IHK Hochrhein-Bodensee. Wachstumsmotor der Region

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1 REGIO REPoRT IHK Hochrhein-Bodensee Die Region Hochrhein-Bodensee zeigte in den drei Landkreisen Konstanz, Waldshut und Lörrach unterschiedliches Exportwachstum. Bild: eyetronic - Fotolia Exportzuwachs 2015 Wachstumsmotor der Region Die Exportfirmen in der Region Hochrhein-Bodensee mit mehr als 50 Mitarbeitern im verarbeitenden Gewerbe führten 2014 Waren im Wert von 6,63 Milliarden Euro aus. Nach aktuellen Informationen des statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wuchs 2014 der Auslandsumsatz des verarbeitenden Gewerbes in Baden-Württemberg mit 8,1 Prozent deutlich gegenüber dem Vorjahr. Rund 174 Milliarden Euro Umsatz mit einer Ausfuhrquote von 56,3 Prozent haben die produzierenden Baden-Württembergischen Unternehmen im vergangenen Jahr im Ausland erzielt. Deutschland erreichte 2014 ein Exportvolumen von insgesamt Milliarden Euro und eine Steigerung gegenüber 2013 um 3,7 Prozent. Die Exportfirmen in der Region Hochrhein- Bodensee mit mehr als 50 Mitarbeitern im verarbeitenden Gewerbe führten 2014 Waren im Wert von 6,63 Milliarden Euro aus. Das entspricht einer Steigerung um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt damit unter den Wachstumsraten des Landes, aber über dem Bundesschnitt. Die Region Hochrhein- Bodensee zeigte in den drei Landkreisen Konstanz, Waldshut und Lörrach allerdings unterschiedliches Wachstum. Den höchsten Exportzuwachs mit 5,4 Prozent verbuchte dieses Mal der Landkreis Waldshut mit Exporten im Wert von 1,06 Milliarden Euro. So stieg der Exportanteil von 35,8 auf 36,8 Prozent. Dies ist erfreulich, denn der Wegfall von exportstarken Unternehmen wie der Papierfabrik Albbruck und Brennet ist damit kompensiert. Dennoch liegt der Kreis Waldshut damit weiterhin deutlich unter den Werten der Landkreise Konstanz und Lörrach. Die Internationalisierungsquote des Kreises ist weiterhin vergleichsweise gering und der Warenabsatz findet überwiegend im Inland statt. Traditionell sehr erfolgreich bei der Ausfuhr zeigte sich der Landkreis Konstanz, dessen Exportanteil von 50,6 Prozent in 2012 über 51,9 Prozent in 2013 kontinuierlich anwuchs auf nun 52,7 Prozent in Der Auslandsumsatz hat 2014 um rund 4,4 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro zugenommen. Der starke Umsatzrückgang in der Solarindustrie, eine starke Branche im Landkreis in den Vorjahren, ist damit bereits ausgeglichen. Die Region Lörrach steht mit einem Exportvolumen von 2,72 Milliarden Euro und einem Exportanteil von rund 57 Prozent weiterhin gut im Vergleich zu Baden-Württemberg als Industriestandort da. Auch wenn die Exportquote nur um 2,9 Prozent angestiegen ist, Wirtschaft im Südwesten 17

2 REGIOREPoRT IHK Hochrhein-Bodensee INHALT 17 exportzuwachs 2015 Wachstumsmotor in der Region 19 Bodenseeregion als Modell IHK beim Wirtschaftskonzil 20 Konjunkturbericht Wirtschaft auf hohem Niveau 22 Jobinfo-Tour Schüler zu Besuch in IT- Ausbildungsbetrieben 23 Ausbildungsbotschafter Aus dem Alltag der Azubis 24 go.for.europe Internationales Arbeitsmarktgespräch in Friedrichshafen 26 Wirtschaftsjunioren Hochrhein Kamingespräch mit Armin Schuster 27 Amtliche Veröffentlichungen 30 industrieausschuss bei e+h Innovationsprozesse im Fokus 32 Lehrgänge und Seminare der ihk bewegt sich die Industrie im Kreis auf hohem Niveau und zeigt Exportstärke. Der Export ist damit weiterhin der Wachstumsmotor der Region, kommentiert Uwe Böhm, Geschäftsführer International der IHK Hochrhein-Bodensee, diese Entwicklung. Die aktuelle Stimmung ist weiterhin positiv, die Euroschwäche stärkt den Export in Wachstumsmärkte wie Asien und die USA. Welche Effekte sich aus dem starken Schweizer Frankenkurs für die Unternehmen der Region ergeben, ist noch nicht absehbar. Einerseits werden die Lieferungen in die Schweiz günstiger. Sollte die Gesamtnachfrage allerdings abnehmen, dann schlägt sich das negativ nieder. Investitionen in den Euroraum von Unternehmen mit Sitz in der Schweiz werden andererseits attraktiver. Ein Effekt könnte sein, dass auch Produktionskapazitäten im grenznahen Raum ausgebaut werden. Davon könnte vor allem der Raum Lörrach einen Vorteil haben. Dort sitzen auch die energieintensiven Betriebe, die von den aktuell niedrigen Energiepreisen profitieren. Die internationalen Krisen im Ukrainekonflikt oder im Nahen osten hatten wenig Einfluss auf das Geschäft, da dorthin bisher schon wenig Kontakte der Wirtschaft aus der Region bestanden. Das Russlandgeschäft hat sich bei einigen Betrieben zwar negativ entwickelt, so Böhm, aber dies hat sich bisher insgesamt weit weniger in den Exportzahlen widergespiegelt als erwartet. Bö Neue bundesweite Websites ihk.de und Jobportal Wer sich selbstständig machen will, einen Ausbildungsplatz sucht, eine Zollbescheinigung braucht oder einen ausländischen Berufsabschluss anerkennen lassen möchte ist bei der Industrie- und Handelskammer an der richtigen Adresse. Damit Informationssuchende noch leichter zum Ziel kommen, ist nun das neue Dachportal online gegangen. Dort finden Nutzer die wichtigsten Themen und Produkte. Sie erhalten schnell einen Überblick und sind mit wenigen Klicks auch gleich bei ihrer IHK mit den richtigen Ansprechpartnern. Für all diejenigen, die sich vorstellen können, bei einer der bundesweit 80 IHKs zu arbeiten, oder darüber nachdenken, für eine Zeit lang ins Ausland zu gehen, zum Beispiel zu einer der weltweit 130 deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), Repräsentanzen und Delegiertenbüros wurde zudem ein neues Job- und Karriereportal von IHKs und AHKs lanciert. Unter findet man dort aktuelle Stellenangebote weltweit von Fach- und Führungspositionen bis zu Praktikumsstellen. wis und IHK im Internet Vielfältige aktuelle Informationen fi nden Sie rund um die Uhr auf unserer Website: Sie erreichen uns per unter der Adresse: 18 Wirtschaft im Südwesten

