KNX Produktdokumentation. IP-Control. Stand der Dokumentation: Best. Nr , Seite 1/203

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1 KNX Produktdokumentation IP-Control Stand der Dokumentation: Best. Nr , Seite 1/203

2 Inhalt 1. Produktdefinition Produktkatalog Anwendungszweck Was ist neu? Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung Sicherheitshinweise Geräteaufbau Montage und Elektrischer Anschluss Inbetriebnahme Anwendung Erste Schritte Passwörter Visualisierung Visualisierung Wichtige Hinweise IP-Control Tablet Visualisierung IP-Control Mobile Editoren Was Sie wissen sollten, bevor Sie loslegen Menüleiste des Editor-Fensters Visualisierungs-Editor Job-Editor Berker IP-Control Mobile (IPCM) Sonos UPnP System Konfigurationstool Objektstruktur ETS Einfügen des IP-Control in die ETS Exportieren der Gruppenadressen aus der ETS KNXnet/IP - Verbindungseinstellungen in der ETS Fernzugriff über VPN Sicherheitshinweise VPN Verbindung einrichten Kameras und IP-Control im Internet Schema der Netzwerkstruktur Einstellungen für das Kamera-Element in der Visualisierung IP-Adressen im Internet Sprache ändern Anwendungen IP-Control IRTrans Best. Nr , Seite 2/203

3 Produktdefinition Musiksteuerung mit Squeezebox Weitere Squeezebox Anwendungen Webseiten aus der Visualisierung aufrufen Firmware Updates mit IP-Control Update-Tool Wichtige Vorkehrungen: Vorgehensweise Anhang 1: Status LED Anhang 2: Steuerzeichen für Werte in Textnachrichten Anhang 3: Technische Daten Anhang 4: Import von Themes unterschiedlicher Hardwareversionen Anhang 5: Kamera Anhang 6: Zertifikat Anhang 7: xpl-voraussetzungen Anhang 8: Provider Anhang 9: URL Parameter Anhang 10: Erweiterte Optionen der Uhren Anhang 11: EIS 15 Multiplexer Anhang 12: EIS Typen Anhang 13: DTP (data point type) Best. Nr , Seite 3/203

4 Produktdefinition 1. Produktdefinition 1.1. Produktkatalog Produktname: Verwendung : Bauform: IP-Control REG, IP-Control für nutzungsabhängige Raumsteuerungen REG Visualisierung, IP Gateway REG (Reiheneinbau) Best.-Nr.: , Anwendungszweck IP-Control bildet die Schnittstelle zwischen einem Ethernet IP LAN (LAN = Local Area Network) und dem instabus KNX/EIB-System. Über den Ethernet-Anschluss hat der Anwender mit einem lokalen PC im LAN oder anderen geeigneten LAN-Geräten, wie z. B. einem Tablet PC oder Handy/PDA Zugriff auf sein instabus KNX/EIB System. IP-Control arbeitet als Server und wird als zentrale Steuer-, Melde- und Kontrolleinheit eingesetzt. Die Konfiguration und Bedienung erfolgt über den Web-Browser eines PCs mit JAVA Runtime Engine ab Version 1.7. Der Zugriff kann auch über das Internet erfolgen. Die Verbindung zum Internet kann über DSL, LAN (RJ45-Anschluss) mit Router und einem Verzeichnisserver aufgebaut werden. Für das Gerät mit Best.-Nr ist eine Dokumentationsergänzung im Berker Online-Katalog zum Download verfügbar Was ist neu? Neue Geräteanschlüsse: S0-Schnittstelle zum Auswerten von Messungen (z. B. Elektrischer Impulszähler) USB-Schnittstelle für 1-Wire Geräte (z. B. 1-Wire Temperatursensoren) Neues Visualisierungselement: CubeVision: Ein animierter 3D-Würfel zur modernen Gebäudevisualisierung Für CubeVision ist eine Dokumentationsergänzung unter zum Download verfügbar. Neue Jobs: Impulszähler (zur Auswerten der über die S0-Schnittstelle eingehenden Impulse oder zum Zählen von Betriebsstunden oder KNX-Telegrammen) RTR Job (voller Funktionsumfang eines Raumtemperaturreglers) ekey Job (für Zutrittssysteme mit Fingerprint-Sensoren) 1-Wire (zur Einbindung verschiedenster 1-Wire Geräte inklusive Funktionsüberwachung der Sensoren ) Best. Nr , Seite 4/203

