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1 vom Projekt zur Praxis Menschen aus allen Ländern in der Kommune Vielfalt in der Arbeit des Gesundheitsamtes Fortbildungen für MITARBEITER DES ÖFFENTLICHEN GESUNDHEITSWESENS IN NRW PD Dr. Erika Sievers, MPH

2 Qualifizierung im Gesundheitswesen - Kulturelle Kompetenz Bis vor wenigen Jahren gab es im Ausbildungsbereich und im Studium kaum systematische Möglichkeiten der Qualifikation in den Themenbereichen Interkulturelle Kommunikation / Kulturelle Kompetenz Berufstätige haben ihre Berufsausbildung bzw. ihr Studium meist abgeschlossen, teilweise bieten Weiterbildungen Optionen zur weiteren Qualifizierung. Mit Blick auf die Interkulturelle Öffnung des öffentlichen Gesundheitswesens kommt dem Fortbildungssektor die wesentliche Rolle zu.

3 Dreistufiges Angebot zur Interkulturellen Kommunikation seit 2008 Grund- Aufbau- Abschluss- Kurse bis Ende 2014 Voraussichtlich über Teilnehmer

4 Evaluation des Fortbildungsschwerpunktes Interkulturelle Kommunikation: Weiterer Fortbildungsbedarf Themen u.a. Kommunikation trotz Sprachbarrieren - auch für andere Fachbereiche des Öffentlichen Gesundheitswesens Weiterführend für Absolventen des Abschlusskurses Interkulturelle Kommunikation im KJGD, z.b. kulturelle Faktoren in speziellen Belastungssituationen Themenspezifisch insbesondere für den Bereich der Begutachtung

5 Zielsetzung In Kooperation insbesondere mit dem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf e.v. (PSZ) und dem Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Düsseldorf Zielgruppenspezifische Schulungsmodule für Beschäftigte des öffentlichen Gesundheitswesens entwickeln, umsetzen und evaluieren.

6 Übergeordnete Lernziele Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln für den Einsatz von Dolmetschern, Sprach- und Kulturvermittlern im öffentlichen Gesundheitswesen den Umgang mit kulturellen Faktoren bei der Begutachtung in der unteren Gesundheitsbehörde den Umgang mit kulturellen Faktoren in spezifischen Belastungssituationen Förderung der Interkulturelle Öffnung kommunaler Einrichtungen im Gesundheitswesen wie den Gesundheitsämtern

7 Thema Gutachten Anlässe für Gutachten des Gesundheitsamtes Spezifische Anlässe - nur bei Migrantinnen und Migranten (z.b. im Rahmen des Aufenthaltsrechts, des Asylbewerberleistungsgesetzes) Allgemeine Anlässe für Gutachten mit den jeweiligen Begutachtungsgrundsätzen und Richtlinien - unabhängig vom Migrationsstatus (z.b. SGB XII, Hilfe zur Pflege, SGB VIII Kinder- und Jugendhilfe) Mögliche besondere Herausforderungen bei der Begutachtung z.b. Sprachbarrieren, verschiedene kulturelle Kontexte, Unterschiede im Verständnis von Krankheiten oder Begutachtungsverfahren, Einfluss von Migrationsprozess, Aufenthaltsstatus etc.

8 Fokus Kinder- und Jugendliche - Exkurs 1. Neugeborene* insgesamt 2012: N= ; 2013: N= Statistisches Bundesamt 2013/2014, Tab. N30 Mütter ausländischer Nationalität Neugeborene ausländischer Nationalität Zuwandernde Schulkinder: Seiteinsteiger-Untersuchungen, spezifische Belastungsituationen

9

10 Erfolgsfaktoren in Fortbildungskonzepten Methodische und thematische Vielfalt unterschiedliche didaktische Ansätze Vorträge, Fachinformationen zum Rahmenthema Migration und Gesundheit Vermittlung von Bewusstsein und Kompetenz, Gespräche mit Dolmetschern zu führen, situationsbezogene Auswahl unterschiedlicher Angebote für die Übersetzung Gruppenarbeiten, praktische Übungen zur Führung von Gesprächen mit Dolmetschern mit und ohne Fallsimulation Mehrsprachiges Informationsmaterial zur Unterstützung der Kommunikation

11 Teilnehmerstimmen Zur Vorgabe Durch die Veranstaltung werde ich meine bisherige Verfahrensweise verändern. Bessere Vorplanung bei der Termingestaltung Dolmetscher gehören zum Team

12 Fazit Vor dem Hintergrund der Diversität der Bevölkerung ist kulturelle Kompetenz im Gesundheitswesen von grundlegender Bedeutung Mitarbeiter im öffentlichen Gesundheitsdienst benötigen passgenaue Fortbildungskonzepte Stehen bedarfsgerechte Fortbildungsangebote zur Verfügung, werden diese auch wahrgenommen Ihre Bereitstellung erfordert neben dem Bewusstsein der Anbieter für diese konkreten Bedarfslagen ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen sowie interdisziplinäre und intersektorale Kooperation.

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