3 Bodenseeregion als Modell in Europa IHK beim Wirtschaftskonzil 2015 Das Konstanzer Konzil, dessen 600-jähriges Jubiläum die Stadt am Bodensee derzeit feiert, ist ein gelungenes Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Um den Gedanken der aktiven Zukunftsgestaltung aufzugreifen, kamen Ende April über 650 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung im Konzilgebäude zusammen. Dabei wurde die Bodenseeregion als Wirtschaftsmodell Europas in den Blick genommen sowie über die Chancen des Standorts diskutiert. Die Industrie- und Handelskammer Hochrhein- Bodensee begleitete diese Konferenz und nahm aktiv teil. Die Fotos zeigen den IHK- Hauptgeschäftsführer Claudius Marx bei der Moderation und Leitung des ersten Forums mit dem Titel Unternehmenskonzepte von morgen Chancen für den Mittelstand im Bodenseeraum (unten Bildmitte) sowie die Geschäftsführerin des Bereichs Innovation und Umwelt, Sunita Patel, bei der Teilnahme am Forum Innovation als Zukunftssicherung im Bodenseeraum (mittleres Foto). Die IHK war auch mit einem Stand vertreten (Foto oben). Einen ausführlichen Beitrag lesen Sie im Mantelteil dieser Ausgabe ab Seite 6. wu Wirtschaft im Südwesten 19

4 REGIOREPoRT IHK Hochrhein-Bodensee Geschäftslage und Geschäftserwartungen Saldo positiver/negativer Nennungen % Geschäftslage Geschäftserwartungen Auftragseingang steigt Konjunktur zieht an Die Lage und die Erwartungen der Unternehmen in der IHK-Region Hochrhein-Bodensee sind ungebrochen positiv. Der von der IHK errechnete Index für das Konjunkturklima in der Region ist auf hohem Niveau von 132 auf 141 Punkte gestiegen. In den Wechselkursen schlummert ein Risiko für die weitere Entwicklung. Die Dokumentationspflichten im Zuge des Mindestlohngesetzes belasten viele Unternehmen. Das Ergebnis der aktuellen Umfrage der IHK zeigt, dass die Konjunktur in der Region im Frühjahr angezogen hat. Mit einem Anstieg des Indikators für die Geschäftslage von 149 auf 156 Punkte übersteigt er das hohe Niveau der vorangegangenen Monate deutlich. Insgesamt beurteilen 56 Prozent der teilnehmenden Betriebe ihre momentane Geschäftslage als gut, 43 Prozent als befriedigend und gerade einmal 0,3 Prozent als schlecht. Die Werte in der Region sind damit im Vergleich zum Landesschnitt abermals deutlich besser. Industrie entwickelt sich positiv Die aktuelle Geschäftslage der Industrieunternehmen in der Region Hochrhein-Bodensee hat sich seit Jahresbeginn gefestigt und zeigt sich auf einem ähnlich guten Niveau wie im Frühjahr des vergangenen Jahres. So sank der Anteil der Unternehmen, die die Geschäftslage mit schlecht bezeichnen auf nur noch ein Prozent. Bei knapp über der Hälfte der Betriebe ist die Lage befriedigend und bei 47 Prozent ist die aktuelle Geschäftslage gut. Auch mit der Ertragslage sind die Unternehmen fast ausschließlich zufrieden. Hier sprechen 32 Prozent der Industrieunternehmen von einer guten und 63 Prozent von einer befriedigenden Ertragslage. Fünf Prozent stufen die Ertragslage dagegen mit schlecht ein. Der Auslastungsgrad der Kapazitäten in der Industrie mit aktuell rund 88 Prozent liegt auf Vorjahresniveau. Wesentlich verbessert zeigt sich die derzeitige Tendenz bei den Auftragseingängen. So berichtet die Hälfte der produzierenden Unternehmen von einem steigenden Auftragseingang. Bei 35 Prozent zeichnet sich aktuell ein gleichbleibender Eingang ab, während dieser bei 15 Prozent der Betriebe zurückgeht. Dabei haben sich sowohl der Auftragseingang aus dem Inland als auch aus dem Ausland deutlich verbessert. So geben rund 38 Prozent der Betriebe eine Steigerung beim Eingang von Inlandsaufträgen an und 47 Prozent bei den Aufträgen aus dem Ausland. Damit bleibt die Binnennachfrage eine zentrale Stütze des produzierenden Gewerbes, auch wenn sich andeutet, dass die Auslandsmärkte sich wieder zu erholen scheinen. Handel und Dienstleistungen im Aufwind Im Handel und Dienstleistungsbereich herrscht ungebrochen gute Stimmung. So berichten 69 Prozent der Unternehmen von einer guten Geschäftslage, die restlichen 31 Prozent sind mit ihrer aktuellen Lage zufrieden. Und auch beim Umsatz verzeichnen 46 Prozent der Handels- und Dienstleistungsunternehmen eine Steigerung gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal. Bei knapp 35 Prozent ist der Umsatz diesbezüglich konstant geblieben. Diese nochmalige Steigerung dürfte auch auf den seit der Entscheidung der Schweizer Nationalbank zur Entkoppelung des Schweizer Frankens vom Eurokurs gegenüber dem Euro gestiegenen Frankenkurs zurückzuführen sein. Aufgrund der engen Verflechtungen der Wirtschaft an 20 Wirtschaft im Südwesten