5 Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung 2. Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung 2.1. Sicherheitshinweise Einbau und Montage elektrischer Geräte dürfen nur durch Elektrofachkräfte erfolgen. Dabei sind die geltenden Unfallverhütungsvorschriften zu beachten. Für die Inbetriebnahme sind Kenntnisse der Netzwerktechnik erforderlich. Die verdrosselte Busspannung darf nicht als Betriebsspannung V DC verwendet werden. Die Geräte-PIN befindet sich auf einem Aufkleber dieser Anleitung und auf der Rückseite des Gerätes. PIN sorgfältig aufheben. Bei Verlust der PIN kann nicht mehr auf das Konfigurationstool zugegriffen werden. Das Gerät muss eingeschickt und zurückgesetzt werden. Wird über das Gerät eine Verbindung mit dem Internet hergestellt, sind Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Netzwerks gegen unberechtigten Zugriff zu treffen. Bei Nichtbeachtung der Anleitung können Schäden am Gerät, Brand oder andere Gefahren entstehen Geräteaufbau Bild 1: Geräteübersicht (1) Spannungsversorgung V DC (2) Signal-LEDs (Bedienung) (3) RJ45 Buchse für Ethernet LAN (4) Programmier-Taste KNX (5) Programmier-LED KNX (6) Busanschlussklemme KNX (7) S0-Schnittstelle zur Auswertung von Strommessungen (Impulszählung) (8) Anschlüsse für S0-Spannungsversorgung 24 V DC (9) USB 2.0 Schnittstelle für 1-Wire-Bus (Sensorik) Best. Nr , Seite 5/203

6 Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung 2.3. Montage und Elektrischer Anschluss VORSICHT! Zerstörungsgefahr des Gerätes Bei Arbeiten unter Spannung können Fehlerspannungen auftreten. Vor dem Anschließen die Installationsumgebung spannungsfrei schalten. Gerät montieren Schnappen Sie das Gerät auf Hutschiene nach DIN EN auf. Gerät erwärmt sich im Betrieb. Maximale Betriebstemperatur beachten. Für ausreichende Wärmeableitung sorgen. Gerät anschließen (Bild 1) Schließen Sie die Busleitung an die Busanschlussklemme (Bild 1, 6) an. Schließen Sie Spannungsversorgung entsprechend der Kennzeichnung an die Schraubklemmen (Bild 1, 1) an. Als Spannungsversorgung kann der unverdrosselte Ausgang einer KNX/EIB- Spannungsversorgung verwendet werden. Bitte achten Sie beim Anschließen auf die richtige Polarität. Wird diese vertauscht, löst intern eine Sicherung aus. In diesem Fall muss das Gerät eingeschickt werden. Stecken Sie die Netzwerkleitung (LAN) in die RJ45-Buchse (Bild 1, 3) ein. Bei direkter Verbindung mit einem PC ein gekreuztes (crossover) Netzwerkkabel verwenden. Zusätzlich bei Verwendung der S0-Schnittstelle (Bilder 1 und 2): 24 V DC an die Anschlussklemmen (+ / -) für die Spannungsversorgung der S0- Schnittstelle (Bild 1, 8) anschließen. Dabei die richtige Polarität beachten. ACHTUNG! Zerstörungsgefahr des Gerätes. Die S0-Klemmen (Bild 1, 7-8) sind nicht für den Anschluss von 230 V AC Netzspannung geeignet. S0-Geräte (Bild 2, 11-12) an S0-Anschlussklemmen gemäß Anschlussschema (Bild 2) verdrahten. Best. Nr , Seite 6/203

7 Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung (10) Spannungsversorgung 24 V DC Bild 2: Anschlussschema zur S0-Schnittstelle (11) Reed-Kontakt zum Aufsetzen auf den Zähler (12) z. B. Wechselstromzähler 1-phasig Hager EC051 Zusätzlich bei Verwendung der 1-Wire Schnittstelle (Bilder 1 und 3): Die 1-Wire Geräte werden in der Regel via USB-Schnittstelle mit Spannung versorgt. Man spricht dann von Parasitic Power (Bild 3). Werden 1-Wire Sensoren als Slave ohne eigene Spannungsversorgung eingebunden, können bis zu 20 Slaves auf einer 1-Wire-Busleitung mit maximaler Leitungslänge 100 m angeschlossen werden. Bild 3: Installationsvariante 1-Wire-Sensoren mit Parasitic Power Zur Steigerung der Buskapazität können Busmaster mit zusätzlicher Spannungsversorgung weitere 20 Slaves einbinden. Schließen Sie den 1-Wire-Bus an den USB Anschluss (Bild 1, 9) des IP-Control an. Über einen 1-Wire-Bus-Adapter wird das 1-Wire Netzwerk mit dem IP-Control verbunden. Für die meisten Einsatzzwecke ist die normale Fernmeldeinstallationsleitung ("Telefonkabel") J-Y(ST)Y 2x2x0,8 bzw. eine KNX-Installationsleitung bestens geeignet. Best. Nr , Seite 7/203

