Integrationsbericht 2015

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Integrationsbericht 2015"

Transkript

1 Integrationsbericht 2015 Stadt Emmendingen Abteilung 4.1 Kinder, Jugend, Familie Beratungsstelle für Zuwanderung und Integration April 2015

2 Inhalt 1 Einleitung Wer sind Zuwanderer? Zuwanderer in Emmendingen Integration Integrationsfelder Integration in Emmendingen Bildung Vorschulische Bildung Bildung im Schulalter Übergang Schule-Beruf Zweiter Bildungsweg Berufliche Bildung Bildung für Erwachsene Wirtschaft und Arbeit Das Anerkennungsgesetz Senioren Armut Hilfen Wohnen Ausblick Kontakte Willkommenspaket Übergänge Kindergarten Grundschule weiterführende Schule Mitwirkung der Eltern in den Bildungseinrichtungen Berufliche Ausbildung Wirtschaft Unterstützung der Ehrenamtlichen Senioren Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

3 1 Einleitung Die Stadt Emmendingen hat sich mit der Beratungsstelle für Zuwanderung und Integration bereits vor vielen Jahren den Themen Zuwanderung, Integration und Flüchtlingsarbeit angenommen. Diese Themen sind derzeit so aktuell wie schon lange nicht mehr. Deutschland wird sich als Zuwanderungsland auch in den nächsten Jahrzehnten stark mit den vielfältigen Aufgaben auseinander setzen müssen. Im vorliegenden Bericht wird dargestellt in welchen Bereichen in Emmendingen bereits Integrationsarbeit betrieben wird und wie viele unterschiedliche Institutionen und Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte sich gemeinsam in den verschiedenen Themenfeldern der Integration engagieren. Neben der Erläuterung von zentralen Begriffen, wird der Integrationsbericht insbesondere Auskunft über die aktuelle Situation der Integration von Migrantinnen und Migranten in Emmendingen geben und aufzeigen welche Position die kommunale Integrationsarbeit im Gesamtnetzwerk einnimmt. Ein Ausblick verdeutlicht in welchen Bereichen der zukünftige Fokus der Integrationsarbeit liegen sollte und wo auf neue Entwicklungen reagiert werden muss. Da ein solcher Bericht nur bedingt allen Projekten und Initiativen, die wertvolle Integrationsarbeit in Emmendingen leisten, gerecht werden kann, sei an dieser Stelle ein Dank an alle beteiligten Akteure ausgesprochen. 1.1 Wer sind Zuwanderer? Nach der ausländerrechtlichen Definition und nach dem Vertriebenengesetz sind Zuwanderer EU-Bürger, Nicht-EU-Bürger (sog. Drittstaatler), Drittstaatler aus Ländern mit Assoziierungsabkommen mit der EU, Nicht-EU-Bürger mit erleichterten Visaregelungen durch gegenseitige Abkommen, Spätaussiedler, Kontingentflüchtlinge, Flüchtlinge im Asylverfahren, Asylberechtigte, De-facto-Flüchtlinge und Geduldete. Diese Stati ergeben wiederum Regelungen für den Familiennachzug von Ehepartnern und Kindern sowie für binationale Familien. Aus dem bestehenden Aufenthaltstitel eines Elternteils wird auch abgeleitet, ob ein Kind bei Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit erhält. Durch Integrationsleistungen wie Nachweis über bestandene Deutschkursprüfungen, regelmäßigen Schulbesuch der Kinder, dauerhaftes Arbeitsverhältnis und genügend großen Wohnraum kann der Aufenthaltsstatus sich verbessern bis zum Erlangen der deutschen Staatsangehörigkeit. In den letzten zwei Jahren ist die Zuwanderung geprägt durch die Wirtschaftskrise in den südeuropäischen EU-Ländern, durch Anwerbung von Fachkräften. Viele Menschen müssen fliehen vor Krieg und Unterdrückung Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

4 1.2 Zuwanderer in Emmendingen Aufhältige Ausländer nach Staatsangehörigkeiten zum Quelle: Ausländerbehörde Stadt Emmendingen Aktuell leben in Emmendingen 254 Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften, weitere 15 Flüchtlinge leben in Wohnungen. So werden momentan 269 Flüchtlinge vom Landratsamt betreut. Es zeigt sich, dass es sich bei Menschen mit Zuwanderungsgeschichte um eine sehr heterogene Bevölkerungsgruppe handelt, die sehr unterschiedliche Ansätze der Integration erfordert. Der aufenthaltsrechtliche Status ist dabei nicht außer Acht zu lassen. Während die meisten EU-Bürger der Freizügigkeit unterliegen, haben die Menschen aus den Drittstaaten die Regeln des Aufenthaltsgesetzes stärker zu beachten. Eine hohe Anzahl der Bürger mit einem ausländischen Pass hat ein verfestigtes d.h. ein unbefristetes Aufenthaltsrecht. Auch steigt die Zahl der Einbürgerungen. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

5 In vielen Statistiken wird der Begriff Menschen mit Migrationshintergrund verwendet, darunter zu verstehen ist: mindestens ein Elternteil ist nicht in Deutschland geboren und nach 1949 eingewandert Deutsche mit einer weiteren Staatsangehörigkeit in Deutschland geboren und eingebürgert Im täglichen Miteinander ist der Begriff des Migrationshintergrunds mit einer Defizitorientierung verbunden. Viele Menschen, die unter diese Definition fallen, möchten diese Zuordnung nicht. Sie fühlen sich als Deutsche. Einen neutralen Begriff zu finden ist schwierig, auch wenn es um die Begrifflichkeit Einheimische geht. In diesem Bericht werden deshalb die Wörter Zuwanderer, Migranten, Ausländische Arbeitnehmer und ihre Familien, Aufnahmegesellschaft und Emmendinger verwendet. Für eine gelingende Integration ist es wichtig, dass die Zuwanderer Hilfen und Strukturen der Integration aktiv nutzen. Ein Großteil der Zuwanderer spüren und stellen sich der Herausforderung eines Lebens zwischen den Kulturen, d.h. sie leben zwischen dem gesamtgesellschaftlich dominierenden Wertesystem Deutschlands und dem Wertesystem des Herkunftslandes, das auch dann eine Rolle spielt, wenn die Zugewanderten diese nicht mehr oder nur noch teilweise aus eigener Erfahrung kennen. Wenn sich das Wertesystem der Familie von dem der Aufnahmegesellschaft unterscheidet, steht der Einzelne in einem großen Spannungsverhältnis; dies kann sich beispielsweise zeigen in verschiedenen Vorstellungen von der Rolle der Frau. 2 Integration Menschen, die aus anderen Ländern zugewandert sind, verändern das Bild einer Stadt mit ihren mitgebrachten Lebensstilen, Religionen, Kompetenzen und Bedürfnissen. Kindertagesstätten, Schulen, Betriebe und Nachbarschaften sind von Mehrsprachigkeit und kultureller Pluralität geprägt. Integration ist ein Prozess der wechselseitigen Annäherung von Zuwanderern und der Bevölkerung der Aufnahmegesellschaft. Es erfordert von allen in der Kommune lebenden Menschen den Respekt vor Unterschieden bei gegenseitiger Achtung der Menschenwürde, der Gleichberechtigung und aller Rechte und Pflichten. Integration ist abhängig von der Unterstützung durch politische Gremien, Behörden und vieler gesellschaftlichen Gruppierungen. Es müssen strukturelle Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Zuwanderer an allen Bereichen der Gesellschaft partizipieren können. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

6 Ein Miteinander kann entstehen, wenn Menschen sich heimisch fühlen, wenn sie teilhaben an der Gesellschaft, im beruflichen wie im privaten Bereich, und für ihre Leistungen Anerkennung finden. Integrationsarbeit ist eine komplexe Dienstleistung und eine Querschnittaufgabe: es gibt viele und heterogene Zielgruppen und Zielpersonen; Integration berührt alle Handlungsfelder einer Kommune; es sind unterschiedliche Akteure innerhalb und außerhalb der Verwaltung zu beteiligen. 2.1 Integrationsfelder Eingliederungsangebote / Erwartungen nach Prioritäten (eigene Erfahrungswerte) Priorität Gewünschte Eingliederungsangebote von Seiten der Migranten Erwartungen der Aufnahmegesellschaft 1 Deutschkurse Deutschlernen 2 Schul- und Ausbildungsberatung Unabhängigkeit von öffentlichen Leistungen Unterstützung bei der Suche nach einem Betreuungsplatz für die Kinder spezielle Unterstützung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche Vermittlung und Information zu materiellen Hilfen Annehmen der Bildungsangebote für Erwachsene und Kinder Elternengagement in Kindergarten und Schule gute nachbarschaftliche Kontakte 6 spezielle Bildungsangebote für Migranten Interesse und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben 7 Organisation von Treffs und Veranstaltungen 8 Familien- und Erziehungsberatung 9 Beratungsangebote zur Pflege und zu Lebens- und Wohnformen älterer Migrantinnen und Migranten Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

7 2.2 Integration in Emmendingen Die Ausländerbehörde ist die erste Stelle im Integrationsprozess und für die Zugewanderten eine wichtige Kontaktstelle in der Kommunalverwaltung. Die Mitarbeiter der Ausländerbehörde benötigen interkulturelle Kompetenz und eine grundsätzliche Offenheit gegenüber anderen Kulturen; die Zuwanderer erfahren dies in der Emmendinger Ausländerbehörde. Sie erhalten kompetente und freundliche Beratung im Ausländerrecht und Konsequenz in der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Die Zuwanderer signalisieren deshalb eine hohe Zufriedenheit. Die Beratungsstelle für Zuwanderung und Integration ist eine Einrichtung, die seit ihrem Bestehen im Jahr 1980 in ihren Aufgabenbereichen vielen Wandlungen unterworfen war und ist. Zum einen gab es 22 Jahre das Ausländerzentrum: Begegnungsräume, in denen Deutschkurse angeboten wurden, Treffpunkt für die Migrantenvereine, Frauengruppen, Mädchenund Jungengruppen, interkulturelle Näh- und Kochkursangebote, Infoabende zu Herkunftsländern und den unterschiedlichen Religionen, internationale Spielenachmittage usw. Zum anderen beeinflussten die unterschiedlichen Zuwanderungsströme, aufgrund der weltpolitischen Lage innerhalb und außerhalb Europas, Öffnung der Mauer, Erweiterung der Europäischen Union und somit auch neue ausländerrechtliche Regelungen, die Arbeit der Beratungsstelle. Ziel der Beratungsstelle war und ist es die Integration zu fördern und das einvernehmliche Zusammenleben in der Kommune gemeinsam mit allen Beteiligten zu unterstützen. Einzelfallhilfe Die Einzelfallhilfe, im Rahmen der Beratungsstelle für Zuwanderung und Integration, ermöglicht den Zuwanderern umfassende Informationen sowie allgemeine Beratung und legt die Basis für einen nachhaltigen Integrationsprozess. Die Ratsuchenden möchten Unterstützung zu folgenden Themen: Fragen aus der Sozialgesetzgebung wie Kindergeld, Kinderzuschlag, Arbeitslosengeld, Grundsicherung, Bildung und Teilhabe, Übernahme der Kindergarten- und Hortbeiträge usw. Vermittlung zur Schuldenberatung Wohnungssuche Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