5 Bodensee und Hochrhein mit der Schweiz profitieren in dieser Phase verstärkt die deutschen Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Sehr positiv sieht es auch bei der Ertragslage aus. Rund 56 Prozent der Unternehmen im Handel und im Dienstleistungsbereich beurteilen diese derzeit als gut und weitere 40 Prozent sind mit dem Ertrag zufrieden. Die derzeitige Tendenz bei der Nachfrage zeigt sich bei 65 Prozent der Betriebe gleichbleibend, bei 29 Prozent der Unternehmen ist gar ein steigendes Auftragsvolumen zu verzeichnen. Positive Geschäftsentwicklung erwartet Die meisten Unternehmen im Kammerbezirk sehen für die kommenden zwölf Monate weiter positive Geschäftsentwicklungen voraus. Dabei zeigen sich ähnliche Erwartungshaltungen bei Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Rund 90 Prozent erwarten eine gleichbleibende oder bessere Entwicklung als in den vergangenen Monaten. Auch dies ist eine Steigerung gegenüber dem Jahreswechsel. Folgen des Mindestlohngesetzes belasten Der neu eingeführte Mindestlohn und die damit verbundenen Dokumentationspflichten belasten die Unternehmen der Region. So geben lediglich 34 Prozent der Betriebe an, nicht vom Mindestlohn und den Dokumentationspflichten betroffen zu sein. Dabei ist es hauptsächlich die Dokumentation von Arbeitszeiten, die bei 26 Prozent der Betriebe großen und bei weiteren 27 Prozent einen mittleren zusätzlichen Aufwand erfordern. Und auch im Bereich der Minijobs entsteht durch die neuen Regelungen ein erheblicher zusätzlicher Verwaltungsaufwand. Hier gibt die Hälfte der an der Umfrage beteiligten Unternehmen an, einen mittleren oder gar großen zusätzlichen Aufwand zu haben. Der Handel und der Dienstleistungsbereich sind dabei in größerem Maße von diesen Belastungen betroffen. Hier geben fast zwei Drittel aller Betriebe einen mittleren bis großen Aufwand durch die Dokumentationspflichten an. Dies gilt auch im Hinblick auf die Minijobs. Mehr als jeder zweite Betrieb (58 Prozent) verzeichnet hier einen deutlich erhöhten Aufwand, während dies bei den Industriebetrieben nur 36 Prozent sind. Dies zeigt deutlich, dass im Bereich der Dokumentationspflichten zum Mindestlohn dringender Handlungsbedarf besteht und die Bundesregierung schnellstmöglich für Entlastung der Betriebe sorgen muss. Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung Die anhaltend positive wirtschaftliche Situation in den Unternehmen ist fast schon eine Überraschung vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten und hausgemachter, durch die Bundespolitik verursachter Belastungsfaktoren wie zum Beispiel Mindestlohn, Erbschaftsteuerreform oder Rente mit 63. Dennoch sind die Unternehmen in der Region Hochrhein-Bodensee optimistisch und möchten die Beschäftigtenzahlen vor ort in den kommenden Monaten konstant halten oder gar erhöhen. So beabsichtigen drei Viertel der Betriebe die Mitarbeiterzahlen zu halten; weitere rund 20 Prozent wollen zusätzliches Personal einstellen. Der Fachkräftemangel und die steigenden Arbeitskosten sind dementsprechend auch die unter den Handels- und Dienstleistungsbetrieben am häufigsten genannten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung. Aber auch der Wechselkurs des Euros zum Schweizer Franken birgt für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Betriebe ein zunehmendes Risiko. Sahen vor der Entkoppelung des Schweizer Frankens vom Eurokurs nur fünf Prozent der Händler und Dienstleister darin ein Risiko, so sind es aktuell 27 Prozent. Im produzierenden Gewerbe werden die Inlandsnachfrage und die Wechselkurse als stärkste Risiken angesehen. Aufgrund unsteter ausländischer Absatzmärkte ist die Bedeutung einer robusten Binnenkonjunktur groß und entsprechend negativ wäre ein Einbrechen dieser wichtigen Stütze für die regionale Wirtschaft. Zudem wird der Export durch den im Verhältnis zum Dollar und Schweizer Franken aktuell schwachen Euro gestützt. Sollte der Euro an Stärke gewinnen, könnte die in der Region ansässige Exportindustrie diese Währungsvorteile wieder verlieren. ag Dokumentation unter: Auslastungsgrad der Kapazitäten % Auslastungsgrad langjähriger Durchschnitt Wirtschaft im Südwesten 21