8 Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung 2.4. Inbetriebnahme Betriebsbereitschaft herstellen Schalten Sie die Busspannung ein. IP-Control benötigt keine ETS-Applikation. Eine Programmierung des Busankopplers ist nicht erforderlich. Schalten Sie die Versorgungsspannung ein. Während der Boot-Phase leuchtet die POWER-LED ca. 30 sek. orange. Das Ende der Boot-Phase wird durch einen Test aller LED signalisiert. Nach Abschluss der Boot-Phase leuchtet/blinkt die Power-LED grün. Das Gerät ist betriebsbereit. Durchführung der Grundkonfiguration Zur Durchführung der gesamten Grundkonfiguration sind folgende Schritte auszuführen. PC-Zugriff auf IP-Control über Netzwerk herstellen Konfigurationstool starten Grundeinstellungen vornehmen Java Einstellungen anpassen PC-Zugriff auf IP-Control über Netzwerk herstellen Das Gerät ist betriebsbereit. Ein PC ist angeschlossen. Stellen Sie die aktuelle Netzwerk-Konfiguration des PCs fest und notieren diese. Richten Sie die Netzwerkadresse des PCs im Bereich x. ein, z. B Standard Subnet Mask für x.x ist IP-Control ist werksseitig mit der LAN-IP Adresse vorprogrammiert. Sollte ein weiterer Netzwerkteilnehmer diese IP-Adresse verwenden, muss dieser getrennt werden, um Netzwerk-Konflikte zu vermeiden. Ist unsicher, ob diese IP-Adresse bereits verwendet wird, vermeidet eine Direktverbindung von PC und IP-Control über Crossover-Kabel mögliche Netzwerk-Konflikte. Starten Sie den Browser des PCs. Geben Sie in der Adresszeile die IP-Adresse des IP-Control ein. Die Startseite des IP-Control öffnet sich. Der PC-Zugriff auf IP-Control ist hergestellt. Konfigurationstool starten Der PC-Zugriff auf IP-Control ist hergestellt. Die Startseite des IP-Control ist geöffnet. Klicken Sie den Menüpunkt System an. Das Eingabefenster für die Geräte-PIN öffnet sich. Geben Sie den Geräte PIN ein. Eine verschlüsselte Verbindung startet. Das Login-Fenster des IP-Control öffnet sich. Die Geräte-PIN befindet sich auf einem Aufkleber der dem Gerät beiliegendem Anleitung und auf der Rückseite des Gerätes. Diese dient zur Identifizierung des IP-Control und ist einmalig. Sie kann nicht verändert werden und wird bei jedem Zugriff auf das Konfigurationstool abgefragt. Best. Nr , Seite 8/203

9 Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung Geben Sie im Login-Fenster Benutzername und Passwort ein. Die werksseitig angelegten Zugangsdaten lauten: Benutzername: admin Passwort: berker Das Konfigurationstool öffnet sich. Die Oberfläche zum Reiter Konfiguration ist auf dem Bildschirm sichtbar (Bild 4). Bild 4: Konfigurationstool Die Zugangsdaten für den Adminstrator sollten nach Herstellung der Grundkonfiguration in der Benutzerverwaltung geändert werden, um einen unberechtigten Zugriff zu vermeiden. Grundeinstellungen vornehmen Das Konfigurationstool ist geöffnet. Die Ansicht Konfiguration befindet sich im Vordergrund. Klicken Sie im linken Feld den Menüpunkt Allgemein an. Die aktuellen Einstellungen werden angezeigt (Bild 5). Bild 5: Fenster Allgemein Best. Nr , Seite 9/203