8 Berufliche Orientierung, Bewerbungen, Lehrstellen- und Arbeitsplatzsuche Familiennachzug Informationen und Vermittlung zu Deutschkursen und zu Weiterbildungsangeboten Informationen zu Fachberatungsstellen im sozialen Bereich und zu den migrationsspezifischen Einrichtungen sowie Weitervermittlung und Terminvereinbarungen Rückkehrberatung Diskriminierung Erziehungsfragen: Infos zu den Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen, Vermittlung zu Erziehungsberatungsstellen, Jugendamt, Frühe Hilfen usw. Familiäre Fragen: Vermittlung zu Schwangeren- und Eheberatungsstellen, Jugendamt, Gesprächsführung mit Familienmitgliedern Die Mehrzahl der Ratsuchenden der Beratungsstelle für Zuwanderung und Integration sind ausländische Arbeitnehmer und ihre Familien sowie Menschen, die nach dem Asylverfahren in Emmendingen wohnhaft bleiben. Die Einzelfallhilfe ist eingebettet in das Netz der Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände, sozialer Einrichtungen und Behörden. Netzwerk, Religion, aktives Zusammenleben Integration als Querschnittaufgabe zu etablieren, bedeutet auch, die verschiedenen Akteure einzubinden. Um die vielfältigen Integrationsangebote vor Ort zielorientiert auszurichten, ist es wichtig, die Interessen der einzelnen Akteure zu erkennen, zu akzeptieren und Bündnisse für geeignete Themen zu bilden. a) Migrationsberatungsstellen / AK Migration Die vom Bund finanzierte Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) ist im Landkreis Emmendingen bei der Caritas und beim Deutschen Roten Kreuz angesiedelt. Der Jugendmigrationsdienst (JMD) hat sein Büro im Jugendtreff Bürkle-Bleiche in Trägerschaft des Caritasverbandes und ist für Kinder und Jugendliche von Jahren zuständig. Die Beratungsstellen sind Partner für Integrationsfragen, für individuelle Hilfe und die Begleitung während der Integrationskurse. Die Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises für Flüchtlinge im Asylverfahren ist in Emmendingen untergebracht. Der Landkreis führt auch die soziale Betreuung durch. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

9 Die Jüdische Gemeinde hat viele Mitglieder, die als Kontingentflüchtlinge aus den GUS-Staaten nach Emmendingen zugezogen sind. Die Beratungsstelle ist Ansprechpartner für sie in allen anstehenden Fragen des Alltags. Weitere Mitglieder des AK Migration sind die Integrationsbeauftragte der Stadt Waldkirch, Mitarbeiterinnen der verschiedenen Projekte wie IGEL und KOMBI, der Integrationsbeauftrage des Jobcenters sowie die Mitarbeiter der neuen Koordinierungsstellen für Ehrenamtliche der Diakonie und des Caritasverbands. b) Netzwerk Integrationskurse Das Landratsamt, Dezernat IV, lädt zweimal im Jahr ein zum Thema Umsetzung der Integrationskursverordnung im Landkreis. Teilnehmer sind die Ausländerbehörden, die Träger der Deutschkurse, Vertreterin des Regierungspräsidiums, Koordinierungsleiter des Bundesamtes für Migration, die Migrationsberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände, die Integrationsbeauftragten der Stadt Waldkirch und Stadt Emmendingen, das Jobcenter und Mitarbeiter der verschiedenen Projekte im Migrationsbereich. Ziel dieser Treffen ist der Austausch, Information zu neuen gesetzlichen Regelungen und Ideen einbringen, die die Rahmenbedingungen für die Deutschkurse verbessern. c) Arbeitskreis Integrationsbeauftragte, Städtetag Baden-Württemberg Diese Treffen finden zweimal im Jahr statt. Neben den Integrationsbeauftragten sind auch Vertreter des Integrations- und Innenministeriums anwesend, die über die neuesten Integrationsmaßnahmen des Landes berichten. Eine Stadt lädt ein und stellt zunächst die örtlichen Integrationsmaßnahmen vor. Die Treffen haben ein Grundthema, das in der Regel von Experten vorgestellt wird. d) Migrantenvereine in Emmendingen: Türkisch-Islamischer Kulturverein, Träger der Moschee Türkischer Elternverein (T.O.A.B.) Die Sterne Kosovas Batir Le Togo Deutsch-Russischer Kulturverein Jüdische Gemeinde, Träger der Synagoge Gruppe der Ahmadiyya Thailändische Frauengruppe Philippinische Frauen- und Tanzgruppe Freundeskreis Asyl Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

10 Die Migrantenselbstorganisationen tragen in erheblichem Maße zur sozialen Integration bei. Sie: bilden eine wichtige Anlaufstelle (Dolmetscherdienste, gegenseitige Hilfe in Notsituationen, Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen), knüpfen an kulturelle Traditionen, Normen und Werte aus dem Heimatland; pflegen die Muttersprache; bieten Informationen und Kontakte über ihre sozialen Netzwerke; sind wichtige Partner in Erziehungsfragen, Bildung und Gesundheitsprävention; bieten Aktivitäten an für Kinder und Jugendliche (Tanz, Sport, Theater, Musik); sind Treffpunkte für Senioren; ermöglichen den interkulturellen Dialog und bereichern das kulturelle Leben in der Stadt. e) Bürgerschaftliches Engagement Bei allen Vereinen der Stadt entwickelt sich eine interkulturelle Öffnung, sei es durch die Wirkung der Angebote der Vereine oder durch Werbung für interkulturelle Initiativen und Aktivitäten. Auf dieser Ebene finden Kontakte unmittelbarer statt und sind persönlicher Natur. Es kann Vertrauen aufgebaut werden und die Zugewanderten öffnen sich für eine Beteiligung. Menschen mit und ohne interkulturellen Hintergrund engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich in der Begleitung der Flüchtlinge. Sie sind aktiv als Paten für Einzelpersonen und Familien in der Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache in der Kinderbetreuung bei der Mitarbeit im Frauencafé in der Gemeinschaftsunterkunft als Mitglied im Freundeskreis Asyl aktiv in der Asylpolitik f) Interreligiöser Dialog Der interreligiöse Dialog ist primär das Handlungsfeld der verschiedenen Glaubensgemeinschaften. Es geht dabei um den Austausch des Wissens über die unterschiedlichen Religionen. In Emmendingen treffen sich die Geistlichen und Mitglieder der Evangelischen Stadtkirche, der Katholischen Kirche, der Jüdischen Gemeinde und des Türkisch-Islamischen Kulturvereins regelmäßig und besuchen sich gegenseitig. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

11 g) Die Jugendhäuser werden gern und häufig von Migrantenkindern und -jugendlichen aufgesucht. Sie finden dort immer Ansprechpartner für ihre Fragen. Die offenen Angebote sprechen sie an. 3 Bildung Bildung ist ein zentraler Baustein für die Persönlichkeitsentfaltung. Sie entscheidet über Lebenschancen und Lebenslagen. Insbesondere sprachliche Kompetenzen führen zu chancengleicher und erfolgreicher schulischer und beruflicher Qualifizierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sprachliche Bildung beinhaltet auch die kompetente Mehrsprachigkeit. Bildungseinrichtungen sind wichtige Orte für die Entwicklung interethnischer Kontakte und Freundschaften, für die Förderung der Akzeptanz und den Abbau von Vorurteilen sowie für die Kenntnis und die Identifikation mit den Strukturen und Grundwerten der Gesellschaft. 3.1 Vorschulische Bildung Die frühe Zusammenarbeit mit den Eltern in der Begleitung des Spracherwerbs und der Sprachentwicklung ihrer Kinder ist wichtig. Ein Baustein ist die aufsuchende Elternarbeit wie die Modelle Frühe Hilfen vom Landratsamt oder der Willkommensbesuch in den Familien nach der Geburt eines Kindes vom Kinderschutzbund zeigen. Der Ausbau der Kleinkindbetreuung eröffnet die Möglichkeit, über die institutionelle Betreuung, Kinder frühzeitig in ihrer Sprachentwicklung zu fördern und ihre Eltern einzubeziehen. Die Anzahl der Migrantenkinder in den Krippen hat in den letzten beiden Kindergartenjahren in Emmendingen zugenommen. Gründe hierfür sind: der Wunsch der Eltern, dass ihr Kind professionelle Unterstützung beim Spracherwerb erhält und in Kontakt mit anderen Kindern tritt; Besuch eines Intensivsprachkurses, i.d.r. der Mutter; Berufstätigkeit der Mutter. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

12 Die Stadt ist beteiligt an dem Projekt: "Frühkindliche Heterogenität gestalten: qualitativ, kooperativ, diskriminierungskritisch" Das Projekt ist im Programm der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg "Innovative pädagogische Angebote der außerfamiliären Bildung, Betreuung und Erziehung für Kinder unter drei Jahren" angesiedelt, das durch eine Forschergruppe der Evangelischen Hochschule Freiburg wissenschaftlich evaluiert wird. Inhaltlich geht es um die qualitative Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in den Krippeneinrichtungen der Stadt Emmendingen im Blick auf die Zusammenarbeit mit Eltern, die Wahrnehmung der heterogenen Lebenslagen von Familien und darauf abgestimmte differenzierte Handlungskonzepte, sowie eine unterstützende Begleitung der pädagogischen Fachkräfte in ihrer Arbeit und in ihren Teams. Mit der Kindergartenaktion ab 1982 haben die Migrationsberatungsstellen im Landkreis schon sehr früh begonnen, Zuwandererfamilien vom Kindergartenbesuch ihrer Kinder zu überzeugen. In Emmendingen haben alle Migrantenkinder über 3 Jahre einen Kindergartenplatz; allerdings verteilen sich die Kinder nicht gleichmäßig auf die vorhandenen Einrichtungen. Angesichts der Bevölkerungsstatistik in den Einzugsgebieten liegt der Anteil der Migrantenkinder in den Einrichtungen in der Kernstadt und im Stadtteil Bürkle-Bleiche zum Teil bei mehr als 50 Prozent. Diese Kindertagesstätten legen ihr besonderes Interesse dem Spracherwerb von mehrsprachig aufwachsenden Kindern. Es wird Wert darauf gelegt, dass das Personal sich für die Themen wie z.b. alltägliche Sprechanlässe, interkulturelle Elternarbeit interessiert. Sie beteiligen sich seit 1993 an Sprachförderprogrammen des Landes Baden- Württemberg, z.b. Intensive Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen (SPATZ) und Singen-Bewegen-Sprechen (SBS), sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frühe Chancen: Schwerpunkt - Kitas Sprache. In diese Sprachfördermaßnahmen ist die aktive Elternarbeit eingebunden. Die Beratungsstelle begleitet intensiv diese Maßnahmen. Sprachförderung wird dabei nicht als isoliertes Arbeitsfeld verstanden. Sie ist in die gesamte pädagogische Arbeit, in alle elementaren Bildungsbereiche und in den Alltag der Kindertagesstätte integriert. Spracherwerb braucht jedoch Zeit. Er ist abhängig vom Sprachniveau bei Eintritt in die Kindertagesstätte und dem familiären Hintergrund. Auch beschränkt sich die Erstsprache oft auf das familiäre Umfeld; die Sozialisation des Kindes ändert sich durch den Erwerb der Zweitsprache. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