6 REGIOREPoRT IHK Hochrhein-Bodensee Schüler besuchen IT-Ausbildungsbetriebe im Landkreis Lörrach. Schüler besuchen IT-Ausbildungsbetriebe im Landkreis Lörrach Jobinfo-Tour der connect Dreiländereck Gespannt sitzen die 14 jungen Teilnehmer der Jobinfo-Tour am 24. April im connect-bus auf dem Weg zur Besichtigung des ersten Ausbildungsbetriebs. Ich wusste vorher schon, dass ich etwas in Richtung Informatik machen werde, aber was jetzt konkret, das ist noch offen, sagt Tamara Alberti aus Wehr. Aus diesem Grund möchte sich die 19-Jährige, die zurzeit noch das Mathilde-Planck-Gymnasium in Lörrach besucht, einen Überblick über die verschiedenen Berufe im IT-Bereich verschaffen. Und genau das ist auch das Ziel der von connect Dreiländereck organisierten Jobinfo-Tour: Wir wollen Schüler für die Berufe in der IT- Branche gewinnen und im Umkehrschluss so hoffentlich auch dem Fachkräftemangel frühzeitig entgegenwirken, erklärt Gudrun Gempp vom Netzwerkmanagement connect Dreiländereck. Der erste Halt der connect-bustour: die Endress+Hauser GmbH & Co. KG. Markus Stecker, Software Entwickler und Teilausbilder bei dem Maulburger Unternehmen, führt durch das neue, moderne open office -Ausbildungscenter, das so auch bei einem der großen IT-Spezialisten in Kalifornien stehen könnte. Nach einem kurzen Vortrag über die Ausbildung zum Fachinformatiker, bekommen die Jugendlichen einen Einblick in den Berufsalltag der Auszubildenden. Hier erfahren sie, mit welchen Projekten man sich beispielsweise in der CIN-Abteilung, die sich um die internen Netzwerke von Endress+Hauser kümmert, beschäftigt. Einen Einblick in den IT-Beruf aus einem ganz anderen Blickwinkel bietet sich den Teilnehmern bei dem zweiten Halt der connect Jobinfo-Tour. Die Abacus Systemberatung ohg befindet sich ebenfalls in Maulburg und kümmert sich im Gegensatz zu Endress+Hauser um die IT-Systeme externer Firmen. Internet- und Datensicherheit sind hier ein großes Thema. Es ist natürlich toll, wenn die Jugendlichen einen Betrieb live sehen können speziell da sie verschiedene Standorte anfahren. Bei Endress+Hauser lernen sie die eine Seite von IT kennen - sprich die Administration - und bei uns dann die Dienstleistung von der Pike auf bis hin zur Betreuung des Kunden, äußert sich die von der connect-tour begeisterte Leiterin des Personalwesens bei Abacus, Nadine Dreher. Das Unternehmen, das sich bereits seit 25 Jahren am Markt behauptet, bietet Ausbildungsplätze zum IT-Kaufmann und zum Fachinformatiker für Systemintegration an. Begeistert von dem Know-how der Teilnehmer ist Andreas Eschbach. Ich bin sehr positiv überrascht über das Wissen und den Umgang mit den Begrifflichkeiten durch die jungen Menschen, die heute bei der Tour mit dabei sind, so der Geschäftsführer von eschbachit in Bad Säckingen. Das relativ junge Software-Unternehmen, welches der connect-bus als letztes anfährt, bildet sowohl Studenten im Rahmen des dualen Studiengangs Wirtschaftsinformatik in Kooperation mit der DHBW Lörrach als auch Fachinformatiker im Bereich der Anwendungsentwicklung aus. Abgerundet wird der IT-Nachmittag durch zusätzliche Informationen, die die Teilnehmer während der Busfahrt durch die IHK-Ausbildungsberaterin Julia Reinacher und Helga Martin, Geschäftsführerin des Schülerforschungszentrums phaenovum in Lörrach, erhalten. Es war hochinteressant zu sehen, wie die Unternehmen aufgebaut sind. Aber auch der Vergleich: Beispielsweise erst Endress+Hauser und dann ein kleines Unternehmen wie eschbachit, wo es sehr viel intimer zugeht. Von daher hat mir die connect Jobnfo-Tour in jedem Fall etwas gebracht, so das abschließende Fazit von Teilnehmerin Tamara Alberti, die sich am Ende vielleicht tatsächlich bei einem der besuchten Unternehmen bewerben wird. Das Cluster für Informationstechnologie connect Dreiländereck wird von den folgenden Institutionen getragen: Duale Hochschule Baden-Württemberg Lörrach, Gewerbe Akademie Schopfheim, Handwerkskammer Freiburg, IHK Hochrhein-Bodensee, Innocel Innovations-Center Lörrach, VHS Lörrach sowie Wirtschaftsregion Südwest GmbH. gg Gudrun Gempp, Projektregie Netzwerkmanagement connect Dreiländereck Telefon: Diana Stöcker, Geschäftsführerin Innocel Innovations-Center Lörrach GmbH Telefon: Wirtschaft im Südwesten

7 Ausbildungsbotschafter Aus dem Alltag der Azubis Ende April war es wieder soweit: Fünf Auszubildende der Firmen AoK Hochrhein- Bodensee und Conductix-Wampfler GmbH nahmen an der Schulung zum/zur Ausbildungsbotschafter/in in der IHK in Schopfheim teil. Die Schulungen finden ganztägig von 9 Uhr bis 16 Uhr statt. Themen wie Meine Rolle als Ausbildungsbotschafter, Feedbackregeln, Präsentationstechniken, Medieneinsatz, Karrieremöglichkeiten werden genauso behandelt wie die praktische Gruppenarbeit zum Thema Berufsausbildung mit anschließender Kurzpräsentation und Simulation eines Schuleinsatzes. Die Auszubildenden erhalten in der Schulung einen groben Rahmenplan, um den Schuleinsatz abschätzen und die Präsentation effektiv gestalten zu können. So können sich die Auszubildenden rechtzeitig mit ihrer Rolle als Ausbildungsbotschafter auseinandersetzen und identifizieren. Inhalte der Präsentation könnten der eigene Weg in den Beruf, die täglich anfallenden Aufgaben innerhalb des Berufsbildes, die Berufsausbildung sowohl in Theorie (an der Berufsschule) als auch in Praxis, persönliche Erfahrungen oder Erlebnisse, Karrieremöglichkeiten und vieles mehr sein. Die Ausbildungsbotschafter sollten keinesfalls als Experten auftreten, vielmehr ehrlich und authentisch von ihren eigenen persönlichen Erfahrungen berichten. Die Initiative Ausbildungsbotschafter wird landesweit von den Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und BBQ Berufliche Bildung GmbH umgesetzt. Die hervorragende Unterstützung durch die Auszubildenden und deren Unternehmen ist aus IHK-Sicht sehr erfreulich. Die Firmen unterstreichen ihre Bereitschaft mit der Tatsache, dass beispielsweise Anreisekosten der Auszubildenden zu den Einsätzen bezahlt werden und dass sie für ihr Projekt als Ausbildungsbotschafter freigestellt werden. Das in ganz Baden-Württemberg laufende Projekt ist vorbildlich und wurde im Juni 2013 mit dem bundesweiten Bildungspreis Ideen für die Bildungsrepublik ausgezeichnet. lg Luisa Greif, Regionale Koordination Ausbildungsbotschafter Bereich Ausbildung, Geschäftsfeld Ausbildung und Weiterbildung, Tel.: Mail: Auszubildende bereiten sich auf die Tätigkeit als Ausbildungsbotschafter vor. Anzeige wimatec MATTES GmbH Heiligenberger Straße 42, Ostrach Tel.: +49 (0) , Dauerhaft. Besser!