10 Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung Vergeben Sie einen Namen im Feld IP-Control Name. Mit dem Namen kann das Gerät über ein Discovery-Tool indentifiziert werden, wenn sich mehrere IP-Control im Netzwerk befinden. Tragen Sie die Physikalische Adresse der BCU für den KNX/EIB ein. Konventionen zur Vergabe von physikalischen Adressen im KNX/EIB beachten. Die individuelle Adresse für KNXnet/IP Tunneling dient der Nutzung von KNXnet/IP Tunneling Verbindungen (siehe Kapitel System oder ETS ). Klicken Sie den Menüpunkt Netzwerk Einstellungen an. Ein Fenster mit den aktuellen Einstellungen wird angezeigt (Bild 6). Bild 6: Fenster Netzwerk-Einstellungen Vergeben Sie eine IP-Adresse. Unter dieser IP-Adresse ist das Gerät im Netzwerk erreichbar. Verwenden Sie eine IP-Adresse aus dem Netzwerkbereich, in dem Ihr PC zuvor eingebunden war, wenn dieser Netzwerkbereich weiterverwendet werden soll. Überprüfen Sie vorher, ob die Adresse nicht von einem anderen Teilnehmer benutzt wird, Geben Sie die Subnetzmaske ein. Eine Standard-Subnetzmaske für lokale Netzwerke ist Tragen Sie die IP-Adresse des Standard Gateway ein. Hier ist die externe IP-Adresse des im Netzwerk befindlichen Routers einzutragen. Tragen Sie mindestens einen DNS Server ein. Werden DNS-Server zur Namensauflösung verwendet, sind hier die entsprechenden IP- Adressen einzutragen. Die Adressen erfahren Sie bei Ihrem Internetprovider. Sonst ist es bei vielen Routermodellen möglich als DNS Server Nr.1 die interne Router IP-Adresse einzutragen (DNS Weiterleitung). Sichern Sie die neue Konfiguration mit Daten speichern und schließen Sie den Browser. Die Änderungen werden übernommen. Dazu führt das Gerät einen Neustart durch. Eine entsprechende Meldung bestätigt, dass die Änderungen übernommen sind. Die Grundeinstellungen sind abgeschlossen. Best. Nr , Seite 10/203

11 Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung Passen Sie ggf. die Netzwerk-Einstellungen Ihres PCs an. Dessen IP-Adresse muss sich im IP-Adressbereich des IP-Control befinden, um das Gerät zu erreichen. Beim nächsten Aufruf des IP-Control ist die neue IP-Adresse in die Adresszeile des Browsers einzugeben. Java-Speicherreservierung anpassen Es wird die Java Runtime Engine ab Version 1.7 benötigt (JAVA 7). Zum Anpassen der Speicherreservierung muss ein Parameter in derjava VM Software geändert bzw. ergänzt werden. Gehen Sie folgendermaßen vor: Klicken sie in Windows auf Start Einstellungen Systemsteuerung. Klicken Sie doppelt auf das Java-Symbol. Klicken Sie auf den Reiter Java. Klicken Sie im Feld Java-Applet-Laufzeiteinstellungen auf Anzeigen (Bild 7). Bild 7: Java Control Panel - Java Um unter Windows mehr Arbeitsspeicher für JAVA zu erlangen, geben Sie als Runtime- Parameter ein: -Xmx128M (Bild 8). 128 MB Arbeitsspeicher werden für Java reserviert. Bild 8: Java Runtime-Einstellungen Einstellungen zu temporären Internet-Dateien unter Java anpassen (Bilder 9 und 10) Programmdateien und Daten, die Java über eine Netzwerkverbindung bezieht, werden normalerweise temporär zwischengespeichert. Java greift auf diese gespeicherten Inhalte Best. Nr , Seite 11/203

12 Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung wieder zurück, wenn gleiche Programmteile und/oder gleiche Inhalte benötigt werden, um Ladezeit zu kürzen und Netzwerkkapazitäten zu schonen. Einstellung für Inbetriebnahme Während der Inbetriebnahme, Parametrierung und Änderung der Visualisierung mit IP-Control ist die o. g. Zwischenspeicherung der Java-Anwendungsdateien jedoch störend. Gerade getätigte Änderungen kommen nicht direkt zur Ausführung, weil Java auf gespeicherte, veraltete Daten zurückgreift. Für die Inbetriebnahme ist es daher notwendig, die Speicherung von temporären Dateien zu deaktivieren, damit jederzeit der aktuelle Stand vom IP-Control bezogen wird. Einstellung für Visualisierung im Regelbetrieb Nach Abschluss von Inbetriebnahme, Parametrierung oder Änderungen an der Visualisierung sollte die Speicherung der temporären Dateien wieder aktiviert werden. Klicken Sie in Windows auf Start Einstellungen Systemsteuerung. Klicken Sie doppelt auf das Java-Symbol. Klicken Sie auf den Reiter Allgemein. Bild 9:Java Control Panel - Allgemein Klicken Sie im Feld Temporäre Internet Dateien auf Einstellungen (Bild 9). Best. Nr , Seite 12/203