13 Der Übergang Kindergarten-Grundschule ist häufig mit vielen Elterngesprächen in den Kindergärten verbunden, um die optimale Schulbildung für das Kind zu finden. Mit eingebunden sind die Kooperationslehrer. 3.2 Bildung im Schulalter Auch hier ist der Anteil der Migrantenkinder in den Grundschulen der Kernstadt und im Stadtteil Bürkle-Bleiche höher als in den Ortschaften. Seit dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung melden vermehrt die Zuwandererfamilien ihre Kinder in der Realschule und im Gymnasium an. In der Fritz-Boehle-Werkrealschule ist die Konzentration der Kinder aus Zuwandererfamilien höher als sie der Wohnbevölkerung des Stadtteils Bürkle-Bleiche entspricht. Diese Feststellung gilt auch für die Situation an der Karl-Friedrich-Förderschule, deren Schüler nicht nur in Emmendingen wohnhaft sind. Die soziale und ethnische Zusammensetzung der Schülerschaft kann Auswirkungen auf die Schulerfolge der Schüler haben und stellt daher besondere Herausforderungen für die Schulen dar. a) Die Schulen reagieren darauf mit begleitenden Sprachförderungsmaßnahmen. Bei der Bewertung der Sprachentwicklung der Schüler werden auch die unterschiedlichen Sprachumgebungen berücksichtigt. Der Ausbau der Ganztagesbetreuung zeigt bei Migrantenkindern viele positive Elemente, auch in ihrem sozialen Umfeld. Die Lehrer bilden sich weiter zu den Themen Deutsch als Zweitsprache und interkulturelle Bildung. b) Ergänzend wird muttersprachlicher Unterricht durch die Konsulate angeboten. In Emmendingen sind dies: Türkisch, Italienisch und Albanisch. Die Lehrinhalte werden von den Herkunftsländern festgelegt. In Baden-Württemberg gibt es für diese Sprachen keinen bilingualen Unterricht. Durch das Lesen und Schreiben der Erstsprache erweitern die mehrsprachigen Schüler ihre Kompetenzen. c) Die Lehrer an den Emmendinger Schulen werden zunehmend unterstützt durch außerschulische Partner wie Schulsozialarbeit, Schülerhorte, Gesprächsraum Schule, Schulfördervereine, Kinderschutzbund, Hausaufgabenhilfeverein, Musikschulen, Kulturpädagogen und Vereine (insbesondere Sport- und Musikvereine), Kiwanis mit der Sommerschule, Bildungslotsen, Jugendmigrationsdienst. Von den vielen unterschiedlichen Inputs profitieren die Migrantenkinder nicht nur im Spracherwerb sondern auch durch die Erweiterung ihres sozialen Umfelds. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

14 d) Das Bildung- und Teilhabepaket der Bundesregierung kann von vielen Zuwandererfamilien genutzt werden. So ist es für die Kinder möglich, am gemeinsamen Mittagessen und an den Klassenausflügen teilzunehmen. Der Zuschuss für den jährlichen Schulbedarf ist eine gute Unterstützung. Ist die Versetzung gefährdet oder erhält das Kind keine andere Förderung, kann die Lernförderung beantragt werden. Die Schüler nutzen in der Regel die Angebote der örtlichen Nachhilfeeinrichtungen. e) Die Zahl der Neuzuwanderer hat in Emmendingen in den letzten 2 Jahren zugenommen und somit auch die Anzahl zugewanderter Schulkinder, die noch keine deutschen Sprachkenntnisse besitzen. Sprachförderung kann dabei in eigens gebildeten Klassen, in einem Kurssystem oder durch zusätzliche Förderstunden stattfinden. Schüler der Vorbereitungsklassen nehmen auch am Unterricht in den musisch-technischen Fächerverbünden der Regelklasse teil. Die Grundschulkinder werden von der Carl-Friedrich-Meerwein-Grundschule und der Markgrafen-Grundschule aufgenommen und über eine integrative Förderung im Klassenverband in der sprachlichen Entwicklung unterstützt. Zusätzlich gibt es Deutsch-Förderunterstunden. An der Fritz-Boehle-Werkrealschule wurde eine Vorbereitungsklasse für Kinder von Jahren eingerichtet. An den Gewerblichen Schulen Emmendingen gibt es für Jugendliche zwischen Jahren inzwischen drei VAB-O-Klassen (Vorbereitung auf den Beruf Ohne Deutschkenntnisse). 3.3 Übergang Schule-Beruf Am Übergang Schule-Beruf gibt es eine Vielzahl von Akteuren und Aktivitäten, die Jugendliche auf einen Start ins Berufsleben vorbereiten. Die Schulen informieren zu Berufsfeldern, organisieren Praktika, stellen Kontakte zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit her, führen Bewerbungstrainings durch, besuchen mit den Jugendlichen die Jobbörsen usw. Die Jugendagentur und in.be.we sind wichtige Begleiter dieser schulischen Maßnahmen durch Bewerbungstraining und Schüler-Coaching. Jugendliche, die keine Lehrstelle gefunden haben, werden unterstützt durch berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen und speziellen Kursen. Träger in Emmendingen sind in.be.we und BBQ. Emmendinger Jugendliche nehmen auch an den Angeboten der WABE Waldkirch und St. Anton in Riegel teil. 3.4 Zweiter Bildungsweg Der Zweite Bildungsweg trägt zur Durchlässigkeit des Bildungssystems bei und ermöglicht den jungen Menschen eine nachträgliche Verbesserung ihrer schulischen Voraussetzungen und beruflichen Chancen. Die Volkshochschule Nördlicher Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

15 Breisgau hat in ihrem Angebot die Abendrealschule, die gerne von Migrantenjugendlichen besucht wird. Das Nachholen des Hauptschulabschlusses oder der Besuch des Abendgymnasiums sind in Freiburg an der Volkshochschule möglich. 3.5 Berufliche Bildung Der Trend zur Berufswahl ihrer Kinder in Zuwandererfamilien geht eindeutig zu den sogenannten 'weißen Berufen'. Die Eltern der ersten und größtenteils der zweiten Einwanderergeneration sind in der Industrie, im Handwerk und im Dienstleistungsbereich in ungelernten und größtenteils auch schlecht bezahlten Arbeitsbereichen tätig. Ihre Kinder sollen länger die Schule besuchen können und mit einem höheren Schulabschluss 'höherwertige' Berufe erlernen oder studieren. Die Jugendlichen selbst entscheiden sich wieder mehr für Handwerksberufe, Lehrberufe im Einzelhandel und für eine Ausbildung in Erziehung und Pflege. In der dualen Berufsausbildung gibt es die Möglichkeit der ausbildungsbegleitenden Hilfen. Die Jugendlichen erhalten eine fachsprachliche und berufsbezogene Förderung, die sie bei der Bewältigung berufsschulischer Anforderungen und Anforderungen der Ausbildungsbetriebe unterstützt. In Emmendingen wird dies von in.be.we angeboten. In vielen Ausbildungsberufen können die vorhandenen herkunftssprachlichen und interkulturellen Potentiale der Jugendlichen genutzt werden; sie sollten als berufliche Zusatzqualifikation mehr Beachtung finden. 3.6 Bildung für Erwachsene a) Integrationskurse nach dem Zuwanderungsgesetz Seit 2005 ist die Teilnahme an einem Integrationskurs durch das Aufenthaltsgesetz geregelt. Der Kurs besteht aus zwei Teilen: Einem Deutschkurs mit 600 Stunden und einem Orientierungskurs mit 60 Stunden. Im Sprachkurs werden Themen des Alltags vermittelt. Im Orientierungskurs stehen die deutsche Rechts- und Gesellschaftsordnung, Geschichte und Kultur im Mittelpunkt. Neben dem allgemeinen Integrationskurs gibt es pro Teilnehmer Alphabetisierungskurse mit 960 Stunden, Frauenintegrationskurse mit 960 Stunden und Jugendintegrationskurse bis 27 Jahre mit bis zu 960 Stunden. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

16 Die Kurse schließen mit dem Deutschtest für Zuwanderer gemäß dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen sowie einem Test zum Orientierungskurs ab. Der anerkannte Träger der Integrationskurse in Emmendingen ist die Volkshochschule Nördlicher Breisgau. Grafik: Volkshochschule Speyer b) berufsbezogenes Deutsch Wird für Menschen mit dauerhafter Aufenthaltserlaubnis und nach Abschluss der Integrationskurse, in der Regel nach B1-Prüfung, angeboten. Ziel und Inhalt der Kurse ist: Erweiterung von Deutschkenntnissen mit Berufsbezug Erwerb von spezifischem Fachvokabular und grammatikalischen Strukturen Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Bewältigung der Arbeitswelt Ein 4-wöchiges Praktikum schließt an den Kurs an. c) Deutschkurse für Flüchtlinge Das Land Baden-Württemberg finanziert Deutschkurse für Flüchtlinge, die noch im Asylverfahren sind. Das Landratsamt Emmendingen hat der Volkshochschule Nördlicher Breisgau vertraglich die Durchführung dieser Deutschkurse übertragen. Mitte April hat ein Kurs begonnen. Ein Alphabetisierungskurs folgt. Die Asylbewerberbetreuer erstellen eine Liste der Kursteilnehmer; den Kurs besuchen 8 15 Teilnehmer. Begleitend wird eine Kinderbetreuung angeboten, für die Kinder, die noch keinen Platz in einer Kindertagesstätte haben. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