8 REGIOREPoRT IHK Hochrhein-Bodensee Go.for.europe Internationales Arbeitsmarktgespräch in Friedrichshafen Verena König, Projektleiterin von Go.for.Europe, im Gespräch mit Thomas Bergert, Redakteur vom Radio Session Allgäu. Referenten des internationalen Arbeitsmarktgesprächs im Graf Zeppelin Haus. Ende April fand im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen eine vielseitige Veranstaltung zum Thema: Internationalisierung der Ausbildung Ein Blick in die Praxis statt. Neben einigen Impulsreferaten zu verschiedenen EU-Programmen wie MobiProEu, xchange, CET und idea Instituto Dual hat Verena König, Projektleitung von Go.for.europe, das Angebot der bekannten Servicestelle in Baden-Württemberg präsentiert. Thomas Bergert vom RSA führte durch das Programm und bot im Anschluss an die Vorträge Gelegenheit, den rund 50 Gästen Fragen zu den jeweiligen Projekten zu stellen. Eine lebendige Diskussionsrunde entstand, in der viel Wissenswertes ausgetauscht wurde. Darüber hinaus hat Ana Pinto, Auszubildende bei der IHK Hochrhein-Bodensee, über ihre Berufseinblicke im Ausland berichtet. Die Zeit im Ausland war für mich eine enorme Bereicherung und ich kann diese Erfahrung nur jedem empfehlen, so die angehende Kauffrau für Bürokommunikation, die während ihrer Ausbildung ein Auslandspraktikum im Tessin absolvierte. Go.for.europe ist ein Gemeinschaftsprojekt der baden-württembergischen Wirtschaft und vermittelt seit über fünf Jahren nicht nur Praktikumsplätze in der EU sondern kümmert sich auch um Bürokratisches und Finanzielles, steht den Auszubildenden vor ort zur Seite und berät ebenfalls Unternehmen. Seit 2008 hat Go.for.europe dazu beigetragen, dass über Auszubildende aus Baden-Württemberg einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolvieren konnten. vk Weitere Informationen zum Projekt sind auf oder bei Verena König, Projektleiterin bei der IHK Hochrhein-Bodensee, telefonisch unter: oder per verena. erhältlich. Anzeige 24 Wirtschaft im Südwesten

9 Vertriebsweg Handelsvertretung Externe Spezialisten für den Warenabsatz Die schnelle technologische Entwicklung, die Umstrukturierung der Märkte und der intensive Wettbewerb in allen Branchen stellt Unternehmen vor große Herausforderungen - auch im Vertrieb. Hinsichtlich des Kostendrucks spricht viel für das outsourcing des Vertriebs an externe Vertriebspartner. Eine Möglichkeit, Vertriebsfunktionen auszugliedern, ist die Einschaltung von Handelsvertretungen. Handelsvertreter sind externe Vertriebsspezialisten, die Geschäfte für ein anderes Unternehmen vermitteln oder sie in dessen Namen abschließen. Gerade im B2B-Bereich spielen sie eine große Rolle. Sie vermitteln Waren zwischen Unternehmen auf allen Wirtschaftsstufen und in nahezu allen Branchen. Der von Handelsvertretungen in Deutschland vermittelte Warenumsatz beläuft sich auf etwa 178 Milliarden Euro im Jahr. Ein Plus im externen Vertrieb ist die Vergütung. Handelsvertretungen werden erfolgsabhängig - in der Regel durch eine Provision, also einem bestimmten Prozentsatz vom vermittelten Umsatz - vergütet. Damit entfällt für die Unternehmen der gesamte Fixkostenblock. Weitere Vorteile sind die konkreten Leistungen, die Handelsvermittlungen anbieten. Zur Kerntätigkeit, der reinen Vermittlung von Waren, kommen vielfältige Dienstleistungen hinzu, wie etwa Beschaffung von Informationen, technische Beratung und Entwicklungsarbeiten, Reklamationsbearbeitung, Führung eines Auslieferungslagers und vieles mehr. Darüber hinaus ist die persönliche Kundenbeziehung die größte Stärke von Handelsvertretungen. Insbesondere bei beratungs- und erklärungsbedürftigen Produkten in der Investitionsgüter-, Hightech- und Zulieferindustrie im B2B-Bereich liegt der Fokus auf dem persönlichen Verkauf. Ein Alleinstellungsmerkmal des selbständigen Vertriebs ist der umfassende Marktüberblick durch mehrere Vertretungen (im Durchschnitt vertreten Handelsvertretungen 4,6 Unternehmen). Durch ihre breite Aufstellung erhalten Handelsvertreter Informationen über die Konkurrenten und die Märkte insgesamt. Im Gespräch erfahren sie, welche Bedürfnisse Kunden und deren Abnehmer haben. Dadurch können sie ihren vertretenen Unternehmen Impulse und Anregungen aus der täglichen Praxis geben. Letztlich muss im Einzelfall entschieden werden, wie ein Unternehmen seinen Vertrieb strukturiert. Verkaufsorganisationen - seien es unternehmensinterne oder externe Spezialisten - müssen heute wesentlich mehr leisten, um zumindest die Ergebnisse der Vergangenheit zu erreichen. Ein bedeutender Erfolgsfaktor ist nach wie vor eine stabile vertrauensvolle Kundenbeziehung, und die muss oft über Jahre hinweg aufgebaut und vor allem gepflegt werden. Der menschliche Kontakt, das miteinander Umgehen, spielt immer noch eine wichtige Rolle. Dazu gehört auch Kontinuität. kü Bertram Paganini Tel.: Mail: Webinar Unternehmen, die sich für den Vertriebsweg der Handelsvertretung interessieren, können sich ausführlich in dem Webinar Vertriebsweg Handelsvertretung Handelsvertreter als externe Spezialisten für den Warenabsatz informieren. Dabei handelt es sich um ein Online-Seminar, das sich die Teilnehmer bequem über das Internet anschauen können. Die Möglichkeit besteht, Fragen an den Referenten zu stellen, die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei. Termin: 26. Juni um 11 Uhr Anmeldungen über: https://attendee.gotowebinar.com/ register/ Eine Kurzanleitung zur Webinarteilnahme können Sie einsehen unter: Anzeige Wirtschaft im Südwesten 25

