgefallen, dass der Internet Explorer 7 manchmal etwas träge reagiert, auch wenn der Phishing Filter ausgeschaltet ist. Nach dem Ausprobieren des Browsers mit müssen noch ein paar Software-Komponenten installiert werden: VPN und Citrix; Zugang zum Datennetz mit VPN ist beim Wireless und beim Arbeiten von zuhause aus entscheidend. Sie laden das Profil (pcf) von der UZH herunter, nicht von der ETHZ, und Sie importieren dieses manuell. Citrix-Client nur für Unimitarbeiter Neben dem Windows Defender ist ein Antivirus-Programm unbedingt erforderlich, wobei die UZH das McAfee virusscan85 fährt; daher muss der Norton zuerst deinstalliert werden, was eine ganze Weile dauert. Firefox 2 (bevorzugter Browser) und Thunderbird 2 (universeller Mail-Client) putty und winscp/filezilla für den Webmoderator Gimp für die Bildbearbeitung Frutiger-Fonts für das Corporate Design (UZH only). Die Schriften sind zu installieren mit: Start - Control Panel - Appearence & P. - Fonts, dann Menuleiste mit Alt-Taste

3 3 von :51 einblenden. PDF erzeugen: dass sich an der Universität Zürich das neue Microsoft-Format XPS anstelle von PDF durchsetzen wird, bezweifeln viele Spezialisten. Statt des PDFCreator empfiehlt die ETHZ allerdings den CutePDF Writer. Musterbrief, erzeugt mit CutePDF (60.6KB, ) Diese Programme sind entweder Campus-Software (UZH) oder dann Open Source. Praktisch alle sind an Vista angepasst "Vista Ready" und müssen daher frisch heruntergeladen oder ab Neptun-DVD kopiert werden. Diese DVD der ETHZ ist wirklich gut gemacht und erlaubt eine Installation im Handumdrehen; was jedoch stört, dass Vista x-mal zurückfrägt, ob man zustimmen d.h. die Installation wirklich erlauben wolle... Und weniger gefällt mir, dass Windows oder Lenovo Update den User häufig auffordert, das System neu zu starten. Einen zusätzlichen Aufwand erfordert die Konfiguration von Mail-Client und Webbrowser, mit Mail-Zertifikaten, Spam-Filter und Bookmarks etc. Auf dem alten PC hatte ich zuerst die privaten Daten auf eine CD geschrieben: das Mail-Zertifikat, den Ordner mit den Word-Dateien (Briefvorlagen!), tiff-bilder (Logo-Originale) und meine exportierten Bookmarks Und vielleicht sind Sie glückliche Besitzerin einer CD mit dem benötigten Druckertreiber oder einer anderen für Sie wichtigen CD, auch wenn's nur eine kleine aber raffinierte Excel-Tabelle oder ein pdf-formular ist... Wie schon bei Neptun II ist noch nichts mit Schreiben und Texten, bevor das MS Office beschafft worden ist. Unter Vista fahre ich vorläufig noch MS Office XP. Auf die Office-Programmsuite ist man angewiesen, um die offizielle Word-Briefvorlage verwenden zu können -- vorausgesetzt dass die Frutiger-Schriften installiert worden sind. Ein erster Blick auf das brandneuen Mailprogramm von Microsoft zeigt, dass im Nachrichteneditor von Outlook eigentlich MS Word zum Einsatz kommt. Wer unbedingt schon Office 2007 fahren will, kann das Standard-Speicherformat auf Office 2003 abändern, um die Rückwärtskompatibilität zu garantieren. Erste Erfahrungen der Beratung (1165.7KB, ) Allen, die sich noch nicht für MS Office 2007 entscheiden können, steht das Gratisprogramm "Windows Mail" zur Verfügung, das dem bisherigen Outlook Express entspricht. Falls Sie auch von zuhause aus oder unterwegs Mail verschicken möchten, dann verwenden Sie einfach den Server smtp.uzh.ch sowie die Authentifizierung beim SMTP-Server. Windows Mail konfigurieren Linux-Plattform mit VMware Auch als Windows-User möchte man manchmal gewisse Arbeiten lieber auf Linux erledigen -- mit der Oberfläche Gnome. Ich möchte zum Beispiel nicht auf Unix-Pipe und -Shell verzichten, wo Befehle äusserst elegant verknüpft werden (find, grep, tar usw.) und Zugriffsrechte optimiert werden können. Seit über zehn Jahren ziehe ich es vor, meine Mail auf einem Unix-System zu lesen, als ganz einfache Schutzmassnahme. Wollte man dies bis