17 d) Weiterbildung Lernende, die Deutsch als Zweitsprache erworben haben und ihre Kenntnisse festigen und weiterentwickeln wollen oder sich beruflich orientieren wollen, benötigen hierfür spezifische Angebote. Das Deutsche Rote Kreuz hatte deshalb 2 Projekte durchgeführt: VORAUS Vorbereitung für die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt KOMBI Mütter als kompetente Bildungsbegleiterinnen ihrer Kinder Beim Caritasverband läuft noch das Projekt IGEL Integration gemeinsam leben bis November Dieses Projekt bietet Familien Unterstützung in Erziehungsfragen an. 4 Wirtschaft und Arbeit a) Im Raum Emmendingen sind Migranten hauptsächlich in folgenden Bereichen beschäftigt: saisonal in der Landwirtschaft, im Gastgewerbe und im Gartenbau als Produktionshelfer in den umliegenden Fabriken als Bauhelfer als Fliesenleger und Fensterbauer im Dienstleistungsbereich, hauptsächlich als Reinigungskräfte im Pflegebereich als Leiharbeiter in der Produktion und im Dienstleistungsbereich Zuwanderer der 2. und 3. Generation arbeiten i.d.r. in ihren erlernten Berufen bzw. als Facharbeiter in der Produktion. Durch die Arbeitsmöglichkeiten in der nahen Universitätsstadt Freiburg leben auch Migranten mit akademischen Berufen in Emmendingen. Der Fachkräftemangel birgt nun einige Chancen, dass Migranten ihrer Qualifikation entsprechend einen Arbeitsplatz finden und auch die Anwerbung im Ausland sich auf Fachkräfte bezieht. Beschäftigte mit Migrationshintergrund sind vom Strukturwandel der Wirtschaft besonders oft betroffen. Aufgrund fehlender oder geringer beruflicher Qualifikationen sind sie stärker in Branchen und Berufen vertreten, in denen Arbeitsplätze abgebaut werden. Die z.t. harte körperliche Arbeit kann nicht bis zur Berentung ausgeübt werden. Insbesondere das Jobcenter Emmendingen bemüht sich um eine erfolgreiche und dauerhafte Eingliederung in das Arbeitsleben. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

18 b) Die Arbeitsmarktsituation und die niedrigen Einkommen fördern die Gründungsbereitschaft von Unternehmern mit Migrationshintergrund. Klassische Branchen sind der Einzelhandel, die Gastronomie, das Friseurhandwerk, die Pflege und der Reinigungsbereich. Dabei wird stark das familiäre Umfeld miteinbezogen. Dies ist auch in Emmendingen der Fall. 4.1 Das Anerkennungsgesetz Das Gesetz zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen beinhaltet ein einheitliches Verfahren und einheitliche Kriterien für die Bewertung im Ausland erworbener Qualifikationen. Für die Prüfung der Qualifikation gibt es keine zentrale Stelle. Für die reglementierten Berufe wie, z.b. Ärzte oder Anwälte, sind staatliche Stellen zuständig, für die nichtreglementierten Berufe, z.b. Ausbildungsberufe, die Kammern. Für die zum Teil intensiven Beratungsgespräche und für die Kontakte zu den unterschiedlichen Anerkennungsstellen, wurden in Freiburg eine Beratungsstelle der Wohlfahrtsverbände und eine Koordinierungsstelle für Südbaden eingerichtet. Dieses Gesetz bedeutet einen immensen Fortschritt. Es gibt ein großes Potential an eingewanderten Fachkräften, die bisher nicht in ihrem erlernten Beruf tätig sind. 5 Senioren Die erste Generation der ausländischen Arbeitnehmer hatte sich das Ziel gesetzt, ins Heimatland zurückzukehren und hat sich dort auch parallel zur Lebenshaltung in Deutschland eine kleine Existenz aufgebaut. Ihre Kinder werden nicht zurückkehren, sodass durch die familiäre Bindung eine neue Lebensplanung erforderlich ist. Die Mehrzahl lebt deshalb in beiden Ländern in der Regel im Halbjahresrhythmus, solange die Gesundheit dies zulässt. Ein weiterer Aspekt sind die Wertvorstellungen und Erwartungshaltungen der älteren Generation. Die Kinder möchten nicht immer mit den Eltern zusammenleben und haben durch ihre Berufstätigkeit weniger Zeit für die gewünschte enge familiäre Bindung. Beide Faktoren können zur Isolation führen. Die Kontakte zu Landsleuten sind daher von großer Bedeutung. Diese sozialen Beziehungen wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Sie sind Orientierungshilfen durch Meinungs- und Informationsaustausch. Die meist von der älteren Generation gegründeten Migrantenvereine sind wichtig für diese Kontakte. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

19 Altern ist für die Migranten verbunden mit der Anhäufung von Benachteiligungen wie niedrige Schulbildung, z.t. Analphabetismus, fehlende Deutschkenntnisse, ungünstige Wohnverhältnisse, chronische Erkrankung und eine kleine Rente. Zudem existieren über Altern und Alter in verschiedenen Ländern ganz unterschiedliche Vorstellungen, die den Prozess des Alterns beeinflussen. Die Altenhilfe muss sich organisatorisch und methodisch darauf einrichten, die sehr unterschiedlichen Hintergründe der Lebensläufe der älteren Migranten zu berücksichtigen. 6 Armut Die Gründe für das höhere Armutsrisiko sind vielfältig. Zuwandererfamilien gehören überdurchschnittlich oft zu den Haushalten mit einem niedrigen Einkommen, entweder weil sie in Niedriglohnberufen arbeiten oder weil sie von Arbeitslosigkeit oder chronischer Krankheit betroffen sind. Dementsprechend niedrig sind die Renten. Die Zahl der alleinerziehenden Frauen nimmt zu und somit auch ihre Armutsgefährdung. 6.1 Hilfen Es liegen keine genauen Zahlen vor. Zur Beratungsstelle kommen viele Migranten, die Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) bzw. Sozialhilfe (SGB XII) beziehen. Insbesondere in dieser Situation ist es wichtig, dass die Kinder aufgrund der schwierigen finanziellen Situation der Familie nicht von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen sind. Im Rahmen der Jugendhilfe können die Beiträge für die Kinderbetreuungseinrichtungen übernommen werden. Der Familienpass der Stadt erleichtert den Zugang in die Stadtbibliothek und ins Freibad. Das Bildungs- und Teilhabepaket verhindert - wie schon erwähnt - die Ausgrenzung. Die Emmendinger Tafel unterstützt die Familien mit preiswerteren Lebensmitteln. Die Wohlfahrtsverbände haben Möbel- und Kleiderläden eingerichtet: Fairkauf (Caritas), Secondo (Diakonie) und Rotkreuzlädele (DRK). Diakonie und Caritas bieten über ihre Sozialdienste fallbezogene Hilfen (Case- Management). Wichtig ist noch der Hinweis auf die Schuldenberatung, die im Landkreis der Caritasverband durchführt. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

20 7 Wohnen Das niedrige Einkommen gepaart mit immer noch vorherrschenden Vorbehalten gegenüber Familien mit mehreren Kindern und insbesondere gegenüber Migrantenfamilien führt zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche. Hinzu kommt die allgemeine schwierige Situation auf dem Wohnungsmarkt rund um Freiburg. Verbessert hat sich die Ausstattung der Wohnungen, in denen Migrantenfamilien in Emmendingen leben. Es leben nur noch wenige Familien in Einfachstwohnungen mit Holz- und Kohleheizung und ohne Bad/Dusche. Das Projekt Neubronnstraße der Städtischen Wohnbaugesellschaft gibt den Einwohnern Hoffnung, da ihr Viertel sich sehr ins Negative entwickelt hatte. Außerdem wird es eine kleine Entlastung auf dem Wohnungsmarkt geben. Der Trend zum Eigenheim nimmt bei den Migrantenfamilien zu und kann als Ausdruck einer auf lange Perspektive ausgerichteten Eingliederung in die Gesellschaft gewertet werden; er stärkt die Identifikation mit der Stadt. 8 Ausblick Die Ausführungen zum Stand der Integration und das entstandene Netzwerk, machen den Erfolg der langjährigen, kontinuierlichen Arbeit der Stelle für Zuwanderung und Integration und des großen Engagements aller Beteiligten deutlich. Nichtsdestotrotz besteht auch in Zukunft in vielen Themenfeld weiterer Handlungsbedarf. Neue Impulse, Konzepte und weitere Maßnahmen sind aus Sicht der Integrationsbeauftragten insbesondere in den nachfolgenden Bereichen erforderlich. 8.1 Kontakte Es besteht ein deutlicher Bedarf an niederschwelligen Sprach- und Begegnungsangeboten im Sozialraum, in denen Zugewanderte ihre im Integrationskurs erworbenen Deutschkenntnisse anwenden können. Dies betrifft hauptsächlich Frauen und Senioren, da erwerbstätige Männer in der Regel in ihrem Arbeitsumfeld Deutsch sprechen können. Das Familienzentrum Bürkle-Bleiche wäre hierfür der richtige Ort. Integrationsbericht der Stadt Emmendingen, April

Integrationsmaschine Arbeitsmarkt?