10 REGIOREPoRT Armin Schuster (CDU) gab Einblicke in seine Welt als Mitglied des Bundestags und stellte sich den Fragen der Gäste. Wirtschaftsjunioren Hochrhein Kamingespräch mit Armin Schuster Die Wirtschaftsjunioren Hochrhein empfingen Ende April das Mitglied des Bundestages Armin Schuster zu einem Kamingespräch einer möglichen neuen Veranstaltungsreihe für Mitglieder, Freunde und Interessenten. In den Räumlichkeiten der Loeba Treuhand GmbH, die von den Geschäftsführern Stephan Karl Schultze und Thomas Graw (GA-Mitglied der Wirtschaftsjunioren Hochrhein) zur Verfügung gestellt wurden, fanden sich neben Armin Schuster und dem Moderator des Abends Clemens Grötz 12 Mitglieder und Gäste aus der Schweiz zu einem sehr persönlichen und informativen Abend zusammen. Das Ambiente stimmte, einzig der avisierte Kamin war nirgends zu finden. Clemens Grötz führte durch einen sehr unterhaltsamen Abend: Armin Schuster beantwortete viele der zuvor unter den Gästen gesammelten Fragen und gab dabei interessante Einblicke in seine Vita sowie seine aktuelle Welt als MdB. Er ist obmann seiner Fraktion im Innenausschuss und Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr). Regional engagiert er sich beispielsweise für die Sportstiftung Südbaden, die er mit initiiert hat. Bei dem Kamingespräch wurde auch die Bedeutung von Netzwerken, Stakeholder Management und Mitarbeiterführung thematisiert Schwerpunktthemen für die Junioren Hochrhein. Schusters umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet und sein Vergleich von wirtschaftlichen und politischen Führungsstilen waren ein Thema des Abends, das vertieft wurde. Aber auch den privateren Fragen zu Werdegang, Befindlichkeiten in der Gewichtung seiner Funktionen und den Perspektiven (s)einer politischen Karriere stellte sich Schuster sehr offen und vermittelte damit den Eindruck, dass die Politik durchaus nicht, wie häufig von außen wahrgenommen, ein von der Realität des Alltagslebens abgekoppeltes Eigenleben führt. In diesem Zusammenhang warb er intensiv und parteiübergreifend für das politische Engagement. Alles in allem war das Kamingespräch mit Armin Schuster ein gelungener Abend mit intensiven Einblicken ein guter Start in eine hoffentlich neue und interessante Reihe von Veranstaltungen der Wirtschaftsjunioren Hochrhein. wjh 26 Wirtschaft im Südwesten

11 Änderungsvorschrift der Besonderen Rechtsvorschriften für die Prüfung Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen für Auszubildende in den Ausbildungsberufen Industriekaufmann/- frau und Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel Die Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee ändert aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 7. Mai 2015 als zuständige Stelle nach 9 in Verbindung mit 79 Abs. 4 Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBI. I S. 931), zuletzt geändert durch Artikel 22 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBI. I S. 2749), die Besondere Rechtsvorschrift für die Prüfung Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen für Auszubildende in den Ausbildungsberufen Industriekaufmann/-frau und Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel wie folgt: 10 Abs. 4 Prüfungszeugnis und Gesamtergebnis der Prüfung wird um folgenden Satz ergänzt: Darüber hinaus kann ein Hinweis auf das Sprachniveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen aufgenommen werden. Diese Änderungsvorschrift tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in der IHK-Zeitschrift ( Wirtschaft im Südwesten ) der IHK Hochrhein-Bodensee in Kraft. Ausgefertigt: Konstanz/Schopfheim, den 8. Mai 2015 IHK Hochrhein-Bodensee Thomas Conrady Präsident Prof. Dr. Claudius Marx Hauptgeschäftsführer Der Beschluss zur Änderungsvorschrift der Besonderen Rechtsvorschriften für die Prüfung Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen für Auszubildende in den Ausbildungsberufen Industriekaufmann/-frau und Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel der IHK Hochrhein-Bodensee wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt Wirtschaft im Südwesten veröffentlicht. Konstanz/Schopfheim, den 8. Mai 2015 IHK Hochrhein-Bodensee Thomas Conrady Präsident Prof. Dr. Claudius Marx Hauptgeschäftsführer Beschluss zur Umsetzung der Ausbildungsregelungen zum Fachpraktiker im Verkauf/ Fachpraktikerin im Verkauf gem. 66 BBiG Auf Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung hat der Berufsbildungsausschuss (BBA) der IHK Hochrhein-Bodensee in seiner Sitzung am 7. Mai 2015 gem. 66 Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005, zuletzt geändert durch Artikel 22 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749), beschlossen, die Ausbildungsregelung Fachpraktiker im Verkauf/Fachpraktikerin im Verkauf für die IHK Hochrhein-Bodensee für anwendbar zu erklären. Der Beschluss tritt am Tage nach seiner Veröffentlichung im Mitteilungsblatt der IHK Hochrhein-Bodensee ( Wirtschaft im Südwesten ) in Kraft. Ausgefertigt, Konstanz/Schopfheim, den 8. Mai 2015 IHK Hochrhein-Bodensee Der Beschluss des Berufsbildungsausschusses der IHK Hochrhein-Bodensee vom 7. Mai 2015 zur Anwendung der Ausbildungsregelung Fachpraktiker im Verkauf/Fachpraktikerin im Verkauf wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt Wirtschaft im Südwesten veröffentlicht. Konstanz/Schopfheim, den 8. Mai 2015 IHK Hochrhein-Bodensee Thomas Conrady Präsident Prof. Dr. Claudius Marx Hauptgeschäftsführer Thomas Conrady Präsident Prof. Dr. Claudius Marx Hauptgeschäftsführer Geschäfte im Down under Ländersprechtag Australien Australien gehört zu den Ländern mit einem hervorragendem Investitionsklima weltweit und ist zudem stark von Importen abhängig. Viele deutsche Unternehmen haben sich daher im Down Under seit Jahrzehnten erfolgreich etabliert. Aus Deutschland werden vorwiegend Maschinen, Ausrüstungsanlagen für den Bergbau und pharmazeutische Güter exportiert. Unternehmensvertretern, die mehr über die Geschäftsmöglichkeiten in Australien erfahren möchten, bietet die IHK Hochrhein- Bodensee am 22. Juni eine kostenfreie Inhouse-Beratung an. Seul-Gi Lee, Vertreter der Deutsch-Australischen Auslandshandelskammer in Sydney, kommt gemeinsam mit dem Geschäftsführer International, Uwe Böhm von der IHK Hochrhein-Bodensee, in interessierte Unternehmen und informiert im Rahmen eines circa einstündigen Gesprächs über aktuelle Geschäftsperspektiven und Marktvorhaben. bei können auch Spezialthemen wie Handelsvertretersuche und Personalfragen Dadiskutiert und alle verantwortlichen Mitarbeiter einbezogen werden. Bö Uwe Böhm, Telefon Bild: destina Fotolia Wirtschaft im Südwesten 27