13 Montage, Elektrischer Anschluss und Bedienung Bild 10: Einstellungen für temporäre Dateien Deaktivieren Sie die Checkbox bei Temporäre Dateien auf Computer belassen (Bild 10). Klicken Sie auf Dateien löschen Klicken Sie OK um zu bestätigen. Sie gelangen zurück zum Java Control Panel. Klicken Sie OK um das Java Control Panel zu verlassen. Damit die Einstellungen aktiv werden, muss nun im Anschluss der Browser neu gestartet werden. Best. Nr , Seite 13/203

14 Anwendung 3. Anwendung Für IP-Control benötigen Sie zur Konfiguration keine spezielle Software. Wenn Sie z. B. über einen PC mit IP-Control eine Verbindung herstellen, wird IP-Control alle nötigen Komponenten zur Vergabe der Anwendungsdaten einem Standard-Internetbrowser (vorausgesetzt Java Runtime Engine ab Version 1.7 ist installiert und lauffähig) zur Verfügung stellen. Sie können folgende interne Funktionen für Dienstleistungen konfigurieren. Interne Dienste Visualisierung Uhren Aufruf von Netzwerkkameras Logik KNXnet/IP Integrierter VPN-Server Datensammler Lichtszenen Störmeldung per Verzögerer Treppenhausautomat Hysterese Schwellwert Schalter RTR Job zur Regelung der Raumtemperatur Anlagenkopplung Synchronisation über NTP Zeitserver UDP-Sender xpl Schnittstelle UPnP zur Ansteuerung von Sonos Geräten (Multiroom Audiosteuerung) ekey Job (zur Einbindung von Fingerscannern) Wake On LAN EIS 15 Multiplexer Vergleicher http Requests Astrouhr Belegungsplan Modul zur nutzungsabhängigen Raumsteuerung (nur Best.-Nr ) Mathematik Modul Zähler Impulszähler (für S0-Schnittstelle; auch zur quantitativen Erfassung von KNX- Telegrammen oder IP-Control Betriebsstunden) Integrierer Handy Visualisierung IPCM (z. B. für iphone) CubeVision (neues Visualisierungstool) Anwendungen für die Automatisierung Uhren Logik Lichtszenen Verzögerer Treppenhausautomat Hysterese Schwellwertschalter Anlagenkopplung Best. Nr , Seite 14/203

15 Anwendung UDP-Sender xpl-schnittstelle Vergleicher Wake on LAN für die Überwachung Visualisierung Kommunikation Datensammler Netcam Handy-Visualisierung mit Statusrückmeldung Integrierter Bus-Monitor für Messungen Impulszähler (z. B. für Wechselstrommessungen via S0-Schnittstelle) 1-Wire Sensorik für das Fernschalten Visualisierung über Internet Visualisierung auf dem Handy/Smartphone für die Wartung Kommunikation Datensammler KNXnet/IP Best. Nr , Seite 15/203

16 Erste Schritte 4. Erste Schritte IP-Control ist mit einem Web-Server ausgestattet und beinhaltet eine Reihe von Java-Applets. Deren Dienste können Sie bei Aufruf über den Browser editieren und dauerhaft im IP-Control speichern. Rufen Sie einen Internetbrowser auf Ihrer z. B. PC-Plattform auf. Auf der Plattform muss Java Runtime Engine ab Version 1.7 (JAVA 7) installiert und lauffähig sein. Als Browser empfehlen wir eine aktuelle Version von Mozilla Firefox, Microsoft Internet Explorer, Netscape oder Google Chrome zu nutzen. Bitte beachten Sie, dass eine aktuelle Java Version installiert ist, sowie dass das Java Browser Plugin aktuell ist. Sollte Java noch nicht installiert sein, finden Sie unter eine aktuelle Version. Schreiben Sie (nach Inbetriebnahme des IP-Control) in die Adresszeile den URL: (Default-Einstellung), ansonsten die von Ihnen geänderte IP-Adresse des IP-Control. Es erscheint das Startfenster mit dem Hauptmenü. Von hier aus gelangen Sie zur Visualisierung, zum Editor und zum Konfigurationstool (System) des IP-Control. Bild 11: Startfenster WARNUNG! Bestehen besondere Anforderungen, Risiken für Personen oder Sachen zu vermindern (funktionale Sicherheit) müssen geeignete Zusatzmaßnahmen getroffen werden. Diese Maßnahmen müssen die notwendige Unabhängigkeit vom Betrieb des IP- Control haben und immer verfügbar sein. Maßnahmen zur Risikoverminderung können Sie z. B. den Tabellen Funktionale Sicherheit des Handbuch Gebäudesystemtechnik, Grundlagen vom ZVEH/ZVEI entnehmen. Best. Nr , Seite 16/203