Integrationsmaschine Arbeitsmarkt? Ökumenische Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2012 Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung 10. Februar 2012 Integrationsmaschine Arbeitsmarkt? Der Arbeitsmarkt für Ausländer Bevölkerungsanteil

Mehr

Kooperationsvereinbarung. zwischen. der Agentur für Arbeit Ludwigshafen und Jobcenter Vorderpfalz Ludwigshafen. und

Kooperationsvereinbarung. zwischen. der Agentur für Arbeit Ludwigshafen und Jobcenter Vorderpfalz Ludwigshafen. und Kooperationsvereinbarung zwischen der Agentur für Arbeit Ludwigshafen und Jobcenter Vorderpfalz Ludwigshafen und den Trägern der Migrationsfachdienste der Freien Wohlfahrtspflege Arbeiterwohlfahrt Stadtkreisverband

Mehr

Fachtag Kultursensible Pflege. Christa Assenheimer, Teamleiterin, 01. März 2012. Agentur für Arbeit Heilbronn

Fachtag Kultursensible Pflege. Christa Assenheimer, Teamleiterin, 01. März 2012. Agentur für Arbeit Heilbronn Fachtag Kultursensible Pflege Christa Assenheimer, Teamleiterin, 01. März 2012 Agentur für Arbeit Heilbronn Wie kann die Agentur für Arbeit bei der Gewinnung und Qualifizierung von interkulturellem Pflegepersonal

Mehr

Thema kompakt Anerkennungsgesetz

Thema kompakt Anerkennungsgesetz Thema kompakt Anerkennungsgesetz Zentrum Kommunikation Pressestelle Caroline-Michaelis-Straße 1 10115 Berlin Telefon: +49 30 65211-1780 Telefax: +49 30 65211-3780 pressestelle@diakonie.de --------- Berlin,

Mehr

1. Vorwort 2. 2. Zielgruppe 3. a. Gab es im Vergleich zum Vorjahr Veränderungen hinsichtlich der Klientelstruktur?

1. Vorwort 2. 2. Zielgruppe 3. a. Gab es im Vergleich zum Vorjahr Veränderungen hinsichtlich der Klientelstruktur? Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort 2 2. Zielgruppe 3 a. Gab es im Vergleich zum Vorjahr Veränderungen hinsichtlich der Klientelstruktur? b. Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um den Zugang schwer erreichbarer

Mehr

Deutschland als Zuwanderungsland Materialsammlung Inhaltsangaben-Grafiken-Diskussion

Deutschland als Zuwanderungsland Materialsammlung Inhaltsangaben-Grafiken-Diskussion Deutschland als Zuwanderungsland Materialsammlung Inhaltsangaben-Grafiken-Diskussion http://www.bundesregierung.de/contentarchiv/de/archiv17/audiovideo/2013/video/_themenfilme_web20/2013-03-07-demografie/startbild-player.jpg%3f

Mehr

Erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt

Erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt Erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt Erfolgreiche Praxisbeispiele an der vhs Selb Michaela Hermannsdörfer - vhs Selb - Lessingstr. 8-95100 Selb Volkshochschule der Stadt Selb Seit 1994 Maßnahmen

Mehr

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern Sitz in Nürnberg 22 Außenstellen Rund 2.000 Mitarbeiter (+300 in 2014) 13. Januar 2014 1 Dezentrale

Mehr

Erste Anlaufstellen: Beteiligte Organisationen: Maßnahmen:

Erste Anlaufstellen: Beteiligte Organisationen: Maßnahmen: Unterstützungsangebote von Ausbildungssuchenden mit Flucht- und Migrationshintergrund (IST) Erste Anlaufstellen: Beteiligte Organisationen: Maßnahmen: Status: Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltstitel, Duldung

Mehr

Ankommen in Deutschland Gemeinsam unterstützen wir Integration! Aktionsprogramm der IHK-Organisation

Ankommen in Deutschland Gemeinsam unterstützen wir Integration! Aktionsprogramm der IHK-Organisation Ankommen in Deutschland Gemeinsam unterstützen wir Integration! Aktionsprogramm der IHK-Organisation Deutschland steht vor großen Herausforderungen Mehr Flüchtlinge als jemals zuvor kommen in diesem Jahr

Mehr

Angebote für Geflüchtete in Berlin: Deutschkurse, Berufsorientierung, Ausbildung und Arbeit

Angebote für Geflüchtete in Berlin: Deutschkurse, Berufsorientierung, Ausbildung und Arbeit Angebote für Geflüchtete in Berlin: Deutschkurse, Berufsorientierung, Ausbildung und Arbeit BERATUNG UND BEGLEITUNG ANERKENNUNG VON BERUFSABSCHLÜSSEN DEUTSCHKURSE BERUFSORIENTIERUNG ÜBERGANG IN AUSBILDUNG

Mehr

Fragenkatalog Bildung. für. Migrantenorganisationen

Fragenkatalog Bildung. für. Migrantenorganisationen Fragenkatalog Bildung für Migrantenorganisationen Äthiopische Orthodoxe Kirchengemeinde Eritreischer Kulturverein e.v. Pohana e.v. Somalische Kultur und Integration e.v. Dieses Dokument wurde im Rahmen

Mehr

3. Die Gegenwart Der Arbeitsmarkt der Gegenwart Wie teilt sich die Bevölkerung auf?

3. Die Gegenwart Der Arbeitsmarkt der Gegenwart Wie teilt sich die Bevölkerung auf? Der Arbeitsmarkt Der Arbeitsmarkt 1. Die Entwicklung Mit der Arbeitsmarktreform 2005 konnten viele Arbeitslose erfolgreich in Arbeit vermittelt werden. Seitdem ist deren Zahl um 1,9 Millionen gesunken.

Mehr

Programm KiFa Konzeption. Programm KiFa. Programm KiFa Kinder- und Familienbildung Stadt Ludwigsburg info@kifa.de www.kifa.de

Programm KiFa Konzeption. Programm KiFa. Programm KiFa Kinder- und Familienbildung Stadt Ludwigsburg info@kifa.de www.kifa.de Programm KiFa Konzeption Programm KiFa Stadt Ludwigsburg Übersicht Übersicht Vorstellung des Programms Kifa... 3 KiFa Konzeption... 5 Kontakt... 8 2 Vorstellung des Programms KiFa KiFa (Kinder- und Familienbildung)

Mehr

Willkommen in Waldkirch! Wegweiser für Flüchtlinge in Waldkirch

Willkommen in Waldkirch! Wegweiser für Flüchtlinge in Waldkirch Willkommen in Waldkirch! Wegweiser für Flüchtlinge in Waldkirch 1 Sehr geehrte Damen und Herren, dieser Wegweiser bietet Ihnen Informationen für Ihren Start in Waldkirch. Wenden Sie sich an uns, wenn Sie

Mehr

Migrationsarbeit der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Schleswig-Holstein e.v. im Kreis Herzogtum Lauenburg. Standortbericht 01.01.-31.12.

Migrationsarbeit der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Schleswig-Holstein e.v. im Kreis Herzogtum Lauenburg. Standortbericht 01.01.-31.12. Migrationsarbeit der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Schleswig-Holstein e.v. im Kreis Herzogtum Lauenburg Standortbericht 01.01.-31.12.2009 1. Träger, Name und Anschrift der Beratungsstelle/n mit offenen

Mehr

AG 3: Migrantinnen und Migranten

AG 3: Migrantinnen und Migranten AG 3: Migrantinnen und Migranten UG Flüchtlinge 1. Stadtpass (einheitliche Vorstellung im Verbund extra von Frau Claudia Spiegl) 2. Erweiterung des Sprachkursangebots Für Menschen, die in Deutschland Zuflucht

Mehr

Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse: Erste Erfahrungen aus der Umsetzung des Anerkennungsgesetzes

Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse: Erste Erfahrungen aus der Umsetzung des Anerkennungsgesetzes Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse: Erste Erfahrungen aus der Umsetzung des Anerkennungsgesetzes Ariane Baderschneider Fachtagung: Willkommens- und Anerkennungskultur Die Rolle der Migrantenorganisationen

Mehr

Das Rucksack-Projekt Ein Konzept zur Sprachförderung und Elternbildung in Duisburg

Das Rucksack-Projekt Ein Konzept zur Sprachförderung und Elternbildung in Duisburg Das Rucksack-Projekt Ein Konzept zur Sprachförderung und Elternbildung in Duisburg Zertifizierungsfeier für das Kindergartenjahr 2009/2010 im Kulturbunker Bruckhausen "Eine gemeinsame Sprache sprechen"

Mehr

Fachkräftesicherung in ländlichen Räumen Herausforderungen und Strategien

Fachkräftesicherung in ländlichen Räumen Herausforderungen und Strategien Fachkräftesicherung in ländlichen Räumen Herausforderungen und Strategien Lena Horlemann David Westenberg interdisziplinär forschen interkulturell denken international kooperieren Agenda Ausgangslage:

Mehr

Ein Netzwerk für Alleinerziehende

Ein Netzwerk für Alleinerziehende im Frauen- und Familienbegegnungsstätte Düne e.v. Ein Netzwerk für Alleinerziehende Ausgangspunkt für den Aufbau der Agentur seit Gründung des Vereins gab es immer wieder Selbsthilfegruppen Alleinerziehender,

Mehr

Qualifizierung nach Maß: Wir organisieren (über)regionale Fortbildungen und Fachtagungen.

Qualifizierung nach Maß: Wir organisieren (über)regionale Fortbildungen und Fachtagungen. Zukunft gemeinsam früh entwickeln Alle Kinder in Deutschland sollen die Chance haben, von klein auf ihre Potenziale zu entfalten. Damit dies gelingt, müssen viele Akteure zusammenarbeiten: Eltern, kommunal

Mehr

Multikulturelle Bibliotheksarbeit als Integrationsfaktor

Multikulturelle Bibliotheksarbeit als Integrationsfaktor Multikulturelle Bibliotheksarbeit als Integrationsfaktor aus der Perspektive einer Bibliothekarin mit Migrationshintergrund Referentin: Maria Kabo Stadtbücherei Frankfurt am Main 4. Leipziger Kongress

Mehr

Katrin Hirseland BBE Newsletter 23/2010

Katrin Hirseland BBE Newsletter 23/2010 Katrin Hirseland BBE Newsletter 23/2010 Gesellschaftliche Teilhabe und aktive Mitgestaltung fördern Empfehlungen des bundesweiten Integrationsprogramms Was kann getan werden, um das Know-how von Migrantenorganisationen

Mehr

Interkulturelle Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Nürnberg

Interkulturelle Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Nürnberg Amt für Kultur und Freizeit Interkulturelle Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Nürnberg Beitrag zum Workshop 4 des 6. Runden Tisches des Flächenübergreifenden Integrationsprojekts der Stadt Bamberg * 12.Oktober

Mehr

Paten für f r Ausbildung

Paten für f r Ausbildung Paten für f r Ausbildung Ein Kooperationsprojekt der Dekanate Karden-Martental und Cochem-Zell, der evangelischen Kirchen Cochem und Zell, der Aktion Arbeit des Bistums Trier, des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück

Mehr

Migrantinnen in Netzwerken der Arbeitswelt - Berufsmentoring

Migrantinnen in Netzwerken der Arbeitswelt - Berufsmentoring Migrantinnen in Netzwerken der Arbeitswelt - Berufsmentoring Die Rückkehr ins Berufsleben erfolgreich meistern Tagung von Travail.Suisse, 28.02.2013, Bern Mithra Akhbari, cfd, Migrations- und Friedenspolitik

Mehr

Qualifizierung nach Maß: Wir vermitteln (über)regionale Beratungen und Coachings passgenau für den individuellen Bedarf.

