Selbstmessung des Blutdruckes. Schulungsprogramm für Patienten während der stationären Krankenhausbehandlung

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1 Selbstmessung des Blutdruckes Schulungsprogramm für Patienten während der stationären Krankenhausbehandlung

2 2 Schulungsziel Blutdruck selbstständig und dokumentieren Blutdruck Kennen der nichtmedikamentösen Behandlungsmöglichkeiten

3 3 Vorbereitung Manschettengröße anpassen Bei links / rechts Unterschieden, am Arm mit dem höherem Blutdruck

4 4 Messbedingungen Immer zur gleichen Zeit Morgens und abends vor Mahlzeiten und vor der Tabletteneinnahme Nicht mit voller Blase, zuvor keinen koffeinhaltigen Kaffee trinken und nicht rauchen nach mindestens 3-5 Minuten Ruhe

5 5 Messablauf - Oberarm Immer am gleichen Arm Manschette luftleer machen Manschette nicht über die Kleidung Schlauchanschluss über die Arterie Unterrand der Manschette 2,5 cm über der Ellenbeuge Während der Messung nicht sprechen Messwert dokumentieren

6 6 Messablauf - Handgelenk Immer am gleichen Arm Manschette korrekt anlegen Manschette auf Herzhöhe halten (ablegen) Während der Messung nicht sprechen Messwert dokumentieren

7 7 Grenzwerte in der Klinik systolisch (erster Wert) über 180 mmhg diastolisch (zweiter Wert) über 100 mmhg Bitte beim Pflegepersonal melden Reaktionswerte für zu Hause vereinbaren Sie bitte mit Ihrem Ha

8 8 Teil II -

9 9 Bluthochdruck tut leider nicht weh - er kann nur durch das Messen gefunden werden

10 10 Blutkreislauf Herz pumpt (ca.70 Schläge in der Minute) Arterien die großen Gefäße vom Herzen weg Venen die großen Gefäße zum Herzen hin Kapillaren - Schnittstellen

11 11 Blutdruck ist variabel viele Faktoren beeinflussen den Blutdruck Blutdruck schwankt ständig mehrere Messwerte unterscheiden sich meist typisch sind Tag-Nacht Unterschiede

12 Klassifikation der Blutdruckwerte nach der WHO systolisch diastolisch optimal: bis 120 bis 80 normal: bis 130 bis 85 hoch normal leichte Hypert. (1) mittelschwere (2) schwere Hypert. (3) über 180 über Messwerte der Praxismessung 1999

13 13 Blutdruckwerte Selbstmessung Durchschnitt von 12 Messwerten soll unter 135/85 liegen. Es gibt keine klare Grenze sondern das Risiko steigt mit Blutdruck Zielwerte für Diabetiker niedriger (130/80)

14 14 Prinzip der Blutdruckmessung Komprimierung der Arterie durch die Blutdruckmanschette (Manschette drückt für kurzen Moment die Arterie zu/ ab) Druck langsam ablassen (Blut wird vom Herz "wellenförmig" ausgeworfen, diese Welle spürt man auch als Pulsschlag am Handgelenk) Erfassen des ersten (systolischen) und letzten (diastolischen) Geräusches

15 15 Beachte Keine eigenmächtige Änderung der Medikamente Nicht durch einzelne hohe Werte aus der Ruhe bringen lassen nicht ständig nach

16 16 Messfrequenz 2x täglich: Früh 06:00-09:00 Uhr Abends 18:00-21:00 Uhr Bei normalen, stabilen Blutdruckwerten in Absprache mit dem Hausarzt 1x pro Woche: Früh 06:00-09:00 Uhr Abends 18:00-21:00 Uhr Kommentare zu einzelnen Werten in der Spalte Bemerkungen

17 17 Geräteauswahl Oberarmgerät Gilt als genauer (Referenz) Günstiger bei Gefäßveränderungen (Arteriosklerose) Günstiger bei Diabetikern Handgelenkgerät Einfachere Bedienung Günstigerer Preis Gerät jährlich beim Arzt überprüfen Vergleich mit Praxisgerät, Differenz max. 10 mmhg Messgerät soll einen anerkannten Test bestanden haben (Prüfsiegel DHL, BHS, DIN , ESH, AAMI) zum Beispiel:

18 18 Teil III -

19 19 Was kann ich tun? Abnehmen Salz- und fettarm essen Weniger Alkohol trinken Viel bewegen Nicht rauchen Regelmäßige Entspannungspausen einlegen

20 20 Abnehmen Viele Patienten mit hohem Blutdruck sind übergewichtig Pro Kilogramm Gewichtsreduktion ca. 2 mmhg Blutdruckverringerung möglich z.b.: 10 kg Gewichtsabnahme => systolischer Blutdruck: von 140 auf 120 => Arzt kann auf medikamentöse Therapie verzichten Übergewicht ist Risikofaktor für Typ-2-Diabetes

21 21 Salzarm essen Max. 6g Salz pro Tag = 1 Teelöffel In vielen Lebensmitteln ist Salz versteckt ; ca. 3g/d Würzen mit Gewürzkräutern statt mit Salz Besser Frisches oder Tiefgefrorenes als Konserven verschiedene Menschen sind unterschiedlich empfindlich auf Kochsalz

22 22 Fettarm essen Fettarme Ernährung senkt den Blutdruck direkt und durch Verringerung des Gewichtes Ungünstig: gesättigte Fettsäuren in Fleisch und Butter (tierische Fette) Besser: ungesättigte Fettsäuren, in Fisch und Pflanzenölen (pflanzliche Fette) Gemüse und Obst machen satt und enthalten meist kein Fett Ernährungsberatung ist im Krankenhaus möglich

23 23 Weniger Alkohol trinken Alkohol steigert Blutdruck für eine begrenzte Zeit, viel Alkohol > ständig Hochdruck Nicht täglich und maximal Männer 30g, Frauen 20g Alkohol pro Tag Bier (3-5 Vol%) 0,3 l 7,7-12g Wein (9-12 Vol%) 0,2 l 14-18g Likör (30-40 Vol%) 0,02 l 4,8-7,2g

24 24 Viel bewegen Regelmäßige körperliche Bewegung Treppe statt Fahrstuhl Eine Haltestelle eher aussteigen Mit dem Fahrrad zur Arbeit 2-3x/Woche, 30-45`, Trainingspuls minus Alter - nach Abstimmung mit Arzt Geeignet Spaziergänge Jogging Radfahren Schwimmen Skilanglauf Nordic Walking Nicht geeignet Tauchen Kraftsportarten,Gewichtheben, Expandertraining Schwimmen im kalten Wasser Skiabfahrtslauf Surfen, Squash, Geräteturnen, Leistungs- und Wettkampfsport

25 25 Nicht rauchen Rauchen hat keinen direkten Einfluss auf den Bluthochdruck Rauchen führt zu Arteriosklerose und zu Herzkranzgefäßerkrankungen Rauchen bei Bluthochdruck führt zu einer dramatischen Risikosteigerung

26 26 Regelmäßige Entspannungspausen Bei Stress und Anspannung im Alltag bewusst Entspannungspausen einlegen Entspannungsbad Buch lesen Spaziergänge Entspannungsmethoden helfen, z.b.: Autogenes Training Progressive Muskelrelaxation (PMR)

27 27 Informationen im Internet Dieses Schulungsprogramm, mit den Dokumentationsbögen Deutsche Hochdruckliga e.v. DHL Messgeräte, welchen den Test der Hochdruckliga bestanden haben: blutdruckmessgeraete-mitpruefsiegel.html

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