12 REGIOREPoRt IHK Hochrhein-Bodensee Aufgabenübertragung Abnahme der Sachkundeprüfung nach 34 h Abs. 1 S. 4 i.v.m. 34 f Abs. 2 Nr. 4 Gewerbeordnung auf die IHK Region Stuttgart Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee hat am 27. März 2015 aufgrund von 10 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920), zuletzt geändert durch Artikel 17 des Gesetzes zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften vom 25. Juli 2013 (BGBl. I, S. 2749), unter der Voraussetzung der Genehmigung durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden- Württemberg, beschlossen, die Aufgabe zur Abnahme der Sachkundeprüfung Geprüfter Finanzanlagenfachmann/Geprüfte Finanzanlagenfachfrau IHK nach 34 h Abs. 1 Satz 4 i.v.m. 34 f Abs. 2 Nummer 4 GewO i.v.m. 1 bis 3 der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) auf die IHK Region Stuttgart zu übertragen. Der Beschluss der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee vom 27. März 2015 über die Übertragung der Aufgabe Abnahme der Sachkundeprüfung Geprüfter Finanzanlagenfachmann/Geprüfte Finanzanlagenfachfrau IHK nach 34 h Abs. 1 Satz 4 i.v.m. 34 f Abs. 2 Nummer 4 GewO i.v.m. 1 bis 3 der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) auf die IHK Region Stuttgart wird gem. 10 Absatz 1 IHKG des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) i.v.m. 2 Abs. 1 des Gesetzes über die Industrie- und Handelskammern in Baden- Württemberg vom 27. Januar 1958 (Gbl. S. 77) genehmigt. Stuttgart, 15. April 2015 Az: /63 Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg Konstanz, den 27. März 2015 IHK Hochrhein-Bodensee Dieter Mähler Regierungsdirektor Thomas Conrady Präsident Prof. Dr. Claudius Marx Hauptgeschäftsführer Der vorstehende Beschluss wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt Wirtschaft im Südwesten veröffentlicht. Konstanz, 24. April 2015 IHK Hochrhein-Bodensee Thomas Conrady Präsident Prof. Dr. Claudius Marx Hauptgeschäftsführer Anzeige

13 Seminar im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wirtschaftsrecht für Unternehmer Sicherer Umgang mit personenbezogenen Daten im Betrieb Nahezu alle Unternehmensbereiche sind vom Datenschutz betroffen. Vom richtigen Umgang mit und Internet über das klassische Bewerbungsmanagement bis hin zu Job-Portalen und e-recruiting, Direktmarketing und Versand von Newslettern sowie Videoüberwachung am Arbeitsplatz. Unternehmen müssen sich intensiv mit datenschutzrechtlichen Vorschriften auseinandersetzen, um empfindliche Strafen, Abmahnungen oder Nachteile in arbeitsrechtlichen Verfahren zu vermeiden. Im Mittelpunkt des Seminars Sicherer Umgang mit personenbezogenen Daten im Betrieb in Konstanz und Schopfheim steht die Sensibilisierung für die Vielzahl der datenschutzrechtlichen Fragen in der betrieblichen Praxis. Thematisiert werden (Auswahl): Persönliche Stellung und Aufgaben des Datenschutzbeauftragten Private Nutzung von und Internet im Unternehmen outsourcing und Auftragsdatenverarbeitung Datenschutz bei Absatz-, Marketing und Vertrieb, insbesondere Direktmarketing, Newsletter und Gewinnspiele Datenschutz im Personalwesen, Umgang mit Mitarbeiter- und Bewerberdaten Was geht, was geht nicht? Datenschutz bei Bildern Datenschutzerklärung, Cookies, Trackingtools Bring your own Device Datensicherheitsrisiken von Smartphones im Unternehmen Aktuelle Themen Die Veranstaltung findet statt: am 16. Juni von 16 bis 19 Uhr in Konstanz im Gebäude der IHK Hochrhein-Bodensee, Schützenstr. 8 und am 17. Juni von 16 bis 19 Uhr in Schopfheim im Gebäude der IHK Hochrhein-Bodensee, E.- Fr.-Gottschalkweg 1. Die Teilnahmegebühr beträgt 90 Euro. Suchwort <Wirtschaftsrecht>. Inhouse-Beratung Ländersprechtag Türkei Die Türkei gilt trotz der aktuellen politischen Lage für die exportorientierten Unternehmen in Baden-Württemberg nach wie vor als eine der wachstumsstarken Regionen. Die Nachfrage nach Investitionsgütern in der Türkei steigt wieder und die Kapazitätsauslastung der Industrie wächst. Dieser positive Trend macht die Türkei als Markt interessant - insbesondere für den Export von Maschinen, Kraftfahrzeug-Zubehör, Mess- und Regeltechnik, Elektrotechnik und Kunststoffteile. Wer vor diesem Hintergrund über den Auf- oder Ausbau Ihrer Geschäftstätigkeit in der Türkei nachdenkt, dem bietet die IHK Hochrhein-Bodensee am 6. Juli eine kostenfreie, von der Europäischen Kommission geförderte Inhouse- Beratung an. Jan Nöther, Leiter der Deutsch-Türkischen Auslandshandelskammer in Istanbul, kommt gemeinsam mit Uwe Böhm, Geschäftsführer International von der IHK Hochrhein-Bodensee, in Unternehmen und informiert im Rahmen eines circa einstündigen Gesprächs über aktuelle Geschäftsperspektiven und Marktvorhaben. Dabei werden auch Spezialthemen wie Handelsvertretersuche und Personalfragen diskutiert. Alle verantwortlichen Mitarbeiter können einbezogen werden. Bö Uwe Böhm, Tel Veranstaltung zur erfolgreichen Auftragsabwicklung Bau/Montage - Dienstleistungen in der Schweiz Die Industrie- und Handelskammer bietet auch dieses Jahr im Rahmen des Enterprise Europe Networks wieder eine kostenlose Veranstaltung zum Thema Dienstleistungserbringung in der Schweiz an. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz sind eng, doch mit dem Waren- und Dienstleistungsexport in die Schweiz sind trotz der bilateralen Verträge einige wichtige Besonderheiten für eine erfolgreiche Auftragsabwicklung zu beachten. Es gilt die spezifischen zoll- und arbeitsrechtlichen Regelungen einzuhalten sei es bei reinen Montagearbeiten, dem Mitführen von Werkzeug und Ausrüstungen oder der Mitarbeiterentsendung. Galt bisher die Regelung, dass Mehrwertsteuerpflicht erst dann entsteht, wenn in der Schweiz mehr als CHF Umsatz im Kalenderjahr erwirtschaftet wird, so gibt es nach aktuellem Stand zukünftig diese Vereinfachung nicht mehr. Nach wie vor ist die unterschiedliche Zuordnung zu den Gesamtarbeitsverträgen in den einzelnen Kantonen ein Thema, die genaue Betrachtung im Einzelfall ist immer notwendig. In kompakter Form besteht die Möglichkeit, sich mit Fachleuten der Schweizer Behörden auszutauschen Darüber hinaus gibt Ihnen die Handelskammer Deutschland-Schweiz Informationen zum Vertriebs- und Exportmarketing. Die Veranstaltung findet am 23. Juni in Schopfheim im Gebäude der IHK Hochrhein-Bodensee, E.-Fr.-Gottschalkweg 1 statt, am 30. Juni in Konstanz im Gebäude der IHK Hochrhein-Bodensee, Schützenstr. 8, jeweils von 9 bis 13 Uhr. Anmeldungen unter (Dokumentnummer ) oder über den Veranstaltungskalender. mw Mariana Weber, Tel.: Wirtschaft im Südwesten 29