Qualifizierung nach Maß: Wir vermitteln (über)regionale Beratungen und Coachings passgenau für den individuellen Bedarf. Zukunft gemeinsam früh entwickeln Alle Kinder in Deutschland sollen die Chance haben, von klein auf ihre Potenziale zu entfalten. Damit dies gelingt, müssen viele Akteure zusammenarbeiten: Eltern, kommunal

Mehr

KiPaLe Kinderpatenschaften in Leipzig

KiPaLe Kinderpatenschaften in Leipzig Gemeinsam gegen Armut in Leipzig KiPaLe Kinderpatenschaften in Leipzig Katja Meier Internationaler Bund, Leipzig Forum am 25.06.2010 im Rahmen des Europäischen Jahres gegen soziale Ausgrenzung und Armut,

Mehr

Übergang Schule-Beruf Der Beitrag der BA Reha-Berater. Frau Sellner Mai 2013

Übergang Schule-Beruf Der Beitrag der BA Reha-Berater. Frau Sellner Mai 2013 Übergang Schule-Beruf Der Beitrag der BA Reha-Berater Frau Sellner Mai 2013 BildrahmenBild einfügen: Menüreiter: Bild/Logo einfügen > Bild für Titelfolie auswählen Logo für die Besonderen Dienststellen

Mehr

Caritasverband Darmstadt e.v.

Caritasverband Darmstadt e.v. Caritasverband Darmstadt e.v. Ich kann in Deutschland nun leben ohne Angst Caritasverband Darmstadt e. V. bietet Frauenintegrationskurse mit Kinderbetreuung an Sie kommen aus ganz vielen verschiedenen

Mehr

Integrationsempfehlungen Flüchtlinge als Arbeits- und Fachkräfte

Integrationsempfehlungen Flüchtlinge als Arbeits- und Fachkräfte Integrationsempfehlungen Flüchtlinge als Arbeits- und Fachkräfte Stand: 27.04.2016 Wo steht Ihr Unternehmen? Ergebnisse der Befragung in der Metropolregion Hamburg Stand der Umsetzung im Betrieb (Fragen

Mehr

Zwischenbilanz grün-roter Bildungspolitik

Zwischenbilanz grün-roter Bildungspolitik Vernetzungstreffen Jugendarbeit und Schule: Zwischenbilanz grün-roter Bildungspolitik 1 Chancengleichheit mit der Gemeinschaftsschule Die ersten Gemeinschaftsschulen sind zum Schuljahr 2012/13 an den Start

Mehr

Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB Integration durch Weiterbildung: Utopie oder Realität? 5. Mai 2010

Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB Integration durch Weiterbildung: Utopie oder Realität? 5. Mai 2010 Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB Integration durch Weiterbildung: Utopie oder Realität? 5. Mai 2010 Strategie Integrations-Strategie im Kanton Zürich: Fördern + Fordern - verbindlich ab dem

Mehr

Evangelische Familienzentren: Orte der Vielfalt

Evangelische Familienzentren: Orte der Vielfalt Evangelische Familienzentren: Orte der Vielfalt BETA-Fachkongress: Die pädagogische Kultur evangelischer Kindertageseinrichtungen 30.09. + 01.10.2013 in Berlin Karin Bauer Dipl. Sozialpädagogin (FH), Leiterin

Mehr

Ressourcen im Sozialraum für die Bildung, Vernetzung von Familien, Kita und Schule nutzen Wie können wir eine gleichberechtigte und wechselseitige

Ressourcen im Sozialraum für die Bildung, Vernetzung von Familien, Kita und Schule nutzen Wie können wir eine gleichberechtigte und wechselseitige Ressourcen im Sozialraum für die Bildung, Vernetzung von Familien, Kita und Schule nutzen Wie können wir eine gleichberechtigte und wechselseitige Kooperation zwischen Elternhaus und handelnden Akteuren

Mehr

Entwurf eines Gesetzes über den Zugang von Ausländerinnen und Ausländern zu den Sprachkursmodulen der Integrationskurse

Entwurf eines Gesetzes über den Zugang von Ausländerinnen und Ausländern zu den Sprachkursmodulen der Integrationskurse Bundesrat Drucksache 716/13 02.10.13 Gesetzesantrag der Freien Hansestadt Bremen Entwurf eines Gesetzes über den Zugang von Ausländerinnen und Ausländern zu den Sprachkursmodulen der Integrationskurse

Mehr

vom Projekt zur Praxis Menschen aus allen Ländern in der Kommune Vielfalt in der Arbeit des Gesundheitsamtes

vom Projekt zur Praxis Menschen aus allen Ländern in der Kommune Vielfalt in der Arbeit des Gesundheitsamtes vom Projekt zur Praxis Menschen aus allen Ländern in der Kommune Vielfalt in der Arbeit des Gesundheitsamtes Fortbildungen für MITARBEITER DES ÖFFENTLICHEN GESUNDHEITSWESENS IN NRW PD Dr. Erika Sievers,

Mehr

IQ - Facharbeitskreis Existenzgründung von Migrantinnen und Migranten

IQ - Facharbeitskreis Existenzgründung von Migrantinnen und Migranten IQ - Facharbeitskreis Existenzgründung von Migrantinnen und Migranten Berlin, 03.05.2010 Das Netzwerk IQ wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesagentur für Arbeit.

Mehr

Netzwerk Integration und Flüchtlinge

Netzwerk Integration und Flüchtlinge Netzwerk Integration und Flüchtlinge Newsletter 2/2016 vom 10. März 2016 Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit erhalten Sie die zweite Ausgabe unseres Newsletters. Er informiert Sie u.a. über eine Handy-App

Mehr

Integration. Migrationsberatung Integrationskurse. im Landkreis Roth

Integration. Migrationsberatung Integrationskurse. im Landkreis Roth Migrationsberatung Integrationskurse Integration im Landkreis Roth Eine Information für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger über Beratungsstellen und Kursträger Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Mehr

1) Rechtmäßiger gewöhnlicher Aufenthalt im Bundesgebiet seit 8 Jahren ( 10 Abs. 1 Satz 1)

1) Rechtmäßiger gewöhnlicher Aufenthalt im Bundesgebiet seit 8 Jahren ( 10 Abs. 1 Satz 1) Voraussetzungen für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung nach 10 ff des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG) (Anspruchseinbürgerung) 1) Rechtmäßiger gewöhnlicher Aufenthalt im

Mehr

Bildung vielfältig gestalten, Elternkompetenzen stärken!

Bildung vielfältig gestalten, Elternkompetenzen stärken! Bildung vielfältig gestalten, Elternkompetenzen stärken! Claudia Schanz Nds. Kultusministerium Tagung Unsere Kinder, unsere Zukunft der AMFN am 15.11.2008 Positive Ausgangsbedingungen Eltern wollen immer

Mehr

Regionales Integrationsforum West 2011 / Marion Wartumjan: Wie werden Ausbildungsstellen vergeben? Logiken von Betrieben

Regionales Integrationsforum West 2011 / Marion Wartumjan: Wie werden Ausbildungsstellen vergeben? Logiken von Betrieben Workshop A: Erfahrungen aus dem Projekt Ausbildung in Handel und Dienstleistungen (AHD) bei der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.v. (ASM) in Hamburg I. Wer ist die Arbeitsgemeinschaft selbstständiger

Mehr

Interkulturelle Checkliste Projekt iko

Interkulturelle Checkliste Projekt iko 1 2 3 4 5 wenn 4 oder 5, was sind die Gründe? ja nein wenn ja.. Personal 1 Die Mitarbeiter/innen interessieren sich für Fortbildungen zu interkulturellen Themen 2 Die Mitarbeiter/innen werden regelmäßig

Mehr

Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern

Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern aktion zusammen wachsen Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg Bildung legt den Grundstein für den Erfolg. Für Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien

Mehr

Foto: MILAN-Bild, Seehausen. Nord-Süd-Ausdehnung: Ost-West-Ausdehnung:

Foto: MILAN-Bild, Seehausen. Nord-Süd-Ausdehnung: Ost-West-Ausdehnung: 2 Foto: MILAN-Bild, Seehausen Größe: Nord-Süd-Ausdehnung: Ost-West-Ausdehnung: Höchster Punkt: 2.423 km² 79 km 56 km Landsberg; 132,8 m 3 Foto: MILAN-Bild, Seehausen Einwohner gesamt: 123.674 Davon männlich:

Mehr

Qualifizierung nach Maß: Wir organisieren (über)regionale Fortbildungen und Fachtagungen.

Qualifizierung nach Maß: Wir organisieren (über)regionale Fortbildungen und Fachtagungen. Gefördert von: Zukunft gemeinsam früh entwickeln Alle Kinder in Deutschland sollen die Chance haben, von klein auf ihre Potenziale zu entfalten. Damit dies gelingt, müssen viele Akteure zusammenarbeiten:

Mehr

Thema kompakt Einbürgerung

Thema kompakt Einbürgerung Thema kompakt Einbürgerung Zentrum Kommunikation Pressestelle Caroline-Michaelis-Straße 1 10115 Berlin Telefon: +49 30 65211-1780 Telefax: +49 30 65211-3780 pressestelle@diakonie.de ---------- Berlin,

Mehr

Wir schlagen Brücken in die Arbeitsw elt!

Wir schlagen Brücken in die Arbeitsw elt! A rbeit durch Management PATENMODELL Bürgerschaftliches Engagem ent bewegt unsere Gesellschaft! Wir schlagen Brücken in die Arbeitsw elt! Eine In itiative Im Verbund der Diakonie» Die Gesellschaft bewegen

Mehr

Integrationskurse Was ist ein Integrationskurs? Wer darf am Integrationskurs teilnehmen? Wer muss an einem Integrationskurs teilnehmen?