17 Erste Schritte 4.1. Passwörter Der Zugriff auf den Visualisierungs-Editor und System ist durch Benutzername und Kennwort geschützt. Die Kennwörter können Sie über System editieren. Bei der Auslieferung gelten folgende Standard-Kennwörter: Bereich Benutzername Kennwort: Visualisierungs-Editor admin berker System admin berker Zum Ändern eines Kennwortes müssen Sie das neue Kennwort zweimal angeben. Wird kein Kennwort eingegeben, so entfällt die Abfrage. Best. Nr , Seite 17/203

18 Visualisierung 5. Visualisierung Bild 12: Startseite Visualisierung Mit dem Button Visualisierung wird die Auswahl der verfügbaren Visualisierungsschnittstellen erreicht. Zur Verfügung stehen die beiden Visualisierungsschnittstellen (externes Fenster und eingebettet) sowie die IP-Control Tablet Visualisierung und die IP-Control Mobil Visualisierung. Jede Visualisierungsschnittstelle kann über eine Benutzerverwaltung geschützt werden. Im Auslieferungszustand ist diese nicht aktiviert. Um das Auswahlfenster zu schliessen, klicken Sie erneut auf Visualisierung. Best. Nr , Seite 18/203

19 Visualisierung 5.1. Visualisierung Die Visualisierung kann in zwei verschiedenen Modi aufgerufen werden: Externes Fenster: Die Visualisierung wird in einem seperaten Fenster geöffnet. Eingebettet: Die Visualisierung wird im gerade geöffneten Browserfenster geöffnet. LEGENDE: Rot umrandet: Visu ToolBar Grün umrandet: Seitenindex Blau umrandet: Visualisierungsoberfläche Bild 13: Visualisierung im externen Fenster Mit der Visualisierung öffnen sich je nach Einstellung die Visu ToolBar und der Seitenindex (siehe Bild 14). Legende: Im linken Fensterbereich werden die Projektseiten angezeigt. Auf der Trennung zwischen Seitenindex und Visualisierung befinden sich kleine Pfeilsymbole, mit denen die jeweilige Ansicht ein- oder ausgeblendet werden kann. Ist der Seitenindex in den Projekteinstellungen des Editors deaktiviert, wird er in der Visualisierung nicht angezeigt. Visu ToolBar Die Visu ToolBar befindet sich oberhalb der Visualisierung. Sie vereinfacht die Navigation in der Visualisierung. Die ToolBar und ihre Funktionen werden in den Projektparametern im Visualisierungseditor konfiguriert. Seitenwechsel Projektwechsel Kioskmodus Navigation Bild 14: Visu ToolBar Neustart, Schließen Best. Nr , Seite 19/203

20 Visualisierung Die VisuTool Bar wird in das IP-Control Tablet Visualisierung nicht angezeigt! Sie ist nur für die Java Visualisierung vorgesehen. Navigation Die Navigation ermöglicht das Durchblättern der Projektseiten und über das Haussymbol den Sprung zurück auf die Startseite des Projektes. Kioskmodus Mit diesem Button kann der Kioskmodus auch während der Visualisierung aktiviert werden. Die Einstellungen von ToolBar und Seitenindex bleiben erhalten. Projektwechsel Sind mehrere Projekte angelegt, kann hier zwischen ihnen gewechselt werden. Seitenwechsel Alle Seiten des Projektes werden angezeigt. Der Wechsel kann entweder über die Pfeile oder über die Seitenübersicht erfolgen. Diese erscheint, wenn der Seitenname angeklickt wird. Benutzerwechsel Ist die Benutzerverwaltung für die Visualisierung aktiviert, kann ohne Neustart der Visualisierung zwischen den einzelnen Benutzern gewechselt werden. Alle Benutzernamen werden angezeigt, wenn der aktuell angemeldete Benutzer angeklickt wird. Restart/Exit (Neustart/Schließen) Diese Schaltfläche beendet die Visualisierung oder startet sie neu. Bei einem Neustart wird die Benutzeranmeldung gegebenenfalls wieder abgefragt Wichtige Hinweise BMX-Protokoll Für die Visualisierung wird der Port für das BMX-Protokoll benötigt. Sollte dieser, beispielsweise bei Zugriff über das Internet, nicht freigeschaltet sein (Port Weiterleitung), ist keine Bedienung oder Rückmeldung in der Visualisierung möglich. Standardmäßig hat der BMX-Port die Nummer Dies kann aber im Konfigurations Tool (System > Konfiguration > Erweiterte EIB (yabus) Einstellungen) geändert werden. Java Cache Ist der Java Cache aktiviert während die Visualisierung oder andere Teile des IP-Control konfiguriert werden, kann es vorkommen, dass die Visualisierung nach einiger Zeit nicht mehr korrekt angezeigt wird. Durch den Java Cache wird auf temporäre Dateien zurückgegriffen, die nicht mehr aktuell sind. Löschen Sie den Cache und starten den Browser neu. (siehe Java anpassen > Einstellungen zu temporären Internet Dateien ). Zeitstempel Ist die Uhrzeit des IP-Control nicht mehr korrekt, werden die aktuellen Telegramme und Zustände in der Zustandstabelle mit falschem Zeitstempel gespeichert. Dadurch hat die Visualisierung zur Auswertung der Telegramme falsche Referenzzeiten. Das führt zu fehlerhaften Statusanzeigen. Löschen Sie die Zustandstabelle und starten das IP-Control neu. (siehe Kapitel Datei unter IP-Control Editor ). Best. Nr , Seite 20/203