4 4 von :51 anhin tun, brauchte es zwei Betriebssysteme auf einem Gerät, welche mittels Bootmanager ausgewählt und gestartet werden. Die neue Lösung heisst "virtuelle Umgebung", es können mehrere Betriebssysteme zur selben Zeit auf dem gleichen Computer ausgeführt werden. Dazu wird auf einem bestehenden Betriebssystem zuerst eine sog. "Virtuelle Maschine" installiert, welche dann eine Umgebung herstellt, in der ein zweites Betriebssystem, also unser Linux, laufen kann. a) download VMware Player Anschliessend wird das (riesige) Neptun-Linux für VMware Player von der ETHZ heruntergeladen... b) Neptun-Linux vom ETH-Server Auch das Auspacken der Giga-Datei (1.3GByte) braucht seine Zeit. Dafür sind in diesem Paket alle Anwendungsprogramme enthalten, teilweise allerdings etwas veraltete Versionen wie z.b. Firefox 1.5 statt 2.0; siehe unten. Fedora-Dokumentation mit Setup-Agent. Nach dem Setup versuche ich, zwischen Linux und Vista hin und her zu schalten, was problemlos gelingt. Es ist bequem, wenn auf dem Linux dieselben Programme verfügbar sind wie auf dem Windows: Firefox, Thunderbird, Gimp. Das Imaging-Programm Gimp ist ein ideales Werkzeug, um Screenshots (gif, png) zu erzeugen und zuzuschneiden. Was wäre unser Webauftritt ohne die Screenshots! Faustregel: keine Abbildung breiter als 600 Pixel! Der Firefox ist nicht nur ein Webbrowser, sondern auch die Standard-Umgebung für unser Content Management System, UniCMS. Während ich von zuhause aus mittels Proxy-Server auf die geschützten Webbereiche zugreife, ist dies am Arbeitsplatz nicht erforderlich, da die IP-Nummer ja auf " " lautet, d.h. zur Domäne UZH gehört. Und beim empfohlenen

5 5 von :51 Thunderbird ist der Umgang mit Mail-Zertifikaten definitiv einfacher als bei anderen Mailprogrammen, was auch für das Signieren gilt. Da die Anwendungsprogramme zum Teil veraltet sind, dient der Package Updater dazu, Updates für Firefox, Gimp, Thunderbird usw. einzuspielen. Screenshot von xemacs, erzeugt mit Gimp Folgende Programme verwende ich aber nur auf dem Linux-System: Text-Editor: xemacs statt vi. Achtung: der Editor verwendet den Zeichensatz UTF-8, der die Umlaute mit je zwei Bytes darstellt, sodass ältere Terminals den Text verstümmeln. Terminal Emulation: ssh = secure shell anstelle des veralteten Telnet. Compiler: gcc = GNU C-Compiler Word Processing: OpenOffice oder LaTeX Die zwei Frutiger-Fonts (type1 und truetype) für OpenOffice und LaTeX (UZH only) Bevorzugte Benutzeroberfläche ist Gnome. Bis auf einen pdf-viewer und den Video-Player VLC, der den PC zu einem tragbaren Kino macht, brauche ich kaum weitere Programme. Wer neben der Arbeit noch ein Hobby betreibt und vielleicht Sammlerobjekte oder Vereinsmitglieder verwalten muss, könnte zusätzlich noch die Datenbank-Software mysql installieren, um die Objekte oder die Mitglieder zu administrieren. Nützlicher Nebeneffekt: Sie würden die Abfragesprache SQL kennenlernen... Peter Vollenweider Informatikdienste Universität Zürich,

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