Integrationskurse Was ist ein Integrationskurs? Wer darf am Integrationskurs teilnehmen? Wer muss an einem Integrationskurs teilnehmen? Integrationskurse Was ist ein Integrationskurs? Wer als ausländischer Mitbürger in Deutschland leben möchte, sollte Deutsch sprechen. Das ist wichtig, um Arbeit zu finden, Anträge ausfüllen zu können oder

Mehr

Gesellschaftliche Partizipation von Migrantinnen

Gesellschaftliche Partizipation von Migrantinnen Gesellschaftliche Partizipation von Migrantinnen Dr. Patricia Latorre Pallares Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisen Meschede, 29. Oktober 2009 Gliederung Migrantinnen sind aktiv Selbstorganisationen

Mehr

Informationen über die Initiative

Informationen über die Initiative Informationen über die Initiative Inhalt: 1. Leitbild 2. Projektbeschreibung 3. Informationen über die Initiative 4. Geplante Aktionen WS 2014/15 5. tun.starthilfe in Zahlen 1. Leitbild tun.starthilfe

Mehr

Verleihung des Bürgerpreises 2015. 1. Oktober 2015

Verleihung des Bürgerpreises 2015. 1. Oktober 2015 Verleihung des Bürgerpreises 2015 1. Oktober 2015 AG In- und Ausländer e.v. Chemnitz CONJUMI Patenschaft Partizipation Prävention Das zentrale Ziel des seit 2014 bestehenden Integrationsprojektes ist,

Mehr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schwick Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Nowacki Sehr geehrte Frau Dahlbüdding Sehr geehrte Damen und Herren

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schwick Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Nowacki Sehr geehrte Frau Dahlbüdding Sehr geehrte Damen und Herren Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schwick Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Nowacki Sehr geehrte Frau Dahlbüdding Sehr geehrte Damen und Herren als Vertreterin der Stadt Dortmund freue ich mich sehr, Sie hier in

Mehr

Zusammenhang von sozialer Lage und Teilnahme an Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche

Zusammenhang von sozialer Lage und Teilnahme an Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche Dr. Dietrich Engels ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik Zusammenhang von sozialer Lage und Teilnahme an Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche Gliederung:

Mehr

Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Präambel Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eines der wichtigsten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Anliegen, das sowohl die Familien als

Mehr

Kreistagswahl 11. September 2011. Unsere Grafschaft. gemeinsam gestalten. www.spd-grafschaft-bentheim.de

Kreistagswahl 11. September 2011. Unsere Grafschaft. gemeinsam gestalten. www.spd-grafschaft-bentheim.de Kreistagswahl 11. September 2011 Unsere Grafschaft gemeinsam gestalten. www.spd-grafschaft-bentheim.de Wirtschaft Kleine und mittelständische Unternehmen bilden die Basis für Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

Mehr

Das sind wir! Stand Mai 2014. Karl-August Schwarthans AWO- Integrations ggmbh Duisburg

Das sind wir! Stand Mai 2014. Karl-August Schwarthans AWO- Integrations ggmbh Duisburg Das sind wir! Stand Mai 2014 Karl-August Schwarthans AWO- Integrations ggmbh Duisburg Die AWO-Integrations ggmbh Die AWO-Integrations ggmbh ist eine 100%ige Tochter des AWO Kreisverbandes Duisburg e.v.

Mehr

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und Asylbewerbern

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Migrationsberatung der BA: Zuständigkeit im Bereich SGB III Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Angebote und Zuständigkeiten der Bundesagentur für Arbeit Themen Aufenthaltsrechtliche

Mehr

Dortmunder Kontraktmodell zur Integration von SpätaussiedlerInnen und jüdischen EmigrantInnen

Dortmunder Kontraktmodell zur Integration von SpätaussiedlerInnen und jüdischen EmigrantInnen Dortmunder Kontraktmodell zur Integration von SpätaussiedlerInnen und jüdischen EmigrantInnen Zuwanderung hat in Dortmund eine weit zurückreichende Tradition, seit dem 19. Jahrhundert ist die Stadt kontinuierlich

Mehr

7.Alsdorfer Fachtag für pädagogischefachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, Schulen und Jugendhilfe. 18. Februar 2014

7.Alsdorfer Fachtag für pädagogischefachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, Schulen und Jugendhilfe. 18. Februar 2014 7.Alsdorfer Fachtag für pädagogischefachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, Schulen und Jugendhilfe 18. Februar 2014 Workshop Übergang Schule- Beruf 13:15 15:45 Uhr Norbert Suing, Caritasverband 18/02/2014

Mehr

Ein Weg, viele Lösungen" Fachtag der Lokalen Bündnisse für Familie am 5. November 2012 in Nürnberg

Ein Weg, viele Lösungen Fachtag der Lokalen Bündnisse für Familie am 5. November 2012 in Nürnberg Ein Weg, viele Lösungen" Fachtag der Lokalen Bündnisse für Familie am 5. November 2012 in Nürnberg Zentrale der BA, Heidi Holzhauser Workshop "Standorte gemeinsam stärken mit den BCA in den Jobcentern

Mehr

Der Paritätische Gesamtverband 15. Dezember 2015. Flüchtlinge bei uns - Möglichkeiten der Integration in den Ausbildungsmarkt

Der Paritätische Gesamtverband 15. Dezember 2015. Flüchtlinge bei uns - Möglichkeiten der Integration in den Ausbildungsmarkt Der Paritätische Gesamtverband 15. Dezember 2015 Flüchtlinge bei uns - Möglichkeiten der Integration in den Ausbildungsmarkt Der gestiegene Zuzug von Schutzsuchenden stellt Gesellschaft und Verwaltung

Mehr

Bundesrat Drucksache 756/13 (Beschluss) Gesetzentwurf des Bundesrates

Bundesrat Drucksache 756/13 (Beschluss) Gesetzentwurf des Bundesrates Bundesrat Drucksache 756/13 (Beschluss) 19.12.13 Gesetzentwurf des Bundesrates Entwurf eines Gesetzes zur Öffnung der Integrationskurse für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger, Ausländerinnen und Ausländer mit

Mehr

Spielräume der Kommunen zur Integration von Flüchtlingen am Beispiel des Main-Kinzig-Kreises

Spielräume der Kommunen zur Integration von Flüchtlingen am Beispiel des Main-Kinzig-Kreises Spielräume der Kommunen zur Integration von Flüchtlingen am Beispiel des Main-Kinzig-Kreises Rahmendaten zum Main-Kinzig-Kreis: Größter hessischer Landkreis mit 403.000 Einwohner in 29 Städten und Gemeinden

Mehr

Beschreibung der Produktgruppe. Produktbereich. Produktgruppe (Teilplan) Produkte (Beschreibung, Ziele, Kennzahlen) Produktgruppenbeschreibung

Beschreibung der Produktgruppe. Produktbereich. Produktgruppe (Teilplan) Produkte (Beschreibung, Ziele, Kennzahlen) Produktgruppenbeschreibung verantwortlich: Frau Wehkamp Ausschuss ZuwI Beschreibung der Produktgruppe Die Produktgruppe ist organisatorisch im Ressort 4 angesiedelt und dem Dienst 57 - Integration- zugeordnet. Produktbereich 11

Mehr

Inhaltsverzeichnis. 4. Jugendhilfe SGB VIII 4.1 Klientel/ gesetzliche Grundlagen 4.2 Maßnahmen 4.3 Ziele 5. Kurzes Resümee 6.

Inhaltsverzeichnis. 4. Jugendhilfe SGB VIII 4.1 Klientel/ gesetzliche Grundlagen 4.2 Maßnahmen 4.3 Ziele 5. Kurzes Resümee 6. Referatsthema Inhaltsverzeichnis 1. Das Übergangssystem 2. Bundesagentur für Arbeit 2.1 Allgemeines 2.2 Instrumente 2.3 SGB III 3. Arbeitsgemeinschaften SGB II 3.1 Klientel 3.2 Warum landen Personen im

Mehr

zukunft im zentrum GmbH Gemeinsam die Zukunft der Arbeit gestalten

zukunft im zentrum GmbH Gemeinsam die Zukunft der Arbeit gestalten Das Konzept QSInova Qualifizierung Sprache Integration 04.02.2013 Susanne Neumann zukunft im zentrum GmbH Gemeinsam die Zukunft der Arbeit gestalten Projektziele und Zielgruppe Strategische Ziele Erhöhung

Mehr

Runder Tisch Asylsuchende und Flüchtlinge. TOP 5: Arbeit und Ausbildung

Runder Tisch Asylsuchende und Flüchtlinge. TOP 5: Arbeit und Ausbildung Runder Tisch Asylsuchende und Flüchtlinge TOP 5: Arbeit und Ausbildung Gesellschaftliche und politische Diskussion Neugestaltung der Aufnahmebedingungen und staatlicher Unterstützungsleistungen (Stichworte:

Mehr

Landesjugendamt Rheinland Schule auf dem Weg zum Haus des Lernens und Lebens

Landesjugendamt Rheinland Schule auf dem Weg zum Haus des Lernens und Lebens Landesjugendamt Rheinland Schule auf dem Weg zum Haus des Lernens und Lebens Anregungen für die Gestaltung der Offenen Ganztagsschule im Primarbereich beschlossen vom Landesjugendhilfeausschuss Rheinland

Mehr

Informations- und Fördermöglichkeiten für Projekte mit Migranten/Migrantinnen und Flüchtlingen (in alphabetischer Reihenfolge):

Informations- und Fördermöglichkeiten für Projekte mit Migranten/Migrantinnen und Flüchtlingen (in alphabetischer Reihenfolge): InfoPoint Kulturelle Bildung Potenziale der Kulturellen Bildung bei der Integration von Flüchtlingen nutzen Die Lebenssituation geflüchteter Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien in Deutschland kann

Mehr

Interkulturelle Aspekte der Organisationsund Personalentwicklung in öffentlichen Verwaltungen. Dr. Christoph Brauer, TRIAS

Interkulturelle Aspekte der Organisationsund Personalentwicklung in öffentlichen Verwaltungen. Dr. Christoph Brauer, TRIAS Interkulturelle Aspekte der Organisationsund Personalentwicklung in öffentlichen Verwaltungen Dr. Christoph Brauer, TRIAS Agenda Interne Kultur der Öffnung nach Organisationen Außen Gesetzliche Grundlagen

Mehr

Konzept zur Schulsozialarbeit im Rahmen von Bildung und Teilhabe an der Heinrich-Lübke-Schule

Konzept zur Schulsozialarbeit im Rahmen von Bildung und Teilhabe an der Heinrich-Lübke-Schule Konzept zur Schulsozialarbeit im Rahmen von Bildung und Teilhabe an der Heinrich-Lübke-Schule Im Folgenden sind immer sowohl Schüler als auch Schülerinnen oder Lehrer und Lehrerinnen angesprochen, zur

Mehr

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION BERUFLICHES TRAININGSZENTRUM STUTTGART

IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN SRH BERUFLICHE REHABILITATION BERUFLICHES TRAININGSZENTRUM STUTTGART IHR PARTNER AUF DEM WEG INS BERUFSLEBEN BERUFLICHES TRAININGSZENTRUM STUTTGART SRH BERUFLICHE REHABILITATION IHR WEG ZURÜCK IN DIE ARBEIT: BERUFLICHES TRAINING Wenn eine psychische Erkrankung das Leben

Mehr

FYB-ACADEMY, Lindenallee 2B, 66538 Neunkirchen, 06821-9838977 www.fyb-academy.com. WeGebAU. Wie Sie eine 100 % Förderung Ihrer Weiterbildung erhalten