21 Visualisierung 5.3. IP-Control Tablet Visualisierung IP-Control Tablet Visualisierung bietet eine Visualisierungsmöglichkeit für Geräte, die keine Java Unterstützung bieten. IP-Control Tablet Visualisierung ist plattform-unabhängig und kann somit für Web-Pads (z. B. ipad), Mobiltelefone oder auch gewöhnliche PCs genutzt werden. Die IP-Control Tablet Visualisierung wird aus den gleichen Daten wie die Java Visualisierung generiert. Allerdings werden nicht alle Elemente und Funktionen aus der Java Visualisierung unterstützt. Vorraussetzungen Damit die IP-Control Tablet Visualisierung auf einem Client angezeigt wird, muss dieser Java Script unterstützen. Die erforderlichen Daten im IP-Control werden beim Speichern des Visualsierungsprojektes im Editor erstellt. Dazu wird abgefragt, zu welchem Projekt die IP- Control Tablet Visualisierung generiert werden soll. Die IP-Control Tablet Visualisierung und die Java Visualisierung nutzen die gleiche Benutzeranmeldung. Wichtige Hinweise Unterstützung der einzelnen Funktionen und Elemente Die unterstützten Funktionen und Elemente der IP-Control Tablet Visualisierung sind im Kapitel Editor übersichtlich in einer Tabelle dargestellt. Verbindungsaufbau/gleichzeitige Verbindung Die IP-Control Tablet Visualisierung ist eine serverlastige Anwendung. Im Gegensatz zu Java fragt dabei der Visualisierungsclient regelmäßig den aktuellen Status beim Server ab. Man spricht davon dass der Client pollt. Dieses Polling geht vor allem auf die Leistung des Servers, daher limitiert sich die Anzahl der gleichzeitigen Verbindung nach der Höhe des sonstigen Ressourcen-Verbrauchs. Hardwarebeschleunigung Nutzen / CSS 3 Animationen Der Browser Mobile Safari auf Apple Geräten wie dem ipad und dem iphone nutzt für einfache Animation keine Hardwarebeschleunigung. Daher kann es insbesondere bei den Slide Effekten zu einer ruckelnden Darstellung kommen. Um dies zu umgehen, unterstützt die IP-Control Tablet Visualisierung CSS 3 Transformationen. Damit werden Animationen flüssiger dargestellt, da in diesem Falle auf die Hardwarebeschleunigung zurückgegriffen wird. Die Aktivierung erfolgt automatisch, sobald die IP-Control Tablet Visualisierung einen entsprechenden Browser erkennt. Die Anwendung von CSS 3 kann allerdings bei einigen anderen Endgeräten bzw. Browsern dazu führen, dass die Bedienung nicht optimal abläuft. Um CSS 3 in diesem Fall zu deaktivieren steht ein Kontextmenü (Bild 15) zur Verfügung, das während der ersten 10 Sekunden unten rechts in der Visualisierung angezeigt wird. In diesem Menü kann auch der Logout aus der Visualisierung veranlasst werden. Bild 15: IP-Control Tablet Visualisierung - Kontextmenü Best. Nr , Seite 21/203