14 REGIOREPoRT IHK Hochrhein-Bodensee Die Mitglieder des Industrieausschusses zu Gast bei Endress+Hauser in Maulburg. Industrieausschuss bei Endress Hauser Innovationsprozesse im Mittelpunkt Der Industrieausschuss der IHK Hochrhein-Bodensee traf sich vor Kurzem zur konstituierenden Sitzung für die Amtsperiode 2014 bis 2019 in Mauburg. Das Thema Innovationsprozesse war der zentrale Aspekt der Sitzung unter Leitung des Vorsitzenden Dietmar Kühne. Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder von den Prozessen der Endress+ Hauser GmbH + Co. KG, an deren Stammsitz in Maulburg der Ausschuss zu Gast war. Willkommen geheißen wurden die Mitglieder des Industrieausschusses von CFo Holger Reichhold. Clemens Haberstroh, Innovationsmanager des Unternehmens, referierte über die Innovationsprozesse bei E+H. Die Mitglieder des Industrieausschusses diskutierten anschließend rege über eigene Erfahrungen und Strategien. Beim Betriebsrundgang konnten sie einen Blick in die Entwicklungsabteilung werfen sowie den innovativen Ausbildungsbereich des Unternehmens begutachten. Besonders beeindruckt waren die Besucher von den Produktionsabläufen im Unternehmen. Einen kurzen Rückblick auf die vergangene Amtsperiode sowie einen Ausblick auf die kommenden Themen und Aufgaben gab Dietmar Kühne. Auch in den kommenden Jahren stehen Themen an, bei denen der Ausschuss der Vollversammlung fachlich beratend zur Seite stehen kann. Ein solches Thema ist beispielsweise die wirtschaftliche Verflechtung und Entwicklung der deutsch-schweizerischen Grenzregion. Hier zeigte Alexander Graf, Leiter Standortpolitik der IHK, die aktuellen Entwicklungen auf. Die anschließende Diskussion verdeutlichte, dass jedes Unternehmen von den Auswirkungen betroffen ist. ag Öffnungszeiten Die IHK hat montags bis donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, freitags von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 15 Uhr geöffnet. Das Info- und Servicecenter ist montags bis donnerstags durchgehend von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr besetzt. 30 Wirtschaft im Südwesten

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16 REGIOREPoRT IHK Hochrhein-Bodensee Lehrgänge und Seminare der IHK Wann? Was? Wo? Euro Informationen: Konstanz, Tel.: ; Schopfheim, Tel.: , Ausbildungsakademie regelmäßig AEVO-Lehrgänge Konstanz/Schopfheim 520, Ausbilderreihe: Wie ticken Auszubildende? Generation Facebook Wie damit umgehen? Konstanz 150,00 Außenwirtschaft Lieferantenerklärungen Bedeutung, Regeln, Konsequenzen Schopfheim 270, Export-, Zoll- und Versandpapiere richtig erstellen Übung macht den Meister! Schopfheim 270, Warenverkehr mit der Schweiz Schopfheim 270,00 Büromanagement Zeitgemäße Geschäftskorrespondenz Die richtigen Worte finden Konstanz 270, Büroorganisation statt Papierberge Schopfheim 270,00 Personalwesen/Persönlichkeitsentwicklung Sicheres Auftreten im Job Konstanz 270, Grundkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Konstanz 490, Körpersprache verstehen und nutzen Schopfheim 270, Mein persönliches Potential nutzen Schopfheim 270, Erfolgreiche Rhetorik und Präsentation Schopfheim 490,00 Führung Junger Fuchs führt alten Hasen Konstanz 270, Effektive Mitarbeiterführung: Kommunikation als Führungsaufgabe Schopfheim 490,00 Immobilienmanagement Maklervertrag Konstanz 270, Grundlagen der Immobilienbewertung Konstanz 490,00 Prüfungslehrgänge Herbst 2015 Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/in Schopfheim/Konstanz 3.250,00 Herbst 2014 Geprüfte/r Industriefachwirt/in Schopfheim 3.250,00 Frühjahr 2016/ Herbst 2015 Geprüfte/r Personalfachkauffrau/-mann Schopfheim/Konstanz 3.650,00 Herbst 2015 Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in Schopfheim/Konstanz 3.950,00 Herbst 2015 Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen Überlingen 3.150,00 Frühjahr 2016/ Herbst 2015 Geprüfte/r Betriebswirt/in Schopfheim/Konstanz 4.100,00 Herbst 2015 Vorkurs Naturwissenschaftliche Grundlagen für Industriemeister und Elektrofachkräfte Schopfheim/Singen 250,00 Herbst 2015 Geprüfte/r Industriemeister/in Metall Bad Säckingen/Singen 4.900,00 Frühjahr 2016/ Herbst 2015 Geprüfte/r Industriemeister/in Elektrotechnik oder Mechatronik Singen/Bad Säckingen 4.900,00 Herbst 2015 Geprüfte/r Technische/r Betriebswirt/in Schopfheim/Singen 3.950,00 Herbst 2015 Zusatzqualifikation zur Elektrofachkraft in der Industrie Konstanz/Lörrach 2.300,00 Herbst 2015 Geprüfte/r Medienfachwirt/in Print Konstanz 4.350,00 Das Angebot weiterer Weiterbildungsanbieter ist zu finden unter 32 Wirtschaft im Südwesten

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