FYB-ACADEMY, Lindenallee 2B, 66538 Neunkirchen, 06821-9838977 www.fyb-academy.com. WeGebAU. Wie Sie eine 100 % Förderung Ihrer Weiterbildung erhalten WeGebAU Wie Sie eine 100 % Förderung Ihrer Weiterbildung erhalten Inhaltsverzeichnis 1. Das Förderprogramm WeGebAU 1.1 Was ist WeGebAU? 1.2 Das Ziel von WeGebAU 1.3 Vorteile von WeGebAU 1.4 Gesetzliche

Mehr

Unsere Arbeit im Jahr 2014

Unsere Arbeit im Jahr 2014 Kontakte, Informationen, Hilfestellungen für Familien im Stadtteil Laim gefördert von der und dem Zentrum Bayern Familie und Soziales Unsere Arbeit im Jahr 2014 Deutscher KinderschutzBund Ortsverband München

Mehr

WILLKOMMENSKULTUR FÜR FLÜCHTLINGE. in der Universitätsstadt Marburg 2. Sitzung des Runden Tisches am 03.02.2015 von 17:00 19:00 Uhr

WILLKOMMENSKULTUR FÜR FLÜCHTLINGE. in der Universitätsstadt Marburg 2. Sitzung des Runden Tisches am 03.02.2015 von 17:00 19:00 Uhr WILLKOMMENSKULTUR FÜR FLÜCHTLINGE in der Universitätsstadt Marburg 2. Sitzung des Runden Tisches am 03.02.2015 von 17:00 19:00 Uhr Ablaufplanung: 1. Eröffnung und Grußworte durch Oberbürgermeister, Herrn

Mehr

Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge Erfahrungen aus 7 Jahren Projektarbeit

Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge Erfahrungen aus 7 Jahren Projektarbeit Thüringer Bleiberechtsnetzwerk Flüchtlinge Kunden der Jobcenter und Arbeitsagenturen I 17.09.2014 Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge Erfahrungen aus 7 Jahren Projektarbeit Christiane Götze Bundesprogramm

Mehr

charta der vielfalt Diversity als Chance Die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland

charta der vielfalt Diversity als Chance Die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland charta der vielfalt Diversity als Chance Die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland Vorteil Vielfalt: Wertschätzung schafft Wertschöpfung Vielfalt ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Unternehmen

Mehr

Inhalt. Vorstellung des Programms KiFa... 3 KiFa Konzeption... 4 Kontakt... 7 Bundesweite Präsentationen... 8

Inhalt. Vorstellung des Programms KiFa... 3 KiFa Konzeption... 4 Kontakt... 7 Bundesweite Präsentationen... 8 P R O G R A M M Inhalt Vorstellung des Programms KiFa... 3 KiFa Konzeption... 4 Kontakt... 7 Bundesweite Präsentationen... 8 2 KiFa (Kinder- und Familienbildung) KiFa ist ein Programm für Kindertageseinrichtungen,

Mehr

Zusammenfassung der projektbezogenen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen

Zusammenfassung der projektbezogenen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen Arbeitsgruppe Kooperationsstrukturen für ältere Arbeitslose Zusammenfassung der projektbezogenen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen Die Zielgruppe im Projektgebiet >> Das Projekt konzentriert sich in

Mehr

Fachkonzept für schulische Nachhilfe vor Ort

Fachkonzept für schulische Nachhilfe vor Ort Fachkonzept für schulische Nachhilfe vor Ort Ein Angebot der Katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising e.v. Abteilung Ambulante Erziehungshilfen Landkreis München Adlzreiterstr. 22

Mehr

Wuppertaler KI: Zentrum für Integration, Bildung und Kulturelle Vielfalt

Wuppertaler KI: Zentrum für Integration, Bildung und Kulturelle Vielfalt Wuppertaler KI: Zentrum für Integration, Bildung und Kulturelle Vielfalt Schwerpunkt Querschnitt Aufbau einer Integrationsinfrastruktur für Neuzuwanderer/-innen aus der EU Christine Rodddewig-Oudnia Email:

Mehr

Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) Bundesverband e. V.

Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) Bundesverband e. V. http://www. Dialog und Kooperation Ausbau und Gestaltung der Ganztagsangebote für Schulkinder - eine gemeinsame Verantwortung von Kindertageseinrichtungen und Schule Das deutsche Bildungssystem ist grundlegend

Mehr

Unser Leitbild Neue Gesellschaft Niederrhein e.v./ Bildungswerk Stenden

Unser Leitbild Neue Gesellschaft Niederrhein e.v./ Bildungswerk Stenden Unser Leitbild Neue Gesellschaft Niederrhein e.v./ Bildungswerk Stenden Identität und Auftrag Das Bildungswerk Stenden ist eine Einrichtung des eingetragenen, gemeinnützigen Vereins Neue Gesellschaft Niederrhein

Mehr

Fragebogen an Alleinerziehende

Fragebogen an Alleinerziehende Fragebogen an Alleinerziehende Seit April 2011 gibt es im Landkreis Nordwestmecklenburg (NWM) ein Projekt mit dem Namen NWM NetzWerk- Mütter und Väter. Im Netzwerk arbeiten Landkreis, Jobcenter, Agentur

Mehr

Alltag Migration. Ein Kommentar aus der Praxis

Alltag Migration. Ein Kommentar aus der Praxis Alltag Migration Ein Kommentar aus der Praxis Bevölkerung in Teltow-Fläming per 30.09.2014 (Quelle: Ausländerzentralregister und Einwohnermeldeämter) gesamt ca. 161.770 Einwohner davon 4.473 Ausländer

Mehr

IQ Kongress 2014 Workshop. Konkrete Ansätze zur Gestaltung einer Willkommens- und Anerkennungskultur in Stuttgart

IQ Kongress 2014 Workshop. Konkrete Ansätze zur Gestaltung einer Willkommens- und Anerkennungskultur in Stuttgart IQ Kongress 2014 Workshop Konkrete Ansätze zur Gestaltung einer Willkommens- und Anerkennungskultur in Stuttgart Organisatorin: Dr. Verena Andrei, Jobcenter Stuttgart Das Netzwerk IQ wird gefördert durch

Mehr

Interkulturelle Kompetenz für Bildungspatenschaften Christa Müller-Neumann und Mousa Othman

Interkulturelle Kompetenz für Bildungspatenschaften Christa Müller-Neumann und Mousa Othman Interkulturelle Kompetenz für Bildungspatenschaften Christa Müller-Neumann und Mousa Othman Köln, 04. Mai 2011 Fragestellungen Was ist Interkulturelle Kompetenz Gesellschaftlicher Kontext Zielgruppen von

Mehr

Die hisa ggmbh ist Trägerin mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem vielfältigen

Die hisa ggmbh ist Trägerin mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem vielfältigen T R Ä G E R K O N Z E P T I O N Einleitung Die ist Trägerin mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem vielfältigen Familien ergänzenden Bildungs- und Erziehungsangebot. Entstanden aus der Elterninitiative

Mehr

INTERKULTURELLE ÖFFNUNG

INTERKULTURELLE ÖFFNUNG INTERKULTURELLE ÖFFNUNG Aufgrund von Migrationsprozessen hat sich das Anforderungsprofil in verschiedenen Berufsfeldern z.t. maßgeblich verändert. Fachkräfte aus gesundheitlichen, pädagogischen, psychosozialen

Mehr

Wiedereinstieg in den Beruf

Wiedereinstieg in den Beruf Informationen für BerufsrückkehrerInnen Ingrid Tegeler Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Agentur für Arbeit Paderborn Wiedereinstieg in den Beruf Seite 0 Ziel der heutigen Veranstaltung

Mehr

BACHELOR SOZIALE ARBEIT SCHWERPUNKT ARMUT UND (FLÜCHTLINGS-)MIGRATION

BACHELOR SOZIALE ARBEIT SCHWERPUNKT ARMUT UND (FLÜCHTLINGS-)MIGRATION BACHELOR SOZIALE ARBEIT SCHWERPUNKT ARMUT UND (FLÜCHTLINGS-)MIGRATION Dualer Studiengang NEU am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften Ab Wintersemester 2014/2015 DAS BIETEN WIR WELCHE VORTEILE HAT

Mehr

16. Osnabrücker Sozialkonferenz. Wege aus der Kinderarmut Das Beispiel Hannover. am 17.4.2010

16. Osnabrücker Sozialkonferenz. Wege aus der Kinderarmut Das Beispiel Hannover. am 17.4.2010 16. Osnabrücker Sozialkonferenz am 17.4.2010 Wege aus der Kinderarmut Das Beispiel Hannover Dr. Silke Mardorf Koordinationsstelle Sozialplanung Landeshauptstadt Hannover 1 16. Osnabrücker Sozialkonferenz

Mehr

Programm KiFa Konzeption. Programm KiFa. Programm KiFa Kinder- und Familienbildung info@kifa.de www.kifa.de

Programm KiFa Konzeption. Programm KiFa. Programm KiFa Kinder- und Familienbildung info@kifa.de www.kifa.de Programm KiFa Konzeption Programm KiFa Übersicht Übersicht Vorstellung des Programms KiFa... 3 KiFa Konzeption... 5 Kontakt... 10 2 Vorstellung des Programms KiFa KiFa (Kinder- und Familienbildung) KiFa

Mehr

Der PARITÄTISCHE Hamburg stellt sich vor. Der PARITÄTISCHE Hamburg stellt sich vor

Der PARITÄTISCHE Hamburg stellt sich vor. Der PARITÄTISCHE Hamburg stellt sich vor Der PARITÄTISCHE Hamburg stellt sich vor Der PARITÄTISCHE Hamburg stellt sich vor Der PARITÄTISCHE als Spitzenverband In Deutschland ist die Freie Wohlfahrtspflege in sechs Spitzenverbänden organisiert

Mehr

Modellprojekt Familienstützpunkte am Beispiel des Landkreises Regensburg -Karl Mooser- Informationsveranstaltung

Modellprojekt Familienstützpunkte am Beispiel des Landkreises Regensburg -Karl Mooser- Informationsveranstaltung Modellprojekt Familienstützpunkte am Beispiel des Landkreises Regensburg -Karl Mooser- Familienbildung 08.07.2013 1 Ausgangslage im Landkreis Regensburg: Landkreis Regensburg: 41 Gemeinden, 185.000 Einwohner,

Mehr

Besonderes begrüße ich natürlich unsere Referenten und die Teilnehmer/innen an unserer Gesprächsrunde.

Besonderes begrüße ich natürlich unsere Referenten und die Teilnehmer/innen an unserer Gesprächsrunde. Begrüßung Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie sehr herzlich zum Symposium "Gemeinsame Bildung für alle Kinder" des Vereins Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach. Gemeinsam mit

Mehr