22 Visualisierung 5.4. IP-Control Mobile Das IP-Control Mobile ist eine weitere Visualisierung, die ohne Java Unterstützung auskommt. Deren Aufbau ist bewusst einfach und übersichtlich gestaltet, um den kleinen Displays mobiler Endgeräte Rechnung zu tragen. Aufruf Bild 16: IP-Control Mobile im iphone Das IP-Control Mobile kann im Browser auch direkt aufgerufen werden. Die URL lautet: des IP-Control>/web/ipcm Authentifizierung Die Benutzer-Authentifizierung für das IP-Control Mobile wird im KonfigurationsTool eingestellt ( System > Benutzer administration ). Weitere Informationen sind dem Kapitel IP-Control Mobile zu entnehmen. Gleichzeitige Verbindungen Die Anzahl der gleichzeitigen Verbindungen richtet sich nach der Auslegung der Anlage und den weiteren Aufgaben des IP-Control. Best. Nr , Seite 22/203

23 6. Editoren Bild 17: IP-Control - Startseite Editor Mit dem Editor wird das IP-Control programmiert und die Visualisierung erstellt. Er unterteilt sich in 3 verschiedene Editoren: Visualisierungs-Editor Mit diesem Editor wird die Visualisierung für Java und IP-Control Tablet angelegt. Sie besteht mindestens aus einem Projekt und einer Seite und kann über eine Benutzerverwaltung geschützt werden. Beim Speichern werden sowohl die Daten für die Java als auch für die IP- Control Tablet Visualisierung erstellt (optional). Job-Editor Im Job-Editor sind die Dienste konfigurierbar, die das IP-Control ausführen soll. Eine Übersicht der einzelnen Jobtypen finden Sie im entsprechenden Abschnitt. IP-Control Mobile Hier werden die Seiten für die Visualisierung IP-Control Mobile konfiguriert. IP-Control Mobile funktioniert mit allen gängigen Handy-Modellen, PDAs mit mobile Java (J2ME). Es können verschiedene EIS-Datentypen und Kamerabilder eingebunden werden. Best. Nr , Seite 23/203

24 6.1. Was Sie wissen sollten, bevor Sie loslegen Gruppenadressen - virtuelle und reale Das IP-Control bietet einen virtuellen Adressraum. Er reicht von 16/0/0 bis 31/7/255. Diese Adressen werden nicht auf den Bus gesendet. Sie sorgen dafür, Jobs untereinander oder Visualisierungselemente mit Jobs zu verknüpfen und umgekehrt. Auf diese Weise wird realer Adressraum eingespart, aber auch das Verhalten des IP-Control verändert sich: Werden für einen Job reale Gruppenadressen verwendet, obwohl dazu kein realer KNX/EIB Teilnehmer existiert, können erhebliche Verzögerungen im Programmablauf auftreten. Das KNX-Bussystem ist so ausgelegt, dass es auf jedes Telegramm ein ACK also Acknowledge erwartet. Geschieht dies nicht, so werden die entsprechenden Telegramme mehrmals wiederholt. Bei einem sehr telegramm-aufwändigen Job wie dem SB-Control kann das zu erheblichen Verzögerungen bei der Verarbeitung der Telegramme führen. Dies kann durch virtuelle Gruppenadressen dort, wo keine realen Busteilnehmer existieren, reduziert werden. Kommunikationsobjekte Das IP-Control bildet die Struktur der Kommunikationsobjekte des KNX/EIB nach. Das heißt, jedem Objekt können bis zu 5 Gruppenadressen zugeordnet werden. So kann die Vergabe einer Gruppenadresse eines z. B. Aktorkanals direkt nachgebildet werden. Damit ist IP-Control über den tatsächlichen Zustand des Aktors (nicht Gruppenadresse) jederzeit informiert und ein aufwändiges Arbeiten mit Rückmeldungen kann unterbleiben. Diese Vorgehensweise vereinfacht die Erstellung von logischen Verknüpfungen, da jedem Eingangsobjekt der Gatter bis zu 5 Gruppenadressen zugeordnet werden können. Im ESF-Dialog können in diesem Fall alle fünf Gruppenadressen zugeordnet werden. Dabei werden sie automatisch in der korrekten Syntax in das ausgewählte Objektfeld eingetragen. Bei Ausgängen ist es hingegen nur möglich, eine Adresse einzutragen. Generelle Syntax Nach der ersten Gruppenadresse sind die weiteren Adressen in eine Klammer zu setzen und durch Komma zu trennen. Beispiel: 2/12(2/13,2/14,2/15,2/16) Das Editor-Fenster wird beim ersten Start mit dem Visualisierungs-Editor geladen. Der Wechsel zwischen den Editoren findet innerhalb dieses Fensters statt. Grundsätzliche Einstellungen werden in der Menüleiste des Editor-Fensters vorgenommen. Best. Nr , Seite 24/203

Bild 1: Geräteübersicht

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